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Full text of "Urkundenbuch der Stadt Lübeck"

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I II 



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stallt Lübeck. 



n Vereine für Liibeckisciie Gcsdiichie und Aiterttinmskui 



Elfter Theil. S mri aohtt 






Lübeck, 






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URKUNDEN-BUCH 



der 



Stadt Lübeck. 



Herausgegeben 



von 



dem Vereine für Lübeckische Geschichte und Alterthumsknnde. 



Elfter Theil. 



1466— 147©. 



Lübeck, 

Lübcke & Nöhring. 
1905. 



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1. 

Der Bath von Braunschweig bezeugt, dass Marcus Stein braunschweig er Bürger 
sei, und ersucht, ihm den Genuss hansischer Freiheiten zu gestatten. 
1466. Jan. 2. 

We de rad der stad to Brunswigk bekennen unde betugen openbar myt 
dnssem breve vor alle den jennen, de one seen edder hören lesen, dat Marcus 
Steyn, wiser dusses breves, unse geborne borger is unde geboret uns to vor- 
biddende unde to vordedingende gelijk anderen unsen borgeren. Warumme wy 
alle de jenne, de unse heren und frunt syn, denstliken unde gutliken bidden, 
dat se dem genanten Marco gunstich unde forderlijk syn to synen rechten unde 
laten on gebruken sodaner gnade fryheyt vnde rechticheyt, der de borger in 
den steden van der hense plegen to gebrukende. Uns hir gunst unde willen 
ane to bewisende, dat vordene wy in geliken ofte groteren saken gerne. To 
tuchnisse vorsegelt mit unser stad anhangendem secrete. Gegeven na der gebort 
Crieti unses heren verteynhundert in dem soesundesestigesten jare, des lateren 
dages der besnydinge unses heren. 

Angekommen den 10. Januar. Original mit anhängendem Siegel auf Pergament. 

i. 

Segeband von Beden erbietet sich dem Bathe von Lübeck zu Kriegsdiensten. 
1466. Jan. 6. 

Mynen fruntliken denst thovoren. Vorsichtigen bescheyden leven heren. 
Ik hebbe ervaren, wu det gw wolden hovelude to jw hebben vmme solt So 
bidde ek jw fruntliken weten, dat ek gerne wolde to jw riden myt eynen halven 
stige perden edder twintich dertich edder hundert, wu jw dat bequemest were, 
unde bidde jw fruntliken, gy my des wedder scriven juwe meninge by desseme 

l 



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2 1466. Jan. 6. 

jegenwardigen brefbringer, mynen knechte, wat jw des to sinne sy. Vorsichtigen 
bescheyden leven heren, ghebedet alle tyd over my. Ghescreven under mynen 
ingesegel. Datum anno etc. LXVI, Epyphanie. Segebant van Reden. 

Aufschrift: Den vorsichtigen wisen bescheyden borgermesteren unde 
rade der stad Lupke, mynen leven heren, fruntliken detur. 

Angekommen den 10. Januar, Original auf Papier mit aufgedrücktem unkenntlichen Siegel. 

3. 

Der Bath von Braunschweig empfiehlt dem Bathe zu Lübeck den Bürgermeister 
von Göttingen, CHseler von Münden. 1466. Jan. 6. 

Unsen fruntliken willigen denst tovoren. Ersamen unde wisen heren 
bisundern leven frundes. Wy bidden juwe leve gutliken, wes de ersame her 
Ghiseler van Munden, borgermester to Gottinge, wiser dusses breves to dusser 
tijd van der stede uppe dussem orde belegen unde van unser wegen to juwer 
leve wervende wert, nemliken van itliken geldes wegen, Moringe andrepende 
unde ok umme itlike processus unde breve, de eyn genant Franciscus tegen 
hertogen Fredericke den jungern schal beholden hebben, dar wy gijk ok umme 
gescreven hebben by unsem boden, dat gy ome des wol geloven unde gijk 
darinne gutwillich bewisen willen. Dat vordenen wy umme juwe leve gerne. 
Gescreven under unseme secrete in der hilgen driger koninge dage, anno etc. LXVI. 

De rad der stad to Brunswigk. 

Aufschrift: Den ersamen unde wisen heren borgermestern unde rad- 
mannen der stad to Lubike unsen bisundern leven frunden. 

Angekommen den 5. Februar. Original auf Papier mit Spur des aufgedrückten Siegels. 

4. 

Bertramm von Rentelen berichtet dem Bathe von Lübeck über Verkehr mit Fehmarn 
und über Einforderung des Schlosses. 1466. Jan. 7. 

Mynen willighen denst tovorn. Ersamen leven heren. Juwen breff an 
my ghesand hebbe ik willichliken entfanghen inholdende, dat ik juw myt dem 
ersten, dat men beqwemliken over den Vemerssund komen kan, ensodans vor- 
schriven wille etc. Bidde ik juw denstliken weten, dat yd nu tor tijd yo er 
yo lever de beste tijd ys over to körnende, wente so vro alze yd vorder in de 



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1466. Jan. 8. 3 

tijd komet teghen lichtrayssen, so wert de zee myt yse ghande, alzo dat raen 
denne nycht wol over den Sund körnen kan. Vordermer, alze gy soriven umme 
den schatt, bidde ik juwe ersamheyde weten, dat ick gedencke den sulven schatt 
to borende nu dallyngh am dynxedaghe middeweken unde donresdaghe, umme 
den juw vort to benalende. Gode deme heren zijt bevalen. Gescreven under 
mynen inghesegel, am dynxedaghe na der Hilghen dryer konynghe daghe, 
anno etc. LXVI. Berchtram van Renthelen. 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubeke mynen u. s. w. 
Angekommen den 10. Januar. Original auf Papier mit geringen Besten des Siegels. 

5. 

Alverich von Bodendik schreibt dem Bathe von Lübeck wegen eines von seinen 
Vettern begangenen Raubes. 1466. Jan. 8. 

Minen willigen denst tovorn. Ersamen bisundern guden frunde. So 
gij mick gescreven hebben, dat Henning vnde Warner van Badendike, mine 
veddern; vor dussen negestvergangen hilgen dagen to winachten schollen tom 
Osterwolde gud uppgedreven hebben, dar denne juwes rades medekumpan vnde 
twe juwer medeborger in juwem breve gerort schullen gud mede hebben gehath, 
ick de genante mine veddern underrichten mochte und underwisen, dat se den 
vorbenomeden juwes rades medekumpanen unde juwen borgeren ore gud see 
andrepende wedder geven mochten, do ick juw darupp weten, dat ick mit 
minen vedderen unwillich bin van wegen desses wandes, dat see uppe unser 
strate nemen, so dat ick des mit on nicht to worden bin. Jodoch wes ick van 
on vor ehn antwerde krige und juw darinne denen kan, wil ick juw des en 
antwerde bij miner egenen badeschupp wedderumme benalen. Wuran ick juw 
vorder kan to willen unde denste sin, do ick allewege gerne. Screven under 
minem ingesegel, am midweken na der hilgen drier koninge dage, anno Domini 
etc. LX sexto. Alverick van Badendicke. 

Aufschrift: Den ersamen und vorsichtigen borgermesteren unde ratmannen 
der stad Lubecke, minen bisundern guden frunden, fruntliken gescreven. 

Angekommen den 11. Januar. Original auf Papier mit Rest des aufgedrückten Siegels. 



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1466. Jan. 13. 



6. 



Die Städte Lübeck und Hamburg schliessen ein Bündniss mit einander zu gegen- 
seitiger Verteidigung und Unterstützung auf die nächstfolgenden sechs 
Jahre. 1466. Jan. 13. 

Wy borgermestere unde radmanne der stede Lubeke unde Hamborch 
bekennen unde betugen opembar in unde mit desseme breve vor alle de jenne, 
de ene sehen hören ofte lesen, dat wij ons mit wolbedachtem mode, gudeme 
berade unde vrieme willen unde mit vulborde unser borger, Gode almechtich to 
love, deme hilgen Romischen rijke nicht to vorfange sunder allewege to wer- 
dicheid unde to eren, dorch nod nuth vredes unde vromen unser stede borgere 
unde inwoneren willen, deme gemenen besten to gude unde unrechter gewald 
weddertostande, uns lofliken lefliken unde fruntliken voreniget vorstricket tohope- 
satet unde vorbunden hebben, tohopesaten unde vorbinden in krafft desses unses 
breves in desser nabescreven wise. Int erste, dat eyn yewelik van uns steden 
zineme rechten heren schal don, des he eme van eren unde rechtes wegen 
plichtich is. Unde weret dat jenige fursten heren, rittere knapen edder yemand 
anders uns stede samptliken edder besunderen, unse borgere inwonere edder 
undersaten mit gewald wedder recht offte tegen unser stede privilegia, dar unser 
eyn den anderen to eren unde rechte mechtich were, overfallen benotigen 
krencken edder beschedigen wolde, na dato desses breves, darumme uns, dat 
redelik were, nicht bescheen unde wedderfaren mochte, so scholen unde willen 
wij unser eyn den andern to rechte vorbeden unde vorscriven, unser eyn des 
anderen dages, wan wij darto gebeden unde geeschet werden, to watere unde 
to lande tosenden unde vorsoken unde helpen, sulken overfal unde gewald 
afkeren in fruntlicheid, offt wij konen. Mochte uns dat nicht gedigen unde men 
uns samptliken edder ene stad van uns boven rechtes irbedinge yo overfallen 
unde ungemakes nicht vordregen, edder unser stede tovore unde afvore to watere 
edder to lande vorhinderen wolde, so dat wij van der wegen mit yemande to 
Unwillen unde veyde komen mosten, dat God afkeren wille, denne scholen unde 
willen wij darumme tosamende rijden unde uns na gelegenheid der veyde frunt- 
liken vorenigen, wo wij mit ernste unde allen truwen sodannen overfal unde 
wald afkeren unde weren mögen, unde bespreken, wo stark wij de were willen 
schicken, wor denne de van Lubeke veer manne uthreden, scholen de van Ham- 
borch den Verden man myn den de van Lubeke vthverdigen. Weret ok dat 



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1466. Jan. 13. 5 

de uthredinge to Hamborch beschege unde uns van Hamborch toqweme, denne 

scholen wij van Hamborch gelijk den van Lubeke uthreden unde uthmaken. 

Wij willen unde scholen ok samptliken vyende werden, unser eyn truweliken 

by des anderen hulpe blyven, dewile sodanne veyde wäret, unser eyn den anderen 

nergen ane to verlatende, unde ene yewelke stad van uns schal ereme tale lüde 

theringe unde kost beth in de stad, darhen ze gesand werden, unde wedder van 

dar bestellen unde schicken. Unde wanner sulk uthgeredet volk in de stad, dar 

ze gesand werden, gekomen sint, so schal desulve stad to lande wardes en unde 

eren peerden kost houw haveren hoffslach, dewile ze in der stadt hulpe zint, 

bestellen unde geven. Men ene yewelike stad van uns schal den eren to water 

unde to lande soldye geven unde vor peerde unde allen schaden stan, jodoch 

wes denne de stad an schepesvolke uthredet, dat schal zin in vormynringhe 

eres weraftigen Volkes. Ok schal sodanne stad, dar sulk utgemaket volk gesand 

werd, offt des to donde wurde limine sake willen bovenscreven tor zeewardes 

to sendende, en myt schepen were unde kost vor wesen unde ze darmede 

besorgen, alse des schal zin van noden. Unde eyn yslik van uns schal unde 

wil sick hirinne hebben unde bewisen, alse redelik unde behorlick is. Wurden 

ock in sodanner veyde dorch uns jenige stede slote edder veste gewunnen offte 

vangenen gegrepen, nemen wy unde de unse ok ienigerleie vromen in name 

dingktale offte guderen, schal men allent unser weraftigen lüde, de sulke stede 

slote unde veste gewunnen, de vanghen gegrepen unde den vromen vorworven 

hebben, lijke delen. Worden ok uns steden in sodaner veyde samptliken edder 

besunderen vangene affgegrepen, dar god vor zij, den scholen wij van den jennen, 

de wij van gen hebben edder in dersulven veyde fangende wurden, iegener gheven 

alle de wijle wij der welker hebben, welker van uns de ok hedde, so lange unse 

fanghen van fengknisse gheqwitet sint. Beholden wij denne fangen over, de 

scholen unde willen wij lyke delen na antale unser weraftigen lüde, twe voet- 

genger yegen eynen reysener to rekende. Hedden ok unse vangene nyne yegener, 

denne scholen wij unse vangene samptliken losen unde qwijten na antale unser 

weraftigen lüde dergelijken. Weret ok, dat god vorbede, under uns beyden 

steden jenich scheel edder unwille entstünde, darto schal ene yewelke stad van 

uns ene andere stad kesen, de twe stede scholen unser beyder vulmechtich 

wesen to entschedende, unde wes ze samptliken uppe sodane scheel edder unwille 

seggende werden, dar schal yd by blyven. Unde desse vruntlike voreninge vor» 

strickinge vnde tohopesate schal soss iar na giffte desser scrift sunder myddel 



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6 1466. Jan. 13. 

volgende waren unde duren, unde in dessen saken schal unser eyn deme andern 
alle dingk mit ernste unde truwen sunder arch to dem besten duden unde keren 
unde mit des anderen beste ummegan. Wij scholen unde willen ok eyn jar 
tovorn, er desse soss jar ummekomen, tosamende spreken unde sluten, oft wij 
desse fruntlike säte lenger holden unde to vurderen jaren annamen unde beleven 
willen. Weret ok dat uns steden samptliken offte besunderen in tokomenden 
tijden iemand umme desser fruntliken säte edder anderer sake willen, de sick 
uth desser sake orsaket hadden, overfallen veyden edder beschedigen wolde, so 
schal unser eyn den andern, dar he syner in den saken to rechte mechtich is, 
nicht vorlaten, men dat myt ernste afkeren unde weren helpen, unde scholen 
des to ende unde by enander blyven, sick en schal ok neen van uns steden 
afsonen offte vrede maken edder annemen, id en schee mit unser aller vulborde 
unde willen. Ok en schal nemand van uns myt yemande veyde maken, yd en 
sy vorfolget, so boven screven steyt. Mochte uns aver edder jemand van uns 
sodane vorvolch nicht behulpelik syn, so scholen unde willen wij sodane boven- 
screvene veyde samptliken annemen, by eyn blyven unde vullenforen, behoidende 
uns des, offt wij ienige stede meer in desse fruntlike tohopesate innemen edder 
entfangen willen, dat sodannent ok schee myt unser redere vulbord unde eendracht- 
likeme willen. Alle vorscreven articule unde eyn yewelick by sick loven wij bor* 
germestere unde radmanne der stede Lubeke unde Hamborch vorbenomed vor uns 
unde unse nakomelinge, unser stede unde borgere unser eyn deme anderen stede 
vast unde unvorbroken to holdende sunder list unde geverde in groteme loven 
unde guden truwen. Unde desses to orkunde unde groterer tuchnisse hebben 
wij unser twier stede ingesegel mit wetende unde willen unser borger to desseme 
breve, der twe sint alleens ludende, de ene by uns van Lubeke unde de andere 
by uns van Hamborch in vorwaringe liggende, laten hengen. Gheven unde 
screven na der bord Oristi dusend veerhundert im sossundesostigesten jar, in dem 
achteden dage der hilgen drijer koninghe. 

Original auf Pergament mit beiden anhängenden gut erhaltenen Siegeln. 



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1466. Jan. 13. 7 

7. 

Kaiser Friedrich (HL) verlangt die Verwendung der Stadt Lübeck bei dem Rathe 
zu Lüneburg, dass dieser seine Stadt aus Acht und Aberacht löse. 1466. 
Jan. 13. 

Friedreich von Gots gnaden romischer kaiser zu allen tzeiten merer 
des reichs zu Hungern, Dalmacien, Croacien etc. kunig hertzog zu 
Osterreich zu Steire etc. 
-EJrsamen lieben getrewn. Wir lassen ew wissen, daz wir auf die abred 
so durch den edln unsern lieben getrewn Johannsen freyherren zu Newnburg 
auf dem vn und zu Eorbach unsern rat und ettlich ewre rats frewndt so ir 
dartzü geordent habt mit den ersamen burgermeister und rat zu Lüneburg der 
acht und aber acht halben zu Bremen beschehen vnd ew wissenntlich ist auf 
anlanngen und begern derselben von Lüneburg brief zuvertigen geschafft und 
bey den ersamen burgermaister vnd rat zu Nürnberg unsern und des reichs 
lieben getrewn erleget die sij dann lanngst gehebt und ain summe gelts nach 
innhalt der bemelten abred da entgegen daselbs zu Nürnberg erlegt solten haben 
das aber nicht beschehen ist darauf wir denselben von Lüneburg schreiben als ir 
das an der abschrift hieinn beschlossen vernemen werdet, begern wir an ew mit 
fleisz emphelhen ew auch ernstlich von romischer kaiserlicher macht gebietend, 
daz ir beij den bemelten von Lüneburg daran seit vnd fleisz habet, damit sy 
die obberurt summe gelts an verrer aufschub und waigrung bey den obbemelten 
burgermaister und rat daselbs zu Nürnberg erlegen und da entgegen die obgemelten 
uns brief zu iren hannden nemen und darinn nicht sewmig seinn noch lennger 
vertziehn damit uns nicht geburn werde die obberurt acht vnd aberacht wider 
sy verrer furtzonemen vnd zugebrawken ob sy aber über solh unser schreiben und 
ewr ermonen verrer darinn vertziehen und sewmig sein wurden, alsdann mit in 
als den echtem und aberechtern kainerlay hanndl noch gemainschaft habet, als 
lieb ew ist uns straff und swere vngnad zu vermeiden, daran tut ir uns ernst- 
liche maynung. Geben zu der Newnstat an montag vor sand Anthonien tag 
anno domini etc. LXYI unsers kaisertumbs im viertzehenten unserr reich des 
römischen im sechsundzwaintzigisten und des hungrischen im sibenten jaren. 

Commissione domini imperatoris propria. 
Aufschrift: Den ersamen dem burgermaister und rat zu Lübegk unsern 
und des reichs lieben getrewn. 

Original auf Papier, Best des aufgedrückten Siegels. 



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1466. Jan. 13. 



8. 



Gerhard Redborch schreibt wegen der Kosten bei einem Prozesse am Kaiserlichen 
Hofgericht. 1466. Jan. 13. 

Mynen willigen denst unde wes iok gudes vormach. Ersamen guden vrundes. 
Als gy my wol hebbet mede gedan in bevele, to irwervende van dem hern 
Romischen keysere eyn ladunge iegen hertoch Wilhelme uppe juwe genomen 
gudere, umme de sake mit eme int recht to settende etc., so hebbe ick iw to 
denste sodanem gerne willen nogen und de citacien scriven lathen, und was 
overeyngekomen mit dem scriver, dat ik vor de citacien geven scholde twe 
rinsche gülden, des ik overbodich was. Men als dat segel was uppgedruckt, 
wolde men nicht myn van my hebben wen teyn rinsche gülden. So antwerde 
ik darup, wente ik wol vernam, war de spade hen groff. Darupp neme 
ick my beratt teyn dage, warupp ik iw begere to weten, dat de sake der van 
Luneborch unde allet, wat de sake andrept, ghans bitter is ymme hove, unde 
dat hefft sake. Wan iw nu nicht vordrote, wenich mit den dingen to beydende, 
duchte my wol ratt syn, beth so lange ik iw wes anders darupp screve, und dat 
vormode ik my wol, in korts to donde. Jodoch werden villichte myne heren 
my in korter tijt scriffte oversenden, warby gy my mögen scriven iuwen syn. 
Gode bevolen. Screven tor Nuwenstat, octava epiphanie domini, anno LX sexto, 
under mynem signet. Gherardus Redborch. 

Aufschrift: Den beschedenen unde vorsichtigen mannen, Godemanne 
van Buren, Everde Kragaff und Bartold Resen, borgern to Lubeke, mynen 
guden vrunden. 

Original auf Papier mit aufgedrücktem Siegel. 

9. 

Der Bath von Lübeck ersucht den Math von Lüneburg, zweien Personen, welche eines 

Todtschlags gestandig sind, den Aufenthalt in Lüneburg nicht zu gestatten, 

sondern mit ihnen nach Recht zu verfahren. 1466. Jan. 15. 

Unsen fruntliken grot myt vermögen alles guden tovoren. Ersamen wol- 

wisen leven heren, besunderen guden frundes. Wy don juw clegeliken weten, 

wu dat in dessen negest vorgangen wynachten hilgen daghen bynnen unser 

stad eyn van unsen wechteren, genomet Jürgen van levende tom dode bij nacht- 

slapender tijt is gekomen, deshalven denne twe personen, de eyne genomet Hermen 



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1466. Januar 15. 9 

Burmester, trade de andere geheten Titke Stapel, wickhafftich geworden zynt, 
nnde desulve Hermen Burmester uns nu kortes hijr bevoren van der Boken 
gescreven hefft, dat hee de handadige des doden mynsohen gewest zij, unde 
also der myssedat tosteyt. Unde zo uns denne nu bijgekomen is, dat de ersorevene 
Hermen Burmester bynnen juwer stad wesen schole etc., darumme zo is unse 
flitige begere, gij desulven myt juw nicht willen geleyden, unde offte gij orer 
welken geleydet hedden, gij en edder eme eyn sodanes körten unde upsegghen 
willen unde myt vlite darna willen bestellen, offte gij zee ankörnen unde to 
juwen handen brynghen mochten, dat gij denne myt en vortfaren, alse recht is. 
Dat verdene wij in geliken edder groteren gherne. Sijt godde bevolen. 
Gescreven myt der hast, under unseme signete, am mydweken vor Anthonii, 
anno etc. LA VI . Borgermestere unde radmanne der stad Lubeke. 

Aufschrift: Den ersamen wol wiesen heren, borgermesteren unde radmannen tö 
Luneborch, unsen besunderen guden frunden. 

Original auf Papier mit aufgedrücktem Siegel im Archiv zu Lüneburg. 

10. 

Arnold von Loe berichtet dem Rathe von Lübeck über Prozesssachen am Kaiserlichen 
Hofgericht. 1466. Jan. 17. 

ilirsamen wisen und besundern leven heren, myn* wetge denst tovorn. 
Als yck iuwer leve vaken geschreven hebbe, dunket my nutte syn, nadem gij 
juwer dener Gerhardum itzunt hir hebben, gij schryven und bevelen im, als yk 
dat myt jw vaken unde vele oversproken hebbe, dat he de breve andrepende de 
erven seligen Hanses Keiner etc. ute der cancelien lose, dat de to iuwen handen 
koraen, den yk denke, ifft god wijl, to dissen somer in de land to komen, so 
wolde yk heipen, wege vynden, de iw wol bevallen scholen, dat gij der Danzeker 
eake ewichliken seker syn, vnd gy worden my des sunderliken danken. Ok unse 
gnedige here van Passau, de canceller, hefft dar vor eschet twehundert gülden 
unde yk meyne, wij wolden dat woll uppe hundert bringhen, und scholde he 
weten, worumme se geloset worden, he neme nicht veyrhundert. Darumme volget 
mynen rade, dat sali jw nicht ruwen. Ok, leven heren, rade yk jw mit allen 
truwen, to arbeidende, offt gij de Luneborgeschen sake mit den forsten mochten 
flyen, dat were gud, dan dar wil anders noch schade und arbeit äff komen, und 
offt in yemand sechte eder meynde, dat yk den forsten vel mer geneget were, 



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10 1466. Jan. 17. 

den iu des sulle gy nicht geloven, den dat yk gerne see, dat gy tokomenden 
schaden forkomen, dat schole gij also in der warheit vynden und nicht anders. 
Men hefft de sake hir gar hart gedreven, aber her Hans von Schauwenberg, 
deme de fursten de sake bevalen hebben, is itzunt nicht hir, darumme steyt dat 
stille, anders wurde de sake hastliken dreven, nadem de tijt nu ute is. Darinne 
provet iuwe eghene beste und iuwe leve sali my nicht anders vynden, dat mit 
allen truwen, wowol my gesecht is, dat meyster Symon, dem god gnade, sulle 
gesecht hebben, yk sij der heren gude parthye. Dat is war, mer nicht tegen 
juw. Hefft he ok was gedan, dat hefft he wol bevunden, he konde nicht eynen 
lepel in den saken und to den saken alle gewaschen hebben ane my, dat weit 
god, de iu lange gespare. Gescreven to der Nuvenstat, an sunt Anthony daghe, 
under mynen ingesegel, anno etc. LX sexto. 

Juwe dener Arnold vom Lv, 

baccalaureus in legibus, des keyeerlicheii hofs procurator unde advocatus. 

Aufschrift: Den — — rade der stad Lubik, mynen u. s. v. denstliken, 
Angekommen den 30. März. Original auf Papier mit Besten des Siegels. 

11. 

Bürgermeister und Math zu Süderköping verwenden sich für den Rathmann Peter 
Spegelberg daselbst und dessen Forderung an Schiff und Fracht des Schiffers 
Reimer Frese. 1466. Jan. 18. 

Wy borgermester ok raath i Suderchopinge. Wittligit gorom tyghom ok 
tilstandom medh thesso waro naerwarando obna breffve, ath fore warom raeth 
hawir varit erlighen ok biskedhin man wors stools medebroder, Pedher Spegel- 
bergh, ok hawir giorth sin raeth ther til fore warom rath met eedh ok uprektom 
fingrom, som ther til höre, ath thet schibit, som Eemer Frees at honnum forde, 
ther atte Remer Frees aldrigh part eiker iegredeel uti ey uppa en paeningh utan, 
at han war fornempda Spegilbergis raettöß legade skippe ok egh annars. Thy 
hawir fornempde Pedher Spegilbergh i waro naerwaro myndigha ok fulmecktigha 
giort thennan epter nempda erlika beskedhna men, som ar Pedher Swensson, 
borghermester i Suderchopingh, David Garpp, Eegwald Bentsson, borghara ther 
samma stat ok Hans Wiggert, at tala uppa alt thet som fornempta schib til hordhe, takill 
ok fracht som fornempta schib iEemars haendaer forworffwit haffde etc. Thybidhiom 
wy kerlica alla godha wener, ae hwo the helzst kunno, wara ok besynderlica wilika 



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1466. Jan. 18. 11 

ock mykit wserdingha raadhit in Lybek, ati warin fornempda uffwijsara behielpelcghe, 
wa mykit som reöth is, um swa kan behoff göras. Hwilkit wy moth idher in tolke eller 
högher maate gerna forthiena viliom, um idhtt begaar til os kan komma. Datum Suder- 
chopie anno domini MCDLX sexto sabbato proximo ante festum santi Erici regia et 
martiris. Nostrum secretum in testimonium premissorum presentibus est appensum. 

Original auf Pergament mit Skegelfragmtnt am Pergamentstreifen. 

12. 

Andreas Wagendriver, Sekretär des Herzogs von Sachsen- Lauenburg, bittet den Math 
zu Lübeck, die wegen angeblicher Beeinträchtigung der Lübecker Fischer 
auf dem Batzeburger See seitens Lauenburger Fischer erfolgte Beschlag- 
nahme des Markterlöses der letzteren aufzuheben und die Beilegung der 
Streitigkeit bis zur Bückkehr des Herzogs zu vertagen, 1466. Jan. 24. 

Vruntliken willigen denst mit vormoge alles guten tovoren. Ersamen 

leven heren unde vorsichtigen besunderen guten frunde. De eldesten visschere 

bij deme Raceborger zee wonende unde bisunderen de gemenen visscheren van 

groten Sarouwe sint an eneme merclikeme tale by my gewessen unde hebben 

my swarmodigen berichtet, wo dat arae vorgangen mitweken desulven van 

Zarouwe mit oren visschen juwen market to Lubeke nach loveliker gewonheit 

besochten, so is gekomen juwe visscher nomptliken Pynnouwe mit anderen synen 

medehulperen unde hebben on ore gelt dar van gekofft bekummerd unde berathet, 

umme so to seggen dat se on schulten to na gevisschet hebben. So was ik van 

desseme dage to Sarouwe gereden na der wonheit to vragende unde hadde ok de 

eldesten dar mede tor stede, de my berichtet hebben, dat eme unrechte beschued, 

so juwe visschere en del, de nu mit Pynnouwen visschen, dede in voertijden mit 

mynes gnedigen heren vischeren gevisschet hebben, wol scholen weten unde mynes 

heren visschere mögen visschen gelijk den juw bette tome Berchstaken unde 

Schedebussehe. Alse denne myn gnedige leve here is buten landes gereden unde 

sunderge fruntschop to juw gestellet hefft, so gij villichte in siner gnaden scriffte 

wol gemerket hebben, bitte ik juwe erliken wisheit mit sundergeme flijte frunt- 

liken, dat juwe ersamheit sodane berathe mit Pynnouwen unde sinen medehulperen 

an mynes gnedigen heren armen undersathen besehen gutliken laten affsteilen 

beth mynes gnedigen heren van Sassen tokumpst. Hebben se denne juw offte 

juwen visscheren wes to na visschet, entwivele ik nicht, sine gnade hebbe de 



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12 1466. Jan. 24. 

sine behorliken unde schickliken darane to donde unde to latende to sick behoret 

unde laten den armen luden io nicht entgelden, dat myn gnedige here buten 

landes is gereden, uppe dat de gelove nicht furder verkrencket werde unde bidde 

desset int beste van my to entfangende, wes de armen lüde myner fruntliken 

bede hijr ane mögen geneten, so dat se ere gelt mögen wedder entfangen unde 

by wontlikeme visschende bliven. Begere ik juwe gutlike richte antwort bij 

desseme jegenwardigen, welk ik van wegen mynes gnedigen heren unde dorch 

myne egenen personen gerne vordene. Sijt gade deme heren sunt unde salich 

bevalen. Screven ame avende conversionis sancti Pauli under myneme ingesegel 

anno etc. anno etc. LXYP. 

Juwe gutwillige denre Andreas Wagendriver. 

Aufschrift: Den ersamen unde vorsichtigen borgemestern unde radmannen der 
stad to Lubeke synen bisunderen heren unde frunden. 

Angekommen den 25. Januar. Original auf Papier mit Best des aufgedrückten Siegels. 

13. 

Der Bath von Danzig bittet den Math von Lübeck, einen Schiffer, der unabsichtlich 
einen Mann seiner Besatzung getödtet habe, nicht am Leben zu bestrafen. 
1466. Jan. 28. 

Unsen frundtliken grot mit vermögen alles guden steds tovoren. Ersamen 
heren und wolwise besundere gunstige gude frunde. Schipper Hinrick Kocks 
elicke huwsfruwe und syne elicke dachter hebben uns gancz wemodiglick to 
kennen gegeven, dat desolve schipper Hinrick eynen van synen schepes kindern 
durch syner myssedaeth willen, dat hee swarlick an em hadde gebraken, gestraffet 
hefft, de nu vam leven tom dode is gekamen. Wo dat tokamen is und gescheen, 
is juwer ersamheit ane twifel betto denne uns vorgekamen und witlick. Worurab 
bidden wie juwe ersame wysheit mit ganczem vlite, willet, besundere leven heren, 
ansehen, dat desolve schipper nicht is im willen gewesen, en to doden, sunder 
umbe syne missedaeth to straffen, so dath eth anders denne syne menynge was 
vngelucklick is gefaren und togekamen. Und willet em dith, leven heren, nicht 
laten an synem leven to schaden kamen, sunder den zakewolder underwisen, 
nahdeme he in synem brode unde denste was, swarlicken hadde gebraken und 
der zake eyn erste orsake is gewesen, dat hee ock mit deme leven darvan möge 
kamen. Und willet, leven heren, juwen vliet hierinne doen, dat wie hirinne unser 



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1466. Jan. 28. 13 

frundliken bede mögen geneten dat willen wie williglich gerne wedder umbe juwe 
ersame wijsheith vorschulden, wor wie können und mögen. Geven to Danczk am 
dingesdage negst nah conversionis Pauli, im LXVI jar. 

Bathmanne Dantzick. 
Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen und wolwisen herrn burgermeistern und 

rathmannen der stat Lübeck, unsen besundern guden frunden. 

Angekommen den 14. Febr. Nach dem Original auf Papier mit Besten eines Siegels. 

14. 

Die Vikare der Jaccbi-Kirche verpflichten sich gegen den Lübecker Bürger Walter 
Leyden zu einer gottesdienstlichen Handlung an jedem Sonntag nach der 
Vesper. 1466. Febr. 2. 

Witlik sy alle den jennen, de dessen openen breff seen edder hören lesen, 
dat wij vicarii sunte Jacobes kerken to Lubeke vor uns unde unse nakomelinge 
bekennen unde betughen opembare in unde vormiddelst unseme breve, dat wij 
myt vulbord unde willen des er werdigen in god vaders unde heren, hern Arndes, 
bischoppes, dekens unde des gantzen capittels to Lubeke unde ok mit eendrach- 
tigen willen unser aller na vlitigher bede unde begheringe dem vorsichtigen 
manne Wolter Leyden, borgher to Lubeke, also dat wij overensghekomen sin. 
Wij unde unse nakomelinge vicarii der erbescreven Jacobes kerken scholen unde 
willen to ewigen tijden alle sondage na der vesper unde nachtsange gode to 
love unde syner werden moder der juncfrowen Marien unde allem hem meischen 
here to eren dat Marien bilde dregen laten uppe dat selemissen altar, dar denne 
in der kerken sunte Jacobes myt den scholeren ene stacien to holdende unde 
den lovesanck Alma redemptoris mater eriiken to singende, utghenomen de 
sondage in der vasten unde veer hochtide unde uppe de feste der patronen, wen 
men prediken schal. Hijrvor hebbe wij vicarii entfangen van dem ersamen 
manne Wolter Leyden hundert mark unde vive; de hundert marck wij hebben 
in renthe ghelecht unde de ummedelet den presteren, do dat erste jar vordenet 
was. De renthe van den hundert marken anghelecht kome uth edder nicht 
allikewol lave wij vicarii, to holdende to ewigen tijden unde so wij ok enen 
breff hebben van deme werckmester besegelt to merer betuginge Desse to merer 
witlicheyt unde orkunde unde stede vaster holdinge so hebbe wij her Cord Ulm, 
her Johan Bebeen unde her Marquard van der Heyde, vicarii, vor uns unde unse 
nakomelinge van bede wegen hetens unde bevelunge wegen unser medevicariis 



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14 1466. Febr. 2. 

unse inghesegele myt enander benedden an unsen breff ghehangen, de ghegeven 
unde ghescreven is na Cristus bord M° CCCC undesoss unde sostict up Lichtmissen. 

Entsprechende Verpflichtung des Werkmeisters: 

Witlik si alle den gennen, de dessen apenen breff seen edder hören lesen, 
dat ik Hinrik Bungher werckmester nu to sunte Jacobe bekenne apenbar in 
desseme breve unde rayne nakomelinge, dat ik entfangen hebbe van dem be- 
schedenen Wolter Leyde, borgher to Lubeke, teyn mark Lub. to der kerken 
behoff. Hijrvor hebbe ik em unde den vicariis ghelavet, dat zelemissen altar 
to deckende mit twen waskerzen darupp unde dat sulverne Marien bilde darupp 
to settende unde to dregende myt twen kersen to ewigen tijden unde uppe der 
orghelen to speiende, wen id sik also vorlopt, to eren der juncfrowen Marien to 
singhende Alma redemptoris mater des sondages na der vesper unde nachtsanck. 
To merer tuchnisse unde myne nakomelinge hebbe ik myt willen des godeshus 
inghezegel ghehangen an dessen breff unde ghegeven na der bord unses Heren 
M° CCCC unde LXVP up Lichtmissen. 

Nach einer gleichzeitigen Abschrift in einem aus zehn Blättern bestehenden Hefte aus Papier, welches ähnliche 

Urkunden enthält. 

15. 

Der Rath von Lemchenhafen weiset den Claus Moller und den Hans Bronnekowe 
zum Versuch eines Vergleichs an den Rath von Lübeck. 1466. Febr. 3. 

Juw ersamen vorsichtighen wysen heren borghermesteren unde radmannen 
der stad Lubeke, unsen gunstighen leven heren, don wy borghermester unde 
radmanne to der Lemraekenhaven uppe deme lande Vemeren wytlyk opembare 
betughende in unde myt desseme breve, dat vor uns ys ghekomen Claws Moire 
unde beklaghede unde schuldeghede Hans Bronnekouwen, wo dat he eme neen 
zede vor de vulmacht, de he hadde van syner weghen in dem rechte to vorderende, 
alze in der zake twyschen Peter Düren zegligher dachtenisse van Hanses van. 
Emeken zelighen naghelatenen ghuderen weghen etc. Des synt vor uns ghekomen 
Hinrick Tydemann unde Hinrick Kempe, betymmerde unde betunede erffbesetene 
wollovenwerdighe manne vormyddest eren uthghestreckeden armen unde upp- 
gherichten vyngheren stavedes eedes liffliken to den hilghen swerende tughende 
unde warmakende, dat Clawes Moire vorbenomet der erbenomeden zake en 
vullenkomen hovedman were unde blyven scholde wente to enem- vullenkomenen 



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1466. Febr. 3. 15 

ende, datsulve recht to vorvolghende. Dat bleff alzo stede unde vast unghe- 
schulden. Darupp vunde wy vor recht, dat Clawes Moire syn recht myt 
Hans Bronnekouwen vervolghen scholde vor deme rade tor Lemmekenhaven, 
nademe dat alle tuchnisse unde recht darsulves tor haven uth unde in ghevoret 
ys, unde de ene den anderen buten der haven van der zake weghen nycht to 
tovende effte to vorvanghe to wesende, nadem dat ze beyde hijr myt uns tor 
haven erffbeseten syn unde myt uns borgherschopp holden. Todoch umme 
vruntschopp willen, alze ze er in vortijden vor juwen ersameheyden gheweset 
syn, so hebbe wy ze wedder vor juwe wysheyd ghewyset, in vruntschopp 
to vorlijkende. Unde weret dat ze sijk denne noch nycht vorlijken konden, so 
mochten ze wedder vor uns komen, wy wolden ze im recht scheden. Unde dat 
nycht behaghede, wes wy vor recht affzeden, de mochte dat scheiden vor juw 
ersamen heren to Lubeke, dat bleff derghelijken stede unde vast ungheschulden. 
Hijr to synt to vordenckende gebeden de ersamen manne Andreas Silff, Hinrick 
Tydeman, Hinrick Kempe, Twan Haffmann, Tonniges Eeymer unde Ghereke 
Ghevekote, unse borgher. To merer tuchnisse der warheyt so hebbe wy borgher- 
mester unde radraanne erghenomed des stedeken Lemmekenhaven inghezeghel 
witliken hengen laten an dessen breeff, na der bord Cristi unses heren veerteyn- 
hundert jar darna in dem sessundesestighesten jare, am daghe sunte Blasii des 
werden hilghen beyschoppes unde mertelers. 

Original mit anhängendem Siegel. 

16. 

Der Rath von Mölln schreibt dem Rathe von Lübeck, dass er hoffe, die Stadt be- 
wehren zu können. 1466, Febr. 16. 

Unsen vruntliken gruet mit flitigem denste tovorn. Ersamen gunstigen 
leven heren. So juwe ersamen leve drepliken uns scrifft von veler herschop 
vorsammeld etc., hadden wy dat ok vorbodeschoppet unde vorbodeden en frigdage 
vorgangen unse leven medeborgere samentliken, dar wij mede spreken unde der 
zake geven irkennende unde vorhopen mit der hulpe godes, dat wi wol willen 
toseen, juwer ersamenheide unse stad to bewakende unde to isende mit rechtem 
flite unde wor des van noed is to vorwarende. Jodoch dunket juwer ersamen 
wijsheid geraden, dat gij uns willen senden vertich effte vofftich werafftige, de 
willen wij gerne enthalen unde doen dat beste gode dem heren ewich sund 



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16 1466. Febr. 16. 

unde salich bevalen. Screven under unser stad secrete, am sondage to Vastel- 
avende, anno etc. LXVL 1 

De raed to Molne. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen wijsen mannen, heren borgermesteren unde 
raedmannen der stad Lubek, unsen holden gunstigen leven heren. 

Angekommen den 17. Febr. Original auf Papier mit Spuren des aufgedrückten Secrete. 

Der Bath von Hamburg schreibt dem Rathe von Lübeck, dass die Friesischen 
Häuptlinge Seeräuber ausrüsten, und bittet um Angabe der nun zu 
ergreifenden Massregeln. 1466. Febr. 19. 

Unsen fruntliken grut myt vermögen alles guden tovoren. Ersame wise 
heren, bisundern guten frunde. Wij fugen juwe leve fruntliken weten, dat wij 
in engkeder erfaringe hebben, dat ok alzo in der warheid schole sin, wo dat 
itlike hovetlinge in Vressch dengken uthtoredende, ok alrede ichteswelke knechte 
im mergkliken talle hebben in der zee, den unschuldigen Kopman unde gemenen 
zeevarenden man to beschedigende, dat god almechtich mildichliken mothe 
affkeren. Deme nu weddertostande begere wij fruntliken, juwe ersamheid wille 
hirto mede vordacht zin, so des van noden sij up dat de kopman unde zeevarende 
man vor schaden vorwaret sin möge. Ok heft de erbare Tanne Düren, tho Jever 
etc. hovetlingh, unsem radesmedekumpan, hern Johann Gherwer, gescreven, so 
gij des sine meninge in desser ingelechten sines breves waraftigen copien wol 
werden vornemende. Begeren in flite biddende, juwe leve wille einsodant, alze 
id tgemene beste unde wolvard des copmans andrepet, overwegende betrachten, wes 
hijrinne samptliken nutte radsam unde ok von noden is to donde, unde uns juwe 
guden meninge schriftliken laten weten. Dit vorschulden wij gerne wedder alle- 
wege umme desulve juwe leve, de god de here in wolvard ewich wille fristen. 
Screven under unser stad secret, am guden midweken, anno etc. LX sexto. 1 

Borgermester unde radmanne de stad Haraborgh. 
Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubeke, unnsen u. s. w. 

Angekommen de?i 3. April. Nach dem Original. Mit Resten des aufgedrückten Secrets. 



x ) Besorgnisse, dass Mölln durch Ueberrumpelung für Lübeck verloren werden könne, und Vor- 
sichtsmassregeln dagegen kommen in der Correspondenz mehrfach vor. 



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1466. Febr. 20. 17 

18. 

Warti8lav, Herzog von Pommern, verlangt von den Vorstehern des Heil. Geist- 
Hospitals, dass sie einen eigenen Beamten schicken, um die ihnen in 
mehreren Dörfern zustehenden Einkünfte zu erheben. 1466. Febr. 20. 

Warteslafft, von godes gnaden to Stettin der Pomernn etc. hertoge 
unnde furste to Bugen. 

Unnsen besundergen gunst unnde gude willen allewege tovornn. Vor- 
sichtigen unnde ersamen leven besundergen. Alse wij juw denne wol eer hebben 
gescreven van des weghen, alse gij juwe boringe hebben in den dorpen Velgast, 
Kummerouw unnde Borssyn beleghen in unnsem land to Bardt etc., so weten 
gij doch sulvest wol, dat id vormals in vorleden tiden wonliken is gewesen, dat 
gij juwen eghennen procuratorem dar pieghten tor stede to hebbende, juwe pacht 
unnde boringe uth den bavenscreven dorppen uptoborende unnde entphangende, 
unnde begherden, gij deme nu noch so don mochten unnde sodanen juwen pro- 
curatorem darsulvest mochten tor stede hebben, dat denne doch nicht gescheen 
is. Worumme begeren wij nogh unde willen mit andacht, dat gij van angesichte 
desses unnses breves juwen egenen procuratorem juwe boringe uth der erghenanten 
dorppern to borende, mögen tor stede hebben, wante uns dee jhenne, de dat juwe 
dar uth boren, nicht gevelligt synt, wante de erghenanten dorppere der ganz- 
licken undervesich unnder dorffen werden, so dat wij dat unnse mid dem juwen 
hirnamals myssen moten, dat uns doch vorwar gantz zere untowillenn is. Gij 
desses ninerleyewijs laten, mer wan dem so nichten scheghe, so konen wij des 
nicht wandelen, so verne dee armen lüde schullen varder unvordorffen bliven, 
men mothen dat gud to uns nemen unnde dat juwe dar so lange uth boren, beth 
dat gij sulven juwen egenen procuratorem hir tor stede hebben. Dar mögen gij 
juw enkede weten na toe richtende. Desses begheren wij fluchtes juwe richteghe 
bescreven antwarde by dessem unnsem baden. Gode bevalen. Screven up unsem 
haffe to Bardt, am ersten donredage in der vasten, under unsem ingesegel, anno 
domini etc. LXmo sexto. 

Aufschrift: Den — — vorstendernn des hilghen Geestes to Lubeke gantz 

gunsteghen gescreven. 

Angekommen den 10. März. Original auf Papier mit aufgedrücktem Siegel. 

3 



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18 1466. Febr. 20. 

19. 

Friedrich, Markgraf zu Brandenburg, verwendet sich bei dem Bathe zu Lübeck für 
Hass Queifs wegen der ihm von Hans Feld widerfahrenen Unbill. 
1466. Febr. 20. 

Fridrich vonn gots gnaden marggrave zu Brandenburg, kurfurst etc. 
zu Stettin, Pommern, der Cassuben und Wenden, hertzoge und burg- 
grave zu Nuremberg etc. 

Unsern gunstlichen grus zuvor. Ersame wolweisen lieben besunderen. 
Hass Queiss unnsers heren und swagers, des konigs zu Dennemarck und unser 
dien er hott uns mit clagen angebracht, wie das im hoen unnd smaheit by euch 
zu Lubek von einen der eweren Hans Feldt genant wedder billickeit unnd recht 
unverschulter sache auch umbesorget zugefügt und gesehen ist, meynende, das 
iw das onngleich und wandel myt nichte stet zu vertragen und gebeten, so als 
er denn obgenanten unsern heren und swager unnd uns gewant ist, im derhalven 
ken euch umme wandel nach gebürlikeit unnd euer erkentnisse zu pflegen 
behulffen zu sein, das wir im billig nicht geweygeren mögen. Darumb ist unnser 
bete unnd fleysig begerung an euch, das ir inn des genanten Hassen kegen- 
wertigkeit Hansen Feldt vor euch vorbotet gelehenheit der dingk, wie sich die 
gemacht unnd begeben haben, zu erfaren und mit ernste fleisse darane seyt unnd 
vorfilgt, das er im umme sollicken hoen vordriss unnd smaheit, als er ken im 
andet; bedücht euch, das er im darumb ichts pflege sey, möge nach eurer erkent- 
nisse gleich unnd wandel thu, so vile des die billickeit heisschet unnd euch 
erlich bedüncket unnd euch nach gebür unns zu gevallen dar inne gutwillig last 
befinden, das der genante Hasse Queiss unnser ken euch dorinne genossen erkenne 
unnd die sach usswendigen nicht wert suchen dorffe, als wir nicht zweivelen, ir 
gerne thun werdet, stets uns gütlich umme euch zu vorschulden. Datum Coln an 
der Spree ame donrestag nach Esto michi anno domini etc. LXVP. 

Aufschrift: Den ersamen wolwisen borgermestern unnd ratmannen der stad Lübeck 

unseren lieben besunderen. 

Angekommen den 8. März. Original auf Papier mit aufgedrucktem Papiersiegel. 



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1466. Febr. 21. 19 

20. 

Tue Sputendorp ersucht den Bath zu Lübeck um seine Verwendung wegen seiner 
Forderungen an Hans bi den See. 1466. Febr. 21. 

Mynen wilghen steden boreyden dynst alle tyd thovaren. Ersamen wisen 

leven heren ik vughe jw frutliken tho weten dat ik jwen bryff unde Hansz 

scrifflike ant werde dat he jw ghegheven heth in den rad dar he sik in vorant 

werdet heth scrifflik by den baden wol entfanghen unde wol vorstan hebbe. 

Vortmer leven heren so gy mij scrijven alze van der sake wegen der hundert 

unde twintich Ungarsche gülden dy mij Hans myt jw besathet heth, dat dat sal 

gutliken an stan beth tho sunte Johannes Baptisten daghe unde ik sal twisken 

der tyd personliken dar bij jw kamen unde sal my myt Hansze entscheyden in 

fruntscap edder imme rechte unde hebben dat up gheschart mynen gnedighen 

heren den margraven unde my to willen. Ersamen wysen leven heren des danke 

ik jw gutlik unde fruntlik unde wil dat alle tyd umme jw vordenen war ik kan 

[unde] mach. Vortmer ersamen leven heren so bydde ik jw fruntlik dat gy Hans 

by den See noch vor jw vorbaden laten unde en underwysen willen, dat he de 

bezathe äff do dat myn ghelf qwit werde unde los dat ik bij Claus van Calven 

stan hebbe de hundert unde twintich gülden Ungarsch, went ik em neynen 

pennink nicht schuldich bijn, dar wil ik to don wat ik sal; wil he my des nicht 

vorlaten unde nach den male alze ik em nicht schuldig bijn, so bydde ik jwe 

ersamheyt, gy en underwysen dat he den kummer äff do unde late mij myn ghelt 

in fruntscap volgen wente my is nicht leve to haderen edder tho rechtende unde 

ik nerae dat vale lever van em in fruntscap wan dat ik myt em darumrae sal 

haderen edder rechten. Vortmer ersamen leven heren alze van den guderen 

dat ik Hansze ghesanth hebbe in Flanderen de dar lopen baven twe unde virtich 

hundert punt grothe unde ik bydde jw dat gy en under wisen dat he käme 

to my up ene leghelke stede dart uns beyden boqweme is, ik wil mij des ok 

in fruntscap myt em furdragen hebbe ik war unghelik an, ik wil dar van laten 

hebbe ik ok war recht to, dat gude manne derkennen kanen, dat he my dat 

ok do, wan ik byn eyn grote summe gheldes an em to achter. Vortmer ersamen 

wysen leven heren wil Hans des nicht don, so vorbyde ik my noch vor jw, dat 

Hans noch wol do unde käme mijt my für den kopman to Brugghe in Flanderen 

unde reken myt my dar vor den kopmann dar ik en myn guth gesanth hebbe 

unde em dar var syn punth ghelt ghegheven hebbe unde den kopman syn 



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20 1466. Febr. 21. 

schoth unde wol billich is dat he mijt my rekent vor den kopman unde bydde 
jw ersamen leven heren gar fruntlik, dat gy my unde Hanse dar hen wisen myt 
der sake so de sake henghet für den kopman in deme rechte. Hir up leven 
heren up dessen briff jwe gutlik antwerde unde wil Hans des nicht don dat ik 
jw hir scryve, so muth ik alle myne heren unde guden frunden de ik für mach 
anrupen, dat sy my dar to helpen dat ik Hanse myt rechte dar to bringhe dat 
he my dat gheve dar ik recht to hebbe unde war ik nicht recht to en hebbe 
des en beghere ik nicht. Unde vortmer leven heren, issed sake dat ik in 
Flanderen nicht kamen kan perso[n]liken alze van krankheyt weghen, so wil ik 
myn rekenscap senden an den kopman unde an gude frunde, de ik mechtich 
maken wil der rekenscap, wo dy myt em reken van mynre weghen unde sik 
myt em entscheyden. Isset dat sy kanen so wil ik dat vaste unde stede holden 
ok wert jw mynes gnedigen heren man Hasse Qwitz wol seggen was em myn 
gnedighe here bevalen hefft etc. Hir mede sith gade unsem heren bevalen. 
Datum in Berlin an sunte Peters avende in jare LXVI. 

Tylle Sputendorp. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtighen wysen heren borgemeysteren unde rath- 
mannen der stad Lubik mynen besunderen leven unde guden frunden myt 
ersamicheijt ghescreven. 

Angekommen den 8. März. Original auf Papier mit Spur des aufgedrückten Siegels. 

31. 

Ein weiterer Brief in derselben Sache. 

J^rsamen leven heren so dane twe breve alze ik iwer erwerdicheijt ghe- 
screven unde ghesanth hebbe van Hans by den See der byn ik wol bekant unde 
sal sik so in der warheyt finden, wes ik iw darin ghescreven hebbe unde hebbe 
der breve kopye wol by my dar van unde käme to mij upe en leghelke stede, 
kan he sik dar furantworden dat is sin fram, wen dat ik to Lubeke kamen solde 
to em dat kan ik to desser tyd nicht don. Alzo leve heren so scriff he in syn 
antworde gar grote drowinghe, ok scrifft he my scheldebreve, dat he dat lethe 
dat were wol so guth unde ik hape eyn erbar rath to Lubeke de heth em des 
nicht unde radest em ok nicht na deme male, dat en de erbar rath vordedinghet 
vor aren borgher unde vor he sik vor em vorbedet, sy salen syner to like unde 



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21 



to rechte mechtich syn; darvanne solde he jo nicht drowebriffe edder scheldebreve 
scryven he solde sik an rechte genughen laten. Vortmer leven heren so heth 
Hans by den See heymelke machtbreve ghesanth, dat Hermen Frolich is mij na 
ghereden to Hamborch unde heth rayn guder dar besath unde myne frunde an 
was unde an kopper de dar lopen up virteijhnhundert gülden unde heth dar to 
laten klagen, dat ik em byn schuldich ghewesen aver hundert punt grote 
unde wart em al myn daghe ny pennink schuldich unde hebbe dar aver myn 
guth furlaren nemelik twe schyve wasszes unde anderen mer schaden den ik 
van em hebbe. Nu erkent jwe ersamecheyt wol effte he ok heth ghedan alze 
eyn gud man na den male alze ik em nicht schuldich bijn ghewesen unde dat 
he dar baven myn gud besetteth heth. Vort mer leven heren, wo he myn gud 
vorstan unde vorkofft heth in Flanderen, dar wolde ik jw wol kopijen van senden 
uth synen breven de he my ghescreven heth myt syner eyghen hanth, dar in 
solde gij wol hören unde vornemen, wat Hans für eyn man is, wo he myn gud 
vorstan unde furkofft heth, dat ik em in groten truwen ghesanth hebbe. Nu 
wil ik dar furder nicht up scriven unde wil dat gherne deme rade unde Hanse 
dar to willen an syn, dat ik dat furder nicht up scryven wil etc. 

Vortmer leven heren ik unde myn frunde wy wyllen nicht drowen unde 
ok nicht scheldebreve scriven, myn here unde gude frunde radens mij nicht 
unde wil dat gherne deme rade to leve unde to willen laten. 

Vortmer leven heren, so hebbe ik wol vale heren unde vale guder frunde 
de für my scryven willen an den ersamen rath to Lubeke, dat sy Hanse under- 
wysen, dat he myn ghelt volgen leth gherugelich dat he mij besettet heth, so 
alze ik em eyn pennik nicht schuldich byn, so weth ik wol dat den erbaren rade 
nicht wol mede were, dat so vale heren vor mij screven unde late dat ok dem 
rade to willen unde to dijnste, dat sy vor mij nicht en scriven etc. 

Vortmer ersamen leven heren alze unnsse sake an steyt myn unde Hanses 
so gy scryven beth up Johanis Baptiste, dat ik sal kamen to Lubeke unde sal 
my myt em entscheyden in fruntscap edder in rechte twisken der tyd, dat sal 
an mij nicht schelen mij is nicht leve to hatende unde to rechtende, wan wolde 
he myn gelt laten volgen in fruntscap unde wolde my gheven wes ik an em to 
achter bijn, dat wolde ik gherne van em nemen in fruntscap, wan ik hebbe 
sorghe ik kan van mijner krankheyt weghen nicht wol to Lubeke kamen, wente 
ik kan noch nicht varen edder riden unde bydde jw dat gy Hanse vormaghen 
dat he to my käme up eyne leghelke stede, dat wy uns der sake fruntliken 



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22 1466. Febr. 22. 

muchte vordragen de wy mijt eynander to donde hebben, dat is sere 
myn begher. 

Original (t) auf Papier, von derselben Hand wie Tyüe Sputendorps Brief von 1466. Febr. 21. 

Ohne Siegel und Recephm. 

Der Rath von Lüneburg schreibt dem Rathe van Lübeck, dass er die verabredete 
Summe für Aufhebung der Acht ausbezahlt habe, das Kaiserliche Beeret 
aber bisher nicht habe erlangen können. 1466. Febr. 22. 

Unsen fruntliken denst tovorn. Ersamen leven heren und besundern 
frundes. So alse gij uns witlik gedan und avescriffte etliker breve unses alder- 
gnedigesten heren, hern Frederiches, Romischen keisers etc., an ju und ok an uns 
gescreven medesand hebben van wegen sodaner Verhandelinge und affschedes, 
alse juwes rades erliken sendeboden latest to Bremen twischen dem eddelen 
hern Hanse von Rorbach etc., des genanten unses aldergnedigesten heren keisers 
sendeboden, äff ene, und darsulves to Bremen unsen sendeboden, mit namen hern 
Alberde van der Molen und hern Hartwighe Schomaker, unses rades borger- 
mesteren, van unser stad wegen der acht und overacht halven, äff ander sijd, 
besproken ward, deshalven denne unse aldergnedigeste here obgenant jw ermaned, 
by uns flijt antokenende, und uns ok sulvest screvet, dat wij sodanem aveschede 
to Bremen besloten genoch don und noch holen und losen sodane breve, de 
desulve unse aldergnedigeste here na sodanem aveschede by den borgermester und 
rad to Nuremberge hebbe geschicket, ane lengeren vortoch etc., hebben wy wol 
vernomen und don juwen wysheiden darup gutliken weten, so gij ok ane twivel 
rede wol hebben vernomen, dat wij vormals van sodanes verhandeis wegen mit 
juwer hulpe und rade van des vorgemelden affschedes der acht und overacht 
und ok van enes sundergen schermbreves wegen to Xuremberge dre dusend 
Rinsche gülden mit swarer kost und groten aventure und schaden hadden ge- 
schicket. Und so wij de dar na demesulven aveschede tor stede nicht vunden, ok 
vord an den keiserliken hoff by den genanten hern Hanse von Rorbach, dar 
wy do allikewol ok sodane absolucien und scherm breve, alse dat aveschet to 
Bremen inneholt, nicht konden erlangen, alse is daranne unsenthalven sus lange 
nen gebrek gewesen. Isset nu, leven heren, alse, dat wij noch sodane noghaftige 
absolucien und schermbreve to Nuremberge vinden und irlangen moghen na inne- 



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1466. Feto. 22. 23 

holde des vorgemelden avescheds to Bremen, so willen wij mit juwer ersamen 
wysheid hulpe unde rade, so alse id uns leider gewand is, de noch gerne losen, 
wol dat uns dat nu uppet nye sware moyenisse und uncost bringende werd, der 
wij na unser legenheid nicht wol können draghen uppe ditmal, so iuwe ersamen 
wysheide de got lange wol gesund friste, gruntliken wol können mercken. Screven 
under unser stad secrete am daghe cathedra-Petri, anno domini etc. LXVI . 

Borgermestere und radmanne der stad Luneborgh. 

Aufschrift: Den ersamen wisen mannen, heren borgermesteren und radmannen der 
stad Lübeck, unsen besundern guden frunden. 

Original auf Papier mit Spuren des aufgedrückten Secrete. 

23. 

Vertrag des Baths von Lübeck mit dem Grafen Moritz von Pyrmont bei dessen 
Anstellung. 1466. Febr. 22. 

Witlick zij alsweme, dat na der bord Cristi unnses heren dusent veer- 
hundert darna in dem soss unde sostigesten in sunte Peters daghe ad cathe- 
dram twisschen dem eddelen unde wolgeborn hern Maricio graven van Permunt, 
uppe de enen, unde den erbaren unde vorsichtighen mannen, heren borgermesteren 
unde radmannen der stadt Lubeke, uppe de andern zijden, in bywesende unde 
dorch gudliker medebeweringe des duchtigen knapen Erpes van Weyghe eyn 
eendracht is gemaket unde van beyden vorscreven parthen belevet in aller mathe, 
so hir nascreven steyt. 

Interste dat de obgenante here van Permund schall unde will dem erscrevenen 
rade to Lubeke twe jar langk sunder myddel na malkander volgende vor enen 
hovedman denen sulf achtede, darmede twe junghe unde viff weraftighe zine 
knechte wesen scholen, unde schall unde will gudwillich wesen, wanner ene de 
rad erbenomed esschende werd, unde mede ere daghe to beridende, jodoch uppe 
eren daghen in den vorhandelinghen edder degedinghen nicht mede to wesende 
edder to stände, id en were sake, dat en de radessendeboden van Lubeke darto 
sunderges esscheden. 

Item de rad schal unde will eme unde zine knechte van ereme marstalle 
mit perden vorwesen unde de mit haye havern unde hoffslaghe na notrofft 
holden. 



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24 1466. Febr. 22. 

Item de rad schal unde will ene mit zinen knechten mit vrijer husinghe, 
bescheiden der vogedie bij sunte Jacobe belegen vorwesen, men he schall unde 
will sick sulves unde zine denre mit kosten kledinghen harnschen thomen sedelen 
unde mit allem ingedome des huses besorghen. 

Item wanner de rad to Lubeke to radhuse gheyt, denne mach here 
Mauricius mede ghan edder navolghen, so em dat gelevet, unde ghan sitten 
teghen den borgermester over, wanner men sake höret, sunder wanner dar urame- 
geschencket is unde de rad umme de sake spreken will, denne schall he upstan 
unde mede affghan, unde wanner de rad de sake affseggende werd, mach -he 
wedder upkomen unde sitten ghan, ghelijk zine vorfarn gedan hebben. 

Item wanner unde wor de genante here Mauricius myt dem rade geyt 
edder rijt, dar schall he benedden den borgermestern ghan unde rijden. 

Item heflft de vilgenante here Mauricius dem rade to Lubeke enen eed 
gesworn lijfliken to den hilgen, alse dat darsulves wontlich is. 

Item vor desset vorscreven alle unde besundern so will unde schall de 
rad to Lubeke dem genanten heren Mauricio jarlikes uppe datum desser scrifft 
antogaende geven veerdehalfhundert Einsehe gülden ane geverde unde argelijst 

Item is bevorwordet van beyden parthen vorbenomet, so hir navolget. 
Weret sake, dar god vor sij, de van Lubeke dem irluchtigen hochgeborn fursten, 
hern Wilhelm dem eidern, to Brunswijk unde Luneborch hertogen, unde zinen 
zones entzeden unde mit em tor veyde qwemen, edder de here hertoge Wilhelm 
vorbenomed mit zinen zones den van Lubeke entzede, unde mit en to veyde 
qweme in beyder parthe egenen saken, darto schal unde mach de genante here 
Mauricius stille sitten, sick darmede nicht to bekummerende, he schal ok in sulker 
veyde tegen de van Lubeke nicht raden ofte daden myt breven offte boden, den 
erscrevenen heren hertogen to vromen unde den van Lubeke to vorfanghe. 

Item offt de van Lubeke mit jenigen anderen heren fursten graven rittern 
edder knapen to Unwillen edder veyde qwemen, dar sich de genante here her- 
toghe Wilhelm myt zinen zones mede instekende wurde teghen de van Lubeke, 
denne schal de genannte here Mauricius in der van Lubeke hulpe truweliken 
wesen unde darby blyven, wor en des is to donde, alse enem vromen heren van 
eede wegen behoret. Wurden denne in sulker veyde, dat god nicht en wille, 
hern Mauricio zyne ghudere dorch hertogen Wilhelm edder zine zones 
affhendich gemaket, dar schall unde will de rad van Lubeke nicht vor geholden 



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1466. Febr. 22. 25 

wesen, men wes de rad em deshalven to vorbeteringe tokeren will, dat schall 
by dem rade stan, wes des denne beschuet, des mach he en bedancken. 

Item nemen de van Lubeke mit eren medehelperen, dar de genante her 
Mauricius mede were, ok vromen in namen vangen edder dingktale, van sulken 
vromen, den de van Lubeke beholden, schall de here Mauricius zinen andeel 
hebben, so dat in anderer heren forsten unde stede krighen wontlich is; men 
worden jenige stede slote veste edder wicbelde gewunnen, de scholen blyven by 
den heren des krighes sunder inseggent des heren Mauricii vorscreven. 

Item so en schall de here Mauricius vorbenomed nynen stratenrovern 
morderen defen offte andern mysdedern, welkerleie de zin, dage geven edder 
vorlyff unde sund loven, noch dage geven, vorlyff unde sund loven lathen; under 
wanner id in entsechter veyde is, denne wil sick de rad mit dagen to gevende 
myt dem genanten hern Mauricio billiken unde so sick behoret hebben. 

In orkunde der warheid is desser scriffte twe eens ludes dorch ABCD 
uthgesneden, darvan de enen de vilgenante here Mauricius unde de rad to Lubeke 
hebben in vorwaringhe. Gheven unde screven so bovenscreven steyt. 1 

Eintragung in das älteste Eidebuch Fol. 47. 

l ) Dieser Vertrag ißt in der Ueberschrift: de andere eendracht genannt, der frühere am 30. Octbr. 
(1465) abgeschlossene lautet: 

De erste eendracht twisschen deme greven van Permund unde deme rade to Lubeke 

gemackt bynnen Luneborch. 

Witlick zy alszweme dat na der bord Cristi unses heren dusendveerhundert darna in deme 
viffundesostigesten jare des midwekens na sunte Symonis et Jude daghe uppe deme radhuse to Luneborch 
dar hebben gedegedinghet de ersamen manne her Albert van der Molen unde her Hartwich Schomaker, 
borgermestere, twisschen deme gestrengen unde eddelen heren graven Mauricio van Permund in bywesende 
des duchtigen knapen Erpp van Weyge uppe de ene unde den beschedenen mester Johanne Wonstorppe, 
overste scriver, des ersamen rad es to Lubeke, vulmechtige sendebode uppe de anderen zijden unde hebben 
daroulvest undermatkander bevorwordet belevet unde besproken dyt nascreven. 

Interste dat de ergemelte here van Permund denen schall unde will deme ersamen rade to 
Lubeke vor enen hovedman twe jarlangk negest na eyn ander folgende alse beschedentliken sulff achte 
dar mede wesende twe iunghen unde dat de anderen sine viff knechte weraftich wesen scholen unde dat 
he gudwillich wesen schal unde wil, wanner dat en de rad to Lubeke esschende iss mede to daghe to ridende unde 
dat he ok sulvest in den vorhandelinghen oflfte degedinghen nicht mede wesen schall id en were denne sake 
dat en de radessendeboden dar to sunderliken esscheden. Ok so schall eme de rad to Lubeke myt zinen 
knechten vorscreven besorgen unde vorwesen myt peerden van ereme marstalle unde de holden myt 
haveren houw unde hofslagen nach notrofft. Dar to so scholen unde willen eme de ergedachten heren van 
Lubeke vorwesen myt vrijer husinge wenner he dar tor stede körnende werd alse de vogede bij sunte 
Jacobe belegene, men he schal unde will sick sulvest mit zinen ergemelden denren besorgen mit kost, 
kledinghe, harnsche, sedelen unde thomen unde mit alleme ingedom des huses. Unde wanner dat he in 
der erbenomeden heren van Lubeke stad körnende werdet alse vor eren hovedman vorscreven deme he 
wil god so vorscreven iss dencket to donde uppe winachten scherst folgen veertein daghe edder dre 

4 



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26 1466. Febr. 22. 

24. 

Eid des Grafen Moritst von Pyrmont. 1466. Febr. 22. 

Dat ick dessen heren, dem rade, truwe hold unde horsam wil wesen, 
mit erem besten ummegan. Voressche ick gicht, dat zij binnen edder buten der 
stad, dat tegen den rad edder de stad gheyt, dat ick dat den heren, dem rade, 
truweliken wil melden, unde helen, wat ick helen schal. Ok wil ick my 
nymandes sake sunder willen unde vulborde des gantzen rades mechtich laten 
maken to vorderende edder to manende, dewile ick in erem denste bin, unde 
wil my in allen saken, de ick to jemande der van Lubeke borger undersaten, 
edder jemand der eren to my hebben mochten, vor dem rade to Lubeke in rechte 
laten benugen, unde wes ze my in fruntschoppen edder rechte afseggen, darvan 
wil ick nicht appelleren unde dat ok nergen anders wor verfolgen, sunder darane 
my gentzliken benugen lathen. Unde wanner uns in beyden zijden nicht lengk 
bij malkander gelevet to blyvende, unde ick denne van dem rade gescheden sij, 
wes ick denne van en wete, dat ick dat to erem ergesten nergen melden, sunder 
dat by my to erem besten beholden schal. Dat my god so helpe unde 
zine hilgen. 

Aeltestes Eidebuch Fol. 48b. 



wekene darna ungeferliken unde dat deme ok, wanner he tor stede körnende werd, zin nabenomede soldie 
anghan schall unde brochte he denne ichteswelke perde mit sick de deme rade to Lubeke behegelike 
weren unde en de umme eyn beschedene unde redelickgeld vorkopen, dat se myt eme over eens dragen 
mochten dat en sodans bij deme rade stan schall unde konden ze des mit eme nicht over eyns dragen, 
dat zine gestrengicheid denne darmede zin schönste proven unde don mochte. Vurdermeer iss bevor- 
wordet, dat wanner de rad to Lubeke tho radhuse geijt dat he denne mede upgha indeme id eme gelevet 
unde sick sette in de stede tegens de borgermestere over, wanner dat men sake höret sunder wanner 
darumme geschencket isz unde de rad umme de sake spreken will, dat he denne upsta unde mede affgha 
unde gelijk zinen vorfaren wedder upkome, wanner de rad de sake afseggende werd. Unde wor zine 
gestrengicheid myt deme rad gheid edder rijd dat he denne beneddene deme borgermestere rijden unde 
ghan schal, dar to schal he deme ersamen to Lubeke unde der stad eede unde recht don alse wonüick 
isz. Vor dyt vorscreven alle unde besunderen so schal unde will de ersame rad to Lubeke deme erge- 
dachten heren graven Mauricio van Permunt jarlikes geven unde betalen III 7» c R. gülden ane geferde. 
In orkunde der warheid so sint desse recesse twee eens ludes dorch a b e uth eynander gesneden dar 
de ene de erscreven mester Johan myt sick nam umme by syne heren to bringende unde de ander in 
guder vor warin ge iss by deme ergemelten graven unde heren van Permunt etc. 

Aeltestes Eidebuch Fol. 46. 



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1466. Febj. 23. 27 



25. 



Der Bath von Hamburg schreibt dem Bathe von Lübeck, dass er den Kölnern 
sicheres Geleite für Hamburg gerne geben wolle, für den ganzen Lauf 
der Elbe aber es nicht übernehmen könne. 1466. Febr. 23. 

Unnsen fruntliken grut mit vermöge alles guden tovoren. Ersamen wise 
heren, besundern leven frunde. So gi uns van wegen unnsen frunde van Colne, 
de mit eren winen unse stad unde de Elve plegen jarlikes to vorsokende, ge- 
screven hebben, biddende, wij den mit eren guderen unde wynen seker velich 
geleide de Elve up unde äff in unse stad unde wedder van dar in der besten 
wise gudliken geven unde juw dat in skriften benalen willen, darane se wol 
verwaret mögen wesen ane ge verde etc., hebben wij to guder mathe wol vornomen. 
Also, ersamen heren unde frunde, kan juwe ersamheit wol mergken, dat uns ein 
sodant, de van Colne mit eren guderen de Elve up unde äff mit nochaf tigern 
geleide gantzliken to vorsorgende, swarliken steit to donde, nachdem ok de Elve 
gantz verne von unser stad gestregket unde beleghen is. Overst wij willen se 
mit eren guderen in unser stad unde gebeden na alle unnsem vormoge vor uns 
de unsen unde alle de jennen, de umme unsen willen don unde laten scholen 
unde willen van nu an data desses breves beth up Michaelis schirstkomende 
gerne geleyden unde des besten wij konen helpen fordern. Mochten wij juwer 
ersamheid unde den van Colne forder woran to willen zin, deden wij mit flite 
gerne. Kennet god, de juw selichliken mote behoden to langen tijden. Screven 
under unser stad secret, am sondage Invocavit, anno etc. LXYI . 

Borgermeister unde radmanne der stad Hamborgh. 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubeke, unnsen u. s. w. 

Angekommen den 26. Februar. Original auf Pergament mit gröwtentheÜs erhaltenem Secret. 

26. 

Friedrich, Kurfürst von Brandenburg, macht dem Bathe von Lübeck Vorwürfe 
wegen einer dem Hans Bitzerau gewährten Geldanleihe. 1466. Febr. 23. 

Fridrick, von gots gnaden marggrave to Branndburg, korfurste to 
Stettin Pomern etc. hertoge und burggrave to Noremberg. 

Unnsen gunstlichen grut tovorn. Ersamen wolwysen liven besundern. 
Die hochgeborne furste, unnse live sone, here Johan hertoge to Sassen etc., heft 

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28 1466. Febr. 23. 

uns underricht, wo dat gy einem seiner manne, Hans Rytzerow genant, up ein 
slot dat des genanten unses sones lehn is, etlich gelt gelegen hebben, one seiner 
live wille und volbort, und gy meynen lichte, datsulve slot in jwer pantschop 
liggen schole, dat uns denne wat ungelick bedunckt, dann eft dat sulve slot in 
jwer pantschop schon lege, so konde ju dat doch Hans Bytzerow nicht vorpandet 
hebben one seines vettern wille. Und vormercken doruth, dat id nicht anders 
bedeut, wan dat id Unwillen und hader tussen jw bringet. Wyr, doch von dem 
genanten unsem sone nicht anders verstehen, wen dat hie jw myt leve und gude 
meynt und wol dede myt seinen heren und frunden, wat jw lyf were, so verne 
hie doch Unwillens mochte von jw averhaven sein. Wo dem denne ist, begeren 
wy von jw myt flyte biddende, dat gy jw in seiner lene slote nicht werren jw 
der ok one seiner live willen nicht undertihen, die hinder em intonehmen und 
to verpantschoppen, und holden jw gein em, als gy wolden, hie sick gein jw 
holden schoide, op dat gy in guder säte, als gy bether gewest sind, mytteynander 
bliven mögen und gy em nicht orsake geven, dat hie dat myt seinen heren 
und frunden furder soken dürfe. Dat willen wy umme jw altijt gerne verschulden. 
Datum Coln an der Sprew, am sontag Invocavit, anno etc. LXYI. 
Des jwe antwert 

Aufschrift: Den — — radmannen der stat Lübeck. 
Angekommen den 6. März. Original auf Papier mit Besten eines Siegels. 

27. 

Der Bath von Stralsund beglaubigt in wichtigen Angelegenheiten seinen Stadtschreiber 
Bertold Mutz. 1466. Febr. 28. 

J uwen herlicheyden, ersamen unde wolwisen manne heren borgermeisteren 
unde radmanne der stad Lubeke, unsen to vorsichtigen groten gunren, embeden 
wij borgermeister unde radmanne tom Stralessunde unde wolbehorlike vrundlike 
denste unde senden to juwen herlicheyden den werdigen unsen leven oversten 
stadtscryfer hern Bertoldum Rutz dessen bewiser, in merkliken drepliken werfen 
unde gantz wichtigen nodsaken nu vor ogen, uns stede gemenlik unde dat 
wolvar des gemenen gudes sunderges andrepende bidden unde begeren mit 
gantz vlitiger andacht, unsen erbenomeden leven stadscrifer gudlik hijrinne 
to hörende, eme der werfen in aller mathe vulmechtich gelik uns allen sulven, 
deshalver des besten ok van unser wegen mit em to vorramende unde uns hijrane 



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1466. Febr. 28. 29 

juwe gude gunst, trostlike hulpe unde truwelik bistand beyde mit rade unde myt 
dade, alset nu gelegen is, ane vorseggende to bewisende, dat wij mit rechten 
truwen gerne vordenen. Desses to bekantnisse unser stad secret ruggelinges 
hiranne gedruckt anno domini etc. LX sexto, sexta feria ante dominicam 
Beminiscere. 

Angekommen den 3. März. Original mit grösserentheils erhaltenem Secret. 

38. 

Der Bath von Lübeck ersucht den Bath von Lüneburg, den dahin kommenden 
Lübeckischen JRathssendeboten Geleite bis Erteneburg entgegenzuschicken. 
1466. Febr. 28. 

Unsen vruntliken grud tovorn. Ersamen heren, besundern guden frundes. 
So denne eyn fruntlik dagh twisschen dem erluchtigen hochgeborn fursten unde 
heren, hern Otten, to Brunswijg unde Luneborgh hertogen, juwen gnedigen 
heren, uppe de ene, unde uns, uppe de andern sijden, vorramet is, nu am sondage 
Beminiscere negest körnende 1 ) binnen juwer stad to holdende, des wij denne 
unse radessendeboden uppe de sulffte stede unde tijd dencken to hebbende, 
bidden unde begheren degher andechtigen, gij den erscrevenen unsen radessende- 
boden juwen havetman mit juwen deneren wente to Ertneborgh under ogen 
schicken willen, umme dar uppe den middagh to wesende, dar de unse ziner 
warnemen willen unde denne slichtes mit em bij juw komen, umme sulkes 
vorgenanten dages to wardende, juw gudliken hirinne to bewisende unde dat 
nergen mede to vorleggende, so wij uns gensliken darto vorlaten. Dat vordene 
wij umme juwe ersamheide, de gode dem hern zin bevalen allewege, mit flijte 
na geborgerne. Screven under unser stad secret, am vrijdage vor deme sondage 
Beminiscere, anno etc. LXVL 

Borgermestere unde radmanne der stad Lubeke. 

Aufschrift: Den ersamen wijsen mannen, heren borgermesteren unde radmannen 
to Luneborgh, unsen besunderen guden frunden. 

Original im Stadtarchiv zu Lüneburg mit grösstentheih erhaltenem Secret. 

') Mars 2. 



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30 1466. März 1. 

29. 

Der Roth von Hamburg macht den Rath von Lübeck auf die Rüstungen Ost- 
friesischer Häuptlinge aufmerksam. 1466. März 1. 

Unsen fruntliken grut unde wes wij gudes vermögen tovorn. Ersamen 
heren, besunderen leven frunde. Wij ervaren wo Alleke to Inhusen, Lubbe 
Onneken unde Sirik tor Vredeborgh hovetlinge in Wangerlande sik schicken 
und uthreden, den kopmann to beschedigende van der orsake wegen, dat dessulven 
Alleken broder na juwes kopmans anclage unde esschinge siner schuld hir mit 
siner geselscop wart gerichted. Worumrae bidden wij deger fruntliken, gij willen 
darto vordacht sin, wo men sullikem wedderstaen möge, uppe dat de kopman in 
siner neringe unvorhindert bliven unde mit sekerheid möge varen unde vorkeren, 
so wij nicht en twifelen gij gerne doen. Sijd gode sund unde salich to langen 
tijden bevalen. Screven under unsser stad secret am sonnavende vor dem sondage, 
alse de hillige kerke singet Reminiscere, anno etc. LXVI* . 

Borgermeister unde radmanne to Hamborgh. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen wijsen mannen, heren borgermeisteren unde 
radmannen der stad Lubeke, unsen besunderen guden frunden. 

Angekommen den 3. März. Original mit Resten des Secrets. 

30. 

Verkauf von Reifschlägerbuden in Schonen. 1466. März 2. 

Hans Blanckevoged, borger to Lubeke, vor dessem boke hefft bekand vor 
zijk unde zine erven, dat he rechtes unde redelikes kopes vorkofft unde uppe- 
laten hefft, vorkofft unde upieth jegenwardigen in krafft desser schlifft Ludiken 
Eckhorste unde Henrike Nygehuse, borgeren unde repslegern to Lubeke, to erer 
unde eres gantzen repslegeramptes behoff binnen Lubeke sodane zide boden, alse 
he to Valsterbode uppe Schone uppe der reperbane stände hefft, vor negenteyn 
mark lubesch, der zijk der erscrevene Hans Blanckenvoged van den obgenanten 
Ludike Eckhorste unde Hinricke Nygehuse vor dessem boke to ziner noge ent- 
fangen unde woll betalet irkende, deme gesechten Hanse Blanokenvogede noch 
zinen erven nynerleie rechticheyde an sodanen boden to beholden edder ansprake 
darup to donde. TJnde desulve Hans sede unde lovede vurder mit zinen erven 
den erscrevenen Ludiken Eckhorste, Hinrik Nygehuse unde dat gantze ampt der 



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1466. März 2. 31 

repsleger binnen Lubeke vorscreven sodane vorgerorte boden to warende vrijg 
unde qwijd van aller ansprak tosaghe unde maninge Hans Staten, des vogedes 
des ersamen rades to Kostock tor tijd wesende undeslichtes vor alle ansprake 
tosage unde maninge enes jewelken to ewigen tijden sunder jenigerleye argelist» 
so he des vor dessem boke bekande dergeliken. 

Eintragung ins Niederstadibuch vom J. 1466, Beminiscere. 

81. 

Der Bath von Orabow berichtet an den Roth von Lübeck den Thaibestand in der 
gegen Cord Cordes anhängigen Beleidigungssache. 1466. März 4. 

Vor alle den gennen de dessen breff seen edder hören lesen bekenne wy 
borghermestere unde radmanne de stad Grabow dat vor uns in unse jeghen- 
wardycheyt syn ghewesen de vorsichtyghen unberuchtede bedderve lüde Lubbeke 
Berendes, Clawes Slyman unde Arend Hake borghere myt uns in werke unde 
ghylde beseten tughes loven unden eren werdich unde hebben tughet so se van 
rechtes weghen soholden myt uthstrekkeden armen upgherichteden vingheren 
stavedes edes in den hilghen zwaren dat se dar an unde aver gheweset hebben 
tho eschet unde tho beden synt, dat de rychtevaghede der heren unde des rades 
to Grabow pandighe van rechtesweghen don wölden an Kort Kordes huse dar 
de sulves Kort vorbenomet de rychtevoghede avel handelde myt vorbunden 
worden myt underlate unde sede: de mord schal jw slan. Tho deme anderen 
male leven heren myt tuchten: dat vallent avel schal jw slan. Tho deme druden 
male nomede he enen rychtevaghet uth Hans Slyman: dy schal dar ulleke umme 
scheen, dat heft vor gherychte weset unde is vor de borghere ghewyset de 
vunden id machte sunder broke nycht wesen. Kort vorscreven schold dat vor 
den rad, de rad vant ok yd scholde sunder brake nycht wesen dat nu Kort 
erghenant vor jwe wysheyt heft gheschulden. Worumme vorsichtighen leven 
heren bydde wy denstliken jwe wysheyt wyl dar up vinden wath recht is unde 
tho vormydende grote kost unde zware arbeyt wes brake dar an is efte dar 
brake ane sy. Tho tughe aller vorscreven hebbe wy borghermestere unde rad- 
manne unser stad inghesegele wytliken drucken beten nedden an dessen apen 
breff de gheven unde screven is na gades ghebort dusent verhundert an deme 
LXVI iare des dynghesdaghes na Eeminiscere. 

Original auf Papier mit Rest des aufgedrückten Siegels. 



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32 1466. März 4. 

32. 

Der Rath von Danzig bittet die Erben des verstorbenen Danziger Bathsherrn Cord 
von Baien zu einer Vertretung dort wegen eines sonst verfallenen Grund- 
stückes aufzufordern. 1466. März 4. 

Vor juw ersamen vorsichtigen unde wolwisen heren bürgern) eister rieht 
unde raeth der stadt Lübeck unsen besunderen gunstigen guden frunden bekennen 
wie burgermeister unde rathmanne der stadt Dantzik mit frundtlikeme grote unde 
vormogen alles gueden begerende witlick to sien, dat vor uns in sittendem rade 
gekamen sien de erbaren richter unde scheppen gehecktes dinges unser stadt 
unde hebben apembar bekandt unde betuget, dat vor en in gerichte de vorsichtige 
Bartelmewes Wrige unse medeborger heft in sulker forme unde wise, alze he 
sulde unde van rechte mochte sulk erve, alze her Cordt van Dalen etezwann 
unsers rades compane seliges nagelatene eeliken kindere staende hebben vor dre 
jaer vorseten tyns alle jaer twintich margk Prusch geringes geldes mit rechte 
irf ordert unde irvolget, so dat em dat sulve erve nah ordeninge unses rechtes 
bie nageil unde rynge is geant wurdet. Worumb wie juwe ersame wisheit mit 
gantezem vlite bidden, willet besundere leven heren unde frunde Cordt van 
Dalen des vorgeschrevenen her Cordt van Dalen eelike sone mit juw wesende 
unde den vorsichtigen Brun Bruskouw juwen medeborger unde andere der 
sulvigen kyndere negesten swertmagen vor juw vorbeden unde en sulke irforderinge 
sulkes erves vorkundigen unde apenbaren unde van en mit vlite verhören unde 
irfarenn, efte see alhir to uns willen kamen addir ymandes van erer wegen 
gemechtiget her willen senden umb sulk erve to vertreden unde to vorantwurden, 
addir efte see dat mit rechte willen overgeven unde sick des gantez vortien 
unde wes gie in dissen saken van en werdet irfaren, dat see hierbie doen unde 
laten willen, bidden wie juwe ersame wisheit mit andachtigem vlite, uns hirupp 
juwe vorschrevene antwurdt mit den ersten tovorschriven, uppe dat sick de vor- 
genomede Bartelmewes Wrige im rechte darnach möge weten to richten. Dat 
vorschulden wie alle tith gerne wormede wie sullen kegen juwe juwe ersame 
wisheit. Geven to Dantzik am dingestdage negest na deme sundage so men in 
der hilligen kerken singet Reminiscere undir unser stadt secrett to getuchnisse 
hir to ruggewerdes uppgedrucket nah Cristi gebordt unsers heren im dusendt- 
veerhundertsaesundesaestigesten j are. 

Original auf Pergament mit rückwärts aufgedrücktem Siegel. 



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1466. März 4. 33 



33. 



Eduard IV., König von England, gestattet den Kauf hüten der Deutschen Hanse 
den Genuss ihrer Privilegien bis Jöhannis 1471, falls Hansische Gesandte 
für die Friedensverhandlungen binnen zwei Jahren nach England abge- 
ordnet werden. 1466. März 4. 

Jcjduardus, Dei gracia rex Anglie Francie et dominus Hibernie, omnibus, 
ad quos presentes littere peruenerint salutem. Sciatis, quod nos ex certis causis 
et eonsiderationibus nos specialiter moventibus de gracia nostra speeiali ac ex 
certa scientia et mero motu nostris concessimus et per presentes concedimus pro 
nobis et heredibus nostris mercatoribus regni Alemannie, illis scilicet, qui habent 
domum in civitate Londoniensi, que guildehalla Teutonicorum vulgariter nomi 
natur, quod ipsi continue a festo nativitatis sancti Jöhannis baptiste, quod erit 
anno Domini millesimo CCCCLXVI per quinque annos ab eodem festo proxime 
et immediate computandos per totum regnum nostrum Anglie necnon alia loca 
nobis subiecta omnibus et singulis privilegiis libertatibus et liberis consuetudinibus, 
quibus ipsi progenitorum nostrorum, quondam regum Anglie, temporibus per 
eorum cartas ibidem racionabiiiter usi fuerunt et gavisi, libere et pacifice uti et 
gaudere possint eaque habeant et libere exerceant absque impedimento inquietacione 
molestacione sive perturbacione quacumque nostri seu heredura nostrorum offi- 
ciorumque et ministrorum nostrorum aut suorum quorumcumque sub modo et condicione 
huiusmodi: quod ipsi, videlicet mercatores regni Alemannie, infra duos primos 
annos a festo nativitatis sancti Jöhannis proximo continue numerando certos 
procuratores nuncios seu ambassiatores suos pro parte et noraine tocius Hanse 
Teutonice mercatorum plene instructos et sufficientem in ea parte potestatem 
habentes ad tractandum communicandura concordandum et finaliter concludendum 
nobiscum sive cum commissariis nostris omniaque et singula faciendum et agendum, 
que ad intercursum et exercicium commerciorum et mercandisarum seu ad inno- 
vacionem aut compositionem pacis federis et amicicie perpetue inter nos et 
mercatores predictos necessaria fuerint seu quomodolibet oportuna ad nos mittant 
in regnum nostrum Anglie predicturn ita quod, si infra dictos duos primos annos 
quinque annorum supradictorum legacionem seu ambassiatam huiusmodi in forma 
predicta ad nos non miserint, extunc et in illum eventum volumus hanc con- 
cessionem et presentes litteras nostras per dictos duos primos annos solummodo 
et nullotenus ultra durare. 



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34 1466. März 4. 

Et ulterius de gracia nostra speciali atque ex sciencia et motu consimilibus 
concessimus et per presentes concedimus pro nobis et heredibus nostris merca- 
toribus regni Alemannie supradictis, quod ipsi et eorum quilibet o predicto festo 
nativitatis sancti Johannis baptiste per tempus, quo hee concessio et presentes 
littere nostre ut premittitur durabunt, quieti sint exonerati erga nos et heredes 
nostros de omnibus et omnimodis subsidiis concessis et durante termino predicto 
concedendis nobis, tarn pro personis suis, quam pro omnibus bonis et mercandisis 
suis in regnum nostrum Anglie citra finem temporis predicti ut premittitur per 
quemcumque mercatorum predictorura adducendis et extra idem regnum nostrum 
Anglie educendis, debendis, salvis nobis et heredibus nostris antiquis nostris 
prisis iuribus consuetudinibus et custumis quibuscumque nobis absque preiudicio 
privilegiorum libertatum et consuetudinum predictorum qualitercumque debitis, 
ita quod ipsi mercatores predicti nee aliquem, qui de ipsorum numero non existat, 
nee eius bona seu mereimonia in fraudem advocent seu submittant quoquomodo. 
Volumus eciam et per presentes concedimus prefatis mercatoribus , quod can- 
cillarius noster Anglie et custos privati sigilli nostri pro tempore existentes et 
eorum uterque tot et talia litteras patentes brevia et alia mandata nostra ex 
cartis predictis et presentibus litteris nostris tarn sub magno quam privato sigillis 
nostris fienda tarn collectoribus custumorum et subsidiorura nostrorum, in quoquam 
portu regni nostri predicti ac custodibus pacis et vicecomitibus in quocuraque 
comitatu civitate et villa regni nostri predicti pro tempore existentibus, quam 
thesaurario et baronibus de scaccario nostro et omnibus aliis officiariis ministris 
et ligeis nostris et heredum nostrorum dirigenda, quot et qualia prefatis merca- 
toribus seu eorum alicui pro execueione premissorum videbitur fore necessaria 
seu quomodolibet oportuna, ac consimilia brevia et warranta sub eisdem sigillis, 
qualia iidem mercatores pretextu alieuius mandati nostri ante hee tempora ha- 
buerant, de tempore in tempus durante termino prescripto absque dilacione fieri 
faciant et prefatis mercatoribus deliberari. Proviso semper, quod, si qui ex 
mercatoribus predictis durante tempore huius concessionis et presenciura literarum 
nostrarum bellum forsan nobis seu subditis nostis quouismodo intulerint aut 
contra nos seu subditos nostros mortales seu hostiles inimicicias exercuerint seu 
aliquid per predam vim armatam aut hostili more iniuste seu alias malitiose 
attemptaverint, quorainus redintegracio reformacio seu composicio concordie ami- 
cicie et pacis perpetue inter regna terras civitates oppida et loca Alemannie et 
Anglie eorum que populos et incolas effectualiter procedat et debitum sortiatur 



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1466- März 4 35 

effectum, ex tunc ipsi beneficium ac commodum aliquod ex presenti concessione 
nostra nullatenus consequantur ueque ad eos eadem concessio nostra extendatur 
ullo modo, nullo tarnen per hoc aliis, qui in ea parte minime culpabiles fuerint, 
preiudicio generando. In huius rei testimoium has literas nostras fieri fecimus 
patentes teste me ipso, apud Westmonasterium, quarto die Marcii, anno regni 
nostri quarto. Per breve de privato sigillo et de data predicta auctoritate 
parliamenti. Bagot 

In dorso: Inrotulatum in memorandis scaccariis videlicet inter recorda de termino 
Pasche, anno sexto regis Edwardi quarti, ex parte rememoratoris regis. 

Original auf der Trese. 

34. 

Der Rath von Lüneburg beschwert sich bei dem Rathe von Lübeck, dass das Gewicht 
der Salztonnen in Lübeck zu hoch berechnet werde. 1466. März 5. 

Unnsen fruntliken denst tovorn. Ersamen heren, besundern guden frunde. 
Juw is sunder twifel wol witlick, de soltforer met juw von yewelker tunnen dre 
lisspund affslan, unde jewelke tunne doch nicht mer wen twe lisspunt weget, 
darmede de unnsen sere verkortet unde besweret werden. Dunket uns mit alle 
unfuchlich unde nicht behorlich noch recht syn. Worumme bidde wy juwe leve 
mit sunderm flyte gar fruntliken, gy mit densulven soltforeren so gutliken willen 
verfogen unde bestellen, se vor de tunnen nicht mehir wan se wegen, alse 
twe lisspund van yewelken tunnen nu furder mehir werden afslande und de 
unnsen so nicht verkortet und besweret werden, so sulkes der billicheit yo wol 
eget Willen wy umme juwe leve, de wy gade selich befeien, in besundern 
flyte gerne verdenen. Screven under unser stad secret, am middeweken na 
Beminiscere, anno domini etc. LX sexto. 

Borgermestere unnde rathmanne to Luneborg. 

Aufschrift: Den ersamen heren borgermesteren unde rathmannen der stad to 
Lubeke, unnsen besundern guden frunden. 

Nach dem Original auf Papier ohne Spur eines Siegeh. 



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36 1466. März 6. 



35. 



Der Bath von Stralsund benachrichtigt den Bath von Lübeck, dass Herzog 
Wartislav der Wittwe Vitzen vor seinen Mannen und Städten zu Recht 
stehen wolle und ihr zu diesem Zwecke sicheres Geleite beuriÜige. 1466. 
März 6. 

Unse vruntlike grute tovorn unde wes wij gudes vormoghen. Ersamen 
heren besundergen guden vrunde. Juwen breff nu am latesten an uns gesant 
hebben wij gutliken lesende wol vernamen. Alse gij schriven, dat gij in tiden 
vorghan unsem gnedigen heren, hertoch Wartslaff, unde uns hebben gesand wäre 
avescriffte enes klagebreves des strengen heren Erik Ottessen, ritters, begehrende, 
wij bi unsem obgenanten heren eyn antwarde bearbeyden unde juw dat benalen 
willen etc., desses begeren wij juw ersamen leven heren to wetende, dat unse 
gnedige her hertoch Wartslaff vorbenomed der vrouwen mit eren vrunden hefft 
togesecht velicheit unde geleide to unde äff mit eren vrunden to kamende int 
land to Bard tusschen nu unde Pinxsten negest to körnende. 1 ) Sine gnade hefft 
uns secht, he wil der vrouwen don vor sinen mannen unde steden, wes he er 
am rechte unde redelken plege is. Wes wij dar ok to gudes konen don, do 
wij gerne. Gade almechtich bevalen. Schreven am dunredage na Reminiscere, 
under unsem secrete, anno domini etc. LXYL 

Radmanne tom Stralessunde. 

Aufschrift: Den — — radmannen to Lubeke, unsen u. s. w. 

Angekommen den 11. März. Nach dem Original mit Resten des Secrets. 

36. 

Der Bath von Münster bittet den Bath von Lübeck um Nachsicht hinsichtlich einer 
Bentenzahiung. 1466. März 9. 2 

Unse vruntlichen groite tovorn und wes wij gudes vermögen. Erbern 
wijsen leven heren, bisunders guden vermögen. Erbern wijsen leven heren, bi- 
sunders guden vrunde. Als juwe wijsheide uns vortijden gescreven hebn vor 
Jacope Richardes, juwen borger, umb ene betalinge to doen des versetes van den 

l ) 25. Mai. 

*) In derselben Angelegenheit und in ähnlicher Weise hat der Rath von Münster auch im Jahre 
1464 zweimal geschrieben. 



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1466. März 9. 37 

achteyn gülden gheldes jairliker renthe em up unse stad overghewijset und he 
ghemeehtiget sij van Hinriche Gremold etc. des wij juw dan eyne tijtlanck 
ghelaten hebn sunder antworde umb guetliker dedinghe willen, dar under vorsocht 
synt, is nu int leste overmijts den ersamen heren decken to Wydenbrugge und 
Willem Blomen in den besten vor eyn gutlich myddel darentusschen verramet, 
dat de vorbenompte Jacop uns van densolven versete de helffte to gude scheiden 
und wij em dat ander betalt solden nu vortmer alle jair darvan eynen jair tyns 
dersolven helffte to sijnen upkomen tynse, als de vorschenen, zo lange dat dat 
betalt worde. Wante dan, leven heren de ghene renthe myt unsser stad hebn, 
gheistlich und wertlich, unsen kummer und gelegenheit anseynde dat versetene 
gherne alle qwijt gheven, umb de beth to vorderer boringe to mögen komen, 
und wij in dessen zaken juwen leifften to willen gherne mer deden dan anderen, 
alst uns und den unsen myt juw bewant is, bidden und begheren wij vruntlich, 
gij dijt ock anseende dar myt den besten to komen und Jacope vorgenant under - 
wysen willen, he dijt van uns upneme und sick darmede benoghen late, willen 
wij gherne in anderen mereren zaken umb juwe erbern wijsheide, gode dem 
heren gesunt bevolen, war wij moghen, wederumb verschulden. Gescreven under 
unsser stad secret, am sundage qua cantatur Oculi, anno etc. LXVP. 

Borgermestere und rad der stad Munster. 

Aufschrift: Den erbern wijsen mannen, heren borgermesteren und radmannen 
der stad Lubeke, unsen bisundern guden vrunden. 

Angekommen den 5. April. Original auf Papier mit aufgedrücktem Siegel. 

37. 

Der Bath von Mölln bittet den Bath von Lübeck, zu erlauben, dass der Vogt einige 
Unterthanen der Lützow einer Schuld wegen pfände. 1466. März 11. 

Unsen vrundliken grut mit flitigem denste tovorn. Ersamen gunstigen 
leven heren. Uns hebben clegeliken bij gebracht Hinrick Reper, Hinrick Brugge- 
man unde Ludek Brand, unse leven medeborger, wo ethlike undersathen der 
duchtigen knapen Luder Hans unde Bernd Lutzowen en rechter witliker schuld 
schuldich synt, darumme unse erscrevenen medeborgere de undersathen to den 
knapen vorscreven vaken mit breven unde ok in personeliker jegenwardicheid 
hebben beclaget, unde nicht en vramet, unde en to dren reysen is tosecht to 



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38 1466. März 11. 

Dutzow to wesende, umme rechtes to behelpende, de alle dre dage unse erscrevenen 
medeborgere hebben beghan unde reden, unde der Lutzowen unde erer under- 
sathen nergen en der dage verwachten, men leddich unde neddervellich geven, 
darvan se up groten drepliken schaden mit kosten unde theringen sint gekomen 
etc. Bidden wij darumme juwe ersamen wisheid deger andachtigen mit flittgen 
denstigen beden, willen gunstigen fredelich unde behulpen sin den vorbenomeden 
unsen medeborgeren unde willen beorloven juwes ersamenheide vogede to Molne, 
umme sodane schuld uthtopandende elfte darumme juwer ersamen wijsheid 
dunket geraden. Dat willen wij alletijd gerne vordenen, dar wij mögen. Gade 
almechtich ewich sund unde salich bevalen. Screven under unser stad secrete, 
am dinxedage na Oculi, anno etc. LXVL 

De rad to Molne. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen wijsen mannen, borgermesteren unde raed- 
mannen der stad Lubek, unsen gunstigen holden leven heren. 

Angekommen den 11. März. Original auf Papier mit Spuren des aufgedrückten Secrete. 

38. 

Barthold Barsbeck wendet sich an den Math zu Lübeck wegen einer im Kruge zu 
Sarau geschehenen Gewaltthat. 1466. März 15. 

Mynen vruntliken denst mijt vormoghe alles guden tovoren. Ersamen 
leven heren. Juwen breff hebbe ik gotliken unde wol Vornamen unde dancke 
jw juwer vruntliken scrifte. Yortraer alze juwe herlicheit scriven, dat de vrame 
man Henninghe Saxe is vor jw gheweset unde heft jw berichtet, wo em an 
deme kroge to Sarouwe vele ungemakes sij weddervaren unde villichte wol mer 
claghet wen juwe werdicheit scrijvet unde alze he secht dat de vrame heer slep, 
dar spart de vrame here de warde ane; he hadde enen schalk mijt sik, de huw 
enen armen man mijt deme swerde uppe dem kopp unde stak ene vort dor den 
arm alze dat noch wol bewislik is, unde let ene vor dot liggen unde hefft des 
werdes broder uppe de hant gehouwen, so dat em eyn vinger lam blift, so lepen 
se ute der doer, so rep de junge iodute so sat de wert unde slep de voer do 
mijt der hast van deme ruchte ute deme slape unde lep ute der doer alzo was 
de vrame here dar buten unde sloch do uppe den wert unde gaf em twe wunden 
in den kop unde lepen do vort enwech he sulven unde junge lepen na Lubeke 
unde sin knecht de lep torugge etc. Alzo leven heren unde leven naber hebben 



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1466. März 15. 39 

se in mijme gude walt unde wolt gedan in nachtslapener tijd unde de ene man 
de uppe deme varlikkesten gewundet iß, dat is Eggert Muggelen wijves lanstens 
ene arme wedewe unde den kroger unde sinen broder alze hir vorscreven is 
unde hebben nenen huesvrede ghebetert na unsem lantrechte unde sint vort en- 
wech gelopen. Hir umme late ick mij duncken id sij vorlopen gud wes se dar 
hadden unde eer is, is dar wat mede dat mijme heren deme nijen karne bisscoppe 
bort des is myn leve swager mijt mij alle tyd wol mechtich. Weres ok vele 
meer wen de perde alle wert sint ik dencke dar dijng unde recht to to holden, 
dar käme de vorbenomede Henningh Saxe voer, ik wil em al des gunnen wes 
lant recht is unde bidde jw erwerdigen leven heren borgemestere unde ratmanne 
to male vruntliken unde denstliken, dat gij den vramen man willen underrichten, 
dat mij unde mijnen armen luden unde der Müggelken lanstens möge lik scheen 
na lantrechte. Oft he hir baven wolde aver clagen, bidde ik denstliken gij mij 
to rechte willen vor beden, wente gij alle unde en juwlik gud man de sik rechtes 
vorsteijt in deme lant to Holsten schal mijner to rechte wol mechtich wesen 
vor mijnera gnedighen heren den konijnghe. Hir mede bevele ik juwe wer- 
dicheit deme almechtighen gade sunt unde salich to langhen tijden. Ghescreven 
in deme have to Glasouwe under mijme ingesegel amme sonnavende vor deme 
sondaghe Letare. Juwe wiUige naber 

Bartelt Bartzebeke. 

Aufschrift: Den ersaraen heren borgemester unde ratraan Lubeke mijnen guden 
vrunden unde leven näheren der stad denstliken ghescreven. 

Angekonmen den 24. März. Original auf Papier mit Rest des aufgedrückten Siegels. 

39. 

Der Math zu Lübeck beglaubigt einen in der Klagesache des Kieler Rathes gegen 
Bertold Wittorp gefällten Schiedsspruch. 1466. März 18. 

Wy borgermestere unde radmanne der stadt Lubeke. Bekennen unde 
betughen opembare in unde mit desseme breve vor alszweme dat in unnser stad- 
boke na der bord Cristi unses heren dusend veerhundert imme soszundesostigesten 
jare umme trent Letare ene scrifft steyt gescreven de wy ungedelget unge- 
cancelleret ungeraderet unde aller vordechtnisse anich hebben bevunden ludende 
ran worden to worden so hyr nabescreven steyt: Witlick zij dat de ersame rad 



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40 1466. März 18. 

tome Kyle dorch de ersamen Dibberen Krusendorpp borgermester unde schipper 
Arnde kemerer eren radessendeboden vor deme rade to Lubeke to deme ersamene 
Bertolde Wittorppe ereme radeszkumpane etlike tosprake hebben gedan umme 
sake willen nabescreven. Interste dat Bertold vorbenomet in sunte Juriens 
guderen tome Kyle boven vorbod des rades darsulves etlike anvaringhe unde 
gewald gedan unde enen bur to slaghen schole hebben unde zine schulde daruth 
gemanet. Item van der wegene dat he to twen tijden twe myszdedighe lüde 
van bevele des rades tome Kyle hadde gegrepen de he sick leet entkörnen 
darumme end de rad tome Kyle vordencket. Item dat he eneme gedrouwet 
scholde hebben de uppe zineme dyke scholde gevisschet hebben. Item dat he 
in den tyden alse he richtevoged unde kemerer tome Kyle was, yd so myt den 
borgeren uthrichtede dat de borghere darsulvest sere unthovreden mit eme weren 
so dat de rad ene dar affsetten unde tome lesten uth deme radstole wisen mosten. 
Iteme dat he Hans Rantzouwen knecht vor deme dore tome Kyle mijt sulffwald 
toslaghen scholde hebben unde dat he deme rade tome Kyle in deme he na 
eneme myszdedere nicht rijden wolde, den he sick tovoren entlopen hadde lathen 
unhoesamich was gewest, to welken vorscreven klaghen de genante Bertold 
Wittorp hefft geantwordet mit deme lymplikesten, he mochte welkere vorscreven 
sake alle de genanten radessendeboden tome Kyle imme namen des rades dar- 
sulvest unde Bertold vorbenomet degher all unde gentzliken bij den ersamene 
heren den rad der stad Lubeke hebben gesatt in fruntschoppen offte mit rechte 
to vorsehedende. Aldus de ersame rad der stad Lubeke na vlitiger horinghe 
der erscreven radessendeboden klaghe unde antwerde des genanten Bertold 
Wittorpes, hefft ze to fruntliken degedinghen vor erer beyder vrund gewyset 
unde dar to gefoghet de ersamene her Andreas Geverdes unde her . Cord Moller 
ere radesskumpane de beyde erscreven parthye in fruntschoppen hebben ghesleten 
in nabescreven wijse. Interste alse van der wegene dat Bertold sick twe myss- 
dedere entkörnen scholde hebben lathen, ok eneme gedrouwet hebbe umme vis- 
schendes willen uppe syneme dyke unde Hans Rantzouwen knecht geslagen 
schole hebben, darupp iss uthgesproken wes des allent iss bescheen schal de rad 
tome Kyle eme tome besten keren unde dar nicht meer upp saken. Iteme van 
der wegene dat de rad tome Kyle Bertolde van der richtevogedeschopp unde 
kemerie gesatt hefft, wes de rad des hefft gedan dar schall dat by blyven unde 
Bertold schal dar nicht meer up saken. Item van der anfaringhe gewald unde 
slachtinghe wegene, de he in sunte Juriens ghuderen gedan scholde hebben, dat 



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1466. März 18. 41 

he deme rade unhorsamich isz gewest in deme he na deme myssdedere den he 
sick entkörnen hadde lathen nicht ryden wolde unde dar upp dat ene de rad 
uth deme radstole hefft vorwiset iss uthgesproken, dat so vro de erscreven 
radessendeboden torae Kyle komene unde denne dat mit den ersten beqweme iss 
de rad Bertolde vorscreven vor sick komen lathen scholen, denne schal he umme 
godes unde unser leven vrouwen willen de borgermestere unde den gantzen rad 
van personen tho personen tome Kyle bynnen beslotener dore bidden dat ze 
eme vorgheven willen sulke anvaringhe wald unde slachtinghe de he in sunte 
Juriens ghude boven des rades vorbod gedan hefft unde ok sulken unhorsam den 
he deme rade hefft bewiset in deme he na deme myssdedere nicht ryden wolde 
so vorscreven steyt; welke twierleye bede eme de rad schall entwiden unde gud- 
liken togheven. Wan denne sulke bede iss bescheen, denne schal de rad ene 
wedder setten in zine stede des rades dar ze ene uth hebben heten ghan unde 
to wat officien ene de rad meer settende werd unde in allen zaken schal he 
deme rade horsam wesen unde sick teghen ze samptliken edder besunderen, mit 
worden edder werken nicht meer setten; dar mede scholen beyde vorscreven 
parthye gentzliken geschichtet unde gescheden wesen van allen bovenscreven 
saken beth uppe dessen dach. Men weret dar god vor zy Bertold desseme frunt- 
liken uthsproke unhorsamich wurde so schall desset alle ungededinghet zin unde 
dat olde schall mit deme nyen upstan. Hir zint an unde over gewesen van der 
radessendeboden wegene vorscreven Johannes Arndes des rades scriver to Lubeke, 
Bertold Warraboke unde Hans Veld de eldere van Bertoldes wegene, Frederik 
unde Wilhelme Kortsack brodere, Gerd van Lenthe, Hermenne Prigge, borghere 
to Lubeke unde Eier Smyd, Tymme Weye unde Beijmer Ghiseke, borghere 
vamme Kyle vorscreven. Screven van bevele des rades unde wante wij borger- 
mestere unde radmanne der stad Lubeke vorbenomet sulke scrifft in aller mathe 
so boven screven steyt bevunden hebben, des hebben wy unser stadt secret wit- 
liken henghen heten an dessen breff. Gheven unde screven na Cristi gebord 
veerteinhundert jmme sossundesostigesten iare des dinxstedaghes na deme sondage 
wen men in der kercken singhet Letare. 

Original auf Pergament mit Siegelein$ehnitt. 



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42 1466. März 18. 

40. 

Der Bath von Hamburg bittet den Rath von Lübeck in einer an den Grafen 
Ulrich von Ostfriesland gerichteten Certißcation die Stadt Hamburg nicht 
zu nennen. 1466. März 18. 
Unsen fruntliken grut unde wes wij gudes vermögen tovorn. Ersamen 
heren, besundern leven frunde. Juwen breff inhebbende van eneme schepe am 
herveste negestvorleden van waters unde windes noden gebleven in der Westeremese, 
woruth etlike guder geberget sin, der de meste deel in juwe stad, en deel 
anderswor unde nicht mit uns to hus behoren begerende, wij bij dem bringer 
juwes breves unse certificacien mit unser stad secret vorsegeld darup geven willen, 
inholdende, dat van sodanen gudern hir deger nichtes to hus behore, wente gij 
vorstan hebben, wo greve Olrick tosprake to uns vermene to hebbende etc., 
hebben wij under lengeren meer worden wol vernomen. Des, besundern guden 
frunde, don wij juw hirup fruntliken weten, wo wij mit dem erbenomeden hern 
Olrike, in Ostversland etc. greven wente uppe dessen dach anders nicht weten 
dan leve unde fruntscop. Hirumme dunket uns nenerleie wiss nutte noch rad- 
sam, sodane certificacien in vorberorder mate to gevende noch juwe certificacien 
so in erem lüde un vorwandelt to blivende, wente desulve greve Olrik mochte 
daruth begripen ene staltenisse der veide unde Unwillen, den wy doch nicht mit 
em weten, so vorgerort is, unde mochte uns ok vort bewanen unde vor denken, 
dat wij juw clage van der wegen vorebracht unde ene besecht hedden, dar van 
uns schade unde nadeel irwecket unde upstan mochte. Unde alse denne juwe 
besegelde certificacie vermiddelst den juwen unde andern darinne genomet 
besworen is, dat sullike guder hir nicht to hus hören etc., so bidden wij deger 
fruntliken, gij o vertrachtende unse vorscrevene beweginge sodane certificacien in 
dem parte willen laten wandelen, so dat se lüde: dat sullike guder tobehoren 
den personen in dersulven certificacien uthgedrucket unde anders nemande unde 
don deger nene beroringe van unser wegen umme sake voregetellet. Unde wes 
gij des donde werden, begeren wij juwe bescrevene antworde bij dessem jegen- 
wardigen. Sijd gode sund unde salich bevalen. Screven under unser stad secret, 
am dinxedage na deme sondage, alse men in der hilligen kerken singet Letare, 
anno etc. LXVI to . Borgermester unde radmanne to Hamborgh. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen wisen heren borgermesteren unde ratmannen 
der stad Lubeke, unsen besunderen guden frunden. 

Angekommen den 20. März. Original mit Besten des Secrets. 



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1466. März 20. 43 

41. 

Die Knappen Volrad und Otto von Rüzerau verkaufen dem Baumeister des Baths 
von Lübeck Heinrieh Helmstedt eine Anzahl Bäume aus ihren Holzungen. 
1466. März 20. 

Wij Vulhart imde Otte van Kitzerouwe brodere, knapen, bekennen unde 
betugen opembare vor alsweme in unde mit desseme unseme breve, dat wij 
samptliken hebben vorkofft unde vorkopen jegen wardigen in krafft dessesulven 
breves dem vorsichtigen Hinrike Helmesteden, des ersaraen rades to Lubeke 
buwmestere, soess stige korbome myn veer bome unde darto veer bome van 
soessundetwintich voten eyn juwelk stucke langk in unde uth unsen holten, alse 
de in eren veitmarken enden unde schedingen belegen zint, to houwende unde na 
zineme willen, wanner eme dat gelevet, sunder hinder wech tovorende vor sodane 
summen van gelde. so wij des mit dem vorscrevenen mester Hinrike samptliken 
eyn geworden zin. Welke vorscrevenen bome alle unde besunderen he uns 
bynnen der stad Lubeke an ghudem gelde, alse dar genge unde geve is, to unser 
beyder noge deger gentzliken unde alle wol to dancke vornoget unde betalet 
helft. In tuohnisse der warheit unde groter bekentnisse so hebbe yk Otte van 
Kitzerouwe umme bede willen mynes broder Vulhardes vorbenomed van unser 
beyder wegen myn ingesegel witliken gehenget heten beneden an dessen breff. 
Gheven unde screven na Cristi gebord veerteynhundert im soessundesostigesten 
jaren, am donredage na dem sondage Letare Jherusalem. 

Original auf Pergament mit anhängendem Siegel. 

43. 

Johann, Herzog von Sachsen, ersucht um Stundung fälliger Rente bis zur Eröff- 
nung der Schiffahrt. 1466. März 21. 

Johan van gades gnaden to Sassen Engeren unde Westvalen etc. 
hertoge des hilligen Komesschen rijkes ertzemarschalk. 

Unnsen fruntliken gruth mit vormoge alles guden thovoren. Ersamen 
unde vorsichtigen leven bisundern, so als unnsse rede nemptliken de werdige her 
Andreas unnsse secretarius unde de duchtige Hansse Hans Daldorp schijr hart 
vor deme vastelavende vor juw unde in jegenwardicheit juwer borgere, de de 
renthe mit unns jarlikes plegen to hebbende, vorsammeld unde vorgaddert weren, 



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44 1466. März 21. 

umme en swigent bette uppe dessen vorschenen mitfasten to gevende, dar gij 
juw denne mildichliken unde fuchliken inne gehad hebben, des wy juw gutliken 
bedancken unde vordenen dat tegen juw gerne etc. Guden frunde wij nicht 
entwivellen, juw sij wol indechtich, dat wij vaste bette mitfasten sin utheymesch 
unde nicht bynnen landes gewessen, dat wij unns uppe sodane nastendigen renthe 
nicht wol sin vordacht gewessen. Men wij hadden eneme jewelken bisunderen 
unnsse fruntlike breve gescreven unde benalen laten, se fruntliken biddende, dat 
se unns noch to leffmode unde to willen der rente halven mochten en swigend 
unde stundinge geven, beth dat de watere beth geopend unde de schepe gande 
worden, dar wij sulke renthe plegen van to entrichtende to latende. Dar unns 
denne van nemende antworde is geworden etc. Worumme bisunderen guden 
frunde bidden wij juw mit sundergeme flijte fruntliken, offt juw van sulken, 
dede renthe mit unns hebben, dorch klacht wes bij qweme, gij denne dorch 
juwe fruntlike bede enen jewelken bestillen unde underwissen willen, dat se dat 
laten gutliken sunder jenich vorhal anstan, beth to der tijt vorgescreven. Wij 
willen dar wol mit ernste to dencken fruntlike betalinge to donde, wente wij to 
juw des ene wäre tovorsicht hebben. Dat vorschulden wij umme juwe gerne 
unde begeren desses juwe gutlike richtige bescreven antworde bij desserae jegen- 
wardigen unnseme baden. Sijt gade bevalen. Screven to Eaceborch ame fridage 
vor Judica under unnsserae secrete anno etc. LX sexto. 

Aufschrift: Den ersamen unde vorsichtigen unnssen leven bisunderen borger- 
mesteren unde radmannen der stad to Lubeke andachtigen gescreven. 

Angekommen den 22. März. Original auf Papier mit Resten des aufgedrückten Siegels. 

43. 

Der Bath zu Grabow ersucht um Mittheilung des gegen Cord Cordes ergangenen 
Urtheils. 1466. März 23. 

Unsen denst tho voren unde wes wij gudes vormogen myt bogheringhe 
alles guden. Vorsichtigen ersamen leven heren. Unse borgere scholden vakene 
vor jwe wisheyt des wij wol gedon moten ok gherne don wyllen unde wen de 
sulven ordele vor jwe wisheit kamen unde jwe wisheit darup vindet, wes recht 
is, dar uns ane noget, des wyllen se nicht gherne tho stan unde bringen uns uppe 
kost teringhe unde arbeit, dat see alle myt vrevele don des uns wol vordrote 



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1466. März 23. 45 

so desse Curd Curdes van stunt ghedan. Wor urnme bidden wij denstliken myt 
flitiger andacht wes jwer wisheit nicht mach to na wesen, dat gy dat na jwer 
wisheyt forderen so gij best mögen ift id mach wesen, dat gy uns desse ordele 
de nu vor jwe wisheit ghekamen syn unde weset hetten under jweme ingeseghele 
bösere ven aversenden edder vogen dat wo id jw mogelek est unde nuttest duncket, 
uppe de mede, dat wij der ordele unde recht van Curd Curdes unde der frowen 
eyn ende krigen wy jw gherne wedder tho wyllen unde tho denste wesen wyllen, 
wor wy konen unde mögen nach alle unseme vormoghe. Ghescreven under unser stat 
Grabow secret des wy uns alle bruken to desser tyd an deme daghe alzo de 
hilge kerke singhet Judica. 

Helmolt Luder, Hans unde Hans Lutzowen, 
borgermestere unde radmanne der stad Grabow. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen heren borgermesteren unde radmanne der 
stad Lubcke unsen leven frunden fruntüken ghescreven. 

Angekommen den 26. März. Original auf Papier mit Besten des aufgedrückten Siegels. 

44. 

Die Bürgermeister von Lübeck ersuchen die Bürgermeister von Lüneburg um 
schleunige Mittheilung einer Abschrift des Documents über ihre Freisprechung 
von der Acht sowie auch des Verfahrens, welches sie nun einzuschlagen 
beabsichtigen. 1466. März 23. 

unsen vruntiiken grut mit vorraogen alles ghuden. Ersamen unde vor- 
sichtigen heren, besunderen ghuden frunde. So alse de ersame her Hinrick 
Kastorpp, unse borgermester, mit jw vorhandelt hefft gehad van wegen der acht 
unses allergnedigesten heren Komischen keysers juw andrepende, darupp gij deme 
genanten her Hinrike juwe antworde hebben gegeven, dat he uns ingebracht 
hefft, unde wij to ghuder mathe wol hebben vornomen, mit dessem beschede, dat 
gij to Xurenberghe gesand hadden, umme to hebbende copien der absolucien 
van der acht vorscreven, wanner gij de hebben unde jw beduchte, gij daranne 
vorwaret weren, wolden gij juw des enen ende bearbeiden etc. Unde alse wij 
denne sunder myddei deme genanten unseme allergnedigesten here Komischen 
keysere underdanen unde getruwen sint, hefft uns syne keyserlike maiestad der 
erscrevenen acht halven drepeliken gescreven, darupp wij zinen gnaden noch nyri 
antwerde screven hebben, sunder uns des gerne, so wij lengest können unde 



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46 1466. März 23. 

sunderghes, beth dat wij deshalven juwe antwerde entfanghen hebben, entholden 
woiden, begeren degher andachtigen, hedden gij sulke copien entfangen, gij uns 
der avescriffte by dessem unsem jegenwardigen senden unde, wes juw deshalven 
weddervaren unde vurder to synne is, scriven willen, umme uns darna weten to 
richtende, wente desse sake wol vlijt unde spod eget, in deme in des obgenanten 
heren Komischen keysers hove vele tojeghers sint, de villichte wat practiceren 
mochten, dat jw unde uns entegen ghan mochte, wanner gij nicht spodlik unde 
vlitich hirinne bevunden wurden. Sijt gode bevalen. Screven under unses eins 
ingeseghel, des wij samptliken hirto bruken, am sondage Judica anno LX sexto. 

Borgermestere der stad Lubeke. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtighen unde wisen heren borgermesteren to Lune- 
borch, unsen besundern ghuden frundenn. 

Original auf Papier mit aufgedrücktem wohlerhaltenen Siegel des Bürgermeisters Bertold Witik 

im Archiv zu Lüneburg. 

45. 

Der Rath zu Lüneburg meidet an Lübeck, dass er der Acht halber eine Gesandt- 
schaft an den Hof des Kaisers geschickt habe, weitere Nachricht noch 
nicht eingegangen sei. 1466. März 25. 

Unsen fruntliken denst tovoren. Ersamen und wijsen leven heren und 
besunderen guden frundes. Juwe scriffte de vorhandelinge juwes mede borger- 
mesters heren Hinrik Kastorppes andrepende de acht unses aldergnedigesten 
heren Romischen keysers mit uns gehad und ok der scrifte halven van deme 
genanten unsem e gnedigesten heren keysere an jw gesand etc. hebben wij in 
nottroft verstan, twivelen denne nicht, juwer leve wol inne iss alsse gij uns 
sodane copien der scrifte unses gnedigesten heren keysers an jw gesehen, vor- 
mals hebben gesand, wij unse redeke und voglike antwerde darup an jw wedder 
gesand hebben furder sodans an unsen gnedigesten heren toschickende und 
hebben deshalven ok unse merklike bodescop ittzunt uppe deme weghe jegen 
unsses g. h. keysers hove, dar mede wij uns yo gude trostinge verhopen enen 
guden ende to irwervende so gij doch beroren van der copien der absolucien jw 
to sendende, willet weten wij noch nene breve sodaner acht efte ere copien 
hebben vernomen noch entfangen. Wan uns deshalven wes ankörnende worde, 
schal jw unvermeldet nicht bliven und gedancken juwer leve desser guden meninge 



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1466. März 25. 47 

mit alleme flijte. Screven under unss eyns ingesegel amnoe daghe unser leven 
frowen Annunciacionis Marie a° domini etc. LXVI . 

Borgermestere to Luneborgh. 

Aufschrift: Den ersamen und wijsen heren borgermesteren der stad Lubeke 
unsen besunderen guden frunden. 

Original auf Papier. 

Erich Axdsson setzt dem Rathe von Lübeck auseinander, wie es mit dem Raube, 
über den der Jfath sich beklagt, zugegangen sei und dass weder er selbst 
noch der Bischof von Abo noch die Stadt Abo dabei betheiligt gewesen 
seien. 1466. März 28. 

Mynen vruntliken grot mit vormogen alles gudes stedes tovorn. Ersamen 
leven vrunde, besundere leve gunnere. Juwe ersamicheid breff geschreven am 
dage Dyonissii hebbe ich nu in dissen dagen entfangen vorstanden und gotliken 
vornamen inneholdende manch meren worden, wo etzwelke juwe medeborger 
hebben jw to erkennen geven, wo desse erwerdige heren biscopes to Abo mynes 
und des rades hir to Abo utliggere und denere solen welche schepe to Eevele 
vorfrachtet angehalet und gepeliget hebben etc. Ersame leven vrunde, so beleve 
juwe ersamicheyt to wetende, dat nu im somer negest vorgangen weren welke 
lose vorgadderde partie hir in den Scheren und hir ummelanghe tuschen Gotland 
und in dat gemeyne vorwater, gepeligeden und nemen den varenden man, weme 
se owerquemen. Sulkent to benemende hebbe ick mynen dergeliken, ok andere 
gude lüde ere denere utgeverdiget und utgesant, strengeliken und höchliken 
vorbade medegevende by erer wolfart, nymande to beschedigen besunder den 
gemeynen varenden unschuldigen copman ut der hense, alz ick mit godes hulpe 
wol betugen und vortbringen wil, in de warheit. Up dersulve rese hebben etz- 
welke van den, de in sulker mate % mit mynen deneren utgetogen weren, sick 
van den mynen in de zee gegeven unde weren gescheiden van den anderen mer 
dan verteyn dage lanck. In der sulven vorschedinge hebben de andere part 
welk schepe bykomen angetastet unde angehalet, to Karlsö gebracht, dar strax 
de gudere gedelt und gebytet und alz ich vornamen hebbe und underrichtet sy, 
van den copluden, de uppe densulven schepen weren, upembare hir vor deme 



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48 1466. März 28. 

rade und in mer enden tugen und gesecht hebben, dat de sulve parti des willen 
weren, sick mit deme ersten winde mit den guderen laten geleyden antzwer to 
Koningesberg edder to Colbergh. Darsulves sint myne denere to en komen, sulk 
antastinge, ere vorenement und quaden willen vornamen und angesehen, wo un- 
lympliken unmynschliken se mit den luden gevaren besocht und gepeliget hebben. 
Durch sulkent sint myne denere in mangcklinge mit en gekomen, vorhapende, en 
de genamen schepe und gudere weddertonemend und en tokeren, den se 
tohorden. Des se do nicht mectig weren to gripende edder wedderneraen, sunder 
mit macht wurden offgeslagen und vele van den mynen gewundet. Do de mynen 
dat merkeden, dat se it nicht so began konden, upnemen se eyne deydinge mit 
en in sulker wise, dat se solden up geleyde und ere worde segelen hir in de 
Scheren. Weret sake dat sulcke gudere alz de partie normenden,, to Darfft to 
hus horeden, wurden en mit rechte togesecht, nademe dar weren welk des biscoppes 
van Darfft denere uppe densulven schepen unde hadden bevelinge van den 
Stammeren, sulk guder to hinderen, so solde it darby bliven, horden ock de 
guder anderswor in den steden, so solden se varen und weddersegelen, wor en 
des belevede, ofte se hir nicht geleydet wurden. Up sulke vorworde und geleyde 
hebben se den mynen hir gevolget uppe acht mile na, up eyne genomlike stede 
Korpostrom genant und wolden sick in keynorleye wis negere benalen, er se 
hadden sulk vorwaringe und sekerheit alze se sulven begereden edder strax in 
de zee weddergeven. Dat got wet und eyn itzlich rechtverdige mynsche wol 
vormerken und betrachten kan, dat na sulker sake gelegenheit nicht betere 
stunde, dar to donde, uppe dat dem gemeynen varenden copman vorder schade 
totastinge ofte moye van en nichten schege, dan dat man se geleydede, welk 
doch gesehen is in mynen affwesen na rade underwisinge und fulbort guder 
lüde, wente se hadden de beste besegelde barse und were, de hir im lande 
wesen mochte, und weren mynen deneren in aller mate vormetten, varen trekken 
segelen, wor en des belevede. Darumme, ersamen leven frunde, sint se mit 
sulken vorworden hir ingekomen und geleydet, dat wat van sulken genamen 
gudern unvorrucket und un vorsplittert were, dat sallen se tosamen in guder 
vorwaringe und beholdinge insetten, den ghennen mögen werden togekert, den 
se tohoren, und wart hir vorbaden eynen juweliken by vertich mark gebrek, 
van den sulven genomten guderen so gut to kopend alz eyn penning; und nu 
desulve partie vornemen, dat sulke guder angespraken und vorvorddert werden, 
sint se untwekem. Myne denere hebben my so bericht, alz ock bewislich is, 



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1466. März 28. 49 

dat se van den guderen part offce dell nicht genamen hebben, mer dan de partie 
en gesehencket hefft soss edder acht tunnen medes und andere kleyne plunderie, 
dat doch nicht sere doegen sali, und willen des overbodich wesen, eynen juweliken 
to rechte setten, wor en des geborlich is. Ock sal got erkennen, dat sulkent 
mit mynen willen weten ofte geneten nicht upstan is, wente ick vormode mit 
jw und den juwen anders dan vruntschopp und leve und wil it mit gades hulpe 
so vortan entholden. Unde leven vrunde, wes hir gekomen und in beholdinge 
bleven is, hebbe ich Hermen Tröste to Eeffle und andern mer luden dat ere 
wedderschicket und gerne hir namales tokeren wil, wes ich irvaren und krigen 
kan van den guderen. Ersamen leven frunde, ofte ymandes were, de iw anders 
de sake vorbringen wolde, so sal he it mit der warheit nicht betugen edder 
bewisen; dergeliken ok nicht befunden werde, dat de erwerdige here biscop 
edder de stat hirvan als jenigen mynschen uppe de tit utgemaket hadden unde 
ok dat myne dener in jenige mate anders utgesant weren, dan vorgeschreven 
steit Disse myne rechtverdige ursecht uptonemende, bidde ick juwe ersamiched 
in deme bestende ik hirme bevele gode dem almectigen. Geschreven to Abo, 
am vridage negest vor Palmen, under mynem ingezegel, anno LX sexto. 

Ericus Absolonis de Laguno 

miles capitaneus Wysbergensis. 

Aufschrift: Den — — ratmannen der stat Lübeck, synen besunderen holden 
gunneren unde guden gunneren. 

Angekommen den 20, Mai. Original auf Papier mit geringen Resten des Siegels. 

47. 

Der Bath von Abo antwortet dem Bathe von Lübeck auf ein Schreiben in Betreff 
angeblich dahin gebrachter von Ausliegern genommener Güter. 1466. 
März 29. 

Unsen vruntliken grut myt vormoghen alles ghuden. Ersamen guden 
vrunde borgermester unde raetmanne der stadt Lubeke. Uns juwen breff gescreven 
hebbe wij myt lefflicheit wol untfangen, lesende wol vornomen, ludende, wo unse 
erwerdige her unde bisschopp Cord unde des gestrengen hern Erijk Axelsson 
unde de unse mede utliggers sollen gewest sin. Ersamen hern unde guden 
vrunde, wij noch all unse borger noch borgers knecht raet noch daet noch enige 
behulpinge darto gedaen hebn; de goder weren gepartet gebutet unde vorrucket 



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50 1466. März 29. 

under en, er se to uns hir in Abo quemen. Ifft sake wij noch können vorvaren 
unde mögen to wetene krigen, dat enich nomtliken van unsen borgern unde den 
eren wij enigen mede beschuldigen unde kunnen freschende wesen, wy ok vor- 
boden unde noch vorbaden hebn by ener pene nicht to kopen by XL marken; 
werae wij hirane brokhafftich unde schuldich vinden, wille wij mede varen, 
alse recht is. Juwe ersamheide zij gode bevalen. Screvenn upp Palmsunavende 
under unses stat secret, anno LXVL 

Borgermestere unde raetmanne der stat Abo. 
Aufschrift: Den — — ratmannen der stadt Lubeke, unsen u. $. w. 

Angekommen den 20. Mai. Original auf Papier mit Spuren eines Siegels. 

48. 

Claus Bantzau bittet den Bath von Lübeck, den für die Huldigung von Fehmarn 
angesetzten Termin um vierzehn Tage zu verschieben. 1466. März 29. 

Mynen fruntliken grud denst unde willen to allen tijden. Ersamen wisen 
bijsundergen guden vrunde. So gij scry[v]en van wegen der panthuldinge uppe 
Vemeren etc., en wijt ik nicht, oft juwe leve den anderen ok gescreven hebben, 
jodoch wil ik en sodan to kennende geven unde bevruchte my gantz, dat de 
jennen, de dar tor stede kamen scholden, uppe sodane tijd unde dar en by wol 
achte na in andern warven unde dagen to holden tom Kyle unde anderer wege 
gehindert werden unde uppe sodanen dingestdach na Quasimodogeniti 1 ) uppe 
Vemeren nicht konen tor stede kamen etc. Were hijrumme min vruntlike begher, 
oft jw dar sunderges nicht ane lettede, juwe leve dat mochte anstan laten wente 
uppe den dingestdach verteyn dage na juweme gescrevenen dingestdage körnende, 
namliken den dingesdach na Jubilate 2 ), uppe welkeme ik vlijt don wolde mit den 
anderen, dat vort tosettende, dat wij denne samtliken juwer leve to willen dar 
mochten tor stede kamen. Des gij my juwe antwert wol vorfogen by Hinrich 
Licherde to kamende, de my dat wol vort benalet unde jw nen not en is, mit 
sundergen juwer leve, de gode bevalen sij, baden dat to besendende. Mach ik 
juwer leve vorder worane to willen wesen, schole gij my alletijd gudwillich 
vinden. Screven to Plone, in Palme avende anno etc. LXVL 

Clawes Kantzow, hern Schaeken son. 
Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen mannen borgermesteren unde gantzen rade 
der stad Lubek, sinen bijsundergen frunden. 

Angekommen den 30. März. Original auf Papier mit geringen Resten des Siegels. 

l ) April 15. ») April 30. 

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1466. März 30. 51 

49. 

Schweine und Abtritt im Keller. 1466. März 30. 

Witlik zij dat Bernd Brandenborch, Hinrik Baleman und Albert Kortzener 
vor deme ersamen rade to Lubeke tosprake gedan hebben to Hinrike Vathouwen 
deme beckere ererae naburer darumme dat he jn zineme kelre zine swyne liggende 
unde dar eyn privet jnne gemaket scholde hebben, dar dat ny wontlich gewest 
were dar doreh se in eren huseren gestencket worden etc. Des denne de rad na 
klage unde antworde beyder part na besprake und ripeme rade affgesecht unde 
gedelet hefft vor recht, dat de erscreven Hinrik Vathouwer jn sodaneme zineme 
kelre na desser tijd nyne swyne meer scholde liggende hebben unde dat privet 
jn zineme, kelre wesende so bewaren scholde dat de naburs dar nynen stanck 
edder nyn vordret van liden unde dar over nicht klagen drofften. Jussu 
consulum. 

Eintragung des Niederstadtbuches: Palmarum. 

50. 

Christian, König von Dänemark, beschwert sich darüber, dass ein Rigaer Schiffer 
dem Ritter Äke Axelsson ein Schiff mit Ladung genommen habe. 1466. 
März 31. 

Cristiern van godes gnaden to Dennemarken Sweden Norwegen, der 
Wende unde Gotten koningh, hertoghe to Sleswijk, greve to 
Holsten Stormarn Oldenborch unde Delmenhorst. 

Unsen gunstighen grut tovorn. Ersamen andachtighen leven frunde. 

De strenghe unse leve getruwe Ake Axelsson ritter hefft uns schrifftliken 

claghende to kennende gheven, wo eyn schipper van Eighe Hermen Eeyman 

heten im herveste lest vorleden syne bardzen myd bottern kovlesche unde mehr 

anderen gudern vor der Wernowe by nachtslapender tijd genomen, sine knechte 

gegrepen unde to Dantzke gevort unde affhendich gemaket hefft em to grotem 

schaden. Bidden hirumme andachtighen, angesehn wy myd den van Eighe nicht 

wan leve unde fruntschup weten, gij an se schriven willen, eren medeborger vor- 

gerort so to hebbende, dat he unsem manne unde rade vorgerort schip unde gud 

ane furder moygbe wedder werden late edder myd dem ersten na werde betale 

unde vor sodane hon unde smaheid geborlik lik unde wandel do, dat em nener 

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52 1466. März 31. 

claghe deshalven dorve nod zin. Irkennen wij umme iuw alse unse guden 
frunde unde de juwen alle weghe gerne. Gheven to Kopenhaven am mandaghe 
na Palme, anno LXVI , under unsem secrete. 

Aufschrift: Den ersamen borgermestern unde radmannen der stad Lubeke, unsen 
andächtigen guden vrunde. . 

Original auf Papier mit aufgedrücktem Siegel, 

51. 

Der Bath von Lüneburg bekennt, dass Aebtissin und Vorsteher des St. Johannis- 
Klosters in Lübeck die durch Vertrag vom 1. August 1452 auf die 
vordere Wechpfanne im Hause Kempinge gelegte Abgabe durch Zahlung 
von 908 M& 3> l f 9 ß abgelöst habe. 1466. ' März 31. 

Wy borgermestere rad unde menheid der borger to Luneborg. Bekennen 
opembare in desseme breve vor alsweme, dat de werdige und innige frowe 
Elizabeth, ebdissche und gantze sammelinge sunte Johannis closters binnen Lubeke 
unde dessulven closters vorstendere mit namen hern Hinrick Castorp borgermester 
und hern Andreas Gheverdes, ratman to Lubeke, na inholde sodaner concordien, 
alse de erwerdige in gode vader unde here, hern Johan, bisschop to Verden, mit 
etliken prelaten capittelen conventen und unsen borgeren, de den groteren und 
mereren deel uppe der sulten hebben, an deme vorgangenen sovenundeveftigesten 
jare kalendas Augusti mit uns angeghan hebben, de vorderen weohpannen hersscop 
to Kempinge uppe der sulten to Luneborg belegen to ewigen tyden gefriget 
hebben mit negenhundert achte marcken und verdehalven Lubeschen Schillinge, 
und wij alsodane summen mit groter dancknamicheit entfangen und in unse 
schulde, de umme nuth unde nod willen unser stad unde der sulten darinne 
belegen gemaket weren, to vorkortende, gekart hebben. Und reden und loven 
der vorgescrevenen frowen ebdisschen, ereme convente und eres closters vor- 
stenderen und eren nakomelingen unde to dessulven closters truwen band den 
ersamen unsen leven frunden, heren borgermesteren und radmannen der stede 
Lubeke Bremen Hamborg Brunswijgk Stade und Buxtehude und eren nakome- 
lingen, dat wij und unse nakomelinge dat ergenante closter van der ergerorden 
pannen hersscop wegen to ewigen tyden in alsodaner frigheid beholden und ene 
ok to ereme wispelgude alle jar mit der hulpe godes dorteyn vlode to dem 
mynsten geten laten willen und darto boninge na wontliker wyse der sulten. 



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1466. März. 31. 53 

Und gescheghe id, dat god vorbede, dat wij de rad edder de menheid efte wij 
alle samptliken edder ok besunderen alsodaner frigheid nicht en helden, so 
vorwilkoren wij uns sampt und besunderen, dat wij efte unse nakomelinge also- 
dane summen deger und all scollen und willen weddergeven und allikewol by 
der ergerorden frigheid beholden, und vorwilkoren ok in dem gelijken, dat se 
uns denne alsodane summen moghen wedder affmanen in allen steden, wor se 
unser welken ankörnen können mit geistlikem efte werltlikem gerichte vormiddelst 
sick sulves edder dorch de rede der erbenomeden stede Lubeke Bremen Hamborg 
Brunswijgk Stade und Buxtehude und nemen darup an uns unde unse nakome- 
linge vorgescreven allen geistliken ban und werltliken dwangk nu alse denne 
und denne alse nu in aller mathe, oft wij dar noghaftigen to weren gemanet. 
Unde geven ok over behelpinge aller rechte, de uns hijr enteghen mede weren, 
unde en willen noch en scollen der nummermer upthen edder to jenigen tyden 
bruken. Alle und islike vorscreven stucke und artikele reden und loven wij 
borgermestere rad und menheid der borger to Luneborg der vorbenomeden 
ebdisschen und eren medebenomeden to eres closters behuff in guden truwen 
stede vast und unvorbroken wol to holdende to ewigen tijden ane alle list, unde 
hebben des to orkunde und to tokomender dechtnisse unser stad ingesegel witliken 
laten hengen an dessen breff. Gegeven na Cristi bord verteynhundert und in 
dem sesundesestigesten jare, des mandages na Palmen. 

Original mit anhängendem Siegel. 

5Ä. 

Der Bath von Lübeck dankt dem Rathe von Lüneburg für die Bereitwilligkeit, eine 
Tagefahrt in ScMutup zu beschicken, 1466. April 5. 

Unsen vruntliken grud unde wes wij gudes vermögen tovorn. Ersamen 
vorsichtigen heren, besundern guden vrunde. De ersamen, her Albert van der 
Molen, juwe borgermester, unde Hinrik Witijk, radeskumpan, hebben uns enen 
breff gesand unde darinne vorsloten benalet avescriffte des leidebreves des irluch- 
tigen, hochgeborn fursten unde heren, hern Hinrikes, hertogen to Mekelenborgh 
etc., andrepende de vorrameden daghvard de men binnen Sluckupp in unser 
landwer des donredages negest körnende 1 ) to vormiddage werd holdende. Sulkes 
geleydebreves zint wij wol tovreden. Unde so gij uns am avende Palmarum 



l ) April 10. 



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54 1466. April 5. 

liegest vorleden 2 ) schreven, gij gedencken sodanen dagh na unsem begher to 
dersulven tijd uns to leffmode gerne mede to besendende, des bedancken wij 
juw gudliken, biddende, gij juwe erliken unde drepliken radessendeboden am 
mydweken negest körnende 8 ) des avendes binnen unser stad in der herberge 
hebben unde des nicht vorleggen willen. Des betruwen wij juw gentzliken 
unde vordenent umme juwe ersamheide, de gode dem hern zin bevalen, in 
geliken offte meren allewege gerne. Screven under unser stad seoret, am bilgen 
Paschen avende, anno etc. LXYI* . 

Borgermestere unde radmanne der stad Lubeke. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtighen unde wisen heren, borghermesteren unde 
radmannen tho Luneborgh, unnsen besunderen ghuden vrundenn. 

Original im Archiv zu Lüneburg mit Rest des Secrets. 

53. 

Oiseler von Münden der junge bittet den Bath zu Lübeck, Luder Palborne das 
Geld für ein Pferd zu bezahlen. 1466. April 8. 

Min fruntlioke unde wiliigene denst voren. Ersamen vorsichtigen besun- 
dern leven frundes. Ick vorsehe my, gij noch wol vordencken der lestgedanen 
sprake mit juw gehatt von des perdes weghen eyneme der junghen ghesellen 
tobehorich, dat to Hamborch vorderfflich stände unde ome uthe gebleven is, do 
ick mit sampt juw unde itwelken andern erlicken steden tor dachvort to Groninghen 
nu am latesten ghereden was etc. So hefft de sulve geselle dussene jegenwardigen 
Luder Palbornne sineme werde bevolen, bi juw dat gelt vor dat perdt to forderende 
unde my ghebeden, juw dar umme to schrivende. So bidde ick juw in besundern- 
heit gar gudlicken, gij juw dar anne gudwillich unde tome besten jegen one bewisen 
unde finden laten, deme genanten Ludere dat gelt dar von to keren, wil ick mit 
flijte gerne vordeynen; wes ick juw wedder to willen unde denste gesin kan, 
schulle gij mij alle tidt bereide unde gudwillich finden. Screven under myneme 
ingesegel ame dinxstedage in den passchen, anno etc. LXVI* . 

Giseler von Munden de junger. 
Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen hern Bertolde Witick unde hern Henricke 

Kastorppe borgermestern to Lubeke mynen besundern leven frunden sampt 

unde jewelkeme besundernn. 

Angekonmen den 22. Aprü. Original auf Papier mit Rest des aufgedrückten Siegels. 
~ 2 ) März 30. 8 ) April 9. 



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1466. April 11. 55 

54. 

Der Roth von Damig beurkundet die eidliche Aussage zweier Rigaer Steuerleute 
über das Zusammentreffen mit einem Dänischen Schiffe im Hafen zu 
Warnemünde. 1466. April IL 
Allen unde itzlichen in welker kegenwerdicheit disse unse breff kommet, 
dee en zeen hören ader lezen, unsen leven heren unde guden frunden, bekennen 
wie burgermeister unde radtmanne der stadt Dantzik mit frundtlickem grote 
begerende, witlick to ziende, dat vor uns in sittendem rade in data disses breffes 
gekamen sien dee erbaren richter unde scheppen gehegedes dinges unser stadt unde 
hebben apenbar bekandt unde getuget, dat vor en in gerichte dee vorsichtigen 
Tydeman Borger, des ersamen schippers her Herman Reynemannes, radtmannes 
to Rige, rechte stureman, unde Heyne Grote, sien roeffstureman am fridage negest 
vor dem sondage, so men yn der hilligen kerken singet Judica, negest vorgangen, 1 ) 
mit uppgerichteden fingeren staveder eyde to den hiliigen geswaren vorrichtet 
unde also, alse recht is, wargemaket, dat eth is gescheen, dat de gnante schipper, 
her Hermen Reyneman, lach vor der Warnouw mit synem schepe unde was 
upgetagen keen Rostock, umbe to kopen, wes he behoff hadde. Do he wedder 
van Rostock to Warnemunde qwam unde gingh in des vagedes hus to Warne- 
munde, unde deewile hee over der taffeien sath unde dede syne maeltiedt, do 
qwemen dar innegaende veertien Denesche havelude unde qwemen bie den vor- 
gemeiden schipperen sitten unde eten unde druncken mit em unde hee mit en. 
Uppet lateste vragede den vorgeschrevenen schipper eyner van den Deneschen 
haveluden, van wannen he gezegelt were. Darupp era de schipper vorgenomet 
antwurde, hee were van der Rige gezegeld. Do vragede hee en vort, worhen 
hee wesen wolde. Do sede em de schipper, hee wolde in Flanderen effte in dee 
Welinge wesen, effte wor en godt sende. In deme so toch eyner van den 
Deneschen haveluden vorberoret syne boerze upp unde nam soss ader seven 
gülden in de handt unde sloch see vor em nedder upp dee taffei vor de vor- 
gedachten schippers angezichte unde sprak: wes wie vorteren, dat sole gie noch 
betalen, unde meyneden den velegedachten schipperen. Do betalede de vorgnante 
schipper sien gelach unde wolde in dat esping gaen. Do volgeden em de vaken 
gedachten havelude nah uppe den strandt unde entseeden en lyves unde gudes. 
Do vragede see dee schipper eyn werff unde ander werff, effte et den Deneschen 
haveluden ok ernst were. Do seden see ya, hee sulde van enn allen ennes 

*) März 21. 



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56 1466. April 11. 

ungelucke hebben. Darupp de vakegenante schipper antwurde, dat see dat sulven 
sulden beholden unde darto, so wolde hee mit en delen so, alse eyn recht were. 
Van stunden an lepen dee sulvigen Peneschen havelude in er both samentlicken 
unde pynegeden sick, uth deme bome to schepe to kamen. Do mannede de 
vorgenante schipper sien esping unde pynegede sick, nach to kamen unde wolde 
eth mit er gedelet hebben. Alse do de Deneschen havelude to schepe qwemen, 
da loden see ere bossen unde schoten dem gemeiden schipper nah, eyn deel 
over em, eyn deel achter em, also dat see noch den schipper noch nymande van 
synem volke rakeden. So mannede de vorgemelde schipper sien boeth unde 
sien esping mit sulker were, alse em dartho denede, unde leeden beide van 
beiden deylen malkander an borth unde slugen malkander vindelicher wise, also 
dat dee schipper dee overhandt hefft beholden unde erer mechtich is geworden 
unde dee barse an borth unde settede dee Deneschen havelude, alse men 
gefangene plecht to zetten. Des gelicken hefft dee vorbenomede schipper her 
Herman Eeyneman ock sien recht dartho gebaden, dat eth yn der warheit also 
gescheen ist, ifft eth van noden wesen wurde, also vorgeschreven steit Also 
alse dith van richter unde scheppen gehegedes dinges vorbenomet vor uns bekandt is 
unde betuget, also tugen unde bekennen wie dat vor juwer aller herlicheit unde 
fruntschopp, wor dat von noden wert wesen, in unde mit dissem unsem breffe, 
de in getuchnisse der warheit mit unser stadt secrett hir toruggewerdes uppge- 
drucket is vorsegeldt unde gegeven to Dantzk, am fridage negst nah Osteren, 
na Cristi gebort unsers heren duwsent veerhundert unde zoesundezostigesten jare. 

Original auf Papier mit Spuren eines rückwärts aufgedrückten Siegels. 

55. 

Der Rath von Lübeck ersucht den Rath von Lüneburg um seine Theünähme bei 
einer bevorstehenden Verhandlung zu Schönberg mit dem Herzog von 
Mecklenburg. 1466. April 11. 

Unsen fruntliken grud tovorn. Ersamen heren, besundern guden frundes. 
So denne eyn ander daghvard nu am dinxedage na dem sondage Quasimodo- 
geniti negest volgende 1 ) twisschen dem irluchtigen hochgebornen forsten unde 
heren, hern Hinrike, hertogen to Mekelenborgh etc. unde den zinen, uppe de 
ene, unde uns unde den unsen, uppe de anderen zijden, binnen dem Schonen- 



l ) April 15. 



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1466: April 11. 57 

berghe to vromiddage is vorramet etc., so de sulffte, juwe radessendeboden der 
zake legenheid juw woll uterliken werden berichtende, unde alse denne de 
erscrevene here hertoge Henrik de erbenomeden juwe radessendeboden to sodanem 
daghe mede to körnende gebeden hefft, bidden wij juw deger andachtigen, gij 
de erscrevenen juwe radessendeboden uns to willen unde to leve uppe de erscrevene 
stede unde tijd hebben unde schicken willen, dar wij uns gensliken to vorlaten. 
Welk wij umme juwe ersamheide, de gode dem hern zin bevalen, in geliken 
gerne wedder irkennen willen. 8creven under unsem signete, des wij nu tor 
tijd dorch hast willen hijrto bruken, am vrijdage in der hilgen Paschen weken, 
anno domini etc. LX sexto. 

Borgermestere unde radmanne der stad Lubeke. 
Aufschrift: Den ersamen wijsen mannen, heren borgermesteren unde radmannen 
to Luneborgh, unsen besundern guden frunden. 

Original im Archiv zu Lüneburg. Signet in grünem Wachs abgesprungen. 

56. 

Der Bath von Lübeck theüt dem Herzog Heinrich von Mecklenburg die von zwei 
Bathmännern mit Berufung auf ihren Bathseid gemachten, von einem 
Bürger beschworenen Aussagen über bei Erteneborg vorgekommene Berau- 
bungen mit. 1466. Aprü 14. 

Vor jw irluchtigen hochgeborn fursten unde hern, hern Hinrike, hertogen 
to Mekelnborch, furste to Wenden, greven to Swerin, der lande Bostocke unde 
Stargarde here, unsem gunstigen leven heren na irbedinge unses fruntliken 
denstes mit vermögen alles guden don wij borgermestere unde radmanne der 
stad Lubeke witlik opembar betugende in unde mit desseme breve, dat vor uns 
zint gekomen de erscrevene her Andreas Geverdes unde her Hinrik van Hacheden, 
unse radesmedekumpane , alse sweger Michel Lam unses borgers, vormundere 
ziner eliken husfrouwen umme zines afwesendes willen, de dorch sodane eede, 
de ze unsem rade unde unser stad gedan hebben, tuged unde wargemaket hebben, 
dat Michel Lam vorbenomed bij Erteneborch is genomen int erste eyn perd van 
dertich marken, sadel unde thom van twen marken, eyn stalen pansen van 
teyn marken, eyn armborst van twen marken, eyn swerd unde kleder van 
ener mark, an redem gelde dre mark, eyn sulvern ingesegel veer mark. Dit is 
vorrichtet allene uppe achtundevertich mark. Vurdermer Hinrik Mutzingk, unse 
borger, heft vor uns vermiddelst zinem uthgestreckedem arme unde upgerichteden 

8 



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58 1466. April 14. 

vingern stavedes eedes lijfliken to den hilgen gesworen unde wargemaket, dat em 
ok by Erteneborch is genomen eyn perd mit dem gerede so gud alse vefteyn 
mark, unde darto rede geld so vele des is gewest Unde dat desset vorscrevene 
alle, so bovenscreven steit, is vorrichtet unde besworen, des hebben wy borger- 
mestere unde radmanne vorbenomed to merer sekerheid unser stad secret witliken 
henghen heten an dessen breff. Gheven unde screven na Cristi gebord veertein- 
hundert im sossundesostigesten jar, am mandage na Quasimodogeniti. 

Original mit anhängendem wohlerhaltenen Secret. 

57. 

Heinrich IV., Herzog von Mecklenburg, schliesst unter Bestätigung der früheren ein 
Freundschaftsbündniss mit der Stadt Lübeck auf die nächstfolgenden zehn 
Jahre. 1466. April 15. 

Wij Hinrick, van godes gnaden hertoghe to Mekelnborch, furste to 
Wenden, greve tho Swerin, der lande Rostock unde Stargarde here. Bekennen 
unde betughen opembar in unde mit desseme breve vor allesweme, dat wij vor 
uns unde unse erven umme ghuder eendracht nutb unde vromen willen unser 
lande lüde unde undersaten myt wetende unde vulborde unser leven getruwen 
rede unde umme bestentnisse der stad Lubeke, wolvard des ghemenen besten 
unde merckiiker gudlicheid unde woldaet, de uns van den van Lubeke bescheen 
zin unde bescheen mochten, dorch gudliker medebeweringhe der erbaren rede 
unde sendeboden des heren hertoghen van Sassen, unses leven ohemes unde der 
ersamen radessendeboden van Luneborch alse ghuder myddelers, uns mit dem 
ersamen rade unde der stad Lubeke gudliken vorenighet vordraghen unde tohope- 
salet hebben, vorenighen vordraghen unde tohopesetten uns mit en in macht 
desses unses breves in nabescrevener wijse. Also wor wij der genanten van 
Lubeke unde der eren samptliken offte besundern to redelicheid gelike ere unde 
rechte mechtich zin, dat wy noch de unse der wy mechtich zin unde van 
rechte mechtich wesen scholen, jeghen ze nicht don edder don lathen scholen 
edder willen. So im geliken de van Lubeke wedder umme, dar ze unser offte 
der unsen sampt edder besunderen to redelicheid, gelijke ere unde rechte mechtich 
zint, vormyddelst sick edder den eren in jenigher mathe unde wijse jeghen uns 
unse land lüde unde undersathen nicht don offte don lathen scholen edder willen. 
Welke desse unse vorenynghe vordracht unde tohopesate van hüte, ghiffte desses 
breves, anstan unde desse negest volgenden teyn jar all uth sunder myddel 



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1466. April 15. 59 

volghende van macht weghen desses unses breves schal duren unde waren. Jodoch 
schall desse unnse breff uns unde den unsen unde den van Lubeke unde den 
eren in unsen unde eren Privilegien rechticheiden vrijheiden unde breven, welker- 
leie de zin, unde ock allen breven den van Lubeke van uns unde elderen unde 
vorfaren gegeven nicht to vorfange wesen, sunder de scholen alle in vuller macht 
blyven in krafft desses sulven breves. To merer orkund unde sekerheid hebben 
wij hertoge Hinrick vorbenomed vor uns unde unse erven unse ingesegel witliken 
gehengen heten an dessen breff. Gheven tom Schonenberghe na der bord Cristi 
unses heren dusend veerhundert jar darna in dem sossundesostigesten jar, des 
dinxstedages neghest na deme sondaghe Quasimodogeniti. 

Original mit anhängendem Siegel, 

58. 

Der Bath von Lübeck ersucht den Bath von Lüneburg, ihm 15 bis 16 Pramen 
Kalk zu dem früheren Preise zu überlassen und an einer Verhandlung 
in Buchen mit dem Herzog von Lauenburg und dem Herzog von Mecklen- 
burg theüzunehmen. 1466. April 16. 

unsen fruntliken grut tovorn. Ersamen heren, besundern guden frundes. 
Wij hebben de ersamen juwe radessendeboden, de myt den unsen uppe dem 
dage tom Schonenberge gewest zint, dar wij juw gudliken vor dancken, angevallen 
unde se gudliken gebeden, an juwe ersamheide to bringende, dat unse fruntlike 
begher is, dat gij uns XV edder XVI prame kalkes uppe sodanen olden koepp, 
alse men den in vortijden ploch to kopende, namliken vor XL mark, to buwnisse 
unde behoff unses slotes Bergerdorppe overgeven willen, so dat to unser aller 
besten is. Ok, alse denne eyn ander dach dar tom Schonenberge twisschen 
dem hochgeboren forsten unde heren, heren Johanne, hertogen to Sassen etc., unde 
den zinen, uppe de ene, unde uns unde den unsen uppe de anderen zijden, nu 
amme mandage negest tokomende 1 ) tor Boken des morgens to achten to holdende 
van etliker schelafftigen zake wegen under uns irresen vorramet is, des denne 
de ersorevene here hertoge unde ok de hochgeborn forste unde here, her Hinrik, 
hertoge to Mekelnborg etc., de sulfften juwe sendeboden to sodanem daghe 
gebeden hebben, so se juw des under andern woll inbringende werden, hijrumme 
is unse fruntlike begher myt andacht biddende, gij uns sodane vorscrevene prame 



') April 21. 



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60 1466. April 16. 

kalkes gutliken uthgeven willen unde de erbenomeden juwe radessendeboden uns 
ok to willen unde to leve uppe de erbenomede stede unde tijd hebben willen 
unde uns des nicht en weigheren, so wij uns dar gensliken to vorlaten, wente 
wij unse fr unde van Hamborgh, umme dar mede tor stede to wesende ok vor- 
screven unde gebeden hebben dergeliken. Unde gelevede juw ok, am sondage 1 ) 
des avendes to Molne to wesende, dar wij de unse uppe de tijd uppe den avend 
ok hebben willen, stellen wij to juwen ersamheiden, de gode dem heren zin 
bevalen, myt vlijte na gebor gerne. Screven under unser stad secret, am mid- 
weken na deme sondage Quasimodogeniti, anno LXVI* . 

Borgermestere unde radmanne der stad Lubeke. 

Aufschrift: Den ersamen wijsen mannen, heren borgermestern unde radmannen 
to Luneborgh, unsen besundern guden frunden. 

Original im Archiv zu Lüneburg. Secret grösstentheüs erhalten. 

59. 

Claus Rantzau schreibt dem Rathe von Lübeck wegen eines ihm zugesprochenen 
Pferdes, früher Eigenthum eines im Plöner See ertrunkenen Mannes. 
1466. Aprü 19. 

Minen fruntliken grud mit vormoge alles guden toforn. Ersamen guden 
vrunde. Alse juwe wijsheyt scrift, wo jw vorgekamen sij, dat eyn kopman mit 
twe perden in den Plonye zee gereden sij unde dorinne vordrunken unde sodane 
perde, alse dar he uppe zat unde dat andere in der hant vorede, in mynem 
beholde scholen sin etc., hebbe ik under meren wol vornamen. Des do ik juwer 
leve weten, dat eyn mit twe perden in den Plonye zee reeth, dat ene brun, dat 
ander wijt. Alse gij ok scriven, upp dem witten sad he, dat brune vorde he in 
der hant. Also reeth he in den zee unde dat brune perd toch torugge unde 
he reeth vorwart so lange, went ene dat brune perd aftoch, unde is also vor- 
drunken unde noch ungevunden went in dessen dach, wol dat dar grot vlijt 
unde arbeyt na gedan is, dat men en gerne vunden hadde. Alse gij denne 
roren, dat sodane vorscreven perde in mynen beholde sin, do ik juwer ersamen 
wijsheyt weten, dat de perde in mynen behold nicht en quemen er nu en 
donredage. 2 ) Do leeth ik dar ding unde recht holden uppe deme Megedeberge, 



l ) April 20. 
*) April 17. 



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1466. April 19. 61 

dat ene wonlike dingstede is. Darsulves wart my van wegen mines gnedigesten 
heren des koninges de vorscrevenen perde mit ordel ding unde recht togevunden, 
dat ik wol nabringen wil, alse my dat van rechte behoret, unde sy dar nemende 
nenes antwordes umme plichtich. Mach my overst yemant van der perde wegen 
worumme schuldigen, so schal min gnedigeste here de koningh unde juwe leve 
miner to rechte mechtich wesen, to donde unde to nemende, wes lantrecht is etc. 
Alse juwe wiisheyt denne scrift, dat de man vuste gelt scholde by syk gehad 
hebben, oft de man gevunden worde unde my vor ogen queme, scholde id wol 
in guder vorwaringe bliven, so lange went yd queme, dar yd van rechte komen 
scholde. Ik vormode my, dat juwe borger umme sodan perd mach wol alleen 
laten, unde mochte yd em ok willigen volgen. Went he dat perd angetastet 
hadde, so moste he den doden gelden unde der herschop don, wes lantrecht werd. 
Heft juwen borger we wat schuldich geweset, de heft ene mit dessen perde nicht 
betalet etc., alse juwe leve dat wol irkennen kan. Desulfte juwe leve god vrijste 
unde spare wolmogende to langen tijden. Screven to Zaltzow, under minem 
signete, amme sonavende vor Misericordias Domini anno LX sexto. 

Claus Rantzow, hern Schacken son. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen unde wisen mannen, borgermesteren unde 
radmannen to Lubeke, sinen besundern guden vrunden. 

Angekommen den 21. April. Original auf Papier mit Spuren des aufgedrückten Siegels. 

60. 

Eidliches Zeugniss über den Vorfall in der vorigen Nummer. 1466. April 20. 

Jachim Otte unde Hans Jonssone vor deme ersamen rade to Lubeke hebben 
vormiddelst eren uthgestreckeden armen unde upgerichteden vingheren staveder eede 
lijffliken to den hilgen gesworen, vorrichtet unde war gemaket, dat se dar an unde over 
gewest zin, dat Hans Tarnouw eyn snytker jn de ploner zee ghereden zij sittende 
uppe eneme witten perde unde eyn ander brun perd jn ziner band vorende, 
Hanse Northove, borgere to Lubeke, tobehorende. Des he denne sodane perde 
geswemmet hebbe unde dar mede wedder uppe dat land gereden zij unde de 
perde zijk jn deme sande hebbe weltheren lathen unde do wedder upp geseten 
unde wedder in de zee gereden zij. Darane den erscreven Jachime Otten unde 
Hanse Jonssone misducht hebbe dat he to depe rede, dar vor se ene gewarnet 
hebben. Dar to Hans Tarnouw geantwordet hebbe, dat he olde noech were unde 



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62 1466. April 20. 

woll wiste wo depe dat he riden mochte edder nicht, wante he dat saut yo vor 
zijk seghe. Unde in deme, so were he so deepp gereden, dat he myt zineme 
perde dar he uppe sath underghegan sij, also dat se ziner nicht en seghen. Dar 
mede zijk do dat brune pert van eme vorlaten hebbe unde wedder upp dat land 
gelopen zij, langhe tovoren eer de erbenante Hans under ghegan unde vordrunken 
sij, also dat dat brune pert ene nicht van zineme witten perde dar he uppe sath 
getogen hebbe. Jussu consulum. 

Eintragung ins Niederstadtbuch 1466 zu Miserieordias domvni. 

61. 

Der Bath von Lübeck schliesst ein Freundschaf tsbündniss mit dem Herzog Johann IV. 
von Sachsen-Lauenburg auf zehn Jahre. 1466. Aprü 21. 

Wy borghermestere unde radmanne der stad Lubeke bekennen unde 
betughen opembar in unde mit desseme breve vor alsweme, dat wij vor uns unde 
unse nakomelinghe umme ghuder eendracht nuth unde vroraen unser borgher 
unde undersaten myt eendrachtigem willen umme bestentnisse unser stad unde 
wolfart des ghemenen besten unde merkliker ghnade unde ghunst, de uns van 
dem irluchtighen hochgeborn fursten unde heren, heren Johanne, hertogen to 
Sassen, Enghern unde Westvalen etc., is bewiset unde bewiset moghen werden, 
dorch gudliker medebeweringhe des irluchtigen hochgeborn fursten uqde heren, 
heren Hinrikes hertoghen to Mekelnborch, fursten to Wenden, greven to Swerin etc. 
unde den ersamen heren radessendeboden der stad Luneborch alse guder myddelers 
uns mit dem obgenanten heren Johan unde zinen landen gudliken vorenighet 
vordraghen unde tohopesatet hebben, vorenighen vordraghen unde tohopesaten 
uns mit en in macht desses breves in nabescrevener wijse also. Wor wy des 
obgenanten heren hertoghen Johannes unde der zinen samptliken offte besunderen 
to redelicheid gelijke ere unde rechte mechtich zin, dat wij noch de unnse, der 
wij mechtich zin unde van rechte mechtich wesen scholen, jeghen ze nicht don 
edder don lathen scholen unde willen. So im gelijken de genante here hertoghe 
Johan wedderumme, dar he unser offte der unsen sampt edder besunderen to 
redelicheid gelijke ere unde rechte mechtich is, vormiddelst sick edder den zinen 
in jenigher mathe unde wijse jeghen uns unse stad borghere unde undersaten 
nicht don offte don lathen schole edder wille. Welke desse unse voreninghe 
eendracht unde tohopesate van hüte, ghiffte disses breves anstan unde desse 



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1466. April 21. 63 

neghest volgenden teyn jar al uth sunder myddel folghende van macht wegen 
desses unses breves schal duren unde waren. Jodoch schall desse unse breff dem 
obgenanten heren hertoghen Johann unde den zynen, uns unde den unsen in 
zinen unde unsen Privilegien unde rechticheiden, vrijheiden unde breven, welker- 
leie de zin, unde ok allen breven dem heren hertogen van uns unde unsen 
vorfaren gegeven nicht to vorfange wesen, sunder de scholen alle in vuller macht 
blyven in krafft desses sulven breves. To merer orkund unde sekerheid hebben 
wij borghermestere unde radmanne vorbenomed vor uns unde unse nakomelinge 
unser stad secrete witliken hengen heten an dessen breff. Gheven tor Boken, 
na der bord Cristi unses heren dusend veerhundert jar in dem sossundesostigesten 
jar, am mandage neghest na dem sondage Misericordia domini. 

Nach dem Original im Staatsarchiv zu Schleswig mit anhängendem Secret der Stadt Lübeck. 

62. 

Der Rath zu Danzig ersucht um Anerkennung des Hinrich Nedderhaff als Bevoll- 
mächtigten für Claus Storm. 1466. Apiil 21. 

Vor allen unde itczliken de dissen breeff sehen addir lesen bekennen 
wie burgermeister unde rathmanne der stadtt Dantzik mit frundtlikem grote 
unde vormogen alles gueden begerende witlik to siende, dat vor uns in sittendem 
rade gekamen is de vorsichtige Ciauwes Storm unse medeborger, heft in sulker 
forme unde wise, alse he sulde unde van rechte mochte vulmechtich gemaket 
den vorsynnigen Hynrick Nedderhaff, copmann der Dudeschen hanse, dissen 
bewiser, alle unde itczlike syne saken unde rekenschapp, alze he mit Hinrick van 
Northen uthstaende heft to entscheyden unde to entflyen in frundtschapp addir 
durch recht, eyde to nemen unde to vorlaten, quitancien van deme entfangenen 
to geven unde alle dingk unde rechtgangk vulmechtich darbie unde darmede 
to doende unde to latende, geliker wise he sulven doen unde laten mochte, so 
he personlik kegenwurdich were unde vor ougen, ok eynen anderen procuratorem 
unde mechtiger in dissen saken so vaken, dat van noden werdt wesen, vortan 
to kesen unde to mechtigende, gelavende darbie, wat de sulvige sienn vulmech. 
tiger hierbie doen werdt unde latenn, dat sulve stede vaste unde unvorserlik 
to holden in allen tokamenden tiden. Worumb wie alle unde itczlike heren unde 
unse besundere gunstige gueden frunde, de mit dissem unsem breve besacht, 
irmanet unde angeropen werden, frundtliken bidden, willet besundere leve heren 



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64 1466. April 21. 

unde frunde dem vorgedachten Hynrick Nedderhave des vorgemelden Ciauwes 
Stormes vulmechtigere in entscheydunge unde entfligunge sulker saken unde 
rekenschapp gunstlik, forderlik unde behulplik wesen, dat em rechtferdige ent- 
scheydunge unde rekenschapp wedderfaren möge, willenn wie gerne vorschulden 
kegen juwer aller herlicheit unde frundtschapp, wor wie können addir mögen. 
Geven to Dantzik am mandage negest nah dem sundage, so men in der hilligen 
kerken singet Misericordia domini under unser stadt secrett to getuchnisse hir 
ruggewerdes uppgedrucket na Cristi gebordt unsers heren im dusendt veerhundert 
unde saesundesaestigesten jare. 

Angekommen den 21. Mai. Original auf Pergament mit rückwärts aufgedrücktem Siegel. 

63. 

Der Bath von Bremen schreibt an den Lübecker in Sachen Johann Schernibecks 
und meldet, dass das Gerücht von dem Wiederaufbau der Siboldesborg in 
Friesland anbegründet sei. 1466. Aprü 23. 

Unnsen fruntlijken denst unde wes wij gudes vormoghen thovoren. Er- 
samen heren bisunderen guden frunde, zo gy uns scriftlijken benalden, dat de 
ersamen olderlude des ghemenen kopmans der Duetschen hensse bynnen Brügge 
juwer leve van weghene der sake Johans Schermbeken unnses borgers, de he 
to den van Antworpe vormend to hebbende, der weghene de van Antworpe 
overbodich sin up leghelijken steden daghe to testende etc. Ersamen heren willet 
wethen, dat ytlijke van unnsen borgeren den de sake gheiijk Johanne Schermbeke 
mede andrepen iotthon umme ere neringhe to donde van der hand sind. Aver 
so drade de wedder to hues komen, wiilen wy der sake halven, wo id myt der 
daghestinghe staen schole uterlijken spreken unde juwer ersamheit des denne 
unnse entlijke antworde vord benalen. Vorthmer, so gy roren, gy irfaren, dat 
de Vresen sin in meninge Sibeldesborch wedder up to buwende etc. Ersamen 
leven frundes, wy hadden in desser neghest vorghanghenen weken unnses rades 
frunde tieghen Sirike tor Vredeborch nicht verne van Sybeldesborch to daghe 
gesand, zo dat do tor tijd dar noch in der warheit nicht ane was, noch wy dar 
ok nicht van vorfaren en hebben. Men so drade wy dat warhaftigen voresschen, 
schal juwer leve sodanne denne van uns ungesumet witlijk ghedaen werden, 
desulven juwe ersamheit wy gode unnseme heren wolmoghende unde salich bevelen. 



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1466. April 23. 



65 



Screven ame midwekene nae deme sondage misericordia domini under unnser 
stad secrete, anno etc. LXVI . 

Coneules Bremensis civitatis. 

Aufschrift: Den ersamen wisen mannen unde heren borghermeisteren unde raed- 
mannen der stad Lubike unde radessendeboden der stadt Hamborg nu to 
Lubike to daghe wesende, unnsen bisunderen leven frunden. 

Angekommen den 28. April. Original auf Pergament mit Best des Siegels. 

64. 

Der Bath von Bremen bittet um weitere Stundung eines dem Nachlasse Johann 
Segeberges geschuldeten Kapitals. (1466. April 23.) 

Vorthmer ersamen leven heren hebben uns Hinric Ebbeling unde vor- 
mundere des testamentes seligen heren Johan Segeberges af eene, Hans van 
Wickeden unde Hermen Hijtfeld af ander halve ere breve ghesand umme 
sodanne hoveteummen unde bedageden rente, dar ane wy uns on vorbrevet 
hebben etc. Ersamen leven heren, wy hadden ghehopet sodanne rede entrichtet 
scholde ghewesen sin, dat doch noch hertho van groter last unde merklijker 
noetsaken wegene uns anliggende is vorbleven, dat uns van harten leth iss. 
Jodoch hopen wy unnses dinghes wel ghod in kortes wol to guden uthdraghe 
to körnende, bidden wy denstlijken mit den genanten juwen borgeren so guet- 
lijken spreken unde vorfogen willen, se unnse noet anseen unde noch een cleyne 
myt uns lijdeta, wy willen uns dar so ane vliten, dat wy on wel god renthe 
unde hovetstoel nae moghelijken tijden, so wy erst konen unde moghen willen 
leeflijken gheven unde samtlijken wol betalen unde sulkent boven dat umme 
juwer heren wisheit unde de erbenomeden juwe borghere, wor wy konen myt 
gantsem willen vordenen unde vor oghen hebben. Datum ut in littera. 

De raed der stad Bremen. 

(Inwendig): Deme ersamen rad to Lubeke besunderen. 

Einlage zu No. 63 auf Papier. 



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66 1466. April 24. 

65. 

Der Rath von Hamburg antwortet dem Lübecker auf ein Schreiben von diesem, 
erwähnt die bevorstehende Zusammenkunft mit dem König von Dänemark 
und übersendet einen Brief der Aelterleute in Flandern. 1466. April 24. 

Unsen fruntliken grut mit vormoge alles gudes tovoren. Ersamen wise 
heren besundern leven frunde, so gij uns by desseme jegenwardigen gescreven 
hebben under anderen berorende von deme peerde eneme von Gottingen tobehorende 
unde in der Groninghschen reyse vorderfflich bestände gebleven etc. unde dat 
juwe ersamheyd deshalven an den rad to Gottinge wolden schriven in sulker 
wyse in demesulven juwen breve uthgedruckt etc. dat juwe leve deme also do, is 
uns wol to willen unde sint des so tovreden etc. Wy twyvelen ok nicht, juwe 
ersamheyd hebbe uppe datum von desseme entfangen unse meninge, andrepende 
de tohopesate mit deme irluchtighsten hochgeboren forsten unnseme gnedighsten 
heren, deme koninge to Denneraargken etc., juw, unsen frunden von Luneborgh 
unde uns, juw by unseme secretario her Johan Mestwerten gesandt etc. Wij 
senden juw ok by desseme jegenwardigen enen breff unser frunde der olderlude 
in Vlanderen residerende, an juw sprekende. Juwe ersamheyd, der wij gerne to 
willen sin. wor wij mögen, wij gode deme almechtigen bevelhen. Screven under 
unnser stad signete ame donredage na Georgij martiris anno etc. LXVI . 

Borgermeistere unde radmanne der stad Hamborgh. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen unde wijsen herenn, borgermeisteren unde 
radmannen der stad Lubeke unnsen besunderen ghuden frunden. 

Angekommen den 23. (I. 24. oder 25.) April. Original auf Pergament mit Best des Siegels. 

66. 

Der Rath zu Lüneburg ersucht den Lübecker, ein oder zwei seiner Mitglieder nach 
Schnakenbeck zu einer Besprechung zu entsenden. 1466. April 25. 

Unnsen fruntliken denst tovoren. Ersamen heren bisunderen guden frunde. 
De ersamen unnse frunde heren Albert van der Molen unde heren Hinrick 
Witigk hebben uns berichtet, wo gy one uppe deme dage tor Arnsboke unlanges 
dar gehalden . hebben vorgegeven van etliken saken wegen mit unnseme gnedi- 
gesten heren, deme koninge van Dennemarken etc. in etliken uppgenohmen tijden 
und dagen to vorhandellen und wy juw deshalven unnse vullemacht muchten 



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1466. April 25. 67 

geven etc. Alse guden frunde wolden wy umme sunderker saken willen der 
wegen gerne int ersten mit itliken uthe juweme rade spreken, juw fruntliken 
biddende, gy der juwen van juwerae rade eynen efte twe jegen de unnsen ame 
donredage negest volgende 1 ) halve wege to middage torae Snakembeke mögen 
vogen to körnende, desbalven unnse meyninge to vorhandeilende und tome besten 
dar upp to synnende. Vordenen wy gerne des juwe antworde. Screven under 
unnser stad secrete ame dage Marci evangeliste anno domini ete. LXVI 10 . 

Borgerraestere unde rathmanne to Luneborg. 

Aufschrift: Den ersamen unde wysen herenn borgermesteren unde rathmannen 
der stad to Lubeke unnsen bisunderen guden frunden. 

Original auf Papier mit Rest des aufgedrückten Siegels. 

67. 

Der Math von Lübeck zeigt dem Bathe von Lüneburg an, dass er am nächsten 
Donnerstage Abgeordnete nach Schnakenbeck senden werde. 1466. 
April 28. 

Unsen vruntliken grud mit vormogen alles guden tovorn. Ersamen vor- 
sichtigen leven heren, gunstigen guden frundes. So gij under anderen an uns 
geschreven hebben van etliken vorhandelingen tor Arnsboken tusschen juwen 
erliken radessendeboden unde den unsen bescheon, van der wegen gij gerne mit 
uns tho worden weren etc., begerende', wij de unse van unseme rade eyn efte 
twe jegen de juwe am donnerdage negest folgende halve wege to myddage tom 
Snakenbeke wolden vogen to körnende, deshalven juwe meninge to vorhandelende 
umme tom besten darupp to synnende etc. Gunstigen leven heren unde vrundes, 
des begere wij juw guetliken weten, datwij juw to willen unde to behegelicheid 
de unse uppe de erbenomede stede unde tyd gherne hebben willen, dartho gij 
jxiw vorlaten mögen. Gode deme heren sijt bevalen. Screven under unser stad 
secrete, am mandage na deme sondage Jubiiate, anno etc. LXVI* . 

Borgermestere unde radmanne der stad Lubeke. 

Aufschrift: Den ersamen wysen mannen, heren borgermesteren unde radmannen 
to Luneborgh, unsen besunderen guden frunden. 

Original im Stadtarchiv tu Lüneburg mit Best des aufgedrückten Siegels. 

l ) 1. Mai. 



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68 1466. April 30. 

68. 

Huldigungseid des Landes Fehmarn. 1466. April 30. 

Witlick zij, dat na der bord Cristi unses heren dusend veerhundert darna 
in dem soss ijnde sostigesten [jare] in sunte Philippi unde Jacobs avende bynnen 
der Borch uppe Vemeren de kemerer gantze sworen unde twe bure uth eneme 
yewelken dorppe des landes Vemeren, borgermestere unde rad to Borch darsulvest 
van wegen des gantzen landes den ersamen heren borgermesterenn radmannen 
unde gemeenheid der stad Lubeke unde erem hovedman tor tijd uppe dem 
Glambeke wesende hebben gelovet unde gesworen ene truwe vaste pandhuldinghe 
to holdende, en truwe hold horsam to wesende unde mit erem besten ummeghan, 
vastliken by en to blivende unde en nynerleie wijs to wikende unde nenen 
anderen heren boven se to kesende unde dat land Vemeren myt dem slote 
truweliken na alle erer macht to der van Lubeke truwen hand helpen holden 
unde beschermen alle de wile, ze in der Lubeschen pandeschen weren werden 
entholden, van en nicht geloset unde uthe eren handen willichliken qwijt gegeven 
unde vorlaten sint. Dat en god so helpe unde zine hilgen. 

Eintragung in das älteste Eidebuch Fol. 45. 

69. 

Der Schiffer Hans Bodenbek bezeugt seinen RJiedereivertrag mit dem Schwedischen 
Bitter Birger Trolle. 1466. Mai 2. 1472. Juli 30. 

Wy borgemester unde radmanne der stat Nykopynge doen witlik myt 
dussem jegen wardigem openem breve, dat vor wns is gewest in syttende stole 
des rades dusse nageschreven breff, ungeseret unde myt ungebrakenen 3 hangenden 
ingesegel, ludende wort van worde, als hir na geschreven steyt etc. 

Wytlik si allen vromen luden, de dussen sen efte hören lesen, dat ik 
Hans Eodenbeke entfangen hebbe van deme strengen ridder her Birger Trollen 
eyne barsse myt takel unde myt towve unde alle tobehoringe. In welk schip 
he my vor eynen vulmechtigen schipperen gesät heft, syn schip vor to radende 
unde to brukende to synem besten unde eme oft den synen recht redelike reken- 
schop dar van to donde, wes van deme guden schepe beholdens komen kan, 
alse vromen schippers schuldich syn to donde. Des heft my de erlike ridder 
gegunt unde gelaten in dat gude schip eyn achtendel to mynem besten vry unde 
quyt, so lange wy wedder to samende komen, got geve myt leve unde, so wat 



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1466. Mai 2. 69 

unkost nu wortan up dat sulve schip komet, myn dar inne to betalende, also 
vele up myn achtendel komet, gelik myneme redere, her Birger, unde so wat 
breff my de erlik ridder gegeven heft myt vromen luden ingesegels, ludende uppe 
dat gude schip, dat gesehen is umme eyne beschermynge der hensse, den sal 
dusse myn besegelde breff machtloss maken war it behof is. Des to der tuch- 
nisse der warheyt, so hebbe ik gebeden den erliken rat der stat Kalmaren, dat 
ere stat sekrete unde Johan van Kamppen syne myt deme myne ingesegel vor 
dessen breff gehangen hebben, de gegeven unde geschreven is to Kalmaren up 
des hilgen krusses avende des vorjares in deme LXVI jare etc. 

To eyner tuchnisse der warheyt, so hebbe wy unsse stat sekret gedrucket 
ruglynges an dussen breff int jar unsses heren M CCCC in deme LXXII jare 
des anderen dages na sunte Olawes dage. 

Original auf Papier mit Spur des aufgedruckten Siegels. 

70. 

Der Bath von Plön giebt dem Rathe von Lübeck einen andern Bericht über das 
Ertrinken des Hans Tarnow und die Aussage des Jochim Otte und des 
Hans Jonsson. 1466. Mai 10. 

Wy borgemestere unde radmanne to Plone enbeden jw ersamen vor- 
sichtighen borgemesteren unde raedmannen der stad Lübeck unsen willigen denst 
to allen tyden unde doen juwer ersaemheit wetene, dat uns underrichtet heft 
de duchtighe Clawes Eantzouwe, unse hovetman Uppe deme slote to Plone, 
wodenewijs Jochim Otte unde Hans Jonson vor jwer wijsheit scholen voreedet 
unde besworen hebben, dat Hans Tarnow, uppe dem Ploner see vordruncken, 
deme god gnade, dat brune perd, dat juwern borgher Hans Noerthave sohole 
hören, van sick vorlaten schole heben, eer he vordruncken sy. Worup wij jwer 
vorsichticheit denstliken weten doen, dat wy van dem vorschrevenen Jochim 
Otten unde Hans Jonsson unde ock van velen anderen, beyde hijr binnen unde 
oek buken blekes; de dar doe in dem weghe wanckeden offte oek uppe deme 
velde umbotrent, dar de vorschrevene Hans Tarnouw vordranck, arbeideden unde 
dat jamerlike schichte enkede noch beseghen, anders nicht konden offte 
oek noch moghen irvaren, wen dat de vorghenante Hans Tarnouw dat brune 
perd so langhe bij sick beheld unde treckede, wen dat he van dem Witten vil 
unde vordranck. Unde datsulve hebben de vorschrevene Jochim Otte unde Hans 



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70 1466. Mai 10. 

Jonssoii bekand unde vor waerheit naghesecht jeghen uns, eren werd unde vele 
andere lovenwerdighe, beyde gevraghet unde unghevraghet, des juwe vorsichtighe 
wijsheit anders nicht schal tor waerde komen. To tuchnisse, dat wy des vor 
alsweme, sunderges vor juwer ersamheit leve, de wij gode bevelen, willen bekand 
wesen, hebben wij unse ingeseghel gedrucket benedden desse schrift. öeschreven 
am sonnavende vor vocem Jocunditatis, anno domini etc. LXVI . 

Angekommen den 13. Mai. Nach dem Original auf Papier mit aufgedrücktem Siegel. 

71. 

Claus Rantzau sendet dem Bathe von Lübeck das streitige Pferd, seine Ansprüche 
darauf nochmals begründend, jedoch dem Bathe die Entscheidung über- 
lassend. 1466. Mai 10. 

Minen fruntliken grud denst unde willen to allen tijden. Ersamen vor- 
sichtigen bijsundergen guden vrunde. So juwe leve my unlanges screven unde 
begereden, juwem borger, Hans Northave, sin brune perd wedder to gevende etc., 
nachdem Hans Tarnow dat brune perd lange tovorne vorlaten hadde, er he in 
dem Plonre zee vordrank, unde dat Jochim Otte unde Hans Jonson dat so vor- 
eedet unde besworen hebben, alse juwer leve breff dat mit meren irholt etc., 
do ik juwer wijsheyt gutliken weten, dat ik, do dat geschichte schach, hir nicht 
tor stede was unde ok noch nicht hir tor stede geweset hadde, do ik den 
ersamen hern Johanni Westvale, burgermester, hern Hinrik Lipperade, ratmanne 
uppe Vemeren to worde wa&, de my do to kennende geven, dat dat brune perd 
lange scholde los gelopen hebben, er de man vordrank. Darupp ik den ersamen 
juwes rades sendeboden vor antwort gaf, alse ik van minen denren gehöret hadde, 
hadde ik wol geraenet, dat dar warde scholde mede wesen hebben, nachdem se 
dat beeedet unde besworen hadden, unde Johannes Arndes vor hern Johanne, 
hern Hinrike unde my waraftigen seden, dat yd also scholde in der warde wesen. 
Men, ersamen guden vrunde, alse ik van Vemeren hir to Plön to hus quam, vor- 
bodede ik den rat unde gaff em sodan to vorstände, unde bat se vort, dat se unlangen 
wolden spreken unde ok de jenne, den daraf witlik were unde daraf geseen unde 
höret hadden, wolden vorboden unde my ene witlicheit darvan wolden seggen 
unde der warheyt dar nicht ane sparen. Also hebben se my wedder to kennende 
geven, dat se anders nicht en weten unde ok anders nicht bevragen konen, men 
dat Hans Tarnouw, dem god gnade, dat brune perd so lange in der hand hett, 



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1466. Mai 10. 71 

so lange he van dem perde quam unde vordrank, dat ik ok van nemande anders 

vorfaren kan. Unde desulven Jochim Otte unde Hans Jonsson, do se wedder- 

urame in de stad quemen unde de andere vordrunken was, de dit schole besworen 

hebben, se beyde gevraget unde ungevraget na seden. Also reken ik dat brune 

perd vor enen morder des mannes, de vordrank, unde is my so mit lantrechte 

togevunden unde togedelet, unde wet wol, dat ik juwem borger Hans Northave 

von des perdes wegen nicht pflichtich bin. Doch baven alle sende ik juwer 

leve dat vorscrevene brune perd; dunket jw, dat juwe borger recht to dem perde 

heffc, so mach yd juwe leve eme weddergeven. Mine rechticheyt de geve ik jw, 

also möge gij dat geven edder gunnen, weme gij willen. Unde were yd ok 

teynvolt so gud alse dat perd, sint gij unde scholen alle wege mit my mechtich 

wesen, alse ik den ersamen juwes rades sendeboden ok sede uppe Yemeren. 

Wolden se efte welk van jw dat perd wedder gegeven hebben, so woide ik yd 

en gerne wedder geven. Men ik en wer Hans Northave nichtes nicht van des 

perdes wegen plichtich wedder to gevende. Ik hadde juwer leve dat perd wol 

er weddersant, men ik wolde io ersten nogaftigen tor warde komen, wer dat 

peerd mit rechte were edder nicht, des ik nu tor warde kamen bin, dat dat perd 

eyn morder des mannes is, unde is min also mit rechte, alse gij des rades 

witlicheyt hirbij vorwaret ok vindende werden. Unde begere deses juwer leve 

bescrevene antwort. Desulften juwe leve god vrijste unde spare wolmogende to 

langen tijden. Screven to Plone, sabbato vor vocem jucunditatis, anno LX sexto, 

under minem signete. 

Clawes Rantzowe, hern Behacken son. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen borgermestern unde ratmannen der stadt 
Lubeke, sinen besundergen guden vrunden. 

Angekommen den 13. Mai. Original auf Papier mit einem geringen Reste des Siegels. 

7». 

Der Math von Beval ersucht um richterliche Entscheidung, ob Halbgeschwister- oder 
VoUgeschwisterkinder nach hübschem Rechte nähere Erben sind. 1466. 
Mai 17. 

Unsen vruntliken grot unde wes wy gudes vermögen tovoren. Ersame 
vorsichtige leve heren, bysunderen guden vrunde. Juwer ersamheyt geleve to 
wettene, dat vor uns myt ordel unde rechte gekomen syn Bychart Lovenschede 



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72 1466. Mai 17. 

myt synen swegeren van syner sustere unde brodere wegene an de ene unde 
de vormundere der Holthuseschen an de andere zyden, dar Rychart vorgenomed 
hevet togesproken Gerwyn Bornemanne umme erffschichtinge van syner saligen 
suster wegene, de Gerwyn Bornemans husfrowe ys gewesen, der god gnade. Und 
also hope he und syne sustere und brodere to gode und to Lubeschem rechte, 
wo wol dat se dar halve sustere unde brodere to syn, so syn se neger dat erffgud 
to manende und to borende, dan dat vulle susterkynt Hans Holthusen sone. 
Van des wegene syne vormundere sprecken unde menen, vulle susterkynt solle 
neger erven wesen, dan halve sustere und halffbrodere syn. Darto de vormun- 
dere der Holthuseschen gevitwordet hebn, dat vullesuster kint sy neger erve to 
borende, dan halve suster off halvebroder. Hirup hebbe wy na rypeme rade 
unde besprake vor recht gedelet und gewiset: Der Bornemanschen vulle suster- 
kint sy neger er erve, wen ere halve suster off halve broder. Dyt unse gewiste 
unde affgesproken ordel hevet Richard vorgeschreven bespraket und geschulden 
vor juwe ersame wysheyt. Warumme, ersame leve heren, wy myt sunderlingem 
vlyte und gantze andacht juwe ersamheyt vruntliken bidden, dusse ordele to 
entscheden und yuwes rypen rades schedinge und delynge uns wedder darup 
under juwer stad secrete na oider loffliker gewonheyt schrifftliken to benalende. 
Dat vorschulden wy umme juwe ersame wysheit alle wege gerne, war wy mögen. 
De god almechtich yn wolmacht to langen verhopenden tijden sparen unde vristen 
mote. Geschreven under unser stad secrete des negesten sunnavendes na ascens- 
cionis domini, anno etc. sexagesimo sexto. 

Borgermeystere und radmanne to Reval. 

Aufschrift: Den ersamen und vorsichtigen mannen, heren borgermeysteren und 
radmannen der stad Lubeke unsen bysunderen guden vrunden myt gantzer 
ersamheyt. 

Angekommen den 15. Juli. Original auf Papier mit Spur des aufgedrückten Siegels. 

73. 

Bürgermeister und Rath von Süderköping bezeugen eine Vollmacht für Albrecht 
Ganssows Nachlass. 1466. Mai 18. 

Wy borgemeyster unde raat der stat to Suderchopingh bekennen mit 
dessem unsen jegenwerdigen open breve, dat vor unseme rechte is gevest, erlich. 
unde wol vornunftich man, Evert Stensson, unses stoles medebroder, borgemeyster 



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1466. Mai 18. 73 

to Suderchopinch mit syner ersamen dotter Elseben, Albrecht Gansowes na 
geleve. 1 ) Got syner sele gnedich sy. Unde hebben desse ersamen nagenomeden 
lyde: Honrich Bekker unde Dytrich Soost, myndich unde vulmechtich gemaket, 
enen rechinscbop vorhandelen mit ersamen unde vromen lyden; Henric Gansowen 
unde Hans Viggert to Lybeke van den goderen, nagelaten na Albrecht Gansowen 
in sylker mate. Wan de rechinschop vorhandelt is mit Wiggert, so sint desse 
ergenomede vrome lyde vulmechtich, Henric Bekker unde Dytrich Sost, des 
ergerordes Albrechtes godere to sich to nemende unde hanterende in aller macht, 
gelike ofte Evert dar sylves an unde ower were. In cuius rei fidem et testi- 
inonium sigillum nostre civitatis presentibus facimus assignari. Datum Suderchopie 
anno domini millesimo quadringentesimo sexagesimo sexto, dominica proxima 
post ascensionem domint. 

Original auf Pergament mit aufgedrücktem, gut erhaltenem Siegel. 

74. 

Gerhard Redborch ersucht die Bürgermeister von Lübeck um ihre Verwendung, dass 
der Rath von Lüneburg eine bereits ausgefertigte Kaiserliehe Aufhebung 
der Acht durch Zahlung einer Summe Geldes einlöse. 1466. Mäi 21. 

Williges denstes beredicheit to allen tyden. Ersamen heren. Als ick 
dem ersamen rade gescreven hebbe van dem werve mester Johannes van Bormit, 
so were wol not, dat de heren van Luneborch loseden de breve, de se entfangen 
scholen to Nurenberge, und offt se dat deden, dat se denne iw und. alle de 
hanteringe mit en hebben, dar mede esscheden vor notarien und tugen und dat 
gy denne dar uppnemen mit rechter copien edder utscrifft openbare instrumenta 
und scriffte, de men mochte togen nochafftigen, offt des noet worde. Ist over, 
dat se der breve nicht losen in korts, so wil dat, ersamen heren, nicht wol wesen 
vor iuwe stadt Her Johan Eorbach hefft nicht sere groten danck vordenet mit 
dem heren Komischen keyser der sake halven, wente eme angebracht is, dat he 
mochte wol hebben van der statt Luneborch tein dusent gülden und ok dat 
mittel warmede, als her Johan my hefft gesecht uthe synes sulves munde. War- 
umroe offt de heren van Luneborch der breve nicht werden losen, dat is dem 
heren Komischen keyser nicht sere eniegen, wente syne keyserlike maiestat dorch 
iw se vormenet darto to bringende, dat se eme meer scholen geven. Offt se nu, 



*) 1: nagelatene wedeve? 

10 



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74 1466. Mai 21. 

ersamen heren, de breve nicht wolder achten und laten se staen, so is noet unde 
behoff den ersamen heren des rades, iuwer statt beste darynne to denckende. 
Ik bevrochte my, dat deshalven nicht wol mogelik were, uppe perticipacien edder 
hanteringe vurdermeer mit den Luneborgeren to hebbende, indulta edder gnade 
van dem heren Romischen keyser to irwervende sunder merckliken schaden moye 
und arbeit. Und darum me were wol not sodanes voertokomende dat gy dorch 
scriffte des heren Eomischen keysers an iw gesant vorarbeiden lethen, dat sodane 
breve geloset worden, nicht angesehn van den heren van Luneborch, dat de breve 
nicht al ynneholdet na dem contract edder vordrage ghescheen to Bremen und 
ok noch innehebt ichteswat, dat he heren van Luneborch beweget mit eyner 
clausulen etc., darvan ick hern Alberte van der Molen gescreven hebbe myne 
meynynge uppe latin umme sake willen, des ick iuw hirynne besloten sende 
eyne copien sodanes breves daruth iw wol underwiset rayn her Hinrich van 
Hacheden, wes ick eme gescreven hebbe; dorch welke myne scriffte ick arbeide, 
dat se de breve nemen in sodaner forme, alse se stan, sunder sument. Yodoch 
offt dar nicht to helpen mochte, dat se de breve willen losen, so is not, hebbe 
gy wene, de sick vormode to weten eyn middel, dorch welke juwe statt und 
gemeyne möge vorkomen deshalven drepliker schaden, dat gy dar nicht sparen, 
sunder uppsenden mit dem ersten, als gy don konen und mögen, und dregen iw 
nicht upp my, wente ick kan sodane middel noch nicht wol by my vinden, et 
en were dar, dat gy dat golt myt wyden secken spylden wolden, und darto mach 
des boden sachte. My wundert, dat de heren van Luneborch nicht scharper 
uppe sodane gescheffte dencken, wen ick noch alsus lange vornomen hebbe, und 
noch hüte in dessen dach vorneme. Her Albert van der Molen vragede my 
wol to Molen in iuwem bywesende, wes ick wiste van den breven. Dat ik do 
wiste, were nicht billik gewesen, dat ik dat gesecht hadde. Wolden de heren 
van Luneborch overtrachten ere egen heyl, dat se doch ansegen des unschuldigen 
kopmans gelegenheit, darupp ik iw wol vurder scriven wil uppe eyn ander tijt. 
Darmede Gode bevolen, de iuwe ersamheide lange spare in wolmogen. Screven 
tor Nuwenstat, am mitweken vor Phinxten, anno LXVI to , under mynem signet. 

Yuwer ersamheide underdanige Gherardus Eedborch. 

Aufschrift: Den ersamen und wolwisen heren burgermesteren der statt Lubeke, 
roynen ghunstigen leven heren, denstliken. 

Original auf Papier mit Spuren des Signets. 



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1466. Mai 22. 75 

75. 

Ritter Otto Nielsen ersucht um Vermittlung des Rathes zu Lübeck in einer Schuld- 
sache. 1466. Mai 22. 

Vruntliken grot mid vormogen alles guden. Leven heren gesundergen 

guden vrundes. Juwen breflf hebbe ik wol vornomen, zo gij screven van mester 

Kersten, dat gij eme underwiset hebben, dat ik myn gelt van eme scholde 

gekregen hebben vor sunte Walburgis dage, 1 ) negest vorleden, dat my noch nicht 

en is geworden. Bidde ik juw vruntliken, dat gij den sulven mester Kersten 

noch underwisen willen, dat ik myn rechte schult unde betalinge mochte krigen, 

unde latet my id umme juw unde mid den juwen vorschulden, wor ik kan unde 

mach. Mochte ik over juwen leven, wor ane wurderen willen bewisen, dede ik 

gerne. Darmede sijt deme aimechtigen gode lange saligh unde sunt bevolen. 

Gescreven to Bornholme des donnerdages vor Pinxten, under mineme signete, 

anno etc. LXVL 

Otto Nigelsen, 

ridder. 

Aufschrift: Den ersamen unde vorsichtigen heren borgermesteren unde deme radhe 
der stad Lubeke, synen besunderen guden vrunden. 

Angekommen den 2. Juni. Original auf Papier mit Spur des Signets. 

76- 

Der Roth von Reval bittet den Rath von Lübeck, die regelmässige Auszahlung einer 
dem Herbord von Linden in Lübeck von seinem Bruder in Reval ver- 
machten Leibrente zu übernehmen, mit dem Bemerken, dass die Rente 
hinlänglich sichergestellt sei und die Wiedererstattung der ausgelegten 
Summe sofort erfolgen werde. 1466. Mai 24. 

Unsen vruntliken grot myt aller behegelicheyt juwer ersamen wysheyt 
stedes voran entfangen. Ersame vorsichtighe leve heren, bysundern guden vrunde. 
So als yuwe ersame wysheyt uns hijr bevoren mer dan to ener tijd geschreven 
hevet van wegen Herbordes van der Lynden umme sodane XXV mark lub. 
lyffrenthe, de de vormundere saugen Everdes van der Lynden, wandages unses 
borgers, dem god gnade, demsulven Herborde thor tijdt synes levendes sollen 
hebben togesecht to gevende na inholde enes versegelden breves myt unsir stad 



') Mai 1. 



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76 1466. Mai 24. 

anhengendem secreto versegelt, und als gy dan do begereden, wy de vorbenomeden 
vormundere darto holden wolden, dat se sulcke XXV mark lub. lyffrenthe deme 
vorgesehreven Herborde bynnen juwer stad wys maken und beieggen solden, dat 
yw ok billik duchte wesen, nademe an eme steyt, sulcke renthe to borende 
bynnen juwer stad offte hijr yn unser stad, war he de levest hedde. Ersame 
leve heren, bogere wy juwer ersamen wisheyt vruntliken to wetten, dat vor uns 
syn gewest de vormundere saugen Everdes van der Lynden myt dem genanten 
Herborde und hebben vor uns bekant, dat se under malkander eyns geworden 
und vruntliken vordregen syn, van wegen der lyffrenthe vorgesehreven, darumme 
se twistich weren und schellinge hadden to beden parthen und dat in sulcker 
wyse dat unsem sittenden rade Frederik Depenbeke und Henningh Rumor uns 
hebben verwissinge gedan mit eren liggenden gründen und upstanden erven, de 
se hijr yn unser stad hebben vor viffhundert mark Rigesch und hebben uns 
gebeden, dat wij up sulcke vorgesehreven vorwissinge by juwer ersamen wysheyt 
bestellen willen XXV mark Lubesch deme ergenanten Herborde alle jar up 
Mychaelis, so lange als he levet. Warumme, ersame leve heren, myt gantzer 
andacht juwe ersame wysheit wy vruntliken bidden, dat gy so vele ungemakes 
und arbedes dorch unser vruntliken bede und vordenstes willen tho jw nemen 
willen und deme vake genomeden Herborde alle yar up Mychaelis als nu up 
Mychaelis erst volgende over eyn jar toseggen willen to gevende, so lange he 
levet, XXV mark Lubesch, de wille wy juwer ersamen wysheyt alle yar up de 
vorbenomede tijd bestellen und to dancke betalen. Und off jw an dussem breve 
nicht genogede, wat breves jw dan van uns gelevet up sodane XXV mark Lub. 
lyffrenthe, den wilt laten schryven und uns mit den ersten benalen, den wille 
[wy] jw dan myt unser stad secreto off ingesegel to juwem köre versegelt wedder- 
umme senden. Gode deme heren wolgesunt to langen verhopeden tijden bevolen. 
Geschreven under unser stad secreto up pynxtavend, anno domini LX sexto. 

Borgermeystere unde radmanne tho Reval. 

Aufschrift: Den — — radmannen der Stadt Lubeke, unsen bysundern guden 
vrunden, myt gantzer ersamheyt. 

Angekommen den 9. Juni. Original auf Papier mit Besten des Secreto. 



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1466. Mai 25. 77 

77. 

Ein Nachlass aus Schonen. 1466. Mai 25. 

W erner Eese vor desseme boke hefft bekand, dat he van Ludere Palborne, 
alse eneme voghede to Valsterbode, to ziner genoge hebbe entfangen sodane gud 
unde parcele hijr na bescreven. unterste ene kiste dar jnne eyn pantzere, ene 
dekene, eyn par lakene, ene zeekappe,. eyn orkussen, eyn hemede, vijff rijsz papijrs, 
dre dillinge parchen, enen budell myt safferane de woch soven pund mit deme 
budele, eyn korallen paternoster, ene ringk myt eneme turkese, dre damaskes 
budele, ene kalijte, noch entfangen eyn rot unde eyn swart Switkouwes laken, 
dre witte Northusesche, veer grawe Walfrader laken, twe rode Altesche, enen 
linen slachdock, eyn stucke hären umme den packen, enen sadell, eyn par sporen, 
eyn par stavelen unde eyn swert, noch entfangen achtundevefftich unde derteynde- 
halven schillingh Densch geldes unde hundertdertich mark teyn schülinghe Lub. 
van wegene zeugen Pauwell Vredelandes to Walfrade jn god vorstorven, welk 
vorscreven geld unde gud de genante Werner bij deme erbenanten Ludere mit 
rechte hadde besätet, gelijk Godiken Oligslegere unde Bertramme vamme Damme 
unde Werner dat van ziner egene unde dersulfften Godikens unde Bertrammes 
wegene hefft vorfolget na uthwisinge der stad Lubeke richtebock, bij also dat, 
weret zake dat jemand qweme, de tosaghe to Luder vorscreven van der vorgenanten 
gudere wegene vormende to hebbende, dar willen unde scholen Werner Rese vor- 
screven unde Hans Rese myt eren erven to antworen, so hoge alse zijk dat vor- 
screven gud lopet unde Ludere myt zinen erven dar van schadeloss holden. So 
dat dorch de ersamen her Corde Moire unde her Hinrike van Hacheden, rad- 
manne unde nu tor tijd richte vogede to Lubeke fruntliken is gedegedinghet 
worden. Jussu consulum. 

Eintragung ins Niederstadtbuch. 1466. Penthecoste. 

78. 

Der Bath von Danzig erklart die geschehene Beschlagnahme des dortigen Nachlasses 
des Lübecker Bürgers Albrecht Bemmer für ungerechtfertigt, da eine 
Einigung darüber unter den Nächstbetheüigten stattgefunden habe, auch 
die Jahresfrist nach dem Tode längst verstrichen sei. 1466. Mai 25. 

Unsen fruntliken grot mit vormogen alles guden stedes tovoren. Ersame 
heren und wolwise besundere gunstige guden frunde. Alse juwe ersame wisheit 



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78 1466. Mai 25. 

uns hefft geschreven van Albrecht Bemmers, juwes borgers wegen, dat hee bie 

Bertram Kerckhoff hefft besettet mit rechte allent, wes hee underhefft van Hans 

Bemmers, etzwan unses zeugen, eth sie bynnen adir buten juwer stadt, und dat 

hee dee rechte und negeste erffnane is to dessulvigen Hans Bemmers nagelatenen 

gudern und em darto zal sejn schuldich gebleven duwsent Kynsche gülden van 

wedderlegginge und darto eczlick gelt van sendeve und utgelechtem gelde 

begerende, dat wie dat also wolden vorfogen, dat dessulvigen Hans Bemmers 

zeligen nagelatene gudere mit uns wesende by enander blyven mochten, so lange 

beth van der wegen rekenschopp were bescheen etc. Ersamen leven heren, 

wowol deselve Albrecht Bemmer bezettinge hefft gedan in Hans Bemmers guder 

bynnen und buten juwer stadt wesende, so is doch alhir in unsem rechte des 

nicht angehaven noch vulfordert, sunder de genande Bertram Kerckhoff is alhir 

gewesen und hefft mit Peter Windtsteyn, unsem medeborger, des gedachtem 

Hans Bemmers zeligen elicken husfruwen elicken broder, und mit des gerorden 

Hans Bemmers testamentarien rekenschopp gedan und zik mit en entscheiden. 

Und ock, leven heren, eth is lange baven jar und dach geleden, dat dese ergerorde 

Hans Bemmer is vorstorven; were ymandt sien rechte erffname wesen, wie twifelen 

nicht, de were wol bynnen jare und dage gekamen und hade zulke guder mit 

rechte gefordert und entphangen, nademe syn dod uns kundich und apenbar is 

gewesen, wie wolden eynem jewlicken to synem rechte beholpen syn gewesen, 

wo yderman mit rechte nah uthwisinge unser stadt rechte hadde mocht irwerfen, 

des wie ok noch nymandes weigern willen. Geven tho Danzk, am pinxstdage im 

etc. LXVIten j are . 

Eadtmanne Danczk. 

Aufschrift: Den — — radtraannen der stadt Lübeck, unsen u. s. w. 

Angekommen den 14. Juli. Original auf Papier mit aufgedrücktem Siegel. 

79. 

Bertram von Rentelen schreibt dem Bathe von Lübeck über die Beholzung des Steher 
und über ein Gerücht, dass im Belte Kriegsschiffe liegen. 1466. Mai 27. 

Mynen willygen denst myd alles guden tovoren. Ersamen leven heren. 
Juwen breff den hebbe ik wol vorstan, alse van des Stobers wegen, dat ik den 
schall sere vorhaten laten. Des wetet, leven heren, sodder dem dage, dat my 
her Bertelt Wytych vorbot, so en is dar nen holt ut gekamen anders dan to des 



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1466. Mai 27. 79 

slotes behoff, unde ik wyl dar so mer to sen, dat ik dar nen toseggend van hebben 
will. Leven heren, hir hebben wol vogede vor my gewesen, de den Stober anders 
vorhaten leten, wan ik gedan hebbe, jodoch, leven heren, ik wolde id so gerne 
roaken, dat ik io nen tosegent van jw hebben wolde. Leven heren, hir is en 
rächte up dyt gekomen, wo dar scholen schepe van orlige in dem Belte wesen, 
men ik en id jw vor nene vaste tydynge scrive, men is dat sake, dat ik wat 
enkeder tydynge kryge, so sal id juwer erliken wysheyt wol to wetende werden. 
Syd gode dem heren bevolen. Gescreven up dem Glambeke, des dynxstedages in den 
pynxsten, anno LXVI. Bertram van Eentelen. 

Aufschrift: Den — — radraannen der stad Lubeke, synen u. s. w. 

Angekommen den 30. Mai. Original auf Papier mit Resten des Siegels. 

80, 

Der Bath zu Lüneburg sagt zu, den Verschleiss Ilagenscher Laken daselbst zu 
verbieten. 1466. Juni 3. 

bnsen fruntliken denst tovoren. Ersamen heren und besundern guden 

frunde. Alse juwe leve uns hebben gescreven begherende, dat wij umme wolfart 

des gemehnen besten dar vor, so wij vlitigest raoghen, willen wesen, dat de 

Heghenschen lakene na deme recesse to Hamborgh besloten binnen unser stad 

nicht werden gesleten etc. Also leven frunde hebben wij dar also uppet nye, 

dar uns des not duchte, bestellet na juweme beghere und willen dar ok mit flyte 

upp sehen laten, dat sodane wand bynnen unser stad nicht furder mehr schall 

werden gesleten. Wurane wij juwen ersamheiden furder moghen to willen syn, 

don wij gerne. Screven under unser stad secrete am dinxtedage na trinitatis 

anno etc. LXVI. 

Borgermestere unde radmanne to Luneborgh. 

Aufschrift: Den ersamen wysen heren borgermestern und radmannen der stad 
Lubeke unsen besundern guden frunden. 

Angekommen den 5. Juni. Original auf Papier mit Rest des Papiersiegels. 



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80 1466. Juni 3. 

81. 

Der Bath von Riga drückt seine Verwunderung über den in Lübeck eingerichteten 
neuen Zoll aas und bittet, ihn von Ließandischen Schiffen und Gütern 
nicht zu erheben. 1466. Juni 3. 

Linsen fruntliken grut mit vormogen alles guden tovorn. Ersaraen vor- 
sichtigen leven heren gunner unde guden vrunde. Uns is vorgekomen unde 
hebben enkende vorvaren, dat gij mit juw enen nyen unwonliken punttollen upp 
alle gudere uppgesath hebben dem gemenen besten to vorffanghe unde to schaden 
unde nemlik dessen Lijfflandeschen steden unde guderen, de darinne, alse wij 
vornemen, sere belastet werden, des wij an juwer vorsichticheit nicht hadden 
vormodende weset, des wij doch, de unse unde ere gudere vrij umbelastet mit 
juw enthaven sin sollen van allen punttollen, so dat van oldinghes beth heerto 
is geholden unde wij doch darumme alhir de juwen unde den gemenen coeppman 
mit eren guderen in allen wegen unde yegennoden dusser lande mit groter koste 
unde teringhe urame des gemenen besten willen in sodanner Vorsorgen vorhogen 
unde beschermen, dat de ensodanns hijr vrij enthaven zin etc. Vortmer, ersamen 
leven heren, bidden wij juwe ersamheide andachtigen mit allem vlite, gij dar 
anders to trachten unde de unse ere gudere unde ock dusser Lijfflandesschen stede 
coeppmanne unde gudere deshalven vrij laten willen unde uns unde de unsen 
by der olden wonliken vriheit willen laten bliven unde uns des juwe unvortogenn 
schrifftliken antwordt mit dem ersten willen wedder benalen, uns darna weten to 
richtende, öode deme heren lange wolmogende gesundt bevolen. Schreven 
under unsem secret, am dinxdage negest vor corporis Cristi, anno eiusdem etc. 
LX VI °. Consules Eijgensis 

Aufschrift: Den — — raedmannen der stadt Lubeke, unsen u. s. vo. 

Angekommen den 20. Juni. Original auf Papier mit Resten des Secrets. 

8a. 

Zeugniss des Baths von Hüdesheim, dass Heinrich Strasseborch daselbst Krämer sei. 
1466. Jan. 4. 

Wij de rad der stad Hildensem. Bekennet unde betuget openbare vor 
alsweme unde bisunderen vor den ersamen vorsichtigen borgermesteren unde rad- 
mannen to Lubeke, unsen heren unde bisunderen guden vrunden, dat desse jegen- 



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1466. Juni 4. 81 

wardige Hinrich Strasseborch, toger dusses breves, unse medeborger is unde hefft 
de kramer inninge myt uns. Dusses to orkunde der warheyt hebben wij unser 
stad secret benedden uppe dussen breff heten drugken na goddes bord verteyn- 
hundert jar darna in deme sesseundesestigesten jare, in des hilgen lichammen 
avende. 

Original auf Papier mit aufgedrücktem Secret. 

83. 

Der Rath van Hamburg schreibt an den Lübecker in Sachen der Hertogenbuscher 
und Rogener Tuche und wegen Bauten in den Vierlanden. 1466. Juni 4. 

Unsen fruntliken grut unde wes wij gudes vormogen tovoren. Ersamen 
heren besunderen leven frunde, juwe breve uns nu gesand hebben wij overlesonde 
enen isliken na sineme inholde wol vornoraen unde alse denne de ene den kopraan 
der Dudeschen Hensse to Brügge residerendo unde de drapeners to des Hertogen- 
bussche andript, hebben wij sullike copien dessulven kopmans breves unde der 
indenturen wol to synne unde went doch in sulliken dingen noch endlikes nicht 
is besloten, so uthe dersulven copien erschinet, naderae de drapeners sodane vor- 
handel unde tractat an eren rad to des Hertogenbussche uppe ere belevent 
wolden bringen unde wanner dat nu gantzliken vullentogen unde vorendiged 
wert, so willen wij mit juw darum me denne gerne scriven in der beteren wijse, 
ift des is to donde. Unde alse denne de ander breff inneheft van der differencien 
der Hagenschen lakene, wo men dat na beslute hir latest tor daghfard vormiddelst 
den steden gescheen scholden hebben etc. hebben wij ok wol vorstan. Des be- 
sunderen, leven heren unde frunde, hebben wij sullikent na sodaneme recesse in 
ene tafelen gescreven unde uppe unse radhuss hengen unde ok to unser bursprake 
afgekundiged laten, enen isliken sik dar na weten to richtende, des gij uns in 
warheid mögen beloven unde willen ok vort uppe dat inhold dessulven juwes 
breves gerne vordacht wesen mit deme besten. Alse gij vort in deme drudden 
juweme breve beroren van deme wolde to Bergerdorpe etc. is unse wille unde 
bevellet uns wol, gij deme hochgeborenen fiirsten heren hertogen to Sassen van 
juwer unde unser wegene in der besten wijse schriven, so dat gij unde wij bij 
deme unsen mochten bliven unde alse gij in demesulven breve vort schriven van 
deme afschede latest to Bergerdorpe van wegene des gruntwerkes darsulves, be- 
gerende wij juw vorschriven willen, wanner wij de unse twisschen nu unde 

n 



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82 1466. Juni 4. 

Johannis to middensommer 1 ) to Bergerdorpe willen hebben etc. so denken wij 
leven heren unde frunde de unse darsulves to Bergerdorpe deshalven to hebbende 
ame dinxedage negest na deme dage sancti Viti erstkomende, 2 ) bidden fruntliken, 
gij bij juweme amptmanne darsulves vorvogen, he den klofdam late slan unde 
tovoren rede maken jegen der juwen unde unsen tokumpst. Vortmer leven heren 
unde frunde bidden wij, gij willen juwen sendeboden denne mede bevelen to 
bezeende de stacke uppe deme Gamraerorde unde bij Eytzlinge de to vorbeterende, 
so des is van noden. Ok leven heren unde frunde, alse wij to anderen tiden 
vorhandelt unde besproken hebben, dat wij Bergerdorpe in sineme buwete wolden 
beteren, so willen wij na sullikem afschede besorgen den steen dar to denende, 
bidden, gij vordacht sin uppe kalk, uppe dat men sullikent in wedersdagen mögt 
forderen. Worane wij juw to leve unde willen sin mochten, deden wij gerne. 
Sijd gode sund unde salich bevalen. Screven under unser stad secrete ame 
avende corporis Cristi anno etc. LXVI. 

Borgermestere unde radmanne to Hamborgh. 

Aufschrift: Den ersamen unde vorsichtigen wijsen mannen, heren borgermesteren 
unde radmannen der stad Lubeke unsen besunderen guden frunden. 

Angekommen den 7. Juni. Original auf Pergament mit Rest des aufgedrückten Siegels. 

84. 

Der Bath zu Hamburg ersucht den Lübecker um seine Vermittdung bei dem Deutschen 
Kaufmanne zu Brügge, um die Aufhebung der in Gent auf Hamburger 
Bier gelegten Accise zu erwirken. 1466. Juni 4. 

Unsen fruntliken grut unde wes wij gudes vormogen tovoren. Ersamen 
heren besunderen guden frunde. Alse gij to meeren tiden gescreven hebben 
deme kopmanne der Dudeschen Hensse to Brügge van sodaner groten axoise, dar 
de van Ghend unse beer mede beswaren unser stad to neneme klenen nadele 
unde vorvange unde ok iegen unse privilegia, dar uns ok nicht lengk mede steit 
to lidende. Worup desulven van Ghent wedder gescreven hebben, dat ere stad 
in groter last van schuld wegene zij, dar se de junge printze uthhelpen wille etc. 
unde alse wij des nicht to donde hebben unde uns ok nicht limplik noch redelik 
dunket, se mit unseme schaden boven unse frigheide ere profijt unde bäte mögen 

! ) Juni 24. «) Juni 17. 



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1466. Juni 4. 83 

soken, so bidden wij mit andacht noch deger fruntliken, gij willen unse to deme 
bovenscreven kopmanne vorschriven, se mit flite unde ernste willen vortsetten 
unde in der limpelikesten wijse na ereme bestdunckende bij den erbenomeden 
van Ghent vorarbeiden, dat se sullike axoise unde beswaringe uppe unse beer 
sunder furder beleth af don. Wo deme so nicht beschege, so denken wij eren 
lakenen unde guderen gelike beswaringe upp to leggende, des wij lever irhaven 
bleven. Willen uns leven heren unde frunde fordernisse hir ane don unde copien 
juwes breves, wo gij en deshalven scrivende werden oversenden, wente wij 
darumme ok sulves denken to schrivende. Dat vorschulden wij umme juw gerne 
wedder, wor wij mögen. Sijd gode sund unde salich to langen tiden bevalen. 
Screven under unser stad secrete ame avende corporis Cristi anno etc. LXVI. 

Borgermester unde radmanne to Hamborgh. 

Aufschrift: Den ersamen unde vorsichtigen wijsen mannen heren borgermesteren 
unde radmannen der stat Lubeke unsen besunderen guden frunden. 

Angekommen den 7. Juni. Original aitf Pergament mit Rest des aufgedrückten Siegele. 

85. 

Der Roth zu Riga wird in der Klagesache Hans Burmanns gegen eine Anzahl 
Rigaer Bürger vor den Freistuhl zu Schildesche in Westfalen geladen. 
1466. Juni 5. 

-birsamen vorsenigen guden vrundes. Wijr begeren juw to wetende, dat 
wijr uppe dagh dato desses breves van Eoemsscher key serlicher gewalt, macht 
unde bevelinge de koningkliken dingbanck, dat keyserliche gerichte, den vogen 
stoell tor Nyenborg in Westvalen in der herschopp van Eavensberge belegen in 
kayserlicker achte sunder myddel in stat des Eoemschen keysers beseten unde 
becledet hadden mit ordellen unde rechte over liiff unde ere to richtenne na insate 
koningk Karies des groteren zeliger unde rechte des hilgen Eoemschen reichs, 
dar vor uns is gekomen de ersame vorsenige Everhardus Durkopp, eyn rechte 
vrieschepen des hilgen Eoemschen reichs procurator unde vulmechtigh kleger 
des beschedenen Hans Burmann unde hevet aldar vor uns in deme keyserlichen 
gerichte siner clage entopent juwe liiff unde ere hoychlich andrepenne wo gij 
borgermeistere unde raedmanne to Eijge Hans Burmanne hoiehlich bedrenget 
unde vorweldiget hebben, so dat Hans Burmanne, Hans Kleynen, Eotger Eychardes, 
Hans Everdes, Hinrick Vorman unde Andreas van Eetheme borgen to settende 

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84 1466. Juni 5. 

geboden hadde to rechte, sodanes eme nicht helpen noch gedyen mochte, sonder 
gij den genante Hanse to delden, hee solde borgen setten dat recht to Eijge 
to endende unde anders nergen to sokende, so dat de obgemelten juwe borgere 
dat raithuss to sloten unde ene dar behelden bynnen beslotener dore, over eme 
richteden, dar hee seggen unde na juwen willen doen moste unde dar na de 
sulffte Hans Burmann eyne degeding mit den erbenomeden juwen borgeren 
Hans Kleynen, Eotgher Eychardes unde Hans Everdes uppe des bisschopes hove 
to Eige hadde, dar de genanten juwe borgere in jegenwardicheit erbarer fromer 
lüde bekanden unde sechten, dat zee over der rekenschopp twisschen Andreas 
van Eethen unde Hans Burmanne nicht gewest weren unde ok nicht enwusten, 
wo se sick vorgan unde vordregen unde dat se ouch nicht bethuget noch besworen 
en hedden, sunder en mit alle dat nicht witlick enwere. Vorder des sonavendes 
na Assumtionis Marie latest vorgangen 1 ) to achten an de klacken na der sunnen 
de erschreven Andreas drengende unde beswerende Hans Buremann vor de 
vagede mit walt hee ene vorlaten moste unde helt ene do in deme Dome wol 
veer wekene, des hee denne to onvorwinlichen schaden is gekoraen. Vorder 
vortalde der genante procurator vor uns unde siick vorder hochlik beclagende, 
wo dat Hans Burmanne ne to yenigen tiden alleyne noch vor luden rekenschopp 
mit Andreas van Eetheme geholden unde ene ouch newarle to rekenschopp 
brengen konde, sunder he eme vaste gued, so hee mit sine in egenen breven 
bewisen gesandt, dat hee entfangen hadde, so des ergemelten procuratoris clage 
hiir van hochlick vortalt is unde geludet hefft, der he sick mit openbareri 
instrumenten edder wo sick anders na ordenynge des keyserlichen vrien gerichtes 
rechticheit geboeren mach to vullenforen hefft vormethen, geborliche veem voro- 
ginge saiche mit ordellen unde rechte erkant unde gewiset. Unde alse danne 
guden vrunde na lüde des klegers klage gy juw hiir anne hochlick entgaen unde 
ene togen god ere unde recht vorweldiget hebben, des he to onvorwinlichen 
schaden gekomen zij , want gij billiken beide parthe anbedwungen to richte 
gestadet unde dan na clage, wedderrede unde bewise juw umpartielich gehat 
mochten hebben, war upp de genante procurator uns van wegen sines hovet- 
mannes umme recht na des keyserlichen vrien gerichtes rechte over juwe liff 
unde ere to donde deraodelich hefft angeropen, affeisschen, manen unde laden, 
hiirumme juw borgermestere unde raedt juw samptlich unde besunderen mit 
namen unde tonamen van Eoemscher keiserlicher gewalt, macht unde bevelinge 

l ) August 17. 



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1466. Juni 5. 85 

in nnde mit dusseme unseme breve, ernstlich unde vestlich gebetende tom ersten, 
tom anderen, tom drydden unde lesten maill vyfftein vor den ersten, vifftein vor 
den anderen unde xv vor den derden unde lesten termin peremptorie na deme 
dage dusser unser ladunghe juw vorkundiget wart, negest na enander volgende 
to rechter richtetijdt dages vor uns effte enen anderen vrigreven, de alsedane 
dat sulve keiserliche gerichte in kaiserlicher achte unde in richtes stede mit 
ordell unde rechte over liiff unde ere to richtende becledet hadde vor der 
koningerliken dingbanck to Schildesche vorgeschreven in Westvalen in der her- 
schaff to Ravenszberge belegen, personlich edder dorch juwen vulmechtigen ane- 
walt erschynen to des vorschreven procuratoris clage rechte bewisslike antworde 
geven unde segghen, unde juwe liiff unde ere, alssdanne to juwen lesten unde 
hogesten rechte vordedingen unde, effte der sulve dagh gen gerichtes dagh enwere, 
dan des negesten gerichte dages dar nach siende worde. Vorsume gij dit unde 
nicht enkomen wart, dan de erschreven procurator efft eyn anderer, de dan der 
zake int rechten to donde hadde uns effte enen anderen vrigreven, so vorge- 
schreven steit, vorder clagede unde umme recht anropende, alsedan moth men 
den rechte sinen ganck laten, so sich dat na ordenynge unde alder heerkumpst 
des keiserlichen vrien gerichtes geborlich is juw echtlos, rechtlos, truwelos, erlös, 
vrylos unde vredelos dingen unde dar na vorwijnnen, vorforen, vorwisen, vorfemen 
van den levende ton dot vorordellen, de keiserlichen achte unde sentencien over 
juw gaen laten, dat juw dan to malen swaer vallen wil. Hir wilt juw tom 
besten ersamen heren unde frundes also inne hebben unde bewisen, dat sodannes 
vorhoit blive dan zee wir kennet god almechtigh, de uns allen in siner gnade 
behoide, vorwaere gerne. Geven unde vorhandelt vor deme keiserlichen gerichte 
unde vrien stoele vorgeschreven under unseme secretum in den jaren unses 
heren M° CCCC C LXVP des donnerdages na deme feste Felicis in pinxsten. 

Hinrik ton Bussche, 

van Eoemscher keiserlicher walt unde macht vrigreve mynes gnedigen 

leven heren, heren Gerde, hertoge to Gulke unde tome Berghe etc. 

greve to Ravensberge, der Vrienstale in der sulven herschopp. 

Aufschrift: Den ersatnen vorsichtigen unde wisen heren borgermeisteren unde 
radmannen to Bijge. unde de mede benompten zint in desseme breve sampt- 
lich unde besunderen fruntliken geschreven. 

Original auf Papier ohne Siegel. 



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86 1466. Juni 8. 

86. 

Dorothea, Konigin von Dänemark, fordert die Lübeckischen Kaufleute zur Fahrt 
nach Schonen und Laland auf. 1466. Jan. 8. 1 ) 

Wy Dorothea, van godes gnaden to Denmarken Sweden Norweghen, 
der Wende unde Gotten koninghinne, hertoghinne to Sleswijk, grevynne to 
Holsten Stormarn Oldenborch unde Delmenhorst. Embeden iuw ersamen unsen 
leven besundern borgermesteren unde radmannen der stad Lubeke unsen gunstighen 
grut tovorn. Guden frunde, wy hebben gevelighet unde geleydet unde myd 
dessem unsem breve velighen unde leyden alle juwe borger, koplude unde inwoner 
to desser anstanden Schonreyse to Lalandes Elbaghen myd eren guderen haven 
unde kopenschup to körnende vischende unde eren wontliken tolne unde rech- 
ticheit to vorkerende. Begeren hirumme andachtighen, gij de juwen vorgenant 
uppe eren olden tolne willen komen unde vorkeren laten, se scholen myd dem 
besten gefurdert unde darbaven nergen mede beswaret werden. Offt ok darsulves 
nen heringk toginghe offt vanghen wurde, scholen alle de jennen, de uppe dessen 
unsen breff dar werden körnende, denne wedder velich unde ungehindert van 
dar vord uppe de Schonreyse, wor en des hoghet unde deshalven nicht van en 
geeschet edder nomen werden, sunder alle arch varen unde segelen. Des to 
tughe hebbe wy unse secret an dessen unsen breff heten drucken, de gheven 
is uppe Wordingborch am sondaghe in den achtedaghen des hilgen lichammes, 
anno domini millesimo quadringentesimo sexagesimo sexto. 

Original auf Papier mit aufgedrucktem theilweise erhaltenen Secret. 

87. 

Cord Brekewdd meldet dem Bathe von Lübeck, dass es unmöglich sei, in der 
gewünschten kurzen Zeil das Orundwerk der Schleuse zu Bergedorf machen 
zu lassen. 1466. Juni 8. 

Minen vruntliken grut myt vormoge alles guden tovoren. Ersamen leven 
heren. Juwen breff hebbe ik gutliken untfanghen unde wol vornomen. ISTa 
inneholden iuwes breves iuwe ersamheit in willen is unde de ersamen van Ham- 
borch samentlyken de juwen to hebbende to Bergerdorppe up den dynxstedach. 

l ) Ein ahnliches an Rostock gerichtetes Schreiben von demselben Tage s. v. d. Ropp: Hanse- 
reeesse Bd. 5 No. 787. 



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1466. Juni 8. 87 

neghesten na dem dage sunte Vyte erstkomende, 1 ) unde so gy begerende synt, 
ik ane sument bestellen late, dat de kloffdam vor deme gruntwerke gheslaghen 
unde ghemaket werde vor iuwer ersamen sendeboden tokumst unde der ersamen 
van Hamborch, umme dat gruntwerk uterliken to beseende. Leven heren, darup 
do ik iuw gutliken weten, dat my up sodanighe vorgeschreven körte tyd nicht 
steit to donde, laten to makende sodanighen kloffdam nach iuwen beghere unde 
bidde vruntliken unde begere, gi dat to nynen Unwillen upnemen, men dat water 
wil ik vorlopen laten ut dem dyke, so ik uterlykes kan under desser myddelen 
tid vorgescreven, so ik ok, leven heren, den ersamen heren, den borghermeisteren 
to Hamborch, des ghelyken ok to untboden hebbe by mynem husvogede. Gode 
dem heren almechtich sy iuwe ersamheit bevolen sunt salich to langher tid. 
Gheschreven up den sondach in den achtedaghen des hilghen lichgammes, anno 
etc. LXVI. 

Cord Brekewolt. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtighen wysen heren borghermeisteren unde rat- 
mannen der stat Lubeke, myt ersamheit gescreven. 

Original im Amtsarchiv tu Bergedorf mit einem Reste des Siegels. 

88. 

Cord Brektwdd meldet dem Rathe von Lübeck, dass er den Kluftdamm mit dusserster 
Beschleunigung werde legen lassen. 1466. Juni 10. 

Mynen vruntlyken grut myt vormoghen alles guden tovor. Ersamen 
leven heren. Juwen breff hebbe ik gutliken untfangen unde wol vornomen. Na 
inneholde van wegen des kloffdammes, leven heren, alse juwe ernstlike wille is, 
sunder vorleggent, den ik schal laten slan unde maken twisschen nu unde deme 
donredage negest na sunte Johannys Baptysten daghe syner gebort 2 ) erst körnende; 
darup do ik juwer ersamheyt gutliken weten, nach iuwem begere unde willen 
wil ik my gerne darna vlyten na al mynem vormoge, al wo wol, leven heren, 
dat it iuwen armen undersaten unde my swarlik is to donde na vorlope der tit, 
dat kent god de here, de iuwe ersamheit spare sunt salich to langer tid. Ge- 
screven up den dinxstedach in den achte dagen des hilghen lichgammes. 

*) Juni 17. «) Juni 26. 



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88 1466. Juni 10. 

Vurdermer, leven heren, sande ik iuwen breff an dem vorgheschreven dinxste- 
dage by mynen boden deme ersaraen rade to Hamboroh, anno etc. LXVL 

Cord Brekewolt. 

Aufschrift: Den ersamen vorsychtighen heren borghermeisteren unde ratmannen 
der stat Lubeke myt ersamheit gescreven. 

Original im Archiv des Amtsgerichte zu Bergedorf mit abgedrücktem Siegel. 

89. 

Verzeichnis der Personen, denen ier Math das Hecht verleiht stoepbeer zu brauen. 
1466. Juni W) 

Dessen nabescrevenen personen hefft de isame raed van Lubeke vor- 
orlovet unde vorlenet, dat se stoepbeer brouwen moghen in maten unde wise, 
so en det togelaten is, bij nijnen helen noch halvon tunnen to vorkopende, ock 
nyn pennynck beer to brouwende, so se dat voredet hebbet: 

Merten Glup, wonafftich boven der Olden veer in dem huse tor klocken. 

Cord Hasse in dem Poggenpole tom herte wonafftich. 

Johannes Snakenborch in der Groten Gropengrove wonafftich. 

Albert Brant in der Groten Olden veer tom hogen sode wonafftich. 

Claus Daskouw by deme Loberghe wonafftich. 

Hinrick Wilerdes in der Rosenstrate wonafftich. 

Hans Dreghenicht in der Hartigen groven. * 

Hinrick Bylevelt in der Hartigen groven wonafftich. 

Hans Eggerdes in der Kreyenstraten wonafftich. 

Ludike Misendorp in der Holstenstrate. 

Hempe van der Heide in der Hartogen grove wonafftich. 

Grote Bertold, eyn becker, in der Petersgroven wonafftich. 

Cord Kretze. 

Artmer Warmer, de mach des jars veertich brouwe brouwen, eenmal wit, 
dat ander mael roet beer, so eme dat gelevet. 

Drewes Rutynck in der Vischergroven tom roden huse wonafftich. 
Desset is bescheen amme sunavende vor Viti martiris anno etc. LXVL 

Nach einer Aufzeichnung auf Papier von der Hand des Bathsschreibers Joh. Bracht. 



l ) Im AnBchluss an die im Jahre 1462 vom Rathe erlassene Zunftolle für die Brauer. Vergl. 
Wehrmann, Lüb. Zunftrollen S. 184. 



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1466. Juni 14. 89 

90. 

Der Rath von Köln erwidert dem Mathe von Lübeck auf dessen Wunsch, dass er 
den Rottger Rink zur Zurücknahme einer Klaffe bei dem Kaiserlichen 
Gericht bewegen möge. 1466. Juni 14. 

Unse vruntliche groesse ind wat wir guts vermögen. Eirsame wyse 
besondere gude frunde. As ure eirsamheit uns nu geschreven hait antreffende 
eyne keyserliche citacie, Rutger Eynck unse burger urre eirsamheit up den 
heiligen pynxstavent 1 ) nyest leden have doin verkundigen, begerende wir uns in 
den sachen uch zom besten gutlichen bewysen ind arbeyden willen etc. wie 
darvan urre eirsamheit schrifft int lanck myt mer worden vorder inhalden mach, hain 
wir, besonder gude frunde, wol verstanden. Ind so wir urre eirsamheit in allen 
billichen sachen na unsem vermoigen gerne zo willen werden seulden, hain wir 
den vurseiden Rutger unsen burger vur uns doin koymen, yn solchen brieff myt 
voechlicher onderwysongen vur doin leizen ind hoeren lassen. Der uns na vast vill 
reden dairinne gehadt syne antworde in schrifften na luyde der copien herinne 
gelacht oevergegeven. Ind hedden wir zo deser zijt myt bescheide in desen sachen 
yedt vorder moigen doin, dartzo weren wir gutwillich ind bereit geweist. Weis 
got, der ure eirsamheit zo langen zijden gesparen wille. Geschreven up saters- 
dach, XlIII den dach in Junio, anno domini etc. LX sexto. 2 ) 

Burgermeister ind rait der stede Coelne. 
Aufschrift: Den — — raitmannen der stat Lubeke, unsen u. s. w. 
Original auf Papier mit Besten des Siegels. 

91. 

Servacius Kock von Seehusen ersucht den Lübecker Rath um fernere Vertretung 
seiner Interessen in Livland. 1466. Juni 17. 

Mynen underdanigen denst na vormoge boreyt to allen tiden. Ersamen 
vorsichtigen unde wysen leven heren, borgermeistere unde radmanne to Lubeke. 
Alse ik denne juwen ersamheyden ame negenteynden dages des manthes Februarij 

') Mai 24. 

■) In einem ferneren Schreiben vom 22. August desselben Jahres berichtet der Rath von Köln, 
das« er den Röttger Rink bewogen habe, entweder selbst nach Lübeck zu reisen oder einen Bevollmäch- 
tigten zu senden, um sich wo möglich im Wege der Unterhandlung hinsichtlich seiner Forderungen mit 
dem Rathe zu verständigen. 

12 



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90 1466. Juni 17. 

liegest vorganghen hebbe gescreven van itliken inwoneren in Lifflande, de den 
ore scriffte, de ik in weren hebbe, scolden behuden vor quad geruchte achter 
lande unde vort de to breidende, naehteme de articule orer scriffte vor deme 
bisscoppe van Dorppte, welke an my weren gebroken unde nicht geholden etc. 
mank anderen velen scrifften na inholde dessulven mynes breves, do an juwir 
wisheit gescreven, nachteramale desse vorlovere villichte juwe grote frunde weren, 
ore beste to vorramende, uns to delende van kyve etc. Ersamen wisen leven 
heren, ik dancke iw denstliken, dat gy sodanen breff gudliken hebben upgenomen 
unde entfangen unde eyn antworde darupp wedder gescreven ame donredage vor 
Reminiscere, 1 ) dat ik na inholde wol vornomen hebbe, alse sodanen mynen breff 
to copierende unde de vort, in juwen breff vorsloten willen senden int erste apen 
waters in Lifflande an den jennen, dar des juwer wisheit schal dünken sin van 
noden, des juw eyn antwerde darupp to schickende, begerende, wes jw denne van 
en wedder to antwerde worde, willen gy my benalen mit deme allerersten etc. 
Bidde ik juwen ersamheiden, so ik denne upp juwen bogere langhe gcbeidet 
hebbe unde upp kost, thcringe unde moye sint apen waters beth her noch vaste 
vorbeide, juw der zaken bilegginge to guder wys nicht to enthorende, den vor- 
loveren desses so witlik to donde unde de dinge so vullen to theende, so vor- 
screven is, offt id noch nicht were vullentogen offte gescheen, alse id verne in 
de tid is, wente ik en sulk vorloffte anders nummer denke to vorlatende, und 
ik my umme des willen, ok umme desser vorscrivinge nergende kan edder mach, 
in eyn bostendich wesent geven, sunder ik weet des enen entlikon uthgank unde 
offte desse vorlovere juwer wisheit breve neyn antwerde en schreven upp de tid, 
so gi des van en scrifftliken bogerende weren, des wille my juwe wisheit denne van 
stunt scriven enen recessum unde affscrifft, alse dat ik desse sake an juwir 
wisheit in fruntliker wyse hebbe vorscreven unde gesocht Darna ik my denne 
weet to schickende, up dat ik sodaner fruntliker vorsokinge neyn lyder werde 
an vorsumynge, sunder ik des 2 ) billiker genete unde dar ane sy gefrouwet; unde 
wes ik leven heren van scrifften scole entfangen, dat willet my by dessen jegen- 
wordigen laten antwerden. Juwe vakesechte ersame wisheit ik gode deme heren 

l ) Februar 27. 
*) i. d. am Rande. 



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1466. Juni 17. 91 

larghe an gesunder wolmacht to herschende bovele. Gescreven to Luneborch des 
diaxstages na Viti martiris, anno etc. LXVP sub signeto. 

Servacius Kock van Sehusen. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen unde wysen heren, borgermeistern unde 
radmannen der stad Lubeke synem bisundirgen leven heren mit ganszir 
ersamheit. 

Angekommen den 23. Juni. Original auf Papier mit Spur des Siegels. 

9». 

3er Rath von Wismar schreibt dem Rathe von Lübeck über die Seitens der Vor- 
steher der St. Jürgen-Kirche an Lübecker Bürger zu zahlenden Renten. 
1466. Juni 19. 

Unsen fruntliken gruth mid vermoghe alles guden tovorn. Ersamen 

tertn, besundern guden frunde. Jwen breff van weghen etliker jwer borgher, 

de vermenen, renthe to hebbende bij den vorstendern sunte Jurigens kerken 

binien unser stad, an uns ghesand, hebbe wij to guder mathe averlesende wol 

vouamen unde begheren jwen ersamheiden darupp gutliken weten, dat wij uppe 

jw ersamheiden breve witliken sunder antwerd deghenen, de zee uthvordern, 

niht pleghen to latende. Bescheen uns darumme unreddelike van der weghen 

ahterbakes dachte, wolde wij wol, wij der van den ghenen, de zee uns tosteilen 

*rhaven mochten zin etc. So gij och denne under lengheren in jwem breve 

egheren, wij de vorstendere vorbenomed zo hebben unde darto vorraoghen, ze 

wen vorscrevenen borgheren, ere nastendighen renthe na inholde erer breve 

gutliken gheven unde zee van derweghen unklagafftich maken etc., worupp don 

wij jwen erliken wisheiden irkennen, dat de bescheidene Marquard Haveman, 

nnse borgher, dorch sundergher ghunst unde bede willen van des vorscrevenen 

gadeshuses weghen umme trend winachten negest vorghanghen binnen juwer 

stad in zine herberghe alle renthenere, dede rente uppe deme werckhuse sunte 

Jurigens vorscreven vermenden to hebbende, vorbadet hadde, zijck fruntliken 

nppe dat mael myd en schedede unde dat drudden deel alze renthe en dar 

beredde, darane zee alle to vrede stunden unde darmede seden, umme gades unde 

der kerken na ghelegenheit willen wolden gherne ghesloten hebben, meenden 

iodoch, mid dem drudden dele erer rente vorscreven lengher nicht to vrede to 

wesende, sunder dachten, in tokamenden tijden vortan ere vullen rente to hebbende. 

12* 



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92 1466. Juni 19. 

Willen ok umme unser bede willen etlike vrame lüde, de darto gescicket said, 
mid alle erem vlite, der vorscrevenen sunte Jurigens kerken renthe inmanen utde 
zijck umme trend Martini negest kamende bij de vorscreven renthenere naltn, 
willen unde fruntschopp na alle erem vormoghe maken. Mochten wij juwm 
ersamheiden vurder worane to willen wesen, dede wij gade dem heren bevalea, 
gherne. Screven des donredaghes na Yiti martiris, anno LXVP. 

Borghermester unde radmanne tor Wismer. 

Aufschrift: Den — — radmannen to Lubeke, unsen u. s. w. 

Angekommen den 23. Juni. Original auf Papier mit Besten des Siegels. 

93. 

Der Rath von Riga spricht sein Bedauern über die von Hermann Reinemam 
geschehene gewaltthätige Wegnahme eines dem Ritter Ake Axelsson gehörige 
Schiffes aus und wird ihn anhalten, sich mit dem Eigenthümer im tyeie 
der Verhandlung abzufinden. 1466. Juni 21. 

Unsen fruntliken grut unde wes wy gudes vormogen stedes tovorn. Vor- 
sichtigen leven hernn gunner unde vrunde. Juwer ersamheit breff mit en 
ingelechten copien des irluchtigesten hochgeborn fursten unde heren, hm 
Cristiernn, der rijke Dennemarken Sweden Norwegen etc. koninges, unde es 
strengen her Ake Axelsson, ritters, van wegen heren Hermen Reynemans hebb* 
wy gutliken entfangen, lesende wol vornomen. Unde alse gy denne leven here 
in demesulvigen breve rorende bidden, wij den genanten schipper Hermen Reyne 
man in den zaken sollen underrichten etc., begeren wij juwer ersamheit gutliken 
to vornemen, dat de genante schipper Hermen nu hir mit uns tor stede nicht 
en is, so juw dat villichte wol witlik zin mach, unde hefft ock sint der tijdt, dat 
hee van hijr segellede im negesten vorgangenen herveste, alse de geschichte zin 
gescheen, darvor gij uns schreven, hir ny geweset is unde uns ock ny breff des- 
halven hevet benalet. Unde dat he sijck also bewiset unde en sodann gedan 
hefft, dat is uns sere gantz van herten leet. Kennet godt de here, wante en 
sodann mit unsem willen medeweten vulbort edder beveele nicht is gescheen, hee 
ock in unsen noch in unser Stadt zaken bodeschoppen effte werven nicht uth- 
gesandt is, sunder in syneme egenen orbor unde profite, gelijok anderen schipperei), 
de tor zeewort umme fracht unde neringe segeilen. Unde wij ock mit dem 
erbaren strengen her Aken unde den sinen nicht anders dan leve unde gude 



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1466. Juni 21. 93 

fruntschopp en weten, so wij dat unlanges sinem broder her Erike Axelson, de 
uns dar ock van schreff, schriftliken hebben benalet Wyl godt de sulvige 
schipper hijr wedder tor stede körnende wert, so willen wij en gerne under- 
richten unde darto hebben, hefft he dem erbenomeden hern Aken unde den sinen 
worane to kort effte ungelijck gedan, dat gelijek unde redelick wandel na erkant- 
nisse guder manne darvor gescheen solle, edder rechte deshalven nicht willen 
vorwesen, darumme wij hijr an sine gudere uppe desse tijdt hijr mit uns wesende 
vorwaringe gedan hebben etc. Worumme ersamen leven heren guden vrunde 
bidden wij juwe ersamheide andachtigen, gij dorch dat gemene beste gutliken 
an den gedachten her Aken vorschriven willen, sine herlicheit de zaken wille 
fruntliken in guder gedult laten bestan, also dat de unschuldige koppman des- 
halven umbeschediget blive beth des schippern wedderkumpst, so vorberort is. 
Unde weret, leven heren, dat de sulvige schipper mit sinem schepe to juw vor 
de Travenne edder sust anders dar körnende worde, bidden wij juwe leve, gij 
dennen den schipperen gutliken undertorichtende unde so to hebbende, dat de 
erschrevene her Ake mit den sinen der zake halven vorder unclagafftigh möge 
bliven. Alse wij dat ock in geliker wise den ersamen heren to Dantczke nu 
hebben benalet, efft he dar vor de Wysell wedder körnende worde. Juw, leven 
heren. gutliken hijrinne dorch dat gemene beste to bewisende unde dit mit dem 
ersten an hern Aken wedder to vorschrivende unde dussen unsen bybunden breff 
em ok to benalende unde uns juwe schrifftlik antwordt van em wedder to bena- 
lende, vorschulde wij umme juwe ersamheide gerne, de god mote bewaren to 
langen tiden gesundt nach unsem vormoge. Schreven under unsem secret am 
sonavende negest vor Johannis Baptiste, anno domini etc. LXVI* . 1 ) 

Consules Eijgenses. 

Aufschrift: Den — — raedtmannen der stadt Lubeke, unsen u. s. w. 

Angekommen den 18. Juli. Original auf Papier mit in gelbem Wacto aufgedrücktem, zum grösseren Theüe 

erhaltenen Siegel. 



l ) Da auch Ake Axelseon bereit war, sich einer schiedsrichterlichen Entscheidung zu fügen, 
hat der Rath von Lübeck mehrfach Termine zur Verhandlung angesetzt, erklärt aber in einem Dokument 
vom 5. August (sonavend vor sunte Laurencii dage) 1469, dass von Seiten des Ake Axelsson niemals 
Jemand erschienen sei, ein Erfolg daher nicht habe erreicht werden können. Die Erklärung ist am 
28. Juli (sunnav. vor Petr. ad Vinc.) 1470 wiederholt. 



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94 . 1466. Juni 21. 



94. 



Die Hansischen Aelterleute in Bergen berichten dem Bathe von Lüljeck über eine 
tumultuarische Versammlung des dortigen Kaufmanns, durch welche sie 
gehindert worden, dem Hermann Schotteier eine Mittheilung aus ihrem 
Memorialbuch zu machen, wie der Bath von Lübeck es gefordert habe, 
und bitten um Anweisung, wie sie sich weiter verhalten sollen. 1466. 
Juni 21}) 

Unsen fruntliken denst myt vorraogben alles guden alletijt tovorn. Ersamen 
heren, sunderges leven frunde. Wij begheren myt gantzem flite unde gruntliker 
andacbt clegeliken weten, dat nu unlanges in vorgadderinge unses gemenen kopmans 
unde unser aller jeghenwardicheyt irschenen is Hermen Schotteleer van Campen, 
toghende eynen openen breff myt juwer stat secrete anhangende vorsegelt, 
darinne int ende juwe begheer was unde bede, off dar jenighe scriffte in unsera 
boke weren gescreven, de zake twisschen Gerde Ghirink unde Hermenn anrorende, 
der desulve Hermen zick van uns to gevende begherende were, wij em de in 
scrifften under unseme kopmans ingesegel vorsegelt mededelen unde geven wolden 
etc., unde begherende, zo vorscreven steyt. Dar entieghen Gert Ghirink irrees 
vragende in dessen worden: Hermen, hefft de gantze rat van Lubeke beorlovet, 
den lesten artikel in den breff to scrivende? unde vurdemer: her olderman, ik 
beghere copie des breves. De olderman antwordede: Geert, hebben juwer wort 
schone, de copie schal juw ungeweigert wesen, de rat to Lubeke is zyns breves 
wol bekand. Des vraghede do vurder de olderman de menheyt, wer ze ok uppe 
begerte juwer heren dem vorbenomeden Hermenne de scriffte uth des kopmans 
memoriali unde prothocollboke, so de sake vor en vorhandelt weren, welke en 
darsulves worden gelesen, geven wolden. Des hadde de mergenomede Gert mit 
etliken synen vrunden van Deventer vorsamelinge, bunt unde conspiracie gemaket, 
de vurdermer vele van anderen Osterlingen to zick getoghet hadden, de welke 
vorhogheder stempne repen uth enem munde: nen, nen, nen, dar is alrede mer 
den to vele gescreven. De olderman sprak: gij anaern guden manne, de gij 
van dessem bunde, also my dunket, nicht en zijn, is dat juwe wille, dat men 
dem rade to Lubek ere bede, zo gij gehört hebben nicht twiden schal? De andern 
van der vorscreven conspiracie repen noch luder na den vor: ja ja ja, also dat 
men den enen vor dem anderen nicht konde hören, unde wen jement was, de 



») Vgl. Bd. X. No. 493. 



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1466. Juni 21. 95 

zijne meninge unde andacht beschedeliken gerne geopent hadde, de moste nicht 
spreken vor erem schreye. Des stunt unse olderraan up undc wy myt em alle 
unde vorboden uns to rechte; hedde wij jemende to kort gedan myt worden 
scrifften offte werken, de uns darumme vor juw heren wolde anseggen myt rechte, 
wij wolde bothen unde lyden na juwer irkentnisse unde wolden en dat vorborgen, 
begherende uns wedderumme to vorborgende, by der ansprake to blivende der- 
gheliken unde brachten vort unse borger, welke ze heten sitten gaen unde nene 
borgetucht van en entfangen wolden, ok uns nene borgen setten. Aldus both 
unse olderman, dat de ghenne, de juw heren, so bovenscreven steyt, in den 
saken nicht wolden volgafftich wesen unde partijch weren, scholden uthgan 
unde lathen den kopraan darumme spreken. Se repen hoch, wij scholden 
uthgan, ze wolden dat hus ok eyne wyle bewaren. Noch both de older- 
man, ze scholden upstan, dat men mochte zen, welk part dat meste were, 
ze repen aver, ze hadden das nen behuff. To dem latesten begherden wij, indeme 
de raenheyt in der zake nene tuchnisse breve unde scriffte uthgeven wolden, dat 
wij denn den vorlop desser vakebenomeden zake in beslotenen scrifften juw erbaren 
heren mochten benalen, genoch to donde ichteswes juwen beden, dar gij doch 
to bedende hebben. Se repen aver lut: screve gij, wij willen ok scriven, gij 
scholen in desser zake nene scriffte under des kopmans segel dem rade to Lubeke 
benalen. Noch alderlest begerden wij, dat wij under unsen egenen signeten juw 
van dessen dingen mochten certificeren, ze repen aver nen. Hijruth, ersamen leven 
heren, mach juwe guderterenheyt wol merken, myt wat gewalt unde averdade ze uns 
avervallen, der wij uns myt gewalt node wolden weren, dewyle wij des mochten 
ummegank unde vordrach hebben, unde hebben darumme den vorgank desser 
vakebenomeden zake na lüde unses protocollbokes unde raemorials, unde also 
uns ok desset warafftighen indachtich is, gescreven an unse frunde, Hinricke tor 
Hoper, Brande Hogevelt unde Everde Haleholscho, de juw darvan wol gruntliken 
scholen underwijsen. Worumrae is unse fruntlike begher biddende, zo wij meyst 
moghen, dat gij uns juwen guden rath unde entliken willen na gelegenheyt 
schrifftliken willen benalen mit den ersten, dat qwat, dat vorhanden is, dar eyn 
argher, wen dat lange wortelen scholde, off komen mochte, uthtoradende, uppe 
dat des kopmans ordinancie, olde wonheyt unde macht van juw unde den ge- 
menen steden gegeven unde toghelaten nicht vorga undc werde to nichte sunder 
horsam. Dat willen wij to allen tiden vordenen na all unsem vormoghe, wor wij 
konen, by de hulpe van gode, de juw mothe sparen zeligen gesunt to langen 



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96 1466. Juni 21. 

tiden. Screven under unsera kopmans ingesegel, des sonavendes vor sunte 
Johannis dage to mitsommer, anno etc. LXVP. 

Olderman unde de veerundetwintich manne vor hovetlude 
des kopmans van Berghen in Norwegenn gheordinert, juwe dener. 

Aufschrift: Den ratmannen der stad Lubek, unsen u. s. w. 

Angekommen den 7. Juli. Original auf Papier mit geringen Besten des Siegels. 

95. 

Der Roth von Göttingen empfiehlt von Neuem den Giseler von Minden dem Lübecker 
Rathe. 1466. Juni 23. 

Unse fruntlicke unde willigene denste voren. Vorsichtigen unde wolwisen 
leven heren besundern guden frunde. Na dem de ersame her Giseler von Munden 
unsers rades medepersone am lesten mit itwelken juwen erlicken borghermesteren 
to worden gewesen is van wegen synes perdes, dat denne eyneme unseme jungen 
gesellen uppe der jullickesten gheleisteden dachfardt to Groninghen vorderfflich 
stände unde so dodes halven uthe ghebleven is, so schicken wij itzund den 
sulven gesellen to juwer ersamen leven in besundernheit dar denstliken biddende, 
one von der weghen willighen juw dar anne gudwillich unde tome besten 
bewisen willin. Vordeyne wij willichlicken gerne. Datum nostro sub sigillo in 
vigilia sancti Johannis baptiste anno etc. LXVI t0 . 

Consules in Gottingen. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen heren borgermestern unde ratmannen der 
Stadt Lubeke unsen heren unde besundernn leven frunden. 

Angekommen den 3. Jxüi. Original auf Papier mit Siegelspur. 

96. 

Der Rath von Riga ersucht den Lübecker um seine Vermittdung in dem Handel 
mit Hans Burmann, der ungehöriger Weise das Vemgericht in Westfalen 
angerufen habe. 1466. Juni 23. 

Unsen fruntliken grut mit vormogen alles guden. Ersamen vorsichtigen 
leven heren unde vrunde. Wij hebben alhiir ame dinxdage negest na viti et 



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1466. Juni 23. • 97 

Modesti 1 ) enen breeff an uns unde ok andere breve in eyn vorsloten, an welke 
unse borgere besunderen gesehreven, entfangen, unwonliken unde sere selsenne 
ludende, darvan wij juwer vorsiohticheid warhafftige copien unses breves von 
worden to worden oversenden gij lesende werdet vornemen, des wij an juwen 
borger Hans Burmann nicht hadden vormodende weset, wenne eme alschone also, 
alse hee sine clage hefft vorbringen laten, hiir weddervaren were, so wol van 
uns ime rechte alse van sinen wedderparten, dat hee alle unwarhafftigen unde 
unredeliken sulvest hefft bedacht unde der rechten warheit in allen sinen vor- 
bringhende sere groffliken hevet besparet unde uns sere ungutliken dar ane 
gedan. Wenne unser borger eyn juw edder der juwen mit sodannen uthwendigen 
rechten so hedde belastet unde vorfolget to unrechte, alse de juwe uns unde den 
unsen gedan hevet, dat solde uns sere van herten leet zin, dar wij nicht wolden 
mede liden, wente eme hir yo nene gewalt, bedrenginge unde unrecht is wedder- 
varen ime rechte, dat uns geboret to vorantwordende , dar wij mer to gedan 
hebben unde des vor heren, vor fursten unde vor gude stede beth willen gelovet 
zin, dann juwe unrichtige borger, Hans Burman, de sine clage vor Hinrick ton 
Bussche in Westvalen hefft laten anbringen, so gij in desser ingeslotenen copien 
na deme ambegynne werden vornemen, dat wij borghermeistere unde raedmanne 
hiir den Hans Burmann hochliken bedrenget unde vorweldiget hebben, so dit 
Hans Burmann etc. Unde dat unse borgere , darinne benomet, hir dat raedhuss 
to sloten unde ene dar behelden bynnen beslotener dore unde wij over eme 
richteden, dat hee seggen unde na unseme willen don moste etc. Dat uns, leve 
heren, sere vele to na is, dat wij to juwer sulvest wisheide erkantnisse setten, 
unse borgere ok so unweten nicht en zin, dat zee dat raedhuss so solden tho 
sluten in unser jegenwardicheit. Unde vorder hefft hee dar in clage laten ambringen 
na inholde desser copien, dat hee hir ene dedinghe hefft gehat mit unsen beno- 
meden borgeren upp des bisschoppes hove, dar unse borgere in jegenwardicheit 
erbarer fromer lüde bekant unde gesecht sollen hebben, dat zee nicht en wüsten 
van der rekenschupp tuschen eme unde Andreas van Eetheme unde ok nicht 
bethuget noch besworen en hedden, sunder en mit alle dat nicht witlik en 
were etc Leven heren, wenne sodanne zake vor uns nicht vorhandellet unde 
van vrotnen mannen, unser stadt erffsetenen borgeren, also nicht liiffliken vor- 
richtet unde besworen were, so hadden wij unse breve unde tovorsichte sere 



J ) Juni 17. 

13 



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98 • 1466. Juni 23. 

ovele unde qwatliken unde unseme secreto opembare laten an juw vorschriveü 
ame donnerdage negest vor pinxsten 1 ) im LXIin ten jare unde ook dar bevoren, 
dat mer dan to ener tidt gescheen is umme Burmanns einer unrichticheid 
willen, des such Andreas van Retheme mannichvaldigen hoebliken vor uns hevet 
beclaget, hee mit eme to nenen dingen konde komen unde sine gudere mit juw 
lange tiidt to sineme groten schaden hadde gearrasteret etc. Worumme, ersamen 
leven heren, bidden wij juwe ersampheide andachtigen, so wij vlitigest sollen 
unde mögen, de hir upp trachten willen unde dit to herten gan laten unde den 
Hans Burmann, juwen borger, undertorichtende unde so to hebbende, dat hee uns 
sodaner siner unrichtigen unwarhafftigen swaren tichte vorlate unde sodanns not- 
wendigen rechtganges uns unde den unsen vordrege. Wij hebben alhir gudes 
rechten genoch, dar wij van pewessen, keiseren unde unsen heren van Rijge 
gnadichliken mede bewedemet zin, dat wij eneme yowelken geliiok mede delen, 
alse dat behorlick is unde vor gode vorantworden unde sunderlinges van deme 
hilgen vadere, deme pawese van sodannen vemescheppen rechte enthavet unde 
privilegiert zin unde hebben dar enboven den gnanten Burmann hir in unseme 
Eigessen rechte nicht bedrenget noch vorweldiget, alse he uns tolecht, dar he 
uns sere to kort ane deit, dat wij an juwe wisheit setten to der gantczen vorhapende, 
de it also vogen wille , dat uns vor sodanne hon unde smaheit geborlich liich 
unde wandel möge bescheen unde dat unse borgere vor uns van eme borgen 
escheden, dat qwam also, by dat hee upp eren eth hadde gesproken, wo wol dat 
hee hefft vorbringen laten in Westvalen, dat de unse nicht bethuget, noch 
besworen en hedden etc. Gode deme almechtigen, gelechliken lange wolmogende 
gesundt bevolen. Schreven under unseme secrete ame avende nativitatis sancti 
Johannis baptiste im etc. LXVI ten jare. 

Eaedmanne to Eijghe. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen wolwisen mannen heren borghermeisteren 
unde raedmannen der stadt Lubeke, unsen besunderen gunnern unde guden 
vrunden mit allir ersamheit. 

Angekommen den 18. Juli. Original auf Papier mit Rest des Siegels. 



l ) Mai 10. 



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1466. Juni 24. 99 



97. 



Vögte, Schliesser und Rathgeber von Dittmarschen bitten, unter Dankbezeugung für 
viele geleisteten Dienste, den Rath von Lübeck um Beistand zur Befreiung 
einiger von Volrad Scharpenberg gefangen gehaltenen Einwohner des 
Landes. 1466. Juni 24. 

Unsen welligen denst nu unde to allen tijden unde wes wij gudes vor- 
mogen tovorn. Ersamen leven heren. Uns is underrichted unde to kennende 
geven, wo juwe erwerdige wisheyt to juw hebben veliget unde leydet Yolret 
Scherpenberg van sodanner vengenschup wegen, alze desulve vorgenante Yolret 
den unsen gedan heft up der vrien Straten nicht verne van Hamborch, alze lichte 
juwe erwerdicheyt wol irvaren heft, de he noch in s warer vengenschup holt, dat 
he den unsen dan heft jegen god unde baven dat recht sunder vorwaringe 
jeniges mannes, wente wij myt em unde alle den sinen nicht anders weten mid 
al unseme lande men leff ere unde gud unde hebben wol vorvaren, dat gij myt 
den sulven vorgenanten Volret Scherpe wort gehat hebben van unser armen 
vangenen wegen, dar wij juwer erwerdigen wisheyt hochliken myt al unseme 
lande umme sint dankende unde konen juwer erwerdicheyt nummer so hoch- 
liken danken, alze gij in desser sake unde vele anders arbeydes umme unses 
landes willen in vortijden eer gedan hebben. Konde wy juwer erwerdicheyt 
juwen borgeren inwonren dat jergenmede in tokomenen tyden myt unsen live 
unde gude warmede affdenen, dat were nacht ofte dach, dat wolde wij alle wege 
gantze gerne don unde scholen uns alle wege in allen tijden dar gudwillich ane 
rinden etc. Leven heren unde besunderen guden vrundes, wij bidden juw lef- 
liken myt aller leve unde fruntschop, oft gij dar jenigen rad konden to vinden 
unde geven, dat de unse, de in swarer vengenschup sitten, in borgen hant 
mochten utkomen up ene tijt, oft men dat under der tijt myt juwer hulpe alzo 
konden bearbeijden, dat se mochten vrigh unde velich sunder vorderfliken schaden 
eres lives unde gudes mochten quid unde vrigh wesen der vengenschop unde 
juwe erwerdige wisheyt dat wolden mede bearbeyden umme unses landes bede 
willen myt den besten gij konen unde mögen, alze wij juwer erwerdicheyt wol 
to loven, dat wolde wij juwer erwerdicheyt wedderumme afdenen mijt wathe 
denste wij konen unde mögen. Leven heren, oft gij hir jenigen rad to wüsten, 
bidden wij vrundüken umme alles vordenstes willen, dat gij uns dat wolden 
benalen. Juwe erwerdigen wisheyt bevele wij gode dem heren to ewigen tijden. 

13* 



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100 1466. Juni 24. 

Screven under unseme ingesegele, anno sossundesostigesten jare, na der bort 
Cristi unses heren, an sunte Job ans Babtisten dage. 

Yogede sintere radgevere unde de gantze menheyt 
unses landes to Dytmerschen. 

Aufschrift: Den erbaren vorsichtigen vromen heren borgermeysteren radmannen 
der stad Lubke, unsern besundern guden vrunden etc., fruntliken screven. 

Angekommen den 30. Juni. Original auf Papier mit Spuren de$ aufgedrückten Siegels. 

98. 

Der Rath von Rostock fordert den Rath von Wismar auf an einer Berathung zu- 
gleich mit Stralsund theilzunehmen, welche Massregeln wegen des in Lübeck 
eingeführten Pfahlgeldes zu treffen seien. 1466. Juni 24. 

Unsen gantz fruntliken grut tovoren. Ersamen heren besunderen ghuden 
frunde. So wij juwen ersamheyden unlanges hebben ghescreven, wij van wegen, 
sodanes unwanlikes nigen tollen van den to Lubeke angesettet wolden vorramen 
enes daghes mit unsen frunden tora Stralessunde vor Damghar to holdende, 
wente se seker nicht moghen negher kamen etc., so hebben wy mit den erscrevenen 
vam Stralessunde vorramet unde scriftliken slaten, so dat genante vam Strales- 
sunde ere drepliken radessendebaden willen deshalven hebben upper bruggen 
vor Damghar am mandaghe neghest kamende vor Yisitacionis Marie benomelken 
am daghe sancti Pauli 1 ) to middaghe. Begheren wij van juwen ersamheyden 
gantz andachtigen, gij juwe eerliken rad essen deboden, besundern enen juwer 
borgermester mochten darto voghen, bij uns to wesende an unser stad am sun- 
dage negest körnende 2 ) des avendes an der herberge unde vort des negesten 
mandaghes mit den unsen na Damghar bij de vorscreven unse frunde vam Sunde 
vormiddage to kamende. Unde umme furder daghe unde koste derhalven to 
midende, hebben wij vorramet enes breves nach formen hijrane beslaten uppe 
juwe guddunkent unde verbeterent, begheren, gij umme sodan mochten vorramen 
unde sluten juwen sendeboden entliken bevelende, wes gij unde wij na sodanem 
vorscrevenen daghe unsen frunden to Lubeke eendrachtigen derweghene mochten 
schriven. Unde weret denne de erscrevenen Lubeschen umme unser vorscrevenen 
stede alle scrifte unde beede willen sodanen unwanliken tollen lichte nicht wolden 



») Juni 30. «) Juni 29. 



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1466. Juni 24. 101 

afdon, ifte wij stede uppe de Lubeschen besundern ook dergeliken tollen ansetten 

edder wes gij denne darto don efte laten willen, zodanes darsulves vor Damghar 

am neghesten entliken mit eendracht to slutende, umme meer daghe unde koste 

to midende. linde desses geliken hebben wij och gesoreven unsen fmnden tom 

Stralessunde. Unde hijrup wij uns to juw gantzliken vorlaten. Gode sijd salich 

be?olen. Soreven under unser stad secret am daghe sancti Johannis Baptiste, 

anno etc. LXVI. 

Consules Rostockoenses. 

Aufschrift: Den radmannen to der Wismer, unsen u. s. w. 

Original auf Papier im Bafhsarehiv zu Wismar mit Resten des Secrets. 

99. 

Verpfändung zweier Prähme. 1466. Juni 24. 

Oord Steffens, eyn dreger to Lubeke, vor desseme boke hefft bekant, dat 
he unde sine erven schuldioh zint Hanse Thiess, borger to Lubeke unde sinen 
erven sostioh mark lubsoh umbeworen tobetalen. Dar vor he eme zine twe zee- 
pramen de he twisschen Lubeke unde Travemunde voret vor desseme boke hefft 
vorpandet. 

Eintragung ins Niederstadtbuch zum 24. Juni 1466, getilgt 1479, April 30. 

100. 

Eine Bausache. 1466. Juni 24. 

Witlik zij dat Clawes Bruns uppe de ene unde Borchard Schorsten uppe 
de anderen zij de sohelafftich zint gewest alse van wegene etliker sohorstene jn 
Clawes Bruns orde boven jn der Vleschouwer Straten, dar van zus lange de 
roek van binnen dakes hefft uthegan, de desulffte Clawes nu boven uthe allen 
boden dencken to buwende etc. Dar over se dorch de ersamen heren Johane 
Hertzen unde Vritzen Grawerdes, radmanne, van deme rade dar to gevoget, frunt- 
liken zint vorliket in nabescrevener wijse, also dat de erscrevene Borchard 
Schorsten deme erbenanten Clawese Bruns dorch fruntschopp willen hefft ghegunt, 
dat he sulke schorstene van alle zinen boden, dar des is van noden, uthmuren 
unde dat also besorgen so des is behoff unde van noden. Des so hefft Clawes 
deme genanten Borcharde wedderumme gegunt, dat he uppe erer beider muren 
jn zinemen hove tendes des nygen buwetes mach legghen enen Ylameschen 



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102 1466. Juni 24. 

schorsteen unde den ok so besorgen, so des is behoff unde van noden. Unde 
hijr mede scholen unde willen de erscrevenen beyde parte deshalven geschichtet 
unde gescheden wesen unde hebben vorlaten unde vorlatet zijk undermalkanderen 
unde erer eyn den anderen myt eren erven van der wegene van aller vurder 
ansprake unde maninge to eneme gantzen ende qwijd leddich unde loss. Jussu 
consulum. 

Eintragung ins Niederstadtbuch zum 24. Juni 1466. 

101. 

Der Math von Wismar beschwert sich darüber, dass ein Lübecker Bürger die in 
Lübeck gekauften Güter eines Wismarer Bürgers mit Beschlag belegt 
habe. 1466. Juni 25. 

Unsen fruntliken gruth mid vermoghe alles guden tovorn. Ersamen heren, 
bisundern guden frunde. Yor uns is ghewesen de beschedene Hans Purnehaghen, 
unse borgher, zijok beclaghende, wo he in jwer stad in körten tijden ghekop- 
slaghet hadde unde vormende, zine guder uth juwer stad to bringhende. Des 
heft wol jwer borgher eyn ghenomet Seghebant syne koften gudere vorscreven 
bynnen jwer stad bekümmert unde unsen borgher vort uppe borghen ghedrunghen, 
welke borghen de vorscreven Seghebant nicht dencket to vorlatende, sunder he 
zee vormenet vurder to mogende, nicht antoseende, dat wy eynem isliken alletijd 
gherne, de dat in redelliker wise is sokende, aver de unsen rechtes zind behel- 
pende etc. Worumme is unse fruntlike begher andechtighen biddende, gij den 
vorscrevenen Seghebande mochten alzo hebben unde underwisen, hee zodane 
borghen, alze he unsem borgher, umme zin vorscreven gud to frigen, affghenamen 
unde ghedrunghen, moghe vorlaten, zee vurder nicht van der weghen to mogende. 
Unde wil he unsen borgher vorscreven worumme schuldighen, wij willen em 
alles rechtes zin behulpen. Wes unse borgher vorscreven hijrane unser bede 
moghe nethen, beghere wij jwe richtige bescreven antwerde bij dessem jeghen- 
wardighen. Gode dem heren sijd bevolen. Screven under unser stad secrete, 
des middewekens na sunte Johannis Baptisten daghe, anno etc. LXYI t0 . 

Borghermester unde radmanne tor Wismer. 

Aufschrift: Den ersamen — — to Lubeke u. s. w. 

Angekommen den 30. Juni. Original auf Papier mit aufgedrücktem Secret. 



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I 

] 



1466. Juni 27. 103 

102. 

Das Domkapitel in Ratzeburg beschwert sich bei dem Rathe von Lübeck über Un- 
gebühr des Bdumers bei Brandenbaum. 1466. Juni 27. 

Unse innege bet myt vormoge alles gudes. Erssamen leven heren. Vor 
uns is gewesen unse arme man Beneke Haveman, wonafticli to Eiptze, wiser 
desses breves^unde heft uns clegelken vorstan laten, wo juwe man Oldeman 
wonaftioh to deme Brandenbome em unde siner bedderven vruwen, wen se dor 
den bora teen edder varen an ropt unde creyeret mit snoden honliken unde 
8chentliken worden. Worum me unse man vaken nalet unde midet juwe stad, 
dar he doch, sine neringe unde herginge zuken scholde. Bidde wy juwe ersa- 
micheyt flitigen myt gantzen andaoht, gy willen den juwen vorbenomeden man 
gutliken underwisen unde zo hebben, dat he unseme manne sodane anropinge 
unde ungemakes vordrege, schadet em wes tegen unsen man, he kome vor unsen 
lanttinck to Slawestorpe, wy willen em gerne behulplich syn, dat em recht möge 
weddervaren. Hir uns willen ane to bewisende, vorschulde wij gerne tegen 
juwe ersamicheyt, wor wy mögen. 8yd gode bevalen. Screven under unser 
kerken secret am vrygdage na Johannis et Pauli anno etc. LX sexto. 

Capitulum eclesie Bazeburgensis. 

Aufschrift: Pen ersamen heren borgermestere unde radmannen to Lubeke unsen 
besunderen guden vrunden. 

Angekommen den 4. Juli. Original auf Papier mit Rest des ausgedrückten Siegels. 

103. 

Der Rath von Riga zeigt dem von Lübeck an, dass der Ordensmeister von Livland 
die Fortdauer der bestehenden Bestimmungen über den freien Verkehr 
mit Dansig genehmigt hat, und bittet, davon dem Rathe dieser Stadt Mit- 
theüung zu machen. 1466. Juni 28. 

Unsen fruntliken grut mit vormogen alles guden. Ersamen, vorsichtigen 
leven heren, alse wij denne juwer ersamheit im vorledenn jare am mandage 
negest vor assumpcionis Marie, 1 ) im LXV ten jare schrifftliken benaleden unde 
den ersamen heren van Dantczke der geliken, dat et mit den eren, so hir koepp- 
vart komen unde segeilen wilden van des erwerdigen heren meisters to Lifflande 

') August 12. 



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104 1466. Juni 28. 

wegen in guder velicheit alse beth nu up dussen sunte Johannes Baptisten dagh 1 ) 
im LXVI ten jare bestan solde etc., des hebben wij, leven heren, noch vorder 
in der sulvigen zaken int beste by deine genanten heren meister vlitigen beworven 
unde bearbeidet tuschen siner herlicheit unde de van Dantczke, also dat et in 
der sulvigen wise unde vasten sekeren velicheit vordan bestände bliven solle beth 
upp sunte Johannes Baptisten dagh siner gebort to myddensomer negest anstände 
im LXVII ten jare, also dat de eren mit eren lyven, schepen unde guderen, vrij, 
seker, velich unde unbeschediget beer, äff unde an varen, komen unde segellen 
mögen sunder alle vare, alse wij ene dat ok nu schrifftliken hebben benalet, 
unde wes wij in desser sulvigen zaken gudes tom gemenen besten denne vorder 
beschicken mögen, willen wij unsen vlit mit allen rechten truwen inne bewisen 
andachtigen, so wij vlitigest mögen, biddende den erschreven heren van Dantczke 
dorch unser bede willen, dit mit den ersten unde de anderen breve, in zee 
sprekende, to benalende, zee ensodanne gutliken uppnemen. Vorschulde wij 
umme juwe ersamheide unde de juwen in groteren gerne. Schreven under 
unseme secrete am avende sanctorura Petri et Pauli apostolorura, anno domini 
etc. LXVIto. 

Kaedmanne to Rijge. 

Aufschrift: Den ersamen, vorsichtigen wisen mannen, heren borgermeisteren unde 
raedmannen der stadt Lubeke, unsen guden vrunden mit allir ersamheit. 

Angekommen den 18. Juli. Original auf Papier mit Rest de* aufgedrückten Siegels. 

104. 

Abgeordnete von Rostock, Stralsund und Wismar beschweren sich bei dem Rathe 
von Lübeck über das von demselben eingeführte Pfahlgeld. 1466. Juni 30. 

Unsen gantz fruntliken grut mit vormoghen alles ghuden. Ersamen 
heren, besunderen ghuden frundes. Etlike unser borgher hebben uns klegheliken 
to vorstände dan, wo dat gij mit juw niges hebben upgesettet enen unwonliken 
tollen uppe alle schepe unde ghuder, beyde in unde uth juwer haven, dat gij 
nomen eyn paelghelt, den de unsen hebben moten gheven etc. Ock welke der 
unsen uns klegheliken hebben vorgebracht, wo dat umme sodanes juwes nyen 
unwanliken gesettes willen sij an den dreen riken ock nyes upgelecht upp alle 
kopenschoppe, besunderen uppe islike tunne beres ver schill. Lub., unde furder 

l ) Juni 24. 



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1466. Juni 30. 105 

befruchten, nicht allene an den riken, sunder ock in meer anderen weghen unde 
landen juwen votsparen an sodanem werde ghevolghet, worvan dem geraeenen 
unschuldigen kopraanne unde besunderen uns benedden schreven steden, meer 
den juw undrachtlik schade unde vorderf were ghetoghet; sunder god dat wille 
heren; nachdeme unser stede heyl unde untholdinge, meer den juwer stad, sere 
is an kopenschoppe der beere etc. Worurame wij van juwen ersamheyden degher 
andachtigen fruntliken begheren, gij umme wolvard des gemenen besten eyn 
sodane gruntliken to herten nemende andachtighe mochten betrachten, uns hijr* 
ane trostlik sin, des besten raden unde behelpen, umme sodane swarheyt unde 
Torderfliken schaden aftostellende unde mochten schriven, wes wij juwes trostes 
unde meninghe moghen gheneten unde unsen klagaftighen borgheren vord benalen, 
nachdem sodane vorscrevene beswaringe an den riken van weghen juwer unde 
juwes erscrevenen unwanliken tollen gesaket unde untstan is, unde besunderen 
sodanen juwen unwanliken tollen ghudliken mochten afdon, den unsen to schickende 
moghelke vorbote, vor dat se dus unwanlikes juw hebben moten ghelden, so to 
voghende, dat jo sunderges van den steden nicht nyes unwanlikes werde vor- 
merket, umme dat furder unwille unde schade deshalven vorhot moghe bliven. 
Unde begheren desses juwe bescrevene andachtige fruntlik antwarde bij dessem 
ieghenwardighen. Ghade sijd bevalen. Screven under der stad Rostock ingesegel, 
des wij hijrto desset mal samentliken bruken, am daghe sancti Pauli commerao- 
racionis, anno etc. LXVI t0 . 

Eadessendeboden der stede Rostock Stralessund unde Wismer, 
nu tor tijd uppe brugge vor Damghar to daghe vorghadderd. 

Aufschrift: Den — — radmannen to Lubeke, unsen u. s. w. 

Angekommen den 4. Juli. Original auf Papier mit geringen Resten des Siegels. 

105. 

Silvester, Erzbischof von Riga, warnt den Hinrich zum Busch, den Rath von Riga 
nicht weiter vor dem Freistuhl zu verfolgen. 1466. Juli 1. 

Silvester van godes unde des hilgen Romesschen stoels gnaden, der 
hilgen kercken to Rijge Ertzbisschoppe etc. 

Unsen fruntliken grut Hinrik vrigreve besundere gude vrundt. Uns 
hebben vorgebracht unde gewiset unse leven unde getruwen unser Stadt 
Rijge, borgermeistere, raedmanne unde etlike andere, enen ladebreff, van dy 



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106 1466. Juli 1. 

gegeven, in deme du zee esschest up den XLV ten dagh na overantwardinge 
dynes breves vor dy to gestan edder vor eneji anderen vrijgreven, alse dat sulvige 
gerichte in keyserliker achte ind in richtestede mit ordell unde rechte over 
lijff unde over ere to richtende gecledet wort vor der koningkliken dingbanck 
to Schildessche in Westvalen, in der herschopp to Eavensbergh belegen, person- 
liken edder ere vulmechtigen anwalde irschynen unde to antwerdende Everhardo 
Durkope procuratori Hans Burmans van clage, de hee vormenet 1 ) to den suivigen 
unsen leven unde getruwen in dyneme breve all benamet to hebben. Gude 
vrundt, wij don dy to weten unde willen dy dat ok sekeren, dat nicht allene 
de bo vengenanten, unse leven getruwen, burgermeistere, raedmanne unde inwo- 
nere unser Stadt Rijge van ambegynne, so dusse lande Lifflandt, sunder ok unse 
gantcze provincie tom hilligen cristen geloven gebracht unde gekomen syn, dat 
zee gehören in de egenschopp unde recht der hilligen Romesschen kercken unde 
in keyn ander keiser edder koninglike gerichte unde sin ock van ambegynne 
beth upp dessen dagh in besittinge sodaner vriheit, als zee dat unde wij an den 
enden, dar uns dat temet, wol weten unde mögen bewisen. Darumme so warnen 
wij dy, dat du dyner sulvest schonest unde nicht gripest in der hilgen Romesschen 
kercken gerichte. Denne wij hebben ock in kort breve gekregen van unseme 
hilgen vadere deme pawess Paulo deine anderen nu wesende, dar inne he uns 
vorbuth wertliken unde geistliken by vorlust ere werdicheit unde ammechten, 
dat wij nicht sollen gestaden noch radt, dat edder hulpe to don, dat dar wedder 
de vriheit is unser provincien unde dusser lande. Jodoch boven alle, so hebben 
wij mit den bovengenanten, unsen leven getruwen, borgermeistere unde radmanne 
unser stadt Rijge, in dyneme breve berort, an unsen hilgen vader den pawess 
geappelleret wedder dyne vorsachte vormetene unde unbillike ladunge. Welke 
appellacie wij mit der hulpe godes mit den vorgenanten, unsen leven getruwen, 
gedencken to fullenforen, so wij vornemen dyne hardicheit unde gedranck, den 
du den unsen vorgenomen hevest to donde unde darumme moye, kost, theringe 
dy alse wol älse uns unde den unsen to vormyden, raden wij dy, dat du sodaniie 
edder der gelike ladinge edder gerichte, de du menest to don, afstellest unde 
schrivest uns darvan eyn fruntlik antwordt Todoch boven alle, wowol wij 
unde de unsen vorgenant it nicht schuldigh sin to don, up dat doch eyn yder- 
mann erkennen mach, dat de vorschreven unse leven getruwen borgermeistere, 

l ) Im Texte steht: vornemet. 



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1466. Juli 1. 107 

raedmanne unde andere, in dyneme breve genant, nymandes recht uthgan willen, 
sunder eneme yderraanne plegen, wat eme van ere unde rechte temet unde ge- 
boret, so do wij dy to wetene, dat de vorgeschreven unse leven unde getruwen 
vor uns sick derboden hebben, alse vor ereme naturliken heren, van deme ze 
ere recht unde vriheit hebben, dat zee deme genanten Buremane edder sinerae 
procuratore rechtes vor uns edder unsen anwalden plegen unde don willen unde 
darumme do wij dy to wetene, dat wij erer to rechte unde ere mechtigh sin. 
Darto wij see in dessen unsen schrifften dirbeden, vorder sekeringe dar vor to 
don, were it not, solde nicht geweyert werden, sunder wij sekeren dy dorch 
dusse unse schriffte , den procurator so wol alse den ancleger , wat wij boven 
geschreven hebben, dat dat vaste unde vestich solde geholden werden. Wordestu 
hir enboven unse unde der unsen vriheit unde rechtlike erbedinghe mit dynem 
uiigerichte besweren, alse wij nicht hopen, so dringestu uns dar tho, dat wij dy 
mosten vornemen mit rechte an de ende unde gerichte, dar uns dat temen unde 
geboren worde. Schliff uns eyn fruntlik, geborlike antwordt, dar na wij unde de 
unsen sik mögen weten to richten. Dat mögen wij dy denne dancken. Gegeven 
up unseme slote Ixkul ame diuxdage vor visitacionis Marie, ime etc. LXVI ten jare. 

Aufschrift: Deme vorsichtigen Hinricke ton Bussche vrigreve des irluchten heren 
Gerdt, hartoge to Gulick etc. der vrien stole to Kavensberg in der sulvigen 
herschopp, unseme gudeme vrunde. 

Gleichzeitige Abschrift auf Papier. 

106. 

Der Rath zu Hamburg erklärt sich bereit, eine Tagfahrt in Lübeck zur Verhand- 
lung über Beschwerden des Kaufmanns zu Brügge, die Lübeck allein zu 
bescheiden ablehnt, zu besenden und überlässt dieser Stadt die weiteren 
Ladungen. 1466. Juli 3. 

Unnsen fruntiiken grut mit vormoge alles guden tovorenn. Ersamen 
wise heren besundern guden frunde, so gij uns by desseme jegenwardigen 
geschreven hebben van ener credencie an juw unde uns sprekende, juw van 
deine ersamen meister Nicoiao des Dudesschen copmanns in Ylanderen residerende 
secretario overantwordet, de gij geopend unde darup sin werff gehöret hebben 
unde juw sodaner gebreke des copmanns na erer lasticheyd allene nicht konen 
underwynden etc. hebbe wij to guder mate wol vornomen, also ersamen heren 

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108 1466. Juli 3. 

unde frunde, willen wij van der wegene gerne unse radessendeboden, wene gij 
uns des enen engkeden dagh vorteken unde tijdliken viff edder soss dage tovoren 
laten weten, an juwe stad fugen, urame sullike sake tovorhandelende. Welcke 
stede juwe ersamheyd ok forder boven de benomeden in juweme breve, alse de Over- 
elvesschen to sulkeme dage willen vorschriven, so juw des na gelegenheyd unde 
swarheyd der sake dungket van noden sin, selten wij alles to juwer ersamen 
wysheyd, de god friste to langen tyden. Screven under unser stad secrete arae 
donredage na visitacionis Marie, anno domini etc. LXVI* . 

Borghermeistere unde radmanne der stad Hamborgh. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen unde wisen herenn borghermeisterenn unde 
radmannen der stad Lubeke unnsen besunderen guden frunden. 

Angekommen den 4. Juli. Original auf Pergament mit Rest des aufgedrückten Wachssiegels. 

107. 

Volrad Scharxoenberq ersucht um Antwort von Lübeck, wie sich die Stadt zu ihm 
zu stellen beabsichtige und lehnt bis dahin die verlangte Losgabe der 
Gefangenen ab. 1466. Juli 3. 

Vruntliken denst myt vormoge alles guden tovoren. Ersamen unde vor- 
sichtighen bisunderen guden frunde. Ik entwivel nicht sunder jw sy wol 
indechtich van weghen itliker schriffte, dede ik juwer ersamenheit in deme 
latesten sande, inholdende van weghene der vanghene, dede ik unde myn knecht 
ghegrepen hebben uppe unse apenbare viende also upp de van Stade unde upp 
de Dytmersschen. Des gy van my begherende weren, ik sodane vanghene 
mochte qwyt unde los geven effte juwer ersamenheit se mochte to borghe don, 
deme ik so doch nicht don en konde, na deme id gheschach upp unse apenbare 
viende unde ik id nicht upp juw eflft de juwen unde wer ik deshalven juw 
effte der juwen mochte velich wesen. Beghere ik juwe beschrevene antwerde, 
des ik doch sus langhe sunder antworde ghebleven bin. Worumme bysunderen 
guden frunde bidde ik noch fruntliken umme sodane antword, wer ik jw effte 
der juwen ok mach velich wesen effte nicht, dar ik mij moghe na wetende to 
rychtende. Ik my doch vorhape dat ik effte de mynen ny gedan hebben jegen 
juw ersamenheit, dat juwer stat mochte schedelik wesen unde noch ungerne don, 
men konde ik juw effte der juwen worane to willen wesen dede ik myt allen 



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1466. Juli 3. 109 

vlite gerne. Bescreven to Weneghen amme deme donnerdaghe erst na visi- 

tationis Marie under Karssteden ingesegele, des ik hijr to brukende bin, anno 

domini etc. LXVI . 

Volrad Scherpenberch. 

Aufschrift: Den ersamen unde vorsichtighen borghemeisteren unde radmanne der 
stat Lubeke synen bisunderen guden frunden. 

Angekommen den 9. Juli. Original auf Papier mit Best des aufgedrückten Papiersiegels. 

108. 

Der Bath von Riga bittet den Rath von Lübeck wiederholt, die Beendigung des 
Streits zwischen Johann Henning in Köln und Johann Saltrump zu 
bewirken, mit dem Hinzufügen, dass er andernfalls die Beschlagnahme 
Kölnischer Güter nicht langer verhindern könne. 1466. Juli 4. 

Unsen fruntliken grut mit vormogen alles guden tovorn. Ersamen vor- 
sichtigen leven heren gunnern unde vrunde. Im negesten vorledenn jare, am 
fridage negest na ascensionis domini 1 ) anno etc. LXV schreven wij juwen ersam- 
heiden in den zaken tusschen de ersamen her Johanne Penningk to Coelne unde 
her Johanne Saltrumpp mit uns borghermesteren gewant de copie an de heren 
van Coelne in langen worden dersulvigen zaken wij do sulvest juwer ersamheit 
in juwem breve vorsloten oversanden, juwer leve mit fruntliken beden do darby 
schreven unse meninge unde beghere, an de van Coelne vort to vorschrivende, 
den ersamen hern Johann Penningk undertorichtende, hee sine rekenschopp clar- 
liken wedderumme an her Johan Saltrump wolde vorschriven etc., also dat unse 
breff under lengeren innehelt, des wij noch juwer heren unde der van Coelne 
antword der zake halven unvorsekert zin. Darumme wij denne dagelikes van 
deme genanten heren Johanne Saltrump angelanget unde vormanet werden, de, 
alse der vorblivinge unde dem affsproke bynnen Coelne in tiden gescheen unde 
vort an juwe wisheide vorscheden gesath, nicht noech gescheen en mach, de 
zaken vort gedencket unde wil an her Johan Penning unde der van Coelne 
gudere sowol mit juw, also hijr unde wo he de bekomen mach, mit rechte vor- 
deren, dar denne vorder moye van entstan mochte, dat wij vele lever vorhot 
segen etc. Worumme, ersame heren unde guden vrunde, bidden wij noch juwe 
wysheide andachtigen mit gantzem vlite, gij noch dorch unser bede willen an 

') Mai 24. 



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110 1466. Juli 4. 

de erschrevenen heren, unsen vrunden van Coelne vorschriven willen unde zee by 
eren breven sowol an juw alse an uns to dickeraalen geschreven, nemliken enes 
in körten worden an juw besundern geschreven, de copie gij uns do in juwem 
breve vorsloten oversanden, de wij juw ok nu wedder hirinne vorsloten benalen, 
willen mit ernste vormanen, zee der vorblivinge unde erem affsproke van en in 
erer stadt gescheen genoech willen don unde her Johanne Penningk. vor den 
zee gudt zin unde gelovet hebben, gelik wij ok wedderumme gedan hebben, 
underrichten unde so hebben, dat hee sijk in den zaken geborliken bewise unde 
her Johanne Saltrump deshalven vorder unclagafftigh make. Wo deme so nicht 
en schuet unde wij vorder darumme hir van em vormanet unde anlanget werden, 
so mach juwe ersamheit wol besynnen, dat wij dem unsen in den unsen rechtes 
nicht vor wesen mögen. Dit don wij juwen ersamheiden, an de de zaken van 
beiden parten vulmechtigh alse rechten wyllekoren unde richteren tor fruntschop 
edder to rechte gesath sin, richtlik kundt unde witlik, gij de darane vorder to 
underrichtende, umme vorder moye unde schaden deshalven to vorhoden. Juwe 
beschreven antwordt, wes juw in den zaken van den bovengeschreven heren van 
Coelne bykomende wert, uns wedder to benalende, wij unde de unsen sik darna 
mögen weten to richtende. Gode zijt gesundt bevolen. Schreven under unseme 
secret, am fridage negest na visitacionis Marie virginis gloriose, anno domini etc. 
LXYIto. 

Consules Eijgenses. 

Aufschrift: Den — — raedmannen der stad Lubeke, unsen w. s. w. mit ersamheit. 

Angekommen den 18. Juli. Original auf Papier mit Besten des Secrets. 

109. 

Der Bath von Lübeck erwidert an Rostock, Stralsund und Wismar, dass die Er- 
hebung eines Pfahlgeldes etwas Vorübergehendes sei und mit der Forderung 
einer Bieraccise in Schonen nicht in Zusammenhang stehe. 1466. Juli d. 

Unsen vruntliken grud mit vormoghe alles guden. Ersamen vorsichtigen 
heren, besundern guden frunde. Juwen breff hebben wij to guder mate wol vor- 
nomen inneholdende under lengeren, dat wij raid uns nyes enen unwonliken 
tolen uppe alle schepe unde gudere in unde uth unser haven upgesat hebben, 
unde zint begherende, wij sulken unwonliken tolen gutliken mochten afdon etc. 
Darupp, guden vrunde, doen wij juw gutliken wetende, dat de jenne, de juw 



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1466. Juli 4. 111 

bighebracht hebben, dat wij enen nyen unwonliken tollen, so gij scriven, upgesat 
hebben, hebben juw darmid unwarheid vorgebracht. Men id is wol wäre, dat 
«ick dat deep unser haven sere vorworpen hefft, zo dat unse haven sere vloter 
is geworden, dar de hir to bevoren plach to wesende, so dat de geladenen schepe 
vor unser havene körnende unghelosset dar nicht in vleten konen. Darover in 
eertiden, gode entbarmet, mercklike schade is besehen. Aldus moet men de 
gheladenen schepe mid pramen vorlossen, dat denne deme koppmanne vele kostet. 
Unde uppe dat unse deep vorbeterd unde de kopman sulker koste enthaven 
worde, hebbe wij deme gemenen besten to gude, deme gemenen zevarenden manne 
unse haven vorsokende to beqwemicheid unde unser stad profijte und nuttucheid 
vor unse deep etlyke kisten unde bolwerck zencken laten unde der meer dencken 
to senckende, so des schal zin van noden. Darumme wij denne andrechtlik unde 
redelik paelgeld sowol upp unse unde unser borgher alse des gemenen zevarenden 
mans unse haven vorsokende gudere unde schepe gesät hebben, umrae sulk 
bolwerck unde kisten in vorscrevener wijse to vullenbringhende. Unde wenner 
deme so is bescheen, willen wij uns mit sulkeme paelgeld wol geborliken hebben, 
wente wij sulkent in der mathe nicht upgesat hebben, dat men dat to ewigen 
tijden upnemen schole. Darumme is unse fruntlike beghere, angeseen sulke 
bovenscreven unse guden andacht gij desses tovreden wesen willen. Is ok, so 
gij scriven jenighe beswaringe uppe juwer stede beer in den dren riken upgesat, 
vorraoden wij uns ghentzliken, dat sulkent van unseme upgesatten paelgelde 
nicht tokomet, unde menen nicht, dat jenich Unwille ofte schade deshalven 
erwecket dorve werden. Sijt gode bevolen. Screven under unser stad secrete, 
amme vrigdage na visitacionis Marie, anno etc. LXVI . 

Aufschrift: Den — — radessendeboden der stede Rostock Stralessund unde 
Wismer — uppe der hoghen brugge to Damgarde — vorgaddert. 

Nach einer im Bathsarchiv in Wismar befindlichen, ans Rostock dahin gesandten Abschrift. 

110. 

Der Rath zu Riga bittet von Neuem den Lübecker um seine Verwendung gegen 
Hans Burmann, der zu Unrecht eine Anzahl Rigaer Rathsherr&n und 
Bürger vor ein Vemgericht in Westfalen hat laden lassen. 1466. Juli 5. 

Unsen fruntliken grut mit vormogen alles guden tovoren. Ersamen vor- 
sichtigen leven heren, besunderen guden vrunde. Alse wij denne nu juwer 



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112 1466. Juli 5. 

ersamheit van juweme borgere Hans Burmanne, de uns unde etlike de unsen to 
rechte in Westvalen geladen hefft laten, in langen worden geschreven hebben, 
alse van wegen der zake tusscheme Andreas van Retheme unde eme gewant, des 
is de sulvige Hans Burmann to jare, alse hee hiir was, vor unser stadt vogede 
gewest, up de tiidt heren Hermen van Sunderen unde heren Johanne van der 
Borgh, sineme cumpane, ame sonnavende negest na assumpcionis Marie virginis. 1 } 
Darsulvest hefft do de gnante Burman vor dessen erschreven beiden vogeden 
tome gantczen vullenkomen ende vorlaten Andreas van Rethem van allir zake, 
de he menede to eme to hebbende unde de he to eme gehat hevet, darumme 
sine lakenne lange tiidt mit juw besät weren unde so belovede Hans Burman 
dar ock vor dessen vogeden, dat hee in nenen tokomenden tiden vorder mer dar 
up zaken wolde in nenerleye wise noch mit nenen rechten, geistlick edder 
wertlick. Dar hefft Hans Burmann do sine handt upgestrecket dessen unsen 
vogeden, unde des moste do Andreas van Rethen wedderumme vorlaten Hans 
Burmanns sine borgen, alse Hinrik Gendena unde Gerdt van Borken. Aldus is, 
leven heren, Hans Burmans affschedent van hir geweset, dat desse vogede to der 
tiidt nu also vor uns bethuget unde ingebracht hebben, dar enboven he uns unde 
de unsen to unrechte swarliken mit uthwendigen rechten hevet belastet, so wij 
juwer ersamheit dat nu hir by hebben geschreven unde clar vinden in der copie 
sines ladebreves in deme sulvigen unseme breve vorsloten, des wij doch eme 
edder nymande in sodanen edder geliken rechten plege zin to volgende van 
sundeslinger begnadinge des hilgen Romesschen stoels unde nu nydinges ock unsen 
hilgen vaders, pawess Pauli des anderen, alze dat deme Hinrick tome Bussche in 
Westvalen schrifftliken is benalet, de copien wij juwer ersamheit hiir inne vor- 
sloten oversenden, gij lesende werden vornemen etc. Bidden noch juwe ersam- 
heide, den sulfften Hans Burmann so to hebbende, he uns sulker unwarhafftigea 
dinghe, alse he in Westvalen hefft vorbringen laten, vordrege unde ock anderen 
unsen borgeren, de hee ock nameliken hefft uthesschen laten, alse heren Johanne 
van der Borgh erschreven, unsers radess medecumpane, Hans Kienen unde Sander 
van der Horst, unse borgere, van wegen unde irae namen zeugen heren Hinrickes 
Eppingkhusen , wandages unses borghermeisters , deme godt gnade, van welkes 
wegen de Hans Burmann desse dree hir ny muntliken hevet gesproken, sunder 
dat hee eneme van dessen dren, alse Sander van der Horst, ene czeddelle dede, 

*) August 10. 



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1466. Juli 5. 113 

de solde he don den vormunderen, unde sprak noch sede eme edder den anderen 
vorder ny wort raer. Unde dar enboven hee see ook dar in deme gerichte un- 
warhafftigen hefft beschuldiget unde andere unse borgere der geliken, alse Gerdt 
yan Borken unde Steven van der Marwijgk van enes zeugen Hans Klippenberges 
wegen etc. Juw leven heren in dessen zaken to bewisende, alse gij ime geliken 
van uns begerende zin wolden unde uns juwe gutlike schrifftlike antwordt unvor- 
togen wedder to benalende , x vorschulde wij hochliken na gebore gerne. Gode 
gesundt zijt bevalen. Schreven under unseme secrete ame sonavende na visi- 
tationis Marie virginis gloriose, anno domini etc. LXVI t0 . 

Consules Eijgenses. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen wisen mannen, heren borgherraeisteren unde 
raedmannen der Stadt Lubeke, unsen guden vrunden, mit ersamheit 

Angekommen den 14. Juli. Original auf Papier mit aufgedrücktem Siegel. 

111. 

Der Rath von Wismar schreibt dem Rathe von Lübeck wegen einiger aus einem 
gestrandeten Schiffe geborgenen Güter. 1466. Juli 5. 

Unsen fruntliken grud myd vermoghe alles guden tovorn. Ersamen heren, 
besundern guden frundes. Juwen breff van weghen des schepes und welken 
gudern, dat umrae trent Olden Gartze is ghebleven, an uns ghesand hebbe wij 
under lenghern averlesende wol vornomen unde doen juwen ersamheiden darupp 
gutliken to weten, wij muntlike vorhandelinghe myd dem duchtigen Clawes 
Oldeswager, voghede to Nigenbuckowe, de des vorscreven schepes gheberghede 
takel mid welken gudern bij sick hebben schole, van derweghen hebben ghehaed. 
Des zint ok vurder de ersamen heren Diderick Wilde, unses rades borghermester 
unde Bertold Nigeman, unses rades medekumpan van des obgenanten schepes 
unde guder weghen bij unsen gnedigen heren van Meckelenborch ghewesen, 
umme quid unde loes zodane vorscrevene gheberghede takel unde gud to vor- 
werfende, den unse gnedige here gheant werdet heft, he in korth to Mekelenborch 
dencket to kamende, uns den dach to vorkundighen , und wil den vorscrevenen 
Clawes Oldenswagher darsulvest vorbaden etc. Wes uns denne dar wedderfarende 
wert, unde wij van der wegen tom besten bestellen moghen, dencken wij jwen 

15 



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114 1466. Juli 5. 

ersamheiden to benalende, de wij gade dem heren bevelen. Ghescreven under 
unser stad secret, des sonnavendes na visitacionis Marie, anno etc. LXVI t0 . 

Borghermester unde radmanne tor Wismer. 

Aufschrift: Den ersamen unde wisen mannen, heren borghermesteren unde rad- 
mannen to Lubeke, unsern bisundern guden frunden, fruntliken gescreven. 

Angekommen den 7. Juli. Original auf Papier mit aufgedrücktem Siegel. 

113. 

Der JRath von Rostock bittet den Rath von Wismar um seine Ansicht hinsichtlich 
des in Lübeck erhobenen Pfahlgeldes. 1466. Juli 9. 

linsen gantz fruntliken grut mit begerten seliger wolvard. Ersamen heren 
besunderen guden frundes. So juwe, der ersamen unser frunde vam Stralessunde 
unde unse radessendeboden unlanges hadden gescreven den ersamen van Lubeke, 
umme aftodonde sodanen eren nien unwanliken tollen, den se willen genomet 
hebben paelgelt, unde se uns mochten des besten raden unde behulpen trostlik 
to wesende, umme aftostellende sodane swarheyt, als an den dren riken ok niges 
is angesettet, besunderen uppe de bere, dat doch van erent unde eres tollen unde 
paelgeld wegen untstan is etc., wat trostes rades unde hulpe de erscrevenen 
Lubeschen deshalven vor antwerde hebben gescreven, hebben gij uth eren breve 
wol vornamen, so dat se uns nerghen an untwiden, men de unsen uth den steden 
denken vort to belasten etc. Ersamen leven heren, des hebben wij daghelix 
beydende weset juwer furder scrifte unde entliken meninghe unde guddunkent 
uppe sodane unde hebben ock unsen frunden to Stralessunde vord gesand sodane 
erbenomede der Lubeschen antworde, van en begherende ere meninghe dergeliken. 
Worumme wij juw andachtigen bidden, gij bij dessem unsem jeghenwardigeri 
uns juwe guddunket unde meninghe schrifftliken mochten benalen, umme uppe 
sodane, under uns steden entliken unde eendrachtigen deshalven to slutende unde 
derwegen to donde efte latende, so dat is van noden, nachdeme uns dren 
steden besunderen eyn sodane sware last is umme willen unses beres unde ok 
jo lenk jo meer groteren schaden mochte bringhen. Ock, ersamen leven heren, 
de erscrevenen van Lubeke hebben uns kortens gescreven van wegen der twistigen 
saken mit den Engeischen, uns eschende, an ere stad to daghe uppen sundaeh. 



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1466. Juli 9. 115 

vor Magdalene negest körnende, 1 ) so wij merken, se juw ok hebben screven der- 
geliken. Worumme wij fruntliken begheren, gij uns ock bij dessem sulven unsen 
mochten vorscriven uppe sodane juwe meninghe unde andacht, ift gij ock sodane 
dachfard denken to besendende. Dergeliken hebben wy deshalven ok gescreven 
unsen frunden tom Stralessunde etc., so de ersame her Johan Divese, unses rades 
medekumpan, furder muntliken desse vorscreven ock werd juwen ersam- 
heyden [to] berichtende, de god lange salich spare. Screven under unser stad 
secret am midweken vor Margarete anno etc. LXYI* . 

Borgermester unde radmanne to Rostock. 

Aufschrift: Den — — radmannen tor Wismer, unsen u. s. w. 

Original auf Papier int Hathsarchiv zu Wismar mit geringen Resten des Secrets. 

113. 

Die Bürgermeister von Hamburg fragen die Bügermeister von Lübeck um Rath 
wegen eines in Rom anzustellenden Procurators. 1466. Juli 9. 

Unsen fruntliken grut mit vermöge alles guden tovoren. Ersamen wise 
heren, bisundern gunstigen guden frunde. Wij fugen juwer leve fruntliken weten, 
wo dat wij uns, efFt id uns so gewand worde, mit enem procuratore im have to 
Rome, alse wij dar nu tor tijd nemande hebben, gherne wolden besorgen. Unde 
so gij des meer erfarenheid hebben unde de gelegenheid weten, bidden wij frunt- 
liken, gij willen uns juwen guden rad unde guddungkend medetodelende weten 
laten, wen wij to sulkem officio mögen upnemen, darmede wij vorwaret sint, 
unde uns des juwe meninge by dessem jegenwardigen vorschriven. Vordenen 
wij gherne alle wege, wor wij mögen. Gode dem heren bevalen. Screven under 
unser stad signet, octava visitacionis Marie, anno etc. LXVP. 

Borghermester to Hamborgh. 

Aufschrift: Den ersamen unde wysen mannen, hernn Borgermeistern der stad 
Lubeke, unnsen besundern gunstighen ghuden frunden. 

Angekommen den 12. Juli. Original auf Pergament mit aufgedrücktem Signet. 

l ) Juli 21. 



15« 



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116 1466. Juli 10. 

114. 

Der Bath von Hamburg fordert den Bath von Lübeck zu Massregeln gegen Albert 
Bornsen auf. 1466. Juli 10. 

Unsen fnmtliken grued myt begheringhe alles ghuden tovorn. Ersamen 
leven heren unde ghuden frundes. Alse juwer leve wol indechtich is, dat wij 
iuw in vortiden vele ghescreven hebben van Albert Bornsen wegen etc., des 
willet weten, dat nu kortes vorleden he myt syner selscopp heffl gewesen uppe 
deme Wolde unde dar hefft he schaden ghedaen den Curslakers in soven perden, 
de he ghehesset, ghelemet unde vordorven hefft, also gij lichte dat wol ghehoret 
hebben unde denne ok in kortes hefft gewesen vor Bergherdorppe uppe der hude 
am dinxstage nacht negest vorleden 1 ) unde, dar in dem schepe dre unser borgher 
leghen unde slepen, dat he den eynen äff doet hefft gheslagen unde de anderen 
twe ghewundet in den doet unde hefft ock heren Corde schaden dan an viff 
perden, de he aver ghelemet, ghehesset unde vordorven hefft. Unde wij denne 
de unsen upp den Wolt hebben gheschicket, efft men sick ene unde syner zelscop 
mochte nalen, unde wij denne ock ghescreven hebben an den heren van Sassen, 
alse gij in desser ynnelechten cedelen werden lesende. So duchte uns wol nutte 
wesen, dat ghij des ghelich och hadden an syne gnade screven. Efft gij dat nu 
wormede vorbetteren moghen, setten wij to juwen wisheyden. Vurder, leven 
heren, so is uns wol ghesecht, dat desulve vorbenomede Albert to velen tiden 
sy to Boytzenborgh , unde alse iuw nu toghedan is unses heren gnade van 
Mekelenborch, dat gij denne mochten an syne gnade scriven, dat he dar nergen 
neyn toeholt en hande unde in synem lande nicht ghehuset effte gheheget werde, 
dar gij mit dem besten wol willen to vordacht syn, so des van noden schal syn. 
Darane doen iuwe ersamheyde uns ghuden willen, welk god saugen langhe friste 
unde spare. Ghescreven under unsser staed secret, des donnerdages vor Margarete, 
anno etc. LXVL 2 ) 

Consules Hamburgenses. 

Aufschrift: Den — — ratmannen to Lübeck, unsen u. s. w. 

Angekommen den 12. Juli. Original auf Pergament mit Besten des Secrets. 

l ) Juli 8. 

*) Eine Reihe von ähnlichen Briefen liegt vor aus den Jahren 1465 und 1466. 



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1466. Juli 12. 117 

115. 

Gert Satstem berichtet dem Lübecker Math über den Nachlass Hermann Frclings. 
1466. Juli 12. 

Mijnen weijllegen denst mijt vormoghen alless gudess. Ersame leijffen 
heren iwer erleijken weijsheijt to weijtten, wo dat ich in vorgangen jar LXV 
np sunte Danneijss dach 1 ) vor jwer weizeijt was, alzo mijt selghen Hermen 
Froleyges formonders alzo her Hinrik van Steijtten unde her Hermen Heijtwelt, 
Hans Brekerwelt, Hermen Dersowe unde derkende, dat for jwer weizeijt, ich 
ene rekenschop unde boscheijt ghedan hadde van Hermen Froleynck sijnen propper 
gudere, so dat bij mij bleijff in Leijfflant Hermen lo hören ICXIHI last bares 
soltes unde VIICLVn m^ 5V2 ß Keijges unde dan vort an gelt, so wes ich 
van des leijgaten weijgen ut geyffen solde, alze HICXXVI Eeijnsse gülden. 
Ersame leijffen heren desse vorscreven gudere unde gelt solde ich in Leijfflant 
untreijchten an wen, dar de formonder vorscreven worden, deme ich so loffede, 
ich so gerne don wolde. Ersame leijffen heren, so gaff ick jwer werdeijchgeijt 
to erkende, wo dat mij medde ghedan hadden sellgher deijchnes Seijgheboden 
Swanen formonders, dat ich it den formonders to erkende solde geijffen, wo dat 
Hermen Froleynck sijn vulle gelt hadde unde se darvan boscheijt hebben wolden. 
Ich boffrucht my des sey wolden to den gudere insaghe in hebben. Dus leyffen 
heren gaff ich jwe deijt to erkende, dan sy alle fer jeghenwordeijch stonden, er 
sey sick dat gud to sworen, dar up mij de erghenant her Bartolt Weijteijch dan 
antworde: So de schulde mosten von selschop unde geijft van affgan, oft desse 
formonders och anders dan reijcht konden don, darup ich jwen weizeijt dan 
antworde: ich wolde de guder gerne for mij antworden dem geynen, dar seij ir 
an screven worden up eyn sodan, dat ich vorlaten worde unde myne erffen. 
Dus leijffen heren sint de guder bosat, de bij mij leijgen Hermen Froleijnck 
tohoren unde dar ich de fornoghen fan don solde unde bij den gudern alle daghe 
offerbodeijch den geynen, dar seij it an gheschreven hebben in sodan. Seij 
sollen myn unde myne erffen vorlatten unde freijen de guder ut deme reychte, 
ich byn der guder mer eijn kneycht unde sal de botalghe don ene sulwen den 
formonders, sey maken it gud freij, ich bijn des gudes alle daghe offerbodeijch 
unde ist reijdde. Duss ersamen leyffen heren beijdde ich jwe erleijke wijsheijt, 
dat gij ijt in deychnisse holden, dat ich jwe de sake to erkende gaff to foren 
van heren Froleijnck unde Seijgheboden waer dar ich dan umme sprake[?] in jar 

l ) October 9. 



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118 1466. Juli 12. 

unde in daghe van eren weygen. Ersamen leijffen heren, myn wert schalt 
geyffen van den formonders, dar seij mij unreijcht an don, alzo bosunder hey 
Hinrik van Steijtten. Wat kan ich hoffen reycht don, dat gud ist bosat under 
myn, ich wolde it gerne utgeijffen, wan it frij were, ichwolde gerne mijt eijner 
betalinghe queijt seyn, ich hoppe nicht, dat seij dar na stan, dat ich de guder 
ene betallen sal unde och deyssen, des ich hoppe, to jwer erleijken weijsheijt 
doch geijn reijcht ene were, ich eyn gud tweyre betallen solde. Leijffen heren, 
er eijn hefft deme andern de guder von jwer erleyker weijsheijt offerweijsset 
to entfangen, erer eyn de freyre sy vor deme andern unde vorlatten mij vor 
namannen. De guder seynt reijdde, ick bijn er offerbadeycht, wan seij freij 
seint, nycht mer, dan god sterke jwe ghesunt an seile unde an leijffe. Ghescreven 
in Eeijffel int jar LXVI up sunte Mergreten äffende. 

Gert Satstem. 

Aufschrift: Den erwerghen heren borghemeysterers unde ratmanne der stat Lubeke 
myt ersameychgeijt detur littera. 

Original auf Papier mit Rest des aufgedrückten Siegels. 

116. 

Vollmacht für den Werkmeister von St. Marien zur Erhebung des Frolingschen 
Nachlasses. 

Procuratorium in communi. 

Allen etc. dat vor uns gekomen sint de ersame her Hinrick van Stiten 
unse borgermester, Hans Breckevelt unde Hermen Darsouw unse borghere vor- 
mundere wandages Hermen Yrolinges ock unses borghers seiger dechtnisse unde 
hebben in der besten formen unde wise alze ze van rechte mochten in eren warafftigen 
procuratorem unde hovetmanordinert gesatundemechtich gemaket, ordenen, setten unde 
mechtich maken äff wesende alze ieghenwardich in crafft desses unses breves den besche- 
denen man etc. werckmestere der kercken to unser leven vrouwen togere van dessen, 
urame van deme eddelen unde walgebornen heren Jhoen van Wallenstein nu tor tijd 
hovetman unde starust upp Grudens unde van deme ersamen rade to Eibingen to 
manende in vruntschupp edder mit rechte to vordenende unde to entsettende 
sodane gudere alze in den Prutzeschen krigen deme ergemelden Hermen Vrolinge 
unde etliken anderen unsen borgeren tor zewart dorch de soldeners des ergemelden 
heren Jhons affhendich gemaket unde in de havene der sulfften van Eibingen 



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1466. Juli. 119 

unde in ere stad eyn deel gebracht unde gekomen sint, des denne van weghenne 

des irluchtigesten hochgebornen fursten unde heren Kazemiri koninghes to 

Palen etc. unde dorch siner gnaden radessendebaden den ersamen unsen rades- 

sendebaden anno etc. LXIHI bynnen Thorn to daghe vorgaddert togesecht is, dat 

de ergemelde her Jhoen den unsen erbenomeden sodaner erer affbendighen gudere 

vomominghe unde betalinge doen scholde, deme doch betherto noch tor tyd nicht 

bescheen is. 

Entwurf auf Papier. 

117. 

Atiseinandersetzung zwischen Heinrich Dives und seiner Ehefrau. 1466. Juli 15. 

Witlik zij, dat schelinge zint gewest twisschen Hinrike Divessen uppe 

de ene unde ziner husfrouwen Berteken zeligen Bertram Luneborges des elderen 

dochter frund uppe de anderen zyde alse van der sulfften Berteken brutschattes 

wegene etc. dar over se denne int jar LXVI des donredages vor sunte Yiti 

dage 1 ) vorraiddelst fruntliken degedingen der ersamen heren Bertold Witykes 

borgermesters, Hanss und Bertrammes Luneborgh brodere unde Diderik Base- 

douwen borgers to Lubeke van der erscreven Bertiken zij de her Hinrik Kastorpes 

ok borgermesters, her Hinrik Lipperoden radmans, Hinrik Grenmolde, Jacob 

Bichardus, ok borgeren to Lubeke unde David Divessen van Hinrik Divessen 

zyden an beiden zyden dar bij gebeden fruntliken zint vorliket unde vorscheden 

in nabescreven wijse also, dat men der erscreven Berteken vorwissen unde 

toschriven schall laten in Israhelstorppe vijffundetachtentich mark geldes erffliker 

renthe vor soventeyn hundert mark, de Hinrik Divessen myt er gekregen hefft 

to brutschatte; hijr to schall se beholden, wat se hefft van kledinge smyde parle- 

werk kleynode unde wes er is unde wes Hinrik er gegeven hefft. Item dat 

sulveren tafelsmyde, dat Hinrik Divessen gekregen hefft van zines vaders wegene, 

dat schall raer vorkopen unde to gelde bringen unde dat geld, dat dar äff kumpt, 

dat schal men in renthe leggen unde de nuth, de dar äff kumpt, der schal Hinrik 

unde zine husfrouwe bruken na uthwisinge zines vaders testamentes. Yortmer 

is Hinrik Divessen schuldich Bertramme Luneborge sosshundert mark Lub. de 

he erae rede gedan hefft uppe zin huss, dar he eme inne scholde vorscriven laten 

dertich mark geldes. Item so is Hinrik Divessen ok schuldich Diderike Base- 

douwen dusend mark, de he erae ok rede gedan hefft uppe vefftich mark geldes, 



*) Juni 12. 



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120 1466. Juli 15. 

de he eme scholde vorschriven laten in Israhelstorppe. Hijr hebben desse vor- 
screven frunde an beiden zyden in gedegedinghet, dat Bertram unde Diderik scholen 
overgheven, dat Hinrik Divessen en de renthe nicht late vorschriven by sodaneme 
beschede, dat Hinrik Divessen schal overgheven Bertramme unde Diderike huss 
unde hoff, dar he inne wonet unde ressohopp, wat he to der nod nyn behoff en 
hefft unde en dat toscriven laten unde dat Bertram unde Diderik huss hoff unde 
resschopp scholen to eren schonesten unde duresten vorkopen unde ere geld dar 
ane soken na antale der schuld. Weret ok dat van deme huse unde resschopp 
nicht so vele worde, dat Bertram unde Diderik betalet worden, dat schall en 
Hinrik Divessen betalen uthe Israhelstorppe edder offt eme van erfftals wegene 
wes anvelle so hijr nabescreven steit. Item so is Hinrik Divessen ok schuldich 
Jacobe Bichardes hundert mark Lub. Item ok so is he noch anderen fromeden 
luden schuldich hijr entegen äff to rekende, wat he hefft unde wat raen eme is 
unde ene sulvernen kanne hyr mede ingerekent, de Hinrik Grenmolt der erscreven 
Berteken eyns gaff to deme nygen jare drehundert veffteyn mark negedehalven 
schillingh. Item lenden eme nach dar to Bertram Luneborgh unde Diderik 
Basedouw anderhalffhundert mark Lubesch, noch so lende eme Hinrik Grenmolt 
unde Jacob Richerdes hyr ok to hundertvyffundesostich mark negedehalven 
schillingh, uppe dat de vromeden schulde betalet werden, so schall Hinrik Divessen 
Bertramme Diderike Hinrike unde Jacobe unde eren erven uthe Israhelstorppe 
alle jar gheven sostich mark offte meer kan he uppe winachten, umbeworen to 
betalende. Unde desse sostich mark, de scholen Bertram Diderik Hinrik unde 
Jacob delen van jaren to jaren na antale, alse islikeme nastendich blifft so lange, 
dat desse vorscreven schuld alle betalet is. Unde weret zake, dat Hinrik Divessen 
moder in god vorstorve, eer desse vorbenomede schulde alle betalet worden, den 
anvall, de eme denne van ziner moder wegene keren mach, den schal raen hebben 
to den schulden to betalende effte, wor eme erst van erfftales wegene wes vor- 
fallende wert, uppe dat de schulde des de er betalet werden. Screven van bevele 
des rades unde vulbord beyder parthe. 

Eintragung ins Niederstadtbuch zu 1466 divisionis apostolorum. 



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1466. Juli 19. 121 



118. 



Sylvester, ErsUschof von Riga, empfiehlt dem Lübecker Bathe seinen Diener Johann 
van der Ehe. 1466. Juli 19. 

Silvester von godes unde des Romisschen stoles gnaden der billigen 
kercken to Rige ertzbisschopp. 

Unsen fruntliken grod mit behechlikem willen und alle gude stedes tovoren. 
Ersamen vorsichtigen unde wolwissen, besunderen leven herrn, frunde unde gonnere. 
De beschedene Johann van der Eke, unse dener, dusse bewiser, hevet etlike 
saken mit eneme genand Hinrick Swinde, wonhafftich yn unsir stad Rige, to 
Lübeck vor juw to handelen. Wij bidden juwe ersamheit mit gantzem vlite, 
dat de eme yn sodanen saken, so vele he recht hevet, reedlick, forderlick unde 
beholpen syn wilL Dat vorschulden wij tegen juw unde de juwen inn gheliken 
edder vele groteren, wor uns geboren moghe. Gegeven upp unsem slote Coken- 
hussen am sonnavende vor Marie Magdalene, im etc. LXVI* 611 . 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen und wolwisen mannen, borgermeister und 
raedmannen der Stadt Lübeck, unsen besunderen leven heren, frunde unde 
gonnern. 

Angekommen den 7. October. Original auf Papier mit aufgedrücktem Siegel. 

119. 

Der Bath zu Lübeck übersendet dem Ritter Äke Äxelson abschriftlich einen Brief 
des Bigaer Bathes in Sachen Hermann Beinemanns und verwendet sich 
für die Bigaer. 1466. Juli 20. 

Domino Ake Axelssone milite. 

(jestrenge here, besundere gude gunner. Wij hebben na juweme begere 
den ersamen unsen vrunden, deme rade to der Rige in der besten wise unde en 
dar to en copien juwes gnedigen heren koninges unde juwes breves dergeliken 
gesand, 1 ) dar upp ze uns wedderumme vor een antworde hebben benalet, des wij 
juw wäre avescriffte hiir inne vorsloten zenden, de gij lesende wol werden vor- 
neinende. Worumme bidden wij juwe gestrengen leve deger andachtigen, gij 
umme des gemenen besten willen desse zake na begere der van der Rige gud- 

*) Am Rande. 

16 



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122 1466. Juli 20. 

liken anseen willen laten, dat vordene wij umme juwe gestrengen leve unde de 
juwen alle wege gerne unde wes ze desser unser fruntliken bede mögen geneten, 
des begeren wij juwe gudlike bescreven antworde 1 ) mit den ersten. Gode deme 
heren zij juwe gestrengen leve bevalen etc. Datum dorainica ante Marie Magda- 
lene, anno ete. LXVL 

In dorto: Domino Ake Axelssone militi ex parte Eigensium van wegene* her 
Hermen Renemannes. 

Entwurf auf Papier. 

120. 

Christian, König von Dänemark, bittet den Rath von Lübeck um Zusendung von 
Abgeordneten. 1466. Juli 21. 

Cristiern, van gades gnaden to Dennemarken Sweden Norwegen, der 
Wende unde Gotten koningh, hertoghe to Sleswijk, greve to 
Holsten Stormarn Oldemborch unde Delmenhorst. 

Unsen fruntliken grut tovorn. Ersamen andachtighen besundern guden 
frunde. Wy hebben myd juw to wervende, dar uns merkliken ane to donde is 
furder wan wy vorschriven moghen. Bidden hirumme fruntliken, gij etlike juwes 
radesmedekumpane unde merklike sendeboden am donredaghe negest körnende 2 ) 
to vormiddaghe bi uns hebben willen tor Hilghenhaven. Des vorseen wy uns 
na unser legenheid to iuw gantzliken unde irkennen id umme iuw unde de 
juwen alleweghe gerne. Gheven to Petersdorpe, am daghe Praxedis virginis, 
anno etc. LXVI under unsem secrete. 

Aufschrift: Den ersamen borgermesteren unde radmannen der stad Lubeke, unsen 
leven besunderen. 

Original auf Papier mit aufgedrücktem Siegel. 
1S1. 

Bursprake von 1466 Jacobi. Juli 25. 

Wij beden juw to hörende. Wente, god ghelovet sij, schone vrucht 
geoghet is uppe deme velde, so bedet desse heren deme leddighen volke, dat 

1 ) Folgt: by de durchstrichen. 
") Juli 24. 



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1466. Juli 25. 123 

se sijok maken uthe der stad unde helpen, dat dat körne in kome, wente vunden 
8e alsulleker lüde wat in der stad, se wolden se uthdriven laten myt den vronen. 

Unde wente grot schade schut uppe den garden, uppe den wisschen unde 
an deme körne uppe deme velde, so beden desse heren unde warnet enen jewelken, 
dat he sijk darvor beware, wente, wert dar we mede begripen, de dar schaden 
deijth, se willen dat richten lijke duffte in sin hogeste. 

Vortmer, wente id ovele steit beide to lande unde to watere, so warnet 
desse heren enen jewelken man, dat he to se, wor he henne te unde dat he also 
vare, dat he mit ghemake unde myt gnaden moghe wedderkomen unde dat malk 
sin hues also beware mit spise, körne unde mit wapene, efft desse heren dat be- 
seen laten, dat se dat also vinden. 

Unde, wente nw de tid to gheijt, dat unse borghere to Schone willen 
teen unde dar bedorven enes hovetmannes unde enes voghedes, so hebben desse 
heren den vromen man Jo[han] Moller 1 ) dar settet to eneme voghede, unde biddet 
unde bedet al unssen borghern unde inwoneren, de dar komen, dat se eme hor- 
sam syn unde eme bijstan in allen noeden, weren welk, de des nicht en deden, 
desse heren wolden dat also richten, dat id en ander bewaren scholde. 

Vortmer bedet desse heren de jennen, de heringk solten willen, dat se den 
maken eenparich alse vor beiden bodemen unde middenne allike gud unde vurder 
packen unde spilen, zo oldinghes wontlik is ghewesen, wente we des nicht en 
dede unde wert id bevunden, se willen dat richten, lijke valscheme gude. 

Vortmer bede desse heren den jennen, dede gheste pleghen to holdende, 
dat se zeen, wene se herberghen, also dat de wert des gastes nicht entghelde. 

Vortmer zo en schal neyn gast stekemeste, hanthamer, korde oft lange 
meste edder ok hantbile noch wapene dreghen unde de werde scholen warnen 
ere gheste, dat se ere wapene in der herberghe laten, wente welk gast ze drecht, 
desse heren willen sinen werd panden laten vor dre marck sulvers. 

Vortmer bedet desse heren bij lyve unde bij ghude, dat nymand kope 
edder hantere gherovet ghud edder zeedriftich gud unde dat ok den zerovern 
unde moth willigen utliggeren tor zee 2 ) nymand stade noch hulpe en do in vittallie 
efflfce in harnesche noch in nenerleye dinghen. 



*) Auf Rasur. Darunter stand: Wilni Storink. 

*) zerovern — zee übergeschrieben, um an die Stelle des durch Unterstreichung getilgten Wortes: 
vittallien brodern zu treten. 

16« 



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124 1466. Juli 25. 

TJnde wente, lovet sij god, gud tijd is, zo bedet desse heren den beckeren 
unde den bruweren, dat se backen unde bruwen na der tid unde den beerteppersschen, 
dat ze vnlle mate gheven. 

Original auf Pergament mit den Jahreszahlen 1458 und 1466. 

Am Bande ist van späterer Sand zu Art. 1 hinzugefügt: Anno (15)11 non est lectorm, zu Art. 4, 5 und 7: 

Non legator, zum Schlussartikel eine Notiz, aus der zu lesen ist ... . moeten ken . . . gelt . . . 

122. 

Beglaubigung einer Heirath. 1466. Juli 25. 

x eter Zories, Hans van Stade unde Gerd Krukouwe, borgere to Lubeke, 
tuges unde lovenwerdige frome lüde vor deme ersamen rade to Lubeke hebben 
vormiddelst eren uthgestreckeden armen unde upgerichteden vingheren staveder 
eede lijffliken to den hilgen gesworen tuget unde wargemaket, dat mester 
Nicolaus van Lipsche eyn arste unde Gheseke zine husfrouwe in dat hilge echte 
na ordeninge der hilgen kerken binnen der stad Lubeke vortruwet gewest zint 
unde darsulvest ene werschopp so wontlik unde erlik is geholden hebben unde 
dat van en beyden unde in deme hilgen echte eliken zint geboren Hans unde 
Clawes brodere genomet van Lipsche. Jussu consulum. 

Eintragung ins Niederstadtbuch: 1466 Jacdbi apostoli. 

133. 

Der Bath von Stralsund bittet den Bath von Wismar um dessen Ansicht über ge- 
meinschaftliche Schritte der Städte zur Abschaffung des in Lübeck erhobenen 
Pfahlgelds. 1466. Juli 26. 

Unse vruntlike grute tovorn unde wes wij gudes vormoghen. Ersamen 

heren, besundergen guden frunde. Umme sodanen unwanliken tollen offte palgelt, 

alse unse vrunde to Lubke hebben uppelecht afftostellende, dar hebbe wij unse 

vrunde van Oldenstettin, Gripeswolt, Andern unde Demmyn samentliken umme 

spraken unde sint des ens, dat uns sodans so nicht steyt to slitende, unde 

schriven en noch biddende, dat se sodans willen affleggen. Wert deme so nicht 

schege, so konen se wol kennen, dat wij stede in sodanem vorderve unde scaden 

so nicht konden sitten. Wij hebben vorvaren warafftigen, dat in den riken 

umme des willen sodane veer Schilling upp dat beer is uppelecht Wes juw 

leven heren hirupjy to synne is, begeren desses juwe beschrevene antworde. Gtode 



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1466. Juli 26. 125 

almechtich bevalen. Schreven am sunnavende na Jacobi apostoli under unsem 
stad signet, anno domini etc. LX sexto. 

Kadmanne tom Stralessunde. 

Aufschrift: Den — — radmannen tor Wismer, unsen u. s. w. 

Original auf Papier im Archiv zu Wismar mit aufgedrücktem Siegel. 

134. 

Der Bath von Lübeck schreibt dem Bathe von Reval, dass die neu eingeführte 
Schiffahrtsabgabe durch nothwendig gewordene Arbeiten zur Verbesserung 
des Fahrwassers der Trave veranlasst sei und demnächst wieder aufhören 
werde. 1466. Juli 26. 

Den ersamen wiisen mannen heran borgermesteren unde radmannen tho 
Revell unsen bisunderen guden frunden. 

Unsen vruntliken grud unde wes wii gudes vermögen. Ersamen vorsich- 
tigen heren bisunderen guden frundes. Juwen breff inneholdende under lengeren, 
wo dat juwe frunde, den ere gudere van unser stad ton banden plegen to kö- 
rnende, unde dat sunderlinges juwe borgere ziik swarliken beclagen tegen uns, 
wo wii enen nyen tollen uppe ze unde ere gudere gesät hebben alse van enes 
nyen bolwerkes wegene, dat juw swar vromede duncket etc. hebben wii under 
meer worden gutliken entfangen unde woli vernomen. Unde don juw, gunstigen 
guden frundes, darupp gutliken weten, dat wii nynen tollen upgesat hebben, so 
gij des komen scholen to der warde, mer war isset, dat ziik unse deepp unser 
havene zere hefft vorworpen, dar dorch unse havene zere vloter is geworden, 
dan yd tovoren is gewest, unde de schepe vor unser havene myt vuller last 
körnende dar ungelosset nicht invleten konen, dar over mercklick schade in eer 
öden, gode entbarmet, is bescheen. Aldus moet men de schepe vorlossen mit 
pramen, dat denne deme kopmanne vele kostet. Unde uppe dat unse deepp 
Torbetert unde de kopman sulker kost enthaven mochte werden, deme gemenen 
testen to gude, deme ghemenen zevarenden manne de erscrevene unse havene 
to vorsokende to bequemicheid , hebben wii vor unser havene etlike bolwerke 
imae kisten sencken laten unde der meer dencken to senckende mit godes hulpe, 
so des schall zin van noden Darumme wii denne eyndrachtliken unde redelik 

so woll uppe unse, unser borgere unde des gemenen kopmans gudere 



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126 1466. Juli 26. 

unde schepe unse havene vorsokende upgesat hebben, umme sulk bol werke 1 ) unde 
kisten vort rede to makende in vorscrevener wiise. XJnde wenner dat vullen- 
bracht is, denne willen wii uns myt sul[kem upjgesatten paelgelde geborliken 
unde limpliken hebben, wante wii dat in sulker meninge nicht upgesat hebben, 
dat yd to ewigen [tiiden] genomen schole werden. Darumme is unse fruntlike 
beghere, angeseen sulke bovensoreven guden andacht gii mit juwen [borgeren] 
kopmannen unde juwen erscreven frunden gutliken spreken, se underwisende, 
also dat gii unde se des to rade wesen wilflen unde de] anderen Lifflandeschen 
stede, den wii ok eyn deels ok vor desser tiid alrede van desser sulften sake 
wegene gescreven hebben ok m . . . to vrede stellen willen. Vorschulden wii 
umme juwe ersamheide, de gode deme heren zin bevalen, alle wege gerne. Screven 
under unser stad secret ame dage Anne, anno LXVI. 

Borgermestere unde radmanen der stad Lubeke. 

Original im Rathwrchiv zu Reval mit Spuren des SecreU. 

125. 

Der Bath von Lübeck entscheidet, dass die Klage des Hermann Schoteler über das 
Verfahren einer Versammlung des Kaufmanns in Bergen Jahr und Tag 
ruhen müsse. 1466. Juli 26. 

Witlik zij, dat int jar etc. LXVI am sonnavende na Jacobi apostoli vor 
dem ersamen rade to Lubeke gewest is de beschedene Hermen Schoteler zijk 
beclagende, wo dat he bij de olderlude des ghemenen kopmans van der Dutschen 
hense to Bergen in Norwegen wesende gewest were, begerende eene tuchnisse 
uthe eren boken, wes in den zaken twisschen eme unde Gerd Ghiringe, zineme 
wedderparte darinne gescreven were, to ghevende, deme denne de kopman so 
gerne wolde gedan hebben, jodoch zin wedderpart Gerd Ghirinck mit etliken 
van der meenheid to Bergen den erscrevenen olderluden darinne gewalt unde 
wolt gedan hebbe, dat denne so nicht hebbe besehen mocht, unde was begerende, 
nademe [he] de zake vorborget hebbe, umme de vor dem rade to Lubeke to 
vorfolgende unde des anders nergen to sokende, dat denne de rad de zake wedder 
to zijk neme unde de noch uppe sine koste vorschriven wolde. Des denne de 
rad begerende was, dat Hermen de sake noch wolde anstan laten so lange, dat 



*) Das Ende der 6 Zeilen ausgerissen. 



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1466. Juli 26. 127 

jar trade dach umrae komen were, se wolden des woll vordaoht wesen, dat he 
binnen jar unde dage vor se gewest were unde zijk eyn sodans, alse vorscreven 
is, beclaget unde des van en indechtich to wesende begert hedde, dat em eyn 
sodans, alse bovensoreven is, besehen were, unde boden, eyn sulkent in desset 
erer stad boek tor witlicheid to schrivende. 

Eintragung ins Niederstadibuch. 1466, Jacobi. 



1»6. 

Claus Bantzau und Detlev Buchwald vertheidigen den Heinrich Deventer gegen den 
Vorwurf, dass er Mord und Raub begangen habe. 1466. Juli 27. 

Unsen fruntliken grut unde wes wij gudes vormogen alle tijd tovorn. 

Ersamen guden frunde. So gij am latesten screven van wegen Hinrich Deventer, 

dede uppe Vemeren mort unde roff schall began hebben unde in der vogedie 

to Segeberge schalle veliget unde leidet wesen, begerende andachtigen, ene sulk 

geleide to kortende etc., desses, ersamen guden frunde, na iuwem beghere, alse 

he tor Niestad veliget unde leidet was, is eine sodanne geleide körtet unde 

upgesecht. Unde wij to der Hilgenhavene etlike uppe Vemeren vor uns vorbadet 

hadden, dede uns der sake lenicheid hebben to irkennen geven, dat de ergenante 

juwe borger Hinrik Deventer myt nenem morde edder duve beclaget is unde de 

dode in synem levende gantz sere an em vorhalede unde vorwrachte, so dat he 

grot notwere don moste. Warumme bidden wij andachtigen iuwe ersamicheid, 

so wille vorvogen, dat iuwe borger Hinrik Deventer wedder by sin gud komen 

mochte, dat he sine herginge unde nerynge, war eme des to donde were, soken 

mochte unde den doden sinen vrunden na lantrechte mochte gelden, alse he uns 

hefft secht gerne to donde. Wert aver, dat iuwe ersamicheit des nicht konde 

vorvogen unde tolaten, juwe danne nicht to Unwille were, dat wij eme in myns 

gnedigesten heren lande, des koniges lande, mochten veligen unde leiden. Wes 

desses iuwe vorbenomede borger Hinrik Deventer unses vorschrivens mach genethen, 

begere wij to Segeberge iuwe berichtige screvene antwart. Desulffte iuwe 

ersamicheid got friste unde spare to langen tijden sunt unde sallich. Screven 



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128 1466. Juü 27. 

to der Hilligenhavene am sondage na Anne, anno etc. LXVI, under Detleves 
van Bockwolden ingesegel, des wij nu tor tijd samptliken bruken. 

Clawes Kantsow hern Schacken son, 
Detlev van Bockwolde hern Detleves son. 

Aufschrift: Den ersamen borgermesteren unde radmannen der stad Lübeck unsen 
guden frunden, fruntliken screven. 

Angekommen den 31. Juli. Original auf Papier mit Best des aufgedrückten Siegels. 

Christian, König von Dänemark, ersticht den Eath von Lübeck, den Landmeister 
von Livland an die Bezahlung der ihm schuldigen Geldsumme zu mahnen. 
1466. Juli 28. 

Cristiernn, van godes gnade to Denmargke Sweden Norwegen etc. 
koning, hertoge to Sleswijgk, greve to Holsten Stormarn Oldem- 
borg etc. 

Unnse sundergen gunste tovornn. Ersamen guden frunde unde leven 
besunderen. Wij vorsehen unde vormoden uns gentzlick, juw nicht unwitlick 
wesen schole, in welker fruntliker vordracht unde vorschrivinge wij mid dem 
erwerdigen in gode broder Johanne van Mengede, meister Dudessches ordens in 
Lijfflande, etlicke jar langk hebben geseten unde noch sitten en unde sinen 
orden belangende, unde he van der wegen uns jarlikes etlich golt nameliken 
dusent gülden to gevende plichtig is nach inneholde sines besegelden breves 
uns gegeven. Des desulvige erwerdige her meister mid enem merckliken summen 
jarlikes goldes lange bedaget uns vorentsitt unde wij nichtes wedder mid bodes- 
schoppe edder schriffte, alse wij darumme uppe unse kost unde teringe geschicket 
hebben, van em mögen derlange uns to nadeele unde schaden, wente alse wij 
befruchten, etlike unnser clenode unde sulverpande, de wij darupp uthgesettet unde 
vorpandet, vermodende unde vertröstende uns betalinge sodans goldes van em 
scholen hebben beholden, bister unde affhendich to werdende etc. Worumme, 
ersamen guden frunde, wij mid andacht begeren, gij den ergenanten heren meister 
mid juwen schrifften hadden mögen under wisen, he sick noch richtig mid nogaff- 
tiger betalinge sodanes vorgenanten goldes, umbe mehr arges to vormidende, tegen 
uns hebben willen finden laten unde irkennen, segen wij gantz gerne. Wo deme 



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1466. Juli 28. 129 

so nicht en schege unde unnses langen fruntliken verfolgens unde vaken verschri- 
vendes hir yo nicht ane mochten gedigen, stunde une dar nicht lenger aus 
swarliken mede to lidende, sunder anders darup verdacht to wesen. Datum tor 
Hilgenhaven, amme dage sancti Pantholeonis, anno etc. LXVI* . 

Aufschrift: Den — — radmannen to Lubecke. 

Angekommen den 28. Juli. Original auf Papier mit Resten des aufgedrückten Siegels. 

138. 

Der Rath von Danzig schreibt dem Rathe von Lübeck, dass an der üblichen Weise 
Salz zu wiegen und Tara zu berechnen nichts geändert werden könne, 
der Handel mit Wachs in Danzig zur Zeit unbedeutend sei. 1466. 
Juli 28. 

Unsen frundtlicken grot mit vormogen alles guden stedes tovorn. Ersarae 
hern, wolwise besundere guden frunde. Alze gie uns schriven van der zolttonnen, 
dat dee man twee lispunt wecht und dat alhir dem copmanne dee tonnen vor 
twee lispunt wert affgeslagen und dat zolt wert mit dem punder gewegen, de in 
der wicht dre lispunt mer inneholt, denne dat schippunt uppe der schale, so dat 
dee copman an elker tonne soss lispunt moth to achter kamen, und dat eyn 
juwelik copman, dee solt mit uns her bringet, an elker last moth vorlesen twee 
schippunt und acht lispunt, indeme dat men em mer denn twee lispunt up elke 
tonne affsleith, begerende, dat wie alhir mit dem copmanne willen vorfogen, zo 
alze dat oldinges is wonlick gewesen, und dat men dat zolt mit uns wege gelik 
bynnen juwer heren stadt geschuth etc., alze dat juwer ersamheit breff mit mer 
und wider worden begrepen clarlick uthwiset. So isset van olders gewonheit 
hir gewesen in alle dissen landen Frussen, dat men vor dat holt eyner zolttonnen 
dree lispunt hefft affgeslagen und wecht ok gemeynlick, so dat solt darin is 
getagen, mer, welke olde gewonheit wie in keyner wise anders konen maken, 
wenne dee copman, dee zulk solt averforet, alle tydt synen kopp und reken- 
schopp wol darnah weith to zetten. Und zo uns juwe ersame wisheit in eynem 
andern breve ok hefft geschreven van deme wasse, dat in Litthouwen wert 
gesmoltet, dat dat falsch wert gefunden, begerende, wie eth bie unsem heren 
koninge alzo weiden vorfogen, dat zolkt gewandelt wurde etc., ersame leven heren, 
itzund is weynig handteringe mit uns van wasse, wenne upp de tydt, do alhir 
mer handteringe darvan plach to wesende, wat falsch wart gefunden, darmede 

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130 1466. Juli 28. 

wart alhir begangen, alse men mit falschen gudern plecht to faren. Dath wat 
wie gudes in den und andern zaken don können, don wie alle tydt gerne. 
Geven to Danczk, am mandage negst nah Jacobi, im etc. LXYI ten jar. 

Radtmanne Danczk. 
Aufschrift: Den — — radtmannen der stadt Lübeck, unsen u. s. w. 

Angekommen den 15. September. Original auf Papier mit aufgedrücktem Siegel. 

139. 

Die Aelterleute des deutschen Kaufmannes in Malmoe schreiben den Aelterleuten der 
Schonenfahrer , dass der König von Dänemark für den Verkauf des 
deutschen Bieres einen Preis bestimmt habe und eine Accise fordere. 
1466. Juli 31. 

Juw ersamen boschedenen mannen, olderluden des Schonevars schuttinge, 
don wij olderlude des Dudeschen copmannes ton Ellebogen witlik mit fruntliken 
grute, dat de konyngh heft gheboden deme copmanne vormiddelst synem be- 
segelden breve, dat he scal geven de tunne Dudeschen bers vor achteyn Densche 
Schillinge durer nicht. Van den achteyn Schill, scal de copman, de dat ber 
vorkoft, geven ver schill. Densch van jewelker tunnen to tzyse. Dit buth des 
koninges gnade tho holdende bij vorlust des bers unde der guder, de de copman 
medebrocht heft unde des koninges broke, de darup vallen mach, dat me synen 
breff vorsmat to holdende. Ersame leve frundes unde gunres, dissem bode 
denken des koninghes muntemester unde raed ton Ellenbaghen vorvolginghe to 
donde, unde willen, dat yd de copman so holden schal. Hijr boghere wij juwes 
guden rades to, dat gij disse sake bringhen willen vor de erliken heren, juwen 
rad to Lubeke, dat me sodane unwantlike tzyse unde ghesettinge des kopes 
mochte affkeren, wente yd is deme copmanne ene grote belastinge, he kan dar 
nicht to don, yd steyt em nicht to beschermende. Hijrmede beghere wij juw 
gode bevolen sin in selicheit to langen tijden. Screven ton Ellebaghen, in surite 
Peters avende ad vincula anno etc. LXVI. 

Angekommen den 18. August. Original auf Papier mit untergedrucktem unkenntlichen Siegel. 



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1466. August 1. 131 

130. 

Der Rath von Rostock fordert den Roth von Wismar auf wegen des Pfahlgeldes 
nochmals an den Roth von Lübeck zu schreiben und eine Erklärung zu 
erbitten. (1466.) August 1. 

Unsen gantz fruntliken grut mit begherten seliger wolvard. Ersamen 
heren, besunderen ghuden frundes. De ersamen unse frunde vam Stralessunde, 
ghesproken mit den ersamen van Oldenstettin, Gripeswolde, Anclam unde Demmyn 
van wegen des unwonliken tollen to Lubeke angesettet hebben gescreven den 
erscrevenen unsen frunden to Lubeke eendrachtigen , umme sodanen tollen noch 
aftodonde; were deme so nicht scheghe, se denne sodaner schaden nicht dachten 
to slitende etc., zo de erscrevenen vam Stralessunde an uns unde ock lichte an 
juw nielken hebben gescreven etc. Worumme hebben wij dergeliken unsen 
frunden to Lubeke noch vorbat ghescreven bij dessem jegen wardigen, umme 
sodanen tollen efte palghelt aftodonde nach inholde ener copien hirane beslaten etc. 
Begheren andachtigen, gij densulven to Lubeke ok ernstliken mochten schriven 
dergeliken, umme sodan palghelt aftolatende, des ere antwarde begherende, umme 
ere entlike meninghe uth sodanen velen arbeyden to irkennende etc. Ock, ersamen 
leven frunde latest by juw wesende juw togheden unde vorantwardeden ene 
copien enes breves, den de here koning der drier rike etc. an uns hadde ghe- 
screven van weghen hern Peters Langejohann unde de erscrevene here koning 
des eyn antwarde van uns begherende was etc. bidden wij juwe ersamheyde 
gantz andachtigen, gij uns mit den ersten vorschriven willen, wes wy dem ge- 
nanten heren koninghe vor antwarde moghen deshalven vorschriven unde benalen. 
Vorschulden wij umme juwe ersamheyde, de ghode deme heren sin bevalen, 
andachtigen gerne. Screven under unser stad secret, am daghe sancti Fetri 

ad vincula. 

Consules Rozstochcenses. 

Aufschrift: Den — — radmannen to der Wismer, unsen u. s. w. 

Original auf Papier im Rathsarchiv zu Wismar mit Resten des Secrets. 



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132 1466. August 1. 



181. 



Der Math zu Danzig ersucht den Lübecker um seine Verwendung für den Danziger 
Bürger Lucas Camermann und seine Forderung an Hermann Rippe, 
Bürger in Verden. 1466. August 1. 

Vor juw ersamen vorsichtigen und wolwisen heren burgermeister rieht 
und raedt der stadt Lübeck, unsen besunderen gunstigen guden frunden, bekennen 
wie burgermeister und radtmanne der stadt Danczk mit frundtlikem grote be- 
gerende witlick to ziende, dat vor uns in sittendem rade gekamen sien dee 
erbaren richter und scheppen gehegdes dinges unser stadt und hebben apembar 
bekantt und getuget, dat vor en in gerichte dee vorsinnige Lucas Camerman unse 
medeborger hefft gelutbarth, dat em Herman Kippe, borger to Veerden, andirt- 
halffduwsent smasken, darvor de zolvige Herman Rippe van dem gnanten Lucas 
Kamerman, alze hee spreckt, voll und all to guder genoge is gegulden und betalet, 
rechter warer und unvorguldener schult schuldich is und dar solvigest vor en in 
gerichte dee beschedene Ambrosius Rosendaell und Peter Kozeler, beide tozamptne 
und eyn juweliok van en bessunder, hefft in der besten forme und wise, alze hee 
zulde und van rechte mochte, gestavedes eides ton hilligen geswaren und alzo 
alse recht is vorrichtet und waergemaket, dat int jaer veerundzostich umbtrent 
sunte Benedicten dage 1 ) dat hundert smasken hir to Danczk vor dree mark und 
achte schott und dre markg und seven schott Prusch geringes geldes wart gegeven 
und betalt, dat en godt so helpe und der hilligen. Vort so hebben ock de 
solvigen richter und scheppen gehegdes dinges vorbenompt bekant und 
betuget, dat dee vorgenomde Lucas Camerman hefft darsolvest vor en in gerichte 
in der besten forme und wise, alze hee mit rechte mochte, vulmechtich gemaket 
den erkentlicken Herman Culman juwer ersamheit medeborger, zulkk geldt, alze 
dee andirthalffduwsent smasken alhir in der vorberorden tydt werdich weren 
und gegulden hebben van deme genanten Herman Rippen to fordern, to manen, 
upptoboren und to entphangen in frundtschopp effte durch recht, eide to nemen 
und to vorlaten, quitancien van deme entphangenen to geven und alle dingt 
und rechtgangk vulmechtich darbie und darmede to donde und to latende, geliker 
wise hee zulven don und laten mochte, so effte hee kegenwerdich were und vor 
ougen, ock eynen andern procuratorem und vulmechtiger in dissen zaken, zo 
vaken dat van noden wert wesen, vortan to kesen und to mechtigende, gelavende 



l ) März 21. 



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1466. August 1. 133 

darbie, wat deesolve zien vulmechtiger hirbie don wert und laten, datsolve stede 
vaste und unvorseret to holden in allen tokamenden tieden alzo, alze dith vor 
uns van richter und scheppen gehegdes dinges vorbenompt bekant is und getuget, 
alzo tugen und bekennen wie dat vor juwer ersamen wisheit in und mit dissem 
unsem breffe, dee in getuchnisse der worheit mit unser stadt secret hir to rugge- 
werdes uppgedrueket is vorsegelt unde geven to Danczk am frydage am dage 
ad vinoula Petri na Cristi gebort unsers heren duwzentveerhundertundzosund- 
zostigesten jare. 

Original auf Pergament mit rückwärts aufgedrücktem Siegel. 

132. 

Der Rath von Lübeck fordert wiederholt von dem Ritter Erich Axelsson Rückgabe 
der Lübeckischen Bürgern von Ausliegern aus Äbo genommenen Güter, 
mit dem Hinzufügen, dass uridrigenfalk es ihnen gestattet sein müsse, sich 
selbst Erfolg zu schaffen. 1466. August 11. 

Domino Erico Axelson militi. 

-Eirbare unde gestrenge leve here, besunder gude gunre. Juwe antwordes- 
breff van wegen der guder, de juwe unde der van Abo uthliggere in der zee 
uth den Revelschen schepen bij enem jare vorleden gepilet scholen hebben, under 
langem inneholdende, wo unde in wat mathe sulkent togegan schole zin, so gij 
menen, we dat gedan, unde wo de handadigen mit den guderen in juwem to des 
kopmans beste zin geleydet unde dar ingekomen mit sulken vorworden, dat, wat 
van sulken genomenen gudern unvorrucket unde unvorsplittert were, dat schulden 
ze tosamende in guder vorwaringe unde beholdinge insetten, den gennen toto- 
kerende, den ze behoren etc., hebben wij to guder mathe wol vornomen unde 
den kopmannen, unsen borgeren, sulkent tokomende laten lesen, de uns darupp 
na guder underrichtinge etliker der gennen, de in den Bevelschen schepen weren, 
do se gepilet wurden, geantwordet hebben, dat yd schole bescheen zin, so hirna 
gescreven steit, wo dat juwer gestrengen leve dener, Knut Posse, unde Jons 
Oloffson, vogedes to Abo dener, geheten Knut Hellingsson, met erer beyder zel- 
schopp zegelden van Abo, unde do ze qwemen in de zee, do scheden ze zijk van 
malkander. Darna nam Knut Hellingsson de twe Bevelschen schepe. Dama 
umme trent dre edder veer stunde qwam Knut Posse wedder to Knut Hellingsson 
imde loden zijk malkander to gaste; do ze druncken weren, do wurden ze zijk 



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134 1466. August 11. 

Blande, so dat Knut Posse mit den zinen zijk mede inweldigeden in de genamen 
guder unde segelden do samptliken wedder in de Aboschen Scheren unde buten 
unde parten dar de guder vorscreven, unde al weren se to Abo, so gi scriven 
vorboden, jodoch zint ze dorch juwen unde eren utliggeren vorbenomed genomen 
gepartet unde gebutet; des wij, de unse unde de gemene unschuldige zevarende 
man yo billiken umbesorget scholden zin to bescheende, wante wij mit juwem 
gnedigen heren unde den zinen, juw unde den juwen nicht dan leve unde frunt- 
schopp en weten. Worum me bidden wij juwe erbare unde gestrenge leve deger 
andachtigen, so wij eer gedan hebben, gij yd so willen vorvogen, dat den unsen 
unde dem gemenen unschuldigen beschedigeden kopmanne, so vorscreven steit, 
ere genomen guder weddergekart edder na werde betalet mögen werden. Dat 
vordenen wij umme juwe gestrengen leve gerne. Wo deme so nicht en geschuet, 
konen gij wol erkennen, wij de unsen nicht rechtlos konen laten, sunder ene 
gunnen, zijk eres schaden wedder to vorhalende, uppe wenen sulkent denne 
komen wolde, kan juwe leve wol merken, dat wij doch lever zegen vorhud 
umme vurder raoye, de darvan denne entstaen mochte. Kennet god, de juwe 
gestrengen leven spare lange wolmogen unde gesund. Screven under unsem 
secrete, am mandage na sunte Laurencii dage, anno etc. LXYI. 

Entwurf ohne Unterschrift auf Papier. 

133. 

Der Bath von Kolberg berichtet dem Lübecker über die seiner Stadt in letzter Zeit 
erwachsenen Fehden und sagt Erledigung mehrerer von Lübeck erhobener 
Beschwerden zu, sobald die Buhe wieder hergestellt sei. 1466. August 21. 

Unsen vruntliken gudwilgen grudt unde wes wy gudes vormoghen alle- 
wege tho voren. Ersamen heren leven guden vrunde. Juwen breff amme latesten 
an uns gesand hebbe wij gudliken entfanghen unde hebben den lesende wol 
vornamen. Int erste, so gy schriven, dat gy unse borghere geveliget unde ge- 
leydet hebben in juwe stad etc. dar wy juwen ersamheiden vruntliken umme 
dancken unde vorschuldent gerne wedder, wor wy konen unde mohen. Vortmer 
so gy denne schriven dat juw noch nen bescheid sehen ys van der maninge 
weghen, de gy meynen tho uns tho hebbende na lüde des recesses binnen Rostock 
gemaket etc., dar zegge wy nicht nen tho unde god weth, dat wy dat uppe 
desse tyd noch nicht utrichten konen van anvals wegen, wente gy wol dirvaren 



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1466. August 21. 135 

unde so wy juw ok irgescreven hebben, wo wy myd vorredliker veyde unde 
orlage bofangben synt unde ok, wo de bisschop von Cammin unde Dynniges 
van der Osten myd eren hulperen by unser stad gedan hebben unde doen wolden 
jn loven unde in vorsegeldem vrede unde ok an eren unverwaret, dat de almech 
tige god afkerde. Vor sulkent wy unde alle erlike stede nocb hutesdaghes zick 
moten waren unde ok wy by deme gemeynen unde juweme copmanne gedan 
hebben in vortiden, den to beschermende myd groteme unrowe unde myd groter 
kost unde teringe, dar wy grot vorvolgent unde mennioh werve to schaden unde 
Unwillen van gekamen synt unde willen deme noch so gerne doen umme juwer 
leve unde ok umme des gemeynen besten willen. Gifft god syne gnade, dat de 
lantstrate wedder upkummet des wy kortliken hapen to scheende, so gy wol 
hoerende werden. Hirumme leven heren unde guden vrunde bidden deger 
vruntliken, dat gy nu willen anzeen unse nod unde willen noch myd uns raede- 
lidinge hebben to etliken tiden, wy willen na deme willen gades yegen juwe 
ersamheide nen unrecht van deshalven hebben vorbath, so gy screven van weghen 
juwes borghers by namen Hans Brawen, deme ok noch nicht sodane gelt na lüde 
sessulven recesses geworden zy etc. Leven heren unde guden vrunde des do 
wy juw gudliken to wetende, dat etlike unse borghere by namen Hogenhuse 
Lewerk unde Jacob Boddeker nnde mer andere unse borghere em sodane ghelt, 
dar he uns nmme mant> utrichtet hebben van unser weghen, de here umme des- 
willen in juwer stad getovet hadde, den wy, do ze to hus quemen, dat mosten 
wedder gheven unde synt em nicht mer schuldich. Worum me bidden andacht- 
liken, gy juwen borgher vorscreven willen underwisen, dat he uns ungemakes 
vordreghe van der weghen. Vortmer so gy schriven van juweme inwanere Con- 
rado Gumprechte van etlikeme kabelgarne etc., des willet weten, dat de sake 
unde maninge tokummet etliken unsen borgheren, de uppe desse tyd to Schone 
unde nicht to hus synt. Wen ze wedder to hus kamen, so wille wy de sake 
vorhoren unde willen dar denne gerne unse beste by don. Int leste so gy scriven 
van juwes borghers weghen Bosse Grevenhorste , dat he scholde hebben inne 
schepet schipper Clawes Baren VI vate vlasses unde hennepes etc. des willet 
weten, dat juwe borghere sanden myd uns tor stede eren vulmechtighen hovet- 
man myd ereme machtbreve genomet Hinrick van Lesen, de schipper Clawes 
Baren anclagheden myd uns vor gerichte, also wart hee vorvluchtich unde 
quam nicht vor gerichte unde was myd uns ungeleydet. Daraa quam de vor- 
screven Hinrick van Lezen wedder vor uns unde bath uns, wy den irgedachten 



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136 1466. August 21. 

schipper Baren mochte[n leyden,] l ) den wy do umme syner unde juwer borghen 
beden willen leydeden, also entfligede he zick myd em sunder unsen willen 
unde witschop, welke schipper Bare tho den vorscreven guderen doch eyn vul- 
kamen hovetraan was, so hape wy, dat wy em nicht plichtich synt Scheit em 
aver wes to unsen borgheren, he käme edder sende synen vulmechtigen hovet- 
man myd uns tor stede, dar wy ene to leyden velich äff und tho, wy willen em 
behelpen an de unsen unvortaghen rechtes na tosprake unde antwerde. Worumme 
ersame heren unde guden vrunde bidden unde bogeren myd vlitiger andacht, 
dat gy willen anseen unse vruntlike bede unde not uppe desse tyd unde de 
sake unde maninge, de gy unde de juwen to uns unde den unsen meynen to 
hebbende, willen laten anstan in gude unde in velicheit, so langhe, dat it de 
almechtige god myd uns anders voghet unde wy to rouweliker säte unde vrede 
kamen, so wolle wy denne nen unrecht yegen juw edder de juwen hebben unde 
bogeren andachtliken, dat de unsen dar up moghen to juw kamen myd eren schepen 
unde guderen geleydet velich äff unde tho vor juw de juwen unde vor alle de 
yenen, de umme juwen willen don unde laten willen, desgeliken wy gerne de 
juwen wedder don willen, de forderen myd deme besten wor wy konen unde 
moghen. TJhde wor wy ok juwer leve wedder tho willen unde vruntschop wesen 
konen, do wy gerne gudwillich. Wes hir ane sehen mach, des begheren wy juwe 
breflike gudlike antwerde by desseme yegenwardigen baden, dar wy unde de 
unsen zick moghen weten na to richtende. Gode almechtich salich unde sund 
bevalen to langhen tiden. Schreven amme donredaghe vor Bartholomei under 
unser stad secretum anno domini etc. LX sexto. 

Eadmanne to Colberge. 

Aufschrift: Den ersamen wolwisen mannen heren borgermesteren unde radraanne 
der stad Lübeck unsen leven guden vrunden myd erwerdicheit. 

Angekommen den 15. September. Original auf Papier mit Best des aufgedrückten Siegels. 

134. 

Anwesenheit beider Parteien ist Bedingung für die Anerkennung eines vom Rathe 
zu London untersiegelten offenen Briefes. 1466. August 24. 

Jesse Bunde van Bantzijk vor deme ersamen rade to Lubeke is ersehenen 
myt eneme apenen breve, van deme ersamen rade to Linden in Engeland so yd 

l ) Loch im Papier. 



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1466. August 24. 137 

irschen vorsegeld, begerende sodanen breff in affwesende schipper Hinrik Poppen 
zines wedderpartes by macht edder unmacht to irkennende. Dar upp de rad na 
vlitiger vorhoringhe sodanes breves unde na besprake deme erscreven Jesse Bunden 
geantwert hefft, dat zin wedderpart Hinrik Poppe dar jegenwardich tor stede 
wesen moste, scholden se darumme spreken unde sodanen breff by macht edder 
unmacht irkennen. Des zyk denne de vorgescreven Jesse Bunde des beholden 
hefft, offt sodanen breff, wenner jar unde dagh umme koraen were, nicht by 
werde irkant worde, dat he dan noch enen anderen beteren breff halen unde 
bringhen mochte. Des eme de rad to Lubeke also to donde gegunt unde irlovet 
hefft. Jussu consulum. 

Eintragung ins Niederstadtbuch: 1466 Bartholomei apostoli. 

135. 

Der Rath zu Danzig berichtigt gegen den Lübecker Rath die gegen ihn umlaufenden 
Gerüchte über die Karavelle des Königs von Frankreich. 1466. August 25. 

Unsen fründleken grot mit vormogen alles guden steds tovor. Ersame 

wise herrn besundere grote gönnere unde fründe. Juwer ersamheit breff am 

fridage vor Laurencii negstvorgangen 1 ) geschreven wie mitsarapt des vorsichtigen 

oldermanne to Brügge in Flandern breve entfangen unde lesende wol hebben 

vornamen; uth welkem juwer wysheit breffe wie vorstaen hebben, de genömden 

olderlude juwen wijsheiden unde unsen fründen to Hamborch geschreven hebben 

mannicherley clage over uns, beyde to latine unde düdissche van wegen des craffeles 

des heren koniges van Franckricke vor unser stat liggende etc. biddende, wie eth also 

vorfögen weiden, de geraeyne copman deshalven nicht to schaden qwerae etc. "Worupp 

ersame herrn besundre gunstige fründe, wie juwer ersamen wijsheit gutlick bidden 

weten, dat uns van den clegers bij deme genömden heren konige van Franck- 

rike grote körte gescheen is unde zee in erem voergeven der warheit zere 

gesparet hebben. "Wenn sick de zaken vele anders, wenn zee synen genaden 

syn vorgebracht, vorlopen hebben, des wie umb körte willen der tiedt unde lenge 

'willen der materie dithmall juwen ersamheiden in all nicht vorschriven können, 

sunder dath wie uns vorseen, juwe ersamheide uth eyner copien eynes instru- 

mentes durch eynen notarium Johannem Widelerse underschreven vorstaen hebben, 

de anklegere alse Peter Quisinoth unde Marcus Boeff personlick vor deme ge- 



') August 8. 

18 



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138 1466. August 25. 

nömden notario gestanden syn, luwtbarende zaken im sölven instrumente begrepen 
unde de tuge, de sölke luwtbaringe beswaren hebben, des genömden Marcus Boeff 
brödige knechte gewest syn unde wie den luwthbaringen, so, alse de im instru- 
mente berört syn, nicht bistaen und ock bewisen mögen, also nicht gescheen, 
getruwende beyde van vordechtnisse und ock van unser uprichtigen bewisinge 
solk instrumente im rechte nicht to bestaen. Ock so in den articklen van clage, 
de wie uns vorseen, juwe ersamheit van den olderluden entfangen hebbe, undir 
andern begrepen is, dat wie vam genomeden schepe dat boeth solden genamen 
hebben, darto hämisch, büssen, büssenpulver unde were van wapene unde anders 
wes, dat sick allet lopt to grotem gelde unde dat vor eyne stede gebrocht, de 
wie beiecht hadden hir int landt to Prüssen etc. Welkt leven fründen mit 
keyner warheit steit natobringen, wenn wie keynet nach van hämisch nach büssen 
nach büssenpulver effte eynich ander ding van wapen effte were uthe effte van 
deme genömde craffele nye genamen nach begeret hebben. Sunder eth is gescheen 
bij leven der, de macht hadden vam schepe, dat zee uns alleyne des bloten 
schepes boeth gütlicken leneden unde wie des baven acht dage nicht gebrüwkeden 
und en dat, so gut wie eth entfangen hadden, wedder antwurden. Und ock, 
so zee vort berören, dat wie zee mit enigen dingen bedränget addir bedrouwet 
hadden laten, wedder in unsir stat by erachte addir guden willen tokamen, so 
alse dat int breede in eynem artickel begrepen steyt, darinn wedder warheit und 
grote körte geschüt. Wenn eth gescheen is, do de genömden Peter Quisinoth 
und Marcus Boeff uth unsir stat ane weeten eres weerdes gescheeden weren, dat 
vele gedachte schipp ane allerley besteltnisse hynder sick to latende, weren wie 
besorgende, dat velichte durch undergange unde vornichtigunge des gedachten 
schepes unsir stat havene solde to vorderffe kamen. Darumb wie uns unde unse 
stat willende bewaren, schickede wie etziieke unses rades mit eynem apembaren 
notario uppe de reyde vor unser stat int schipp, dar de genömden Peter unde 
Marcus inne weren unde leten zee gütiiek requireren, so dat zee dat solve schipp 
hinder sick weiden also bestelln, dat eth vorwaret worde. Und vort, so zee 
clagende syn, wie deme genömden heren konige solk schipp vorentholden hedden 
mit sampt syner tobehoringe unde nach vorenthulden , darynne wie ock mit 
cleyner warheith bedichtet werden, wenn dat genömde schipp mitsampt syner 
tobehoringe, de de genömden Peter und Marcus am letsten van hir schededen, 
hir gelaten hebben to des heren koniges beste und willen, addir we dar recht 
to hefft, alle wege gelegen hefft unde noch licht, unde uns nicht genoch vor- 



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1466. August 25. 139 

wundern können, solker unde ander becledinge der unwarheit, de kegen uns 
durch de genömden anclegers irdacht wert unde vorgenamen unde elfte de her 
konigk addir syne undirsaten daraff orsake nemende, den copraan beschedigen 
würde, alse zee vor velen jaren wol gedaen hebben, daraff cleyne restitucie ge- 
scheen is, vortruwen wie nicht jmandes uns darumb schuldt finden effte geven 
bedörffe, dath nicht hindergestellet den rath und gutduncken der vorgeschreven older- 
lude, deine wie gerne volgende mit den allirersten vortstellen willen by unsem 
allirgnedigsten herrn konige to Palen etc., deme vorgeschrevenen herrn konige van 
Franckrijck to schriven unde ock aller zaken gelegenheit bewislick to underrichten 
unde effte eth van nöden doende wert uns to ere, lijke unde rechte, alse syner 
genaden undersaten to erbedende, daraff wie juwe ersamheit ane solker copien 
der solven breffe unde clare underrichtunge nicht laten willen, de wie ock gade 
deme herrn gesundt unde wolmögende bevelen to langen seligen tiden. Geven 
to Danczk am mandage negst na Bartholomei apostoli im etc. LXVI ten jar. 

Eathmanne Danczick. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen unde wolwisen herrn burgermeister unde 
rathmanne der stat Lübeck unsen besundern gunstigen guden frunden. 

Angekommen den 15. September. Original auf Papier mit aufgedrücktem Siegel. 



136. 

Der Rath von Reval fordert von dem Rafhe von Lübeck die Abstellung des neuer- 
dings erhobenen Pfahlgelds, unter der Androhung, dass sonst eine ähnliche 
Abgabe in Reval erhoben werden müsse. 1466. August 27. 

Unseu vruntliken grot myt vermögen alles guden tovorn. Ersame vor- 
sichtige heren, bysunder gude vrunde. So als juwe ersamheyt uns negest vor- 
leden am dage Anne vidue 1 ) geschreven hevet, hebbe wy juwen breff gutliken 
entfangen und to guder mathe na overlesende wol vernomen. Und als gy dan 
schriven, dat gij nenen tollen upgesat hebben, des wy to der warheyt komen 
sollen, mer wo gy umme des willen, dat sik yuwe deep vor juwer havene ser 
verworpen hebbe, dardorch yuwe havene ser vloter geworden sy, dan se tovor 



l ) Juli 26. 

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140 1466. August 27. 

gewest sy, so dat de schepe, de yuwe havene soken unde darvor körnen myt 
vuller last, dar nicht infleten kunnen etc., darumme gy eyndrechtliken redelik 
paelgelt sowol up de juwe juwer borger guder und des gemenen kopmans guder 
und schepe yuwe havene sokende upgesat hebben etc., hijrumme van uns be- 
gerende, dat wy myt unsen borgeren kopmannen und vrunden gutliken spreken 
und se underwisen willen, so dat wy und se des tovreden wesen willen etc. 
Ersame leve heren und gunstige vrunde, hebbe wy inholt yuwes breves unsen 
borgern to kennen und vorstan geven, de uns geantwordet hebben, wo dat hijr 
vor unser stad ok eyne havene sy, darto se dat bolwerk und kisten nicht myt 
denen gelde kost unde arbede stände holden und lange tijd her gestan hebbe 
und van yaren to yaren kysten van groten balcken und holteren behove uth- 
toleggende senckende und betteren, dat alleyne hijr up se und unse stad kome, 
und yodoch ny pennyngh darto geesschet off genomen hebben van allen den 
ghennen, de hijr unse havene soken myt eren schepen und guderen, und darumme 
duncke se nicht geborlik wesen, dat gy alsulcke paelgelt in vorgeschrevener mathe 
upgesat hebben, und seggen samentliken und eyndrachtliken , dat se darmede 
nynerleye wisen und tovreden wesen willen. Hijrumme, ersame leve heren, is 
sake, gy sulckent nicht affstellenen willen, mach juwe ersamheyt wol merken und 
erkennen, wat hijrvan upstan und utspruten sal. Und darumme is unse vrunt- 
liker mit gantzer andacht boger und bede, dat gy dit dupliken to synne nemen 
und overtrachten willen und also voghen , dat sulck upgesat paelgelt affgestellet 
werde, umme vorder moye unde vordreyt darvan komen mochte to vermyden. 
Und off gy und de juwe hijr eyne vrye havene soken und hebben willen, als 
gy beth herto gehat hebben, so mote gy also vogen und bestellen, dat wy unde 
de unse dar myt jw ok eyne vrye havene hebben, des wy uns ummers also to 
juwer ersamheyt verhopen, de wy gode dem heren to langen verhopenden tijden 
salich und gesunt bevelen. Geschreven under unser stad secreto, des negesten 
mydwekens na Bartholomei apostoli, anno domini sexagesimo sexto. 

Borgermeyster und radmanne to Eeval. 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubeke, unsen w. s. w. myt aller 
ersamheyd. 

Angekommen den 23. September. Original auf Papier mit Resten des Secrets. 



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1466. August 28. 141 

137. 

Margarethe, verwittwete Herzogin von Schkstmg, bittet den Rath von Lübeck um 
Bath, wie sie sich gegen das Ansinnen des Grafen Gerhard von Oldenburg 
in Betreff ihres Witthums Rendsburg verhalten solle. 1466. August 28. 

Margarete, von goddes gnaden hertogynne to Slesewigk, gravynne 
unde frouwe to Holsten unde Stormern etc. 

Unnsirn fruntlichin gruss zuvorn. Vorsichtigen unde wysen lieben bie- 

sundern. Uns czwyffelt nicht, ir habt wol gehord unde vorstanden, wye es uns 

unsir lipczucht halbin zcu gehalden wert im lande zcu Holsten, so wy meynen, 

noch ny vorschult habin, ouch unsirn ohemen, graven Ernste von Mansfelt aff- 

gegryffen etc. Nu wolde wye unse borgk Kendesborg mit andern zcugehoringen 

in unsir lipczucht gehornde nach unsirm besten bestellen, als wil unsir amtpman 

Claus von der Wissche nicht von sich antwertin unserm herin unde frunde von 

Lubegk, dem wir das befoln habin von unser wegin zcu bestelne, wyewol wir 

das om geschrebin und in unsirn schrifften geheissen habin, dem also zcu thune, 

unde sitczet uns so vor uff unsir borgk unde helt sich vaste wedder uns mit 

rechenschafft zcu thune, und was wir om des befoln hatten. Wuruff er das 

thud, wissen wyr nicht. Ouch so had uns der edele, unse liebe bruder, jungker 

Gerd van Oldenborch geschreben, wye sollen om zcusage getan habin, unde wil 

uns keynen amptman zcustaden, den wir dar setczen, als uns von den unsirn 

auch geschrebin ist, den er das gesagit had, sunder wyr senden uch syns 

bryffes eine usschrifft in dissem verslossen, darinne ir syne meynunge wol vorsten 

werden. Er had mit uns wol gered, das wir om wolden Rendesborg thun, er 

wolde uns darvan eine bostalt thun. Habin wir om anders nicht zcugesait 

Wen wir das vorlassen wolden, wyr gunsten om das so lip als eime anderen, so 

vorder uns das unsir frunde raden, men wir wolden ane rad unsir frunde nymande 

zcusagen. Hirumme mogit ir wol mercken, wo wir gemeynt werden, und wes 

uns unsir frunde unde ir darzcu raden, wollen wir uns wol inne halden. Wye 

deine alles so habin wir grosen getruwen unde gloubin zcu uch unde anders 

nye, wen alles guten zcu uch vorsehn. Als ist unsir flysege begerliche bete, yr 

wollit uns in unsir sache helffen unde raten, wy wir uns darynne halden mögen, 

unde ab es us nod syn worde wes wir uns zcu uch vorder vorsehn sollen 

ob wir auch hulffe unde rad an uch gehabin mögen, als wir gantczen zcuvorsicht 

zcu uch habin, wen unsir herre seliger dechtnisse unde wir uns gein uch anders 



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142 1466. August 28. 

nye gehalden habin, als wir meynen, men geborlich ist Unde seeht an dije 
gelegenheit der sache, unde das vie dar im lande keynen frunt habin unde sint 
dar als eyn arm wediwe, dy man yo nicht vorlassen sal, sundir an helffen unde 
raden verteidingen unde bie gliche unde rechte behalden. Szo wir uns ane allen 
zwyffel zcu uch vorsehn, wen wir uns ouch in allen Sachen, der wir zcu thune 
habin, gein uch anders nicht, wen, wy geborlich ist, haiden wollen. Jr wollit 
dye gelegenheit der sache ansehn, umme uns unde unsirn ohemen von Mansfeld, 
unde uns des iuver meynunge vorsten lasen. Wollin wir gein uch vordynen 
vorschulden unde in allem gute erkennen gerne uwer antwert. Gebin under 
unsirn ingesegel, am donnerstage nach Bartolomei, anno domini etc. LXVI to . 

Aufschrift: Den vorsichtigen unde wysen borgermestern unde rade to Lubegke, 
unsirn gunstigen biesundern leven. 

Angekommen den 2. September, Original auf Papier mit aufgedrücktem Siegel, 

138. 

Huldigungseid der Insel Fehmarn. 1466, August 30, 

Witlick zij, dat na der bort Crisli unses heren dusent veerhundert darna 
in deme sossundesosstigesten [jare] in sunte Philippi unde Jacobi avende 1 ) bynnen 
der Borch uppe Vemeren de kemerere gantze sworen unde twe bure uth eneme 
ye welken dorppe des landes Vemeren, borgermestere unde rad manne tor Borch 
darsulvest van wegen des gantzen landes den ersamen heren borgermesterenn, 
radmannen unde gemeenheid der stad Lubeke unde ereme hovedmanne tor tijd 
uppe deme Grammbeke wesende hebben gelovet unde gesworen ene truwe vaste 
pandhuldinghe to holdende, en truw hold horsam to wesende unde mit ereme 
besten ummeghan, vastliken by en to blivende, van en nynerleie wiiss to wikende 
unde nenen anderen heren boven se to kesende unde dat land Vemeren myt 
deme slote truweliken na aller erer macht to der van Lubeke truwen hand helpeu 
holden unde beschermen, alle de wile ze in der van Lubeke pandesschen weren 
werden entholden, van en nicht geioset unde uth eren handen willichliken qwijt 
gegeven unde vorlaten sint. Dat en god so helpe unde zine hilgen. 

Aeltestes Eidebuch fol 45 b. 
l ) April 30. 



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1466. September 1. 143 



139. 



Andreas Wagendriver ersucht den Lübecker Bath, die Befischung des Ratzeburger 
Sees den Lauenburgern vorläufig und bis zur Schlichtung der Streitsache 
zu gestatten. 1466. September 1. 

Vruntliken gruth mit willigeme denste unde wes ik gudes vormach alle 
tijt tovoren. Ersamen unde vorsichtigen guden frunde. Alse ik denne ame 
latesten [perjsonliken bij juw was mit etliken mynes gnedigen heren undersathen 
unde visscheren, dar denne etlik vorhandel von wegen des Raceborger zees to 
visschende beschach unde gij do sulvest mynes heren undersathen vorboden, dat 
se van deme juwen to vissehende bliven scholden, dergelijken juwe radessende- 
boden ame donresdage vorschenen 1 ) den sulven mennen to groten Zarouwe ok 
vorboden, unde ik juw fruntliken bot samptliken, dat de armen luden bij der 
gewontliken visscherie bliven mochten bet dat myn gnedige here wedder by de 
hant kerne, da[t] my nicht mochte bedigen. Dergeliken ik ,mit mynes gnedigen 
heren reden ok to Zarouwe juwe radessendeboden fruntliken beden, dess se sick 
nicht underwinden wolden etc. Worum me leven heren unde bisunderen guden 
frunde bidde ik juw noch mit sundergeme flijte fruntliken unde denstliken, dat de 
armen menne na older wontliken wijse mögen visschen, alse se aver lange jar 
unde bette her to gedan hebben, so lange dat myn gnedige leve here van Sassen 
unde gij dar aver to samende komen unde des to vurderme uthdrage komen 
unde my sodanes breves van des zees wegen wore copien senden, dar mede ik 

denne van stund my myn[en] gnedigen heren mochte mit d benalen unde 

mit flijte bij siner gnade bearbeiden. De liken under anderen mochte 

de to slete komen. Dar ik gerne dat beste to don wil juw e gutiiken 

to bewisende u eygeren, dat vordene ik tegen juwe erlike wijsheit wor ik 

kan unde begere desser juwe n richtige antworde bij desseme jegen- 

wardigen baden. Gode deme heren sijt bevalen. Screven ame d Egidij 

under myneme ingesegel, anno etc. LX sexto. 

. . • gutwillige denre [Andre]as Wagendriver. 

Aufschrift: Den ersamen unde vorsichtigen borgermeistern unde ratmannen der 
stat to Lubeke mynen leven heren unde guden frunden. 

Angekommen den 1. September. Original beschädigt auf Papier mit Best des aufgedruckten Siegels. 

v ) August 28. 



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144 1466. September 1. 



140. 



Andreas Wagendriver fordert von dem Lübecker Bathdie Auslieferung eines Mannes, 
der auf Lauenburger Gebiet am Ratzeburger See einen anderen er- 
schlagen hat 1466. September 1. 

Mynen fruntliken willigen denst unde wes ick gudes vermach tovoren. 
Ersamen leven heren unde vorsichtigen guden frunde. Jk begere juwer ersamheit gut- 
liken weten, dat my warafftigen is by gekomen, dat leyder amme donresdage unlanges 
vorleden 1 ) hart uppe jenne sijt Zarouwe wol twe armborste schote neges uppe 
desse sijde des schedebomes in deme Kaceborger zee in den Eusschbulten en 
den anderen van deme levende to deme dode gebracht schole hebben, dat denne 
uppe myns gnedigen heren van Sassen ströme unde ertboddeme schulle besehen 
sin, do ik berichtet bin. Dar denne Pynnouwe juwe visscher mit anderen sinen 
medehulperen sulff verde mit sulffwalt weldichliken unde in nachtslapender tijt 
is gekomen unde den hantdadigen mit mit deme doden manne van mynes gnedigen 
heren gebede van sineme rechte bette bynnen juwe stad Lubeke hemelken ge- 
bracht unde geforet hefft, alse ik denne mit anderen mynes gnedigen heren van 
Sassen reden unde etliken sinen mannen uppe sodane tijt noch bynnen groten 
Zarouwe was, mochte Pynnouwe wol billiken darumme by my gekomen hebben, 
dat me de stede der schicht besen hadde etc. Jfft denne myn gnedige leve here 
so wat van Pynnouwe mit sinen medehulperen van siner rechticheit vorsnellet 
were unde vorwaldet, so bidde ik juw mit sundergeme flyte fruntliken, dat gij 
juwe visschere gutliken willen underwijsen unde so hebben, dat se mijneme 
gnedigen heren rechtes van der gewalt wegen nicht utgan. Des ik mij van 
siner gnade wegen wol to juw vorsee unde wes ik van wegen mynes gnedigen 
heren juwer underwisinge möge gneten unde vort myneme gnedigen heren 
benalen, begere ik des juwe gutlike richtige antwerde by desseme jegenwardigen 
baden. Sijt gade bevalen. Screven amme dage sunte Egijdij und er myneme 

ingessegel anno etc. Ixsexto. 

Juwe gutwillige denre 

Andreas Wagendriver. 

Aufschrift: Den ersamen unde vorsichtigen borgermesteren unde ratmannen der 
stad to Lubeke synen leven heren unde guden frunden. 

Angekommen den 1. September. Original auf Papier mit Rest des aufgedrückten Siegels. 

l ) August 28. 



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1466. September 1. 145 

141. 

Albert Bemmer und Herbert van der Linden vereinbaren unter einander die Be- 
dingungen, unter denen letzterer im Auftrage und in Geschäften des 
ersteren eine Heise nach Flandern unternehmen wird. 1466. Sepibr. 1. 

WiÜik zij dat Albert Bemmer unde Herbert van der Linden vor desseme 
boke hebben bekant, dat ze under zyk eyns geworden unde over eyn gekomen 
zint so nasoreven steit also, dat Herbert van der Linden trecken schall in 
Vlanderen, umme vor deme kopmanne to Brugghe offt war des behoff schall 
werden, Albert Bemmers zake to vorderende unde mit rechte to vorfolgende to 
Albertes behoff, so eme Albert bevelende wert na sineme besten vorraoge na 
inneholde des procuratorij uppe de besäte, de Albert to Lubeke gedan hefft. 
Darvor schall Herbert hebben van Alberte unde zinen frunden to ziner theringe 
van Lubeke uth beth to Brugghe in veer Einsehe gülden dergeliken van Brugghe 
uth beth to Lubeke wedder in ok veer Einsehe gülden unde, so langhe alse 
Herbert van Albertes wegene to Brugghe is, schall Herbert hebben alle weken 
veer Schillinge grote, so lange zijk de tijd verlopet unde wenner Herberde toge- 
secht wert, dat he wedderumme reysen schall so schall he van dar reysen unde 
dar nicht lenger uppe Albertes kost biiven. TJnde efft yd so gevelle, dat Herberde 
enich gelt togesecht worde mit rechte offte mit fruntschopp to Albertes behoff, 
des en schall Herbert nicht boren noch entfangen, men dat schall boren, de jenne 
deme Albert dat verschrivende wert. Vortmer weret zake, dat Herbert uppe der 
reyse anvall krege van kranckheit wegen effte gefangen worde edder desgeiikes, 
dar god vor sij, dar en schal Albert nicht to antwerden ok nynen hinder schaden 
effte moye dar van hebben, men schall allene mit sulkeme gelde qwijd wesen so 
vorscreven steit. Hyr sint an unde over gewest to tuge Hinrik Hovesche, Hinrik 
Drosedouw unde Ludike van Thunen borgere to Lubeke. 

Eintragung ins Niederstadtbuch: 1466 Egidii abbatis. 

142. 

Luder Polborn 9 Vogt in FaUterbude, schreibt dem Rathe von Lübeck, dass die 
Königin Dorothee in Abwesenheit des Königs eine Bieraccise eingeführt habe 
und dass die Vögte sich dieser Einführung wiedersetzten. 1466. Septbr. 1. 

Mynen underdanighen wilghen denst unde wes ik alle weghe gudes vor- 
mach. Erwerdighen leven heren borghermester unde ratman der stat Lubeke. 

19 



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146 1466. September 1. 

Juwer leve tho wetende, dat do de vorluchtighe gnedighe here konynck Kersten 
syner gnade breff tho Valsterbode ghescreven an de borghermester tho Schonore 
unde Valsterbode, umme de sijse tho gevende, dede vorscrevene borghermester 
van den vogheden alle gheesschet wart, dar de vogede sik umme bespreken 
unde antworden, de vorluchtighe gnedighe here konynck uns unde den gemenen 
copman gheleydet unde ghevelighet hefft up unse pryvilege unde vrygheit unde 
wy liggen up den unsen, so vormode wy nener sijse plichtich syn unde dar 
enboven dencke wij nene sijse tho ghevende. Up sulk er antworde hebben se 
wedderumme gescreven, des sonavendes na sunte Johannis Baptisten 1 ) sande de 
gnedighe vrouwe, de konynghynne enen breff an de borghermester to Valster- 
bode unde Schonore, umme de sijse van den vogheden tho esschende, dar de 
voghede alle tho antworden unde seden, de hochgheboren vorste, here konynck 
uns hijr gheleydet hadde up unse pryvilege unde vrigheit unde up unsen wonlicken 
tollen, darenbaven moste wy unde wolden nene sijse offte unplicht geven, unde 
wy beden ere gnade, se dat anstan lete, so lange de gnedighe here de konynck 
unde syne gnaden rat unde de stede thosamende quemen, al wes uns den bevalen 
worde, dar woide wy uns gherne na richten, wy mochten dar anders nicht don. 
Dit antworden de vogede up den breff. De konynck is nicht in Selande 
ofte in Schone. Hadde he hijr by der hant ghewesen, de voghede wolden toghen 
hebben vor syne gnade. De konynghynne is to dem Ellebagen, ik wolde se uns 
nicht negher queme, ik fruchte, se wil tho Valsterbode wesen; kumpt se, so wil 
ik erer gnaden den breff antworden, gy my deden an den gnedigen heren 
konynck, ik em don solde. Dat ghemene volk, Densch unde Dudesch kurren al 
up de Lubeschen unde segghen, id is unse schult, de sijse upkumpt unme des 
tollen willen hijrup ghelecht is. Gy loven nicht, wo dat volck kurret up uns, 
Ik wolde, wy wol van hijr wesen, hijr wert nen herinck ghevanghen, dat mene 
volck heft nicht to vorterende. Wolde gy ene snycke hijr lopen laten, so verne 
id jw geraden duchte, were jo en angest. Baven al myn scriven, wes jw gelevet, 
scrivet my juwen willen, dar wil ik my gerne na richten. Hijrmede sijt gode 
alle ewichlik bevalen. Bedet aver my als aver juwen dener. Ghescreven to 
Valsterbode, am daghe sancti Egidii, anno LXVI. 

Luder Polborn, juwe voghet to Valsterbode. 

Aufschrift: De rat der stat Lubeke vruntliken gescreven. 

Angekommen den IB. September. Original auf Papier mit aufgedrücktem Siegel. 
l ) Juni 28. 



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1466. September 2. 147 

143. 

Das Domkapitel zu Lübeck verkauft dem Siverd Boitin die Gebäude auf dem Hofe 
Wedöl und verpachtet ihm eine Anzahl Grundstücke daselbst. 1466. Septbr. 2. 

De heren des cappittels tho Lubike hebben Siver de Boytin, de alduslange 
gewonet hefft to Tbendorpe, entfangen to erem lansten unde hebben ene unde 
sine erven vorkofft alle buwete stände up derae have to Wedole in dem kerspele 
to Travemunde belegen, nichtes uthgenamen, ane beyde berchvrede, de de heren 
des cappittels erbenomed to erem willen sik beholden. Hirvore scholen Syverd 
erbenomed unde syne erven unde ere nakomenden borghen unde medelovere dem 
cappittel to Lubike entrichten unde betalen twehundert Lubsche marck penninge 
to dessen nabenomeden tijden na ghijffte desses breves, alse in dem achtedaghen 
sunte Johannis to myddensamer negestkamende hundert marck Lub., in den 
achtedagen to wynachten damegestvolgende vyflftich Lubesche marck unde in den 
achtedagen sunte Johannis to middensamer dar denne negestvolgende de lesten 
vifftich Lubesche marck. Darvor Hinrich Boytin to Popkendorppe, Hans unde 
Marquard Boytin unde Hans Schacht to Tbendorppe, Clawes Westfael, Merten 
Kopman unde Hermen Koler to Totendorppe, Hans Maess to Travemunde, Clawes 
Maess unde Everd Schunemann to Gramerstorppe, alle in geloven unde guden 
truwen unde mit erer sameder hand hebben gelavet dem cappittel to Lubeke. 
Vurder hebben dat suive cappittel dessen vorbenomeden Syverde unde synen 
erven ghedan vor achteundedorchtich Lubesche marck penninge hure jarlikes en 
to betalende, alse in deme lande to Holsten wontlik ys, dessen nabenomeden 
acker, alse den ossenkampp, dat langheveld, dat vosveld, dat olde haverveld, den 
kledkamp, unde den Nyerdorpperkamp mit der koppelen, alse denne alle Lemmeke 
van Bockwolde van dessen vorbenomeden hove schedede under siner piuch hadde, 
mit allen wisschen, weiden unde weken holtingen, sunderges mit dem ellrebroke 
benedden des pravestes dike belegen, so verne dat nu keret, myt allen diken 
unde bomgharden to deme hove to Wedole belegen, uthgenamen des pravestes 
dijk unde ene dikstowynge uppe deme velde to Nyendorppe, de nu tho ener 
wisch ghelecht is, unde ene hove landes genomed de rode, neen denstgheld 
hiirvan furder to gevende. Ghift ok god wanner mast in den holtingen to 
Wedole, dar mögen se denne en styghe swyne vrigh mede inlopen laten. Buwen 
se ock mer hove bij dessen hoff to Wedole, denne mögen se druttich swijne in 
de mast vrigh lopen laten. Wane ock god darsulves mast ghyft unde willen 

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148 1466. September 2. 

denne de heren des cappittels de iemande vorkopen, denne scholen Syverd er- 
benomed edder syne erven to dem kope de negesten wesen. Ock wan se rethes 
behoff hebben to deckende dat buwete upe dem vorbenomeden hove, des schal 
men en ghunnen to winnende uppe deme see to Hemmingestorpe na redelicheyd, 
doch mit weten unde willen des cappittels edder eres vagedes tor tijd, dem 
cappittel jarlikes twe rockhonere to gevende uthe dessem hove unde vurder uthe 
eneme jewelken hove, is darbij mer worden ghebuwet der gelik twe rokhonere 
to gevende worden ok desser hove so mer gebuwet unde besettet Wolden 
denne Syverd edder sine erven de roede unde dikstowinge tom Nyendorppe vor- 
gerored to den hoven to hure hebben, darto scholen en de heren des cappittels 
edder ere vaget tortijd behulpen wesen. Behoven ok Syverd ofte sine erven 
ekens holtes, dessen benomeden hoff in wesende to holdende, dat scholen se van 
deme cappittel bidden, den willen en de heren des cappittels dat to redelicheyd 
wisen laten unde ghunnen. Desse vorschreven dink syn twisschen deme cappittel 
unde Syverd Boytine myt vullenkamenen willen unde berade vorhandelt unde 
darna vullentagen to Wydole, dar en wynkop na landes sede over ghedruncken 
is, darsulves ock dat cappittel den vorbenomeden Syverde wisen let in alle vor- 
schreven gudere, de de eme unde synen erven toschreven stan, alze voregeroret 
ys, dar ock de borgentucht unde alle voreschreven stucke vornyet unde uthsproken 
worden in jegenwordicheyd der werdighen heren mester Detlef Hoyer, Cord 
Losten unde hern Wolmer Wolmers, domheren to Lubeke, her Hinrik Vocke, 
viccarius to Travenemunde, Johan Hinrick unde Marquard genomed David to 
Wilberstorpe, Hinrick Kran to Grammerstorpe, Jacob Bobese, Clawes Westfael 
to Warnstorpe, Hinrick Vromingk unde Hartich Vos tom Xyendorpe unde vele 
mer ander vramer lüde, de alze tughe unde winkopes lüde hir an unde over 
gheweset synt. Desses to merer bewysinghe ys desser schrifte twe gemaket van 
enem lüde, de ene uth der ander gesneden myt des cappittels to Lubike secrete 
besegeld, unde en jewelik part heft ene schrift. Gheven na godes bord veerteyn- 
hundert in deme sosseundesostigesten jare, des dinxstedages negest vor unser 
leven frouwen daghe erer bord. 

Original auf Pergament mit Siegel des Kapittels am Pergamentstreifen im grossherzoglichen Archiv eu Oldenburg. 



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1466. September 3. 149 

144. 

Der Bath zu Wismar beschwert sich bei dem vor Lübeck, dass zwei Bürger aus 
letzterer Stadt sie und ihre Gemeinde vor den Freigrafen geladen haben. 
1466. September 3. 

Unsen fruntliken gruth mit vermoghe alles guden tovoren. Ersamen 
heren bisunderen guden frunde. Wy doen jw clegeliken weten, wo twe borghere 
und inwonre jwer stad alzo Hans unde Hinrik brodere ghenomet de Lippen uns 
dorch eren procuratorem gheheten Erverhard Durkop theghen de warde unde 
benedden recht vor deme duchtighen Hinrick tome Busche, des hilligen Boraeschen 
rikes vriggreven beclaghen hebbet lathen umrae etliker zake willen, dede aver 
langhen tijden in unser stad twischen deme beschedenen Hans Kaien van der 
eynen unde Arnd Wulvestorp van der anderen siden unser borgheren is irf ordert 
endet unde ghelendet na Lubescheme rechte, alze recht is. Hirane zijck juwe 
vorscreven borghere nicht noghen laten, men hebben van der weghen an uns 
unde de gantze meenheid unser stad von deme vorscreven vriggreven ghesand 
eyne ladinghe uns uppe schaden unde unnutte theringhe tho drivende unde doch 
jw wol indechtich mach wesen. Do jwc erlike radessendebaden, alze here 
Hinrick Kastorp unde here Curd Moire myd mester Johan Arndes, juweme 
secretario amme latesten weren in unser stad. zo ze jw wol hebben ingebracht, 
wy nicht darane twivelen, dat wy von der sulven sake weghen do ne fruntlike 
vorhandelinghe myd den vorscreven heren hadden, de uns do ne nicht unlimplik 
vnnden, wy ghentzliken uns to erer witlicheyd van der weghen vorlaten. Dar 
ok done de vorgenante Hans Kaie deme erscreven Hinrik Lippen vraghede, wer he 
ok myd eme bynnen unser stad hadde do rechte geghaen unde dare uth vor 
jwe ersamheide to jenighen tijden eyn ordel hadde geschulden, des do jwe borgher 
vorscreven antwerdende unde der worde tostund und sede neen, he en hadde 
myd Hans Kaien nicht to rechte gaen bynnen unser stad, ok neen ordel dar uth 
geschulden etc. Worumme ersamen heren und guden frunde zodenne jwe vor- 
screven borghere myd deme vorscreven Hans Kaien in unser stad nicht hebben 
to rechte gheghaen, ok neen ordel dar uth vor jw geschulden, sind wy andachtighen 
van jw begheren, gy jwe borghere alzo willen hebben unde underwisen, dat wy 
van den jwen boven recht, na deme unse gnedighe here van deme lande unde 
unse nähere ummelanck beseten unser to eren unde rechte mechtich sind, vurder 
nicht uppe schaden unde theringe buten landes werden ghedrungen, schaden unde 



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150 1466. September 3 

Unwillen, de billichte dar anders van entstaen mochte, to vormidende, de wy 
derkennet god ungherne seghen. Vorschulde wy umme jwe ersamheide aller- 
weghe gherne, war wy moghen unde begheren des jwe richtige bescreven ant- 
werde by desseme unseme jeghenwardighen, uppe dat wy moghen weten, wor wy 
uns na scholen unde de unsen richten. Gade siid bevalen. Screven des mit 
wekens na decollacionis Johannis baptiste, anno etc. LXYP 

Borghermestere unde radmanne tor Wissmer. 

Aufschrift: Den ersamen unde wisen mannen heren borghermesteren unde rad- 
mannen to Lubeke unsen bisunderen guden frunden. 

Angekommen den 6. September. Original auf Papier. Spur des aufgedruckten Siegels. 

145. 

Der Roth von Lübeck verbietet den Krämern Rosenkränze von Bernstein zu verkaufen. 
1466. September 3. 

Witlik zij, dat int jar dusent veerhundert sossundesostich des midwekens 
na decollacionis Johannis Baptiste de olderlude der bernsteen paternostermaker 
myt den olderluden der kremer van schelinghe wegen, de ze under malkander 
ledden darumme, dat de kremer bernsteen paternoster to kope veyle hebben, 
welk ereme ampte to grotem vorfange hinder unde schaden were, so se zijk des 
vor dem ersamen rade to Lubeke irschinende beclageden, dar de ergesechten 
olderlude der bernsteen paternostermaker begherende weren myt andacht frunt- 
liken biddende, dat men er ampt besorgen wolde, dat se bij neringhe bliven 
mochten, wente ere amt alrede merckliken vordorveri were, unde dat se den 
kremeren vorbeden wollen laten, dat se vurder nyne bernsteen paternoster meer 
veyle hebben. Hijrupp de erscrevene rad na besprake unde na beyder parte 
vorghevent unde antworde den obgenanten olderluden der kremer affzeden, dat 
se edder de erbenomeden kremer nyne bernsteen paternoster binnen Lubeke 
edder enen andern wech gemaket binnen edder buten huses meer veyle hebben 
edder vorkopen scholden. Welk de vorbenomeden olderlude der paternoster- 
maker begereden, in der stad weddeboek to ener dechtnisse to schrivende, so 
en dat togelaten unde ghegunt wart to besehende. Screven van bevele des rades 
im jare unde dage bovenscreven. 

Eintragung in das älteste Wettebuch fol. 30. 



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1466. September 4. 151 

146. 

Albert Bischof und das Kapitel zu Lübeck Urkunden über die nach einer Verein- 
barung mit dem Bathe der Stadt erfolgte Verwendung einer Kreuzzugs- 
spende zum Bau der Dompfarrei, der Stadimauern und Thürme. 1466. 
September 4. 
Wy Albertus van godesgnaden unde des stols to Eome ghekome unde 
bestedigede in enen bisschopp Theodoricus provest Ludolphus vicedecanus unde 
dat gantze cappittel der kerken to Lubeke unde wij borghermestere unde rad 
manne der stad Lubeke don witlik myt dessem breve, dat in dem jare na der- 
bord unses heren dusentverhundertverundesostich in dem ersten der vasten alze 
in der stad Lubeke ghekomen was de erwerdigheste in god vader her 
Jeroniraus ertzebisschopp to Creta unses hillighesten vaders paveses Pij des 
anderen zeligher dechtnisse legate makede he eyn to hopekament uppe dem rad- 
huse to Lubeke unde lede vore, wodane wijs de ghenante unse hilghe vader de 
pawes to tröste der hilghen cristenheit hadde anghesettet eyn ghemene toch 
unde herevard ieghen den Türken, in welkem toghe syn hillicheit personliken 
mede wesen wolde unde darto repe syn hillicheyd in syne hulpe alle cristene 
ioveghe lüde unde al de jennen, de personliken qwemen edder de eren 
sanden uterichted myt were unde teringhen etc. den hedde syn hillicheyd grote 
gnade unde aflat ghegheven, alze de bulla syner legacien vurder ynneheld. 
Vurder sede he, dat ok vele ynnigher lüde syn mochten, de sodane gnade unde 
aflat ok gherne vordeneden unde des doch an eren ghude nichten hadden, dar 
se personliken medekomen edder wene mede senden konden unde dar up was 
dessulven heren legaten beghere, dat me sette eyne ghemeyne kisten, dar en 
jewelk in gheven mochte, alze em god in syn herte sande, uppe dat se sodanes 
aflates mede delafftich werden mochten. Dar deme ghenanten heren legaten 
upp ghesecht wart, id were noch by mynschen denkende to meer tyden ghescheen, 
dat in sodaner wijse kisten ghesat weren, so ieghen de Bohemen, so to der 
weddervoreninghe der Greken myt der hilghen kerken etc. unde doch to nenen 
tijden sodane gheld, alse in de kisten ghegheven were, to sodanen enden unde to 
sodaner nuth ghekamen sy, dar id to gheven was. Deshalven dat volk afkerich 
gheworden were, dar to besorghende stunde, efft me sodane kisten wol sette, 
dat dar weynich scholde in ghegheven werden. Hijrup was des heren antwerde, 
dat me de kisten sette, dar worde denne iuttik edder vele in ghegheven, dat 
dat queme to behoff des vorbenoraeden toghes; ghinghe over de toch unde de 



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152 1466. September 4. 

vorbenomede herevard nicht vor sijk, dat me denne sodane gheld alse in de 
kisten ghekomen were, kerede to beteringhe der kerken unde der muren unde 
tornen to unde umme Lubeke. Dyt was dat afschedent myt dem heren legaten 
unde darupp wart de kiste ghesatt unde nach derae disse vorbenomede ghe- 
mene toch unde hervard nenen vortganck hatt unde de erscreven kiste lenk 
wen twe jar ghestan hefft unde darunder bestalen is, alse des openbare wäre 
tekene ghevunden synt, so hebbe wij myt samendem rade upp sodane vorscreven 
vorword unde affschedent, alse myt dem heren legaten ghehat is unde dar de 
kiste umme ghesettet was, to ghelaten, dat me sodane gheld, alse in der kisten 
ghevunden is alse myt drenhundert unde neghenundesostich mark unde drut- 
teijgen schillink Lub., de ene helffte kere to dem preddickhuse to dem Dome, 
dat me nu jeghenwardighen buwed, unde de anderen helffte to beteringhe der 
muren unde torne umme de stad Lubeke. Unde weret sake, dat uns samend 
edde besunderghen van der weghen ichtes under oghen stunde, dat were, wat 
edder wo dat were nichtes utenomen, des wilie wij by eynander bliven myt 
rade unde dade, myt kost teringhe unde schaden, ok in wedderkeringhe des- 
sulven gheldes, efft id dar hen queme to liken hovetiuden unde malk to liken 
deele beth to vullem uthdragbe der sake in ghuden gheloven unde sunder alle 
list Des to orkunde unde ener dechtnisse is desser breve twe ghemaket, der 
de ene is besegheld myt dem ingheseghele unses des cappittels to Lubeke des 
wij Albertus electus unde confirmatus vorbenomet uppe dyt mal mede bruken unde 
den breff so besegheld schal me legghen bij uns den rad to Lubeke unde de andere 
breff is besegheld myt unses des rades ingheseghel to Lubeke, den schall me legghen 
bij uns dat cappittel to Lubeke to tokamender dechtnisse. Dyt is vorhandelt 
besloten ghegheven und besegheld na godesbort verteynhundert iar darna in 
deme sosundesostighesten iare des verden daghes in septembri. 

Original auf Pergament mit Siegel der Stadt Lübeck am Pergamentetreifen im Grossherzogliclien Archiv zu Oldenburg. 

147. 

Johann Herzog zu Sachsen ersucht den Lübecker Bath um eine Zusammenkunft 
zu Gross-Sarau. 1466. September 4. 

Johan van gades gnaden to Sassen Engeren unde Westvalen etc. 
hertoghe unde des hilligen Komesschen rijkes ertzemarschalk. 

Unsen frundliken gruth mid vormoghe alles guden tovoren. Ersamen 
unde vorsichtigen leven bisunderen. Wij entwivelen nicht sunder juw sij wol 



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1466. September 4. 153 

machtich, gij uns ame latesten screven, wij kegen juwes rades vulmechtigen sende- 
boden mochten schicken nicht verne van Molne belegen, dar etlike sake to vorhande- 
lende manghe anderen worden etc. Dar wij juw vor en antwerd up screven, wij deme 
so nicht don en künden van sunderges anvals wegene, me so vro wij wedder 
bij de hand qwemen wij denne juwer ersamenheid gerne wolden enen dach vor- 
scriven, sodant unde andere sake fruntliken unde gutliken to vorhandelende. 
"Worumme beghere wij juw fruntliken wetende, dat wij denken to wesende ame 
donredage erst vor Michhahelis 1 ) körnende to groten Sarow, so verne uns sunderges 
nicht an enveld, gij denne de juwen vulmechtigen radessendeboden dar ok hebben 
willen, sodane sake vormiddelst anderen saken unde ock van wegene des duchtigen 
knapen Volrad Scherpenberges, dar wij mede hebben ghespraken unde ene mid sinfen 
vrjunden dar denken mede to der stede to hebbende, so verne he unde de sinen 
twisschen sodaner tijd juw unde de juwen mach wesen velfich] to sodanem daghe 
unde van sodanem dage unde begheren des juw fruntlike bescreven antwerd. 
8it gode bevolen. Geven to Lovenborch ame donre[dag]he erst vor nativitatis 
Marie under emseme inghesegel anno domini et. LXVP. 

Aufschrift: Den ersamen unde vorsichtighen borghemesteren unde radmannen 
der stad Lubeke unsen leven bisunderen. 

Original auf Papier mit Best des aufgedrückten Siegels. 

148. 

Der Lübecker Bath schreibt an den von Wismar in Sachen der Gebrüder Lippe gegen 
Hans Kaie und die Ladung vor den Freistuhl. 1466. September 6. 

Dominis consuiibus Wisraariensibus. 

Ersamen heren besunderen guden vrunde. So gij uns van wegen der 
zake twisschen unsen borgeren Hanse unde Hinrike broderen gebeten de Lippen 
unde Arende Wulvestorppe eren vulmechtigen, wandages juwen borgere upp de 
enen unde Hans Kaien juwen borger upp de anderen zijden an uns gescreven 
hebben, dat de unse vorbenomed benedden recht juw vor den duchtigen vrijgreven 
Hinrik tome Bussche beklagen hebben laten unde van der weggene an juw 
unde juwe gantze meenhed ene ladinge zij gesand unde dat unse borger mit 
juwen vorbenomeden borger binnen juwer stad nicht to rechte hebbe gegan 

r ; September 25. 

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154 1466. September 6. 

nyn ordel dar uth geschulden, so des unse borger vor juw in jegenwardicheid 
unses radess schole hebben bekand, begerende, wij unse borger so hebben, dat 
gij van en boven recht uppe schaden unde theringe buten landes nicht werden 
gedrungen etc. hebben wy to guder mathe wol vornomen unde den erscreven 
unsen borgeren laten lesen, de uns dar to hebben geantwordet, se hedden der 
kost juwer ladinge wol entslagen wesen, wenner en vor juw dat recht is wedder- 
varen were, wo dat is bescheen, schole wol blikent uthe deme vorlope der zake 
unde inneholde juwer unde unser breve deshalven gescreven. Wat ok dat vor- 
handel in jegenwardicheid unses rades unde unser borgers bekantnusse darsulves 
is gewest, werd zijk wol vindende, wanner des is to donde. Jodoch büket wol 
clarliken uthe juwen breven, dat gij vortijdes begerende zin gewest, dat wij de 
genanten unse borgere wolden underwisen, dar ane to körnende, urame de zake 
to eneme ende to vorslitende. Aldus hebben unse borgere dar gewest. Allikewol 
mochte en van den juwen nyn redelik bescheet weddervaren, so ze uns aver to 
kennende hebben gegeven. Darumme en konen wij ze umme eres mannichvoldigen 
unde gudliken vorvolges willen van ererae gewunnen rechte vor uns unde ereme 
angehavenen rechte vor deme vrijgreven nicht vordrengen. Jodoch duncket uns 
billik unde radsam, gij noch juwe borgere den des tokomet dar to vor mögen, dat 
se zijk gudliken mit den unsen vorgingen, uppe dat de unsen van der wegene 
nynes vurderen vorvolges behuff en werde to donde 1 ). Dat wij urame alles guden 
willen lever zegen vorhud, so gij uthe unsen mannichvoldigen breven an juw, 
desser zake halven gesand wol hebben vornomen unde jegenwardigen vornemen 
mögen. Sijt gode. Datum feria Sabbato ante nativitatera Marie, anno LXVL 

Entwurf auf Papier. 

149. 

Hans Pape wird zur Hinrichtung durch das Schwert und zum Begräbniss auf 
dem Kirchhof begnadigt. 1466. September 8. 

Witlik zij, alse denne Hans Pape dorch etliker ziner missedaet willen 
na rechtes esschinge dat rat vordenet hadde, darumme dat he Mathiese Vogelle 

l ) Der Satz lautet in der ersten durchstochenen Fassung: Men uns duchte wol billik unde rad- 
sam zijn, gij juwe borgere de sulkent belanget, so hedden, dat ze unse borgere unklaghaftich makeden 
mit den ersten, uppe den unsen van deme genanten vrijgreven vurders vorvolges nicht behuff zij to 
donde. Dat wij ok gerne hadden geseen vorhud, so gij uth unsen mennichvoldigen breven des haiven 
an juw gesand wol hebben vornomen. Sijt gode. Datum nostro sub secreto sabbato ante Marie nativi- 
tatem, anno LXVI. 



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1466. September 8. 155 

vormordet unde van deme levende to deme dode gebracht hefft, des so zint vor 
den ersaraen rad to Lubeke irschenen Clawes Pape broder broder des erscreven 
Hans Papen, to Lankouw imme kerspele to Munstin wonafftich, Hans Vaseken, 
tome groten Miste imme kerspele tor Hernborgh wonafftich, Diderik Eunge, 
tor Warsouw imme kerspele to Razeborgh wonafftich, Detleff Runge, tome groten 
Miste wonafftich, Hinrik Culpin, Jürgen Beckebovet, Albert Knape, Johan Hinrik 
Eunge unde Albert Visscher borgere to Lubeke alse de negesten des gesechten 
Hans Papen begerende, de rad to Lubeke den sulfften Hanse Papen begnadigen 
wolden; deme de rad na erer vlitiger bede willen unde myt vulborde Metken 
Vogels, modere des obgenanten Mathies Vogels also mildichliken gedan unde 
deme vilgenanten Hanse Papen dat sacrament den kerckhoff unde dat swert 
ghegeven hebben. Dar jegenwardich bij an unde over gewest zint tor witlicheid 
Jacob Rose, Hinrick Berck, Kopke, Pynnouw unde Hinrik Hoppener unde dat 
van der wegene deme rade to Lubeke eren nakomelingen bürgeren unde inwoneren 
nyne ansprake wrake edder maninge besehen schole, dar zint de erbenomede 
Clawes Pape, Hans Vaseke, Diderik Runge, Detleff Rughe, Hinrik Kulpin, 
Jürgen Beckehovet, Albert Knapejohan, Hinrik Runghe, unde Albert Visscher 
myt eren erven mytsamender band deme rade to Lubeke gud vor. Jussu consulum. 

Eintragung ins Niederstadtbuch: 1466 nativitas Marie. 

150. 

Johann Herzog von Sachsen er&ucht den Lübecker Rath über die Streitsache über 
die Fischerei auf dem Ratzeburger See und über den Todtschlag an dessen 
Ufer bis zu der verabredeten Zusammenkunft zu Gross-Sarau nicht zu 
entscheiden. 1466. September 9. 

Johan van gades gnaden to Sassen, Engeren unde Westvalen etc. 
hertoge, des hilligen Romesschen rijkes ertzemarschalk. 

Unnszen fruntliken gruth mit vermöge alles guden tovoren. Ersamen 
unde vorsichtigen leven bisunderen. Alse gij denne ichteswelke vorhandelinge 
mit deme ersamen heren Andreasse unnserae secretario van wegen des Raceborger 
zees bynnen juwer stadt unde to Groten Zarouwe dorch unnse rede unde juwe 
radessendebaden gehad hebben unde desulve here Andreas unns hefft getoget 
unde lesen laten enen antwordesbreff, darinne wij merken, dat unnse armen 
undersaten, dede den Raceborger zee bette an dessen dach nach older unde 

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156 1466. September 9. 

geloveliker gewonheit gevisschet hebben, nu van juw vorboden is, so de unnsse 
vorbenomet unns ok berichtet hebben, dergelyken so en sint wij sodanes vor- 
bedendes nicht enbynnen, men dat wij den sulven zee in rouwliker besittinge 
unde unnse armen menne den na older gewonheit bette her tho na unnseme 
willen gebruket unde gevisschet hebben, doch wo deme allent sij, so bidden wij juw 
mit sundergeme flyte fruntliken, dat gij allent desse sake gutliken laten anstan 
sunder jenich vorhael unde unnse armen undersaten bij sulkeme visschende laten 
bliven, so se aldus lange gedan hebben bette uppe den dach de vorramet 
is to Groten Zarouwe to holdende etc. Ok guden frunde irffaren wij, dat leyder 
en den anderen uppe deme sulven Baceborger zee van deme levende to deme 
dode schulle gebracht hebben unde de Schicht is besehen uppe deme unnsen 
unde, so wij denne ok in juwen scrifften vorstan vormenende, uppe deme juwen. 
Wo deme ok allent sij, bidden wij juw fruntliken, dat gij de sake ok so anstan 
laten unde den handedigen knecht, den gij villichte noch in juwen hechten 
sittende holden, bette to deme vorgescreven dage in lympliker vorwaringe dorch 
unnser fruntliker bede willen sittende holden umme alle desse sake nach nottrofft 
entliken unde fruntliken to handelende. Juw hijr an gutliken to bewisende 
unde nicht entweygeren, dat vorschulden wij tegen juw wor wij mögen gerne. 
Sijt gade bevalen. Screven to Raceborch amme dinxstedage na nativitatis Marie 
under unnsem secretum anno etc. LXVI to . 

Aufschrift: Den ersamen unde vorsichtigen wijssen mannen borgermesteren unde 
radmannen der stad to Lubeke unnsen leven bisunderen. 

Angekommen den 10. September. Original auf Papier mit Rest des aufgedrückten Siegels. 

151. 

Johann von Mengden, Ordensmeister in Ließand, erwidert auf ein Schreiben des 
Baths von Lübeck, dass der Orden alle Verpflichtungen gegen König 
Christian erfüllt, dieser aber vertragswidrig gehandelt habe, hofft auf 
dessen ferneren Beistand rechnen zu können. 1466. September 12. 

Unsen fruntlichen gruth unde wes wie gudes vormogen stedis tovom. 
Ersamen wolwisen unde vorsichtigen, leven unde besundern guden frunde. Wir 
hebben gudtlicken entfangen juwen breeff, darinne juwe leve schriven unde 
beroren van edtlickem golde, wie jarliken sollen plege wesen dem irluchtigesten 
vorsten unde heren Cristiernn, der rike Dennemarcken etc. koninghe, unde darinne 



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1466. September 12. 157 

vorsloten gesant eyne copie, wo he deshalven an juw hefft geschreven, in der 

mathe gie schriven nnde uns vlitigen bidden, dat wie somlick nastandige golt 

synen genaden gutlicken willen betalen, under etzwelcken forderen unde meir 

worden etc. Deshalven juwir aller fruntschapp gutlichen geleve to weten, dat 

wy unde unse orde na unseme hogisten vormoge synen koningklicken genaden 

mit unsem gelde unde gude unde wes wie forder hebben vormocht, alle tidt 

gerne behaget hebben unde to denste unde willen sien gewesen, uns vor velen 

andern forsten gunst unde trost an em weren vormoden in dussen swaren unses 

ordens krigen unde ock noch billicken sollen vormoden na somlicken vorschrivungen 

segelen unde breven, de syne genade uns unde unseme orden, namlicken also 

ludende, dat he uns unde unseme orden sowoll in Prusen alse in Lifflant hulpe 

unde bistant doen unde nynyrleye wis vorlathen wolde beth tom ende unde 

uthdrage der krige in Prusen, hevet gegeven. Unde upp sodanen trost unde 

hulppe vorgerurth uns under synen segelen unde breven vorschreven unde vor- 

heiten hadden wie unde unse orde sick synen genaden wedder vorplichtet, eyne 

sware summe geldes uthtorichten, deme ock also van uns unde unseme orden 

gentzliken gescheen unde sodane summe geldes, woll umme dortich dusent marck 

sick lopende em vol unde all betalet es, wowoll unseme orden solcke gerorde 

hulppe unde trost van synen genaden nicht gescheen unde he mit den van 

Dantzigk wol over achte eddir negen yair in eynen bifrede getreden is unde 

gesetet hevet. Hirboven hadden wie nach eyn ander vorschrivunge mit syner 

dorchluchticheit also ludende, dat wie em to idtlichen jaren, des jares dusent 

gülden geven solden, darvor solde he uns alle tidt, dewile de yarmale stunden 

unde so wie des wurden begeren, viff hundert gewapent schicken. Nadusser 

latisten vorschrivinge manet ho sommich gerort nastendige golt. Wie hadden 

gehupet unde getrouwet, nademe wie van syner groitmacht nyne hulppe noch 

bistant, denne alleyne to eynem male gehath unde doch de gantze summe uppe 

de erste vorschrivunge uthgerichtet hebben unde betalet, alse vorgerorth werth, 

dat syne vorstlicke werdicheit sodane swaer uthrichtinge gudichlicken to herten 

genomen unde dar enttegen gentczliken nedderslagen unde nicht unbillicken 

vorlaten solde hebben dat achterstellige gelt, he vormeynet to fordernde na dusser 

gemeiden latisten vorschrivunge, unde vorseen uns yo nach, dat syne grotmacht 

na aller gelegenheit unde billicheit sick anders in dussen zaken entsynnen unde 

unsen orden deshalven forder nicht drengen, sunder gunstichlicken fordern unde 

beschermen wille, dat wie ock vlitich unde fruntlick bidden juwer aller fruntschapp 



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158 1466. September 11. 

vortsetten wille bie synen genaden unde so dat van syner dorchluchticheit 
nicht angeseen wurde, konden wie nicht anders, wie mosten darvan vorbeiden 
forderer underrichtinge van deme yenen, wie billicken de unde van rechte 
nemen solden, trouwende, dat uns dat nymant nach yuwir allir fruntsehapp 
möge vorkeren, de wie gode almechtich salich unde gesunt bevelen. Gegeven 
tho Rige, am fridage na nativitatis Marie, im LXVI ten jare. 

Broder Johan von Mengede anders genanth 
Osthaff, meister Dutsches ordens to Lifflanth. 

Aufschrift: Den — — rathmannen der stadt Lubbeck, unsen u. s. w. 

Angekommen den 27. September. Original auf Papier mit aufgedrücktem Siegel. 

152. 

Der Kapellan Hermann Düker berichtet dem Math über einen Injurienprozess 
zwischen zwei Mollnern. 1466. September 14. 

feervitii affectum. Magnifici viri. Receptis literis dominationurn vestrarum 
intellexi, quendam presbiterum nomine Albertum Lutow de opido dominacionum 
vestrarum Molen procurasse citari quandam opidanam dicti opidi Molen eo, quia 
eidem presbitero, ut pretenditur, quedam verba injuriosa dixisset etc. Magnifici 
domini mei. Jnsteti, quantum potui apud dominum decanum ecclesie beate 
Marie Hamburgensis, ut a se abdicasset huiusmodi causam eo, quia in hac causa 
non est Ordinarius, sed, ut pretenditur delegatus vigore cuiusdam conservatorii 
clero ecclesie Raseburgensis concessi et quia huius modi cause leves sunt 
et raro per sentencias finientur etc., et licet suasi sibi, ut sie faceret, tarnen 
obtinere von potui, sed obtinui suspensionem usque ad festum beati Martini ob 
spem amicabilis compositionis interveniende et si huiusmodi composicio non 
intervenerit, promisit michi ulteriorem prorogacionem et laborabo tantam habere 
prorogacionem ut annus iabetur. Quo lapso citra litis contestacionem finita est 
causa, si tarnen amicabilis composicio intervenire poterit, coramendarem. Alia non 
oecurrunt. Valete michi preeipientes. Ex Hamburg MCCCCLXVI XIIII Septerabris. 

Hermannus Düker dominacionum vestrarum capellanus. , 

Aufschrift: [Magni]ficis ac speetabilibus [viris] consularibus [civitatis] Lubicensis 
suis graciosis. 

Angekommen den 16. September. Original auf Papier mit Spur des Siegels. 



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1466. September 14. 159 

153. 

Heinrich Pomert, Dekan in Hamburg, berichtet dem Rathe von Lübeck über eine 
aus Mölln an ihn gebrachte Streitsache. 1466. September 14. 

Debita salutacione premissa. Ersamen wisen heren, besunderen guden 
frunde. So iuwe wysheyt an my schreff, wo an iw were claghewijs ghebracht, 
dat en prester wonaftich tho Molne, gheheten her Albert Sutow enen iuwer 
borger darsulves genant Willem Burmester unde syne husfrowen vor my gbeladen 
hedde etc., alsodanen iuwer wijsheyt breff myt meer worden innholt myt begherde, 
dat ik sulke sake vor iuwe wijsheit edder den rad tho Molne, see in fruntschopp 
tho slitende, remitteren wolde, also hebbe ik iuwer leve tho willen de sake 
suspenderet wenthe tho sunte Mertins daghe neghest körnende, unde hope, dat 
twijschen der tijd iuwe wijsheit edder de genante rad tho Molne de benomeden 
partie in fruntschop wol vorenyghen werde. Kunde ik iuwer leve in anderem 
behelich wesen, schal mik iuwe wijsheyt alletijd willich vynden. Gheven under 
raynem signete, die exaltacionis sancte crucis LXVI. 

Henricus Pomert, deken tho Hamborch. 
Aufschrift: Den ersamen wijsen burgermestern und rade der stad Lubic, mynen 
besundern heren und guden frunde n. 

Angekommen den 15. September. Original auf Papier mit Resten des Signets. 

154. 

Die in Walk versammelten Liefländischen Städte verlangen von dem Rathe von 
Lübeck die Abschaffung des neu eingeführten Pfahlgeldes. 1466. September 15. 

Unssen fruntliken grud mit vermoghen alles ghuden stedes tho vorn. Ersame 
wolwijse leve heren, bisunder gonner unde guden frunde. So alse wij denne in 
data dusses brieffs umme etzwelker zake willen dem Dusschen coipmanne thom 
besten anliggende to daghe vorgaddert zin, so heb wij wol vorhandelinghe und 
bewach gehath manck anderen von deme punttolle, den ghij mit jw upgesath 
hebben unde dar dat paellgeelt nomen, darvan die ersamen heren sowoll van 
Rijghe alse van Eevall jw alrede hijrbevoren geschreven hebn, alse wij dat van 
en hebn vernomen, juwe antwort ok darup wederumme woll hebn verstaen, unde 
gij darinne begerende zin, dat sie des tovreden sin sollen unde uns anderen 
deshalven tovreden mede sollen stellen. Begeren wij juwer ersamhied gudliken 
to verneinen, dat wij alsodanes an juwer ersamhiet nicht hadden vermodende 



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160 1466. September 15. 

gewest, gij umrae juwer, juwer stad und der juwen bequemichied und nuttichied 
willen sodane besweringhe und last up uns und de unssen solden gesath hebn, 
gij doch woll besinnen unde mercken moghen, dar wij nicht ane entwivelen, 
wat van juwer upsettinge der zake halven alrede gescheen is, alse wij hebn 
vernomen und wat ok noch vorder, des wij uns bevaren, darvan enspreten und 
uithkomen wijll, indeme gij mannigen den wegh wisen und desses boleren, dar 
veele van mannigen tijden heer na bestaen sin gewesen, alle uppe den gemenen 
schamalen coipman und zeevarenden man. Und so gij denne roren, gij alsodanen 
umme juwes depes vorbeteringhe willen hebn gedaen und darumme sodaen paall- 
gelt hebn upgeseth, so wette gij woll, dat vele depe und havene zin in dussem 
lande to Lijfflande, de ok van dem gemenen coipmanne und zeevarenden manne 
mit guderen versocht werden, die ok groit gelt und gut in mannigerlie wijse 
jarlikes kosten to holden und ok alle wege to vorbeterende sowoll mit bolwercke 
als mit palen, dat alle dem gemenen, darinne de juwen mede bescheden zin, to 
orber und to gude schuet, und wij doch hijr deshalven van nemande enen hellinck 
hebn genoraen, des wij ok woll een part to unsser stede depe vorbeteringhe 
behoeff beth behoveden dan gij etc. Woerumme, ersamen lieven heren, bidde wij 
samptlike juwe ersamheide noch mit vlijte, gij hijr anders to trachten unde besinnen 
den loep zodaner zake, dat grote ander beswaringe dem gemenen darvon entstaen 
will, dat wij, kennet god, ungerne zegen, und zodanen toell, den gij paellgelt 
nomen weder affsteilen willen und den unssen dat ere deshalven wedder tokeren, 
wand sie des nicht enberen willen und dar ok nicht lenck mede liden willen, 
wente wij die in deme nicht tovreden stellen können. Und wo deme so nicht 
en beschuet, so hebbe gij uns nicht allene, sunder andern mede den wegh alrede 
gewijest, darvan die coipman und de gemenen stede bevare, wij uns seer swaer 
belastet willen werden, dat denne nicht woll weder kan zin to denpende und 
afftostellende. Und wij ok int erste, alse it jo so wesen sali, unser haven depe 
und stede vorbeteringhe to nutlicheit darinne mede gedencken to besorgende, dat 
denne allen gelikewoll nicht sali bevallen sin, angesehen ok und to herten 
genomen die groten vrijhiet des gemenen coipmans in allen jegenoden und wegen 
dusser lande to Lijfflande darmede sullen tobrocken und voregend werden, dat 
jw allen, uns und unssen nakomelingen to swarer belastinge solde to ewighen 
tijden komen; sodaneme denne vor to wesende und to vormidende, duncket uns 
wol geraden zin und seer nutte wesen, gij dat, alse vorgeschreven is, affsetten 
und uns en gudlich schrijfftlich antword deshalven unsumeliken willen weder 



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1466. September 15. 161 

benalen. Gode dem almechtigen wolmogende gesund bevolen. Schreven tom 
Walke, under enem ingesiegele, des wij samptliken hijrto gebruken, am mandaghe 
negest na exaltacionis sancte crucis in dem LXVI ten jare. 

Radessendeboden der Lijfflandesschen stede 
Eighe Darpte Revall Pernow Velin etc. 
thom Walke tho daghe vorgaddert. 

Aufschrift: Den ersaraen und wolwijsen mannen, heren borgermesteren unde 
raedmannen der stad Lubecke, unssen bisundern ghuden frunden, myd 
gantzer ersamhied. 

Angekommen den 1. November. Original auf Papier mit aufgedrücktem Siegel. 



155. 

Der Roth von Lübeck sendet dem Rathe von Lüneburg Erwiederung des Raths von 
Banzig auf ein Schreiben in Betreff des Gewichts des Salzes und der 
Salztonnen, bittet ferner um Zahlung der fälligen Renten. 1466. 
September 15. 

Unsen fruntliken grut mit vormogen alles guden. Ersamen vorsichtigen 
heren, besundern guden vrunde. So alse gij unde wij geschreven hebben an 
den ersamen rad to Dantzijke van wegen der wicht des soltes unde der solttunnen, 
hebben wij deshalven eyn antwerde an uns allenen gescreven entfangen, des wij 
juw wäre aveschrifte hijrinne vorsloten senden. Ok, guden vrunde, alse gij 
unlanges den ersamen her Johan Eor, juwen kappellan, hadden gesand in unse 
stad, dar he denne etliken ere bedageden unde vorsetenen renthe hefft gegeven^ 
jodoch den jennen, beyde bynnen unde buten rades, den gij mereklikest schuldich 
zin, nicht hefft betalet unde hefft en gesecht, he kortliken wedder in unse Stadt 
komen unde se tovreden setten wolde, deme se noch nicht en ys bescheen. 
Worumme zint wij van juwen ersamheiden fruntliken begerende, gij yd so vor- 
fogen sunder vorleggend, dat unsen radeskumpanen unde borgheren renthe by 
juw hebbende ere vorsetenen bedageden renthe gudliken vornuget mögen werden 
unde ze deshalven unklagaftich maken. Vorschulden wij umrae juwe ersamheide 
allewege gerne unde begeren desses juwe gudlike bescrevene antwerde by dessem 

21 



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162 1466. September 15. 

jegenwardigen. Sijt gode bevalen. Screven am mandage des achteden dages 
nativitatis Marie, under unser stad secret, anno etc. sexto. 

Borgerm estere unde 
radmanne der stad Lubeke. 

Aufschrift wie gewöhnlich. Original im ArcJiiv zu Lüneburg. Secret grösstentheüa abgesprungen. 

156. 

Luder Polborn, Vogt in Fahterbode, berichtet dem Rathe von Lübeck, was er zur 
Abwehr der neuerdings geforderten Bieraccise gethan habe. 1466. 
September 18. 

Mynen under[da]nyghen wilghen denst unde wes ik alleweghe gudes vor- 
mach. Erwerdighen leven heren borgermester unde ratman der stat Lubeke. 
Jk hebbe juwen breff wol vorstan ghescreven in Lubeke des dinxedages na 
assumpcionis beate Marie virginis, 1 ) dar juwe ersamheit in scrivet, dat jw 
klegeliken vorgebracht is, dat de here koninck der rike strengeliken ghebaden, 
dat de copman der Dudesschen hense de tunne Dudesschen bers nicht durer den 
XVIII schill. Densch unde darvan ver Schill. Densch tho tzise geven mot 
teghen dat inholdent der stede der hense pryvelege dorch syne gnade conformert 
unde bestediget, darumme gij an desulven syne gnade unde den muntemester 
thome Ellebaghen ghescreven hebben, so de copie inholt, de ik wol gelesen 
hebbe, unde juwe ernstlike begher is, ik by den heren konynk bestelle, dat de 
copman in syner pryvelege unvorkortet unde myt sulker bavenscreven unwonheyt 
des Dudesschen bers unbeswaret blyven mochte unde ik in allen saken des 
besten ramen, dem ik so gerne don wil, ai wes ik don kan. Ersamen leven 
heren, dat is dat inholdent van juwen breve, unde ik de twe breve an den 
heren konynck unde muntemester personliken averantworden unde dat beste in 
allen dyngen tho ramende. Jtem, ersamen leven heren, van der tzise, wo se hijr 
tho Valsterbode gheesschet wart unde wat de Dudesschen vogede dartho ant- 
worden, hebbe ik juwer leve hijr beforen. gescreven. Also steyt id hijr tho 
Valsterbode unde Schonore noch, hijr is synt der tijt nene sijse esschet unde 
ok nicht ghescreven ok is de here koninck noch nicht hijr offte in Selant 
ghewesen. Den breff an den muntemester den brachte ik em sulven unde her 

l ) August 19. 



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1466. September 18. 163 

Hinrick Moller, de foget van Kostoke ret mede myt velen worden, dat her 
Hinrick Moller unde ik myt dem raunteraester darhen brachten, dat de tzise solde 
stan unghebort, so langhe de here konynck syne gnade sulven bij de hant queme 
unde her Hinrick Moller unde ik personliken myt em spreken unde ik syner 
gnade juwen breff antworde. Wes de muntern ester denne vor en antworde 
kreghe van synen heren den konynge, des antwordes wolde he vorbeyden, men 
moste en de tzise vorborgen, offte se uth solde, he des tho nenen scaden queme; 
anders wolde he de tzise vort hebben, dar mosten em de olderlude thome 
Ellebagen vor laven vor al, de he gescreven hadde, de tzise geven solden. 
Ersamen leven heren, ik wil my richten na juwen scrivende, ik wil den heren 
konynghe juwen breff sulven in de hant don unde dat beste dar gerne in ramen, 
al wes an myner macht is, se solden hijr van vnser pryvelege wes en gelevet. 
Desse havelude leggen nu alle dage vor her Oleff tho Bergen unde de slachtinghe 
to Drakor. De copman heft hijr dijt jar, so kent god, varliken gelegen. Hijr 
is nicht ghevangen unde hijr was ene grote werlt van Densschen luden. Hijr- 
mede sijt gade alle ewichliken bevalen. Bedet aver mij als aver juwen dener. 
Gescreven tho Valsterbode, des donredages in der Quatuor temper, anno LXVI. 

Luder Polborn, juwe voget tho Valsterbode. 

Aufschrift: Den — — ratmannen der stat Lubeke vruntliken gescreven. 
Angekommen den 27. September. Original auf Papier mit aufgedrücktem Siegel. 

157. 

Johann, Herzog von Sachsen-Lauenburg, schreibt dem Bathe von Lübeck über eine 
Zusammenkunft in Gross-Sarau. 1466. September 19. 1 ) 

Johan, van godes gnaden to Sassen Engern unde Westvalen 
hertoge, des hilligen Komesschen rijkes ertzemarschalk. 

Unnsen fruntliken gruth mit vermögen alles guden tovorn. Ersamen unde 
vorsichtigen, leven bisundern. So alse van des vorrameden unde upgenomen 
dages wegen under unns malkandern uppe den donresdag negest körnende vor 
sunte Michaelis dage 2 ) to Groten Zarouwe to holdende etc., des, guden frunde 

*) Ein übrigens geringes «Interesse darbietender Briefwechsel mit dem Herzog Johann IV. von 
Sachsen-Lauenburg sowohl zur Verabredung von Zusammenkünften als auch in Angelegenheiten einzelner 
Personen hat ziemlich häufig stattgefunden. 

*) September 25. 

21* 



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164 1466. September 19. 

begeren wij juw gutliken weten, dat uns merklike unde dreplike notsaken sint 
vorhenden unde bijgekomen, dat wij den vorgescreven dach uppe sodane stede 
unde tijt nicht besoken noch gewarden konen, dat denne unns nen qwat vor- 
sathe benympt, des gij also in der warheit wol geloven mögen etc. Men wij 
dencken, wil god, sodanes dages tor vorgescreven stede, alse to Groten Zarouwe 
in aller mathe, alse vorramet is, uppe den dinxstedach darbe voren 1 ) gewardende 
wesen unde bidden, dat gij juw darane nichtes vorhindern laten willen, so wij 
unns dartho gensliken vorlaten. Dat vorschulden wij umme juw gerne. Sijt 
gode bevalen. Geven to Lovenborch, am fridage vor Mathei apostoli, under 
unsem secrete, anno etc. LX sexto. 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubeke. 

Angekommen den 21. September. Original auf Papier mit geringen Resten des Secrets. 

158. 

Otto, Herzog von Braunschweig und Lüneburg, bittet den Bath von Lübeck, eins 
oder zwei seiner Mitglieder nach Lüneburg zu schicken, um ihn bei einer 
Verhandlung mit dem Herzog von Mecklenburg zu unterstützen. 1466. 
September 21. 

Otto, van godes gnaden hertoge to Brunswigk und Luneborgh. 

Unsen gunst unde guden willen tovorn. Ersamen und vorsichtigen, leven 
bij sundern. Wij don juw gutliken wetenn, wu itlicke schele und twidracht 
twischen deme hoichgeboren fursten, hern Hinricke, hertogen to Mekelenborch, 
unsem oheme etc. und uns von wegenn sunderger naheme uthe unsen beyden 
landen gescheyn enstan is, deshalven wij denne sulves personlicken mit dem 
ergenanten unsem oheme van Mekelenborch in bijwesende unser leven getruwen, 
des rades to Luneborch sendeboden. am negest verledenen mitweken 2 ) uppe dem 
Kosande vor Boytzenborch eynen veyligen unvorplichteden dach gelested und 
geholden hebben. Uppe alsodanen dach hefft de ergenante unse oheme van 
Mekelenborch van uns gheesschet wedderkeringe enes nahemen van den unsen 
uthe sinen lande gesehen, de denne van den unsen gesehen is in wedderpandinges 
wisse, wenne den unsen und undersaten, beyde geistlicken und wertlicken, mehr denne 

l ) September 23. 
* September 17. 



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1466. September 21. 165 

to eynem mahele buthen veyde und vorwaringe dat ere uth und wedder in sin land 

to Mekelenborch nomen was. Dosulves uns uppe den dage weygeringe vnd wedder- 

keringe der nahemen halven der unsen gescheyn wardt. Darupp wy do uns verboden 

eynen verplichteden rechtdach mit dem ergenanten unsem oheme van Mekelenborch 

to holdende, dar wy na irkantnisse unser beyder rede don und nehemen, nehemen 

und don wolden. Sodane unse erbedinge do alle bygelecht wardt und nicht 

geachted van dem ergemelten unsem oheme van Mekelenborch. Alse denne 

sodane unse verbedinge bigelecht und nicht upgenomen wardt, hebben itlicke 

unse leven getruwen und rede umme gudes fredes willen van wegenn ores egenen 

synnens eynen veylicken fruntlicken und unverplichteden dach twischen uns und 

unsen oheme van Mekelenborch to lestende berameth. Wunimme bidden wij 

juw mit besundern flite gutlicken, gy uns to willen am midwekenn na sunte 

Mauricii dage 1 ) nu erstkomende uppe den avend tytlicken twe effte yo eynen 

juwes rades by uns na Luneborch schigken und senden willen, furder myt uns 

sodanen vorgescrevenen dach der sake halven besoken mögen, unsen gelimp unde 

ungelimp to irkennende, wente wy overbodich sin, unsen oheme mehr gemelt van 

Mekelenborch na unser beyder rede irkantnisse to donde und wedderumme to 

nehemende, welke unse erbedinge wy ok villichte na gelegenen saken an juw 

erstreckende worden. Juw hirinne gutwillich uns tom besten ane bewisen, darto 

verlaten wy uns genslicken und verschuldent alletyd umme juw und de juwe 

gerne. Gegeven to Winsen upp der Lu, under unsem ingesegel, am sondage 

sunte Mathei apostoli dage, anno domini etc. LX sexto. 1 ) 

Aufschrift: Den rathmannen der stad to Lubecke, unsen leven bysundern. 

Angekommen den 24. September. Original auf Papier mit gelingen Resten des Siegels. 

159. 

Der Rath von Rostock verwendet sich bei dem Rathe zu Lübeck für die Rückgabe 
eines von Ausliegern genommenen Rostocker Schifes. 1466. September 21. 

Lnse fruntlike grute unde ghuden willen tovorn. Ersamen heren 
besundern frunde. Unse borger Hans Specht heft uns cleghelken vorgebracht, 
wo dat de utliggers an der see der van Koninghesberghe em afhendighet unde 
genamen hadden syn schip an tijden nicht lank vorleden, unde sodane schip nu 
vor juwer stad liggen schole etc., so de erscrevene unse borger juwen ersamheyden 

l ) September 24. 



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166 1466. September 21. 

furder werd berichtende. Bidden wij gantz andachtighen, gij dem unsen vor- 
screven mochten gunstich vorderlik unde behulpen wesen, he sodane sin schipp 
mochte wedder hebben, unde des besten juw darbij bewijsen, dat wij umme juw 
unde de juwen gerne vorschulden in ghelijken. Gade sijd bevalen. Screven 
under unser stad secret, am sondaghe Mathei, anno LXVI 10 . 

Consules Rostokienses. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen wijsen mannen, heren borgermesteren unde 
radmannen tho Lubeke fruntliken schreven. 

Angekommen den 24. September. Original auf Papier mit geringen Besten des aufgedrückten Sekrets. 



iöo. 

Gerhard, Graf von Oldenburg, beschwert sich gegen den Bath von Lübeck über den 
Erzbischof von Bremen, der ihm mehrere Wagen mit Speck genommen 
habe. 1466. September 23. 

Gerd, to Oldenborch unde Delmenhorst greve. 

Unsen fruntliken grud. Ersamen guden frunde. Wij hopen jw frunt- 
liken weten, dat wij im lande to Hülsten speck gekoft hebben, des wij endeles 
van Stade na unsem lande send hebben wolden, des do de biscupp to Bremen 
vort erste bynnen Vorde wes nemen leth. Unde doch furder vorsoken wolden, 
wo wij dat mit sodanem neme vorstan scholden, senden noch enen wagen vul 
na, des do de biscupp to Bremen unde de sine varen leten; went sodane bynnen 
Bremen quam, so ward uns sodane namen. Wij menden, uns des nene vare 
wesen hedde, oft des nu mer gewesen hedde, des wij sodanes nemendes umbesorgt 
wesen hebben scholden, na dem inate, alse unser en dem andern ene sone 
togesecht hebben unde by ener pene vorwillekord unde vorsegeld is unde de 
uthsprake gesehen is. Mit den unde mit mannigerleie sake merken, dat uns 
nenerleie love geholden wert. Guden frunde, bidden ju fruntliken, dat gij in 
dat beste to synne nemen willen, beth wan wij jw schriven können, gij ok wol 
merken, uns dat in de lange nicht steit mede to lidende, bidden jw fruntliken 
sodane schrift unde unse clage jw andechtich wesen wille. Screven to Nyen- 



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1466. September 23. 167 

munster, under unsem ingesegel, am dinsdage na sunte Mauricii dage, anno 
domini etc. LXVI . 

Aufschrift: Den ersamen borgermesteren unde radmannen der stad Lubecke, 
nnsen guden frunden. 

Angekommen den 25. September. Original auf Papier mit Resten des Siegels. 

161. 

Halbgeschwister sind nähere Erben als Vollgeschtoisterkinder , wenn letztere von ein- 
ander geschieden sind. 1466. September 26. 

Dominis consulibus Revaliensibus. 

Jursamen vorsichtigen heren besunderen guden frunde. So alse gij uns 
h ebben gescreven in eneme breve amme sonnavende vor ascensionis domini 
negest vorleden 1 ) gescreven, inneholdende eyn ordel, dat iuwe ersamheide in der 
twistigen sake twisschen den beschedenen Richard Lovenschede myt syner swegeren 
unde ziner suster unde brodere wegen uppe de ene unde de vormundere der 
Holthusesschen an de anderen zijde vau wegen der erffschichtinge Gerwyn 
Bornemans seligen hussfrowen uthgesproken hebben, begerende, sulk ordel dorch 
uns to entschedende unde iuw unses rijpen rades schedinge unde delinge wedder 
darupp under unser stad secrete na older loveliken gewonheid scriftliken to 
benalende; aldus hebben wij uns myt sodaner sake uterliken bekummerd unde 
iuwe delinge darupp gedan, vlitigen angesehen, ludende van worden to worden aldus: 
Der Bornemanschen vullesuster kind zij neger erve, wen ere halffsuster off half- 
brodere. Darup guden vrunde geleve iw to wetene, dat wij van sodans vor- 
screven ordels wegene na unseme riipeme rade unde besprake afseggen vor 
Lubesch recht, dat halff brodere unde halffsuster sint neger erve to borende dan 
vullersustere kind, so verne de vullesuster unde vulle brodere van malkanderen 
zin gescheden. Sijt gode bevalen. Sereven under unseme secrete ame vridage 
vor Michaelis anno LXVl t0 . 

Borgermestere unde radmanne der stad Lubeke. 

Aus dem sog. Codex ordaliorum fol. 20 a. 



■) Mai 10. 



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168 1466. September 27. 

163. 

Johann, Herzog von Sachsen-Lauenburg bittet den Rath von Lübeck, es zu genehmigen, 
dass er Ort und Zeit für eine Verhandlung bis zum Allerheiligen Tage 
bestimme, 1466. September 27. 

Johan, van godes gnaden to Sassen, Engern unde Westvalen etc. 
hertoge, des hilligen Romesschen rijkes ertzeraarschalk. 

Unnsen fruntliken gruth mit vermöge alles guden tovorn. Ersamen 
unde vorsichtigen guden frunde. So denne gij uns na sodanen dach, alse wij 
mit juw van Volrades Scharpenberges unde van anderer sake wegen to Groten 
Sarouwe scholden besocht hebben, affgescreven hebben etc., so bidden wie juw 
mit sundergem flijte fruntliken, dat gij sodane sake mit Volrade unde andere 
sake, de wij under andern wol to handelende hebben, noch unns to willen gutliken 
unde fruntliken sunder jenich qwat anstan laten beth to dem dage Omnium 
Sanctorum den dach al uth. 1 ) Bynnen der tijt willen wij juw enen andern 
dach mit ener belegelken stede uppe dat nijge vortekenen unde so tijtliken, 
dat gij juwe frunde, de van Hamborch, darmede bij mögen vorscriven. Juw 
hijrane gutliken to bewisende unde nicht en weigern, dat vorschulden wij tegen 
juw, war wij mögen gerne unde begeren desses juwe gutlike richtige antworde 
bij dessem unsem jegenwordigen boden. Sijt gode bevalen. Screven to Loven- 
borg, am dage Cosme unde Damiani martirum, under unsem secrete, anno etc. 
LX sexto. 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubeke, unnsen u. s. w. 

Original auf Papier mit Resten des Sekrets. 

163. 

Streit um die Auslegung von Johann Russenbergs Testament. 1466. September 29. 

Witlik zij, dat in deme jare unses heren MCCCCLXVI umme trent 
Mathei apostoli 2 ) weren vor dem ersamen rade to Lubeke de ersamen heren 
Hinrik van Hacheden, Johan Hertze radmanne unde mester Peter Monick 
richteschriver der stadt Lubeke mit Hinrike Eussenberge, alse vormundere des 
testamentes zeligen heren Johan Russenberges unde darsulvest de vorscreven 

*) November 1. 
* September 17. 



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1466. September 29. 169 

heren Hinrik Johan unde mester Peter deden tosprake to deme vorscreven 
Himike van wegene des testamentes zines seligen vaders unde sunderges van 
wegene ener clausulen in deme erbenomeden testamente nppe twehundert mark 
jarliker renthe utgedrucket so, dat de erbenomede Hinrik mende de vorscreven 
twehundert mark jarliker renthe vor zijk unde alse zine gudere to hebbende 
unde to brukende unde de erbenomeden vormundere menden, yd scholde dar 
urame gan na lüde unde inneholde des testamentes zeugen heren Johans vor- 
screven. Unde deshalven wart darsulvest vor deme rade gelesen dat testament 
zeligen heren Johans, so dat na langher insage unde wedderrede de erbenomede 
rad urarae vredes unde gudes sletes willen de parte alle vorscreven wiseden vor 
erer beyder fr unde, in fruntschopp de zake to vorsokende, unde vogeden darto 
twe heren eres rades by namen her Johanne Syna unde her Hinrike van Stiten, 
de dar bij gingen unde dar ane alle eren flijt bewiseden unde konden ze in 
fruntschopp nicht vorliken. Darumme so hebben ze de beyden parte vor den 
erscreven rad wedder gowiset eres rechtes dar to wardende. Aldus isset gescheen, 
dat de beyden parte wedder vor den rad rechteswijse zint ersehenen unde ere 
clage unde tosprake de vormundere jegen Hinrike Russenberge hebben geopent 
unde vorniget, darup de vorscreven Hinrik zin berat bath umme affwesent ziner 
frunde, de he darby bringen wolde. Aldus de rad hefft angeseen zine bede unde 
begerte unde gheven eme zin berat, so verne he dat wolde zeggen unde vor- 
willekoren dat, dat he amme dinxedage to vesper tijd, de de was de dinxedach 
na sunte Maricij dage, 1 ) vor se rechteswijse wolde erschinen, dat he do darsulvest 
lovede unde vestliken zede to donde. Darna alse amme sulven dinxedage to 
vesper tyd dages, alse de rad sake horde, qwemen vor den rad de vorbenomeden 
heren Hinrik Johan unde mester Peter unde funden nicht den ergenanten 
Hinrike unde beclageden zijk des, dat he boven zine geloffte unde vullekomene 
willekore deme rechte were entweken unde uthe desser stad gereden unde weren 
biddende unde van deme erbenomeden rade hochliken begerende, wo se zijk 
hijrinne scholden unde mochten hebben. Se zeden ok, dat se dar weren gekomen 
unde dachten deme daghe genoch to donde unde Hinrikes bereit to hörende 
unde intobringende, se vorboden zijck ok vurder, dat se weren berede Hinrike 
vorscreven to rechte to antwerende unde wolde he en nynes ungemakes edder 
tosprake vorkesen, dat de erscreven rad erer to eren rechtes unde fruntschopp unde 

') September 23. 

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170 1466. September 29. 

aller redelicheid raechtich wesen scholde unde weren demodigen biddende unde 
begherende, dat de erbenomede rad dyt alle boven vorhalet unde ere rechtes 
vorbedinghe in erer erlike boek schriven unde tekenen laten wolde; derae de rad 
so bevall to besehende. Jussu consulum. 

Eintragung ins Niederstadtbuch: 1466 Michaelis archangeli. 

164. 

Hat ein zur Entsalzung von Gütern Bevollmächtigter nicht die Befugniss, Rechen- 
schaft zu thun, oder Eide zu nehmen und zu leisten, so sind die 
Besatzenden doch schuldig , das besatzte Gut mit vollkommener Klage 
anzusprechen. 1466. October 3. 

Dominis consulibus Revaliensibus. 

Jirsamen vorsichtigen heren, bisunderen guden vrunde. Alse gij uns 
van enes schulden ordels wegene, welk iuwe leve in der twistigen sake twisschen 
Hanse Meye procuratoris der vormundere unde schuldenere wandages Hermen 
Vrolinges zeliger dechtnisse uppe de ene, unde den ersamen heren, Hinrike Schelewent 
unde heren Johan Super, iuwes rades stoelbroderen , vormunderen zeligen Sege- 
boden Zwanen kindere an de anderen zijden etc. wesende, hefft uthgesproken, 
gescreven hebben, biddende, dat wij de erscreven zake na Lubesschem rechte 
entscheden unde iuw unse delinge, under unseme secrete vorsegelt, wedder 
benalen willen etc. Des hebben wij uns, guden frundes, myt sodaner zake 
bekümmert unde ok iuwe delinge dar upp gedan vlitigen angeseen, ludende 
van worden to worden aldus: Na deme male Hans Mey hijr steit unde nicht 
vulmechtich is, rekenschopp to donde noch eede, de dar van komen mochten, 
unde Hermen Vroling Segeboden zine wedderlegginge hevet, so scholen de 
gudere in besäte bliven, so lange, dat eyn kome, vulmechtich rekenschopp to 
donde Segeboden Zwanen kindere vormunderen van Hermen Vrolinges nalatenen 
guderen. Hijr upp na ripeme rade unde besprake hebben wij geordelt unde 
uthgesproken vor recht in nabescreven wijse: All weret woll also, dat de procurator 
Hans Mey nyne macht gehad hedde, den vormunderen Segeboden Zwanen reken- 
schopp to donde effte eede to donde edder to nemende, iodoch so hefft de sulve 
procurator vulle macht gehat, de gudere zeligen Hermen Vrolinges to der vor- 
mundere behoff umme de schulde to betalende na Lubescheme rechte to entsettende; 
aldus so moten de vormundere Segeboden vorscreven der besäte noch tospreken 



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1466. October 3. 171 

ene vullekomene clage, alse myt tugen edder eedes hand, unde, wenner dat 
besehen is, we denne rekenschopp don schall van seligen Hermen Vrolinges 
nagelatenen guderen, dat yd dar furder umme gha, alse recht is. Screven etc. 
des vrijdages vor Francisci anno domini etc. LX sexto. 

Borgermestere unde radmanne der stad Lubeke. 

Cod. ordal. fol. XX b. XXI a, wiederholt 32 a. 

165. 

Mutter Halbbruder ist näher Erbe als Vaters Vollbruders Kind, wenn die Voli- 
geschurister von einander geschieden sind. 1466. October 4. 

Dominis consulibus Kevaliensibus. 

Ersamen vorsichtigen heren, besunderen guden frunde. So alse gij uns 

hebben gescreven in eme breve amme avende ascensionis domini negest vorleden 1 ) 

gescreven, inneholdende eyn ordel, dat iuwe ersamheide in der twistigen sake 

twisschen den beschedenen Eicherd Lavenschede, zinen susteren unde broderen, 

an de ene unde de vormundere der Holthusesschen unde erer dochter uppe de 

anderen zijden van wegene der erffschichtinghe des junghen Hans Holthuse seliger 

dechtnisse uthgesproken hebben, begerende sulk ordel dorch uns to entscheydende 

unde iuw unses rijpen rades schedinge unde delinge wedder darupp under unser stadt 

secret vorsegelt na older lofliken unde guder wonheid schriftliken to benalende; 

aldus hebben wij uns myt sodanner sake uterliken bekummerd unde iuwe 

delinge, darupp gedan, vlitigen angeseen, ludende van worden to worden aldus: 

dat twier vullerbroder kindere zin negere malkander to ervende dan moder 

halffbrodere. Darupp guden vrunde geleve iw to wetene, dat wij van sodannes 

vorscreven ordels wegene na unseme rijpeme rade unde besproke affseggen vor 

Lubesch recht, dat moder halffbrodere is neger erve dan vaders vullebroders 

kind, so verne se van malkandere gescheden zin. Gode zijt bevalen. Screven 

etc. anne sonnavende na sunte Michaele anno domini etc. LX sexto. 

Borgher mestere unde radmanne der stad Lubeke. 

Cod. ordal. fol. 20 a u. b. 



l ) Mai 14. 

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172 1466. October 4. 

166. 

Johann, Herzog von Sachsen, schreibt an den Roth zu Lübeck über die von ihm 
angeordnete Bede und von ihm zu zahlende Rente. 1466. October 4. 

Johan van gades gnaden to Sassen Engeren unde Westvaien etc. 
hertoghe unde des hillighen Eomessehen rijkes ertzemarschalk. 

Unnsen fruntliken gruth mit vormoge alles guden tovoren. Ersamen unde 
vorsichtigen leven bisunderen. Juwen breff an uns ghesand, inhebbende wo de 
ersamen her Ludke Beere juwes rades medekumpan hefft juw to kennende geven, 
dat wij van den buren to lutken Zarouwe unde Klenpowe schattinge vormenten 
to hebbende, des se na juwen bedunkende na inholde siner breve billiken scholden 
zin vorhaven, ma[n]ght anderen worden inholdende hebbe wij gudliken entfangen 
unde wol Vornamen etc. Des leven bisunderen beghercn wij juw fruntliken 
wetende, wo dat wij ene bede ghedan hebben in unsen landen aver unse menne, 
alse unse zelighe here vadere unde andere unser zeligen elderen vor uns gedan 
hebben unde wij na denken to donde, wanner id uns belevet unde vorhopen 
uns de wijle, wij don deme vorbenanten her Lutken, wes wij em plege sin 
van sodaner dorper unde renthe wegen, wij eme anders nicht plege sin van 
unsen vorelderen unde zeligen her vadere, dat vorschulde wij umme juw, wor 
wij mögen alle wege gerne. So gij denne furder scriven van wegene her Hinrich 
van Hachgeden unde andere juwer borghere, deme wij noch scholen plichtich 
wesen nastande jarlike renthe etc. des leven bisunderen wille wij spreken mit 
unsen vogeden unde unsen tolner, wes des sij, dencke wij de unsen to hebbende 
twisschen dijt unde sunte Märten 1 ) in juwe stad unde dar gudliken willen to 
makende. Wor ane wij juwer ersamenheid furder mögen to willen wesen, schole 
gij uns alle wege gudwiliich ane vinden. Geven to Avendorpe ame sonnavende 
erst na Eemigij under unsem inghesegel, anno etc. LXVP. 

Aufschrift: Den ersamen unde vorsichtigen borghermesteren unde radmannen der 
stad Lubeke unnsen leven bisunderen andachtighen gescreven. 

Angekommen den 5. October. Original auf Papier mit Spur des aufgedrückten Siegels. 



November 11. 



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1466. October 6. 173 

167. 

Gerhard, Graf von Oldenburg, beglaubigt bei dem Rath von Lübeck den Claus 
Ratlow und den Eccard He est. 1466. October 6. 

Gherd, tho Oldemborch unde Delmenhorst greve. 

U nsen frundliken grut tovorn. Ersaraen besundern guden frunde. Wy hebben 
dessen jeghenwardighen unsen leven besundern Clawese Ratlowen unde Eggerde 
Heesten etlike unse werve an iuw van unser wegen to wervende bevalen. Bidden 
hirumme fruntliken, gij en der gentzliken gelijk uns sulven to beloven unde 
iuw gudwillich darane vinden laten willen, Vorschulden wy umme juw unde 
de juwen gudwüligen gerne. Schreven to Gottorpp am avende Marci pape 
anno etc. LX sexto, under unsem ingesegel. 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubeke, unsen u. s. w. 

Angekommen den 9. October. Original auf Papier mit geringen Resten des Siegels. 

168. 

Johann, Herzog von Sachsen, erklärt sich nochmals über die von ihm ausgeschriebene 
Bede und die von ihm geschuldete Rente. 1466. October 7. 

Johanne van gades gnaden to Sassen, Engeren unde Westvaien etc. 
hertoghe unde des hilligen Eomesschen rykes ertzemarschalk. 

Unnsen fruntlikene gruth unde wes wij leves unde gudes vormogen 
tovoren. Ersamen unde vorsichtigene leven bisunderen. Juwen breff aver an 
uns ghesand van wegene juwes rades mede kumpan her Ludke Beeren, wo he 
sich tiegen juw furder hefft beclaget, wo in unsen dorperen to lutken Zarow 
unde Klempow dre erve kortliken woste ghe worden zin, dat eme to schaden 
komet, des he nicht to vreden en is ma[n]ght velen anderen worden inholdende, 
hebbe wij gudliken entfangen unde to guder mathe wol vernamen. Des leven 
bisunderen do wij juw fruntliken wetene, dat id van unser wegene mehr besehen 
en is, dat sodane dree erve kortliken ghewoste worden zin, sunder van wegene 
grotes stervendes, so leider aver de gantzen menen werld gink, worumme bidde 
wij noch, so wij fruntlikest mögen, gij den vorbenomeden her Ludken Beren so 
willen noch hebben unde underrichten, he van der wegene nene beweringhe unser 
bede en do, na deme wij duslanghe eme dan hebben unde noch denken to donde 
alles, wes wij eme deshalven plege sin. So gy denne scriven ffurder van wegene 



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174 1466. October 7. 

des ersamen her Hinrick van Hachten unde andere juwe borghere, deme wij 
noch na stände renthe pleghe sin, dede des ok nicht to vreden en zin, so alse 
wy juwer ersamenheid arame latesten screven, des leven bisunderen kone wij id 
nu anders nicht vornogen van sunderges anvals wegene, men noch denken de 
unsen in juwe stad to senden, de io er io lever twisschen dyt unde sunte 
Märten 1 ) unde dar willen to makende. Worumme bidde wij fruntliken, de 
juwen des so lange willen to vreden wesene, unde uns id nicht vorkeren, dat 
vorschulde wij umme se wor, wij mögen alle wege gerne. Geven to Gültzow 
amme dinxstedage erst vor Dionisij under unseme ingheszegele anno domini 
etc. LXVI . 

Aufschrift: Den ersamen unde vorsichtigene unnsene leven bisunderen borghe- 
mesteren unde radmanne der stad Lubeke ffruntliken ghescreven. 

Angekommen den 8. October. Original auf Papier mit Spur des aufgedrückten Siegels. 

169. 

Der Rath zu Lübeck erklärt eine Urkunde des Deutschordensmeisters Johann von 
Mengede genannt Osthoff } kraß welcher dieser dem Schiffer Arnd Hörne- 
borgh das Ordenshaus zu Lübeck bei dem Burgkloster auf Lebenszeit 
überlässt, für gültig. 7466. October 7./9. 

Witlik zij, dat int jar MCCCCLXVI amme dage Dyonisij et sociorura 
ejus 2 ) vor deme ersamen rade to Lubeke irschinen is de beschedene schipper 
Arnd Horneborgh, togende darsulvest enen openen ungeserigeden permentes breff 
myt des er werdigen unde grotmechtigen heren heren Johans van Mengede 
anders genant Osthoff, mester dutschen ordens to Lyff lande, vorsegelt begerende, 
sodanen breff to lesende unde van deme erscreven rade to Lubeke to wetende, 
efft se sodanen breff by werde unde macht irkanden edder nicht. Des de rad 
na overlesinge sulkes breves unde na besprake densulfften breff gedelet hefft bij 
werde unde vuller macht; welk breff was ludende van worden to worden aldus: 
Wie broder Johan van Mengede anders genant Osthoff meister to Lifflandt 
dutsches ordens. Bekennen unde betugen apenbair mit dusseme apenen breve, 
dat wie mit rade unde vulborth unser ersamen medegebedigere schipper Horne- 
borge dusseme bewisere ghegeven unde vorlenet hebben unde mit krafft dusses 

*) November 11. 
*) October 9. 



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1466. October 7./9. 175 

breves geven unde vorlenen alleyne to zinerae levende unses ordens huwss unde 
hoff so, alse dat binnen der stadt Lubecke bie dem closter tor Borch myt dem 
garden unde allerleye tobehoringe is belegen, to hebbende, to besittende, to brukende 
unde to beholdende vry unde vredesamichliken to zineme levende als vorgerort wert. 
Des tor orkunde unde tor tuchnissen der warheid so hebben wie unse ingesegill 
undene an dussen breff laten hangen, de gegeven is tor Nyenmolen in den jaren 
na Christi gebort düsent veirhundert unde darna imme sossundesostigesten des 
dingissdages negist na sunte Bartholomees dage des hilligen appostels 1 ). Jussu 
consulum. 

Eintragung ins Niederstadtbuch: 1466. Marci pape. 

170. 

Der Rath von Riga giebt dem Rath von Lübeck Nachricht von Räubereien, welche 
von Schiffen, die der Komthur von Dunamünde ausgerüstet hatte, bei der 
Jnsel Rühn ausgeübt seien. 1466. October 11. 

Unsen fruntliken grut mit vorraogen alles guden tovorn. Ersamen wol- 
wisen leven heren unde guden vrunde. Wij don juwen ersamheiden gutliken to vor- 
nemen, dat de werdige cumpthur to Dünemunde uthgeverdiget unde uthgereeth 
helft eyne bardese mit volke, de denne, alse hee uns gesecht hevet, koeppvart 
in de Memel solde hebben gesegelt. Sust so licht de sulvige bardese mit deme 
volke unde eyn snycke uth der Memel unde van Koningesbergh by der Eeme 
unde nemen aldar vrunde unde unvrunde, alle der zee mechtigh zin, nymandes 
schonende, van welken genomenen schepen etz welke nu an sunte Remigius dage 2 ) 
im storme sin gebleven unde an strandt gedreven, de denne ingesath volk van 
den eren darinne hebben gehat, de alhir by dem hochwerdigen grotmodigen 
heren meister to Lijfflande en part in gefencknissen, en part ock by deme 
sulvigen heren cumpthur to Dunemunde zin entholden, by den de genomede 
hoch werdige here meister, dem sodann leet is, don wil, dat men erkennen sal 
unde seggen mach, dat eth em leet sy. By siner herlicheit wij mit etz welken 
der unsen umme sodane des koeppmans genomene guder hebben laten spreken, 
also dat de genante here meister uns hevet belovet, dat sodanne vörschrevene 
guder sollen betalet werden, dar de cumpthur to Dünemunde sick hefft in gegeven, 

*) August 26. 
■) October 1. 



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176 1466. October 11. 

dat derde part van siner knechte wegen to betalende, indeme dar dryer heren 
volk mede geweset is etc. Hijr willet, ersamen heren unde vrunde to trachten, 
unde dorch des gemenen besten unde zevarenden mans willen mit den anderen 
by juw belegenen steden darumme spreken unde darinne uppet anstände vorjar, 
efft zee sijck dar denne wedder vorgadderende werden, willen bewisen, dat sodann 
gewandelt werde unde de unschuldige kopmanne unde zevarende manne vorder 
umbeschediget bliven, des wij ock nicht willen vorgeten, sunder uns darinne, 
alse behorlich is, god helpende gedenken to bewisende. Unde efft wij vorder 
deshalven wes anders hir ervaren, willen wij juwen ersamheiden schrifftliken 
benalen. Gode gesundt bevalen. Schreven under unseme secrete, am sonavende 
negest na Dyonisii, anno domini etc. LXVI to . 

Consules Eijgenses. 

Aufschrift: Den — — raedtmannen der stadt Lubeke, unsen — — mit 
ersamheit. 

Angekommen den 2. November. Original auf Papier mit Besten des Secrets. 

171. 

Der Rath von Lüneburg bittet den Math von Lübeck um Nachsicht hinsichtlich der 
Fristen der Zinszahlung. 1466. October 12. 

Unsen fruntliken denst tovorn. Ersamen unde wijsen heren, besunderen 
guden frunde. Unns is gar moyeliken unde wemodigen der scrifte halven am 
latesten und nu echt van juwer leve der bedageden unde verseten renthe wegen 
juwer borger an uns gedan. Nu denne juw sulvest wol is bekand, unnse 
collectores van den sulffmesteren nichtes effte gar weynich konen inmanen 
darumme, dat se ore solt, darvan se sulkes moten gelden, nicht konen 
sliten. Deshalven, guden frunde, konen gy merken, wes nod uns to 
sodaner togeringe dringet. Yodoch bidden wy juwe leve tomale fruntliken mit 
flijte, gy de juwen mit gutliker anholdinge vermögen und stillen, se ichtes wes 
tor tijd mit uns gutliken mögen liden und dulden und desse unse nod ansehn. 
Wy gedenken, one alle mit der hulpe godes, so wy erst konen und mögen, in 
kort gude betalinge to donde und on mit neynerleye bösen vorsate togerich noch 
forsitich to werdende. Und worraede wij juw wedder denst und willen mögen 



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1466. October 12. 177 

bewisen, darann sint wy flitich. Screven under unnsem secrete, am dage Felicis, 
anno Domini etc. LXsexto. 

Borgermestere unde rathmanne to Luneborg. 

Aufschrift: Denn ersamen wysen mannen, heren borgermesteren unde rathmannen 
to Lubeke, unsen besundern guden frunden. 

Angekommen den 21. October. Original auf Papier mit Beaten des aufgedrückten Secrets. 

17». 

Hans Daldorp, Hartig Parkentin und Otto Wackerbart antworten dem Lübecker 
Roth auf ein Schreiben desselben über die von dem Herzog von Sachsen 
zu zahlende Rente. 1466. October 13. 

Unnsen ffruntlikene denst mit vor möge alles gudene tovoren. Ersamen 
unde vorsichtigen levene bisunderen. So gy uns denne ghescreven hebben, wo 
dat her Lutke Bere juwe radeskurapane juw to kennende gegeven hebbe, wu 
dat he in den dorpperen lutken Zarouwe unde Klempouw jarlike renthe hebbe, 
dede denne vanne unnseme gnedigen heren unde sinen zeligen vorelderen vor- 
segeld sint unde denne bavene sodane breve beschattinge in den vorscreven 
guderen angehaven unde betenget hebbe unde begeren, dat wy sulkent by sinen 
gnaden vormogen unde bestellen mochtene, dat sodane beschattinge vorbliven 
möge etc. under anderen raer worden na juwene inholde hebben wy juwen breff 
gutliken entfangene unde to guder mathe wol vornamen unde bigerene juw hyr 
upp gutliken wetene, dat wy sodanen juwen breff deme irluchtigen hochgeborenen 
forsten, heren Johanne, hertogen to Sassen etc., unnseme gnedigen leven heren 
ghetoget unde lesene latene hebbene, darupp sine gnade uns vorantwerde gegevene 
hefft, dat sine gnade juw to mertijdene vanne deshalvene wedder gescreven 
hefft, de wile dat sine gnade heren Ludekene Beren sine renthe tor noge 
jarlikes beret unde betalet, sine gnade sij nichtes mer plichtich unde deyt unnsen 
gnedigen heren to male fromde, dat her Lutke Bere sulkent upp thut baven 
andere sine renthenere, den he jarlikes plichtich is bynnen unde buten rades 
unde nicht upp en theen. Aldus so vornemen wy, dat sine gnade der bede 
halven vormij ddeist sinen amptluden dorbet to vorderende, doch wu deme allent 

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178 1466. October 13. 

sy, so sporen wy sine gnade io gelymplich, so wen sodane breve sinen gnaden 
ghetoget unde vorebracht worden uppe de gudere ludende, worde sik dar ane 
wol behorlich schickende. Wur ane wy juw furder to willen wesen mögen, don 
wy gerne. Screven tome Eynenbeke amme dinxstedage negest na Dyonisgij unde 
unser en ingessegele, des wy hijr to nu tur tiid samptliken bruken anno domini 
etc. LXVI. 

Hans Daldorpp, Hartich Parkentin unde Otto Wackerbard. 

Aufschrift: Den ersamen unde vorsichtigen borgermesteren unde radmannen der 
stad Lubeke unsen leven bisunderen. 

Angekommen den 15. October. Original auf Papier mit Rest des aufgedrückten Siegels. 

173. 

Zahlung durch die Wechselbank in Lübeck. 1466. October 13. 

Jnt jar MCCCCLXVI verteyn dage na sunte Michele so bekenne ik 
Hinrik Greverode, borger to Lubeke, dat ik hebbe untfangen van dem erwerdigen 
heren, hern Brun, prior to Anderskouw, drehundert Einsehe gülden, de ik em 
to paschen tokomende sal betalen to Collen, dem prior sunte Johans closters to 
Collen van sunte Johans orden, de ik em uppe de tijd to danke wol wil be- 
talen laten sunder ienich twivel, unde wan ik prior Brune vorscreven edder 
sinen stedeholder ene quitancie van den prior van Collen schicke, dat de dre- 
hundert Einsehe gülden vorbenomet to danke untrichtet sint, so sal men my 
myn hantscrift wedder doen. To tughnisse hebbe ik myn signyt hirunder 
gedrucket. Jtem so is my tenetur prior Brun vor en Nerdes laken unde twe 
Ausburger sardoke tosamen XII V2 mark Lub. 

Hinrik Greverode in Lubeke. 

Eintragung in das Niederstadtbuch vom Jahre 1477, Calixti. 

174. 

Der Math zu Wüster ersucht den von Lübeck, Peter Wüstermann zur Wieder- 
erlangung eines Pferdes behülflich zu sein. 1466. October 14. 
Unsen vruntliken grud thovoren mid begheringhe alles ghuden. Leveni 
ersamen heren bormestere unde radmanne der stad Lubek. Vor uns bormestere 



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1466. October 14. 179 

trade radmanne des wikbeldes tor Wüster is ghewesen unse borgher darsulves 
wanafftich Peter Wilsterman noraafftich unde sijck beclaghet, wodan wijs he to 
Lubecke was dreven mid synen 4 eghen perden mid zijppollen umme syner 
neringe willen unde den perden den nacbt aver puten bi juwer stad ghan led, 
dar he 2 perde aver vorlaren hefft unde he, umme der perde willen to sokende, 
to Lubeke wedder quam unde dar juwe erwerdicheit eme behulpelijck is ane wesen, 
so dat he dat ene pert, dat eme rechtes wegen to höret, dat he mit uns recht- 
verdigen koffte, dat uns allen witlijk is, mid uns tor stede bracht hefft is unde 
is brunrot mid swarten manen gheharet unde dat ander juwe leve noch tor stede 
hefft, so lange, dat he dar warafftige breve van uns beseghelt up hadde unde 
dat sulve perth is recht rothharet Worumme bidde wi alle vorscreven juwe 
leve vruntliken, dat deme sulven Peter Wilsterraane vorscreven dat ander pert 
wille lefflijken umme godes willen unde umme unser vordenste willen wedder gheven, 
wente he en rechtverdich bedder[v]e man is unde sijck mit uns tor stede erliken 
holden is. Dat wille wi gherne erschulden jegen de juwen an enem ghelijken 
edder groteren, wen sijck dat mid uns alsodane wijs also ghes[c]ege. Gode 
bevalen alle tijd. To merer witiijkheit unde tuchnisse hebbe wij bormestere 
unde radmanne unser wikbeldes inghesegel drucket laten nedden an dessen 
apenen breff. Ghescreven na godes bort MCCCCLXVI jar an deme dage des 
! hilligen pawes unde marteiers Calixtus gheheten. XJnde synt beyde hinxcktperde, 
dat perd van 5 marcken unde dat ene, dat gi noch hebben, hebbe ik Johan 
Brekewolt bormestere em to gude betalet unde hebbe dar 4 mark noch ane. 

Bormestere unde radmanne tor Wüster. 

I Aufschrift: Den ersamen heren bormesteren unde radmannen der stad Lubek 
lefflijken screven. 

Angekommen den 18. October. Original auf Papier mit Rest des aufgedrückten Siegels. 

175. 

Rottger Ring, Bürger in Köln, für sich und Peter Ring und Hans Dass bekennt, 
als Ersatz des bei der Wegnahme eines den Bergenfahrern gehörigen 
Schiffs durch Christian I. 500 rheinische Gulden empfangen zu haben. 
1466. October 16. 

23* 



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180 1466. October 16. 

Ik Koteher Bingk, borgher to Colne, alse eyn hovedman unde vul- 
mechlich procurator des werdigen heren unde hochgeleerden mesters Peters 
Bingk, an beyden rechten doctors, unde Hans Dass, borgers to Colne, na inne- 
holde enes procuratorii unde maohtbreves van dem ersamen rade der stad Colne 
vorsegelt unde by dem ersamen rade der stad Lubeke in vorwaringe liggende, 
bekenne unde betuge opembar in unde mit desseme breve vor allesweme, dat ik 
to myner vuilen genüge unde der erscrevenen mester Peters Bingk, Hanses Dass 
unde myner egenen behuff van den ersamen unde vorsichtigen heren, deme 
rade to Lubeke hebbe entfangen sodanne vyffhundert ghude Binsche gülden, de 
my to gedegedinget zint na inneholde enes opembaren instrumenti darupp 
gemaket unde dorch twen notarien subscriberet van wegen sodanner tosprake, 
de ick van der vorscrevenen mester Peters Bingk, Hanses Dass unde myner 
egen wegen to deme rade to Lubeke, der nacien der Bergerfarer unde Boteher van dem 
Bure, borger darsulvest hadde van wegen sodannes namen dorch de Bergerfarer 
unde Boteher van dem Bure seligen, Johanne Bingk, Hanse Dass unde my in 
der zee beseheen beschedeliken uth dem Engeischen holke, den de her koningk 
Cristiern den Bergerfarer unde Boteher van dem Bure vort afhendich makede. 
TJnde ick Boteher Binck vorbenomed im namen unde van wegen der genanten 
mester Peters Bingk unde Hans Dass, erer erven, vor my unde myne erven unde alle 
der jenne, de desser sake to donde mochten hebben, hebbe mit gudem vrijen willen 
ungeenget unde ungedwungen den ersamen rad to Lubeke, de nacien der Bergerfarer, 
Boteher van dem Bure, borger unde inwoner der stad Lubeke unde erer aller erven 
unde nakomelinge des bovensereven namen halven unde alle des gennen, dat dar an- 
kleven edder darvan entstan mochte, vorlaten unde vorlate ze jegenwardigen in 
krafft desses breves van aller furder namaninge wrake unde ansprake to eneme 
gantzen unde vullenkomenen ende, qwijt leddich unde los, in nynen tokomenden 
tijden meer uppe ze samptliken edder besunderen to sakende mit gheistlikem 
offte werlikem rechte ane alle argelist unde geverde. To merer vorwaringe unde 
sekerheid hebbe ick Boteher Bingk vorbenomed mit gudem vrijen willen vor 
de genanten mester Peter Bingk, Hans Dass, my sulves unde unser aller erven 
myn ingesegel, unde wij Hans unde Gherd, brodere geheten Kastorpp, borgere to 
Lubeke to merer witlicheid unde umme bede willen Boteher Binges vorbenomed 
hebben unse ingesegele hengen laten an dessen breff. Gheven bynnen Lubeke 



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1466. October 16. 181 

na der bord Cristi unses heren dusend veerhundert im sossundesostigesten jare, 

am daghe sunte Galli confessoria. 

Unde yk Hinricus Drope, clerick des stichtes to Halber- 
stad, van keyserliker macht openbar notarius, bekenne vor 
alsweme, dat in den jaren unses heren dusent veerhundert 
sossundesostich in der veerteynden indictien, am donredage, 
de dar was de sosteynde dach des manen Octobris, vesper- 
tijd ofte darby, des bisschopdomes unses allerhilligesten in 
gode vaders unde heren, heren Pauli van godliker vorsichticheit 
des anderen pawes, in syneme der den jare, in myner notarii 
mit den tugen beneden gescreven darto geesschet unde gebeden 
jegenwardicheit, uppe dem understen radhuse to Lubeke, vor 
Notariate- dem ersamen rade .darsulves is personliken irschenen de 

Zeichen. vorsichtige Rotchger Bing, borger to Colne, unde hefft mit 

vriera willen unbedwungen vor zijk unde alle de jennen in 
desser bovenscreven quitancien benomet in alle eren puncten 
unde artikelen bewillet, beievet unde bevulbordet unde myner 
notarii hant geredet unde gelovet hefft ane alle argelist, un- 
vorbroken to holdende, unde hebbe des to furder bekentnisse 
desse myne egen hantschrift hir under gescreven unde myt 
mynem wontliken namen unde teken getekent in geloven unde 
tuchnisse aller vorscrevenen dinge. Tuge sint de vorsichtigen 
Hinrik Drosdouw unde Hans Kok, borger to Lubeke. 

Original mit den drei anhängenden Siegeln. 

176. 

Bertram von Rentelen schreibt dem Rathe von Lübeck über die Ausfuhr von Korn 
aus Fehmarn. 1466. October 20. 

Mynen wyllygen denst myd vermöge alles guden tovoren. Ersamen 
leven heren. Juwe erbare leve wylle weten, dat ik juwen breff wol vornomen 
hebbe. So gij scriven, dat ik sal rosteren de schepe, de na Danske oft na God- 
lande willen, leven heren, hir is nemend, de des bekennen wyl, se seggen alle, 



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182 1466. October 20. 

se willen in de Traven unde in dat Wysmersche depp wesen. Mer dar liggen 
twe schepe vor der Holsten syden, dat ene vor der Hilgenhaven, dat ander vor 
dem Groten Brode. Dar wert vuste in geschepet, beyde wete unde gerste, 
van beyden sijden des landes. Sijd gode bevolen. Gescreven up dem Glam- 
beke, up de XI m juncvrouwen avend, anno LXVI. 

Bertram van Eentelen. 

Aufschrift: Den ersamen wysen heren borgermesteren unde radmannen der stad 
Lubeke, mynen leven heren unde guden vrunden. 

Angekommen den 21. October. Original auf Papier mit Resten des Siegels. 

177. 

Gefängniss eines Verschwenders, 1466. October 21. 

Witlick zij, alse denne Ludike Stenhorst dorch bede unde begerte willen 
der ersamen, her Hinrikes van Hacheden, radmans Hinrik Constins, Godikens 
Pleskouwen unde Everd Jungen borgern to Lubeke, des erscrevenen Ludikens 
vormunderen in des ersamen rades to Lubeke slote umme zines umlimpliken 
regimentes tobringinghe unde vorspildinge ziner guder wegen gekoraen was, 
alsus so hebben desulfften vormundere vor zijk undes ere erven dem erscrevenen 
rade to Lubeke van der wegen gud gesecht vor alle ansprake geistiikes unde 
werlikes gerichtes unde rechtes, so vere alse Ludike Stenhorstes gud keret. 
Unde des, so hebben de ersamen her Ludike Eoggendorpp, vicarius der kerken 
unser leven frouwen, Kicbade Kerkringk unde Hans Leveken, borger to Lubeke, 
frunde unde negesten des erbenomeden Ludiken Stenhorstes myt eren erven 
de obgenanten vormundere unde ere erven der zake halven furder gesecht unde 
gelovet schadelos to holdende, so vere alse des ergenanten Ludiken Stenhorstes 
gud keret t dergeliken. 

Eintragung in das Niederstadtbuch vom Jahre 1466. Und. mit. virg. 



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1466. October 21. 183 



178. 



Heinrich, Herzog von Mecklenburg-Schwerin, drückt dem Bathe von Lübeck sein 
Bedauern über die in seinem Lande, geschehene Gefangennahme eines 
Lübeckischen Bürgers aus. 1466. October 21. 

Hinrick, van godes gnaden hertoge to Mekelenborgh, furste to Wenden 
und greve to Zwerin, der lande Rostock und Stargard her etc. 

Unsen gunstigen gruth tovorn. Ersamen und wisen leven besundern. 
So alse gy uns hebben gescreven van wegen juwes medeborgers Herman Karmans, 
de in unser herschop gebede und geleide mit perden und wagen und wes dar- 
uppe was, schole gegrepen und gefanghen und mede wechgeforet sin etc, hebben 
wij to guder mathe allent juwes breves inholdend wol vornomen und doen juw 
weten, da wij hijrvan er juwes breves apeninghe vormiddelst uns gesehen nicht 
hebben geweten und ock uppe der ord, so gij wol mögen irfaren hebben, lange nicht 
siD gewesen. Und so wet id god, dat id uns leit is, dat sodanes eme in unsem 
geleide weddervaren is, unde willen darumme sodane vorvorskinge doen unde 
darby uns so hebben, des gij tor warde komen scholen, dat gij sulves marken 
moghen, dat uns dat leit is. Und weret eme buthen unsem geleide gescheen, 
so wolden wij allikewoi dar so by doen, alse uns bildelken tobehorde. Und wes 
wij furder juw to willen doen mögen, scholen gij uns deshaiven gudwiilich 
vinden und hebben. Geven in unsem closter Dubberan, am dage der elven 
hilghen dusent junckfrouwen, anno domini etc. LXVI, under unsem secret. 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lübeck. 

Angekommen den 24. October. Original auf Papier mit geringen Besten des Secrets. 

179. 

Johann, Herzog von Sachsen, bittet den Lübecker Bath um eine Zusammenkunft in 
Gross-Sarau am 30 October. 1466. October 24. 

Johan van godes gnaden to Sassen Engern unde Westvalen etc. 
hertoge unde des hilligen Romesschen rijkes ertzemarschalk. 

Unsen fruntliken gruth mit vormoge alles guden tovoren. Ersamen unde 
vorsichtigen leven bisunderen. So wij van juwer ersamenheid ame latesten screven, 



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184 1466. October 24. 

wij twisschen dijt unde alle godes hillighen daghe 1 ) juw wolden enen dach vor- 
scriven, dar wij mochten bij en ander komen etlike markeiike sake van uns an 
beiden siden andrepende to vorhandelende etc. des leven bisunderen denke wij 
ame donresdaghe erstkomende to vromiddaghe benomelken des donresdaghe erst 
na Simonis ot Jude 2 ) to wesende to groten Zarow. Js unnse fruntlike beghere, 
gij juwe vulmechtigen radessendeboden dar denne ok willen hebben, sodane 
unnse sake an beiden sijden andrepende to vorhandelende. Sijt gode bevalen. 
Geven tome Nyenhuse ame vrigdaghe erst vor Simonis et Jude under unseme 
ingesegel. Anno doinini LXV1 . 

Aufschrift: Den ersamen unde vorsichtighen unnsen leven bisunderen, borgher- 
mesteren unde radmannen der stad Lubeke andechtigen screven. 

Angekommen den 25. October. Original auf Papier mit Spur des aufgedrückten Siegels. 

180. 

Der Rath von Kampen ersucht den von Lübeck um seine Verwendung für Hermann 
Schotelar aus Kampen. 1466. October 25. 

Vroemen epde eirberen lieven heren ende vrunde. Soe wij iuven eirber- 
heiden vurtijts wol gescreven hebben van der saken der rechtvorderungen die 
Herman Schotelar onse borger, thoevre desses briefs, heeft enthegens Gerijt 
Ghirinck borger toe Deventer, dair onse borger voirscreven op groten sinen costen 
ende arbeil lange tijt vervollich om gedaen heeft vor iuven eirsamheiden ende 
mede voir den alderluden van der Duuschen hensen in Norwegen toe Bergen 
wesende ende soe wij voirstaen uwe lieve van der saken wel wittlic sij ende 
sie die voirscreven onse borger van iuwen gehete die sake thent noch toe datt 
jair um gecomen is heeft staen laten, so begeeren wij seeir vruntliken, dat uwe 
eirberheit doch om onsen willen die sake guedertierliken voir willen nemen ende 
wesen onsen borger gonstich ende vorderlic tot sijnen rechte, soe dat hie dair 
mede doch coemen moege toet enen corten ende ende laten ons dat wederomme 
verdienen in enigen saken, die wij se of den iuven toe wille komen doen. Got 



l ) November 1. 
*) October 30. 



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1466. October 25. 185 

onse lieve here behuede u salich ende gesollt. Gescreven op sancti Crispini ende 
Crispiniaens dach martirum, anno LXVI. 

Borgermeister, scepen ende raed der stat van Campen. 

Aufschrift: Den vroemen ende eirberen heren burgermeistern ende raetmanne 
der stat Lubeke onsen lieven vrunden. 

Angekommen den 13. November. Original auf Pergament mit Spur des aufgedrückten Siegels. 

181. 

Otto, Herzog von Braunschweig und Lüneburg, bittet den Rath von Lübeck, eine 
Verhandlung und Aussöhnung mit den Herzogen von Mecklenburg, wegen 
von beiden Seiten verübter Raubereien zu Stande zu bringen, und unter- 
wirft sich seinem Ausspruch. 1466. October 27. 
Otto, van godes gnaden herto^e to Brunswig und Luneborch. 

Unsen gunst und guden willen tovorn. Ersamen vorsichtigen und wisen 

leven bijsundern. Juw is ane twivel wol witlick gewurden, dat wy dorch itlickes 

nahemen und schaden halven, de uns im ersten van unsem oheme van Mekelen- 

borch und darna ome und den synen dorch de unse underlanges beschein sin, 

fruntlicke dage, de unse leven getruwen de van Luneborg derwegenn beraraeth 

unde bearbeydet hadden, mit ome hebben gelested und geholden, uppe welkem 

dage wy denne der vorgescreven namen und schaden halven uns uppe unser 

beyder perthe rede und de genanten van Luneborch ere und rechtes van den- 

sulven unsen ohemen to nemende und to donde, to donde und wedder to nemende 

uns vorboden, so wath na dersulven irkantnisse billicken vorgan scholde dorch 

rechtes wegen, dat dat vorghinge. Eynsodans denne alle van one verslagen 

unde bigelecht wardt in andacht, dat wij one den schaden van den unsen 

bescheyn, wuwoll dat de dorch de oren uthhalinge willen geschach, vor allen dingen 

scholden keren und gelden. Deshalven de dach nergen vor en kam. Und alse 

denne eyn ander dach dorch desulven unse leven getruwen, de van Luneborch, 

under uns vorbenomeden parten wardt berameth, darto wij juw hadden 

gebeden, so gy juwe sendeboden denne mit uns jegen de to besoykende wente 

to Mollen hadden uthgefardiget, des wij juw sere gutlicken bedangken und alle 

tijd gerne umme juw wedder verschulden, welken denne de opgenante unse 

ohem ok verlengeden wente dre weken no Michaelis, alsedenne wolden se den 

24 



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186 1466. October 27. 

vorgescrevenen van Luneborg eynen dach mit uns to lestende viff effte sess dage 
tovoren toscriven, dat se dat ok uns tovorn witlick don mochten, dat denne van 
one verbleven is, woll dat de gemelten van Luneborg dat an se dorch ere 
scriffte gesocht hebben mehr wann eyns und sodans nicht hebben mögen irlangen. 
Nachdem wy denne densulven unsen ohemen in vorgescre vener mathe, so wy 
meynen, füll und genoch hebben geboden, ifft se uns nu dar enboven furder 
beschädigen und dat nicht van uns nemen wolden, so gij uns denne, und wij 
juw wedderumme bewand und togedan sin, begeren wij van juw ersamen und 
wisen leven bisunderen gutlicken, dat gij jegin desulven unsen oheme uns to 
rechte vorbeden willen, wente gij der saken wegenn in vorgerurder mathe to 
nemende und to donde und wedderumme, welk billickest dorch recht vorgan schalle, 
to ere und to rechte mechtich sin schullen. Und ifft se sulkes ok vorslogen, so 
versehn wij uns to iuw yo, dat gy uns in den saken nicht lathen, sundern by- 
plichten und darby don willen, alse wy by juw und den juwen gerne deden, 
dar dat juw also gewand were, darto gij juw genslicken scholden verlathen. 
Und begeren des juwe gerichtige bescrevene antwerde. Gegeven to Tzelle under 
unsen secrete, am avende vigilia Symonis et Jude, anno etc. LXsexto. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen und wisen borgermestern und radtmannen 
der stad to Lubecke, unsen leven bijsundern. 

Angekommen den 30. October. Original auf Papier mit Spuren des aufgedrückten Siegels. 

18». 

Der Rath von Hamburg giebt dem Rathe von Lübeck Nachricht von seinen Vor- 
kehrungen zum Schutze der von dem Jahrmarkt Zurückkehrenden. 1466. 
October 27. 

Unsen fruntliken grut unde wes wij gudes vermögen tovorn. Ersamen 
heren besundern guden frunde. Uns is dallingh to teynen in der klocken ver- 
middelst enkeder bodeschop kenlick gedaen, wo etlik havewerk over der Elve 
unde in anderen steden sik stark uthredet, sodane lüde, de hir in dem markede 
sin, in erem afreisende, wan de market geendiget is to beschedigende unde üt 
en dat feigelde, vor Bergerdorpe to wesende, so hebben wij umme des besten 
willen upgenomen unde sloten, dat nene wagene vor dem frigdage neges körnende 1 ) 
mit des kopmans guderen van hir varen scholen, unde ok den kopman gewarnet, 

l ) October 31. 



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1466. October 27. 187 

sik hir to entholdende wente to der erbenomeden tijd dergeliken. Gelevet juw, 
dat ok in juwer stad unde to Odeslo to bestellende, dat setten wij to juw. 
Unde ift sullik ha ve werk ok to anderen steden sik menede to vogende, also 
vor Mollen, dar willen gij mede to denken mit dem besten. Unde wo uns desse 
bodeschop bigekomen is, werden juw unse radessendeboden am midweken negest- 
komende 1 ) mundliken wil god to verclarende. Wij willen dallingh twintich 
weraftige schicken to Bergerdorpe unde wo gij de willen starken unde suilikent 
vort besorgen, dar werden gij wol vore radende, wo des is van noden. Wij 
denken upp Eipemborgh to zeende dat beste wij vermögen. Sijd gode sund 
unde salich bevalen. Screven under unser stad secret am avoude Symonis et 
Judes, anno etc. LXVI 10 . 

Borgermestere unde radmanne to Hamborgh. 

Auf einem eingelegten Zettel: Ersamen leven heren und frunde. Alse 
wij in dessem unsem breve so schriven, nene wagene mit des kopmans guderen 
uth unser stad to stedende vor dem frigdage erst körnende, so willen wij doch 
hir uthvoren laten binnen der middelen tijd heringh beer unde kese. 

Datum ut supra. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen wysen mannen, heren borgermesteren unde 
radmannen der stad Lubeke, unsen besundern guden frunden. 

Angekommen den 28. October. Original auf Pergament mit Spuren des aufgedrückten Secrets. 

183. 

Vergleich über die Auflösung einer Handelsgesellschaft. 1466. October 28. 

Witlik zij, dat schelinge gewest zint twisschen Bernde Stregel, elikeme 
sone zeliken Diderik Stregels, wandages borgers to Lubeke unde zinen vor- 
munderen uppe de ene unde Hanse Tarsele, borgere to Deventer uppe de anderen 
zyden, also van zelsschopp unde handelinge wegene, de de erscreven zelige 
Diderik Stregel unde zelige Gerd Tarseil broder des erbenomeden Hans Tarseis 
in kopenschopp under malkander gehat hebben etc. Darover se denne vor- 
middelst fruntliken deghedingen des ersamen unde der beschedene manne her 
Hermene Lidinge, vicary in unser leven frouwen kerken to Lubeke unde Pawels 
van deme Velde borgers darsulves van Bernd Stregels zyde Hanse Eesen und 

*) October 29. 

24* 

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188 1466. October 28. 

Everde Peterss ok borgeren to Lubeke van Johan Tarseis zyde, darby an unde 
over geleden, genssliken unde leffliken zint vorliket in nabescre vener wyse also, 
dat Hans Tarseil vorscreven deme genanten Bernde Stregele ghegeven unde ver- 
noget hefft teyn Einsehe gülden, der zijk desulffte Bernd van deme erbenomeden 
Hanse vor desseme boke to ziner genoge entfangen und woll betalet irkande, 
unde des, so schall de genante Hans Tarseil hebben unde beholden sodane husere, 
alse de erscreven zin selige broder Gerd Tarseil to Bergen in Norwegen hefft 
uagelaten unde der bruken to zineme schonesten sunder des erscreven Bernd 
Strengeis bewernisse unde wedd erstalt enes je welken unde hyrmede scholen unde 
willen de obgenanten beyden part desshalven geschichtet unde gescheden wesen 
unde hebben vorlaten unde vorlatet zyk undermalkanderen unde erer eyn den 
anderen myt eren erven van der wegen unde vort van aller furder tosage beth an 
dessen dach van furder ansprake unde maninge genssliken qwyd leddich unde loss. 

Eintragung ins Niederstadtbuch: 1466 Symonis et Jude. 

184. 

Heinrich, Herzog von Mecklenburg, bittet den Bath von Lübeck um eine Zusammen- 
kunft in Pogetz. 1466. October 29. 

Hinrick, van godes gnaden hertoge to Mekelenborgh, forste to Wenden 
und greve to Swerin, der lande Eostock und Stargarde her. 

Unsen gunstigen gruth tovorn. Ersamen und wisen leven besundern. 
Wij hebben wol gans merkliken mit juw to sprekende, des wij juw nicht 
schriven edder embeden mögen, und is uns derweghen so gewant, dat wij juw 
gerne parsonliken to worden komen wolden, und mothen och andere daghe 
torugghe boriden, der wij nenerliige wise vorlegghen mögen. Bidden und bogeren 
wij deshalven mit flitiger andacht, gij juwes rades dreplike medekumpane und 
sendebaden by uns to wesende morghen ene stunde na dem mijddage to Poghetze 
* boleghen twisschen Tzarouwe und Eatzeborgh willen voghen und schicken, und 
vorhapen uns, gi uns desses na unser lenghenheit nicht vorleggende werden uppe- 
desset mal, men de juwen vorscreven jeghen uns voghende und schickende werden. 
Dar wij uns gentzliken to vorlaten und wij der warden willen dar tor stede 
und wij dat umme juw am geliken ofte groteren gerne willen wedder vor 



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1466. October 29. 189 

schulden. Geven to Smylouwe, am mydweken na sunte Simonis und Jude dage, 
anno domini etc. LXVI t0 , nostro sub secreto. 

Aufschrift: Den ersamen und wisen, unsen leven besundern borgerraeistern und 
radmannen der stad Lübeck. 

Angekommen den 30. October. Original auf Papiei- mit aufgedrücktem Siegel. 

185. 

Jnstruction der Abgeordneten für eine Zusammenkunft in Gr. Sarau mit dem 

Herzog von Sachsen-Lüneburg. 1466. October 30. 
Dit is dat werff den radessendeboden medegedaen ton groten Zarouwe to der dach- 
vart darsulves vorramet up den donresdag na Symonis et Jude apostolorum LXVI. 

Int erste van wegenne Henneken Olrikes, wonafftich in der Korslake, de 
sick beclaget, wu dat de hochgeborne furste unde here, her Johan, hertoge to 
Sassen etc., eme besätet hedde etlike sine swyne darumme, dat se in der namast 
weren gewesen, de sin gnade schal vorbaden hebben, unde wowol de erbenomede 
Henneke sulcke erscrevenen swyne mit orlove Peter Stalknechtes, siner herlicheit 
amptmannes, hadde uth der namast wedder halen laten, so Peter eme de to 
borghe gedaen hadde, so hefft doch sin gnade darnegest sodane sine swyne 
wedder entfangen in meninghe, eme de vortoenholdende unde nicht weddertokerende, 
sunder ene vurder unde swarer mit LX mark Lub. to botende, des he sick 
billiken nicht solde hebben wesen to bevruchtende, nademmale dat heren Corde 
Breckewolde, amptmanne to Bergerdorpe, edder dem ergesechten Henneken Olrikes 
van sodaner namast nichtes witlick was, dat sin gnade de vorboden hadde, unde 
desulffte her Cord des ock nicht bewillet noch belevet hefft, so he unde Henneke 
Olrikes een sodanes den radessendeboden van Lubeke unde Hamborch to Berger- 
dorpe latest uterliker to irkennende hebben gegheven. Unde alse denne den 
van Lubeke unde Hamborch de walt zo wol tokumpt, alse den hertogen vorbenomet, 
so vorhopen se sick, dat sin herlicheit ere undersaten van der weghenne nicht 
to botende hebbe. 

Jtem de ander artikel is, dat sick her Cord Breckewolt vorbenomet 
beclaget hefft, wu dat he in clage hebbe enen genomet Claus Burmester, under- 
saten des provestes des closters tom Eey nebecken van der wegenne, dat he 
wedderkurrich is, sine dyke unde dämme, gelick anderen insettenen in dem 



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190 1466. October 30. 

Merslande, so dat wontlick unde geborlick is, to makende, deshalven he brock- 
hafftich befunden zij, ock darumme, dat he strevioh zij, to holdene enen s waren 
van sines ackers weghenne belegen in enerae diokebande in dem Merslande er- 
benomed, den de erscrevene here hertoge vorbiddet, des doch de XXVII sworen 
over eme scholen gefunden hebben, dat neen acker so vrig wesen schal, sunder 
he schole holden enen sworn, utgenamen de herschupp unde vogede. 

Item begheren de van Lubeke, dat Henneke Olrikes sine swyne moghe 
wedderkryghen unde vurderer beschattinge edder beswarnisse over eme to done 
affgestellet unde vorlaten möge werden, angeseen so hir vorgerort wert. 

Item van weghenne der wolthuren unde van der wäre to ghevende etc. 

Item van wegenne Volrat Scharpenberge van wegenne des vanghenen ut Det- 
merschen Johan Clawesson, den Marckqwart Eickaverus mit todaet des erscrevenen 
Volrades upp der keiserliken vrien strate unvorwart unde unentsecht gevangen 
unde gegrepen heflft. 

Item van weghenne der slotstede edder borchstede unde der guder to 
Ritzerouwe. 

Item van weghenne der vischerie upp dem Ratzeborger zee. 

Item van wegenne des jennen, de den anderen upp dem Ratzeborger see 
doet geslagen hefft. 

Item van wegenne heren Diderikes Bramsteden, vicarii to Molne, de sick 
beclaget, dat eme sine jariike renthe 1 ) na inneholde sines vorsegelden breves nicht 
en werde, sodanes breves schal men ene warafftige utschrifft mede nemen tom daghe. 

Item alse denne Hans Meynershagen etlike breve van achte unde ove- 
rechte ieghen de Hollander utgetogen unde beholden schal hebben, dat men van. 
der weghenne mit den van Hamborch to Molne to sprekende etc. 

Nach einer Aufzeichnung auf einem Doppelblatt Papier. 

186. 

Der Knappe Otto Schacke in Basthorst verkauft dem Rathe von Lübeck für 100 mfi 
eine jährliche Rente von 7 m£ aus dem Dorfe Siebeneichen unter Vor- 
behalt des Wiederkaufs. 1466. October 30. 

lk Otto Schacke knape wonafftich tor Basthorst do witiick allen, de 
dessen breff zehen edder hören lesen, apenbare betugende, dat ik mit gudem 

') Item— renthe doppelt geschrieben. 



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1466. October 30. 191 

vrijen willen unde vulborde alle der jennen, de dat van rechtes wegen bevulborden 
scholen, vor my unde myne erven recht und redeliken hebbe vorkofft unde uppe- 
laten, vorkope unde uplate jegen wardigen myt krafft desses breves den ersamen 
vorsichtigen mannen, heren borgermesteren unde radmannen der stad Lubeke 
irnde eren nakomelingen vor hundert mark Lubesch, de se my an ghuden 
güldenen unde anderen graven pagemente to myner noge woll getellet unde 
betalet hebben soven mark jarliker ewiger renthe Lubesches pagimentes, alse tor 
tijd binnen Lubeke ghenge unde gheve is, uth mynem dorpe tom Seveneken 
myt aller renthe unde myt alleme rechte hogesten myddelsten unde sydesten in 
hals unde in hant, myt dinste, denstgelde unde broke myt der holtinge, busschen, 
wateren unde visscherien, myt alleme ackere gebuwet unde ungebuwet, myt 
wisschen, weyden, droge unde nat, myt aller genut unde vrucht unde aller to- 
behoringhe, alse yd in zinen lantscheden van oldinges is gewesen unde im 
stiebte to Ratzeborgh in deme kerspele tor Basthorst is belegen. Unde desse 
vorscrevenen soeven mark renthe will unde schall ik Otto Schacke vorbenomet 
unde myne erven under unsen kosten, arbeide unde eventure vruntliken entrichten 
unde betalen den erbenomeden heren, borgermesteren unde radmannen der stad 
Lubeke unde eren nakomelingen, in den achte dagen des werdigen festes Michaelis 
unvortogert unde umbeworen. Schege en over daraver jenige togeringhe, dar se 
kost effte theringhe umme deden edder don mosten, des ik nicht en hope, de 
koste unde theringhe will unde schall ik unde myne erven en gutliken uprichten 
unde wedderleggen myt der plichtigen renthe sunder jalle entschuldinge unde 
wedderrede. Weret ok dat en hinder effte gebreck darane schege, dat god vor- 
bede, so schall unde will ik unde myne erven scholen zijk dan mit dem vor- 
benomeden dorpe, guderen unde tobehoringen nynewijs beweren to brukende effte 
to netende in jenighen dinghen, men de erbenomeden heren borgermestere unde 
radmanne unde ere nakoraelinghe mögen ze denne antasten unde bruken der 
myt allem rechte, myt aller nuth unde vrijheid vredesam, beqwemeliken unde 
vmbeworen alse langhe, wert ze ere vorsetene renthe myt allen kosten unde 
theringhen, de se umme rayner tragen betalinge willen denne don, deger unde 
all daruth entfangen unde weddernamen hebben, so vaken alse en des behoff 
wert Unde se en scholen ok der erbenomeden van nynerleye zaken anvall 
effte beswaringe, geistliker effte wertliker, prelaten unde heren, wodanewijs de 
beswaringe tokomen mochte, vorbreken, Vorwerken, vorkesen effte entberen edder 
darane beschediget werden jenigerleye wijs, men ik unde myne erven willen 



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192 1466. October 30. 

unde scholen en desulven renthe unde eren vorbenomeden hovetsummen in den 
ergenomeden dorp unde guderen unde eren tobehoringhen gantz vrijg holden, 
[ere] rechte darane waren, beschermen unde entweren vor alle ansprake unde 
bewernisse enes yewelken. Unde ik hebbe ze vor ray unde myne erven in de 
wäre unde [rouweliken] besittinge gewiset unde geset unde wise unde sette ze 
dar in myt krafft desses breves unde will en darane alle dingk keren to dem 
besten sunder alle arch, [jodoch ik un]de myne erscrevenen erven de macht to 
beholdende, dat wij de vorsprokenen renthe alle jar in der erscrevenen achte 
daghen Michaelis vor hundert mark Lubesch wedderkofpen [mog]en, den erbe- 
nomeden heren borgermesteren radmannen unde eren nakomelingen de havet- 
summen myt der plichtigen renthe unde myt allen schulden tosamende to be- 
talende [bynnen] der stad Lubeke umbeworen myt gudem pagimente, alse dar 
denne ghenge unde gheve is, butene bescheden alle kleyne unde hole penninghe. 
Wij zint ok plichtich, [en den] wedderkopp eyn halff jar tovorn witliken to vor- 
kundigende unvorsumet. Alle desse vorscrevenen stucke unde eyn islick bij zijk 
love ik Otte Schacke vor my unde myne erven myt mynen truwen medeloveren 
unde wij Ludeloff Schacke to Gultzouwe, Bertold Daldorpp to Woters, Volrad 
van Eitzerouwe unde Hinrik Schacke to Lovenborgh knapen, loven vor uns unde 
unse erven eyn vor all myt deme genanten Otto Schacken unde zinen erven 
den nahebenomeden heren borgermesteren unde radmannen unde eren nakomelingen 
unde den jennen, de dessen breff hebben myt eren willen, se zin geistlick edder 
wertlick, in guden truwen myt gantzen loven stede unde vast to holdende unde 
nynerleye insaghe effte argelist ok nynerleye uthneminghe, were effte behelpinge 
darjeghen to brukende effte to netende, darmede desse koepp, uplatinge unde 
vorwaringe effte desse breff mochte krencket edder broken werden na geistlikes 
effte wertlikes rechtes esschinge. Desses to groterer bekantnisse unde bewaringe 
hebben wij hovetman unde medelovers vorbenomet unse ingesegele witliken 
gehenget beneden an dessen breff, de gheven unde schreven is na der bord 
Cristi unses heren dusend veerhundert darna in dem sossundesostigesten jare, 
des donnersdages vor aller godes hilgen dage. 

Original auf Pergament mit den fünf anhängenden Siegeln. 



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1466. October 31. 193 

187. 

Heinrich, Herzog zu Mecklenburg meldet dem Rathe zu Lübeck, dass er zu der ver- 
abredeten Zusammenkunft in Gross-Sarau schon unterweges, dessen Absage 
zu seiner Verwunderung erhalten habe und verlangt die Anberaumung 
einer neuen Tagung. 1466. October 31. 
Hinrik van godes gnaden hertoge to Mekelnborgh, furste to Wenden 
und greve to Zwerin der lande Kostock und Stargarde her etc. 

Unsen gunstigen gruth tovoren. Ersamen und wisen leven besunderen. 

Wii doen juw weten, dath de hochgeboren furste here Johan hertoge to Sassen 

etc. unse leve ohm uns tho deme daghe tusschen eme, den sinen und juw umme 

ichtes welke schelinge und gebreke willen, de tuschen eme den sinen und 

juw mochten sin uppe dallinghe to wesende to Tzarouwe berameth, den gij bolevet 

und angenameth hadden to körnende, hadde gebeden. Und aise wii uns umme 

siner bede willen denne dar to geschikket hadden und wolden den dach umme 

gudes gelimpes willen to vorsokende, oft men sodane schelinghe und gebreke 

mochte vorlecht hebben, mede bereden und tor stede gekomen hebben, alse wij 

denne deshalven gesterne beth to Smylouwe to unserae ohme gekomen weren, 

wart doch sodane dach vormiddelst juw vorlecht und uppe dat aidespadeste aff- 

gescreven, des wij uns sere vorvunderden. Doch bidden und begeren wij mit 

gantzer andacht, gij sodane gebreke und schelinghe vort an to ener anderen tijd 

und anderem dage mit den sinen und sunderges mit Volrad Scharpenberge und 

ßitzerouwen, uppe gudlike vorhandelinge deshalven to besokende, in gude anstaen 

lathen, so dat wij denne darby komen mögen, willen wij uns in guder meninghe 

gerne mede to deme daghe voghen, mit dem besten to vorsokende, oft men 

denne sodane schelinge und gebreke mochte vorlegghen, gij uns desses nicht 

wegern, men juw hiirane gudwillich vinden laten. Steit uns wol umme juw am 

liken ofte grotern to vorschuldende und bogern desses juwe richtige antwerde 

by desseme jeghenwardighen. Geven to Eatzeborgh ame donredage vor omnium 

sanctorum, anno domini etc. LXVI t0 under unsem secret. 

Aufschrift: Den ersamen unde wisen unsen leven besundern borgermeistern und 
radmannen der stad Lübeck. 

Angekommen den 31. October. Original auf Papier mit Rest des aufgedrückten Siegels. 



25 



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194 1466. November II. 

188. 

Vergleich über einen Nachlass auf Fehmarn, aus welchem Mittel für eine ewige 
Lampe und einen Glockenturm für die Kirche zu Burg ausgesetzt werden. 
1466. November 11. 

Witlik zij, dat schelinge gewest zint twisschen deme ersamen Kersten 
Klinckstene borgermestere tor Borch uppe Vemeren uppe de ene unde Johanne 
de Maess to Wennekendorpe uppe Vemeren wonafftich uppe de anderen zyde 
van wegene enes schulden ordels des lesten willen unde der nalatenen gudere 
halven zelegen Greteken, wandages eliker husfrouwen Johan Marquardes, ok 
wandages tor Borch uppe Vemeren wonafftich etc. Dar over se denne dorch 
de ersamen heren Corde Moire unde Hinrike van Hacheden, radmanne to Lubeke, 
van deme ersamen rade darsulvest dar to gefoget fruntliken zint vorliket in 
nabescrevene wyse also, dat de erscreven Johan de Maess belevet unde togelaten 
hefft, dat men van den nalatenen guderen der erbenomeden Greteken geven unde 
keren schall vijffundetwintich mark Lub. to eneme ewigen lechte in der kerken 
tor Borch uppe Vemeren to bernende unde sostehalve mark to deme klocktorne 
darsulvest tor Borch. Unde wes de erscreven Gretike furder hadde beschriven 
laten, dat schall alle machtloss unde van nyneme werde wesen unde hyrmede 
scholen unde willen de bovenscreven beyde parte deshalven geschichtet unde 
gescheden wesen unde hebben vorlaten unde vorlatet zyk under malkanderen 
unde erer eyn den anderen myt eren erven van der wegene van aller furder 
ansprake unde maninge geistlikes edder wertlikes gerichtes edder rechtes to eneme 
gantzen vullenkomenen ende genssliken qwyd leddich unde loss. Jussu consulum. 

Eintragung ins Niederstadtbuch: 1466 Martini episcopi. 

189. 

Sühne des Knappen Otto Meinerstorp mit der Stadt Lübeck. 1466. November 12. 

lk Otto Meinerstorpp knape bekenne unde betuge opembar in unde 
mit desseme breve vor allesweme, dat ik mit den ersamen unde vorsichtigen 
mannen, heren borghermesteren unde radmannen der stad Lubeke gudliken 
unde fruntliken voreniget unde gesleten byn van sodannes Unwillen wegen, 
den ze unde ick beth uppe dessen dach under malkandern gehad hebben. 
Unde ick will unde schal ze, ere borghere, in woner unde de eren forderen 
mit dem besten unde vorlate ze, ere nakomelinge borghere inwonere 



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1466. November 12. 195 

unde alle de eren deshalven vor my unde myne erven aller vurder 
namaninghe, wrake unde ansprake gentzliken qwijt leddich unde los. In orkunde 
der warheid hebbe ick rayn ingesegel mit ghudem vrijen willen witliken gehenget 
lathen an dessen breff. Unde wij Heyne Boltze unde Gerd van Lenthe, borghere 
to Lubeke, to merer witlicheid unde umme bede willen Otten vorscreven hebben 
wij unse ingesegele mede gehenget laten an dessen sulven breff. Gheven unde 
screven na der bord Cristi unses heren dusend veerhundert jar im sossundesos- 
tigesten, am midweken na sunte Martini dage des hilgen bisschoppes. 

Original mit drei anhängenden Siegeln. 

190. 

Nicolaiis Korn giebt dem Rathe von Lübeck Nachricht über verschiedene Zustände 
in Mölln. 1466. November 16. 

Wyllige flytlike stedyge irbedinghe myd behegelicheit alliss godys vor- 
moghens tovorn. Erwerdighen leven heren. Juwen wer ff, zo gy my upme rat- 
huse en frydaghe neghest vorghanghen 1 ) bevolen to wervende an den voghet to 
Molne hebbe ik den voghede vorstan laten anrightende na dem besten synne 
unde he my wedder eyn antwert sede, he synen flyt gerne don wolde, to 
bestellende up de strate unde umme de Elve uten unde vor de, so he beste 
konde etc. Jtem, leven heren, umme dat andere werff van den holte to vorende, 
dar me de pale scolde äff maken unde stoten unde ok andere were äff maken 
vor dem stendore, dar ys noch tur tijd nicht an sehen, ydogh wil ik dar ruke 
up hebben, wes ik se unde vorvare, dat wil ik yw woi vorscryven. Ok, leven 
heren, de waght, de wert des nachtes to Molen zo flitliken nicht bostellet unde 
schicket, zo id sik boheret, wente de waghtere gan mer in den Straten, de eyne 
blest in horneken unde syn kurapan de ropt na; wor se denne kamen in eyne 
stede, dar men drinket in tabernen, zo traghen se tho wakende, unde by de 
statmure, dar me der vygende pleght wartonemende, dar heft nen mynsche ruke 
up. Leven heren, gy moghen dat sulven merken, dat dar grot vorsument unde 
schaden off komen moghte. Item, ersamen wysen heren, dar synth wellike bure 
uth dem lande to Mekelenborygh inghetaghen, de dar wanen bynnen Molne, de 
denne boghunden, vor de anderen borghere in deme dore to sittende, dar denne 
ok vorretnysse unde scade äff komen moghte. Vorneme yk wes, dat ik vor 

*) November 14. 

25* 



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196 1466. November 16. 

eyne warde vorscriven raagh, dar wil yk nicht mede sumen. Valete in Christo 
Jhesu. Screven to Molne, des sondaghes na Martini, anno Domini LXVI. 

Nicolaus Korn, curatus in Molne. 

Aufschrift: Den ersamen wysen unde boscheydynen heren Bertolde Wytyken 
unde heren Hinryk Kastorpen, borgermesteren der Stadt Lubic, mynen ghun- 
stigen leven heren unde vorderern detur. 

Angekommen den 19. November. Original auf Papier mit Spur des Siegels. 

191. 

Die Brüder Volrad und Otto von Ritzerau verkaufen dem Heinrich von Hachede, 
Rathmann in Lübeck, für 200 m-fc eine jährliche Rente von 14 mjl aus dem 
Hofe Klein Ritzerau unter Vorbehalt des Wiederkaufs. 1466. November 18. 

Wy Volrad unde Otte brodere, geheten de Kitzerouwe, wonaftich to 
Lutken Kitzerouwe im kerspele to Nutzce des stichtes Kazeborgh, bekennen unde 
betugen opembare in unde myt desseme unserm breve vor alle den, de ene zeen 
edder hören lesen, dat wij vor uns unde unse erven unde vor alle den jennen, 
der eer vulbord hirto behoret, myt wolbedachteme mode, ghuden vrijen willen, 
rechte unde redeliken hebben vorkofft unde upgelaten, vorkopen unde uplaten 
unde vorlaten iegenwardigen in krafft desses breves deme ersamen her Kinrike 
van Hacheden, radman to Lubeke unde synen erven edder witliken hebberen 
desses breves veerteyn mark iarliker gulde unde renthe vor twehundert margk 
Lubesch, de he uns an gudem groven pagimente to unser genüge wol geteilet 
unde betalet hefft, de wij vort in unser unde unser medebroder unde suster nuth 
unde profijt witliken hebben gekeret unde utegeven in unde uth unseme vor- 
screvenen hove, geheten Lutke Kitzerouwe; welken vorscrevenen hoff myt aller 
tobehoringhe alse nemeliken myt der halven molen, myt deme halven see unde 
deme halven dijke, myt deme halven dorppe Ritzerouwe myt alle dem, des unse 
vorfaren unde wij darto suslanghe hebben gebruket, yd sy an dorppen, holten, 
ackeren, wijsschen, weyden, densten unde gemeenliken an allerleie pleghe unde 
ghudern bewechlick unde umbewechlick, so wij de ye vrijest beth hertho hebben 
beseten, nichtes buten bescheden. Unde wij Volrad unde Otte unde unse erven 
vorbenomet scholen unde willen uppe unse egene kost, arbeid unde eventur 
deme vorscrevenen hern Hinrike unde synen erven edder hebberen desses breves 



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1466. November 18. 197 

myt ereme willen sodane vorsoreven veerteyn margk renthe bynnen der stad 
Lubeke alle iar in den achte dagen sunte Mertens des hilgen bisschoppes frunt- 
liken unde umbeworen betalen. Weret ock, dat deme vorserevenen hern Hinrike 
offte zinen erven ienighe thogeringe darane schege, dat god afkeren mothe, so 
scholen noch en willen wy unse erven noch yemand van unser wegen uns myt 
den vorbenomeden guderen nenerleye wijs beweren in brukinge offte genete, men 
de erbenomede her Hinrik unde zine erven moghen ze denne antasten qwijt 
unde vrijg, vredesam unde umbeworen der bruken, so lange ze ere vorsetene 
renthe, koste, theringe unde schaden deshalven bescheen unde geleden gentzliken 
daruth entfanghen hebben, so vaken en des behuff werd, sunder allen hinder, 
bewernisse offte naschuidinge unser unde enes yewelken. Wij willen ock, dat 
ze hebben scholen vrije unde vulle macht, de erscrevene renthe uth dem vor- 
serevenen hove unde synen tobehoringen to pandende vormyddelst weme se 
willen, de pande unvorfolget wechtonemende unde darmede don na ereme willen 
sunder allen broke bekummernisse, hinder offte naschuidinge unser unde enes 
yewelken der pandinghe, unde naschuidinge, unde wes darvan entsteyt, willen wij ze 
deger unde all schadelos holden. Hijrenboven loven wij Volrad unde Otte unde wij 
medelovers nabenomed bij unsen truwen, weret dat desse vorserevenen dinghe in ieni- 
ghen puneten offte articulen gebroken wurden unde de betalinge nicht geholden wurde, 
dat wij denne samptliken edder een islik by sick in dem veerteynsten deme vor- 
screven daghe sunte Mertens des hilgen bisschoppes to Lubeke inkomen, dar 
wontlick unde truwelik inleger holden willen uppe unse egene kost unde e ven- 
ture, dar ok nicht uth to schedende, sunder her Hinrikes syner erven unde 
hebberen desses breves myt ereme willen, wetende unde willen unde eer sulke 
bovenscrevene renthe, koste unde teringhe darumme gedan unde geleden en degher 
unde al vornuget unde betalet zin gheworden. Hijrane schal uns nenerleye 
veyde, unwille noch orlighe neraeliken myt der vorserevenen stad Lubeke unde 
unsem gnedigen hern hertogen Johann von Sassen etc. unde synen nakomelinghen 
edder yenighen anderen herschoppen entschuldigen, sunder wy scholen und 
willen sodan wontlik inlegher unde alle artikel desses breves gelijke vast unde 
ßtede holden. Wij bekennen ock, dat sulk erscrevene hoff myt den benomeden 
tobehoringhen unde ghuderen nu ieghenwardich vrijg unde unvorsat zy. Wij 
willen unde scholen ock den vorbenomeden hern Hinrike unde zinen erven 
den erscrevenen hoff unde gudere myt zinen tobehoringen vrijg holden van 
allen beswaringe unvorandert unde de vorschrevene renthe unde hovedsummen 



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198 1466. November 18. 

rechte darane waren, bescherraen unde entweren vor alle ansprake unde bewer* 
nisse enes yewelken, unde wij hebben ze vor uns unde unse erven in de were 
unde vredesamen besittinge gewijset, setten unde wijsen ze dar in tnyt krafft 
desses breves unde willen deme vorbenomeden her Hinrike van Hacheden unde 
zinen erven alle dingk darane keren tom besten sunder alle arch. Doch hefft 
uns de vorbenomede her Hinrik unde syne erven der fruntschopp gegund, dat 
wij desse vorscrevenen veerteyn margk renthe ßlle iar in den achte dagen des 
werden bisschoppes sunte Mertens vor twehundert margk Lubesch wedderkopen 
mögen, deme sulven her Hinrike unde synen erven den hovedsummen myt der 
vorsetenen plichtigen renthe unde myt allen schulden bynnen der stad Lubeke 
tosamende to betalende in gudem groven pagimente, alse dar denne genge unde 
geve is. Wy syn ock plichtich, en den wedderkopp in den achte dagen to 
pinxsten tovoren so seggen unde witliken to vorkundigende. Alle vorscrevenen 
stucke unde articule unde eyn islick by sick love wy Volrad unde Otte vor- 
benomed unde unse erven myt unsen truwen medeloveren, alse wij Ludeleff 
Schacke to Gultzow, Otte Wackerbard to Kowall, Luder Dargetze to Mustin, 
Otte Schacke tor Basthorst, unde Hinrik Schacke, Ludelfes sone ok wonafüch 
tho Gultzouwe, knapen, loven unde seggen vor uns unde unse erven myt den 
genanten Volrad unde Otten unde eren erven ungescheden myt samender hand 
unde eyn isiik vor uns alle den vorbenomeden heren Hinrik zinen erven unde 
hebbere desses breves myt ererae willen, he zij geijslik edder wertlick in ghuden 
truwen unde mit gantzem geloven stede unde vast unvorseriget to holdende, 
nynerleye insagke argelijst nyevunde unde uthneminge, were edder behelpinge 
hirtegen to netende edder to brukende, darmede desse breff waringe unde betalinge 
[offte desse breff] mochten gekrencket unde gebroken werden van ienigen saken 
offte anvath na esschinge unde tolatinghe geystlikes offte werlikes rechtes. To 
merer vorwaringhe unde groterer sekerheyd aller vorscrevenen dingk hebben 
wij hovedman unde medelovere alle vorbenomed vor uns unde unsere erven mit 
gudem vrijen willen unse ingesegele witliken hengen lathen an dessen brefE 
Gheven unde screven na der bord Cristi unses heren dusend veerhundert darna 
im sossundesostigesten iar, in den achte dagen sunte Mertens des hilgen bisschoppes. 

Original auf Pergament mit den sieben anhängenden Siegeln. 



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1466. November 18. 199 

Der Rath von Bremen schreibt dem Rathe von Lübeck, dass er hofft , Mittel finden 
zu können, um seine Lüheckischen Gläubiger zu befriedigen. 1466. 
November 18. 

Linusen fruntlijken denst unde wat wy gudes vormoghen thovorn. Er- 
samen heren unde leven fnindes. So gij uns itlijke summen gholdes van weghene 
itlijker juwes rades frunde unde borghere, de se uns in unsen noden guetlijken 
hantreket unde gheleend hebben, des wy juwer heren wisheit unde en hochlijken 
dancken unde, wor wij raoghen, wedderumme gherne vordenen willen, also konen 
gy, leven frundes, wol erkennen, dat uns noch hertho van groter kost unde last, 
dar wy ynne hebben seten unde noch mit greven Gerde sitten, so wy unses 
dinghes mit em nenen ende en hebben, to sodannen summen gholdes, so wy 
enem ieweliken dach by daghe, soldie unde schaden richten mothen, nenewijs 
lieft to körnende staen. Jodoch, leven frunde, hebben wy up itlijken enden 
ghold stände, dar wy vor desser tijd rede arbeet umme hebbe ghedaen unde 
noch vorbath mit vlite van stund to donde ghedencken, so denne ghold, lo 
juwes rades kumpane unde borgere behoef to vorforderende. TJnde bidden fruntliken, 
desset mit den juwen so in guetlicheit schicken, se sijk leefliken entholden 
unde uns des een swighend doen, wente wy unse eghenen bodeschup deshalven 
by juwer heren wisheit kortlyken, wel god, schicken willen, aliedingk derwegene 
mit juw guetlijken to vorhandelende, zo dat wy io van den juwen leefliken unde 
fruntliken umme hovestoel unde rente mit den ersten, wy moghen, scheden 
willen. Desulven juwe ersamheit wy gode, unsem heren wolmoghende bevelen. 
Screven am avende Elisabet vidue, under unnser stad secret, anno etc. LXVL 

Consules Bremensis ciuitates. 
Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubeke, unnsen u. s. w. 

Original mit einem Best des Secrets. 

193. 

Bericht des Syndikus Johann Osthusen über die Verhandlungen des Reichstags in 
Nürnberg. 1466. November 23. 

Mine gantz willigen unde fruntlicken dinste zcuvor. Ersamen wiesen lieben 
heren. Uff montag nach Martini 1 ) bin ich gesunt unde mit behaldener geselschafft 



l ) November 17. 



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200 1466. November 23. 

zcu Nurenberg ingeritten, daselbst gefunden unser allerheylgesten unde aller- 
gnedigisten heren, babest unde keysern, an walten unde sendebothen, ouch marg- 
graven Albrecht van Brandenborg, herzogen Otten van Bayern, den jungen van 
Werttenberg unde graven Ulrich van Otingen, alle personlich mitsampt andern 
nemlich hertzogen Ludewiges van Bayern, hertzogen Albrecht van Beyern, der 
lantgraven van Hessen, marggraven van Baden, der bisschove [van] Wertzburg, Baben- 
berg, Salczpurg, Eeynspurg unde vaste meher heren, graven unde der stede sende- 
boden; die sache der Thurken haben vorhort van des keysers rethen und an- 
walten, die in solcker bcgerunge stehet van unserra gnedigesten heren dem 
keyser, das man uss allen steden unde landen van hundert mannen eynen 
wepener odder knapen bestelle und ussrichte. Daruff ist eyne antwortt von der 
fursten unde stede sendeboten gegeben, wan dij kurfursten unde ander mehr 
forsten, die itzunt nicht kegenwerttig sint, uff sente Katherinen tag itczunt zcu- 
kommende 1 ) sich werden bey Nurenber ferttigen, so sij das haben von sick 
geschriben, so wollen sij sich halden an den dingen als frome kristliche fursten 
unde luthe. Uff solche antwortte unde zcukumfft der andern fursten stehen dij 
dinge an bijss uf sente Katherinen tag, bin ich in meynunge, alsbalde sancte 
Katherinen tag ersehenen ist und ich mit fugen kan abegebrechen, mich wedder 
keyn Lubek unde iuwer wiesheyt zcu fugen. Hirmidt, wo ick iuwer wiesheyt 
zcu gut gefallen unde willigem dinste sal unde kan erschinen, wertt ir mich 
finden als den iuwern. Geschreben uss Nurenberg, am sontag nach Elisabeth, 

anno etc. LXVI°. 

Johan Osthusen, uwe willige diner. 

Aufschrift: Den erhafftigen wiesen burgermeistern unde rathmannen der stad 
Lubeke, mynen lieben heren etc. 
Angekommen den 12. Dezember. Original auf Papier mit aufgedrücktem unkenntlichen Siegel. 

194. 

König Christian I. bekennt, dem Claus Rantzau, Schach 9 s Sohn, 4911 m$ 8 ß Lüb. 
Pfenn. schuldig zu sein, und verspricht, sie nächsten Martini haar oder 
in genügenden Pfändern zu bezahlen. 1466. Dezember 5. 

Wy Cristiernn, van godes gnaden to Dennemarken, Sweden, Norwegen, 
der Wende unde Gotten koning, hertoge to Sleswick, greve to Holsten, Stormarn 
Oldemborch unde Delmenhorst bekennen unde betugen opembar in desseme 

*) November 25. 



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1466. Dezember 5. 201 

unnsen breve vor als wem e, dat wij, unnse erven unde nakomelinge rechter wit- 

liker schuld schul dich sin dem duchtigen knapen Clawes Rantzow, hern Schackes 

8on, unde sinen rechten erven veftehalffdusent Lubesche mark penninge verhundert 

Lub. mark pen. teyn Lub. mark pen. unde verundetwintich Schillinge van des 

ummeslages wegen, den he nu to desseme sunte Merten van unser wegen dan 

hefft, alse to Lubeke unde Hamborch genge unde geve sin unde dar en islick 

gudman deme anderen vul mede don mach in dem lande tho Holsten ane hole- 

penninge, de to betalende in den achte dagen sunte Mertens erstkomende 

mid reden penningen, alse vorscreven is, edder mid alsovelen vervolgeden 

nogaftigen panden, dar Clawes vorbenomed edder sine erven den summen des 

vorscrevenen reden geldes mögen mede nemen gantz unde altomale to ener tijd 

unde uppe ener stede bynnen deme Kiie in Jaspar Schulten huse, dar he nu 

mit wanet, edder in ener anderen zekeren stede in deme lande to Holsten, dar 

id deme erbenomeden Clawes unde sinen erven beqweme is, er geld uptoborende, 

unde dar en dat unentfernet zij, sunder ieoigerleie vortogeringe argelist iffte 

hulperede, de uns unsen erven unde nakomelingen möge vromen unde deme 

vorgenanten Clawes unde sinen erven mochte schaden. Alle desse vorscrevenen 

stucke samptliken edder besundern loven wij Cristiernn, to Dennemarken etc. 

koninge vorgenant vor uns unse erven unde nakomelinge deme vorbenomeden 

Clawe unde sinen erven in gudeu truwen stede vast unde unvorbroken wol to 

holdende ane alle argh, ok namede in de hand to lovende em unde sinen erven, 

wanner se dat van uns unsen erven unde nakomelingen esschende sind, unde loven 

vord to siner unde siner erven truwen hand al den jennen, de dessen breff 

hebben mid sineme iffte mid siner erven willen unde vulbord, de sin gestlik edder 

werlick. Des tor witlicheid hebben wij unse koninglike secret witliken heten 

hengen an dessen breff, de gegeven is na godes bord verteinhundert in dem 

sossundesostigesten jar, am avende ^Nicolai des hilligen bisschoppes. 

Original auf Pergament mit anlangendem Siegel. 

195. 

Johann, Herzog von Sachsen- Lauenburg, bittet den Rath von Lübeck, dein Zwist mit 
Hermann Carlow auf zwei Wochen Anstand zu geben. 1466. Dezember 8. 

Johan, van godes gnaden to Sassen Engeren unde Westvalen etc. hertoge. 

Unnsen fruntliken gruth mit vermöge alles guden thovorn. Ersamen 
unde vorsichtigen leven bisundern. Bij unns is gewesen de duchtige knape 



26 



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202 1466. Dezember 8. 

unnse man unde leve getruwe, Hermen Karlouwe unde hefft unns berichtet, wo 
dat em sij bijgekomen, dat he juw unde der juwen nicht schole velich wesen 
van schicht unde schelinge wegen unlanges bynnen Uthech an eneme geheten 
Campouwe darsulvest wonende bescheen, welker schicht sick Hermen vorbenomet 
unschuldich secht, unde scholen de warheit an em also nicht besporen, so wij 
van em berichtet sint. Alse denne, guden frunde, de vorbenomede Hermen in 
gantzem willen is, sinen zeligen vader uppe dessen tokomenden sondach 1 ) mit 
vilien unde zelemissen dencket na gotliker wonheit to begande, darto he sine 
frunde gebeden hefft unde sunder sinen groten schaden nicht wol affstellen kan. 
Wo deme denne allent sij, bidden wij juw mit sundergem flijte fruntliken, 
gij de sake mit Hermen unde de de des furder to dunde hebben, gutliken 
sunder jenich vorhal anstan unde bestanden laten verteyn dage langk, underdes 
schal he mit sinen frunden to legelken steden edder bynnen juwe stad komen, 
so furder he mit sinen frunden to unde van in velicheit vorwaret möge wesen, 
sick der sake to entschuldigende edder dartho merkliken antworden. Uns hijr- 
ane to willen behagen, dat vorschulden wij tegen juw, wor wij mögen gerne. 
TJnde wes he ok unnser fruntliken bede hijrane möge geneten, begeren wij des 
juwe gutlike richtige antworde bij dessem jegen wardigen. Sijt gade bevalen. 
Geven to Lovenborch, am dage concepcionis Marie, under unnsem secrete, anno 
etc. LXsexto. 

Aufschrift: Den — — ratmannen der stad Lubeke, unnsen u. s. w. 

Angekommen den 9. Dezember. Original auf Papier mit besten des Siegels. 

196. 

Catharina, Witwe des Bernd Hoppenrade urkundet über die Rücklieferung zweier 
Verschreibungen über 10 mJfr jährlicher Einkünfte aus dem See *u 
Pinnow und über 3 mjL Pacht aus dem Dorfe Zittow an den Ritter 
Heinrich Stralendorp in Crivitz. 1466. Dezember 13. 

lk Katherine Hoppenrades Bernd Hoppenrades nagholaten husfrowe seligher 
dechtnisse unde myn sone Hans Hoppenrod, wy bekennen unde betughen apenbare in 
crafft desses unses wyllebreves vor alle den gennen, de ene zeen edder hören lezen, 
dat wy recht unde redeliken myt wolbedachtem mode hebben vorkofft unde 
vorlaten, vorlaten unde vorkopen deme duchtighen knapen Hinrick Stralendorpe, 

*) Dezember 14. 



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1466. Dezember 13. 203 

wanafftich tho Crivitze, unde sinen erven twe vorseghelde breve, enen de dar 
lud up teygen mark seepacht an deme see tho Pynnowe, de ander de dar lud 
Tip dre mark pacht an deme dorpe tho Tzytkowe vor XXX mark unde hundert 
de he uns tho dancke unde tho der noghe wol bered unde betalet heft. Desse 
vorscreven dre mark pacht tho Tzitkowe schal he effte syne erven boren jarlikes 
jares unde an der seepacht schal he boren alle pacht olde unde nyge, de de saleman, 
de des sees nu bruket schuldich is. Ok schal he hebben unde boren de elven mark, 
dar Johans Sperlyng vor lavet hefft, unde schal desse vorscreven pacht vort 
hebben unde boren tho unbenomeden jaren, so langhe dat se em na lüde der 
hovetbreve, de wy em vorantwerdert hebben affghelozet werd. Vortmer zo vorlate 
wy unde overgheven aller maninghe myt dessen breven utghenomende pacht, de 
in desseme breve nicht vorsegheld is. Ok scholen alle de arthykele der hovet- 
breve Hinrick Stralendorpe unde synen erven so vromelik wesen unde tholuden, 
alze se uns tholud hebben. Alle desse vorscreven artikele laven unde segghen 
wy Katheryna unde myn sone Hans unde bewyllen an desseme breve unde • de 
bewyllin^he stede unde vast tho holdende. Des tho loven unde to tughe hebbe 
wy unser beyder ingesegele, en jewelik dat syne, vor dessen breff laten henghen, 
de gheven unde screven is in den jaren unses heren dusent iare verhundert 
jare in deme sosundesostighen iare, in deme daghe sunte Lucien der hylghen 
juncfrowen. 

Original auf Pergament mit zwei Pergamentsiegehtreifen. 

197. 

Hinrich Böse wird von dem Verdachte des Kirchendiebstahls freigezeugt. 1466. 
Dezember 13. 

Witlik zij, dat int jar unses heren dusend veerhundert soszundesostich amme 
dage Lucie virginis Hinrik Böse vor deme ersamen rade to Lubeke is ersehenen 
zijk hochliken beclagende, wo dat he van duffte wegene euer lade imme 
liegest vorgangene soraere to öhenyn affhendich gemaket in ticht geholden 
worde, der he zijk doch unschuldich zede to wesen de, vurder seggende, dat he 
aldar so stunde uppe vryen voten ungeveliget unde ungeleidet eneme ydermanne 
to antwerende, wes men deshalven uppe eme bringhen konde. Dar denne 
nymand is ersehenen etc. dar denne de erscreven rad to Lubeke to antworde 
unde sede, dat en sodane des erscreven Hinrikes Bösen entschuldinge leeff 
were unde de gerne horden unde wolden der gerne indechtich wesen, welk de 

26* 



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204 1466. Dezember 13. 

gesechte Hinrik begerende was in desset erer stad Lubeke nederste boek to 
tekende unde to schrivende deme de rad na begherte dessulffte Hinrikes also 
bevoll to besehende. Jussu consulum. 

Eintragung ins Nieder stadtbuch: 1466. Lucie virginis. 

198. 

Hans von Benthen aus Danzig erhält Erlaubnisse zehn Last Fleisch im Frühjähr 
nach Seeland auszuführen. 1466. Dezember 13. 

-tLans van Bentheü van Dantzijk vor deme ersamen rade to Lubeke hefft 
vermiddelst zineme uthgestreckeden arme unde upgerichteden vingheren stavedes 
eedes lyffliken to den hilgen gesworen unde wargemaket, dat he myt sodanen 
teyn last vlesches, so he nu tor tyd in Sander Bartmans huse liggende hefft, 
dat he darmede in Seland wolde gewest hebben, deme he denne van anvalles 
unde ehafftiger notsake wegene eine dar ane hinderende also nicht hebbe don 
konen etc. dar upp denne de rad na besprake deme erscreven Hanse van 
Benthen ghegunt unde vororlovet hefft, dat he sodane vorgerorte teyn last 
vlesches int vorjar van Lubeke na Zeland schepen moghe. Jussu consulum. 

Eintragung ins Niederstadtbuch: 1466. Lucie virginis. 

199. 

Albrecht und Johann, Herzoge von Mecklenburg, schreiben dem Rathe von Lübeck, 
dass sie den Uebergang des Dorfes Klingendorf auf die Kinder des ver- 
storbenen Heinrich Schonenberg nicht zugeben können, da es ihrem Vater 
und ihrem Vetter Herzog Ulrich gehöre. 1466. Dezember 23. 

Albrecht unde Johan, van godes gnaden hertogen to Mekelnborgh, 
fursten to Wenden, greven to Zwerin etc. 

Unnsen gunstigen grut unde guden willen tovorn. Ersamen wysen 
leven besundern. So alse gij beroren schrivende van wegen des erbaren zeligen 
mester Hinrick Schonenberges nalatenen kinderen unde erven, wo dat de upgenante 
mester Hinrick eyn dorp, nometh Klinkendorp, schole naghelaten hebben, dat zin 
was mit allem rechte unde gerichte, welkere dorp he in zineme testamente zinen 
eeliken kinderen hebbe gegeven, zo dat juwe breff furder inholdet, hebben wij 
dat in guder mathe wol vornhamen. Bidden juw mith flitiger andacht deshalven 
weten, so alz wij personliken juw wol eer berichtet hebben, dat alsodane dorp 



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1466. Dezember 23. 205 

deme hochgebornen forsten, unsem leven here vadere unde unsem vedderen 
heren Ulrigke mede tobehoret unde konen zodane dorp nicht overgeven, wente 
uns alenen zodane sake vulmechtich nicht tobehoret, zo gi hiruth wol irkennen 
mögen. Gi dat nicht to Unwillen nemen etc. Worane wij juw vele mher to 
willen unde gunstigen wesen mögen, dho wij alle wege gerne etc. Gegeven 
to Gustrouw, am dinstedage na sante Thomas dage, under unsem ingesegel, anno 
Domini etc. LXVI. 

Aufschrift: Den — — rathmannen der stadt Lubeke, unnsen u. s. w. 

Angekommen den 31. Dezember. Original auf Papier mit Spur eines Siegels. 

200. 

Vertrag des Raths von Lübeck mit dem Maurermeister Ludeke Maler über die 
Anstellung desselben im Dienste des Bauhofs. 1466. Dezember 25. 

Witlick zij, dat twisschen den ersamen unde vorsichtigen mannen, heren 
borgermesteren unde radmannen der stad Lubeke, uppe de enen, unde deme 
beschedenen mester Ludeken Maler, eneme murmester, uppe de anderen syden, 
ene eendracht van beyden zij den belevet unde bevulbordet is gemaket in na- 
scre vener wijse: 

Interste, dat mester Ludeke vorbenomed der stad Lubeke vor eren mur- 
mester tor tijd zines levendes schall denen, darvor de rad eme hefft vorlenet 
tor tijd synes levendes des rades kledinghe, alse wontlik is, unde darto vrijg to 
bewonende sodanne woninghe uppe deme buwhove, dar he inne wonet. 

Item schal mester Ludeke hebben van deme rade alle jar, dewyle he 
arbeiden kan, yewelkes yares twelff Einsehe gülden, unde alle daghe, wanner 
he uppe der stad werke arbeidet, des daghes vor zin arbeid achte witte. 

Jtem heft de rad mester Ludeken vorscreven vorlenet, dat he mach 
holden veer knechte, de myt kellen muren konen edder leren, uppe der stad 
werke myt eme to murende edder uppe der borger werk to sendende. 

Item wanner he nicht meer kan arbeiden to deme murwerke, yodoch 
dat he kan ghan, alle de wyle schall he by der stad werk ghan, dat beseen, 
helpen regeren unde darynne des besten raden na syneme besten vormoghe, 
unde de rad wil eme denne alle iar geven boven de erscreven kledinghe unde 
vrijen woninghe dertich mark van der kemerie, beschedeliken jewelkes verendel 
jares achtehalve mark. 



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206 1466. Dezember 25. 

Item wanner he aver van kranckheid wegen nicht meer kan arbeiden, 
der stad werk beghan edder regeren, so vorscreven steyt, allikewol schall he 
des rades kledinghe, alse wontlik is, unde de vorscreven woninghe vrijg be- 
holden, darto wil eme de rad alle jar tor tijd zines levendes van der kemerie 
geven dertich mark, bescheiden je welkes verendel jares achtehalve mark. 

To merer sekerheid is desser sorifte twe enes ludes, de ene uth der 
anderen gesneden, darvan de rad van Lubeke de enen unde mester Ludeke vor- 
screven de anderen in vorwaringhe hebben. Gbeven na der bord Cristi unses 
heren dusend veerhundert im sossundesostigesten jaren, in den hilgen daghen to 
wynachten. 

Nach einer Aufzeichnung auf einem ausgezackten Blatte Pergament 

201. 

Almosen der Leonhard- Brüderschaft 1466 vor Aprü 6 und um Dezember 25. l ) 

Witlik sy, dat int jar unses heren dusent veerhundert sossundesostig vor 
Paschen do makeden de vormunder zeligen Hinrik Nyestades by den vorstenderen 
sunte Lenhardes broderschopp myt namen Fredericke Kortsach unde Hinrike Lycherde 
teyn almesse, elkem armen mynsche alle weken so ghud alse eynen Lubeschen 
schillingh to gevende. Unde de erbenomeden teyn almesse scholen de negesten 
erven zeligen Hinrik Nyestades vorlenen, dewile ze leven. Wenner se aver in 
god vorstorven sint, so scholen de erbenomeden vorstender der erscrevenen broder- 
schopp de macht hebben, sodane proven vort to vorlenende, weme se willen. Hirtho 
umme de vorscrevenen almisse in bestentnisse mede to holdende, hebben uns de 
erscrevenen vormunder dusent mark Lubesch ghegeven, darmede wy mit erem 
vulborde veftich mark ewyger renthe by dem abbete tom Eeynefelde gekofft hebben. 
Hir noch enboven gheven se uns noch vefftich mark Lub., uppe dat de almissen 
desulves uppe passchen van stunt anghan scholde. 

Int jar unses Heren dusent veerhundert LXVI umme trent wyhnachten 
do qwam yk Hermen Claholt avereyns myt den vorstenderen sunte Len- 
hardes broderschopp, alse Frederick Kortsak unde Hinrike Lycharde, unde bestelde 
by en dree ewijge proven, elke proven alle weke so ghud alse eynen schillingh, dat 

l ) Vgl. Bd. IX No. 630. 



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1466. Dezember 25. 207 

yk de mach vorlenen dren armen luden de tijd mynes levendes unde na mynem 
dode myne erven, edder wem yk des bevelende werde. Hirvor schal yk den 
olderluden geven alle jar uppe paschen vefteyn mark Lub., dewile yk leve. 
Unde wan yk dot bin, sali yk yd bestellen uth mynen redesten ghudern, dat 
de vorstender hebben sult, darmede se de dre proven vord an ewich holden, 
drehundert mark Lub. Unde al makede yk nummer testament, dat god afkere, 
so wil ik dyt aldus geholden hebben, so vorscreven steyt, na uthwisinge myner 
egenen handschrift by der vorstendern vorbenomed wesende in guder vorwaringe. 

Aus einem Rechnungsbuche der Leonliard - Brüderschaft fol. CXIL 

202. 

Heinrich Bentzin bittet, ihm das bisher gemiethete Haus und den Ausschank von 
Eimbecker Bier auch ferner zu lassen, sonst aber es seiner Schwester- 
tochter und deren Ehemann au übertragen. 

Minen nnderdaneghen willeghen denst unde wes ik gudes vormach umme 
jwer leven herlycheyt willen to donde. Erwerdighen leven heren, jwer leve is 
to weten also van des huses weghen, dar ik in wone, dat ik dat van jwen 
vorfaren hebbe ghehurt selegher dechtenysse her Jakop Bramsteden unde her 
Gotken Pleskowen, de doe to der tyt weddeheren weren. Dar was an unde 
ower myne heren selijgher dechtnijsse borghermeyster her Johan Bere, her Johan 
Kolman, her Wilhelm van Calven, dat ik schal jarlikes geven vor dat hus to 
hure xxviij mark bij sodannen beschede, de wyle ik myne hure to dank utgeve, 
so scholde ik darjnne wonen. Darup leven heren hebbe ik myn geld in den hus 
vorbuwet unde vorbetert, dat ik mende myne tyt darin hebben gesleten hat 
myt myner husvruwen, woe jwe herlijcheijt mijt mij dar umme holden willen, 
dat steyt an jwen herlycheyd. Js dat sake, dat ik ofte myn husvruwe dar 
nycht in blyfen moghen, so were desset wol myn begert, dat myn suster dochter 
myt eren manne dar mochten in komen to wonende unde dat se mochten bruken 
den Emeschen tappen to myner unde myner husvruwen behof, den myne heren 
uns vorlent hebben, up dat se uns dar af to hulpe mochten komen to unser 
fodynghe mochten komen, des uns noet is, schole wij welleke tijt leven. Is 
dat so, dat it mach so my van mynen heren den borgherraeysteren unde rade 
unde jwer leve mach wedderfaren, so wil ik alle jar gut syn vor de hure 
also vor xxviij unde wes ik darin vorbuewet hebbe, dat wil ik denne so 



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208 1466. 

ower geven by sodannen besohede, also boven screven steyt unde wyl dar 
denne nycht van hebben. 

Item leven heren so is jwer leve noch worder to weten, dat dar in den 
howe synt iiij boden, de boede gelt des jahrs to hure ij mark unde dar bowen 
wonen ij schoemaker, jewelyk gyft jars vj mark unde noch ene bode gyft 
ij mark, de summa is des jars myt den bofenscreven huse, dat gy jarlijkes dar 
van hebben L mark Lub. 

Item erwerdeghen leven heren, so bydde ik ju lefliken unde vruntliken, 

dat gy wol willen doen umme godes willen, dat gy wolden brynghen ok desse 

nascreven artykel by myne heren de borghermeyster unde gansen rat, dat se 

wol wolden doen umme godes willen unde umme mynes langhen truwen denstes 

willen den ik xxx jar lank hebbe to lande, to water, to konynghen, heren, forsten 

unde steden unde woer ere herlichgheyt van my des was begerende, gedan, dat 

se wol wolden doen umme godes willen unde umme mynes olders willen unde 

besorghen my myt redeliker fodynghe unde kledynghe de tyt mynes levendes 

unde, wes ok nycht vordent hebbe, dat se dat loen nemen van gode unde my 

vort an vor bydden unde in ere beschermynghe nemen unde vordeghedynghen 

vor eren dener. Ik denke to Mary<enwolde up myn hofe to wonende unde wil 

unsen leven here gode to denende de ty[d] mynes levendes unde dat ik af unde 

an mach komen in jwe stat, wen ik hir werf hebbe felych unde geleydet Leven 

heren, wes mynes heren herlycheyt hir van denket by my to donde, des begere 

ik van jwer leve en antworde, dat ik moghe my dar na weten to rychtende. 

Jwe leve sy gode den heren befolen to synen denste unde bedet ower my also 

ower jwen dener. 

Hinrik Bentzyn. 

Aufschrift: Den wolwysen heren her Hermen Hytfelt unde her Hermen Sundes- 
beken weddeheren to Lubeke vruntliken unde denstlyken gescreven. 
Original auf Papier ohne Siegel. 

203. 

Der Convent des Catharinen- Klosters verpflichtet sich, keine Personen männlichen 
oder weiblichen Geschlechts, die nach der dritten Begel des heil. Franziskus 
leben, in Zukunft aufzunehmen. 1466. 

Wy N. ghardian, N. lesemester, A. B. C. seniores unde gantze convent 
des closters sunte Katherinen ordinis sancti Francisci in der keiservrien stad 



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1466. 209 

Lubeke belegen don witlick allen, de jegenwardich unde tokomende sint, dat wi 
in mate unde wise, alzo id ghescheen is unde schud in mennigen steden, dat 
ynnighe personen mannes unde vrowen kunne angenomen hebben to levende 
linder der drudden regelen sunte Francisci gheheten der penitenten levend, ok 
angenomen hadden, in der keiservrien stad Lubeke sodane regelen unde levend 
to vorkundigende, ok etliken personen den habit unde tekene dersulven regelen 
ghegeven hadden. Worurarae de vörweser dersulven stad geistlikes unde werlikes 
states, cappittel unde rad, besunnen hebben, wonenerleie hande wijs de vor- 
benoraede regele to Lubeke to vorderende to plantende unde to ovende umme 
mennigerleie sake willen, de se darto bewogen, in der stad Lubeke nutte sy. 
Hirumme unde uppe dat, dat mene beste der stad Lubeke vortga unde nicht to 
enem erger die, so en willen noch en scolen wi noch unse nakomelinge efte 
jemant van unser wegen in nenen tokomenden tiden in der stad Lubeke anstellen, 
vorderen efte planten sodane regelen unde levend umme der stad Lubeke unde 
des menen besten willen dar to wesen edder broder unde suster dar to wonende. 
Wy unde unse nakomelinge en willen noch en scolen na dussen dage nemendes 
noch mannes noch vroweliker kunne myt grawen clederen efte andere varwe, 
butenwendich noch mit schepeleren unde kerden bynnenwendich in sodane 
regelen unde levend der penitenten incleden, noch nenerleie horsam van on 
nemen hemeliken edder openbare. Ok en willen edder scolen wij van der 
wegen, dat wij itlike ghecledet unde horsam genomen hebben van dersulven 
regelen der penitenten nene besittinge anvan efte nemen edder in tokomenden 
tiden darup to sakende efte to brukende, wente uns id uppe dusse tid van 
gnaden overseen is unde tolaten. Dusses unde aller vorscrevenen stucke to 
witlicheit unde bekantnisse unde tokomender dechtnisse hebbe wi unses vor- 
benomeden closters unde conventes ingesegel myt endrachticheit willen ghehengen 
laten an dussen bref. Geven in unsem clostere vorbenomed na godes bort 
dusent veerhundert darna in dem seesundesestigesten jare. 

Entwurf auf Papier. 

204. 

Vclrad Scharpenberg erklärt sich bereit, die von ihm gefangenen Dithmarschen dem 
Rathe von Lüneburg gegen dessen Bürgschaft zu übergeben. 1467. Januar 1. 

Mynen frundliken grut myt vormoge alles guden tovorn. Ersamen unnd 
vorsichtigem! besundern ghuden frundes. So gy schriven unnd syn begerende 

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210 1467. Januar 1. 

dat yk juw sodanne gefangene, alge yk in fencknisse holde, to borge donn wille 
beth tho deme dage Walburges 1 ) unnd ok desulften ghefangen scholde schicken 
to Lovemborch edder to Ratzeborch, dar gu sy wolden laten entfangen, besundem 
guden frunde, hebbe yk juwen bryff gutliken entfangen unde on under velen 
worden inholdende to ghuder mate wol vornomen unnd begere juw darupp gut- 
liken weten, dat my sodanne gefangen allene nicht tokamenn. Doch so wil yk 
juw to willen sodanne gefangen gerne uppe dy vorschreven tyd to borge donn, 
behalven to Lovenborg iffte to Ratzeborg to schickende, dencken de jennen, dede 
myt my desset hebben to schickende, nicht to donde, unnd ock dencken sy so- 
danne gefangen an mynes heren slote iffte an dat synte nicht to bryngende. Ock wyl 
myn gnedige here sodanne gefangen an deme sinte nicht hebben. Doch ifft yd 
juw belevende unnde to willen sy, so wyl yk sodanne gefangen gerne deme 
ersaraen rade to Lunenborch antwerden, de se vann my upp legelker stede, dar 
se de rouweliken mögen vann bringen, entfangen myt sodannem unnderscheide, 
äfft wy denne upp dem vorschreven dage an beyden parten nicht gesleten wordenn, 
dat denne de ersame rad van Lunenborch sodanne gefangen, alse yk juw vor- 
geschreven hebbe, wedder upp legelker stede, dar yk se in myn beholde in 
veylicheit mochte bringen, wedder in antwerden mochte, daran yk unnd dy jennen, de 
des myt my hebben to schickende, mochten vorwaret wesen, so furder gy my 
unnd och de jennen, de de myt my desset hebben to schickende, anderwerve 
bynnen todanner tyd to dem dage, upp dem dage unde wedder van dem dage 
wedder in unnse beholt veylicheyt schriven. Unnd wes juw denne hirinne belevet, 
bidde yk juwe gudlike beschreven antwerde. Geschreven to Lovemborch am dage 
circumcisionis domini, under mynem ingesegel, anno domini etc. LXVIP. 

Volrad Scharpenberch, borchraan to Lovemborg. 

Aufschrift: Denn ersamenn unnd vorsieh tigenn borgermeisternn unnd ratmannen 
der statt Lubeke, mynen besundernn guden frunden. 

Original auf Papier mit aufgedrücktem Siegel. 



l ) Mai 1. 



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1467. Januar 1. 211 

»05. 

Heinrich Greverade ertheilt Vollmacht an seinen Bruder den Rathmann Adolf 
Greverade und seinen Schwager Hermann Klaholt zu seiner Vertretung 
in allen Geschäften während seiner Abwesenheit. 1467. Januar 1. 

Hinrik Greverode borgere to Lubeke vor deme ersaraen rade darsulvest 
hefft gekoren unde geset in zine wäre procuratores unde hovetmanne den ersamen 
heren Alff Greveroden zinen broder radmanne unde Hermenne Ciaholte zinen 
swager, borgere to Lubeke jegenwardich, en samptliken unde besunderen gevende 
gantze vullekomene macht, alle zine zake de he binnen edder buten Lubeke to 
schaffende hefft, welkerleyer de wesen mögen to zineme besten to vorstände, alse 
namliken erve unde egen, id zij an liggenden gründen, standen erven edder 
erffliken renthen to vorkopende, deme kopere de vorlatende na wyse unde won- 
heid der stad Lubeke dat geld dar van körnende uptoborende unde to ent- 
fangende, ok sine schulde unde renthe, de he utgande hefft uptoborende unde 
to entfangende, ok furder in der stad Lubeke unde zin egene rekeneboek in- 
schriven unde wedder uth delegen tp latende unde zus allerleye andere dingk 
darbij to donde, dat de erscreven Hinrik Greverode sulvest dar by don scholde 
unde mochte, offt he personliken binnen Lubeke tor stede were, stede unde vast 
to holdene allent, wes her Alff Greverode unde Hermen Claholt erbenomet 
samptliken unde besunderen darbij donde werden. Jussu consulum. 

Eintragung ins Niederstadtbuch: 1467 circumcinonis domini. 

206. 

Der Math von Lübeck theüt dem Rathe von Lüneburg Abschrift eines Schreibens 
an den Herzog von Braunschweig wegen einiger dem Bürgermeister 
Kastorp genommener Tücher mit, mit der Bitte ihn zu unterstützen. 
1467. Januar 2. 

Unsen vruntliken grut mit vormogen alles guden. Ersamen vorsichtigen 
heren, besundern ghuden vrunde. Wij schriven dem irluchtigen hochgebornen 
forsten unde heren, heren Otten, to Brunswijgk unde Luneborgh hertogen, juwem 
gnedigen leven heren, van wegen des affschedendes twysschen zinen gnaden unde 
dem ersamen heren Hinrike Kastorpp, unseme borgermestere, ziner genomenen 
laken halven, so gij uth der copie hirinne vorsloten wol uterliker werden vor- 

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212 1467. Januar 2. 

nemende. Wbrumme bidden wij juwe ersamheide deger andachtigen, gij bij 
juweme obgenanten gnedigen heren mit dem besten, gij mögen, gudliken willen vorfogen, 
dat zine gnade uns stede unde tijd uppe de naheid juwer stad edder dar en* 
bynnen, dar unse borghermeister des rechtes dorch zine vulmechtigen geworden 
moghe laten, vorschriven wille, uppe dat de sake noch in vruntschoppen ofte 
rechte bigelecht mochte werden. Dat vordenen wij umme juwe ersamheide, de 
gode zin bevalen, allewege gerne. Screven am vridage na circumcisionis domini, 
under unser stad secrete, anno LXVII me . 

Borghermestere unde radmanne der stad Lubeke. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtighen mannen, heren borghermesteren unde 
radmannen to Luneborgh, unnsen besundern ghuden vrundenn. 

Original im Archiv zu Lüneburg. Secret grösstentheüs abgesprungen. 



307. 

Der Rath von Lübeck ersucht den Rath von Kiel, von testamentarischen Vermacht 
nissen eine Abgabe nicht zu fordern, da das auch in Kiel gültige Lübische 
Recht sie nicht kenne, 1467, Januar 3. 

Unsen vruntliken grut mit vermögen alles guden. Ersamen besundern 
guden vrunde. De beschedene Hans Bostede, juwe, unde Hans Schröder, unse 
borger hebben uns to kennende geven, dat selige Eggerd Bostede, wandages mit 
jw wonaftich, in zinem testamente Hanse Bosteden vorschreven unde Hanses 
Schröders husfrowen hefft gegeven etliken antal ziner nalatenen gudere, darvan 
gij den derden penning gelijk offt ze de guder alse de negesten erven maneden, 
van Hanse Bosteden vormenen to hebbende, gelijk he dat vorborget hefft, unde 
van unsem borger Hanse Schröder geboret hebben, so wij van em zin berichtet 
Unde so wij ze vorstan, manen ze sulke guder nicht alse de negesten erven, 
men alse de jenne, den ze in dem testamente sint gegeven. Unde, guden vrunde, 
wante mit uns nicht wontlik is, den teynden penningh van gegevenen guderen 
to nemende, unde wij dat ok nicht plegen to donde, darum me unde angesehen, 
dat gij mit unser stad rechte bewedemet sint, is unse fruntlike beger, gij den 
erscrevenen Hanse Bosteden unde Hanse Scroder des laten geneten, des teynden 



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1467. Januar 3. 213 

penninges Hanse Bosteden vordregen unde wes gij deshalven van unsem borger 
entfangen hebben, em dat gudliken wedder tokeren willen. Dat vorschulden wij 
umme juwe ersamheide allewege gerne, de gode zin bevalen. Screven under 
unser stadt secret, am sonnavende na circumcisionis domini, anno LXVII. 

Borghermestere unde radmanne der stad Lubeke. 

Aufschrift: Den radmannen tom Kyle, unsen u. s. w. 

Original im Staatsarchiv zu Schleswig mit Besten des Secrets. 

308. 

Der Domherr Heinrich Bentzin zu Lübeck und der Domherr Johann Borstell zu 
Schwerin bekennen, von dem Lübecker Bürger Gerd von Lenthe ein der 
Herzogin Dorothea von Mecklenburg gehörendes Halsband in Verwahrung 
bekommen zu haben und verpflichten sich zu Rückgabe oder Ersatz, 1466. 
Januar 6. 

De werdigen her Hinrik Bentzin, der kerken to Lubeke unde her Johan 
Borstell, der kerken to Zwerin domheren, vor deme ersamen rade to Lubeke 
unde desseme boke hebben bekand, dat ze van deme beschedene manne Gerde van 
Lenthen, borgere to Lubeke, to erer genoge hebben entfangen enen güldenen 
halssband, de werde van vy ff hundert achtundesostich mark Lub., den desulffte 
Gerd pandeswijse bij zyk hadde liggende in vorwaringe der irluchtigen hoch- 
gebornen forstinnen unde frouwen, frouwen Dorothien hertoginnen to Mekeln- 
borgh etc. tobehorende. TJnde de erscreven her Hinrik unde her Johan loveden 
unde zeden by eren unde truwen vor zyk unde erer erven, dat ze deme 
erscreven Gerde van Lenthen unde zinen erven sodanen vorgescrevenen halsband 
edder vyffhundert unde achtundesostich mark Lub. interste in desser negest 
tokomender vastenen umbeworn unde sunder jenigerleye togeringe wedder over- 
antworen willen sunder jenigerleye insage edder behelpinghe geistlikes edder wert- 
likes gerichtes edder rechtes ane alle argelist. Jussu consulura. 

Eintragung ins Niederstadtbuch: 1467 epiphanie domini. 



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214 1467. Januar 6. 

209. 

Der Rath zu Lübeck ersucht den Herzog von Lüneburg wegen des an Gütern des 
Bürgermeisters Kastorp zwischen Stendal und Salzwedel geschehenen 
Strassenraubes einen Tag in oder bei Lüneburg zur Verhandlung anzusetzen. 
1467. Januar 6. 

Domino Ottoni Brunswicensi et Luneburgensi duci. 
Irluchtige hochgeborne furste, gunstige leve here. So alse denne dorch 
gudlike medeleweringe der ersamen juwer leven getruwen des rades to Lune- 
borgh twisschen juwen gnaden unde derae ersamen her Hinrike Kastorppe unsen 
borgermester van wegene sodanner lakene, eme uppe der keyserliken vryen 
Straten vorraiddest Ludeloflf van Estorppe, Ludeloff vam Knesebeke unde Diderik 
van Eidingen twisschen Stendel unde Soltwedel genomen, dat afschedent is 
gewesen, dat gij enes fruntliken dages deshalven twisschen beiden delen vor- 
screven vor sunte Michelis dagh negest vorleden wolden hebben vorramet to 
vorsokende, offt gij ze deshalven fruntliken konden hebben gesleten. Wo deme 
so nicht en beschege, so wolden gj de genanten Ludeloff van Estorppe, Ludeloff 
vam Knesebeke unde Diderik van Eidingen na sunte Michelis dage nu vorleden 
to rechte stellen. Unde wante, gunstige leve here, juwe fruntschopp in der 
benanten tijd vor Michaelis nicht en is vorsocht, bidden wij juwe furstliken 
herlicheid deger andachtigen, gij de genanten Ludeleff, Ludeleff unde Diderik 
to rechte stellen unde uppe de naheyd juwer gnaden stad Luneborgh edder dar 
en bynnen uns to willen stede unde tijd vorscriven willen, wor unde wanner 
unse borgermester juwes rechtes dorch zine vulmechtigen warden schole laten. 
Dat vordene wij umme juwe furstliken herlicheid alle wege gerne unde bidden 
desse juwe richtige unde gudlike bescreven antworde bij dessen jegenwardigen. 
Gode [etc.] Datum feria sexta na des hilgen nyen jares dage anno LXVII. 

Entwurf auf Papier. 

310. 

Der Rath von Lübeck ersucht den Rath von Lüneburg, es zu veranlassen, dass die 

Citation Lüneburger Bürger, als Bürgen für einen Lübeckischen Bürger, 

durch den herzoglichen Vogt zu Winsen bis nach Ostern verschoben werde. 

1467. Januar 6. 

Unsen vruntliken grut mit vermögen alles guden. Ersamen vorsichtigen 

heren, besundern guden vrunde. Sulkes mannichfoldigen vlites, dorch juw 



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1467. Januar 6. 215 

bewiset bij dem irluchtigen hochgebornen fursten unde heren, Otten, hertogen 

to Brunswijgk unde Luneborgh, juwem gnedigen leven heren, van wegen sodaner 

twijer knechte unde schepe, unseme borgere Hinrike Petershagen dorch den 

YOged to Winsen afgegrepen unde bekummerd, bedancken wij juw hochliken 

unde vordenent in geliken offte groteren gerne, unde hedden wol vorhopet, dat 

sulke knechte unde schepe allerdinge qwijt unde vrijg hedden gewest, nademe 

ze beth herto nicht ingemanet zin gewurden. Men so wij unsen borger vorstan, 

hebben em zine borgen, juwe borgere, nemliken Diderik Wulsche unde Werneke 

Stuver gescreven, welkerer breve, so he uns heft berichtet, he alse gisterne erst 

hefft entfangen, inholdende, dat de erscrevene voged se hebbe ingeesschet der 

erscrevenen twijer knechte unde schepe halven uppe der hilger drijer koningk 

dach jegenwardich etc. Ersamen guden vrunde. Gij konen wol irkennen, dat 

nu buten tijdes is, de knechte unde schepe intobringende. Worum me bidde wij 

juwe ersamheide deger andachtigen, gij noch mit dem besten, gij mögen, bij 

juwem obgenanten gnedigen heren willen vorvogen, dat sulke sake in gedult 

beth to weddersdagen, nemliken na paschen, gudliken anstan unde de genanten 

borgen, juwe borgere, beth der tijd ungemanet bliven mögen. De genante unse 

borgher schall unde will juwem gnedigen heren don allent, wes gij unde wij 

irkennen konen, he zinen gnaden plichtich zij, darto wij ziner mechtich willen 

wesen unde ene ok vorbeden in kraft desses unses breves. Ersamen guden 

vrunde, juw gudwillich hirinne bewisen willen, darane wij nicht en twivelen, 

gij gerne don. Dat vordene wij umme juwe ersamheide allewege gerne, de 

gode zin bevalen, unde begeren desses juwe bescrevene antwerde by dessem 

jegen wardigen. Screven under unser stad secret am dage trium regum, anno 

etc. LXVII™. 

Borghermestere unde radmanne der stad Lubeke. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen unde wijsen heren borgermesteren unde 
radmannen to Luneborg, unsen besundern guden vrunden. 

Original im Archiv zu Lüneburg. Secret theilweiae erhalten. 

«11. 

Schicksale von Volrad Scharpenbergs Gefangenen. 1467 nach Januar 6. 

Ann etc. lxvj an sunte Marcus dage 1 ) worden de vanghene gegrepen 
bij Hamborgh uppe ene mile na unde worden van dar beth to Lovenborg 

*) April 25. 



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216 1467 nach Januar 6. 

gebracht, dar ze worden entholden enen dagh unde nacht unde worden 

do vortgevort van Lovenborg over de Elve in eyn hus, dar ze ok entholden 

worden enen dach unde nacht unde dar worden ze gelecht in eyn schipp unde 

eyn water upp gevoret, genomet de Sude, unde worden gebracht uppe enen hoff 

genomet tome Barsecke, welk hoff Volrade Scharpenberge tobehoren schall unde 

dar hebben ze geseten soss wecken unde dre dage unde worden do gefort van 

dar to deme Nyen huse, dar Jachim Blücher voged is. Jtem Mathe wes Bulouw, 

wonafftich bij Rene, myt zineme vadere unde Volrad Scharpenbergh, de weren de 

hovetlude dar van unde Jachim Blücher, de hadde dar twe knechte mede unde 

in all hebben ze gehad xxxij perde, dar mede ze se venghen. Item hebben 

ze den vanghenen genomen namliken interste jungen Johanne Clawess viij 

Einsehe gülden unde ij mark Lub., item Hinrike Vuere ij mark Lubesch, item 

worden ze utgelaten uppe der hilgen dryer koninge dach unde worden gebracht 

over de Elve bij Luneborgh uppe dre mile na Luneborgh unde de stede, dar 

se gebracht worden in dat dorpp Pretze unde her Hinrik Witijk, radraan to 

Luneborg entfingk ze myt xv perden myt eneme wagene. Item Bertram Vol- 

rades Scharpenberges knecht, de brochte se dar allene uppe ener slopen 

offte sieden. 

Gleichzeitige Copie auf Papier. 

212. 

Der Lübeckische Syndikus Osthusen und Heinr. Schonebeke bestimmen einen Termin, 
innerhalb dessen Heinrich Volke nach Lübeck kommen soll, um einen von ihm 
mit dem Lübeckischen Procurator Redborch abgeschlossenen Vertrag zu 
vollziehen und der Syndikus verspricht ihm zu diesem Zwecke sicheres 
Geleit. 1467. Januar 9. 

Anno a nativitate domini millesimo quadringentesimo sexagesimo septimo 
indictione quinta deeima, die Veneris nona mensis Januarii, pontificatus etc. domini 
Pauli pape seeundi anno tercio in parrochiali ecclesia sanete Marie virginis opidi 
Rostok Zwerinensis diocesis personaliter constitutus, egregius vir, magister 
Johannes Osthusen, utriusque juris doctor, sindicus et sindicatus nomine speeta- 
bilium virorum proconsulum et consulura civitatis Lubicensis, ex una, neenon 
honorabilis vir dominus Hinricus Schonebeke, illustris prineipis et domini, domini 
Erici, Stetinensis, Pomeranorum etc. ducis, secretarius, procurator et eo nomine 
procuratoris Hinrici Valken, laici, parte ex altera, iidem in venerabilium virorum 



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1467. Januar 9. 217 

dominorum Hermanni Becker, sancti Nicolai, Hinrici Bentzin, sancti Jacobi 

parrochialium ecclesiarum dicti opidi Kostok rectorum, spectabilisque viri, domini 

Gotschalci Buk, ibidem consulis, presencia unanimi consensu asserebant, quod 

providus vir Gherardus Redberch nomine dominorum proconsulum et consulum 

Lubicensium predictorum una cum Hinrico Valken predicto in curia imperiali 

quandam concordiam in opido Kostok infra octavas epiphanie domini anni 

presentis per partes easdem perficiendam concepisset; et quia talismodi concordia 

propter domini Hinrici principalis absenciam, ut prenominatus eius procurator 

asseruit, hac vice commode perficere non valerent, ideoque predicti domini 

magister Jobannes sindicus et Hinricus procurator nominibus quibus supra 

terminum huiusmodi ad actum eundem videlicet concordiam perficiendam hinc ad 

dorainicam quasimodogeniti proximam 1 ) concorditer prorogarunt ita et taliter, 

quod infra huiusmodi terminum prorogatum, quandocunque sepedictus Hinricus 

Valken intrare posset et deberet civitatem Lubicensem pro huiusmodi concordia 

consummanda, promisitque dictus sindicus omnem securitatera salvumque conductum 

pro persona rebus et amicis dicti Hinrici apud Lubicenses tarnen nomine notatis 

ipsam civitatem Lubicensem intrandi ibidem conversandi ad loca tuta redeundi. 

Super quo literas salvi conductus ad opidum Rostok ad ipsius Hinrici utititatem 

a dominis Lubicensibus procurare et destinare promisit presentibus ibidem 

honorabili et discreto viro domino Johanne Breseman presbitero et Hinrico 

Blomerow laico Zwerinensis et Myndensis diocesis testibus ad premissa vocatis 

et rogatis. 

Johannes Pickardi notarius ad premissa scripsit 

Aufzeichnung auf einem Blatte Papier ohne Beglaubigung. 

313. 

Der Bath von Lübeck schreibt seinem Procurator am Kaiserlichen Hofgericht, 
Gerhard Retberg, in einer dort anhängigen Rechtssache. 1467. Januar 24. 

Unsen gunst unde guden willen tovorn. Ersame leve getruwe. Wij 
begheren juw gudliken weten van wegen Hinrikes Valken, deshalven gij uns 
latest unde ok nu uppe giffte desses unses breves bij enen boden van Nurenberge 
gescreven hebben unde darmede bij gesant eyn vorraem ener eyndracht twisschen 
dem erscrevenen Hinrike unde juw in unseme namen in unses allergnedigesten 

l ) April 5. 

28 



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218 1467. Januar 24. 

heren des Komeschen keysers hove besehen, des wij denne umme sodanen 
vorraem unde afscheit to vullentheende den erbarn mester Johan Osthusen, in 
beiden rechten doctorem, unsen sindicum, in den achte dagen der werden 
hilgen drijer koninge binnen Rostock mit sodaner summe geldes juw witlick 
gesant hebben. Dar denne Hinrik Valke nicht is tor stede gekomen, sunder 
zinen procuratorem na lüde enes machtbrives darsulvest getogen unde gelesen 
gesant hefft, de dar under andern to erkennende gaff, wo dat de vorscrevene 
Hinrik Valke in werven des hochgebornen fursten unde heren, hern Erijkes hertogen 
to Pomern etc; in den hoff des erbenomeden unses allergnedigesten heren des 
keysers utgesant unde geschicket were, unde also dan sodan machtbreff nicht 
nogafftich, umme sodan erscreven geld to entfangende unde quitancien darvan to 
ghevende, befunden wart, so is sodan erbenomede vorraem der eyndracht nicht 
vullentogen, sunder vorlenget unde upgeschowen na lüde enes prothocolles enes 
operabaren notarii, des wij juw wäre aveschrifft hij rinne vorwaret senden. Unde 
wij hebben deme erscrevenen Hinriki Valken uppe dat nye velicheid unde geleide 
togeschreven, darna gij juw mögen weten to hebbende. Ok, leve Gerharde, 
so hebbe wij borgermestere sunderlinges juwen breff myt ener ingelachten copie 
ener citacie van deme procurator fiscalis jegen alle stede des vorbundes etc. 
beholden unde van unseme erscrevenen allergnedigesten heren dem keyser utgegan 
unde ghegeven, gudliken entfangen unde woll vornomen unde begheren, wes in 
der angehavenen zake vurder besehende unde gedan wert, uns dat schriven 
unde benalen willen myt den ersten unde dat gij furder in dessen unde allen 
anderen unsen zaken des besten ramen, so gij gerne don, darane uns nicht en 
twivelt. Vorschulden wij umme juwe erbare leve, de gode dem heren zij 
bevalen. alle wege gerne. Screven under unser stad secret am avende conversionis 
saneti Pauli, anno etc. LXVIP. 

Borgermestere unde radmanne der stad Lubeke. 

Aufschrift: Deme ersamen Gerharde Retberghe in unses allergnedigesten heren 
des Ro in eschen keysers hove wesende, unsem procurator unde günstigen 
guden gunner. 

Original auf Pergament mit Resten des Secrets. 



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1467. Januar 28. 219 

314. 

Albert Krummendik, Bischof von Lübeck, und die übrigen Testamentarien des ver- 
storbenen Lübeckischen Bischofs Arnold Wesfal bekennen den Rückempfang 
von 2000 m£, welche der Rath von Lübeck zum Zwecke eines dem König 
Christian I. von Dänemark zu gewährenden Vorschusses von dem Ver- 
storbenen geliehen hatte. 1467. Januar 28. 

Wij Albertus, van godes gnaden unde des hilgen stoles gnaden bisschop 
der kerken to Lubeke, Albertus van Kethem, in dem geistliken rechte licenciate 
unde domhere, Johannes Wildungk, vicarius dersulven keroken unde Johann 
Westvael, borgermestere der stad Lubeke, alse testamentarii unde vormundere des 
testamentes des erwerdigen in gode vaders unde heren, heren Arnoldi, wandages 
bisschop der kercken vorschreven seliger dechtnisse, bekennen unde betugen opembar 
in unde mit desseme breve vor allesweme, dat wij van den ersamen unde wolwijsen 
mannen, heren borgermesteren unde radmannen der stad Lubeke, vul unde al to 
unser genüge unde behuff des erscrevenen testamentes hebben entfangen sodanne 
twedusend Lubesche raargk, de selige her Arnd, bisschop vorbenomed, uthgelecht 
hefft to sodannen achtedusend margken, de de rad to Lubeke dem irluchtigesten 
hochgebornen fursten unde heren, heren Cristiern der rijke Dennemarken, Sweden 
unde Norwegen, der Wende unde Gotten koningk, hertogen to Sleswijk, greven 
to Holsten, Stormarn, Oldenborch unde Delmenhorst, umme ziner gnaden fruntliken 
bede willen to leefmode gudliken gelenet hadden uppe sunte Nicolai dagh negest vor- 
leden 1 ) deme rade to Lubeke fruntliken to betalende, darvor en de erbaren unde duch- 
tigen Juries van Qwale, Goslik van Alevelde, Wulf van der Wisch, Clawes, Keye 
Hans unde Hinrik Rantzouwe, brodere, hern Schacken sone, Beuedictus van Alevelde, 
hern Hinrikes sone, Detleff, Clawes unde Hinrik van Alevelde, brodere, her Johans 
sone,. Clawes van Alevelde to Zegarden, Hartich Schinckel, Wulff Pogwissch, 
Hanses sone, Henneke Stake unde Diderik Blome, knapen, vor sick unde ere 
erven bynnen der stad Lubeke uppe ere egene kost truweliken inleger to holdende, 
by eren truwen unde eren hadden gelovet, dar nicht uth to schedende sunder 
ere wetend unde willen, eer sulke achte dusend margh en deger unde all weren 
betalet na inneholde enes openen breves van deme heren koninge unde allen 
knapen vorscreven en darupp vorsegelt. Aldus wij Albertus bisschopp, Albertus 

l ) Dezember 6. 

28* 



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220 1467. Januar 28. 

van Bethem, Johannes Wildungk unde Johan Westvael vorbenomed vor uns unde 
unnse nakomelinge testaraentarien unde vormunderen hebben vorlaten unde vor- 
laten jegenwardigen in krafft desses breves de erbenomeden borgerraestere unde 
radmanne der stad Lubeke unde ere nakomelinge der bovenscreven twedusend 
margk halven van aller furder namaninge unde ansprake to eneme gantzen ende 
qwijt leddich unde los. Des to merer orkunde unde sekerheid hebben wij 
Albertus bisschopp, Albertus van Eethem, Johannes Wildungk unde Johan West- 
vael vor uns unde unse nakomelinge unse ingesegele witliken hengen heten an 
dessen breff. Gheven na der bord Cristi unses heren dusend veerhundert im 
sovenundesostigesten jar, am midweken vor purificacionis Marie. 

Original mit den vier anhängenden Siegeln. 

315. 

Johannes Sprot, Lübeckischer Procurator in Rom, schreibt wegen einer Prozesssache 
und wegen einer Vicarie des früheren Syndikus Arnold von Bremen. 
1467. Februar 1. 

Minen vlitighen denst unde wes ik gudes vormach. Werdighen leven 
heren. Ik beghere juw gudliken tho welen, dat her Bertold Ouwe in der 
sake, de he tiegen juw hir am hove to Rorae vorvolghede, nu uppe dat nye 
nicht anghehaven heft, unde hope nachdeme he desulven sake min dan mit rechte 
tughen juw vorghenamen heft, he nu vormiddelst juwen rechticheiden also under- 
wiset is, dat he juw sodaner sake halven werde vorbath unbekümmert latende. 
Ik hebbe ok ummetrent aller godes hilghen dach negest vorschenen 1 ) to der vor- 
screvenen sake behoff acht Einsehe gülden van juw mi averghesand untfanghen 
tho guder rekenschopp. Vurdermer, werdighen leven heren, also van wegen 
der vicarie doctoris Arnoldi Somernad in unser leven vrouwen kerken juwer 
stad to Lubeke hebbe ik juwe guden meyninghe unde andacht uth juwen breven 
lesende wol vornomen, juwer gunst unde guder warninge noch vormoghe grod- 
liken dankende. Iodoch alse de vorscreven Arnoldus Somernad juwem werdighen 
rade manck anderen tho antworde schal gheven hebben, dat he gude dispensacien 
hebbe, desulven vicarie mit des domproven to Lubeke samentliken to besitten, 
des hebbe ik sodane sine dispensacien vlitliken averghelesen unde bevinde, dat 
se nicht nochafftich is, alse juwe werdicheide hirna werden wol vornemende. 

November 1. 



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1467. Februar 1. 221 

Gode almechtich ewich wolraoghende sijt bevalen. Ghescreven tho Borne uppe 
unser leven vrouwen tho lichtmissen avend, anno MCCCCLXVIL 

Jphannes Sprot etc. 

Aufschrift: [Den wjerdighen wisen heren [Bertold] Wijtigk unde Johan [West- 
fal], borghermeysteren tho [Lubeke, mynen] gunstighen leven heren. 
Original auf Papier mit aufgedrücktem Siegel. 

316. 

Reisepass des Baths von Nymwegen für den Krämer Johann Klot. 1467. Februar 2. 

Allen den ghenen, die desen onsen brieff sullen syen off hören lesen, 
begeren wij burgermeister seepen ende rait der stat van Nymegen vrientlic to 
weten, dat Johan Kloit, kremer, thoenre diss brieffs, onse ingeseten is, mit ons 
bynnen onser stat wonafftich. Waeromme wij van u allen ende elken besunder, den 
dese onse brieff voerkoempt off gethoent sali werden, vrientlic begerende sijn, 
denselven Johan in synen saken tot synen rechten ende reden gonstich vor- 
derlic ende behulplic te willen wesen. Orkond onser stat secretsegelt by 
onser rechter wetentheet an desen brieff gehangen. Gegeben int jaer onss 
heren, dusent veerhondert soeven en tsestich op onser liever vrouwen dach 
purificacionis. 

Original mit anhängendem Secretsiegel. 

ai7. 

Marquard Hacke von Rendsburg erhält Ausstand in semer Sache gegen Luder 
Elrendorp wegen einer Bude in Schonen, bis dieser von seiner Pilgerfahrt 
heimgekehrt ist. 1467. Februar 2. 

Witlick zij, dat de ersame rad to Lubeke gestundet Marquarde Hacken 
van Kensborgh sodane zäke, alse he vermenet to hebbende to Luder Elrendorpe 
van wegene ener bode to Valsterbode uppe Schone uppe der Lubeschen vitten 
belegen, so lange bet de erscreven Marquard van sunte Jacobe, dar hen he 
dechte to wesende, so he zede, wedder körnende wert, zinemen rechten unschedelick 
to wesende. Jussu consulatus. 

Eintragung ins Nieder stadtbuch: 1467 purificacionis Marie. 



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222 1467. Februar 2, Mai 10 und Juni 15. 

318. 
a. 

Bürgschaft für die Auslieferung zweier von Vdrad Scharpenberg gefangener Dith- 
marscher. 1467. Februar 2, Mai 10 und Juni 15. 

Hans Veit de eider, Hans Veit de junger, Laurenss Veit, Hermen Darsouwe, 
Frederick Kortsack, Hans Sirick, Marquard Hoepp, Cord Ricquardus, Peter Hoppener 
unde Clawes Schele vor deine ersamen rade to Lubeke zint ersehenen unde 
hebben deme sulfften rade gelovet unde gud gesecht: Weret zake dat de duchtige 
knape Volrad Scharpenberch, borchman uppe Lovenborg unde de erscreven 
rad to Lubeke zyk under raalkander uppe deme vorrameden daghe Walburgis 
negest volgende 1 ) van wegen der twijer gefangenen uthe Detmerschen, de de 
erscreven Volrad Scharpenberch lange tijd her in vengnisse geholden unde de 
deme ersamen rade to Luneborgh to borge gedan hefft, in fruntschopp nicht vorgan 
konde, dat ze denne desulfften twe gefangenen deme erbenomeden rade to Lune- 
borgh binnen den achte dagen na sunte Walburgis dage vorscreven in dat dorpp 
geheten Pretze dre mile weges van Luneborgh belegen, dar de desulffte rad to 
Luneborgh de erscreven twe gefangenen hefft entfangen laten, levendich edder 
dot wedder in schicken unde in antweren willen. Jussu consulura. 

b. 

Johan Clawess de jüngere unde Hinrik Vuer uthe Detmerschen vor 
deme ersamen rade to Lubeke hebben vormiddelst eren utgestreckeden armen 
unde upgerichteden vingheren staveder eede lijffliken to den hilgen gesworen 
unde gelovet, dat ze sodane loffte, alse ere lovers in sodane scrifft vor desser 
schrifft aller negest gescreven anhevende: Hans Veit etc. van erer vengnisse 
wegene deme erscreven rade to Lubeke gedan hebben stede vast unde unvor- 
broken holden unde desulfften ere lovers myt eren erven van der wegene 
schadeloss holden unde ze desshalven gantz unde all benemen willen to ewigen 
tyden. Jussu consulum. 

c. 

Witlick zij, alse denne de beschedene manne Hans Veit de eider, Hans Veit de 
junger, Laurentz Veit, Hermen Darsouw, Frederik Kortsack, Hans Sirick, Marquard 
Hoepp, Cord Ricquardes, Peter Hoppener, unde Clawes Schele, deme ersamen rade to 
Lubeke gelovet unde gud gesecht hebben. 2 ) Unde alse denne de gesechte 

l ) Mai 1. 

*) Folgen die beiden ersten Eintragungen. 



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1467. Februar 2, Mai 10 und Juni 15. 223 

rad to Lubeke unde Volrad Scharpenbergh zyk under malkander uppe deme 
vorgenanten vorraraeden dage van wegene der erbenomeden twyer gefangene 
fruntliken nicht hebben vorgan mögen unde de ergenante Volrad densulfften 
twen gefangenen dorch des erscreven rades to Lubeke fruntliker bede unde der 
ersamen radessendeboden der van Luneborgh dudlike medebeweringe willen den 
obgenanten gefangenen noch ene maentlanck dach ghegeven hefft etc. Alsus de 
bovenscreven Hans Veit de eldere, Hans Veit de jüngere, Laurentz Veit, Hermen 
Darsouw, Frederik Kortsack, Hans Sirijk, Marquard Hoepp, Cord Eicquardes, 
Peter Hoppener unde Clawes unde furder myt en Peter Polle hebben deme 
erbenomeden rade to Lubeke furder gelovet, dat se, wenner sodane maent 
ersehenen is, sulke vorgenante twe gefangene deme erscreven rade to Luneborgh 
in dat ergedachte dorpp Pretze levendich edder dot wedder inschicken unde in 
antworden willen. Jussu consulum. 

d. 

Witlick zij alse denne de duchtige kape Volrad Scharpenbergh, borch- 
man uppe Lovenborch, de beschedene junge Johan Clawess upper Heyde unde 
Hinrik Vur, to Wesselenbur in Detmerschen wonhafftich, gefangen unde de lange 
tyd her in vengnisse geholden hefft, des zyk doch desulfFten twe gefangenen 
van deme erbenomeden Volrade Scharpenberge uthe sodane erer gefengnisse qwijd 
leddich unde loss gekofft hebben beschedeliken vor drehundert mark Lub., twe 
Leydesche laken unde dre Olmesche sardoke, alse namliken junge Johanne 
Clawess de twe part unde Hinrike Vure dat dorde part, darvan nu in den veer 
hilgen dagen michaelis negest körnende to betalende, darvor denne de ersame 
rad to Luneborgh deme erscreven Volrade, dat sulke betalinge besehen schole 
gelovet hefft, welkes lofftes halven de beschedene Diderik Vultzeke deme 
gesechten rade to Luneborgh unde Hans Veit de jüngere borgere to Lubeke 
densulfften Diderike vortan gelovet unde gud gesecht hefft schadeloss to holdende 
etc. Alsus de erbenomede junge Johan Clawess unde Hinrik Vur vor deme 
rade unde desseme boke hebben bekand unde gelovet, dat ze vor zijk unde 
ere erven, dat se deme erscreven Hanse Velde unde zinen erven sodane vor- 
gescreven drehundert mark Lub. twe Leydesche laken unde dre Olmesche 
sardoke achte dage vor deme erscreven sunie Michaelis binnen Lubeke tor stede 
schicken unde benalen, densulfften Hanse Velde unde zine erven sulkes lofftes 
halven ganss deger unde all benemen unde ze dar äff schadeloss holden 



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224 1467. Februar 2, Mai 10 und Juni 15. 

willen sunder alle argelist, darvor ze en alle ere gudere, bewechlick unde um- 
bewechlick, welkerleye de zint, vor deine rade unde desseme boke hebben 
vorpandet. Jussu consulum. 

Eintragungen ins Niederstadtbuch: 1467 purificacionis Marie, Exaudi und Viti martiris. 

319. 

Gerd, Graf von Oldenburg und Delmenhorst nimmt den mit Wein und anderen 
Waaren nach Schleswig, Holstein und Stormarn kommenden Kölnischen 
Kaufmann auf ein Jahr in seinen Schutz. 1467. Februar 5. 

Wij Gherd to Oldemborch unde Delmenhorst greve etc. bekennen unde 
betugen openbar vor alswerae in desseme unseme breve, dat wij umrae andechtiger 
bede willen der ersamen unser guden frunde van Lubeke der stad van Kolne 
varenden kopman, de de wyne unde andere kopenschupp to Lubeke plegen to 
to vorende in dessen landen Slesswijgh, Holsten unde Stormaren in uth unde 
dorch to körnende unde to varende ghevelighet unde gheleydet hebben en jar 
langk na datum desses breves, veligen unde leyden se also alle an personen, 
deneren, have unde ghuderen in crafft desses unses breves vor uns de unsen 
unde de jennen, der wij sunder argelist mechtich synd. To orkunde unde vaster 
vorwaringe hebben wy unsse ingesegel witliken benedden de schrifft uppe dat 
spacium desses breves gedrucket heten, de ghegeven is na der bord unses heren 
verteynhundert jar darna in deme sovenundesostigesten jare ame dage sancte 
Agate virginis. 

In dorso: Cassata et rescripta fuit et vera littera jacet in capsa burgimagistrorum 
in pretorio. 

Original auf Papier mit aufgedrücktem Siegel unmittelbar unter der Schrift. 

330. 

Der Bath von Lübeck ladet den Rath von Lüneburg zu einer Zusammenkunft in 
Mölln ein, um mit ihm und dem Rath von Hamburg über eine Antwort 
an die überheidischen Städte und über andere Gegenstände zu berathen. 
1467. Februar 5. 

Unsen vruntliken grud unde wes wij gudes vermögen tovorn. Ersamen 
heren, besundern guden vrunde. So unse radessendeboden, de wij myt juwen 
unde der ersamen unser frunde van Hamborgh erliken radessendeboden to 



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1467. Februar 5. 225 

Tzelle to daghe gefuget hedden, uns under andern angebracht hebben, wo 

dat ze under malkander umme enen anderen dagh to vorramende, dar de 

unse de juwe unde der erscrevenen van Hamborgh radessendeboden komen 

mochten, vorhandelinge gehat hebben, umme aldar eyn entlick antwort 

to beslutende den overheideschen steden uppe ere begher unde vorghevent to 

benalende etc., gunstigen leven heren unde frunde, des is unse fruntlike begher, 

gij umme des ghemenen besten willen deshalven unde ok umme etliker anderer 

zake willen, dat ghemene beste anrorende, juwe merkliken radessendeboden 

binnen Molne des ersten mandages in der vasten negest volgende 1 ) des avendes 

in der herberge hebben willen, dar wij uppe desulffte tijd, unde ok de erscrevenen 

van Hamborgh, unse radessendeboden ok hebben willen dergeliken, so ze uns 

eynsodans van erentwegen togescreven hebben; juw gudliken hijrinne to bewisende 

unde desset nergen mede to vorleggende, so wij uns des gentzliken darto vor- 

laten. Dat vordene wij umme juwe ersamheide, de gode dem hern, zin bevalen, 

allewege gerne unde begheren desses juwe gudlike bescrevene antworde bij dessem 

jegenwardigen. Screven under unser stad secret, amme donredage na Blasii, annö 

etc. LXVIT. 

Borgermestere unde radmanne der stad Lubeke. 

Original im Archiv zu Lüneburg. Aufschrift wie gewöhnlich. Secret theüweise erhalten. 

331. 

Der Rath von Lübeck ersucht den Rath von Lüneburg am ersten Montage in den 
Fasten Abgeordnete nach Mölln zu senden, um wegen der Braunschweigischen 
Angelegenheit zu berathen. 1467. Februar 6. 

Linsen fruntliken grut mit vermögen alles guden. Ersamen vorsichtigen 
heren, besunderen guden frunde. Juwen breff mit der ingelechten copien des 
breves der ersamen unser frunde van Gottinghen unde eneme articule, andrepende 
unnse vrunde van Brunswijgk hebben wij to guder mathe wol vornomen. Des- 
halven gij unse antwerde uppe desse tijd, so wij uns gentzliken vormoden, wol 
hebben entfangen. Begeren wij andachtigen, gij juwe erliken unde drepeliken 
radessendeboden am ersten man daghe in der vasten neghest körnende 1 ) des 
avendes bynnen Molne in der herberge hebben willen, dar wij unse frunde van 
Hamborch ok to körnende hebben vorbodet, dergeliken alse wij juw dat ok hebben 

l ) Februar 9. 

29 



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226 1467. Februar 6. 

vorscreven. Vorschulde wij umme juwe ersamheide allewege gerne. Sijt gode 
bevolen. Soreven under unser stad secret, am dage Dorothee, anno LXVII. 

Borgermestere unde radmanne der stad Lubeke. 

Aufschrift wie gewöhnlich. Original im Archiv zu Lüneburg. Secret grösstentheils erhalten. 

222. 

Heinrich Banger ', Werkmeister der St. Jakobi- Kirche, verpflichtet sich zu Glocken- 
geläut und Orgelspiel bei der an jedem Donnerstag zu feiernden Heil. 
Leichnams-Messe. 1467. Februar 6. 

Witlik sij allen den gennen, de dessen breff seen edder hören lesen, dat 
ik Hinrik Bungher, werckmester nu tor tijd der kerken sunte Jacobi, van hete 
unde vulborde der ersamen heren, her Hinrik Ebeling unde Hermen Sundesbeke, 
radmanne der stad Lubeke, vorstendere der vorbenomeden kerken, bekenne unde 
betuge apenbare in unde mit dessem breve vor ray unde myne nakomelinge der- 
sulven kercken na begeringe unde gudliken bode des erwerdigen heren, hern 
Johan Hoyman, domheren unde kerckheren sunte Peters unde sunte Jacob der 
stad Lubeke, van den erliken heren vicarien sunte Jacobi binnen Lubeke ent- 
fangen hebbe twintich mark Lubescher penninge to vuller noge unde de vort an 
dersulven kercken buwete unde nuth hebbe gekeret, van welken twintich mark 
ik unde myne nakomelinge to love unde to eren gode almechtich unde erwerdicheit 
des hilgen lichams unses heren Jhesu Cristi alle donredage morgens des somers 
vor viven unde des winters vor sossen schal luden laten to des hilgen lichammes 
missen na wontliker wise unser leven frouwen kercken bynnen Lubeke unde de 
sulven missen singen laten uppe deme groten orgelwercke. Ik wil ok unde 
myne nakomelinge alle donredage avende over de stacien den lovesanck: Discubuit 
Jhesus etc. singen laten uppe den groten orgelen ofte lutken orgelen na bequemicheit 
der tijd. Wenner aver de broder des hilgen lichams broderschop ere somerlach 
holden, denne in der stacien, wenne umme hoff geweset is mit dem hilgen 
sacramente, schal men singen: Melchisedech up den groten orgelen mit der homissen 
van dem hilgen lichamme unde dessen missen unde stacien dat wirokvat to 
donde. Vortmer schal ik Hinrik Bungher, werckmester vorbenomet, unde mine 
nakomelinge alle unplicht hirup körnende belonen, dat ludent to der missen unde 
dat orgelikelent vorbenomed, alze sik des behored. Weret over dat den 
erscrevenen heren vicarii vorbenomed worde vorbetert de stacie edder de misse, 



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1467. Februar 6. 227 

80 scholen se unde willen my Hinrik Bungher werckmestere vorbenonied unde 
mynen nakoraelingen dat ok vorbeteren na antale der vorbeteringe, alze ik ent- 
fangen hebbe van den sosshundert marken. Alle desse vorscrevenen stucke unde 
articule eyn islick by sick lave ik Hinrik Bungher, werckmester, vor my unde 
myne nakomelinge na aller wise, also vorscreven is, stede unde vast unde unvor- 
broken to holdende, nenerleye uthnemynge darentiegen to brukende. To merer 
tuchnisse unde sekerheit hebbe ik Hinrik Bungher, werkmester der kerken sunte 
Jacobes vorghenomed van vulborde unde hete [wegen] der ersamen vorstenders 
dersulven kerken vorbenomed dat inghesegel des vakenomeden godeshuses vor 
my unde myne nakomelinge ghehenget an dessen breff, de ghegeven unde 
gescreven is na godes bord M° CCCC in dem LXVII jare, uppe sunte Dorothee 
dage der hilgen juncfrowen. 

Gleichzeitige Abschrift in einem aus zehn Blättern bestehenden Hefte, das ähnliche Abschriften enthält. 

223. 

Der Rath zu Grabow meldet dem Lübecker, dass in einer Streitsache des Wemeke 
Struve gegen seine Schwester und die von Lützow Berufung nach Lübeck 
vereinbart sei. 1467. Februar 13. 

Vor alle den jenen de dessen breff zeen edder hören lesen, bosunderghen 
vor jw ersamen vorsichtighen heren borgermesteren unde radmanne der stad 
Lubeke bokennen wy borgermesfere unde radmanne der stad Grabow, dat in dat 
jar gades dusent verhundert in deme achte 1 ) unde sostighesten des mandaghes 
na der hylghen dryerkonynghe daghe 2 ) Werneke Struve use mede kumpane des 
rade8 uns vruntliken bat, dat wy wolden in syn hus kamen unde dar aver 
wessen, he wolde syck vruntliken myd syner vleschliken suster Alheyde vor- 
sclyten na uthwysinghe des Stades bokes der vorsichtighene heren to Lubeke, 
deme wy so gherne deden. Des nam Werneke vorghescreven de boseghelden 
breve, de he van syns broder weghen, her Johannis Struven zeligher dechtnisse, 
untfanghen hadde unde dede ene helffte unseme eren borgermestere unde de 
andern helffte deme anderen unde wolde myd er de kavel darumme werpen 
unde recht tendest to doen, dat he anders nyne breve hadde, dan syn suster 
nicht by wolde unde sede, he hadde mer breve. Dar na des dinxgesdaghes vor 

*) 1: soven. 
*) Januar 12. 

29* 



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228 1467. Februar 13. 

puriflcationis Marie 1 ) bonomelken an deme daghe Policarpi was "Werneke myd 
synen vrunden vor us in derae likhuse to Grabow, dar wy use junckeren de 
Lutzowen eyn deyl aver hadden, de to hus weren, so wy der vorsichtigheyt der 
heren to Lubeke screven hadden, dat wy use junckeren de Lutzowen dar 
wolden aver hebben unde wolde kost, unlust unde therynghe by unse 
junckeren de Lutzoven unde by us ghesettet hebben. Dat eer procurator 
Hans Arndes nicht inrumen wolde, ane he wolde soventeyen Lubesche 
mark to voren hebben unde borep des syck vor de wysheyt der heren to Lubeke, 
dat Werneke vorghescreven belevede unde wolde des der vorsichtigheyt der heren 
to Lubke ock gerne hören. Nach deme, dat he eme baden hadde, he wolde 
eme allent des don, so se vor den heren to Lubeke scleten weren to rechten 
tyden na uthwysinghe eres Stades bokes. Hijr ane unde aver weren Matthias 
Bremer, Hinrik Kosenwinkel, Lubbeke Berndes unde Hans Brade borgher myd 
us to Grabow boseten, tughes loven unde eren werdich unde vele mer ander 
vrame bedderve lüde. Des to tughe hebben wy user stad secret witliken 
drucken heten nedden an dessen apenen breff. Screven unde gheven na der 
bort Cristi dusent verhundert dar na in deme soven unde sostighesten vrigdaghes 
vor Invocavit. 

Angekommen den 7. März 1468. Original auf Papier mit Best des abgedrückten Siegels. 

334. 

Ein Erbschaftsstreit 1467. Februar 15. 
Witlick sij, alse denne van enes schulden ordels wegene Jacob Prutzenouw, 
to Damyn wonafftich, alse eyn vulmechtig procurator ener frouwen genomet de 
Schultesche, so he zede, uppe de ene unde her Nicolaus Loventzin, vicarius in 
sunte Bartholomei kerken binnen Damyn, ok alse eyn procurator Hinrikes Gotte- 
bend, borgers to Damyn, uppe de anderen zyden vor deme ersamen rade to 
Lubeke irschenen zint, dar de erscreven Jacob Prutzenouw interste dat vorhandel 
unde dat affschedent, latest darsulvest vor deme rade to Lubeke besehen, vorhaiet 
unde to deme erbenomeden heren Nicoiao tosprake gedan hefft van etliker erff- 
gudere wegene, dar zyk desulffte her Hinrik Gottebent alse eyn erflhame ingesat 
scholde hebben, darto de erscreven Schultesche de negeste erve vormende to 
wesende, des denne de ancleger zede, dat zin wedderpart woll wiste, dat zin 

l ) Das wäre Januar 27. Der Tag des heiligen Polykarp ist der 26. Januar, der im Jahre 1467 
auf einen Montag fiel, es wird also im Texte hinter: daghe ein: na einzuschieben sein. 



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1467. Februar 15. 229 

hovetman de negeste erve, were so he eme dat to eedes band lede. Darup de 
erscreven rad to Lubeke do tor tijd gedelet hefft vor recbt: eedes hand scholde 
eedes band losen, unde alse nu de erscreven partbie tome anderen male wedder- 
urame gekomen unde irsohenen zint, vragede de anoleger erbenomet, wo dat zin 
wedderpart in de besittinge der erscreven gudere gekomen weren, dar de ant- 
wordesman to antworde unde zede, dat be eyn sodans gedan hedde, alse eyn 
erve. Darupp de ancleger antworde, dat he dat bewisen scholde dat he de 
negeste erve were. Darupp de antwordesman zede, wolde he ene uthe der 
were hebben, so scholde he zyk neger tugen, dan he were. Darupp de erscreven 
rad na beyder vorscreven parte clage wedderrede unde antworde na besprake 
unde ripeme rade delede unde äff zede vor recht in nabescrevener wijse: dat de 
jenne de de ansprake uppe de erscreven erffgudere gedan hefft, dat nabringen 
schall, alse recht is, dat he to sodanen erffguderen de negeste erve zij, nymant 
neger noch myt eme allike na, id gha dar furder urame alse eyn recht is. 
Jussu consulum. 

Eintragung ins Niederstadibuch: 1467. Jnvocavit. 

Der Bath von Lübeck beschwert sich bei dem Deutschordensmeister darüber, dass 
der Ordenskomthur in Memel einen Lübecker , Curd Hurlemann, ohne 
rechtlichen Grund gefangen genommen habe. 1467. Februar 25. 

Domino magistro Prucie. 
Üirwerdige unde grotmogende gunstige leve here. Wij don juwer 
erwerdigen herlicheid gudliken weten, wo dat de werdige here kumpthur tor 
Memel enen unses borgers zone, geheten de junge Curd Hurleman gevangen, darto 
bedwungen hefft dat he eme hefft moten loven by sworen eeden wedder intokomende 
upp sunte Micheles dagh negest körnende, wor he eme inesschende werd, darumme 
dat eme etlike guder, so he gesecht schole hebben, binnen unser stad afhendich 
gemaket scholen wesen, dat uns doch unwitlik is, wij ok em effte jemande 
anders sunder recht des zinen nicht afhendich gemaket hebben, deme ok so 
nicht gedencken to donde. Men yd is bescheen, dat des kumpthurs utliggere 
in der zee etliken unsen borgeren unde inwoneren ere guder hebben genomen, 
darumme ze wedderumme binnen unser stad etlike guder dem kumpthur to- 
behorende hebben gerosteret unde besätet, de jar unde dagh in der besäte un- 
vorvolget hebben gebleven unde nicht zint entsettet mit rechte. Aldus de unsen, 



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230 1467. Februar 25. 

de dorch de zine beschädiget zint, hebben sulke zine bekummerden guder na vorlope 
jares unde dages mit rechte vort vorvolget unde zijk erer genomen gudere en 
deel darane vorhalet. Ok is uns warafftigen bigebracht, dat de here kumpthur 
vorbenomet uns unde den unsen zere unde hartliken gedrouwet hebbe, to nemende 
unde to beschedigende, wor he des kan bekomen, des wij billiken umbesorget 
schulden wesen, nademe wij mit juwen gnaden unde juwem werdigen orden nicht 
dan vruntschopp unde alle gud weten. Darumme bidden wij juwe erwerdigen 
herlioheid deger andachtigen, gij an den erwerdigen mester to Lijfflande unde 
dar juw des vurder duncket nod zin, in der besten wise scriven offte werven 
willen laten, dat unses borgers sone vorbenomet sulkes eedes unde gelofftes vor- 
haven unde entslagen möge wesen unde dat de genante here kumpthur unsen be- 
schedigeden borgern unde inwonern ere genomen guder wedderkere offte na 
werde betale, he uns unde den unsen sulkes bovenscreven drouwendes vorkese 
unde ene so willen hebben, dat wy unde de unsen ziner unde der zinen um- 
besorget unde unbeschediget bliven moghen, unde dat gij dessen unsen bigebunden 
breff an den heren mester to Lijfflande mit juwer gnaden breff vort schicken 
willen; welk alle wy alle wege gerne vordenen umme juwe erwerdighen herlicheid, 
de gode etc. Unde bidden desses juwer gnaden gudlike antworde mit der ersten 
wissen bodeschopp. Screven under unser stad ingesegele, am mydweken vor dem 
sondage Oculi, anno« LX VII. 1 ) 

Entwurf auf Papier ohne Unterschrift 

236. 

Der Rath von Lübeck ersucht den Rath von Lüneburg, es zu bewirken, dass die 
Sache wegen der zwei Schiffe und Knechte des Lübecker Bürgers Peters- 
hagen beigelegt werde. 1467. Februar 25. 

Unsen fruntliken grut tovom. Ersamen vorsichtigen heren, besundern 
guden frunde. De ersamen unse radessendeboden, de unlanges mit den juwen 
to Tzelle to dage weren, hebben uns berichtet, dat twijsschen en dat afschedent 
darsulves was van wegen unses borgers Hinrik Petershagen, bringers desses 
breves, datmen de sake ziner twijer knechte unde schepe halven uppe ze anstan 
late, wente ghij juwen borgeren, unses borgers borgen, geboden hebben, dem 

l ) In ähnlicher Weise ist gleichzeitig an Johann von Mengden, Landmeister in Liefland, 
geschrieben. 



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1467. Februar 25. 231 

vogede to "Wynsen nyn gelt to gevende, darupp sulkent beth heer is bestände 
bleven. Bidden wij juwe ersamheide deger andachtigen, gij dessem unsem borger 
willen behulpen wesen, he der sake halven enthoven mochte werden sunder 
zinen schaden. Dat willen wij umme juwe ersamheide allewege gerne vordenen, 
de gode zin bevalen. Screven under unser stad secret am midweken na Bemi- 
niscere anno LXVIL 

Borgermestere unde radmanne der stad Lubeke. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen heren borgermesteren unde radmannen to 
Luneborg, unsen besundern guden frunden. 

Original im Archiv zu Lüneburg mit Besten des Secret». 

ÄÄ7. 

Der päpstliche Legat Marinus de Frigeno. quittirt über ausgeliehene und wieder- 
erhaltene Gelder. 1467. Februar 27. 

Witlick zij, dat int jar etc. lxvij des vrydages, de dar was de andere dach 
vor deme latesten des manen februarij, des morgens to tercie tijd offte dar bij, vor 
deme ersamen rade to Lubeke zint ersehenen de werdige unde vorsichtige here Mari- 
nus de Frygeno uppe de ene unde de ersamen unde beschedene manne mit namen her 
Hinrik van Stiten borgermester, her Hermen Hitvelt radmanne, Hans Brekeveld unde 
Hermen Darsouwe borgere to Lubeke, alse vormundere zeligen Hermen Vrolinges 
uppe der anderen zyden, dar denne de erbenomede here Marinus sede unde 
bekande, wo dat he in vorledenen jare van deme allerhilgesten in gode vadere unde 
heren, heren Pij van godliker vorsichticheid des anderen pawess milder dechtnisse 
mit ziner hillicheid breven umme salicheid willen der menschen alse eyn legate unde 
sendebode in de dre koningrijke Dennemarken Sweden unde Norwegen utgeferdiget 
unde gesant were, dar he denne etlick gelt an zulvere unde golde gekregen hadde, 
van welkereme gelde he denne bij zineme denere Anthonio de Katago Fermis 
genant binnen Bevell drehundert unde dortich Einsehe gülden gesand hedde, de 
desulve zin dener Anthonius darsulves binnen Revell by Gerde Sassen vort 
gelecht hadde in sodaner wijse, dat de erbenomede Gerd Sasse zineme denere 
Anthonio ene hantscrifft an Hermene Vrolinge to Lubeke gegeven hebbe, de 
eme denne vort sodane vorgerorten drehundert unde dortich Einsehe gülden 
gheven unde vornogen scholde. Aldus weren nu furder de irluchtigeste hoch- 
geborne furste unde here, here Cristierne der ryke Dennemarken Sweden unde 



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232 1467. Februar 27. 

Norwegen etc. koningk myt deme genanten heren Marino overeyn gekomen, so 
dat he ziner koningliken gnade ene benante summe geldes gheven scholde. Al- 
sus hedde nu deme erscreven hern koninge sulke vorgerorte drehundert unde 
dortich Einsehe gülden, de van Gerde Sassen unde Hermene Vrolinge to Lubeke 
overgekofft weren in vermyneringe sodaner summen upgedregen unde vorlaten, 
welke erbenomede drehundert unde dortich Einsehe güldene de beschedene 
Marquard van Eene imme namen des heren koninges na uthwisinge ziner gnaden 
besegelden breven unde ok etliker instrumente des heren legaten vorbenomet 
van den erscreven vormunderen zeugen Hermen Vrolinges upboren scholde, 
welke vorgerorten güldene de genante Marquard also to ziner vuller genoge van 
den obgenanten vormunderen hefft entfangen, so he des vor deme rade bekande 
unde de erscreven here Marinus unde Marquard van Eene hebben Gerde Sassen 
de erscreven vormundere unde ere erven van sodaner vorgerorden dryerhundert 
unde dortich Einsehe gülden wegene vor zijk unde ere erven unde alle der 
jennen, den des mede toqweme edder tokomen mochte, mit vornichtinge der 
handschrifft gentzliken deger unde all vorlaten unde qwyd geschulden unde vor- 
laten ze alle unde enen issliken van en besunderen in krafft desser schrifft in 
allen tokomenden tyden noch myt geistlike edder werliken rechten uppe ze dess- 
halven nicht meer to sakende, so de vakenoraefde] here Marinus unde Marquard 
van Eene dat vor deme rade gelovet hebbben unvorbroken to holdene, so dat- 
sulffte ok eyn instrumente dorch den beschedenen Hinricum Dropen eneme 
openbaren notarius darup gemaket by deme erscreven heren Hinrike van Stiten 
in vorwaringe liggende clarliken uthwiset dergeliken. Jussu consulum. 

Eintragung ins Niederstadtbuch: 1468 Palmarum. 

aas. 

Der Rath von Lübeck bittet den Math von Lüneburg, den Marinus de Frigeno 
nach Celle geleiten zu lassen. 1467. Februar 28. 

Unsen fruntliken grud myt vormogen alles guden tovorn. Ersamen vor- 
sichtigen leven heren, besunderen guden frunde. De erbare here Marinus de 
Frigeno, toger desses breves, ys vor uns gewesen begerende, ene an juw to vor- 
schrivende, umme eme enen edder twe knechte na zinem begere to lenende, 
umme myt eme na Celle to rydende etc. Bidden wij hirumme deger fruntliken, 
gij umme unser bede willen, eme sodane dener gutliken lenen willen. Vor- 



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1467. Februar 28. 233 

schulden wij umrae de obgenauten juwe ersamheide myt vlite gherne, de gode 

dem heren zin bevalen. Screven under unsem Signete, des wy umme hast 

willen nu tor tyd hirane bruken, am sonnavende vor dem sondage Oculi, anno 

etc. LXVII. 

Borgermester unde radmanne der stad Lubeke. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen mannen, heren borgermesteren unde rad- 
mannen to Luneborgh, unsen besunderen guden frunden. 

Original im Archiv zu Lüneburg mit aufgedrücktem Siegel. 

229. 

Die Vorsteher der Marientiden in der St. Marienkirche empfangen ein Vermächtniss 
aus Hinrich Frunds Nachlass. 1467. März 1. 

De ersamen her Johan Hertze, radman, Hinrik Greverode unde Evert 
Junge, borgere to Lubeke, vorraundere unde testamentarij zeliger dechtnisse Hinrik 
Frundes vor deme ersamen rade to Lubeke zint ersehenen mit den vorstenderen 
der missen unde tijde, de dagelix besehen unde geholden werden achter der 
schiven in unser leven frouwen kerken, unde darsulves de erscreven vormundere 
Hinrik Frundes togeden unde lesen leten dre besegelde breve, uppe pergament 
gescreven, under segelen des ersamen rades to Luneborgh vorsegelt, de ene uppe 
dortich mark Lub. de andere uppe vyffundetwintich mark Lub. unde de dorde 
uppe veerundetwintich Lubesche güldene jarliker renthe sprekende. Unde furder 
de erscreven vormundere mit ereme willen unde wolbedachtem mode den 
erbenomeden vorstenderen der misse unde tijde vor deme erscreven rade to 
Lubeke overgheven unde gentzliken vorleten de erbenomede renthe in den 
erscreven breven utgedrucket to behoff der vorgenanten mysse unde getijde 
unde zeden furder, dat yd ere gantze unde vullekomene wille were dat de vor- 
stendere de vorscreven dre breve hadden unde de jarliken renthe dar van 
körnende upborden unde entfangen. Jussu consulum. 

Eintragung ins Niederstadtbuch: 1467 Oculi. 

230. 

Der Bath von Lübeck schreibt dem Rathe von Lüneburg, weshalb er die Anknüpfung 
von Verhandlungen mit dem König von Frankreich zur Zeit für unpassend 
halte. 1467. März 2. 
Unsen fruntliken grut mit vermögen alles guden. Ersamen vor- 
sichtigen heren, besundern ghuden vrunde. So alse des dinxstedages na 



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234 1467. März 2. 

deme sondage Invocavit neghest vorleden 1 ) dorch juwe, unser frunde van Hamborgh 
unde unse radessendeboden bynnen Molne dat afschedent was, dat wij van 
wegen der besendinge an der heren koning to Franckrijke unde ander sake de 
gemenen stede der hense andrepende ene dachfart des anderen sondages na 
Paschen negest körnende, namüken Misericordia domini, 2 ) bynnen unser stad des 
avendes in der herberge to wesende vorscriven scholden etc., daruppe don wij 
jw gudliken weten, dat uns na tidingen, de wij sedder der erscrevenen dachfart 
to Molne geholden vorfaren hebben, dede sint, dat de here koning to Franckrijk 
etc. sich tegen ziner gnaden brodere, de hertoge van Burgundien unde Britanien, 
unde ze sick wedderumme tegen den heren koningk van Franckrijk, ok umme 
unvelicheid willen der wege, duncket uns noch tor tijd nicht radsam, sunderlike 
dage mit dem heren koninge van Franckrijk to holdende, alse wij dat ock 
unsen frunden to Hamborgh by dem ersamen mester Hinrik Murmester, erem 
radeskumpan toentboden unde den olderluden des kopmans der Dutschen henze 
to Brügge in Vlandern unde unsen vrunden van Dantzik hebben vorschreven. 
Sijt gode bevalen. Screven und er unser stadt secrete, am mandage na Oculi 
anno LXVII. 

Borgermestere unde radmanne der stad Lubeke. 

Aufschrift wie gewöhnlich. Original im Archiv zu Lüneburg mit Best des Secrets. 

231. 

Der Bath von Lübeck empfiehlt dem Rathe von Lüneburg die Angelegenheit des 
Gerd Schulte. 1467. März 2. 

Unsen fruntliken grut mit vermögen alles guden. Ersamen vorsichtigen 
heren, besundern guden vrunde. De beschedene Gerd Schulte, unse borger, 
toger desses breves, heft van etliker ziner sake wegen vor juwer ersamheiden 
to schaffende unde to vorhandelende, so juw de sulve Gerd der sake legenheid 
wol uterliken werd berichtende. Bidden unde begeren hijr umme degher an- 
dachtigen, gij den erscrevenen Gerd Schulten gudliken umme unsen willen hören 
unde eme in sodanen zinen rechtverdigen saken unde werven ghunstich, forder- 
lik unde behulpen willen wesen, so gij gerne don, darane uns nicht en twivelt. Dat 

l ) Februar 17. 
■) April 12. 



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1467. März 2. 235 

verdene wij umme juwe ersamheide, de gode dem hern zin bevalen. Screven 
under unser stad seoret, am mandage Oculi, anno etc. LXVIL 

Borgermestere unde radmanne der stad Lubeke. 

Aufschrift wie gewöhnlich. Original im Archiv zu Lüneburg. Seeret gröwtentheils erhalten. 

232. 

Der Bath von Nymwegen ersucht den Bath von Lübeck, seinen Bärger Wilhelm 
Schoenzwaen die Rechte und Freiheiten der deutschen Hanse gemessen 
zu lassen. 1467. März 5. 

Allen den ghenen, die desen onsen brieff soelen syen off hoeren lesen, 
ende sunderlinge den eersamen wysen ende bescheydenen heren, burgermeistern 
ende raits der stat van Lubeke, onsen lieven gemynden vrienden, begeren wij 
burgermeister, scepenen ende rait der stat van Xymegen vrientlic to weten, 
woe dat "Willem Schoenzwaen, bewyser diss brieffs, onse ingeseten burger is. 
Waeromme wij van u allen ende elken besunder, den dese onse brieff voerkoempt 
off gethoent sal werden, vrientlic begerende sijn, denselven "Willem, onsen burger 
onser stat, ende voert der Duytzscher henzen rechten Privilegien ende vrijheyden 
gonstliken te willen laten genyeten ende gebruyken ende voert in synen saken 
tot synen rechten vorderlic ende gonstich te willen wesen. Des willen wij 
gerne gonstlic wederom verschulden. Orkonde onser stat secretsegel by onser 
rechter wetentheit an desen brieff gehangen. Gegeven int jaer onns heren 
dnsent vierhondert soevenentsestich opten vijfften dach en den maent Meerte. 

Original mit anhängendem Siegel. 

233. 

Der Kurfürst Friedrich von Brandenburg rechtfertigt sein Verfahren gegen den 
Bath von Lübeck und verlangt, dass die Kaufleute sich auch künftig 
des Handels mit Stettin enthalten. 1467. März 9. 

Fridrick, vann gots gnaden marggrave to Brandburg, kurfurste,- des 
hilgen Eomisschen rikes ertzkamerer, to Stettin Pomeren etc. 
hertogen unnd burggrave to Nuremberg. 

Unnsern gunstlichen grut tovornn. Ersamen wisenn liven besundern. Als 
gy uns geschreven hebben, wie etlike jwe medeborger jw bericht hebben van 
anbrynginge erer knechte unnd maschop semliker guder halven, de wy to Franck- 

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236 1467. März 9. 

fürt und Oderberge gerosteret unnd bekumert scholen hebben laten etc., wu dat 
jwe briff ynholt, hebben wy wol vernamen unnd laten jw darup weten, dat wy 
vor etliker tijt umme merckliker redeliker orsake willen den van Stettin unse 
lant, ok affur und thufur, unnd dat nymandt handelinge edder meynschop, heym- 
lich edder openbar, mit en scholde hebben, denn gemeynen kopman unnd 
ock süss eynen yderman, beyde ynl endisch und uthlendisch dorch unnse 
mercklike scbriffte apenbar unnd ernstliken verbaden hebben, by Verlust lives 
unnd guder, alse dat unse brive, dy to Stettin unde anders wor openbarliken 
gelezen und verkundygt synt, clarliken vermelden. Van deswegen unnd nicht 
jw edder den jwen to vordrete, nadem sulk gut uth unnd van Stettin ken Oder- 
berge und Franckfurt bracht wart, sodans geschien ci. Over so men horde, dat 
Lubesch gut darunder sien scholde, dar men doch to dem male unnd noch 
hutiges tags nyen enkede beschyt an wüste edder weyth, wart verfugt, dat 
sodan gudes, so als vuste verderfflik wäre darunder was, scholde to gelde gemaket 
und dat geld yngelegt werden, beth men eygentliken dy dingk erfare, dar wy 
denn ytzt notdurfftichlich na forschen willen laten, unnd so wy der sake recht 
in künde komen, wyllen wy uns denn daryn wol geburliken holden. Over 
nadem uns die unsen vor Stettin wedder alle redlickeyt mit frevelikem overmude 
ungehorsam sint und fellig werden, wes sie uns dorch ere mercklike radessende- 
boden der richtunge halven tusschen uns, unsen ohmen und swagere, hertog 
Eriche und hertog Wartislave nehstin tom Soldin unser landhalven Stettin und 
Pomern etc. geschyen openbarliken, nemliken dorch ere twe borgermester, alse 
Diderich Grabow und Bertram Pawel, unnd twe ratmanne mit name Mellentin 
und Forneholte, openbarliken hebben toseggen laten. Ok hedden wy ungerne 
sulke richtunge yngeghan, hedden sie uns also insunderheit die to holdende 
so vulkomeliker laten toseggen. Van der wegen begeren wy van jw, dat gy 
noch mit den jwen bestellen, dat sie mit en nicht handel edder meynschap 
hebben, so verne se an schaden bliven willen, wen wy sodans hymende gestaden 
willen, sick darna hebben to richten. Geven to Coln an der Sprewe, am man 
dage na Letare, anno domini etc. sexagesimo septimo. 

Aufschrift: Den ersamen wysenn liven besundern burgermeister unnd ratmannen 
der statt Lübeck. 

Original auf Papier, mit aufgedrücktem, nur zum geringeren Theile erhaltenen Siegel. 



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1467. März 16. 237 

234. 

Moritz, Graf von Pyrmont, verpflichtet sich dem Bathe von Lübeck auf sechs Jahre 
zu Kriegsdiensten. 1467. März 16, 
Witlick sij allesweme: So alse twijsschen dem eddelen unde wolgebornen 
heren Mauricio, greven van Permund, uppe de enen, unde den ersamen unde 
vorsichtigen heren borghermeisteren unde radmannen der stad Lubeke uppe de 
anderen zijden, in bywesende unde dorch gudliker medebeweringe des duchtigen 
knapen Erpes van Weye ene eendracht is gemaket unde van beyden vorscreven 
parthen belevet to twen iaren durende unde warende, welcke eyndracht uppe 
stmte Petri dagh ad cathedram negest volgende 1 ) ummekomende unde enen 
ende nemende werd. Aldus de obgenante here Mauricius unde de rad to Lubeke sick 
uppet nye hebben vorghan unde ene eendracht under malkanderen maket in nabe- 
schrevener wijse, so dat de genante here Mauricius deme vorbenomeden rade sess jar 
langk na sunte Petri daghe ad cathedram neghest körnende sunder myddel volgende 
myt vyff weraftigen knechten unde twen junghen denen unde ere hovedman 
blyen schal in aller mathe, so de bovenbenomede eindracht hijr bevoren twijschen 
en gesloten inneholdet unde uthwijset. Dar vor de rad to Lubeke deme heren 
Mauricio vorbenomed de soss jar langk will unde schall je welkes jares soss- 
hundert margk Lubisches pagimentes, nicht meer unde ock anders nicht, gudliken 
geven unde vornogen. Darvan schal he sine vitallie unde husgerade kopen, 
kost unde hamsch holden, zine knechte unde junghen kleden, zine thome unde 
andere gerede unde allent, wes he behoff hefft, hegen unde maken lathen. To 
merer orkunde unde sekerheid is desser schrifte twe eenedudes dorch AB CD, 
de ene uthe der anderen gesneden, darvan de vakenbenomede here Maricius de 
enen unde de rad to Lubeke de anderen hebben in verwaringe. Geven unde 
gescheen na der bord Cristi unses heren dusend veerhundert darna im sovenundesosti- 
gesten jarn des mandages na deme sondage alse men in der hilgen kercken singet Judica. 

Nach dem Original auf einem ausgezackten Blatte Pergament. 

235. 

Der Bath von Lübeck schreibt nochmals an den Deutschordensmeister in der Angelegen- 
hext des Curd Hurlemann. 1467. März 23. 
Domino magistro Prucie. 
Xirwerdige unde grotmogende gunstige leve here. Wij screven juwer 
erwerdigen herlicheid unlanges, wo dat de werdige here kurapthur tor Memel 

*) Februar 22. 



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238 1467. März 23. 

enen unses borgers zone geheten de junge Curd Hurleman gevangen unde darto 
gedwungen hefft, dat he eme bij sworen eeden hefft moten loven, wedder in- 
tokomende upp sunte Michels negest volgende, wor he ene inesschende werd, 
darumme dat eme etlike guder, so he gesecht schole binnen unser stad afhendich 
gemaket scholen, dat uns doch unwitlik is, wij ok eme effte jemande anders 
sunder recht des zinen nicht afhendich gemaket h ebben, deme ok so nicht ge- 
dencken to donde. Men id is besehe en, dat des kumpturs utligger in der zee 
etliken unsen borgeren unde inwoneren ere guder hebben genomen, darumme ze 
wedderumme bineti unser stad etlike guder dem kumpthur tobehorende hebben 
gerosteret unde besätet. Unde wy screven vurder, dat sulke guder jar unde 
dach in der besäte unvorvolget hebben gebleven unde na vorlope jares unde 
dages mit rechte vort zint vorvolget etc.. Gunstige leve here, wowol wij dat 
hebben gescreven, so wij des do tor tijd weren underwiset, jodoch zint wij nu 
anders unde also warafftigen underwiset, dat sulke guder des kumpthurs noch 
in besäte unvorvolget staen unde jar unde dagh der besäte nicht ummekomet 
eer ummetrent twisschen sunte Michelis unde Martini dage negest körnende. 
Gelevet dem kumpthur, hijr jemande vulmechtich tor stede to sendende, wij willen 
em alles rechtes gerne behelpen. "Wy screven juwen gnaden, dat uns warafftigen 
zij bigebracht, dat de vorbenomede kumpthur uns unde den unsen zere unde 
hartliken gedrouwet hebbe, to nemende unde to beschedigende, wor he des kan 
bekomen, des wij billiken unbesorget scholden wesen, nademe wij mit juwen 
gnaden unde mit juwera werdigen orden nicht dan vruntschopp unde alle gud 
weten. Darumme bidden wij juwe er werdige herlicheid deger andachtegen, gij 
an den erwerdigen heren mester to Lifflande unde dar juw des duncket zin van 
noden, in der besten wise scriven offte werven willen laten, dat de genante here 
kumpthur hijr mit uns tor stede jemande vulmechtich zende, umme sulke zine 
erscrevene guder mit rechte to entsettende unde dat unses vorbenomeden borgers 
zone sulkes vorbenomeden eedes unde gelofftes vorhaven unde entslagen möge 
wesen, ok dat de genante here kumpthur unsen beschedigeden borgeren unde 
inwonern ere genomen guder wedderkere offte na werde betale, unde ene so 
underwisen, dat he uns unde den unsen sulkes bovenscreven drouwendes vorkese, 
unde dat wij unde de unse ziner unde der zinen unbesorget velich unde un- 
beschediget bliven mögen, ok dat juwe erwerdicheit dessen unsen bigebunäenen 
breff an den heren mester to Lifflande mit juwer' gnaden breff vort schicken 
willen. Welk alle wy allewege gerne vordenen umme juwe erwerdigen herlicheid, 



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1467. März 23. 239 

de gode etc.. Unde bidden desses ja wer gnaden gndlike bescrevene antworde 
mit der ersten wissen bodeschopp. Screven under unser stad ingesegel, des 
mandages in der stillen weken vor Paschen, anne LXVJLl. 

Entwurf aitf Papier ohne Unterschrift. 

236. 

Der Math von Lübeck bittet den König Christian um Bückgabe zweier Schiffe, die 
von ihm aufgebracht worden, weil er irrthümlicher Weise die Ladung 
für Wistnarsches Eigenthum gehalten hatte. 1467. März 23. 

Domino Cristierno regi Dacie. 

JDeredicheid unses willigen denstes etc.. Irluchtigeste hochgeborne furste, 
gnedige leve here. De ersamen her Andreas Geverdes, unse radeskumpan, 
unde Godeman van Buren, unse borger, hebben to kennende gheven, dat en vor- 
bracht zy, dat juwe koninglike maiestad twe schepe van der Wismer, darvan de 
schipper zint Bernd Schune unde Hans Bernd, ummetrent Martini negest vor- 
leden gesegelt, de over winter to Mastrande gelegen hebben, mit beer geladen, 
schole angehalet hebben laten in meninge, dat de schepe unde beer tor Wismer 
to hus behoren. Jodoch van sulken beyden schepen her Andreas dat ene halff 
unde Godeman dat ander heel, unde dad beer en deel en erem gesellen unde 
andern unsen borgern propper tobehoret, alse dat vor uns is wargemaket dorch 
ere gestaveden eede, so juwe gnade [uth] etliken certificacien breven van uns 
besegeld hijrbij vorwaret clarliken werd irkennende. Ok so wij vorstaen, zint 
meer unser borger unde inwaner, dan in den certificacien benomet staen, de 
in den gudere in den erscrevenen schepen wesende part unde deel hebben unde 
nu tor tijd nicht by der hand zint. Unde wante denne, gnedige leve here, wij 
unde de unse mit juwer gnaden unde der juwen nicht dan leve unde alle gude 
weten, bidden wij juwe koninglike maiestad deger demodigen, gij den unsen 
ere scheper unde guder gnedichliken wedder geven unde den bovenscreven schippern 
overantworden willen laten, umme ere markede, dar ze henne zin vorvrachtet, to 
vorsokende, uppe dat de unse des to nynen vurder schaden komen dorven. Des 
vorhopen wij uns gentzliken to juwer koningliken maiestad unde vordenent 
umme de unde de juwen allewege gerne. De god spare. Datum nostre 
civitatis sub sigillo, feria secunda post dominicam palmarum, anno LXVÜ. 



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240 1467. März 23. 

Unde bidden des juwer gnaden gudlike richtige bescrevene antworde by dessem 
jegenwardigen. 

Entwurf auf Papier ohne Unterschrift 

»37. 

Certißcation eines Bathsmitgliedes und anderer. 1467. März 23. 

Vor juw irluchtigesten hochgebomen forsten unde heren, hern Cristiern, 
des rijke Dennemarken Sweden Norwegen, der Wende etc. koning etc., unsem 
gnedigen leven heren na irbedinge unses bereden unde willigen denstes be- 
kennen wij borgermester etc., dat vor uns is gekomen de ersame her Andreas 
Geverdes unses rades medekumpan, unde hefft dorch sodannen eed, alse he uns 
unde unser stad gedan hefft, wargeraaket, dat em propper unde egen halff tobehort 
sodanne schipp, alse schipper Bernd Schune voret, des zijk juwe gnade schole hebben 
benalet, unde hefft darinne dre last beers under dessen merke (Hausmarke) eme 
ok propper tobehorende. Unde he, Andreas, hefft uns berichtet, dat em witlik 
is, dat een veerde part dessulven schepes Zander Hogeboden tobehoret; Hans 
Richerdes, her Andreas ghast, hefft dar ok inne twe last beers. Vurderraer 
Hinrik van dem Bure, unse borger hefft darinne veer last beers under dessen 
marke (Hausmarke) eme propper unde egen tobehorende, alse he dat vor uns 
vormiddest zinen utgestreckeden armen stavedes eedes liffliken to den hilgen 
hefft gesworen unde wargemaket. Vor juw irluchtigesten etc. ut supra, dat vor 
uns is gekomen de ersame Godeman van Buren unde hefft vormiddest zinen 
utgestreckeden etc. gesworen unde wargemaket, dat eme propper egen unde al 
tobehoret sodanne schipp, alse schipper Hans Berndes voret, des zijk juwe gnade 
schole hebben benalet unde hefft dar inne teyn last beers under desser merke 
(Hausmarke) eme unde zinen gesellen Pawel Hersefelde up deine schepe wesende 
mede tobehorende, also dat Godeman bij zineme eede ok heffft] begrepen. 
Vurdermer de beschedene Cord Eickerdes, unse borger, hefft ok vor uns vor- 
middest zinen utgestreckeden etc. gesworen unde vorgeraaket, dat Hermen 
Wittenborgh zin gast, unse borger, in demsulven schepe hefft viffundetwintich 
last beres under desser marke (Hausmarke) eme propper unde egene tobehorende. 
In tuchnisse der warheid is unse stad ingesegel ruggelinges gedrucket upp 
dessen breff. Gheven Anno LXVII det mandages negest na Palme sondage. 
In dorso: Certificatio navium et bonorum domini Andree Geverdes et Goderaanni 
de Buren et aliorum civium per dominum regem Cristiernum captorum. 

Entwurf auf Papier. 



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1467. März 29. 241 

»38. 

Eine Wechselsache. 1467. März 29. 

JtLermen Soberhusen vor deme rade unde desseme boke hefft bekant, dat 
he ghegeven hebbe zeugen Hermenne Frolinge drehundert Einsehe güldene unde 
de betalinghe gedan hebbe bij Godemanne van Binen uppe der wessele, dewelke 
drehundert Einsehe güldene Hermen Soberhusen overgescreven hebbe to Brügge 
in Vlanderen to betalende bij Hanse van Sneen. Alsus desulffte Hans van Sneen 
vor deme rade unde desseme boke is ersehenen unde hefft aldar bekant, dat he 
sodane drehundert Einsehe gülden to ziner genoge entfangen hebbe, alse nam- 
liken van Hanse by der Zee anderthalffhundert unde van zeligen Herbord 
Schadeken ok anderthalffhundert Einsehe gülden, so de sulffte Hans van Sneen 
dat darsulvest vor deme rade vermiddelst zineme utgestreekeden arme unde up- 
gerichteden vingheren stavedes edes lyffliken to den hilgen swerende hefft vor- 
richtet unde wargeraaket. Jussu consulum. 

Eintragung ins Niederstadtbuch: 1467 pasche. 

239. 

Der Math zu Lodöse ersucht um Verwendung für sein Mitglied Hans Wasmot in 
einer Nachlasssache. 1467. April 3. 

Vor juw ersamen wysen mane, borgermester unde ratmanne to Lubeke, 
nnseu guden leven vrunden bekennen unde betugen wij borgermestere unde rat- 
manne der stat Ludehusen apenbare myt dessem breve, dat vor uns syn gewesen 
unse medebroder Hans Wasmot, berychtet vor uns, dat em is to wetende worden, 
wo em syn om Hermen Gleseman juwe medeborger seiger dechternysse vor- 
storven is, desse vorgeschreven Hans Wasmot unde Hermen Gleseman, dat se 
hadden wedderlecht enen gesellen, de hete Bertelt van der Oste, de bogaff syk 
to Danske, do he dat to wetende krech, do hadde he synen boden wol wul- 
mechtych gemaket to Danske, em syn del van der wedderleggynge äff to 
manende, do gynk he van em myt rechte unde sede, he hadde Hermen Glese- 
man vorgeschreven em erer beyder del affgekofft vor 50 mark Lub. unde to 
der noge em betalende. Desse vorgeschreven Hans Wasmot heft vor uns gewest 
unde to den hylgen sworen myt upgerychtenden vyngeren, de he nywerlde van 
Hermen Gleseman edder van Bartelt von der Osst vorschreven nywerlde pennyng 
heft apgebort. Hyr umme maket he synen sone Hans Wasmot wolmechtych to 

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242 1467. Aprü 3. 

raanen, de de helfte van den 50 mark van Hermen Gleseman arven. Worumme 
guden vrunde, wij van juw vruntliken begerende syn, gy umme unses vordenstes 
dessem breffwijser Hans Wasmot gunstych, vorderlyk unde bohulpen wyllen 
syn, dat em sodane gelt kryge. Dat vorschulde wy umme juwe leve in gelyken 
edder groteren saken, wor wy konen. In tuchnysse der warheyt is unser stat 
s[e]chretum ruggelynges gedrucket up dessen breff, na der bor uns heren Crysty 
XHHC jar, dar na in derae VII unde sostychsten jare des negesten vrydages na 
passchen. 

Original auf Pergament mit Best des aufgedrückten Siegels. 

240. 

Der Maler Bernd Notke wird ins Amt der Maler aufgenommen. 1467. 
Aprü 14. 

Witlick zij dat int jar LXVIP des dinxedages na deine sondage 
Misericordia Domini de beschedene Bernd Notiken eyn meler to Lubeke vor 
deme ersamen rade darsulves to Lubeke is ersehenen, togende darzulves zinen 
bord breff van deme ersamen rade to Lassan versegelt, den de rad to Lubeke 
na vorhoringe gedelet hefft bij werde unde vuller macht unde hefft deme 
sulfften Bernde dar upp affgesecht, dat zine knechte, de eme to zineme ampte 
des malwerkes denen, sodanes eres denstes, dat ze rayt Bernde denen, nicht ent- 
gelden, sunder in deme ampte der meler eres zulves to werdende woll werdich 
zin scholen, in deme se des myt uneren edder anders war mede nicht en Vor- 
werken, unde sede ok furder: weret zake, dat jemand van den olderluden der meler 
edder des amptes ingesetene den obgenanten Bernde Notiken worumme wolde 
beschuldigen, de scholde dat don vor deme rade to Lubeke unde anders nergene. 
Jussu consulum. 

Eintragung ins Niederstadtbuch: 1467 Misericordia domini. 

»41. 

Der Bath von Nymwegen urkundet über die eidliche Aussage des Johann Hase, 
dass der wegen Verkaufs von schlechtem Ingwer und anderem Gewürz 
in Lübeck gefänglich eingezogene Johann Kloet ebendasselbe Gewürz ah 
gute Waare von anderen Kaufleuten eingekauft habe. 1467. Aprü 23. 

Allen den ghenen, die desen onsen brieff sullen sijen off hören lesen, 
ende sunderlinge u den eersamen vursichtigen ende wysen heren burgermeisteren 



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1467. April 23. 243 

ende rait der stat Lubeke, onsen lieven gemynden vrienden, ontbieden wy burger- 
meister, scepenen ende rait der stat van Nymegen onse vrientüke gruete ende 
wes wij lieffs ende guets vermoegen ende begeren iuwer eersamheit to weten: 
Also als Johan Kloit, onse ingeseten, bijnnen der stat Lubeke behacht ende belast 
wurdt, orame dat he aldaer kruyt als gengver veyl gehadt ende verkofft heefft, die 
nyet oprecht noch guet geweest en sold sijn, so hebben wij om die rechte waer- 
heit ende onderscheyt daervan te weten, so wij verstaen, dat Johan Kloit vurseid 
dat kruyt selve nyet gemant en heefft, voer ons op vurwerde ende geleyde ont- 
baden te komen Johan die Haze, den men heyt van Tijchgelen, kremer, die mit 
synen vrijen raoetwille voer ons getuyght ende mit opgereichten vyngeren ge- 
staeftes eets lijflic ten heiligen gezworen heefft, woe dat hy dat kruyt, daer 
Johan Kloit tot Lubeke mede begrepen is selve nyet gemant, dan van anderen 
koipluden voer guet oprecht kruyt gekofft heefft ende heefft dat denselven Johan 
Kloit voer guet oprecht kruyt voert over gedaen ende oen doe mede gesacht, 
dat hy daer vrij op were. hy hed dat kruyt van sulken koipluden ontfangen, die 
hy wael geloeffden, die oen dat vor quat kruyt geloefliken togesacht hedden, 
ende heefft voert by denselven ede getuyght, dat hy selve ende oick Johan Kloit 
vurseid in der waerheit anders nyet geweten en hebben, dan dattet guet oprecht 
kruyt is geweest ende dat Johan Kloit dat kruyt vurseid op sulker geloven 
ontfangen ende voert geveylt heefft, so dat hy onoeselick ende onschuldichlic 
daer in tokomen is. Orkonde onser stat secretsegel by onser rechten wetenheit 
an desen brieff gehangen. Gegeben int jaer ons heren dusent vierhondert 
soevenentsestich, op sunte Joriens dach martiris. 

Original mit anhängendem SecreL 

Vögte, Schliesser und Geschworne des Landes Bitmarschen danken dem Bath von 
Lübeck für die vorläufige Freilassung der Gefangenen und bitten, nun 
auch eine vollständige Freigebung zu erwirken. 1467. April 23. 

Unsen vrundliken grut mit begheringe alles guden thovorn. Ersamen 
wisen vorsichtighen leven heren, gunstighen ghuden gunners unde frunde. Alse 
de duchtige knape Volrat Scharpenberch, Junge Johans Clawesson unde Hinrik 
Vuer mit uns im lande to Detmerschen beseten, etlike tijd ghevanghen hadde 
unde gij groten vlyt unde arbeide darumme gedan hebben, eer se uth sodaner 
erer vencknisse to borge dan worden etc., darvor wij juwen ersamheijden hoch- 

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244 1467. April 23. 

liken danken unde wij willen dat alle tijd jeghen juw unde de juwe na gebore 

gherne wedder irkennen, wor wij best konen unde moghen, alse denne uppe derae 

dage Walburges van etliken heren unde guden mannen en dach vorramet is, dar wij 

unses landes sendebaden uppe desulven tijd hadden dacht to hebbende, dar uns 

etlike sake twidrachte unde veyde an schelen unde lettende sint, alse gij wol 

irkennen können, bidden unde begheren noch degher vrundliken mit ghantzer an- 

dacht, gij juw uppe dem vorscrevenen vorrameden dage, dor de vorramet is, uns to 

willen unde to leffraodicheit unde den erscrevenen Junge Johans Clawesson unde 

Hinrik Vuer tho ghude vlitigen arbeiden willen, dat se mit lympliker redelicheit 

sodanne vencknisse qwid leddich unde loes unde der entslogen mögen werden. 

Wente Volrat Scharpenberch kan dat nicht nabringhen, dat he unsem lande 

vorwaringe dan edder entsecht hefft. So gij jw uns unde ene darinne thom 

besten bewisen unde bearbeijden konen, dat vordene wij umme de obgenanten 

juwe vorsichtighen wisheide, de gode dem heren zin bevalen, mit vlite gherne 

na gebore. Screven under unses landes ingesegel, anno etc. LXVII am dage 

Georgii. 

Wij vogede, slutere, sworn unde de gemeynheit » 

des landes to Detmerschen. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen wisen mannen borgermesteren unde rad- 
mannen der stad Lubeke, unsen vrunden vrundliken gescreven. 

Angekommen den 29. April. Original auf Papier mit Resten des aufgedrückten Siegels. 

243. 

Der Bath von Nymwegen verwendet sich für seinen Einwohner Johan Kloit. 
1467. Aprü 24. 

Unse vrientlike gruete ende wes wij liefs ende guets vermoegen. Eerbere 
vursichtige heren ende besunder lieve vriende. Also wij 1 ) eerberheit onlanxleden 
gescreven hebben voir Johan Kloit onsen ingeseten die aldaer in uwer stat be- 
hacht ende belast wurdt, om dat hy aldaer kruyt nyet oprecht wesende geveylt 
ende verkofft sold heben etc. woe onse brieff daer van inhielt> so hebben wij 
nu, om die rechte warheit ende onderscheyt der saken to vernemen, so wij ver- 
hören, dat Johan vurscreven onnoeselic hier in to koempt, voer ons ontbaden te 
komen op vurwerde ende geleyde Johan die Haze geheisen van Tijchgelen, 

l ) Fehlt: iuve. 



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1467. April 24. 245 

kremer, die voer ons mit opgereickten vyngern gestaefts eets lijfflic ten heiligen 
gezworen heefft, gelijck uwe eerberheiden syen sullen in den apenen brieve 
mit onser stat anhangenden secret segel besegelt, den wij uwer eerberheiden 
mede hier by seynden. Ende want wij dan van den vurgescreven Johan Kloit 
nye anders gehoert noch vernomen en hebben, dan van enen gueden schemelen 
reckliken knecht tot gueder famen staende, so bidden wij uwe eerbere wijsheit 
vrientlic begernde, dat genedichliken an te willen syen ende oen die sake teser 
tijt ten besten te willen keren, want wijt in der waerheit daer voer halden, na 
dien wij oen kennen ende van oen hören ende vornemen, dat hy onwetende 
hier in gekomen is ende op gueden getoven sich vorlaten heefft ende sul mit 
opsat off voerrait noede gedaen sold hebben. Hier in u lieve vriende om onser 
beden wille te vorder so vrientlic ende guetwillich bewysende, alt wij uwer 
eersamheit des ende alles guets genslic to betruwen, so dat dese schemel man 
onse ingeseten burger der saken ontlast ende ontslagen moege werden buten 
synen schade ende wes wij uwer eerberheiden tor andern tijden in einigen 
saken to gonsten ende to lieve guets gedoen künden, solden wij zer gerne doen. 
Dat ken got, die die selve uwe eerberheiden to langen zeligen tijden gesparen 
will. Gescreven op sunte Marcus avont ewangeliste, anno domini etc. LXVII . 

Burgermeister, scepen ende rait der stat van Nymegen. 

Aufschrift: Den eerberen vursichtigen ende wysen heren burgermeistern ende 
rait der stat van Lubeke unsen lieven gemynden vrienden. 

Original auf Papier mit Rest des aufgedrückten Papiersiegels. 

»44. 

Entschädigung wegen aufgehobenen Verlöbnisses. 1467. April 26. 

Witlick zij, dat schelinghe gewest zint twisschen Eier Spete uppe de 
ene unde Kersten Walbome uppe der anderen zijden alse deshalven, dat de er- 
screven Eier deme obgenanten Kerstene zines uster tor ee gelovet hadde to ghevende, 
des he doch Kersten also nicht geholden hefft, darover ze denne dorch de ersamen 
heren Johanne Hertzen unde Vritzen Grawerdes radmanne, van deme rade dar 
to gefoget, fruntliken zint vorliket in nabescreven wijse. Also dat de erscreven 
Eier deme erbenomeden Kerstene hefft ghegeven dre syden speckes unde ene 
mark Lub., der zijk desulffte Kersten vor desseme boke van deme erbenomeden 
Eiere to ziner genoge entfangen unde woll betalet irkande. Unde hyr mede 



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246 1467. April 26. 

scholen unde willen de obgenanten beyden part deshalven geschichtet unde ge- 
scheden wesen unde hebben dar mede vorlaten unde vorlatet zijk under raal- 
kanderen unde erer eyn den anderen myt eren erven van der wegene van aller 
furder ansprake unde maninge gentzliken qwyd leddich unde loss. Jussu consulum. 

Eintragung ins Niederstadtbuch: 1467 C antäte. 

245. 

Heinrich, Herzog zu Mecklenburg, theüt dem Rath zu Lübeck seinen Zwist mit 
seinem, Vetter, dem Herrn von Stargard, mit und ersucht um Beistand. 
1467. Äprü 28. 

Hinrick van godes gnaden, hertoge to Mekelnborg ffurste to Wennden 
unnd greve to Zwerin. 

Unnsen gunstigen gruth tovoren. Ersamen und wiisen leven besunderen. 
So alse gij denne villichte hebben woll irfaren, dat wie to Unwillen sint gekamen 
mit unnseme vedderen van Stargarde, de uns unvorwart over vill na unseme und 
der unsen lyve und gude stund, sunder enigerloyge erlike und reddelke vor- 
waringe und wii doch mit eme nicht en wüsten, men leve und gud und offt 
wii desshalven mit desseme genanten unnseme vedderen furder to Unwillen offte 
krige qwemen etc. bidden wii und begeren mit flitiger andacht, gii uns des 
mochten schrifftliken vormelden, wes hulpe effte rades wii bii iw desshalven 
mochten hebben edder we gii bii uns don willen, offt uns des nod were 
und behuff donde wurde noch der vorhalinge, so de entstan und is und uns 
ock gentzliken vorhopen, bii iw to hebbende gudliicke biiplichtinge rades und 
hulpe nach uthwiisinge unser vorsegelden breve, de wii under anderen hebben 
vorgeseghelt, dar up und also wii denne ok ghisterne amme mandage vor Slukup 
iwes rades sendebaden, de dar tor stede weren, anbevele deden an den gantzen 
rad dat vort to bringende, so see villichter alrede hebben gedan und wes wii 
des gudliker to vorsieht bij iw mögen behewen, begeren wii des iwe richtige 
antwarde. Geven tome Schonenberge amme dinxstedage na Cantate anno domini 
etc. LXVII under unnsseme secretum. 

Aufschrift: Den ersamen und wiisen unnsen leven besunderen borgemeisteren 
und radmanne der stad Lubke etc. 



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1467. April 28. 247 

Auf einliegendem Zettel von derselben Hand geschrieben: 

Ok ersamen besunderghen ghudene vrunde, gij hebbene vyllychte wol 
irfaren, wo dat unnse veddere unns aver vorscreven heffc, wo dat wij bij em bij 
zineme love unde deme sinen in deme velde bescheddyghet schentlyken scherten 
gedhan hebben etc. deme zo nicht gesehen iss, mhen he in zineme eyghene 
geleyde unde in unnseme zampthlyken soldt, loven unde vrede sunder eriyke 
bewarynghe de unnsen af gegrepen, zo hiir vorscreven iss, uns schentlyken heft 
bij gebracht, dess gij in der warheit wol irfaren scholen, deme anders nicht schole 
gesehen wesen, des gij der sake unde aller sake van weghen des unwyllen twys- 
schen unsen vedderen unde uns van deshalven irresene unde entstände, scholen 
alle weghe rechtes vulmechtych wesen unde bedet unns vor unnsen vedderen to 
rechte unde daghe unde wes wij juwer underwysinge konhen geneten, unns 
wedder vorteken. Datum ut supra. 

Atigekommen den 28. April. Original auf Papier mit Spur des aufgedrückten Siegels. 

246. 

Der Math von Wismar unterwirft sich in Bezug auf seine Zwistigkeiten mit Peter 
Langejohann dem Schiedsspruch des Herzogs Heinrich von Mecklenburg 
und der Städte Lübeck, Hamburg und Rostock oder, falls diese sich nicht 
sollten einigen können, dem Oberschiedsspruch des Raths von Stralsund. 
1467. Mai 4. 

Wij borgermestere unde radmanne to der stad Wijsraer bekennen unde 
betugen openbar in unde myd desseme breve vor alsweme, so alse beth hirto 
twisschen uns unde Peter Langhejohan etlike twistige zake van der wegene, 
dat desulve Peter Langejohan buten unser stad is irresen unde upgestan zint, 
dat wij sodane zake mit deme dat daran clevet, dardorch de genante Peter 
Langejohan wedder uns offte de unsen claghe, tosprake unde gerechticheide 
menet to hebbende, in der besten formen unde wijse, so wij allerbest konen unde 
mögen, bij den irluchtigen hochgebornn fursten unde heren, heren Hinricke, 
hertogen to Mekelenborch unde greven to Swerin etc., unseme gnedighen leven 
heren, unde de ersamen unde wijse heren rede der stede Lubek, Hamborch unde 
Rostock offte bij ere vulmechtigen rede unde sendeboden, bij se alle in na- 
geschreven rechter forme unde wijse enes rechten unde warafftigen compromisses 
uns unvorvenglick van wegen der eede unde borgen in dessen zaken van Peter 



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248 1467. Mai 4. 

vorbenomed gedan unde gesät, gesettet unde gestalt unde also unwedderopelick 
an ze alse unse rechte sohedesrichter witliken compromitteret hebben unde jegen- 
wardigen compromitteren, beschedeliken, dat de genante Peter Langejohan alto- 
hand na data desses breves bynnen veerteyn dagen in schrifften under zinerae 
egenen ingesegel alle zine clage, tosprake unde rechticheide, de he wedder uns 
vormenet to hebbende, deme ersamen rade to Lubek ane togeringhe mit flitigen 
beden schall bestellen unde dat desulve rad sodane claghe, thosprake unde 
rechticheide uns also drade bynnen achte daghen scholen benalen, unde wan 
deme also besehen is, scholen wij denne in den negest volgende veerteyn dagen 
na den achte dagen uppe sulke zine claghe tosprake unde rechticheide, de he 
wedder uns vormenet to hebbende, unse vullenkomelike antworde, wedderrede 
unde excepeien ok in schrifften under unser stad ingesegel myd sampt Peter 
Langejohans claghe tosprake unde rechticheide bij den genanten rad to Lubeke 
schicken unde overtogevende bestellen. Unde wenner in obgescrevener tijd des 
gemelten Peter Langejohans claghe, tosprake unde rechticheide myd sampt unsen 
antworden, wedderreden unde excepeien bij den rad to Lubeke zint gekomen, 
schall desulve rad aller sodanen dinghe uthschrift unde copie ane suraent ok 
bynnen achte dagen bij der obgenanten heren Hinricke, hertogen to Mekelen- 
borch etc., unde de rede der stede Hamborgh unde Eostock unde Peter Lange- 
johan de copien unses antwordes schicken unde benalen, uppe dat zick beyde 
parthe uppe dem rechdage vor dem rechtes utsproke muntliken moghen vorant- 
werden, offt en des nod zinde worde. Welker obgenanten unse schedesrichter 
dorch zick sulven edder ere rede unde sendeboden in veer weken denne schirst 
volgende bynnen Lubek edder to Sluckupp irschinen scholen, unde wes denne 
de merer deell van en, uppe welken dach en dat beqweme is, de zij geboden 
tho virende edder nicht, welken dach des utsprokes se uns scholen laten vor- 
kundigen, uppe welken dach wij irschinende werden, edder nicht, in fruntschoppen 
offte rechte irkennende unde uthsprekende werden, unde wes so irkand unde 
vor recht uthgesproken wert, dat wij dat alle unde itlick to ewigen tijden gantz 
vast stede unde unvorbroken holden willen. Wij hebben ock den vorschrevenen 
schedesheren vullemacht gegheven unde gheven, de tijd unde termyn desses 
compromisses to vorlenghende wenthe to veer weken, allene dem utsproke to 
interpreterende, to dudende unde to vorbeterende, wenne unde wo des nod unde 
behuff zinde werd. Ok hebben wij sunderges unsen willen unde vulbord dartho 
ghegeven unde gheven, offt villichte de erscrevene unse schedesrichter edder ere 



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1467. Mai 4. 249 

rede unde sendeboden in sodanen veer weken vorschreven umme zulke sake 

willen bynnen Lubeke edder to Sluckupp irschinende, de fruntsohopp offt dat 

recht to irkennende unde uthtosprekende, nicht konden offte mochten overeyndreghen 

unde deshalven tom liken dele tweklufftich wurden, dat denne desulven unse 

8chedesrichter ane sumend sodane vorschreven claghe unde antworde an de 

ersamen heren, den rad tom Stralessunde, alse desser bovenscriven zake over 

schedesrichtere schicken unde bestellen scholen, unde myd welkerem parte der 

schedesrichter de rad tom Stralessunde alse overschedesrichter tovallende unde 

fruntschop edder recht irkennende werden, reden unde loven wij in guden truwen 

bij unsen eren unde eden in der besten forme unde wijse alle unde islick gantz 

stede vast unde unvorbroken tho ewighen tijden tho holdende unde darmede 

alle unde islike twistige zake, myshegelicheide, schelinghe unde twidrachte, de 

beth herto twisschen uns unde Peter Langejohan geweset zind, welkerleye unde 

worvan de zin, ghensliken degher unde all doteslaghen, vornichtet unde nicht 

meer gedacht scholen werden by pene drijerdusend Einscher gülden ane alle 

geferde unde arghelist, also offt wij der genanten unser schedesrichter unde 

overschedesrichter in bovenschreven wijse irkentnisse unde uthsproke in jennigem 

artikele ungehorsam wurden, dat wij denne, also vaken wij ungehorsam werden, 

in de genanten pene der drierdusend Einsehe gülden tho betalende vorfallen 

willen zin, darvan de ene helffte unsem allergnedigesten heren Eomisschen 

keyser unde de andere helffte dem gehorsamen dele tokamen scholen, darane 

unde wedder alle unde islike stucke unde artikele jenigerleye wedderrede, excepeien, 

appellacien, restitucien, privilegie edder constitucien der rechte, nemliken dat be- 

schreven steit in 1. II ff de arbi. et 1. penultima c. co. et in auttentica: Discernimus ibi 

posita 1 ) unde alle ander constitucien der rechte, ghestlick unde werlick, uns myd 

nichte behelpen scholen, so dat dardorch dijt compromiss jenigerwijs gebroken offte 

gekrencket moghe werden. Vortmer wij borgermestere unde radmanne vorbenomet 

bekennen apenbar betugende, dat wij van unser weghen van allen saken twisschen 

uns unde des genanten Peter Langejohans kinderen unde frunde alle unde sunderghes 

mester Johan Langejohans, de nu im hove to Eome is, irresen unde upgestan, 

wanner unse zake in fruntschoppe offte rechte entscheden unde bigelecht zin, hebben 

sodane zake ghentzliken ghesettet unde compromitteret unde compromitteren nu alse 

denne unde denne alse nu so jegenwardigen, de tho irkennende unde in fruntschoppe 

offte rechte to vorlegghende unde to entrichtende in der besten wijse unde 

>) s. 1. 2 D. IV. 8. u. 1. 4 C. II 56 (55). 



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250 1467. Mai 4. 

forme, so wij konen unde moghen van rechtes weghen don, in de ergenanten 
schedesrichter in unser egenen zake gesaet myd todaet unde vuller macht des 
hochgelerden unde wolwerdigen heren, mester Diderkes van Calven, im ghestliken 
rechte doctor unde provestes der kercken to Lubeke. Des to merer zekerheid 
unde vorwaringe hebben wij unser stad ingesegell witliken hengen heten an 
dessen breff. Gheven bynnen Lubeke, na der bord Cristi unses heren dusent 
veerhundert jaer darna in sovenundesostigesten, amme mandaghe na Vocem 
jocunditatis. 

Original mit anhängendem, wohlerhaltenem Siegel. 

»47. 

Heinrich, Herzog von Mecklenburg bestimmt dem Rathe von Lübeck einen Tag für 
die schiedsrichterliche Entscheidung des Streites zwischen dem Rathe zu 
Wismar und Peter Lang Johann. 1467. Mai 4. 
Wij Hinrik van godes gnaden, hertoge to Mekelnborgh, ffurste to Wenden 
unde greve to Zwerin, der lande Eostock unde Stargarde here etc. bekenne 
opembare betugende vor alssweme, so alse denne de ersamen unde wisen unse 
leve getruwen borgermestere unde radmanne unser stad Wisraer uppe de enen 
unde Peter Lange Johanne, wandages borgermesters der genanten unser stad 
gewesen der twistigen sake wegene, darumme de genante Peter Lange Johan 
buten dersulven unsser stad is, twijsschen enanderen irresen unde entetan uppe 
de anderen zijden, gentzliken sodane sake unde wes dar ane henget unde 
klevet mit all eren uthvloten invalle tohopehangingen unde toknuttingen in 
fruntschopp offte rechte to verschedende by uns unde der ersamen unde wijsen 
redere der stede Lubeke, Hamborg unde Kostocke gesettet unde an uns alse ere 
schedesrichtere der vorgemelten saken gecompromitteret hebben na lüde des 
compromisses darupp beramet etc. dat wii mit den genanten rederen der stede 
sodane compromiss unde sodane saken, alse vorscreven is, to vorschedende hebben 
angenamet unde nemen de so an unde hebben den obgescreven parthen deshalven 
enen dach vortekend to wesende tor Wisraer in der stad amme sondaghe neghest 
na des hilgen lichammes daghe nu neghest volgende 1 ) des avendes in den herbergen 
unde des anderen daghes amme mandaghe sodane sake vorthonemende unde de 
irkennende unde in fruntschopp offte rechte myt alle deme, dat dar ancleven 
mach so vorscreven is na lüde des compromisses genssliken to vorschedende unde 
vorteken beyden parthen vorscreven sodanne vorgesechten dagh jegen wardigen 

l ) Mai 31. 



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1467. Mai 4. 251 

unde wy scholen unde willen ok sulven, so verne uns god nicht krenckende 
werdet, in bovenscreven wiise unde dar tor stede wesen uppe deme daghe unde 
uns nichtes anders dar ane behinderen lathen in krafft desses unses breves. 
Weret aver, dat wii in kranckheid, dar god vor sy, bevallende wurden, denne 
scholen unde willen wii unse vulmechtige redere dar tor stede hebben in aller 
macht unde wiise, so bovenscreven is unde na lüde des compromisses, gelick 
offt wii sulven tor steden jegenwardich weren, de sake to vorschedende, dat wii 
alle in gudene truwen loven wol to hoidende sunder alle geferde. Unde hebben 
desses to orkunde unse secret drucken laten beneddene dat spacium disses breves. 
Gheven to Lubeke na der bord Cristi unnses heren dusend veerhundert jare 
imme sovenundesostigesten amme mandage vor der hemmelfart unses heren. 

Ohne Aufschrift. Original auf Pergament mit Rest des auf den unteren Theü des Pergaments aufgedrückten Siegels. 

248. 

Der Rath von Stade gitbt dem Rathe von Lübeck die Versicherung, dass wegen 
Auslieferung der hinterlassenen Güter der Elsebe, Ehefrau des Hermann 
Wenckestern an den Priester Heinrich Reden, Bevollmächtigten des Card 
Geseke, Bruders der Verstorbenen keine Ansprüche weiter gemacht werden 
sollen. 1467. Mai 4. 

Juw ersamen unde vorsichtighen wisen mannen, heren borgermesteren 
unde radmannen der stad Lubeke, enbeden wij borghermestere unde radmanne 
to Stade unssen frundliken grut mit vormogen alles gudes unde don iuwen 
ersamheiden frundliken to weten. Alse nu unlanghens hirbevorn Curd Gheseke 
vor uns in gherichte hefft vulmechtich geraaket den ersamen hern Hinrike 
Eeden, prester Bremesches stichtes, alsodanne nalatene gudere to bemanende, de 
demsulven Curde van selighen Elseben, wandages Hermen Wenckesternes, iuwes 
borghers, husfrouwen, siner suster, van ervetals wegen geboren mochten, so loven 
unde vorsekeren wij iuw in krafft desses breves, dat.gij noch de iuwen, de 
sulke nalatene gudere demsulven, hern Hinrike, uppe unsses tovorsichtes breff 
hebben folghen laten, vorbeth neue manynghe offte ansprake darumme scholen 
liden in allen tokoraenden tiden, unde begheren, dat gij darup sine borghen, de 
he iuw bynnen iuwer stad ghesath hefft, qwyd scheiden willen, wente wy van 
dem vorbenomeden hern Hinrike ghenochaftighe borgheschup unde vorsekeringhe 
vortan darvor hebben entfanghen. In ghetuchnisse der warheid, so hebben wij 

32» 



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252 1467. Mai 4. 

unser stad secretum witliken an dessen breff heten henghen. Ghegeven na 
godes bord verteynhundert darna amme sovenundesostigesten jare, des mandaghes 
na dem sondagbe Vocem jocunditatis. 

Original mit anhängendem, wohlerhaltenem Siegel. 

249. 

Herzog Heinrich von Mecklenburg bekennt sich gegen den Rath von Lübeck zu 
einer Schuld von 700 rheinischen Gülden. 1467. Mai 6. 
Wij Hinrik, van godes gnaden hertoge to Mekelnborg, furste to Wenden, 
greve to Swerijn, to Rostock unde Stargarde here. Bekennen opembar in dessem 
breve vor allesweme, dat wij den ersamen unde wijsen, unsen leven bisunderen 
borgermestern unde radmannen der stad Lubeke unde eren nakomelingen rechter 
witliker schuld schuldich sint VII C Einsehe gülden mit den II C Einschen gülden, 
de se uns hir bevorne in dem LX ten jar am frigdage vor palmen 1 ) gutliken 
gelenet hebben, hir mede ingerekent, so de breff en van uns darup gegeven unde 
vorsegelt clarliken inneholt, unde vort in unse unde unser herschup kentlike nuth 
gekomen sint Unde sodane Vü c Einsehe gülden scholen und willen wij efte 
unse erven den erbenomeden borgermesteren unde radmannen efte eren nakome- 
lingen gudliken unde wol to danke entrichten unde betalen laten in den achte 
dagen des hoch werdigen festes pinxsten nu negest volgende 2 ) vort over enem 
jare umbeworen in guden vul wichtigen Einschen gülden binnen der stad Lubeke. 
Ok love wij hertoge Hinrik vorbenomed mit unsen truwen medeloveren, den duchtigen 
knapen Eggarde Quitzouwen tora Vogedeshagen, Detleve Parkentijn tom Lutteken- 
hove bij Darsouwe, Berteide Berse to Eambouw, Jachim Pentze, vogede to 
Swerijn, Hinrike van Bulouwe to Pluskouwe, Hartige van Bulouwe to Wedewen- 
dorpe. Unde wij borgen unde medelovers vorbenomed loven mit ener sameden 
hand eyn vor al den erscrevenen borgermestern unde radmannen der stad Lubeke unde 
eren nakomelingen mit unsen erven mit unsem gnedigen heren vorbenomed, sodane 
Vü c Einsehe gülden vorbenomed in den achte dagen des festes Pinxsten vor- 
screven umbeworen unde sunder allerleie vortogeringe wol to betalende in guden 
truwen. Unde wij Eggard Quitzouw, Detleff Parkentin Berteid Berse, Jachim 
Pentze, Hinrik van Bulouw unde Hartig van Bulouwe, knapen, bekennen in 
dessem sulven breve, weret, dat god nicht en wille, dorch unsen gnedigen heren 

") April 4. 
•) Mai 24. 



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• 1467. Mai 6. 253 

vorbenomed sulke erscrevene Vll c Einsehe gülden dem rade to Lubeke in aller 
maten, so vorsoreven steit, nicht betalet worden, denne loven, vorwilkoren unde 
vorpliohten wij uns unde unse erven, dem erscrevenen rade to Lubeke bij 
unsen truwen unde eren, wenner uns de rad to Lubeke inessehende werd, dar- 
sulves sunder vortoch unde jenige insage intoridende, dar truweliken inlegere 
to holdende uppe unse egene koste unde eventur unde dar ok nicht uthtoschedende 
sunder des rades darsulves wetende unde willen, eer sulke erscrevene VII C Einsehe 
gülden dem rade vorbenomed deger unde al to vuller noge sint gentzliken ver- 
noget unde betalet. Alle vorscreveüen punete unde artikele love wij hertoge 
Hinrik erbenomed vor uns, unse erven unde wij vorbenomeden medelovers alle 
vor uns unde unse erven mit sameder hand eyn vor all bij unsen truwen unde 
eren dem rade to Lubeke vakebenomed stede, vast unde unvorbroken to holdende, 
nynerleye insage, hulperede edder nyevunde darentegen to brukend eedder netende, 
darmede de vorscrevene betalinge, loffte unde willekor edder desse breff in jenigen 
artikelen gekrenket mochte werden na gestlikes effte wertlikes rechtes esschinge. 
To merer orkunde, sekerheid unde vorwaringe hebben wij hertog Hinrik vor- 
benomed vor uns [unde] unse erven unse ingesegel unde wij vorbenomeden mede- 
lovers vor uns unde UDse erven unser ingesegel mit gudem vrijen willen hengen 
laten an dessen breff. Geven unde screven binnen der erscrevenen stad Lubeke 
na der bord Cristi unses heren MCCCC am LXVII ten jar am avende der 
hemmelvard unses heren. 

Gleichzeitige unbeglaubigte Abschrift. 

250. 

Bürgschaft für einen entlassenen Gefangenen. 1467. Mai 17. 

x au well Langhe, Albert Man, Herman Ertman, Hinrik Luningk, Clawes 
Stakeleet, Hiürik Stakeleet, Hans Berch, Wilken Forste, Tymmeke Eijsbergh 
unde Clawes Langhe, alle to Sluckupp wonhafftich, hebben geborget uthe der 
heren van Lubeke sloten unde vengnisse Cord vamme Louwen by sodaneme 
beschede dat, wenner de rad to Lubeke densulfften Corde wedder inesschende 
wert, dat ze en denne deme rade to Lubeke levendich edder doet wedder in 
antworden scholen unde willen unde dat de gesechte Cord vamme Louwen an 
Hanse Scrodere unde siner husfrouwen, de ene in der erscreven heren des rades 
to Lubeke sloten unde vengnissen hefft setten laten, myt worden edder werken, 



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254 1467. Mai 17. ' 

des nich schole wraken edder wraken laten jenigerleye wijs vormiddelst zijk 
zulves edder jemande anders. Jussu consulum. 

Eintragung ins Niederstadtbuch: 1467 Pentkecoste. 

251. 

Hinrich Leye wird zum Kirchhof begnadigt. 1467. Mai 28. 

Witlik zij, alse denne Hinrik Leye doroh etliker ziner missed at 
willen vorordelt was tome swerde, alsus zint vor deme ersamen rade to Lubeke 
gekomen de beschedene manne Hans Leye broder, Mathias Leye vedder des gesechten 
Hinrik Leyen, Marqward Kloet, Hinrik Heraelman, Hinrik Houwer, Hinrik Schirman, 
Marqward Prier unde Cord Francke densulfften rad to Lubeke anvallende unde demo- 
digen biddende, ze deme sulfften Hinrike Leyen umme godes willen des kerckhoves 
myt zineme hovede gunnen wolden, deme de rad dorch erer fruntliken bede 
willen also mildichliken gedan unde deme sulfften Hinrike mit zineme hovede, 
dat men anders uppe den staken gesettet scholde hebben, des kerckhoves ghe- 
gunt hefft unde dat van der wegene deme rade to Lubeke eren nakomelingen, 
borgeren unde inwoneren van der wegene nyne ansprake wrake edder maninge 
bescheen schole, dar zint de erscreven Hans Leye, Mathias Leye, Marqward Kloet, 
Hinrik Hemelman, Hinrik Houwer, Hinrik Schirman, Marqward Prier unde Cord 
Francke myt samender hand unde eyn vor all myt eren erven, maghen unde 
frunden geboren unde ungeboren deme sulfften rade to Lubeke gud vor. Jussu 
consulum. 

Eintragung ins Niederstadtbuch: 1467 corporis Cristi. 

252. 

Hinrich Snydewind ersucht um Verwendung des Rathes wegen der ihm vom Mark- 
grafen von Brandenburg beschlagnahmten Waren. 1467. Juni — Juli. 

Jursamen vorsichtige leve heren. Juwer ersamheit mach ane twivell wall 
vordacht syn, dat de irluchtige hocheborne forste unde here, Marckgreve van 
Brandenborch my bynnen Vranckenforde hefft getovet unde nemen laten bynnen 
veligen vrede vyff last heringes, wante de vrede tusschen de sulven heren raarck- 
greven unde den van Stettyn stunt beth tho vastelavende unde desse bering 
wal twelff wekenne to voren dar quam unde do sulves de van Stetyn to 
Vranckenforde an unde äff vorkerden, kofften unde vorkofften, unde de van 



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1467. Juni— Juli. 255 

Vranckenforde to Stettyn der geliken unde ick van alsodaneme heringe syner 
gnaden allen tollen unde rechticheit gegeven hebbe. Vordermer hefft my syn 
gnade to Arneswolde overmyddes den erberen Werner Poll neinen laten soven 
last heringes myn twe tunnen, den dan de sulve Werner to Vranckenforde in 
deme markede vorkoffte, dar em de kopman ghaff vor de last vyfftich Eynsche 
gülden, summa van den heringe is 12 last min twe tunnen. Vurdermer so hefft 
syn gnade my nemen laten l^fa tunnen lasses, darvan de tunne ghegeven vor 
vyff Einsehe gülden to Vranckenforde. Dusdanes syn gnade my tegen god 
ere unde recht hefft genomen, so juwe ersamheit deshalven mer dan eyns an 
syne gnade umme wedderkeringe my to doende hefft doen vorscryven, des ick 
iw hoiehlick bedancke, wal van syne gnade sodanes nicht geachtet unde mynen 
knecht noch boven alle in vencknissen holdet. Warumme byn ick otmodeliken 
van iuwer wysheit begerende myt ghantzer andacht dorch got biddende, gy in 
erhalinge sodanes gudes unde schaden my gelick anderen juwen borgheren 
gunstich, forderlich unde behulpen willen syn. Dar wil ick umme juwe ersamen 
wysheit, de god to langen tijden in eren unde werdicheit gesunt be waren mote, 
alle tijd na mynen vormogen gerne vordenen. 

Juwer ersamen wisheit underdanige Hinrick Snydewind. 

In dorso: Een dechtnesse, wes Hinrik Snydewynd des heren marggraven to 
schaden hefft genomen. 

Aufzeichnung auf Papier ohne Siegel. 

253. 

Der Bath von Lübeck bittet die Bürgermeister van der Molen und Schomaker in 
Lüneburg, sich zweier Ditmarschen anzunehmen, die von dem Knappen 
Volrad Scharpenberg widerrechtlich in Gefangenschaft gebracht seien. 
1467. Juni 3. 

Unsen fruntliken grud unde wes wij gudes vermögen tovorn. Ersamen 
vorsichtigen heren besundern guden frundes. So dat affschedent was int lateste, 
do gij bij uns in unser stad weren van wegen der vengnisse der twijer ge- 
fangenen uth Detmerschen, namliken junge Johann Clawes unde Hinrik Vuer, 
also dat gij uns to willen unde den erscrevenen vanghenen to gude na juwem 
besten vermöge under den veer weken, de den sulfften gefangenen ghegeven 



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256 1467. Juni 3. 

zint wedder in to körnende, bearbeiden wolden, also dat se sodaner erer gefeng- 
nisse, de en doch rayn dan mit rechte van dem duchtigen knapen Volrade 
Scharpenberge unde ziner geselsschop wedder god und recht unvorvaret unde 
unentsecht gesehen is, so wij des sint berichtet, gegrepen unde gefangen zint 
unde nu uppe ere loffte wedder in komen scholen, umme eyn limplikes unde 
redelikes qwijd, leddich unde los mochten werden. Darupp wij unde de frunde 
der erscrevenen gefangenen uns juwes antwordes vorbeidet unde van juw 
doch nicht vornomen hebben, offt gij furder van der erbenomeden gefangenen 
wegen wes vorarbeidet hebben. Alsus, gunstigen leven heren unde frundes, 
alse denne de tijd des dages kortliken umme kumpt unde ze ere loffte, so be- 
horlik is, holden moten, so zint de erscrevenen gefangenen in willen, mit juw 
wedder tor stede to körnende unde juwem ersamen rade unde juw des lofftes to 
benemende unde wedder to ghande. Des denne Hans Veit de jüngere, unse 
borger, van der wegen myt en bij juw wert körnende, umme mit juw furder 
vorhandelinge to hebbende, wes möge bescheen zin unde wo ze ere zake na 
juwerae rade best anheven mögen, darinne gij en juwen raed gerne mededelende 
werden, so gij ok vortijdes gedan hebben, des wij juw hochliken dancken. 
Bidden unde begheren wij deger fruntliken myt gantzer andacht, efft de er- 
screvenen gefangenen slichtes sunder schattinge unde beswaringe nicht qwijd, 
leddich unde los mochten werden, gij denne mit flijte na juwem besten vormoge 
by dem erbenomeden Volrade Scharpenberge unde wor juw des furder behoff 
dunket wesen unde van noden, mit flijte bearbeiden willen, dat de erscrevenen 
gefangenen umme redelikes unde limplikes myt des vorscrevenen Hans Veldes 
vulbord, willen unde weten erer vengnisse qwijd, leddich unde los werden 
mögen, unde dath gij vor eynsodans, alse gij mit eme eens werden uthtoghevende, 
loven willen, uppe dat de fromen lüde nicht wedder in vengnisse ghaen, zijk 
vorboren unde in suntheid eres lives dorven vorderven laten, so zijk to befruch- 
tende is en to bescheende. Unde wes gij dan also loven van der erscrevenen 
gefangenen wegen, dar willen wij juw gud vor zin, dat juw dat schall gudliken 
unde woll to dancke vernoget unde woll betalet werden, so wij juw dar gud 
vor zin in krafffc desses unses breves, unde willet dem gesechten Hanse Velde 
in dessen zaken gunstich, retlick, vorderlik unde behulpen zin, desset heme- 
liken bij juw to holdende ungesprenget Dat vordene wij umme juwe ersam- 
heide, de gode dem heren zin bevalen, allewege gerne. Screven under unser 



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. 1467. Juni 3. 257 

stad secret, des midwekens in den achte dagen unses heren lichames dage, 

anno LXVIT. 

Borgermestere unde radmanne der stad Lubeke. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen mannen, hern Alberte van der Molen unde 
Hartich Schomaker, borgermesteren to Luneborgh, unsen besundern 
guden frunden, samptliken unde besundern. 

Original im Archiv tu Lüneburg. 8ecret grösstentheüs abgesprungen. 

254. 

Der Bath zu Pernau verwendet sich bei dem Lübecker für den Bathmann Bertold 
Warin und dessen Bevollmächtigten. 1467. Juni 3. 

Jw ersamen vorsichtigen wysen mannen, heren borgermesteren unde rad- 
manne der stad Lübeck unsen sunderlinges guden vrunden don wy borgermeister 
unde radmanne der stad Pernow nach fruntliker grote witlick openbar in unde 
myt desseme unsen breve betugende, dat vor unsem sittende stole des rades 
gekomen is de ersame her Bertolt Worin, unses rades medecumpan wesende, 
uns gevende to irkennende, wo Gorys Stoveman, juwer erliken stad medeborger 
recht redeliker schult schuldich is, an wäre gesant en vat daveren unde verteyn 
dekers kalffelle unde achtehalf mark Lubesch, de de ergedachte Gorys juwe 
borger upgeboret hefft tome Sunde van eneme gebeten Hans Fryman vor syne 
gastekost unde syne vulle wedderlegginge gehat heeff[t] teyn jare. Mit syner 
egenen hantscryfft dusse ergedachte Bertolt Woryn in synen boke kan bewijsen, 
darvan noch tor tijd unde bether nen bescheyt noch betalinge dusseme ergedachten 
Bertolt Worine hevet mögen weddervaren. Nachtem dat dusse vake gedachte 
Bertolt Worin sich personliken juwe erliken wissheyden nicht kan bevalen, so 
heefift he vor uns in der bessten forme unde wise, alze hee van rechten solde 
unde mochte, vulmechtich gemaket unde vor synen varen procuratorem unde 
hovetman gekoren unde gesät den beschedenen Albert Hulsberch affwesende alse 
jegenwardich bewiset, dusses breves gevende ene gantze unde vulkomene macht, 
der vorscrevenen godere unde summa geldes van deme genanten Gorijs Stove- 
manne to eschende, to vorderende, to manende unde to entfangende, quitancie 
van den entfangenen to gevende unde gemeyniiken alle dinge darby to donde 
unde to latende, dat Bertolt Warin dar by don unde laten mochte, offt he person- 
iken jegenwerdioh unde vor ogen were, stede, vast unde unvorseret by krafft 
unde by macht to holdende allent we Alberft] Hulsberch dar by deeth unde 

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258 1467. Juni 3. 

leth. Worumme wy juwe erlike wyssheyde deger vrundliken bidden, dat gy 
deme ergenante Alber [t] Hulsberge vorderliok, gunstich unde behulplich willen 
syn, also dat eme van sodanen vorberorden goderen unde summa geldes van deme 
vake genanten Gorijs Stovemanne juweme borgere gotliken gehantreket unde 
entrichtet werde unde eme so vele alz recht is möge weddervaren. Dat wille 
wy alle tijd gerne in geliken offte groteren saken, wor wy konen, umrae juwe 
erlike wisheid vorschulden. Tor tuchnisse, so hebbe wy unser stad secret rugge- 
linges up dessen breff drucken laten, de gegeven unde gescreven is tor Pernow 
des mydwekens infra octavas corporis Cristi in den jaren na Cristi gebort 
dusent veerhundert in deme sevenundesestigesten jare. 

Original auf Pergament mit aufgedrücktem Siegel ohne Aufschrift. 

255. 

Wigherd von EJceren, Amtmann und Richter zu Oldesloe verwahrt sich gegen die 
Bezichtigungen des Gerd Schulte. 1467. Juni 5. 

Ik Wigherd van Ekeren, amptman unde richter to Odeslo, van weghene raynes 
gnedighen heren de[s] konninghes etc. bekenne unde betuge opembare myd desseme 
myneme breve vor alssweme, dat Gherd Schulte, wonaftich to Lubeke in der 
Hamborger husse, quam to my to Odeslo in myn huss, alsse to eyneme richtere, 
wente ik nene herberge en holde, ock neyn tafferner eyn bin unde was rad an 
my sokende, wo he eynen unses gnedigen heren borger, wonaftich bynnen 
Odesloe genomet Hinrick Knapjohan mochte bringen to valle, so dat de er- 
benomede Hinrick nicht tuchwerdich en were unde sede, dat desse vorbenomede 
Hinrick hadde ghesworen enen menen eed in den saken der tuchnisse der bord 
twischen Otten Sprinkhorne wonaftich in deme lande to Luneborch unde 
Mathies Sprinkhorne zeliger dachtnisse vorstorven in god to Dantsseke. Darupp 
ick deme erbenomeden Gerd Schulten geantwerdet hebbe unde sprak: Ick be- 
vruchte my gantz sere unde weyt wol, dat de jennen mene hebben opembare 
ghesworen, de dat getughet unde besworen hebben, dat Hans Sprinkhorne juwer 
werdynnen vader unde Mathies Sprinkhorne beyde zeliger dechtnisse scholen sin ghe- 
wesen vulle brodere van eneme vadere unde van ener moder, wente se hadden 
enen vader unde twe modere, darumme weren se men halffbrodere, dat my 
so witlik is. Darupp de ergenomede Gerd Schulte antwarde unde sprak, dat de jennen, 
de eme tuchnisse dan hadden, de en hadden nicht ghesworen, he were des so myd heren 



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1467. Juni 5. 259 

Bertold Wittick eens worden, ufft men de tughe vraghede, so scholden se seggen, so 
hedden gesworen, worden se ok nicht gheVraget, so ghinghet dat dar bij hen. 
Welke unnütte worde my Wighert vorbenomed weren gantz unlofflik to hörende 
van sodans erliken mans weghen, so hern Bertold vorgenomed is, dat desse 
sulve Gerd Schulte Vorbenomed jeghen my in jeghenwardicheit myner hussfrouwen 
unde myns gesynnes gesecht unde gesproken heft unde ik van eme gehord 
hebbe unde he my nicht gebeden noch bevolen heft to swighende. So bin ick 
des bekand unde were des to donde, so wolde ick dar to don eede unde recht, 
dar my dat geborde unde hebbe des to tuchnisse unde witlikheit myn ingesegel 
myd willen drucket laten nedden an dessen breff. Geven unde screven na der 
bord Cristi XlillC jar darna in deme sovenundesostigesten jare an deme daghe 
sunte Bonifacij des hilgen mertelers. 

Angekommen den 6. Juli. Original auf Pergament mit aufgedrücktem Siegel unter dem Schriftfeld. 

256. 

Begrdbniss eines Hingerichteten. 1467. Juni 15. 

Witlik zij, ake denne Hans Kunghe dorch etliker ziner raissedat willen 
vorordelt was to der galgen, alsus sint vor den ersamen rad to Lubeke gekomen 
de beschedene mannes Hans Runge, des erbenomeden Hans Eunge vader, 
Laurens Runge, Hans Belouw, Henrik Harborch, Hermen Kleynouw, Hans 
Gudouw, Syverd Dunker unde Cord Qwand, densulfften rad to Lubeke anvallende 
unde demodigen biddende, ze deme sulfften Hanse Rungen umme godes willen 
dat swert gheven unde eme des sacramentes unde des kerckhoves ghunnen 
wolden. Des de rad dorch erer fruntliken bede willen also mildichliken gedan 
unde deme erscrevenen Hanse Runghen dat swert ghegeven unde eme des sacra- 
mentes unde des kerckhoves ghegunt hebben. Unde dat van der wegen deme 
rade to Lubeke, eren nakomelinghen borgern unde inwonern van der wegen 
nyne ansprake wrake edder maninghe besehen schole, dar zint de erscrevenen 
Hans Runghe, Laurens Runghe, Hans Belouw, Hinrik Harborch, Hermen Kley- 
nouw, Hans Gudouw, Symon Duncker unde Cord Qwand myt samender hand 
unde eyn vor all myt eren erven, magen unde frunden, geboren unde ungeboren, 
demsulfften rade to Lubeke gud vor. 

Eintragung im Niederstadtbuch: 1467, Viti. 



W 



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260 1467. Juni 16. 

»57. 

Der Notar Peter Röper beurkundet Verhandlungen zwischen Albert vamme Holte 
und Johannes Nistzenogen über eine dem Ersteren und seinem Bruder 
Bernhard von Letzterem zugefügte Beleidigung. 1467. Juni 16. 

Petrus Roper, in decretis licenciatus officialis citra Zwinam et curie 
Camminensis generalis. Notum facimus per presentes, quod nuper anno domini 
millesimo quadringentesimo sexagesimo sexto, decimo quarto die post festum 
purificationis virginis Marie 1 ) ad instanciam honorabilis viri domini Alberti vamme 
Holte arrestavimus et arrestari mandavimus apud quendam Theodericum Witten, 
opidanum opidi Gripeswaldes, quandam literam executorialem sentencie et rei 
iudioate contra et ad versus civitatem Lubicensem de canoellaria inclitissimi impera- 
toris emanatam, quam quondam felicis meraorie Hermannus Kogge apud predictum 
Theodericum Witten fideli custodia deposuit quam idem Hermannus Kogge coram 
nobis asseruit ad predictum dominum Albertum et ad nullum alium pertinere. 
Elapso vero postmodum fere spacio unius anni, prefato Hermanno Koggen in 
domino defuncto, comparuit quidam Johannes Nysczenoge, opidanus opidi Colberge 
petens pro suo interesse sibi predictam literam a dicto Theoderico restitui. Sed 
comparuit ex adverso Bernardus vamme Holte, frater prefati domini Alberti, 
allegans arrestacionem prefate litere ipsius restitucionem nitebatur impedire. 
Vocatis itaque per nos ad instanciam dicti Bernardi honorabilibus viris domino 
Henrico Stilowen, Woltero Kannengeter et Petro Warskowen, prefati opidi 
Gripeswaldensis proconsulibus, quibus presentibus et audientibus necnon presen- 
tibus venerabilibus viris et dominis Georgio Gwalteri, decretorum, domino Yitali 
Flogk, in medicina doctoribus, magistro Johanne Perleberch, legum licenciato etc., 
sepedictus Johannes Nistzenoge quandam literam infamatoriam sive libellum 
famosum in infamiam dicti domini Alberti et Bernardi, fratris ipsius, raendose 
conscriptum produxit, quem idera Bernardus in defensionem honoris sui et 
fratris sui absentis multipliciter impugnabat. Postmodum vero elapso quasi 
anno, die Martis post festum Viti 2 ) personaliter constitutus coram nobis predictus 
dominus Albertus attencius supplicabat, quatinus predictos dominos doctores, ma- 
gistros et proconsules ad locum congruum convocare dingnaremur, ut coram 
eisdem infamiam sibi post tergum suum per predictum Johannem Nisczenogen 
falso illatam expurgare valeret Cuius precibus inclinati predictos dominos con- 
vocari fecimus dictumque Johannem Nistzenogen in opido Gripeswaldensi, ut 



*) Februar 16. ■) Juni 17. 



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1467. Juni 16. 261 

dicebatur, tunc temporis presentem citari mandavimus, ut coram eisdem dominis 
infamacionem, quam eidem domino Alberto et fratri suo mendose imposuerat, 
revocaret, quemadmodum prioribus temporibus in civitate Gedanensi coram pluribus 
fidedingnis revocare promiserat. Facta itaque convocatione per nos premissa 
oomparuit sepedictus Albertus in excusacione innocencie sue et fratris sui 
quandam recognicionis literam sigillo pendente domini officialis de Gedano 
sigillatam produxit diotoque Johanne Nestzenogen se contumaciter absentante ac 
civitatem Gripeswaldensem pre verecundia clam et occulte exeunte in contumaciam 
ipsius multis aliis legitimis documentis honorem suum et fratris sui coram supra- 
dictis dominis multipliciter defensavit Quorumquidem premissorum occasione et 
pretextu multas fatigas et expensas in et ob causam premissam se fecisse veri- 
similiter allegabat, supplicans instantissime dominis supradictis, quatinus ad 
redimendum supradiotas literas imperiales sibi concederent liberam facultatem, 
asserens se paratum ad exsolvendum omnia et singula, pro quibus fuerant iuste 
obligati, sed paricione frustrata non potuit dictarum literarum imperialium copiam 
obtinere. Super quibus omnibus premissis supradictus dominus Albertus una cum 
fratre suo Bernardo supradictos dominos, datores et magistros presentes requisi- 
verunt in evidens testimonium premissorum. Hiis itaque secundum ordinem, ut 
premissum, est celebratum, prefatus dominus Albertus nobis humiliter supplicavit, 
quatinus ad perpetuam rei memoriam in fidem premissorum decretum nostrum 
interponere ac literas nostras sigillatas desuper concedere dingnaremur. Nos 
igitur Petrus Eeper, officialis supradictus, attendens huiusmodi supplicacionem 
foTe iustam et consonam racioni et quod iusta petenti non sit denegandus assensus, 
huiusmodi arrestacionem, citacionem, allegacionem, defensionem, supplicacionem 
recepimus vidimus et audivimus et eisdem personaliter interfuimus ac tenore 
presencium fidem, quantum in nobis est, facimus. Que omnia et singula vobis 
omnibus et singulis intimamus, insinuamus ac ad certam noticiam deducimus et 
deduci volumus per presentes. In quorum omnium et singulorum fidem et testi- 
monium premissorum sigillum nostrum presentibus est appensum. Datum et 
actum Gripeswaldis, anno domini millesimo quadringentesimo sexagesimo septimo, die 
Martis decima sexta mensis Junii, indictione decima quinta, ponlificatus sanctissimi 
in Cristo patris et domini nostri domini Pauli, divina providencia pape secundi, 
anno tercio, presentibus ibidem discretis viris Alberto Smyd et Mathia Kyke- 
bnsch, clericis Caminensis diocesis testibus ad premissa. 

Ipolitus Yorstenouw, clericus, Havelbergenses diocesis notarius etc. mpp. 
Original auf Pergament mit beiliegendem Siegel, 



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262 1467. Juni 16. 

258. 

Gerd Biring und Dietrich Johanssen verpflichten sich gegen den Math von Lübeck, 
für jeden Nachtheil aufzukommen, der daraus entstehen könne, dass der 
Bath den Letzteren auf Veranlassung des Ersteren eine Zeitlang in Haft 
gehalten habe. 1467. Juni 16. 

Wytlik sij alle den gennen, de dessen breff zehen edder hören 
lesen, dat ik Gerd Gyrink van Deventer myt gutliker bede hebbe anghe- 
vallen trade ghebeden de ersamen heren borgermesler unde radmanne der 
stad Lubeke ummetrent alse men screff na Cristi gheboert dusent veerhundert 
vyff unde sostich am avende sunte Anthonii 1 ) umme ere slote, my gutliken 
to lenende tho behoff mynes masschoppes Dyrik Johansson, de my denne 
in mynen affwesende des mynen groffliken hadde qwjth ghemaket, so ik my 
dosulvest jeghen de ersamen heren den rad tho Lubeke hochliken beclagede etc. Hijr- 
umme angeseen myne grote bede so hebben de ersamen heren de rad tho Lubeke 
ere slote my to behoff Dyrick Johansson gutliken gheleent, des ik en hochliken 
bedanke, unde id denne na vorlope sodaner thosprake unde antwerde, de ik 
Gerd vorbenoraed vormende tho Dirike tho hebbende, sijk vor dem ersamen rade 
unde gherichte vorlopen hefft, dat Dyderik van myner wegen etlike tyd in der 
erbenomeden heren des rades sloten geseten hefft unde doch in rechte van mal- 
kander ghescheiden sint, sues so love ik Gerd Gyrink den ersamen heren borger- 
mesteren unde radmannen der stad Lubeke, borgeren, inwoneren unde alle den 
eren uüde zwere dat myt uppgherichteden vingeren, staveder eede lyffliken to den 
hilligen vor my unde alle myne erven, dat de ersame vorbenomede rad to Lubeke 
unde alle de eren van desser zake unde desser myner bede wegen, umme my ere 
slothe to lenende in nynen tokomenden tiden in ansprake hinder offte schaden 
komen scholen. Unde dergelijken love ik Dyrik Johansson ok vor my unde 
alle myne erven by x mynem eede, den ik myt Gerde Gyringhe unde Gerd myt 
my gesworen hefft uppe dessen breff myt samender hant unde en vor uns alle, 
dat dem erbenomeden rade to Lubeke unde den eren van sodaner bede Gerd 
Ghyringes em van myner wegen ere slote gheleent, darin ik etlike tijd gheseten. 
hebbe, nummermeer ansprake hinder offte schade besehen schole in allen tho- 
kom enden tiden. Unde were yd zake, dat den vakebenomeden heren borger- 
mesteren unde radmannen tho Lubeke ofte den eren van desser bovenscreven. 
sake wegen jenich hinder, ansprake ofte schade scheghe, dat god affkere, so loven 



*) Januar 16. 



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1467. Juni 16. 263 

wy Gerd unde Dyrik vorbenomed myt unssen erven myt samender hant unde 
en vor uns alle, desulfften heren borgermester unde rad mannen unde den eren 
sodanes hinders, ansprake unde schaden guÜiken gans unde al to benemende. 
Desses in orkunde unde merer vorwaringhe hebben wy Gerd Gyriuk unde 
Dyrik Johansson vorbenomed vor uns unde unse erven unser beyder inghesegele 
wijtliken henget an dessen breff. Geven unde screven na Cristi gheboerd dusent 
veerhundert am sovenundesostigesten jar des dinxtedaghes na Yiti martiris. 

Original mit anhängendem unkenntlichen Siegel des Qerd Diring; das des Dietrich Johanssen ist vom Siegel- 
bande abgesprungen. 

259. 

Die Bäthe von Stendal, Salzwedel, Gardelegen, Seehausen, Tangermünde, Osterburg 
und Werben bitten den Bath von Lübeck, sie unter dem Streite mit dem 
Markgrafen von Brandenburg nicht leiden zu lassen. 1467. Juni 23. 
Unsen fruntliken dinst mit vermögen alles guden tovornn. Ersamen 
wolwisen heren, besundern gunstigen guden firunde. So gy uns in ettliken juwen 
briffen am latsten unde nw negist over an uns gesant von wegen sodaner upholdinge 
etliker juwer borger gudes von unsen gnedigen hern den marggraven geschyn 
gescreven hebben, bidden, by den genanten unsen gnedigen hern to verfogende 
unde to bestellende, he sodan gelt wedder handreke unde de gefangen der gefengk- 
nisse wedder los late etc., hebben wy sulke juwe schriffte alle to guder mathen 
wol vernohmen, to synne getogen unde uns samptliken deshalven to densulven 
unsen gnedigen hern tor stede gefoget, sinen gnaden mit juwen schrifften in 
flitiger anlangunge ersocht unde, so wy merklikest konden unde mochten, darumme 
muntlik mit em handel gehat unde in wolraeyninge dat beste daryn vorgenohmen 
etc. Des hefft uns sine gnade syn antwerde darup, dat an juw gescreven is, 
benalen laten, dat wy juwer live hiryn verslothen o versenden, daryn gy siner 
gnaden meyninge wol werden vornehmen. TTnde, ersamen liven frunde, weret 
denne, juw sodanne unses gnedigen hern antwerde nicht so behechlik unde be- 
fellich were, alse wy gerne segen, bidden wy mit dinstlikem flite deger frunt- 
liken, gy denne willen ansehn sodane mannichvaldige harde anlangingen, alse wy 
in ehrtijden unde noch dagelikes umbe juw unde de juwen in sodanen unde 
anderen saken by unse herschop vaste unde vaken gedan hebben unde noch 
gerne dhon, unde sodann mit uns unde den unsen sunderliken willen in gude 
laten anstahn beth Michaelis negstkomende, so uns sodane upholdinge der juwen 
deger leyt ist, wy uns ok furder mit dem besten, war wy mögen, gerne daryn 
bewisen willen. Willet darumme, liven frunde, by den juwen verfugen, de unsen 



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264 1467. Juni 23. 

unde ore guder bynnen sulker tijd, umbe enige not darumme to hebben, sieb 
nicht besorgen derffen juw gudwillich biryn befynden laten. Wu aver wy 
juwen ersambeiden wedder to willen unde dinste sin mögen, dbon wy allewege 
mit besundern flite gerne. Gode sijt bevolen frisch unde gesunt to langen tijden. 
Bidden des juwe antwerde by dessen unsen boden. Screven under der stad 
Stendal secrete, am dingestage sente Johanns batisten avend, anno domini etc. LXVIL 

Borgermester unde radmanne der stede Stendall, Soltwedell, Gardelege, 
Sehuse, Tangermunde, Osterborg unde Werben. 

Aufschrift: Den ersamen wolwisen mannen heren borgermeistern unde radmannen 
der stad Lubeke, unnsern besundern gunstigen guden frunden. 

Angekommen den 28. Juni. Original auf Papier mit Resten des in grünem Wachs abgedrückten Siegels. 

»60. 

Der Bath von Riga ersucht den Lübecker , dem Hans Kö'rver und seinem Sohne in 
einer Erbschaftssache forderlich zu sein. 1467. Juni 26. 

Juw ersamen vorsichtigen mannen, heren borghermeisteren unde raed- 
mannen der stadt Lubeke, unsen guden vrunden, don wij borghermestere unde 
radmanne der stadt Bijge witlick in unde mit dusseme breve opembare betugende, 
dat vor uns gekoraen is de erbare man, Hans Koerver, de kerken Osil gesworen 
man mit sineme sone, Hans Koerver, unde hefft dar sulvest vor uns rechtess- 
wise beleidet umme tuchnisse den er baren, wolduchtigen Koloff Bosenbergh, der 
hilgen kerken to Bijge gesworen man, thuges unde loven wol werdigh, de vor 
uns mit sineme uthgestrechedeme arme unde uppgerichteden vleissliken vingeren 
stavedes eedes recht unde redeliken to den hilgen gesworen hevet vor sick, 
geliiek der erlike prestere, her Ambrosius Voghe, kerekhere tor Febalgen in Liff- 
lande vor sinen geborliken richtere in dessen zaken hefft gesworen, tagende unde 
warmakende, dat de erbare vrouwe Margareta, elike husfrouwe dusses vorschreven 
Hans Korvers, sy zeligen Jacob Heydornes sine echte rechte dochter van vader 
unde van moder, ime hilgen echte getelet unde geboren unde dat zee sy de 
rechte negeste erve des vorbenomeden Jacob Heydornes mit erer suster Ylzeben, 
Ludeloff van Elzen husfrouwe, beseten in Lifflande ime gebede to Bosyten, 
nyraandes neger noch allike na mit ene, unde dat de zelige Margarete Heydornesche, 
dusser vorschreven Margareten Korverschen moder in ereme testamente unde 



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1467. Juni 26. 265 

latesten willen alle de gudere, de er anvallen mögen van wegen eres zeligen 
mannes, Jacob Hey dorne unde erer vorstorvenen kindere, bewechlik unde ura- 
bewechlick, nichtes nicht buten bescheden, bynnen Lubeke hebbe togesproken, 
bescheden unde gegeven erer dochter Margareten Koerverschen vorschreven unde 
eren kinderen unde nymande anders, dat eme godt so helpe unde hilgen. Des 
is ock vor uns gewest de genante Ludeloff von Elzen unde hefft darsulvest vor 
uns vorlaten vor sick. sine husfrouwe Tlzeben unde vor sine rechten erve alle 
ansprake unde maninge, de eme unde den sinen van siner ergedachten husfrouwen 
in tokomenden tiden deshalven mögen tokomen unde hefft de overlaten dusseme 
vorbenomeden Hans Koerver unde sinen erven in nenen tokomenden tiden dar 
vorder up to zakende. Worumme bidde wij juwe ersamheide andachtigen, so 
wij vlitigest sollen unde mögen dusseme genanten Hans Koerver unde sineme 
sone vorbenomed edder eren vulmechtigen procuratoribus in tokamenden tiden 
in dussen zaken gunstigh, vorderlick unde behulpen willen zin, dat ene van 
Jacob Heydornes wegen sodanne erfflick anvall, alse ene siner enthalven geboren 
mach unde wor zee vorder recht to hebben mögen, gutliken mit endehafftiger 
vorderinghe alle wege na vormoge gerne steden, vasten loven unde eyn gantcz 
seker vast to vorsieht to uns to hebbende, wes dessen vakenbenomeden Hans 
Koerver edder sineme sone vorschTeven effte eren procuratoribus, den zee des 
mechtigende werden unde des vorschreven Jacob Heydornes nalatenne gudere 
wegen mit juw gehantreket unde overantwordet wert. Dat gij edder de genne, 
de en de overantworden nene vorder maninghe darumme meer in tokomenden 
tiden liden scholen, dar willen wij juwen ersaraheiden gudt vor wesen in crafft 
dusses breves, wente wij uns dat hir nogafftigen hebben vorborgen laten. Des 
to tuchnisse unde orkunde der warheit is unser stadt secrete vor dussen breff 
gehangen, geven unde schreven in den jaren na Cristi gebort verteinhundert 
unde ime sevenundesestigesten jare ame dage sanetorum Johannis et Pauli mar- 
tirum gloriosorum. 

Original auf Pergament mit Siegelstreifen. 

261. 

Der Math von Boitzenburg verbürgt sich gegen den Bath von Lübeck und gegen die 
Testamentsexecutoren des Heinrich Kirlefeig wegen der dem Titke Kerke 
zu überliefernden Güter. 1467. Juni 26. 

Juw vorsichtigen wijsen heren borgermesteren unde ratmannen der stad 
Lubeke unde juw ersamen mannen testamentarien des zeligen Heinrik Kirlefeiges 



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266 1467. Juni 26. 

darsulves, unssen guden frunden, don wy borgermestere unde ratmanne to 
Boitzenborg negest fruntlikem grute witük openbar betragende in eraft dusses 
breves, dat wij juw laven unde gud seggen vor sodane guder, de dussem jegen- 
wardigen Titken Kerken, unssem medeborger, van syner werdynen unde erer 
beider kynder wegen werden gehandreket, de en de vorberorde Hinrik schole 
geven hebben, bisundern ok vor enen breff, drepende uppe drehundert mark 
hovetstols unde vefteyn mark renthe, de dar syn bi dem ersamen rade to Lüne- 
burg, also dat dar nyne maninge mer umme sehen schal in tokara enden tijden, 
wente wij van unssen erfsetenen medeborgeren, alze Henneken Ditmer, Hans 
Hesemanne, Hinrik Prutzemanne unde Hanse Werninges vullenkomen borgetucht 
darvore entfangen hebben. To hoger tuchnisse dusser vorscreven zake hebben 
wij unsse secretum heten hengen to dussem breve na der bort Cristi vertein- 
hundert jar des sovenundesostigesten jares am vrigdage vor Petri unde Pauli der 
hilgen apostele. 

Original mit anhängendem wohlerhaltenen Secret. 

»62. 

König Christian schreibt dem Bathe zu Lübeck, dass er die im Laufe des Sommers 
nach Schonen kommenden Kaufleute zu schützen wissen werde. 1467. 
Juli 13. 

Cristiern, van godes gnaden to Dennemarken, Swede unde Norwegen, 
der Wende unde Gotten koning, hertoge to Sleswijk, greve etc. 
xost salut. Ersamen besunderen guden frunde. Dallingk hebben wij 
juwe scriffte entfangen, inholdende juwe unde de gemene kopman der hense, de 
de Schonssijde plecht to sokende, sik befruchte fare sines lives dijgges unde 
guder to stände, nachdem wy mit etliken den unsen, dar wy anders nicht den 
allit gud mede verschuldet hebben, in veyde sint etc., don wij juw darupp gud- 
liken weten, dat wy nu personliken sulven mit unser ritterschopp unde manschopp 
in Schone sint unde darvor wesen willen, dat mit godes hulpe de gemene kop- 
man des sunder fare wesen schal. Yermoden uns alles dinges enen guden ende 
to hebbende unde darvor to wesende, dat sodane unse vigende lenger sulke 
macht in dessen landesmerke nicht hebben scholen, uns de unsen unde gemenen 
kopman in jeniger mathe to beschedigende. Datum vor unsem slote Silvitzborg, 
am dage sanete Margarete, anno etc. LXVII, under unsem secrete. 

Aufschrift: An den rad to Lubeke. 

Abschrift im Stadtarchiv zu Stralsund. 



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1467. Juli 13. 267 

263. 

Der Bath von Lübeck ladet den Bath van Lüneburg zu einer Besprechung über 
die Biteerauischen Güter und andere Gegenstände nach Mölln ein. 
1467. Juli 13. 

Unsen fruntliken grud tovorn. Ersamen heren, besundern guden frundes. 
Juwen breff bij toger van dessen an uns gesand anrorende den hochgeborn 
forsten unde heren, hern Johan, hertogen to Sassen etc. unde de beleninge der 
leenguder der duchtigen knapen der Kitzerouwe etc., begerende, eynsodans na 
beghere des irluchtigen hochgeboren fursten unde heren, hern Frederikes Marg- 
greven to Brandenborg etc. in gude to bestände beth to sunte Michaelis dage 
negest tokomende, hebben wij mit zineme inneholde gudliken entfangen unde 
to guder mathe woll vernomen. Des is, leven heren unde frundes unse frunt- 
like begher, deger andachtigen biddende gij deshalven unde umme meer anderer 
zake willen, der wij juw nicht vorschriven konen, twe juwes rades nu am 
donredage negest körnende 1 ) binnen Molne des avendes in der herberge hebben 
willen ungeweigert, so wij uns gentzliken darto vorlaten, unde willen uppe de- 
sulfften stede unde tijd unse merckliken radessendeboden dar ok hebben der- 
geliken, dar gy juw ok to vorlaten mögen. Gode deme heren zijt bevalen. 
Screven under unser stad secret am dage Margarete virginis anno etc. LXVEL 

Borghermestere unde radmanne der stad Lubeke. 

Aufschrift wie gewöhnlich. Original mit Besten des Siegels im Archiv zu Lüneburg 

264, 

Bergelohn in Bitmarschen. 1467. Juli 15. 

De heren, de rad to Lubeke, hebben geven twe ere bedebreve mit eren 
innehebbenden tovorsichten Wilhelmus Oldewigere an de slutere vogede, richtere 
unde gantze meynheide der twijer kerspele Brunsbottel unde Hademar, dar inne 
de rad is begerende, desulfften slutere, vogede, richtere unde menheide deme 
erscreven Wilhelme vor eyn redelik bergelon weddergeven wolde sulk wagen- 
schot, klapholt, bodeme unde delen, alse uppe de Elve in schipper Wolter The- 
niessone van Dantzyk gesegelt gebleven unde van den vorgescreven twen kerspelen 
geberget is, Alberte Bisschoppe, borgere to Lubeke, tobehorende; unde dat van 



') Juli 16. 

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268 1467. Juli 15. 

der wegene nyne sunder namaninge sehen schole; dar is deme rade to Lubeke 
gud vor Luder Palborne, borger to Lubeke, mit zinen erven. 

Eintragung ins Niederstadtbuch: 1467 Dmsionis apostolorum. 

265. 

Der Rath von Lübeck entscheidet, dass die von Dietrich Johannssen geschehene 
Verpfandung von Grundstücken in Bergen in geschehener Weise nicht 
rechtsbeständig sei. 1467. Juli 15. 

Witlick sij, dat schelinge gewest zint twisschen Hermen Schoteler van 
Campen, uppe de ene, unde Gerd Giringhe van Deventer, uppe de anderen 
zijden, van wegen etliker liggender gründe unde Stander erve to Bergen in 
Norwegen in den Fyngarden belegen, den Diderik Johansson Hermen Schoteler 
hadde verpandet, so des koepmans boek to Bergen utwiset. Darover ze denne 
vor den ersamen rad to Lubeke rechteswijse zint erschinen. Darupp de rad na 
elage unde antworde hefft gedelet unde utgesproken vor recht: wowoll dat 
Diderick Johanusson Hermen Schoteler den garden liggende gründe unde stände 
erve myt erer tobehoringe hefft verpandet, so vorscreven steit, so en were doch 
Diderick Johansson nicht meer mechtich, in deme erscrevenen garden liggenden 
gründen unde standen erven myt eren tobehoringen to verpandende, dan zin part> 
dat he darane hefft, nademe yd liggende gründe unde stände erve zin etc. 
Des denne de erscrevene rad to Lubeke, umme sodane schelinge hentoleggende, 
darby hefft gefoget de ersamen her Hinrike van Stiten, borgermesteTe unde her 
Andres Geverdes radman to Lubeke, de denne de erscrevene beyde part van der 
bovenscreven schelinge wegen gensliken unde leffliken hebben vorliket unde 
vorscheden in nabescrevener wijse also, dat Gerd Ghirinck scholl unde will 
Hermen Schoteler edder zineme vulmechtiger staden in sodane part, alse Diderik 
Johansson in dem vorscrevenen garden liggenden gründen unde standen erven 
mit erer tobehoringe hadde, unde eme dat gudliken overantworn unde 
volgen laten umbehindert; unde weret zake, dat Gerd Ghiringh edder jemand 
van ziner wegen na der erscrevenen vorpandinghe wes ingemanet unde entfangen 
hedde, daraff schall Gerd Hermene vorscreven edder zineme vulmechtiger over- 
antworn unde volgen laten, wes Diderike Johansson to zineme dele darvan 
tokomen unde boren mochte; unde wenner Hermene sodane guder overgeantwert 
sint unde he darin gesettet is, so scholen beide part, eyn islik van en veer 



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1467. Juli 15. 269 

ziner frunde to Bergen darbij vogen, umme sodane guder to werderende; unde 
wenner deme alse besehen is, hefft Hermen Schoteler denne Gerde Giringhe 
wommme to beschuldigende, dat mach he don, id gha darumme, alse recht is; 
unde hefft Gerd denne Hermen darna wedder wor umme to beschuldigende, dat 
mach he ok don, id gha dar ok umme alse eyn recht is. Vurdermer is gedege- 
dinget, dat sodane vorpandinghe, alse Gerd Ghiringk unde Diderik Johansson to 
Deventer in der garden hebben vorpandet, de schal machtlos unde van nyneme 
werde wesen, so de erscrevene rad to Lubeke de ok machtlos unde van unwerde 
gedelet hefft, so beyde part vorscreven des vor den erbenomeden schedesheren 
unde desseme boke tostunden unde bekanden. 

Eintragung ins Niederstadtbuch: 1467, divis. apost. 

366. 

Der JRath von Nymwegen ersucht den Bath von Lübeck, den in Lübeck mit Arrest 
belegten und bei dem Gerichte deponirten, dem Johann Hase gehörigen 
Vorrath von Gewürzen an die Ehefrau desselben verabfolgen zu lassen. 
1467. Juli 26. 

U eersamen vursichtigen wijsen heren burgermeisteren ende raedmannen 
der stat Lubeke, onsen besunderen gueden vrieuden, doen wij burgermeistere 
seepen ende rait der stat van Nymegen kenlick, apenbar befugende mit desen 
apenen brieve, woe dat ons to kennen is gegeven, woe dat Johan die Haze 
anders van Tichelen genant, onse ingeseten burger im vastelavende neest voer- 
leden bynnen uwer stat op uwen vryen marekte mit etliken kruyde ende 
specerie uytgestan heb, om die aldaer selfs to slyten ende to verkopen. Des he 
doch uyt uwer stat entweken ende sulke voerscreven kruyde vorlopen heb, die 
dan uwe eerber wijsheit na sijner vorlopinge angetast ende die te truwer hant 
in der eersamen meister Peter Monikes, uwer stat richteschryver huijse in ver- 
waringe gelacht heb. Waeromme Grieteke, dessulven Johans echte huysvrouwe, 
onse burgersche, by uwer eersamheit geweest sij begerende, oer sulck nastendich 
krud gutliken weder to geven ende onbehijndert volgen te laten, den doch also 
nyet en heefft moegen geschien, id en sij, uwe liefden des ijrsten noegefftige 
verwissinge voer namaninge hebben ontfangen. Bidden ende begeren wij hier- 
omme degher andachtliken, gij der vurscreven Grietken, onser burgersche, bewy 
sersche diss briefs, sulck vorgenant kruyt by den voergenanten meister Peter, 
uwer stat richteschryver, noch in verwaringe wesende, gutliken wedergheven 



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270 1467. Juli 26. 

ende volgen laten onbehijndert. Dat verdyenen wij omme iuve eerber wijsheiden 
ende die uwen, waer wij mögen, alle wege na gebor gherne, steden vasten ge- 
loven ende een gantz seker toversichte to ons te hebben, we de genante Grietken 
van sulken voerscreven krude ende guede overgeantwert wurdt, dat gij, die 
genante meister Peter, die olderlude der kremer bynnen uwer stat, oere nakome- 
linge, uwe burger inwoenre ende alle die ghene, den dat mach tokomen, van 
der wegen mit alle den, dat doeran kleven mach, ghene vorder namaninge meer 
daeromme lijden soelen in allen tokomenden tijden. Daer willen wij iuven 
eersamheiden guet voer wesen in krafft diss onss briefs, want wij noeghefftige 
bürgen ende verwissinge hier mit ons daeTVoer hebben ontfangen. In orkonde 
ende merer tuychnisse der warheit hebben wy burgermeister scepen ende rait 
der stat van Nymegen vurgenant onser stat secretsegel an desen brieff by önser 
rechtwetenheit doen hangen. Gegeven int jaer onss heren vierhundert soeven- 
entsestich opten sessentwyntichsten dach van den maent Julius. 

Original mit anhängendem Siegel. 

267. 

Bürgschaft für Leute, die den verbotenen Markt zu Antiverpen besucht haben. 
1467. August 1. 

De ersame rad to Lubeke hefft vor zyk vorboden laten desse nabescreven 
personen namliken Clawese Bungere, Detleff unde Hans Sulen brodere, borgere 
to Lubeke, Hanse Kock in der Holstenstrate wonhafftich, Clawese Tymmermanne 
van Stade, Baltasar Loventrijker unde Corde Snewerdingk darumme, dat ze dat 
market to Antwerpen na lüde des recesses umme trent Magdalene 1 ) int jar etc. 
LXVI gemaket nicht gemidet, sunder dat mit eren liven unde guderen boven 
sodanen recess unde bot vorsocht hebben, deshalven ze in de koninglike woit 
scholden gegan hebben, indeme ze nyne borgen to borgende gehat mochten hebben, 
so en gegunt wart borgen to netende. Alsus hebben desse nabescreven personen 
namliken Hans Sokeland, Clawese Bunger, Cord Vamme, Detleve Zulen, Bode 
van der Hoye, Hanse Zulen, Hinrik Blome, Hanse Kocke, Detleff Otte in der 
Wagemanstrate wonafftich, Clawese Tymmermanne, Godeman van Buren, Baltasar 
Loventrijker, Bernd vamme Hagen in der Visstrate wonhafftich, Corde Snewerdinge 
erbenomet geborget in desser nabescreven wyse also dat, wenner de erscreven rad 
to Lubeke sodane personen wedder in esschet, dat se ze denne deme sulfften 



') Juli 22. 



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1467. August 1. 271 

rade levendich edder doet wedder in antworen scholen unde willen, deme se 
samptliken unde besunderen also gelovet hehben to donde. Jussu consulum. 

Eintragung ins Niederstadtbuch: 1467 Vincula Petri. 

268. 
Gültigkeit von Vollmachten, 1467. August 5. 
Dominis consulibus in Revalia. 
JCirsamen wijse heren, besunderen guden frunde. So gij uns hebben 
gescreven unde lengereme inneholde, dat gij in der twijstigen sake twijschen Hanse 
Mey procuratorem unde hovedmann der testamentarien vormundere unde schul- 
deners seligen Hermen Vrolinghes, wandages unses medeborge[r]s , deme god 
gnade up de ene unde den vormunderen seligen Segeboden Swan mylder decht- 
nisse nalatenen kinderen an de anderen zijden, na ansprake unde antwerde 
beyder vorscreven partie, in iuweme breve int lange clarliken uthgedrucket, na 
riipeme rade unde iuwer besprake vor recht gedelet unde gewijset hebben aldus: 
Dat sodane unse machtbreve, alse Hans Mey dar getoget helft, de zin dar deme 
rade nugaftich, mer deme wedderparte genuged dar nicht ane, kunnen de vor- 
mundere samptliken bewijsen na Lubescheme recht, dat Hermen Vrolinges to 
achter was, alse he starff unde uppe de tijd nicht to voren, so gha yd furder 
dar umme, alse Lubesch recht iss. Welk iuwe gewisede ordel Hans Mey vor 
uns heflft geschulden unde zind begerende, wij sulk ordel entscheden willen unde 
unse delinge iuw under unser stad secrete na older loveliker wijse vorsegelt 
schriftliken wedderumme benalen etc. hebben wij to guder raathe wol vornomen 
unde don iuw darupp gudliken wetene: Alse gij int erste vor recht gesproken 
hebben, dat sodane unnse machtbreve, alse Hans Mey dar getoget hefft, de zin 
dar deme rade nugafftich, mer deme wedderparte genüget dar nicht ane, dar 
upp na unseme riipeme rade unde besprake spreken wij vor recht: Na deme 
sodanne machtbreve vor iuw, alse richteren desser sake rechtes wijse gebracht 
unde getuged, dorch. iuw nugafftich befunden unde de wedderpartie nyne 
redelike sake gesecht hebben, worumme ze de machtbreve nicht tovreden zint, so 
scholen de wedderparthie der breve halven ock een benugen hebben unde 
dar entegen nyner were furder bruken; unde so ghij denne vurder vor recht 
gesproken hebben, also: konen de vormundere samptliken bewijsen na Lubeschem 
rechte, dat Hermen Vrolinges to achter was, alse he starff, unde uppe de tijd 
nicht to voren, so ga yd dar umme, alse Lubesch recht iss. Darupp don wij 



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272 1467. August 5. 

iw gudliken weten, dat de vormundere seligen Hermen Vrolinges vor uns rechtes- 
wijse sint geweset unde darsulves doroh ere lijfliken strengen eede, en gestavet 
eneme yeweliken vor zin hoved, so ze van rechte scholden, war gemaket hebben, 
dat ze na vlitiger vorhoringhe unde overlesinghe des genanten Hermen Vrolinges 
rekenssboke, beschrivinge syner gudere, schulde unde unschulde, welkerleye de 
zin unde wor ze de hebben konen voresschen, anders nicht hebben befunden 
unde noch tor tijd ok anders nicht en weten, men dat Hermen Vrolingk, do he 
starff, to achter unde nicht to voren was unde noch hutes dages to achter iss. 
Unde wy seggen daruppe vor recht, dat de erscreven vormundere Hermen Vro- 
linges boven sulke ere erscreven strengen eede nicht plichtich sint, im rechten 
ienich bewijss furder to donde. Sijt gode bevalen. Screven under unser stad 
secrete ame midwekene vor sunte Laurencij daghe, anno etc. LXVIL 

ConsuleS Lubicenses. Codex ordaliorum fol. 21 b. 

269. 

Eine Schuld zu mahnen, bedarf ausreichender Beweismittel. 1467. August 5. 

Dominis consulibus Revaliensibus. 

Hirsamen heren, besunderenn guden frunde. So gij uns hebben gescreven, 
dat vor iuw zint gekomen Hans Dreyer, borger to Dantziik, an de ene unde 
her Hermen Greve, iuwes radess medestolbroder an de anderen ziiden, dar Hans 
Dreyer tosprak her Hermen umme ene summe gheldes, namliken hundert unde 
tweundeachtentigeste halve margh unde achte Schillinge Rigesch, de he eme 
schuldich were van sommigen guderen, de he eme tor hand geschicket 
unde in selschopp gesand hadde. Dar entegen her Hermen ene cedelen 
vor iuw hefft gebracht inneholdende , he en hebbe nyne schrifft van der 
selschopp geholden unde wete furder nyn bescheet, dan 20 mark etc., so 
dat iuwe breff under veleme lengeren vurder inneholdet, darupp gij na riipeme 
rade unde besprake gedelet unde vor recht uth gewijset hebben, sodane bewijss, 
alse her Hermen Greve hadde unde de cedele innehelde,* dat en sy nicht nug- 
afftich, geld mede to manende. Welk iuwe gewijste unde affgesproken ordell 
de vorscreven her Hermen bisproket unde geschulden hefft vor uns unde zint 
begerende, wij sulk ordel entscheiden willen, unse delinghe iuw under unser stad 
secrete na older loveliker wise vorsegelt wedderumme to benalende etc. Hebbent 
wij allent to guder mathe woll vornomen unde don iuw darupp gudliken wetene, 
dat wy na unseme riipeme rade unde besprake sulk ordel na unseme Lubeschen 



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1467. August 5. 273 

rechte approberet, bevestiget unde confirmeret hebben, approberen, bevestigen 
unde confirmeren in krafft desses breves. Gode etc. Screven under unser stad 
secrete ame midwekene vor sunte Laurencii daghe, anno etc. LXVII . 

Consules Lubicenses. Cod. ordai. fol. 2ib. 

270. 

Verkauf eines verpfändeten Grundstückes ohne Zustimmung des Pfandgläubigers ist 
ungültig. 1467. August 5. 

Dominis consulibus in Revalia. 
-Eirsamen wijse heren, besunderenn ghuden frunde. So ghij uns hebben 
gescreven under lengereme inneholde, dat vor iuw mit ordele unde rechte gekomen 
sin de wolduchtige man Helmolt Rijsbiter an de ene unde de ersame her Hinrik 
Hunnynchusen, iuwes rades medekumpane uppe de anderen zijden, dar Helmold 
alse eyn anclegere in syner tosprake hefft beroret under anderen, dat eme sy 
vorwijsset unde vorpandet huss, garden unde wes Godeke Strate unde syn huss- 
frowe hadden, bewechlik unde umbewechlik, syn gelt dar ane to sokende etc. 
unde her Hinrik, alse eyn antwordesman in syneme antwerde under anderen 
hefft berored, dat he enen koften koep hebbe gedan rechte unde redeliken in 
iegenwardicheid guder lüde, dar mit iuw bynnen unde butene rades mit des vor- 
gedachtene Godeken hussfrouwen unde mit tolatende Godekens unde syner 
belevinge, gelijk he dat dar vor veer besetenen borgeren bekand hebbe, de dat 
ock, alse recht is, vor iuw bekand unde betuget hebben unde eme Godeke Strate 
aller ansprake ok vor iuw gentzliken hebbe vorlaten, des gij eme tostunden etc., 
so dat beyder erscreven parthie ansprake unde antwerde under velen meer 
lengeren inneholde; darupp gij na iuweme rijpeme Tade unde besproke vor recht 
gedelet hebben: Na deme her Hinrik vorbenomed Helmolde nicht to ensteyt 
unde zin hovedman dar mit eme to stegen unde Straten gheyt, so solle Helmolt 
zineme hovedmanne tospreken, id gha dar vurder umme, alse recht is. Welk 
inwe gewiste unde afgesproken ordell de ergenante Helmolt besproket unde ge- 
schulden hefft vor uns, unde gij zint begerende, wij de ordele willen entscheiden 
unde iuw unse schedinge unde delinghe under unser stad secrete vorsegeld na 
older loveliken wijse unde wonheid schrifftliken benalen. Hebben wij to guder 
mathe allent wol vornomen unde don iuw darup gudliken wetene, dat wij na 
unseme rijpeme rade unde besprake van sodannes ordels wegene afseggen vor 



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274 1467. August 5. 

Lubesch recht aldus: Is de vorpandinghe gescheen, alse Lubesch recht is, vor 
deine kope, so is kop machtloss unde ga dar vurder umme, alse recht is. Sijt 
gode etc. Screven under unser stad secrete ame midwekene vor sunte Laurencii 
dage, anno etc. LXVII. 

Consules Lubicenses. Cod. orddl.fol 22 a. 

271. 

Der Bath von Lübeck macht dem Bathe von Hamburg genauere Mittheilungen über 
seinen Streit mit dem Kurfürsten Friedrich von Brandenburg und bittet 
um Beistand. 1467. August 8. 

Unsen fruntliken grud unde wes wij gudes vermögen tovorn. Ersaraen, 
vorsichtigen heren, besundern guden frundes. So wij juw unlanges gescreven 
hebben van merklikes schaden wegen, den de irluchtigen hochgebornen fursten 
unde heren, her Frederik de junger, wandages marggrave to Brandenborgh int 
erste unde darnegest her Frederik de eider, des hilgen Römischen rijkes kurforste 
etc., zin broder, unsern borgern unde inwonern uppe der keyserliken vrien Straten 
unvorwaret unde unentsecht myn den mit rechte unvorfolget gedan hebben, dar- 
umme desulfften unse borger unde inwoner sodane zake gudliken, umme en 
sodaner erer äff hendigen unde genomenen guder wedderkeringe edder vernoginge 
na ereme werde to besehende eyn deel in dat achtede jar langk, eyn deel myn, 
vorfolch gedan hebben, welk uns unde en allent nicht hefft gehulpen, deshalven 
wij van juw begherende weren, van wegen der ergesechten unser borger, juwe 
wille mochte zin, nademe Bergerdorppe unde Bilenborch uns samptliken tokumpt, 
gij densulfften unsen borgern gunnen wolden, dat se uppe der Elve uppe de 
Markeschen stede thoven unde de upholden mochten, umme zijk desde beth 
sodane ere affhendigen guder wedder to bekoraende. Des gij uns unde en noch 
tor tijd vorgewesen hebben, so juwe erliken radessendeboden, de unlanges mit 
uns mit andern steden binnen unser stad vorgaddert weren, uns des under ander 
berichtet hebben, so wij dat woll vernomen hebben. Uppe dat gij, leven frundes, 
denne nichtesdemyn den schaden weten mögen, de dessen unsen nabescrevenen 
borgern besehen is, unde in wat stede in der Marke belegen wy desset vorfolget 
unde vorschreven hebben, so begere wij juw gudliken weten, dat de ergemelde 
here Frederik, marggrave de jüngere zeliger dechtnisse den ersamen hern Hinrik 
Kastorppe, unser stad borgermester , unde den beschedenen mannen Hermen 



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1467. August 8. 275 

Soberhusen, Bertramme vamrae Damme unde Clawese Volckfelde, unsen borgern 
unde erer masschop veer terlingk laken, vitzen genomet twisschen Stendell unde 
Soltwedell vor eneme dorppe genomet Plate van etliken zinen undersaten unde 
ok van andern uppe der keyserliken vrijen Straten wedder god unde recht 
genomen unde affhendich gemaket hefft. Hijrenboven so hefft desulve her marg- 
grave en binnen der stad Soltwedell ok dre wagen mit kopmansguderen geladen 
getovet, darupp twelff grote schiven unde dre kleyne schiven wasses en unde 
erer zelsschopp behorende affhendich gemaket dergeliken. Vurdermer so hefft 
de ergemelde her marggrave Frederik de eider dessen nabescrevenen unsen borgern 
ere guder thoven, affhendich maken unde de vorkopen laten dorch ziner gnaden 
amptlude beschedeliken binnen Franckeforde soven last Alborgesches heringes, 
elke last vor vertich Einsehe gülden, unseme borgere Clawese Osenbrugge unde 
Hanse Arndes ziner zelsschopp, den zine gnade noch in vengnisse holt un vor- 
schuldet, propper tobehorende unde ok twe last Schonsches heringes ghegeven, 
elke last vor vefftich Einsehe gülden, unde ene halve last Alborgesches heringes 
gegeven vor twintich Einsehe gülden tobehorende Hanse Juten ok binnen Francke- 
forde getovet. Vurdermer vefftehalve last heringes unde dre tunnen ales ghe- 
geven tosamende vor twehundert achtundedortich Einsehe gülden to Adersberge 
getovet unsem borger Hanse Denen unde Eeymer Kroger ziner zelsschopp propper 
tobehorende. Noch Hinrike Snydewinde unsem borger unde Everde Kertzebroke 
ziner zelsschopp getovet unde affhendich gemaket vijff last Vlamesches heringes 
rayn eyne tunne unde achte tunnen lasses ok binnen Franckeforde unde soven 
last myn twe tunnen ok Vlamesches heringes en binnen Arnswolde rosteret, 
bekümmert unde affhendich gemaket dergeliken. Ok so is de ergemelde her 
marggrave Frederik de eider dem erbenomeden hern Hinrike Kastorppe unde 
ziner zelsschop schuldich sosshundert Ungersche gülden na lüde ziner gnade 
besegelden breve en darupp ghegeven, darvan denne etlike termyne der betalinge 
overlangh vorsehen zint, en doch tor tijd nicht betalet. Unde wante wij denne 
mit dem ergemelden hern marggraven noch den zinen nynen Unwillen noch vede 
gehad hebben unde mit em ok nicht den fruntschopp und alle gud wisten, do 
sulke guder den unsen affgetovet unde affhendich gemaket zint unde unses 
borgers knecht Hans Eichardes dorch ziner gnaden bevell in vengnisse gelecht 
is, so hebben wij noch kortliken umme gudes vorfolges willen dem ergemelden 
hern marggraven Frederike gudliken gescreven, begerende, den unsen erer affhen- 
digen, affgetoveden, vorbrachten unde vorkofften guder wedderkeringe edder 

35» 



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276 1467. August 8. 

vornoginge unde betalinge na ereme werde to donde unde den gefangenen qwijd 
unde los to scheidende, unde wo deine so nicht beschege, so en mochten noch 
en konden wij unsen erscrevenen borgern rechtes furder nicht vorwesen, sunder en 
gunnen unde staden mochten unde darto hulpe unde bistand don, dat se dat 
ere manen unde vordem mochten uppe de jenne, de sulkes schuldich zint to 
lidende unde offt des wes besehende worde, hopede wij, des nyn toseggent mit 
rechte to lidende, deshalven denne villichte vurder moye unde Unwille entstan 
mochte, des wy gerne vorhaven weren unde sulkent lever vorhot zegen, so unse 
breve an den ergemelden hern marggraven unde ziner gnaden Markesche stede 
underbenomed utghegan unde gescreven under lengeren worden clarliken hebben 
begrepen. Alsus so is unse fruntlike begher mit andacht biddende, gij uns unde 
den erscrevenen unde unse borger in der besten wijse na legenheid der zake 
an den ergemelden hern marggraven unde ziner herlicheid stede hijrunder be- 
stemmet vorschriven willen, umme dem erscrevenen unsem borgermester unde 
unsen borgern, umme furdern Unwillen to vormidende, sodaner erer affhendigen, 
affgetoveden unde vorkofften guder mit den erscrevenen termynen der vorgerorden 
sosshundert XJngerscher gülden vornoginge unde wedderkeringe to besehende unde 
den gefangenen qwijd leddich unde los to latende unde to gevende, uns jegen 
zine gnade to vorbedende, dat gij unser to eren unde to rechte unde to aller 
redelicheid mechtich wesen willen unde scholen, so wij dat toschriven in krafft 
desses unses breves. Unde weret zake, dat de unse to wedderkeringe, betalinge 
unde vornoginge sodaner erer affhendigen guder unde schulde nicht komen konden 
unde ze deshalven nicht unclagafftich gemaket werden, dat wij juw denne na 
fruntliker vorstrickinge unde tohopesate under uns besehen also gewant unde 
togedan zin, dat gy unser, unses borgermesters unde unser borger vorbenomed 
in unsen unde eren rechtverdigen zaken nicht vorlaten mögen noch en willen 
unde juw des ere richtige gudlike bescreven antworde to benalende. Juw 
gudliken uns unde den unsen to willen unde to gude hijrinne bewisen willen, 
dat vordene wij umme juwe ersamheide, de god almechtich spare sund lange 
wolmogende, alle weghe gerne unde begheren desses juwe gudlike bescrevene 
antworde. Item dijt zint de stede, daran wy infra oetaves corporis Cristi 1 ) unde 
ok nu latest ummetrent Petri et Pauli apostolorum 2 ) van desser sake wegen 
gescreven hebben, namliken Stendell, Soltwedell, Olden Brandenborgh, Berlin, 

l ) Juni 4. 
*) Juni 29. 



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1467. August 8. 277 

Franckenforde, Gardeleve, Osterborgh, Sehusen, Werben unde Tangermunde sampt- 
liken unde bisundern. Screyen under unser stad secret, des sonnavendes vor 
Lanrentü martiris anno domini etc. LX septimo. 1 ) 

Borghermester unde radmanne der stad Lubeke. 

Aufschrift: Den ersaraen vorsichtigen mannen, heren borgermesteren unde rad- 
mannen to Hamborch, unsen bisundern guden frunden. 

Original mit Resten des aufgedrückten Secrets. 

272. 

Der Bath von Lübeck verheisst dem Rathe von Lüneburg, Abgeordnete am Dienstag 
nach Bartholomaei (August 25) auf die Fredeburg zu der bestimmten 
Verhandlung zu senden. 1467. August 13. 

Unsen fruntliken grut mit vermögen alles guden. Ersamen vorsichtigen 
heren, besundern guden frunde. Juwen breff inneholdende van deme dage, den 
de juwen vorramet hebben mit dem hochgeborn fursten, heren hertogen Johan 
van Sassen etc., unde uns umme etliker schelinge willen twisschen uns to holdende 
to der Vredeborch uppe den dinxstedach na assumpcionis Marie 2 ) uppe vro- 
middach, unde umme vele swarer kost to vormidende, wurde juw wol beqweme, 
datmen desbalven am dinxstedage na Bartholomei densulven fruntliken dagh to 
der Fredeborch uppe vromiddagh mochte lesten, so dat juwe radessendeboden 
mit den unsen furder uppe den midweken darnegest 3 ) binnen unser stad mochte 
wesen, begerende, wij uns sulkes willen laten beleven unde de sake der be- 
leninghe mit den Ritzerouwen ok so lange gudliken willen anstan laten, so willen 
gij bearbeiden, dat sodane dagh uppe sulkent anstände enen vortghank gewynne 
etc., hebben wy gudliken mit ener ingelechten copien des obgenanten heren 
hertogen Johans breves entfangen unde to guden mathe wol vornomen. Darupp 
juw geleve to wetende, wy des wol tovreden zin, gij den dach na juwem scri- 
vende vortsetten unde bestellen uppe den dinxstedach na Bartholomei tor Vrede- 
borgh unde de juwen dar ok hebben willen, wente wij unse radessendeboden 
am dage sunte Bartholomei bynnen Molne in der herberge des avendes willen 
hebben dergeliken, umme des dinxstedages morgens mit den juwen tor Vrede- 

') Eine Antwort liegt nicht vor, jedoch acheint der Rath von Hamburg eine Beschlagnahme von 
Gütern Märkischer Städte nicht gestattet zu haben. 
") August 19. ») August 25. 



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278 1467. August 13. 

borch to ridende. Wij willen ok na juwem begher de sake der belenynge mit 
den Bitzerouwen ok so lange anstan laten. Sijt gode bevalen. Screven under 
unser stad secrete, am donredaghe vor assumpeionis Marie anno LXVII . 

Borgermestere unde radmanne der stad Lubeke. 

Aufschrift wie gewöhnlich. Original mit Resten des Siegels im Archiv zu Lüneburg. 
Auf der Aussenseite steht: Oopiata et missa domino duci Saxonie in die assumpeionis Marie anno LXVII . 

273. 

Der Rath zu Pernau ersucht den von Lübeck, dem Bevollmächtigten des Pernauer 
Bürgers Hinrich Frundenberg } Hans Lange, förderlich zu sein. 1467. 
August 14. 

Jw ersamen vorsichtigen wisen mannen, heren borgermeysteren unde 
ratmanne der stadt Lübeck, unsen sunderlinges guden vrunden don wy borger- 
meystere unde ratmanne der stadt Pernow nach vruntliker grote witlick openbar 
in unde myt dussene unserae breve betugende, dat vor uns gekomen is de ersame 
Hinrick Frundenberch, unse medeborger. uns gevende to irkennende, wo Hinrick 
Bodendick, juwer erliken stad medeborger em sees Bynsche gülden offt theyn 
marck Bygesch rechter unde redeliker schult schuidich unde plichtich sulle sijn 
vor eyn last flassen, dar van em noch tor tijd unde bether tho neyn besehet 
noch betalinge hevet mögen wedervaren unde darumme, so hevet de sulve Hinrick 
Frundenbe[r]ch vor uns in der besten forme unde wise, alze he van rechten 
solde unde mochte, vulmechtich gemaket unde vor synen waren procuratorem 
unde hovetman gekoren unde gesad den beschedenen Hans Langen, affwesende 
alze jegenwerdich, bewiser dusses breves, gevende ene gantze unde vulkomene 
macht, de vorscrevene summa geldes van deme genanten Hinrick Bodendick tho 
esschende, to vordrende, to manende unde to entfangende, quitancie van deme 
entfangenen to gevende unde gemeynliken alle dinck dar by to donde unde to 
latende, dat Hinrick Frundenberch dar by don unde laten mochte, offt he person- 
liken jegenwerdich unde vor ogen were, stede, vast unde unvorseret by crafft 
unde macht to holdende allent, wes Hans Langhe dar by deyt unde leth. 
Worumme wy juwe erlike wisheide deger vruntliken bidden, dat gij deme 
ergenanten Hans Langen vorderlick, gunstig unde behulplick syn willen, also dat 
eme sodane vorberorde summa geldes van deme vake genanten Hinrick Bodendick, 
juweme medeborger gutlicken gehantreket unde entrychtet werde unde em des- 



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1467. August 14. 279 

halven so vele, alze rech[t] is moghe weddervaren. Dat wille wy alle tijd gerne 
in geliken, offt grotteren saken, wor wy können, umme juwe erlike wysheide 
vorschulden. Tor tuchnisse, so hebbe wy unser stadt secret ruggelinges up 
dussen breff drucken laten, de gegeven unde gescreven is tor Pernow vigilia 
assumpcionis Marie in den jaren na Cristi gebort dusent verhundert unde dar 
na in deme seven unde sestigesten. 

Original auf Papier mit aufgedrücktem Siegel. 

274. 

Der Bath zu Lüneburg ersucht den Herzog von Sachsen , die verabredete Tagfahrt 
auf den 25. August zu verschieben. 1467. August 15. 

Hern Johanne, hertogen to Sassen etc. 

Mochgeborne furste, gnedige leve here. "Wij hebben mit arbeide und in 
dem besten, nademe wij sodans daghes, alse unse radessendeboden und frunde, 
her Aiberd van der Molen und her Hartwijch Schomaker, twisschen juwen gnaden 
unde unsen frunden, dem rade to Lubeke, hadden verramet am negestkomenden 
midweken 1 ) to lestende, van merkelkes infalles wegen nicht können gewarden, 
by den sulven van Lubeke sodane daghtijt verlenghet wente an den dinxtedagh 
na Bartholomei negest volgende, 2 ) so iuwe herlicheid uth desser ingeslotenen 
der van Lubeke antwordesbreves waren avescrift wol mögen vernemen. Also, 
gnedige leve here, willet mit unsen frunden van Lubeke sodans daghes am 
dinxtedage na Bartholomei negestkomende uppe fromiddagh tor Fredeborgh ge- 
wanden und des nerghen mede afstellende, dar denne yo tor stede komen. Des 
verlaten wij uns also to iuwen gnaden gensliken, nademe wij densulven dagh 
jw beiden parten to leffmode und gefallen hebben bearbeidet. Screven am dage 
assumpcionis Marie anno etc. LXVII. 

Juwer gnaden gudwillighen 

Borgermestere und rad to Luneborg. 

Abschrift auf Papier im Archiv zu Lüneburg. 
l ) August 19. ") August 25. 



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280 1467. August 15. 

275. 

Bernd Stregell verpflichtet sich, die Taleke, in Diensten bei Hinrich Hülste, Vicar 
an der St. Johanniskirche, fortan zu meiden. 1467. August 15. 

Joernd Stregell, elike sone zeligen Diderik Stregels, vor deine rade unde 
desseme boke in jegenwardicheid Hans Wygers zines vormunders hefft gelovet, 
belevet unde bewillet: Weret zake dat he Taleken, nu tor tijd des ersamen her 
Hinrike Holsten, vicarij in sunte Johannis kerken binnen Lubeke medemaget, to 
der ee neme, edder na desseme dage mit er stunde, ghinge edder sete, hemelik 
edder opembare, dat de rad edder zine frund irfaren künden, dat denne de rad 
edder zine frund ene antasten unde ene in des rades hechte unde vorwaringe 
setten laten scholen unde mögen. Dar by an unde over gewest zint de besehe- 
dene manne Hermen Ebinghusen, Hans Berskamp unde Brun Bruszkouw besetene 
borger to Lubeke. Jussu consulum. 

Eintragung ins Niederstadtbuch: 1467. Assumpcionis Marie. 

»76. 

Kaiser Friedrich III verbietet für die nächsten fünf Jähre alle Räuberei, Fehde, 
Unfrieden und Krieg im Deutschen Reiche. 1467. August 20. 

Wir Friderich, von gottes gnaden Römischer keiser, zu allen zeitten 
merer des reichs, zu Hungern, Dalmacien, Croacien etc. kunig, hertzog zu Oster- 
reich, zu Steyr, zu Kerennten und zu Krayn, grave zu Tyroll etc. embieten allen 
yeglichen unsern und des reichs kurfursten, fursten, geistlichen und weltlichen 
prelaten, graven, freyen herren, dienstleutten, rittern, knechten, stetten und sust 
allen und yeglichen andern unnsern und des reichs unndertanen, in was states, 
wirden und Wesens der und die sind, unnser gnad und alles gutt. Als wir 
durch Schickung gottlicher gnaden und fursichtikeit zu der hohe Eomischer 
kuniglicher und keiserlicher wirde erhoben und dem heiligen Romischen reiche 
furgesatzt sein, dasselb in loblichem stände zu behalten, tugend und gute werck 
zu pflantzen und unrechten gewalt und frevel nicht zu gedulden, dartzu wir dann 
mit einbrunstiger liebe, got dem almechtigen zu lobe, zu beschirmung cristen 
gelaubens und unnser mutter der heiligen Komischen kirchen, auch zu furdening 
gemeines nutzes und fridens gentzlich gneyget sein, und wiewol wir nu dem- 
nach in unnserm kuniglichem stände, mit ratte unnser und des reichs kurfursten, 



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1467. August 20. 281 

forsten, geistlichen und weltlichenn, prelaten graven, herren und undertanen ein 
reformacion zu Franckfurt gemachet, den friden zu hallten bei hohen und sweren 
penen gepotten, auch darnach ettwevil tage in unnserm keiserlichen hove und 
andern enden des heiligen reichs gehallten und emsigen fleys ankerett haben, 
damit die vertrackten und betrübten cristenmenschen von den schnöden Turcken 
und veintten unnsers cristenlichen glaubens entledigt, derselb unnser cristen- 
gelaub besterckt und den berurten Turcken cristenlicher und loblicher 
widerstände gethun wurde, so haben doch dieselben unnser reformacion 
des friden und getrewer fleysse des zugs halben wider die Turcken noch nicht 
die frucht bracht, als wir verhoffet und mit einbrunstiger begirde geren gesehen 
hatten, sunder es sein seyther manigvaltig krieg und aufrure entstanden, unnser 
und des reichs unndertanen vast beschedigt und gemeiner nutz so gar mercklich 
verseret und verhindert worden, das swerer dann swere zu clagen ist, deshalven 
sich die Turcken mer und mere erhaben besterckt, vil cristenlicher lannde und 
menschen under sich bracht hand und noch taglich zu thun also furnemen, das 
zu besorgen ist, wo inen nicht widerstandt beschehe, sy werden der cristenheit 
und dem heiligen reiche untiberwintlichen schaden zufügen und beweyssen. Und 
wann wir nun pflichtig sein auch williclich sullen und nach unnserm 
vermugen guttlich wollen unnsern ernst und getrewen fleys dartzu keren und 
wenden, dardurch mit gottes, unnsers heiligen vaters babst auch ander cristen- 
lichen kunig, herren und menschen hilffe den schnöden Turcken vesticlich 
widerstandt gethan werde und aber durch unnser und des reichs kurfursten, 
forsten, geistlich weltlich, prelaten, graven, herren und stetten auf sand Martems 
tag 1 ) nechst zu Nuremberg in beywesen unnsers heiligen vater des babsts bott- 
schafft gehallten und geanslagt worden ist, das die Deutsch nacion nyemant 
wider die Turcken schicken muge, es sey dann zuvoran ein gemeiner loblicher 
fride funff jar werend durch uns furgenomen, der von unnserm heiligen vater 
dem babst bestetiget und durch sein heilikeit und uns bei hohen und sweren 
geistlichen und weltlichen penen zu hallten gepotten werde und darumb auf das 
cristenlicher glaube gen den snoden Turcken enttschuttet, unser wirdige mutter, 
die heilig Eomisch kirchen besterckt, fride und einigkeit in dem heiligen reiche 
dest fruchtparlicher gehanndthabt, die ubeltätter und ungehorsamen mit scherpff- 
keit der pene gestraffet, des heiligen reichs Strasse gesichert befindet, wittiben, 
waissen und der arm man geschutzet und gemeiner nutze gefordert werde, so 

l ) November 11. 

36 



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282 1467. August 20. 

haben wir nach zeittigem ratte unnser und des reichs lieben getrewen den 
rattslag auff den obgemellten tage sand Martens tage gethan angenomen, darein 
gewilligel, nemen in an und willigen auch darein mit disem brieve euch allen 
und ewr yedem ernstlich und vesticlich, auch bei den pflichten und gelübden, 
damit ir uns und dem heiligen reiche gewonndt seyt, gebiettende, das ir weder 
samentlich noch besunder keiner rawberey, vehde, unfride noch kriege die ob- 
gemellten fünff jar gantz aus anvahet, furnemet noch treybet, sunder wer zu 
dem andern zu sprechen hette oder gewünne, derselb solt solchs thun und 
suchen durch recht vor den ordenlichen gerichten an den ennden und stetten, 
do dann ein yede sache hin gehöret ungeverlich. Ob aber yemand darüber und 
dawider den oder die andern on recht überziehen, beschedigen oder bekriegen 
würde, der und dieselben, die sollichs tette, sollten in die pene der Verletzung 
unnser maiestat, die man zu latein nennet penam criminis lese maiestatis und 
dartzu in unnser keiserliche achte und aberachte gevallen sein und ein yeder 
macht haben, ine und sye mitsambt irer habe und gutte an allen ennden und 
steten im reiche aufczuhalten, anzunemen und mit in zu hanndeln, als sich mit 
uberfarern solchs friden und gepottes geburet. Es sullen auch die, die den und 
dieselben, die solchen friden uberfuren, wissenlich hawssten, herbergten, etzten, 
trenckten, hinschuben oder zu hilff und beistandt thun wurden, als die uber- 
farer des friden gestrafft werden. Und solche straffe und rechtvertigung mag 
ein yeder in einem yeden gerichte, da die uberfarer oder ir beyleger und helffer 
betretten wurden, also furnemen und thun. Und nachdem nun in geistlichen 
und keiserlichen geschriben rechten auch in der gülden bullen unnsers vor- 
varen am reiche keyser Karls des vierden loblicher gedechtnuss und dartzu 
in der obgemelten unnser kuniglichen reformacion der gemein fride auch bei 
hohen und sweren penen zu halten gebotten und doch in denselben bullen und 
reformacion ettwas anders angetzogen ist, dann hievor stet, auf das dann irrung 
vermitten und der fride dest loblicher und fruchtparlicher volczogen werde, so 
wollen und ercleren wir aus rechter wissen und keiserlicher machtvolkomenheit, 
das alle und yeglich puncten und articuln, wie die des frides halben in derselben 
bullen und reformacion von wort zu wort gesatzt sein, durch disen unnsern 
fride nicht aufgehobt noch abgetan sein sullen in dhain wege, dann allein in 
dem artickel der gülden bullen, der da innehelt vom widersagen, und in dem 
ersten articl der reformacion, der da innhelt vom angreyffen und beschedigen 
etc. Dieselben zwen artickel sullen die obgemelten funff jar ruen, ansten und 



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1467. August 20. 283 

nicht gebraucht, auf das zu vehde, kriege und aufrure alle schein und Ursachen 
vermitten und der fride stracks gehalten werde. Aber nach aussgangk der 
funff jare sullen dieselben zwen artickel gantz und gar, wie sie gesatzt diss friden 
halbe hinfur unverletzt sein und beleyben. Und auf das sich nyemands durch 
Unwissenheit entschuldigen muge, so sol diser unnser fride in einer yeden thumb- 
kirchen eines yeglichen bistumbs Deutscher lannde forderlichen verkündet und 
geoffenbart werden und nach solicher verkundung einen yeden menschen deselben 
bistumbs von stund an nach aussgang viertzehen tag nechstvolgend binden und 
er bei den vorgesatzten penen den also zu hallten verpflichtet sein. Doch so 
behalten wir uns bevor, disen fride und auch die obgemelten pene nach ratte 
unnser und des reichs getrewen zu enndern zu meren und zu pessern. Geben 
zu der Newenstatt, mit unnserm keiserlichen anhangenden insigel besigelt, am 
pfintztag vor sand Bartholmes tag, nach Cristi gepurt viertzehenhundert und im 
sibenundsechtzigisten, unnser reiche des Romischen im achtundzwaytzigisten, 
des keiserthumbs im sechtzehenden und des Hungrischen im newnden jaren. 

Auf der Falte: Ad mandatum proprium domini imperatoris. 

Original mit anhängendem Siegel. 

»77. 

Kaiser Friedrich III sendet dem Rathe von Lübeck den vorhergehenden Erlass 
und verlangt, dass der Math ihn in den Pfarrkirchen verkundigen lasse. 
1467. August 20. 

Friderich, von gottes gnaden Römischer keyser, zu allen czeiten 

merer des reichs, zu Hungern, Dalmacien, Croacien etc. kunig, 

herczog zu Osterreich und zu Steyr etc. 

.fcjrsamen lieben getrewen. Wir schicken euch hiemit den abscheid auff 

dem tag Martini zu Nuremberg wider die snöden Turcken, auch einen anslag, 

darnach auff Viti yeczo verganngen 1 ) daselbs zu Nttremberg mit wissen unser, 

auch unnser und des reichs curfursten, forsten, geistlich und werntlich, graven 

hern und stetten, rette und bottschafften, so darauff irschinen sind, begriffen, 

innballtend, daz aus Deutscher nacion sechstausent zu ross und vierczehen- 

tausent zu fuss sollen geschickt werden, darin euch ettwevil volks zu ross 

und zu fuss, auch püchsen, armbrost, pulver, stein und anders mit zufllren an- 

l ) Joni 15. 

36* 



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284 1467. August 20. 

geslagen und darauff gerattslagt ist, sulle ein fruchtperlicher zuge wider dieselben 
ungläubigen getan und solch vorgeraelt volk aus Deutscher nacion geschickt 
werden, das nott sey, frid in Deutschen landen zu halten, und den bey hohen 
geistlichen und werntlichen penen zu gebietten und auszuschreiben. Also haben 
wir solchen rattslag angenomen, den fride darauff lassen begreiffen und verpenen, 
lauttende als unnser keyserlicher besigelder briefe, den wir euch mitsampt den 
obgemelten abscheid und anslag auch hiebey sennden zu erkennen gibt, ir alles 
verneinen werdet, vor euch begerend und von Komischer keyserlicher macht- 
volkomenheit ernstlich gebiettende, das ir solchen fride in ewr statt drey sonntag 
die nechsten, nachdem euch diser unnser und der egerürt fridbrif ubergeanntt- 
wurt wirdet, in den pfarrkirchen under dem ampt öffentlichen verkünden lasset, 
auff daz sich ein yeder den also zu halten darnach wisse zu richten, sonnder 
das ir auf den tag, nemlich den heiligen dreyer kunig tag nechstkomend, den 
wir in den Sachen zu Kegenspurg zu halten furgenommen haben, erscheinet, 
solkem egemelten anslag, so vil euch der beruret, nachkomet und unns das 
alles under ewerm insigel verslossen bey dem gegenwurttigen unserm botten 
furderlichen zuschicket, damit wir unns auf demselben tag zu Eegenspurg dar- 
nach wissen zu richten, und tut darinne nicht anders als lieb euch sey, unnser 
und des reichs swere ungnad zu vermeiden, auf daz ewrnthalben auch kein 
säwmnuss erscheine. Desgleichen wir solchs alles den gemelten curfursten, fursten 
und stetten auch zugeschickt und also mit ine geschaft haben. Geben zu der 
Newenstatt, am pfincztag vor sand Bartholomes tag, anno domini etc. LXVH m0 

unnsers keyserthums im sechczehenden. 

Ad mandatum domini imperatoris. 

Aufschrift: Den ersamen unnsern und des reichs lieben getrewen burgermeister 
und ratte der statt zu Lubegk. 

Original mit Resten des aufgedrückten Siegels auf der Rückseite. 

»78. 

Der Bath von Lübeck beschwert sich bei dem Landmeister von Liefland darüber, 
dass der Komthur von Memel abermals zwei Lübecker ihrer Freiheit 
beraubt habe. 1467. August 22. 

Domino magistro Livonie. 
-Birwerdige unde grotmogende gunstige leve here. Wij hebben juwer 
gnaden eertyden gescreven van dem werdigen heren kumpthur thor Memel, de 



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1467. August 22. 285 

unses borgers zone, den jungen Cord Hurleman, upp enen eed gedrungen hefft 
unde em des nicht hefft willen vorlaten, ok hefft gedrouwet, de unsen to 
beschedigende darumme, dat wi em dat zine afhendich gemaket scholen hebben, 
deme wij so nicht hebben gedan unde juwen gnaden van des wegen unse 
Unschuld unde de legenheid der zake hebben geschreven. Aldus vorstan wij, 
dat juwe grotmogende herlioheid van der wegen an ene hadde gescreven in der 
besten wise, des wij juwen gnaden hochliken bedancken, dat uns unde den 
unsen nicht hefft mögen bedigen, indeme he Corde vorbenomet sulkes eedes 
unde uns unde de unsen sulkes bovenscreven drouwende nicht hefft willen vor- 
kesen. Ok hefft desulve kumpthur na entfanginge juwes breves deshalven an 
ene gescreven twe unser borger, Jachim Kodriver unde Tydeken Kellingk 
gethovet unde arresteret, so dat Jachym em hefft moten borgen setten to gevende 
twintich mark unde Tydeke em hefft moten ton hilgen sweren, ene vengknisse 
to holdende edde vertich mark to gevende, uppe sunte Merten negest körnende 
to betalende, darane uns unde den unsen unvorschuldes zere ungudliken beschuet, 
welkes wij unde de unsen billiken scholden wesen vorhud, nademe wij mit 
juwen gnaden unde juwem werdigen orden anders nicht den fruntschopp unde 
alle gut en weten. Worumme bidden wij so wij eer gedan hebben, andachtigen, 
juwe erwerdige grotmogendeheit, yd noch so vorvogen unde den genanten hern 
kumpthur so hebben willen, dat he Corde Hurleman vorscreven sulkes boven- 
screven eedes unde uns des drouwendes vordrege, ok dat he den genanten 
Jachym unde Tideken der borgetucht unde eede unde sulk vorscreven geld to 
gevende gentzliken vorkese unde vordrage. Wo deme so nicht en beschuet, 
mosten wij darupp vurder vordacht zin, dat villichte Unwillen inbringen mochte, 
des wij lever vorhaven zin. Kennet god. Gunstige leve here, juw gnedichliken 
hijrinne to bewisende, umme vurder moye unde kost to vormidende, vor denen 
wij umme juwe erwerdigen grotmogenden herlicheid alle wege gerne, de god 
etc. Datum sabbato ante Bartholomei anno LXVII. 

Entwurf auf Papier ohne Unterschrift. 

»79. 

Der Handel mit Antwerpen verboten. 1467. August 24. 

Eggherd van Kempen, borger to Lubeke, vor deme ersamen rade to 
Lubeke ersehenen unde hefft deme sulfften rade gelovet unde zijk aldar vor- 



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286 1467. August 24. 

willet, dat he sodane ossenhude, alse he to Antwerpen stände hefft, dat he der 
dar nicht vorkopen, sunder de wedder van dar schepen edder voren laten wille, 
so vere de rad to Antworpen de van dar laten wille. Unde weret zake, dat de 
rad to Antworpen der nicht utstaden wolde, dat he denne de vorscreven ossen- 
hude to Antworpen wille stan laten unvorkofffc, bet so lange, he de vorkopen 
edder de wedder van dar voren möge unde dat deme also besehen schole, dar 
zint deme rade to Lubeke gud vor Heyne Boltze, Bertold Warmboke, Wilhelme 
vamme Sande unde Teleman Kerckhoff, borger to Lubeke, gud vor unde de 
erscreven Eggerd sede mit zinen erven, de erbenomede zine borgen desses lofftes 
schadeloss to holden. Jussu consulum. 

Eintragung ins Nieder stadtbuch: 1467, Bartholomei apostoli. 

Ä80. 

Der Bath zu Süderköpingh bittet den Lübecker um seine Verwendung wegen eines 
von dem Komthur in Memel angehaltenen Schiffes. 1467. August 25. 

Wy borgermeyster unde ratmanne der stat to Suderchopinch witlich doen 
mit dessem unsen open breve, dat vor uns in den stol des rechtes synt ghechomen 
disse ersame lüde Mattis Botwitsson, Jon Magnusson, Magnus Dausson, Feter 
Kolbingh, Willam Schipman unde Hans Paussemaker unde hebbent myt ut- 
streckeheden armen unde mit uprychteden vingeren in den hilgen sworen, dat 
se int jar van LXVI mit disseme kopman Engelbrecht Stene, Merten Eggerdes, 
Hatthman Foss unde Henric Borgert gefrachteden schippe Truels Tytkesone 
unde Kort Grus van Suderchopinch to Eüghe unde anders nerghen unde do se 
in de se qwemen, so musten se van stormes unde nodes weghen laten dreghen 
na der Wissel. Do se ere schip ghebraget hadden, so lepen se wedder upp den 
Bichschen trat to Gotlant, dar qwam des Kwinters folk van der Memel unde 
nemen en schip unde got unde gheven en skult, dat se wolden hebben to Pryzssen 
gewest unde se qwemen dor den boera nicht vor des "Wisseil. Darumme bidde 
wij vruntliken alle gude vrunde, we se wesen moghen, de disse erghenomede 
kopman antoropende wert bynnen landes offte buten landes, dat ghy wol 
willen doen umme godes willen unde umme unse vruntlike bede unde vordenstes 
willen, dat ghy eme behulpelich weset in vruntschop ofte myt rechte, dat se dat 
ere mochten wedder to der hant krighen. Dat wille wij heghen jw offte de 
juwen in sulcker offte in hogherer mate vordenen. Datum Suderchopie anno 



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1467. August 25. 287 

domini MCDLXVIP feria tercia proxima post festum sandi Bartholomei apostoli, 
nostro secreto presentibus inferius appenso. 

Original auf Pergament. Rest des Siegelstreifens. 

881. 

Der Bath zu Lübeck ersucht den König von Dänemark um die Freigabe eines von 
den Ausliegern des Erzbischofs von Lund aufgebrachten Schiffes. 1467. 
August 28. 

Irluchtigeste hochgeborne forste, gnedige leve here. Wij don juwer 
koningliken majestad andächtigen weten, dat vor uns zint gekomen Hans Voss, 
bringer desses breves unde Hans Zirikes, unse borger, unde gheven to kennende, 
dat ze lange vor der tijd, eer uns juwer gnaden warschuwes breff benalet ward, 
dat men to Gudlande nicht zegelen scholde, een schipp dessen sulven Hanse 
Voss, dar de schipper uppe is Marcus Weydeman, mit kopmans guderen ok dessen 
Hanse Vosses, Hanse Zirikes, Lojs Witten unde Hans Berghsteden, alle unse 
borgher, tobehorende, na Gudlande warder to zegelende, hadde geladen. Welk 
schipp mit zinem innehebbenden gudh, unsen erbenomeden borgern tobehorende, 
uppe der wedderreyse dorch des erwerdigesten in gode vaders unde heren, heren 
ertzebisschoppes to Lunden utliggere angehalet zint, unde wante denne wij unde 
de unse mit juwer gnaden, deme genanten heren ertzebisschoppe unde den 
juwen nicht dan alle gud en weten unde sulke schipp, eer juwer gnaden 
warschuwinge an uns wart gesand, so vorscreven steit, na Godlande is gesegelt, 
ok unse borger vorbenomed nicht en wisten, do ze sulk schipp utsanden, dat 
ijd juwer gnaden en tegen were, dar to zegelende, dar to ze erebodich zint, ere 
strenge recht to don de, wil men en des nicht vorkesen. Bidden wij darumme 
juwe koninglike majestad deger andachtigen, yd so willen vorvogen, dat desseme 
Hanse Voss zin vorbenomed schipp, mit ziner tobehoringen unde unser borger 
guderen, dar inne wesende, angeseen ere unwetenheid vorscreven, gnedichliken 
weddergekaret unde gehantreket mögen werden, to ziner unde unse vorbenomeden 
borger behuff. Dat vordenen wij umme juwe koninglike maiestad alle wege 
gerne, de god spare lange wolmogen unde gesund. Screven unde unseme in- 
gesegele ame avende sunte Johannis decollacionis. Anno LXVH. 

Entwwf auf Papier, dem ein anderes, mutatis mutandis gleichlautend, an den Erzbischof von Lund, 

auf demselben Blatte folgt. 



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288 1467. August 30. 

S8S. 

Albert, Bischof von Lübeck bestätigt eine Verfügung seines Vorgängers zu Gunsten 
der Schwestern des Michaelis- Convents und erweitert den von demselben 

ihnen gewährten Ablass. 1467. August 30. 

• 

Univeris et singulis presentes nostras literas inspecturis et audituris 
Albertus dei et apostolice sedis gracia episcopus Lubicensis et in eum, qui 
omnium est vera salus, eternam caritatem cum indubitata noticia subscriptorum. 
Literas felicis memorie domini Arnoldi, quondam presulis Lubicensis, nostri 
immediati predecessoris, nonnullas oblaciones, cessiones, consecraciones et indul- 
gencias sub eiusdem predecessoris nostri vero secreto in se continentes atque 
domum sive conventum sororum ordinis sancti Augustini prope sanctum Egidium 
in civitate predicta concernentes nobis pro parte eorundem presentatas sanas, 
integras et illesas ac omni vicio et suspicione carentes recepimus huiusmodi 
sub tenore. (Folgt die Urkunde 1462 Februar 2.) 1 ) Post quorum quidem 
literarum preinsertarum presentacionem et recepcionem nobis et per nos, ut 
premittitur, factas fuit nobis pro parte prefatarum personarum conventus ante- 
dicti humiliter et devote supplicatum, ut easdem literas et singula ac omnia in 
eis contenta per nos lecta et visa et auscultata ipsa de verbo ad verbum trans- 
scribi, copiari et exemplari per fidelem mandare easque et ea approbare, ratifi- 
care et sub nostri sigilli appensione conflrmare dignaremur. Nos igitur Albertus 
episcopus prefatus supplicacionibus huiusmodi tamquam iustis et racionabilibus 
annuendo predictas literas de verbo ad verbum per fidelem transscribi, copiari 
et exemplari mandavimus vestigiisque predecessoris nostri antedicti inherentes, 
omnia et singula in eisdem literis contenta pro dictis matre, sororibus ac personis 
conventus prefati graciose concessa et donata de nostra episcopali et ordinaria 
auctoritate approbavimus, ratificavimus et confirmavimus ac presencium tenore ea 
approbamus, ratificamus et confirmamus. Insuper ut easdem, matrem at sorores 
devotiores et ad divinum cultum ferventiores reddamus, ad prefatos a predecessore 
nostro datas indulgencias ad singula per omnia, ut prefertur, totidem indulgen- 
ciarum dies de omnipotentis dei misericordia beatorumque Petri et Pauli aposto- 
lorum eius meritis et auctoritate confisi adjicimus. In quorum omnium et singu- 
lorum fidem et testimonium premissorum presentes nostras literas exinde fieri 
nostrique sigilli jusimus et fecimus appensione communiri. Datum et actum 

') s. Bd. IX. No. 440. 



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I 



1467. August 30. 289 

Lübeck in curia nostra episcopali, anno dotnini millesimo quadringentesimo sexa- 
gesimo septimo in crastino decollacionis beati Johannis Baptiste. 

l ) Ad mandatum dicti reverendi in Christo patris domini Alberti epis- 
copi Lubecensis Hermannus Alverdissem notarius publicus manu propria scripsit 

Original mit anhängendem Siegel. 

283. 

Der Rath von Grabow verweist die Adelheid Moller in ihrer Streitsache mit ihrem 
liruder Werneke Struve an den Rath zu Lübeck und zeigt dies diesem 
an. 1467. September 5. 

Vor alle den jenen de dessen breff zeen edder hören lessen, bosunderghen 
vor jw ersamen wyssen heren borgermesteren unde radmannen der stad 
Lubek bokennen wy borgermestere unde radmanne der stad Grabow nach willi- 
gheme denste, dat Werneke Struve medekumpan usses rades in user jeghen- 
wardicheyt des dinxesdaghes na unser leven frowen daghe assumpcionis, 2 ) dar 
syn suster Alheyd Mollers myd eren vrunden, de se do hadde jeghenwardich, 
stund, sijck both to like unde to rechte allent des to donde, so se de vorsich- 
tighen heren der stad Lubek na uthwysinghe des Stades bokes dar sulves in 
vruntschop se entwey settet hadden, recht tendest to to donde, dat Alheyd done 
sulves nicht boleven wolde, so hebben wy se wedder wysset vor de vorsichtig- 
heyt der heren der stad Lubek. Hiir weren an unde aver Mathias Bremer, 
Hinrik Rosen wynkel, Lubbeke Berndes unde Hans Brade, alle lovenwerdighe 
bedderve lüde myt us borgher to Grabow boseten, tughes loven unde eren 
werdich, de dat Vorrechten wyllen, so se van rechtes weghen schullen, wemme 
yd van em hebben wyl. Des to tughe hebben wy usser stad secret myd witlicheyd 
drucken heten nedden an dessen apenen breff. Ghescreven na gades bort dusent 
verhundert dar na in deme soven unde sostighesten jare amme sonavende vor 
nativitatis Marie. 

Original auf Papier. Rest des aufgedrückten Siegels. Appellationes vol. V. 



*) Von anderer Hand geschrieben. ") August 18. 

37 



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290 1467. September 8. 

284. 

Vergleich zwischen Thomas Lüneburg und Hinrich Mathias, dessen Ehefrau von 
ersterem überritten war. 1467. September 8. 
Witlick zij, dat schelinge gewest zint twisschen Thomase Luneborge, 
elikerae zone zeligen Bertram Luneborges uppe de ene unde Hinrike Mathias 
uppe de anderen zyden alse van der wegene, dat de erscreven Thomas Lune- 
borgh, Taleken den erbenomeden Hinrik Mathias elike husfrouwen mit eneme 
perde overgereden hadde etc. dar over ze denne dorch den ersamen her Hinrike 
van Hacheden radmanne, Clawese Kistenbuck, Hanse van deme Wolde, Luder 
Snaken, Alberte Eunkeel unde Philippus Man, an beyden zyden dar bij gebeden, 
fruntliken unde leffliken zint vorscheden unde vorliket in nabescrevener wijse 
also, dat de erscreven Thomas Luneborgh deme erbenomeden Hinrike Mathias 
hefft gegeven unde vornoget verteyn mark Lub., der zijk desulffte Hinrik van 
deme genanten Thomase to ziner genoge entfangen unde woll betalet irkande 
unde dar to, so schall unde will desulffte Hinrik vernogen unde betalen alle 
asteloen, ungelt unde unkost, dat bet an dessen dach darupp gekomen is. Unde 
hyrmede de obgenante Hinrik Matthias vor zyk, sine erscreven husfrouwen 
Taleken, erer erven, mage unde frund, geborne unde ungeborne hefft vorlaten 
unde vorlet den erscreven Thomass Luneborge, zine erven, maghe unde frund, 
geborne unde ungeborne, van der wegene van aller furder ansprake, wrake unde 
maninge genssliken qwijd leddich unde loss. 

Eintragung ins Ntederstadtbuch: 1467, nativitatis Marie. 

285. 
Heinrich Beuss von Plauen, des Ordensmeisters Statthalter, bittet den Bath von 
Lübeck, dem Komthur zu Memel die ihm genommenen Güter zurück- 
zugeben. 1467. September 11. 

Bruder Heinrich Rewsse von Plawen, homeisters stadthelder unnd 
komptur czu Morunge Deutsches ordens. 
Unnsern fruntlichen grus mit behegelichem willen unnd derbietunge alles 
guten stets czuvor. Ersame vorsichtige unnd wollweisen, besundere gutten frunde. 
Unns hat vurczalt der ersame unnd geistliche, des kompthur czur Memmel 
unnsers ordens, wie ir im etczliche guter so gut als vierhundert Eeinissche 
gülden czu Lubecke habet gerasteret unnd gehemmt umbe des willen, das her 
eyn schiff vor der Weyssel, das die czeit uff unnsers ordens feinde ströme 



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1467. September 13. 291 

begriffen ist, habe lassen nemen. So wisset ir ymmer wol, lieben frunde, das 
unnser homeister seliger und auch wir ken Lübeck unnd in andere stete haben 
lassen schreiben und warnunge thun, das nymande unnsers ordens feinde solde 
czufur thun, wer darüber van den unnsern uff feinde ströme warde begriffen, 
den solde man nemen, deme denne des gemelten hern kompthure ausleger also 
gethan haben, dorumb ir em denne das seine vorhaldet in raeynurige, her solle 
personlich czu euch ken Lubecke komen unnd solliche seine gutter erfordern, 
das unns denne umbillich duncket. Wir bitten euch, liben frunde, mit gancz 
vleissiger unnd fruntlicher bete, das ir dem genanten hern kompthur das seine 
widder gebet unnd unvorhindert volgen lasset, denne her in keiner meynunge 
ist, solliche seine gutter, die ir em vorhaldet, personlich von euch edder euwern 
rechten czu fordern, unnd bitten hirufl euwer schrifflich antwurt, das sich der 
kompthur forder dornach "möge richten. Stet unns fruntlich umb euch czu 
verschulden. Geben uff unnsem hawse Königsberg, im etc. LXVII ten jar, am 
freytage vor exaltacionis crucis, unnder uns homeisters secrete, des wir nu 
gebrawchen. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen unnd wolweisen burger meistern 
unnd rathmannen der Stadt Lubecke, unnsern besundern gutten frunden. 

Angekommen den 6. October. Original auf Papier mit Resten des Secrets. 

286. 

Beriholomeus Krakow wird begnadigt, statt der rechten die linke Hand zu verlieren. 
1467. September 14. 

Witlick zij, alse denne Bartholomeus Krukouw van deme ersamen rade 
to Lubeke vorordelt was, so dat men eme de vorderen hand scholde affgeledet 
hebben, darumme dat he Detharde Meyere myt eneme pyle dor de schulderen 
geschoten hadde, alsus zint vor den vorscreven rad to Lubeke gekomen de 
beschedene Michell Eenbast, Hans Hogermot, Kersten Hidde, Hinrik Rughe, 
Thonies Nageil unde Clawes Sprute, tome Stralessunde wonhafftich, densulfften 
rad gudliken anfallende unde begerende, ze deme erscreven Bartholomewese 
Krukouwen de vorderen hand laten unde em de luchteren hand affleden laten 
wolden. Deme de rad dorch erer gudliken bede willen also mildichliken gedan 
unde eme de vorderen hand gelaten unde ghegeven unde eme de iuchtere hand 
affleden hebben laten unde dat de rad to Lubeke ere nakomelinghe, borgere, 

37* 



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292 1467. September 14. 

inwonere, denere unde de eren desshalven in tokomenden nyne maninge wrake 
offte ansprake liden scholen, dar zint de genanten Michell Eenbast, Hans Hogher- 
moet, Kersten Hidde, Hinrik Kuge, Thonies Nagell unde Clawes Sprute myt 
eren erven myt samender hand unde eyn vor all gud vor. Jussu consulum. 

Eintragung ins Niederstadibuch: 1467, exaltacis sancte crucis. 

287. 

Der Bitter Erich Axelsson theilt dem Rathe von Lübeck mit, dass er wegen des 
Unrechts, das er selbst und seine Brüder von König Christian erlitten 
habe, Bache zu nehmen beabsichtige, bittet daher, den Handel mit Däne- 
mark aufzugeben, den Verkehr mit Schweden fortzusetzen. 1467. September 14. 

Vruntlike grote mit gutwillige irbedinge mynes vormogenden stede to- 
vorn. Ersamen guden vrunde, besundergen holden gonneren. Juwer ersamheide 
geleve to weten, wo dat ik juwer leve am latesten vorscreff, wo dat koning 
Cristiern hadde nw over eynem jare laten eynen dach unde vorram upnemen 
mit des rykes rad in Sweden to Calmaren uppe sunte Marien Magdalenen dach 
negest vorgangen 1 ) etc. Wat vortoch edder anvalles der benomede hefft, kan 
juwe ersamheyd unde eyn isslik gut man wol merken unde irkennen nach 
sulker vorvolginge, alse he vormiddelst unrechtverdige anwisinge et welker lüde, 
de eme aisulket angebracht, gheraden unde ankörnen hebben, dat he syne sake 
also utsetten unde vorenemen scholde, alse he nw an dit ryke, an vele guder 
lüde unde besunder an my, myne broder, vrunde unde mange mit gruvelikem 
vorderve angetastet unde began hefft unde dencket, wedewen weysen, vaderlose 
kinder, mynen broderen unde vrunden slote, leen, lande, lüde unde steden mit 
gelde unde gude unde mennige grote summe geldes, de unsen olden unde 
mynen brodern darupp gelent unde gedan hebben, hefft he en affgedwnggen 
mit sampt etweiken eren liggenden gründen unde vederlike erve jegen got, 
sine besegelden breve unde anderer heren unde fursten, dar uns vorsegelt unde 
bebrevet ys, uns to nogaftige betalinge untrichten unde gantz vornogen unse 
utgelende summe, er he jemanden jenige slote unde lande van mynen broderen 
effte vrunden nemen solde. Der gelyck wil he ok nicht bedenken unde anseen 
de grote sware denste, mennige lyves vare, vorteringe, wemod unde vullen- 
komen truwe bistand, ik, myne broder und vrunde, dat got kenne, eme truwe- 



l ) Juli 22. 



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1467. September 14. 293 

liken unde vlitigen bewiset hebben, alse he efte jemand uns [nicht] anders 
betugen edder mit rechte o verbringen soll. Hedde wij uns in jeniger mate vor- 
braken, so solde eyn isslik gutman allewege to eren rechte, reddelicheid unde 
allen gelimpe mechtich sin gewesen, wor he hadde uns dat irkennen laten unde 
to reddelker unde temelker esschinge vormanet unde uns so nicht overgevallen 
mit vorderve unde bestallinge, alse he nw an mynen brodern, an syne unde unse 
vederlike hove bestallet hefft, dat wij nw dencken, mit gade unde alle unser 
vrunde hulppe erensthafftigen äff to werende, unde hebben eyne erlike vor- 
waringe gedaen na gebore. TJnde got der here almechtich sy gelavet, so hebbe 
wij nw hijr eyn tall volkes, schepe unde were genomen, de he hyr im land 
mit ertzebischopp Jons gesant hadde uppe unse unde Sweden rykes argeste, de 
hir jamerleken gelevet hebben mit rove, brande, mord unde dotslage, unde 
dencken aisulken unsen schaden to saken unde enthalen an koning Cristiern 
unde allen synen medehelpperen, wor wy konen unde mögen. Darumme, ersamen 
besundergen guden vrunden, ik juwe ersamheit mit andechtleker vruntleker 
begeringe bidde, dat gy de juwen in Dannemarken nicht willen segelen laten, 
mit affore unde tofore to sterkende. Weret sake, dat jemand sick hir over to 
vordristede unde jenigen schaden daraver neme, dencke ik unde myne vrunde 
darto nicht to antwarden. De hyr int ryke segelen edder soken willen, de mögen 
unde scholen gade unde uns willekomen wesen unde «allewege to guder velicheit 
unde sekeringe na older vruntschopp unde wanheit gutliken besorget unde 
gevordert werden mit dem besten. Ersamen leven vrunde, ik sende dar eynen 
openen besegellden breff, juwe ersamheid biddende, dat gy gönnen unde tosteden 
willen uppe juwe kerkedore to settende, dat schal juw edder den juwen nergen 
to arge kamen. Hirmede bevele ik juw gode dem herren almechtich lange 
salich unde gesunt. Gescreven uppe Stockholm, am daghe des hilgen crucis 
exaltaoionis, under myme ingesegele, anno domini MCI)LXVII m0 . 

Erick Axelsson to Langno, ritter. 

Aufschrift: Den — — radmannen der stat Lubek, synen besunderen hollde 
gunneren unde guden wrunden. 



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294 1467. September 16. 

388. 

Der Rath zu Stockholm verwendet sich bei dem von Lübeck für Hinrieh Lassen, 
den Bevollmächtigten Peter Tordsens. 1467. September 16. 

Juw ersamen vorsichtigen wisen mannen, heren borgermesteren unde rad- 
mannen der stad Lubeke, unsen sundergen gunstigen guden frunden, don wy 
borgermestere unde ratmanne tome Holme kund unde witterlik, wo dat Peter 
Tordsson, borger in Stokholme, is gekamen vor uns in sittendeme stole des 
rades vor rad unde gerichte unde hevet vor uns, alse he mit rechte scholde 
unde mochte, vulmechtich gemaket unde in sinen woren procurator gesät unde 
gekoren Hinrek Lassan kopgeselen, bewiser dusses breves, intomanende unde 
uptoborende unde tovordenende sestich Lubesche mark, edder ok alsodanen 
summa penninge, alse seligen Peter Meissens, deme god gnade, rekenschappbock 
utwiset dorch fruntschopp edder recht. Unde wenner ergenante Hinrek Lassan 
hevet sodane summa peninge gutliken upgeboret, entfangen unde gehaven van 
deme ersamen Marquard Scherve unde mit eme overeens is geworden, so 
hevet he gantze vullemacht, macht quitancien darvan to gevende unde alle 
andere dinge, stucke unde puncte darby to donde unde to iatende, äff unse leve 
medeborger vorscreven, Peter Tordsson dar sulvest by don unde laten mochte, 
stede unde vaste to holdende, äff he personliken mit juw tor stede, vor ogen, 
by, an unde over jegenwardich were. Bydden dorch sulkent, ersamen guden 
frunde, willen vorbenomeden Hinrek Lassan in dessen zaken bystendich, vor- 
derlyck unde behulppen mit deme besten, so dat eme gude endafftige betalinge 
sehen mochte unde weddervaren van vorscreven Marquard Scherff. Yorschulde 
wij gerne an juwer ersamheid unde den juwen, wor wij konen unde mögen. 
In mer orkunda desser zaken und sekerheid hebbe wij unser stad secrete rugge- 
linges gedrucket an dessen unsen apenen breff. Geven unde schreven tome 
Stockholme, des negesten myddewekins na des hilgen cruce dach exaltacionis, 
anno domini MCDLX septirao. 

Unter der Datirung steht nachgetragen: unde sinen erven unde Vormunden, doch fehlt im Texte ein Zeichen 

dafür, wo dies eingeschaltet werden soll. 

Angekommen den 17. Dezember. Original auf Pergament mit Rest des aufgedrückten Siegels. 



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1467. September 17. 295 

289. 

Hans Balhorn, Vogt in Travemünde, zeigt dem Rathe von Lübeck Hinrich Tonnyges 
Rücktritt vom Bürgerrecht an. 1467. September 17. 

Mynen wylieghen denst to allen tijden. Leven heren. Jwer wysheit 
gheve ik to wetende, dat Hinrik Tonnyges, wyser disses breves, heft opghesecht 
de borgherscop to Travemünde des donredaghes, in der tamper vor sunte 
Michaelis daghe anno LXVII. To merer tughenisse der warheyt hebbe ik 
myn inghesegel drucket nedden an dissen sedel. 

Hans Balhorne, dener der stad Lubeke. 

Original auf Papier ohne Aufschrift mit Resten eines Siegels. 

290. 

Der Rath von Bremen schreibt dem Rathe von Lübeck, er werde im Stande sein, 
die demnächst fälligen Zinsen zu entrichten, bittet jedoch, hinsichtlich der 
Rückzahlung von Kapitalien nicht zu drängen. 1467. September 25. 

Unnsen fruntlijken denst unde wat wy gudes vormoghen thovorn. Er- 
samen heren unde leven frundes. So gy uns aver umme sodanne rente unde 
hovetstols, als wy ytliken juwes rades kumpanen unde borgeren sind pleghen, 
nmme des betalinge to donde, gescreven hebben etc., ersamen leven frundes, gij 
hebben lichte wol voresschet, dat wy in merkliken arbeide dem ghemenen 
wandernden copmanne to gude, umme de veliger to treckende, langhe tijd sin 
gewesen unde myt ener merkliken summen gheldes, de wy mit macht unde 
vlite gheoverd hadden, darto dat Wildeshusen to unnsen gnedigen heren van 
Bremen is ghekomen, ghehulpen hebben, welk ghold uns unnse gnedige here 
erbenomed van dem plochschatte, de twisschen Michaelis unde sunte Martens 
dagen nu schierst volgende werd utkomende, wel entrichten. Darvan, so wy ok 
doch herto in andacht ghewesen sind, wy denne juwes rades frunden unde 
borgeren vorgerord ere upgekomenen tinse leeflijken unde fruntlijken, so se uns 
entseth hebben, hantreken unde entrichten willen. Unde bidden denstlijken, 
gy by den juwen so guetlijken, se uns mit dem hovetstole nicht en drenghen 
noch vorhasten, vorfogen wellen. So drade wy dar yummer to komen konen, 
schole gy uns dar wol guetwillich ane sporen, unde is uns ok van herten leth, 
wy on sodanne vortogheringe hirynne doen scholen, des wy doch herto, kend 



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296 1467. September 25. 

god, nicht hebben konen wandelet!. Unde alz wy denne ok noch, tor tijd mit 
hern Gerde van Oldemborch unses dinghes to nenen uthdrage nae siner ent- 
holdinge sind gekomen unde nicht en wethen, wo sijk de sake slitende ofte 
unse gnedige here erbenomed sijk darynne schickende werd, mothen wy dorch 
sodannen vrochten sodann gheld, alz uns dagelijkes ankörnen kan, umme uns in 
der sake, oft des van noden wurde, to vorwetene an raschup, krut, pile unde 
des uns so dar bederf to were, leggen unde vorseen uns to juwer leve, ghemer- 
ket dat sijk desse veide mer van juwer unde anderer guder stede coplude, ok 
van des ghemenen gudes, den van unser unde der unser weghen insaket, gij unde 
de juwe uns desset aldus hardlijk unde strengelijk myt dem hovetsummen uns 
to vurderen schaden unde bedrucke, den dar wy rede ynne sind, nae juwer 
unde unser guden handelinge nicht theen en willen, ghelijk ok andere erbare 
stede, den wy schuldich sind, uns sodannes in sulker scharpheit nicht vor en- 
settet unde unse noet mede anseen, so wol manniger guden stad geschuet. 
Darynne gy uns ok gutwillich willen erschinen, wente wy willen juw alz vrome 
lüde, vruntlijken wol entrichten, so wy ersten konen unde moghen. Desulve 
juwe ersamheit wy gode unsem heren wolmoghende bevelen. Screven am vri- 
dage vor Michaelis archangeli, under unser stad secret, anno etc. LXVIL 

Consules Bremensis civitatis. 

Aufschrift: Den — — radmannen der stad Lubeke, unnsen u. s. w. 

Original auf Papier mit Resten des Secrets. 

391. 

Vertrag des Baths von Colberg mit dem Rathe von Lübeck über die Zahlung der 
demselben schuldigen 600 m$. 1467. September 30. 

Witlick zij alsweme. So alse denne twijschen den vorsichtigen heren 
burgermestern unde radmannen der stad Lubeke, uppe de enen, unde den er- 
samen heren borgermestern unde radmannen to Colberge uppe de andern zijden, van 
wegen etliker twijstigen sake twijschen en unde den eren een rechtes utsproke be- 
sproken unde eyn recess bynnen Rostock hir bevoren besloten is, darinne sunderges 
ward berored van wegen sosshundert mark Lubesch, de de van Colberge den van 
Lubeke schuldich zint, van der wegen uppe data desser schrifft bynnen Lubeke dorch. 
de ersaraen heren Hinrik Ebelingk unde Andreas Gheverdes, radmannen to 
Lubeke, van dem rade darsulves hirto gefoged, uppe de enen, unde dem ersamen 



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1467. September 30. 297 

her Merten Daleken, radmannen unde sendeboden van Coibergho na inneholde 
ener oredencien van dem rade darsulves vorsegelt unde an den rad to Lubeke 
gesand, uppe de anderen zijden, is vorhandelt unde besloten, so hir nascreven 
steit, so dat de rad to Colberge uppe paschen negest körnende 1 ) dem rade to 
Lubeke vernugen unde betalen schal anderhalffhundert mrk. Lub. unde so vort 
alle jar to be talende, so lange de erscrevenen sosshundert mark en deger unde 
all sint vernuged unde betalet. Weret aver, dat sodane betalinge nicht geholden 
wurde, schol eyn jewelick an beyden syden unvorkortet wesen, unde desse recess 
schal dem ersten recesse, to Rostock gesloten, in nynen articulen to vorfange 
wesen. Unde twijsschen nu unde Michaelis negest körnende schal ok Hans Brawen, 
borgers to Lubeke, sake, de he mit den van Colberge hefft, deger unde all 
geendiget werden. Des so scholen de van Lubeke mit eren iyve unde gudern 
der van Colberge unde der eren unde wedderumme de van Colberge mit eren 
lyve unde gudern der van Lubeke unde der eren seker unde velich wesen ane 
alle list unde geverde beth to sunte Michaelis bovenscreven. To merer seker- 
heit unde vorwaringe is desser schriffte twe eens iudes de ene uth der anderen 
gesneden, darvan de rad to Lubeke de enen unde her Merten Daleken vor 
benomed de anderen hebben in vorwaringe. Geven unde screven binnen Lubeke, 
na der bord Cristi unses heren dusend veerhundert jar darna im sovenundesostigesten 
am midweken negest na sunte Michaelis dage des hilgen ertzengels. 

Eintragung in das älteste Eidebuch fol. 50 

292. 

Die Aelterleute des Kontors zu Bergen theilen dem Rathe zu Lübeck eine Eintragung 
aus ihrem Recessbuche vom Jahre 1464 mit, wonach gegen ein von ihnen 
gesprochenes Urtheil nach Lübeck appellirt worden ist. 1467. October 4. 

Vor all denyennen, die dessen unnsen apenen brieff zien, hören edder 
lesen unnd zust vor alsswera bekennen olderman unnd gantze gemeyne kop- 
manne van der Dudisschen hensse nhu tor tyd to Berghen in Norwegen resi- 
dernde witliken unnd apimbar betugende yn unnd mit dessemen briffe, dat wy 
gevordert van weghen Hermen Schottelere yn twistighen saken etlige tzummen 
gheldis unde ock vorpandinge mit uns to Berghen gescheen, andrepende tusschen 
deme genanten Hermen Schotteier van eyneme, Gherde Ghyringhe unnd Dirck 
Johannssen vamme anderen parte tor tijd vor unsen vorfarden vorhandelt, etlike 

") April 17. 

38 



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298 1467. October 4. 

scriffte unnd recesse yn unseme afscheyde unnd recessboke ghevunden unde 
dar uthgetaghen hebben, ludende van worde to worde alduss: Anno etc. LXIIII 
des zonavendes na Petri et Pauli 1 ) vor der menheyt was Hermen Schotteier 
mit Dirck Johannssen unnd Gherde Ghiringhe, ansprekende zie umrae schuld 
druddehalffhundert marck Lubesch, die ehm Dirck ergenomet vor den soss 
mannen unnd kopmansboke bekant hadde schuldich wesen, dar vor hie em vor- 
pandet hadde ere huss, yn deine Finegarden beleghen, ghudere, retschoppe unnd 
schulde to Bergen unnd yn Norwegin nha lüde eyner scrifft yn dajt vorscreven 
kopmanssbock ynt iare LXIII gescreven, beghernde betalinge siner schuld off 
zick to wisende yn syn pand nach dess kopmans wilkore unnde nha rechte. 
Des wart dar ghelesen die bavenscreven scrifft, Dirck Johannssen stund der 
schuld tho der vorpandinge tho unnd sprack, die gudere vor die schuld weren 
gekamen yn erer beyder Dirckes unnd Gherdes beste, die olderman vraghede 
Dircke unnd Gherde, wer zie ock vulkamen masschuppe weren, dho die vor- 
pandinghe schach unnd noch ieginwardighen. Dar zie beyde to antwerdeden: 
ya, sunder Gherd sprack, nachdeme die vorpandinge yn sineme afwesende unnd 
sunder sinen willen unnd weten were gheschien unnd dit huss tovorne vor 
schepen unnd schulten to Deventer weren vorpandet, zo hapede hie die vor- 
pandinghe scholde machtloss wesen unnd bath, zyn recht to scheltende vor den 
rad to Lubeke. Desseme ward geweigert, nachdeme die menheit tovoren yn der 
zake tusschen H. Helmsteden unnd den schuldeneren zeugen Hans Breest 
gewilkort unnd belevet hadde, nene zake, die des kopmans wilkore unnd bock 
anroren, nha deme daghe uthtostedende unnd wart na besprake affgesecht vor 
recht: na deme male die vorpandinge vor den sess mannen were geschien nha 
lüde des kopmans wilkore yn deme artikel: die vorpandinge dhon wil etc. unnd 
dat gescreven yn dess kopmans bogk, Dirck ock der schuld unnd vorpandinge 
tostund unnd die gudere yn die zelschup wezen gekamen unnd zie beyde vul- 
kamen masschuppe weren, zo scholde die vorpandinge unnd kopmansbock by 
macht bliven. Desz toghede Gherd Ghirinck enen breff, van Dirck Johannssen 
an Hermen Schotteier gescreven, dar van vordechtnisse wart irweckt unnd lede 
ehn beyden yn vordeckeden worden unerlike zake tho, die dar esscheden mer 
strengheckeit des rechtis, wenne deme kopmanne borde to richtende, zo dat zie 
beyde Gherde to vorfange unnd ehn uthtodrenghende die schuld loghenhafftichen 



*) Juni 30. 



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1467. October 4. 299 

gemakt unnd die vorpandinge alzo mit lossheyt yn dess kopmans bock gebracht 
hadden, beghemde mit gebogheden kneen, dat hie umme der sake willen noch 
dat ghesprakenne ordel muchte scheiden vor den rad to Lubeke. Hermen be- 
gherde, by deme uthsproke to blivende unnd wolde vor deme kopmanne recht nemen 
unnd gheven to eneme gantzen ende. Alduss na besprake wart Gherde gheghund 
dat ordil vor den rad to Lubeke; Hermen begherde die vorpandinge uth dess 
kopmans boke, dat gespraken ordil und die sake yn scrifften unnder dess kop- 
mans zeghei an den rad to Lubeke unnd borghen vor kost und theringhe nha 
lüde dess kopmans wilkore yn deme artikel: we na deme ordil appelleren wolde 
etc., welik eme van der menheit wart toghesecht unnd gheghund dergeliken. 
Actum ut supra. 

Anno etc. LXIIII octava Petri et Pauli 1 ) Gherd Ghirinck vor den XVIII 
mannen vorborghede Hermen Schottelere kost unnd theringe yn der zake der 
appellatien unnd schuldenen ordels van deme kopmanne vor den rad to Lubeke, 
wente to uthdraghe unnd ende des rechtis uppe mitfasten tothokamende to vor- 
folgende na irkentnisse des vorscreven rades unnd der zake darsulves to vor- 
folgende unnd anders nerghen. Borghen zin Gherd Wobelssone van Deventer, 
schipper, Johan Brand, Gherd ton Brockhuss unnd Dirck Kortenhorst. Item vor- 
borghede dosulves Hermen G. Ghirinck yn dersulven sake vor deme ghesechten 
rade raht nemen unnd gheven to eneme gantzen ende. Borghen zyn Wilm van 
Lewen unnd Gosswin Klenckenbergh. To orkunde unnd merer bekentnisse mit 
unserem angehangenden ingesegel nha Cristi unses heren gebort dusentvirhundert 
dar na ymme sovenundesostigesten iare amme sondage nha Michaelis archangeli 
witliken vorseghelt. 

Original auf Pergament mit Siegel am Pergamentstreifen. 

393. 

Papst Paul II gewährt denen Ablass, die in der Kapelle des heiligen FaHantis 
und Sebastianus und der heiligen Elisabeth den Lobgesängen zu Ehren 
der Maria beiwohnen. 1467. October 6. 

JP aulus, servus servorum dei. Universis Christi fidelibus presentes litteras 
inspecturis salutem et apostolicam benedictionem. Licet is, de cuius munere 
venit, ut sibi a suis fidelibus digne et laudabiliter serviatur, de abundantia sue 

») Juli 6. 

38* 



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300 1467. October 6. 

pietatis, que merita supplicum excedit et vota, bene servientibus sibi multo 
maiora retribuat, quam valeant promereri, nichilominus tarnen desiderantes domino 
populum reddere acceptabilem et bonorum operum sectatorem, fideles ipsos ad 
complacendum ei quasi quibusdam ailectivis muneribus, indulgentiis videlicet et 
remissionibus invitamus, ut exinde reddantur divine gratie aptiores. Cum 
igitur, sicut accepimus, in capella sanctorum Fabiani et Sebastiani ac Elizabeth 
sita in parrochiali ecclesia beate Marie Lubicensi singulis diebus höre eiusdem 
beate Marie ex ordinatione et concessione ordinarii loci consueverint lau- 
dabiiiter decantari et propterea ac alias singularis causa devotionis sepius ad 
eandem capellam ingens Christi fidelium confluat multitudo, nos cupientes, ut 
huiusmodi devotio ferventius vigeat et augeatur ac araplior inde succedat salus 
animarum dictaque capella congruis honoribus frequentetur et fideles ipsi eo 
libentius ex dicta causa confluant ad eandem, quo ex hoc ibidem dono celestis 
gratie uberius conspexerint se refectos, de omnipotentis dei misericordia ac bea- 
torum Petri et Pauli apostolorum eius auctoritate confisi omnibus vere peniten- 
tibus et confessis, qui in dominica Letare, Quadragesime et Omnium sanctorum 
diebus dictam capellam devote visitaverint annuatim singulis diebus eisdem, 
quinque annos et totidem quadragenas de iniunctis eis penitentiis, misericorditer 
relaxamus presentibus perpetuis futuris temporibus duraturis. Volumus autem, 
quod, si alias visitantibus capellam predictam vel ad eius fabricam seu conser- 
vationem manus porrigentibus adiutrices aut alias inibi pias elemosinas erogan- 
tibus seu alias aliqua alia indiugentia imperpetuum vel ad certum tempus non- 
dum elapsum duratura per noc concessa fuerit, huiusmodi presentes littere 
nullius existant roboris vel momenti. Datum Kome, apud sanctum Marcum, 
anno incarnationis dominice millesimo quadringentesimo sexagesimo septimo, pridie 
nonas Octobris, pontificatus nostri anno quarto. 
Auf der Falte: A. de Urbino. 

Original mit an rotk und gelb seidenen Schnüren anhängender Bulle. 

394. 

Der Rath zu Lübeck zeigt dem Rigaer Rathmann, Hermann Reyneman in Königs- 
berg an, dass er dessen Streitsache mit Ritter Ahe Axdsson zu vergleichen 
sich bemühen werde. 1467 . October 7. 

Deme ersamen her Hermen Beynemanne, radmanne to de Bige, to 
Koningesberge wesende. 
llirsame leve her Hermen. De ersame her Bertold Witijk, unses radess 
borgermester, hefft uns laten lesen enen breff, dorch juw an ene gescreven 



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1467. October 7. 301 

inneholdende van ener copien enes besworen breves, van deme rade van Dantzke 
gegeven, unde wo dat gij juwe zake willen zetten bij uns etc. hebben wy to 
guder mathe wol vornomen unde don juw darupp gudliken weten, dat de ge- 
strenge her Ake Axelsson, ritter, hefft uns in eertijden gescreven, he wii zijk 
alles dinges bij de gemenen hensestede unde uns setten etc. Gelevet juw dat, 
gij juw deshalven ok so vorboden, mochten wij denne sulkent heren Aken 
vorscriven. Wes wij denne gudes darto don konden, dat gij under malkanderen 
gudliken mochten gescheden werden, deden wij gerne. Sijt gade. Datum under 
unseme signete, feria quarta ante Dyonisij, anno LXVII. 

In dorso: Domino Hermanno Keyneman, consul to Eige in causa mit her 
Ake Axelssone. 

Entwurf auf Papier. 

295. 

Der junge Marquard von Hameln wird wegen Ungebühr gegen seinen Vater auf 
einige Zeit in Haft gesetzt. 1467. October 9. 

Witlick zij dat de ersamen heren, de rad to Lubeke, 1 ) deme beschedenen 
Hinrike van Hamelen dorch ziner fruntliken bede willen ere slote unde thorne 
gelevet hebben, umme zinen sone Marquarde van Hamelen, de zyk denne tegen 
den erscreven zinen vader Hinrike van Hamelen unordentliken unde ungeborliken 
hefft, ene tijd langk dar in to settende unde ene darsulves under zinen egenen 
kosten inne toholdende unde to bewarende. Alsus de genante Hinrik van 
Hamelen myt sampt der beschedenen mannen Mathias Gravenstede, Ludiken 
Tunder, Hanss Persone unde Titken Bussouwen hebben deme rade to Lubeke 
gelovet: weret zake dat zyk de erscreven Marqward uthe sodanen sloten unde 
thorne brekende worde unde deme rade to Lubeke eren borgeren edder den 
eren jenige ov erlast unde gewalt donde, dat ze denne mit eren erven den vor- 
screven rad to Lubeke unde de eren dar äff entheven unde ze dan van schade 
loss holden scholen unde willen. Jussu consulum. 

Eintragung ins Niederstadtbuch: 1467 Dyonisij. 



*) to Lubeke doppelt geschrieben. 



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302 1467. October 9. 

296. 

Briefbeförderung durch Schiffer. 1467. October 9. 
Miohell Stangendorpp, eyn schipper vor deme ersamen rade to Lubeke 
wort gefraget, offt de ersarae her Hinrik van Stiten, borgermester der stad 
Lubeke, eme ok jenige breve overgeantwert unde gedan hedde in der zake 
Herbordes van der Linden, umme de deme ersamen rade to Eevell overtoantwernde 
unde to benalende unde offt de sulffte her Hinrik eme ok gesecht hebbe, dat he 
deme rade to Eevell seggen scholde, dat ze uppe dat inneholt sodane breve 
enckede vordacht scholden wesen unde dat woll to herten nemen. Darupp de 
ergesechte Michel antworde, dat he sodane breve van deme erscreven heren 
Hinrike nicht entfangen hebbe unde dat de sulffte her Hinrik eme ok nichtes 
van der wegene deme vorgemelden rade to Eevell to seggende bevalen hebbe, 
mer he hebbe etlike breve entfangen van schipper Detmer Pale, de eme gesecht 
unde bevalen hebbe, dat he deme rade to Eevell de antweren unde en segghen 
scholde, dat se zyk na deme inneholde dessulfften breves hebben scholden. Dar 
negest wort de ergemelde Herbord van der Linden gevraget, offt he sodane 
breve deme ergesechten heren Hinrike van Stiten gedan unde bevalen hedde 
an de rad to Eevell to bestedende, dar to he: neen zede, sunder he hedde 
zulves in ziner eghenen hand sodane breve gedan unde geantwert schipper 
Detmer Pale, umme de an den rad to Eevell to bestellende, so eyn sodans eyn 
isslick vor sin hovet mit utgestreckeden armen unde upgerichteden vingheren 
stavedes eedes iyffliken to den hilgen gesworen unde vorrichtet unde des vor 
desseme boke bekant helft. Jussu consulum. 

Eintragung ins Niederstadtbuch: 1467, Dyonisij. 

397. 

Wer gegen Erben eine Schuld des Erblassers einklagt, hat den Beweis auf die tote 
Hand zu führen. 1467. October 9. 

Dominis consulibus Eevaliensibus. 
.EJrsamen wijse heren, besunderenn guden frunde. So gii uns hebben 
gescreven, dat vor iuw gekomen zin her Hermen Wernyngk, iuwes rades mede- 
kumpane unde Eenolt ther Oesten, iuwe medeborgere, an de ene unde de vor- 
mundere seligen Segeboden Swanen kindere an de anderen zijden van schelinge, 
de se under malkanderen hebben der nalatenen gudere unde schulde halven 



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1467. October 9. 303 

seligen her Heneman Swan, alse iuwe breff under veleme langen vorhale beyder 
partb.ie furder inneholdet. Darupp gij na rijpeme rade unde besprake vor recht 
gewist unde gedelet hebben: Na deme dat her Hermen unde Keynold vor- 
screven stonden unde in ereme ordele voreden, dat se willen manen gudere na 
doder band, kunnen ze enige schuld tughen uppe den doden na Lubescheme 
rechte, dar gha id furder umme, alse recht is. Welk iuwe gewijste unde af- 
gesproken ordel her Hermen unde Reynolt bisproket unde geschulden hebbet 
vor uns unde sint begerende, wij desse ordele entscheden willen, in unse delinghe, 
under unser stad secrete vorsegelt, wedderumme na older loveliken wonheid 
to benalende. Hebben wij allent to guder mathe wol vornoraen unde don iuw 
darupp gudliken weten, dat wy na unseme riipeme rade unde besproke sulk 
ordel na Lubescheme rechte approberet, bevestiget unde confirmeret hebben, ap- 
proberen, bevestigen unde confirmeren in krafft desses unses breves. Gode etc. 
Screven under unser stad secrete am vridage sunte D[i]onisii anno etc. LXVH m0 - 

Consules Lubicenses. 
Cod. ordal. fol. XXII b. 

298. 

Der Eath zu Salzwedel bezeugt dem Langehans seine treuen Dienste. 1467. October 14. 

Wy borghermeister unde radmanne der stad Soltwedel bekennen openbar 
vor allis weme, de dessen unsen bref zeen efte hören lezen, alze Langhehans in 
unseme denste is gewesen, sso danke wy Langhehanse synes truwen denstes 
uude syner guden handelinghe unde ift he unses denstes furder begheret hedde, 
wolde wy en furder gherne vor eynen dener gheholden hebben. Worumme bidde 
wy eynen isliken fruntliken, he one wylle fruntlik, behulpelik unde vordelik 
dorch synen truwen denstes unde guder handelinghe wylle wesen. Vordene 
wy alle tijd jeghen eyneme isliken in eyneme gheliken efte groteren myt alleme 
flite gherne. Des to merer tuchnisse hebben wy laten drukken unser stad 
secrete an dessen apen bref, de ghegheven is na Cristi ghebort dusent verhundert 
in deme sevenundesestighesten jare an deme daghe Kaiixti des hillighen pawess 
unde mertelers. 

Original auf Pergament mit aufgedrücktem Siegel unter dem Texte. 



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304 1467. October 16. 



309. 



Beweiskraft des Eides. 1467. October 16. 
Witliok zy, dat Hans Leytvordriff vor dem ersamen rade to Lubeke to 
sprake gedan hefft to Kersten Baden, Hanse Westvaell unde Hanse Bur, vor- 
munderen Katherinen Mouwen, alse umme sostehalffhundert mark Lub., de desulffte 
Catherine unde twehundert mark Lub. de Hans Bur personliken deme erscrevenen 
Hanse Leytvordrive scholde schuldich wesen etc. Darto de erscrevene Kersten Bade, 
Hans Westvall unde Kersten Bur antworden, dat ze mit dem erscrevenen Hans Leyt- 
vordrive van sodaner vorgerorden schuld wegen ene eilende sake gedegedinget 
hadden, so ze dat mit besetenen borgern to Lubeke tugen wolden so recht were. 
Darupp de rad affzede vor recht: konden ze dat tugen, dat ze mit Hanse Leytvordrive 
der vorscrevenen tosprake halven ene eilende zake gedegedinget hedden, so 
weren ze der tosprake notlos. Alsus de erscrevenen vormundere darsulves vor den 
rad brochten, de beschedenen manne Hans Sligmanne unde Pauwell Louwen, 
besetene borger to Lubeke, de denne overbodich weren to tugende, so recht 
were, dat de ergenanten vormundere mit Hanse Leytvordrive der vorgerorden 
tosprake halven ene gantze eilende sake gedegedinget hedden. Des de rad 
Hanse vragede, offte he eren eed hebben wolde. Darto he antworde unde neen 
zede unde gaff en den eed to. Darupp de rad de erscrevenen vormunder der 
erbenomeden tosprake halven delede notlos, welk de vormundere begereden, in 
desset der stad Lubeke boek tor witlicheid to schrivende, deme de rad so 
bevall to bescheende. 

Eintragung in das Niederstadibuch: 1467, Galli. 

300. 

Der Bath zu Riga ersucht den von Lübeck, in der Streitsache zwischen Hermann 
Beynemann und Bitter Ake Axelsson vermitteln zu wollen. 1467. 
November 3. 

Unsen fruntliken grut mit vormogen alles guden tovoren. Ersamen 
vorsichtigen heren, besunderen guden gunnere unde vrunde. Alse wij denne 
juwer ersamheit wol vakenne eer geschreven hebben van deme ersamen heren, 
Hermen Eeynemanne, unses rades medecumpane, de to juwer vorsichticheit nu 
nach unseme schrifftlikeme raede in den saken tusschen deme strengen heren 
Aken Axelssone, hovetmanne to Wardeberghe unde her Hermen gewant juwer 



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1467. November 3. 305 

leve egentliken wol witlich körnende wert, dat he er nach unseme vorschrivende 
solde vorvolget nnde vullenbracht hebben unde de gnante here Ake de sulvigen 
saken an juwe ersamheide tor fruntlicheit hevet gesath etc. So bidden wij juwe 
ersamheide deger fruntliken mit alleme vlite, dat de umme unser bede unde 
des gemenen besten willen sik in de saken setten wille unde an den gnanten 
here Aken dar vorschriven, unde her Hermen vorbenomed dar inne sunderlinghe 
gunst, hulpe, radt unde bistant to bewisende, uppe dat de saken fruntliken möge 
gevlegen unde entscheden werden, also dat her Ake desshalven vorder unclagafftich 
unde de unschuldige koppmanne unde zeevarende manne unbeschediget mögen 
bliven. Juw, leven heren, hirinne gutliken dorch des gemenen besten willen 
to bewisende, vorschulde wij hochliken umme juwe ersamheide alle wege na vor- 
mogen gerne, de godt sundt lange wolmogende mothe bewaren. Schreven under 
unseme secrete ame dinxdage negest na omnium sanctorum, anno dominis etc. LX VIP. 

Consules Bigenses. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen unde wijsen mannen, heren borghermeisteren 
unde radmanne der stadt Lubeke, unsen besunderen vrunden mit 
ersamheit. 

Angekommen 1468, April 11. Original auf Papier mit aufgedrücktem Siegel. 

301. 

Die Brüder Volrad und Otto von Ritzerau verkaufen dem Heinrich von Hachede, 
Rathmann in Lübeck, für 500 rrty eine jährliche Rente von 35 rri^L aus 
dem Hofe Klein- Ritzerau nebst Zubehör unter dem Vorbehalt des Wieder- 
kaufs. 1467. November 7. 

Wy Volrad unde Otte brodere geheten de Ritzerouwe wonhaftich am 
kerspele to Nutzee des stichtes Rasseborgh bekennen unde betugen opembare in 
unde myt desseme unseme breve vor alle den de ene zeen edder hören lesen, 
dat wy vor uns, unsen broder Detleff, unse suster unde unse erven unde vor 
alle den yennen, der eer vulbord hirtho behoret, mit wolbedachtem mode, guden 
vTyen willen rechte unde redeliken hebben vorkoft unde upgelaten, vorkopen 
unde uplaten unde voriaten iegenwardigen in kraft desses breves deme ersamen 
her Hinrike van Hacheden, radmanne to Lubeke, unde sinen erven edder witliken 
hebberen desses breves vifundedertich mark iarliker gulde unde renthe von 
viff hundert mark Lubesch, de he uns an gudem groven pagimente to unser 



39 



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306 1467. November 7. 

genoge wol geteilet unde betalet hefft, de wy vort in unse unser medebroder 
unde suster nuth unde profijt witliken hebben gekeret unde uthegeven, in unde 
uth unsem vorscrevenen hove geheten Lutken Bitzerouwe myt alle sinen to- 
behoringen alse nemliken mit der halven molen, mit dem halven zee unde deme 
halven dijke, myt dem halven dorpe Lutken Kitzerouwe, mit alle dem, des unse 
vorfaren unde wy dartho sus lange hebben gebruket, id sy an dorppen, holten 
ackeren, wijsschen, weyden, densten unde ghemeenliken an allerleye plege unde 
guderen, bewechlik unde unbewechlik, so wy de ye vryest beth hertho hebben 
beseten, mit der beteringe der tweer unser helffte der dorpere Tramme unde 
Wolstorpe, mit unsen dele des dorpes Poggenzee unde Lutken Ritzerouwe nichtes 
buten bescheden. Unde wy Volrad, Otte, Detleff, unse suster unde unse erven 
vorbenomet scholen unde willen uppe unse egene kost, arbeyd unde eventur 
deme vorscrevenen heren Hinrike unde synen erven edder hebberen desses 
breves mit ereme willen sodane vorscrevene viffundedertich margk renthe bynnen 
der stad Lubeke alle jar in den achte dagen sunte Hertens des hilligen bisschoppes 
fruntliken unde unbeworen betalen. Weret ok, dat dem vorscrevenen heren 
Hinrike offte zinen erven jenige togeringe darane schege, dat god afkeren 
mothe, so scholen noch en willen wy, unse erven noch yemand van unser 
wegen uns myt den vorbenomeden guderen nenerleye wijs beweren in brukinge 
offte genete, men de erbenomede her Hinrik unde sine erven mögen ze denne 
antasten qwyt unde vrygh, vredesam unde umbeworen der bruken, so lange ze 
ere vorscrevene renthe, koste, theringe unde schaden, deshalven bescheen unde 
geleden, gentzliken daruth entfangen hebben, so vaken en des behoft werd 
sunder allen hinder und bewernisse offte naschuldinge unser unde enes yewelken. 
Wij willen ok, dat ze hebben scholen vrije unde vulle macht, de erscrevene 
renthe uth dem vorscrevenen hove unde zinen tobehoringen to pandende vor- 
myddelst wemen ze willen, de pande unvorfolget wechtonemende unde darmede 
don na ereme willen sunder alle broke, bekummernisse, hinder offte naschuldinge 
unses unde ene yewelken, der pandinge unde naschuldinge unde wes dar van 
entsteyt, willen wy ze deger unde all schadelos holden. Hirenboven loven wy 
Volrad unde Otte unde wy medelovers nabenomt by unsen truwen, weret dat 
desse vorscrevenen dinge in yenigen puncten offte artikelen gebroken wurden 
unde de betalinge nicht geholden wurde, dat wy denne samptliken edder eyn 
islik by sick in dem veerteynsten daghe na deme vorscrevenen dage sunte 
Mertens des hilligen bisschoppes to Lubeke in komen, dar wontlik unde truwlik 



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1467. November 7. 307 

inleger holden willen upp unse egene kost trade e venture, dar ok nicht uth- 
toschedende sunder her Hinrikes, ziner erven unde hebberen desses breves mit 
ereme willen, wetende unde willen unde eer sulke bovenscrevene renthe, koste 
nnde schaden darumme gedan unde geleden en deger unde all vornuget unde 
betalet sin geworden; hirane schall uns nenerleye veyde, unwille noch orloge 
nemeliken mit der vorscrevenen stad Lubeke unde unsem gnedegen heren hertogen 
Johanne van Sassen unde sinen nakomelingen eder yenigen anderen herschoppen 
entschuldigen, sunder wy scholen unde willen sodane wontlik inleger unde alle 
artikel desses breves gelijk vast unde stede holden. Wij bekennen ok dat sulk 
erscrevene hoff mit den beuomeden tobehoringen unde ghuderen nu iegenwardigen 
vryg unde unvorsath sy. Wij willen unde scholen ok den vorbenomeden hern 
Hinrike unde sinen erven den erscrevenen hoff unde gudere myt sinen to- 
behoringen vrijg holden van aller beswaringe unvorandert unde der vorscrevenen 
renthe unde hovedsumrae rechte darane waren, beschermen unde entweren vor 
alle ansprake unde bewernisse enes yewelken. Unde wy hebben zee vor uns 
unde unse erven in de were unde vredesamen besittinge gewiset, setten unde 
wysen ze dar in myt krafft desses breves unde willen deme vorbenomeden her 
Hinrik van Hacheden unde zinen erven alle dingk darane keren tom besten 
sunder alle arch. Doch hefft uns de vorbenomede her Hinrick unde sine erven 
der fruntschop gegund, dat wy desse vorscreven vyffundedortich margk renthe 
alle jar in den achte dagen des werden bisschoppes sunte Mertens vor viffhundert 
margk Lubesch wedderkopen mögen, demesulven her Hinrike unde synen erven 
den hovedsummen mit der vorsethenen plichtigen renthe unde mit allen schulden 
bynnen der stad Lubeke tosamende to betalende in ghudem groven pagimente, 
alse dar denne genge unde geve is. Wy zin ok plichtich en den wedderkop 
in den achte dagen to pinxsten thovorn to seggen unde witliken to vorkun- 
digende. Alle vorscrevenen stucke unde artikele unde eyn islick by sick love 
wy Volrad unde Otte vorbenomed vor uns unde unse erven mit unsen truwen 
medeloveren, alse Ludeleff Schacke to Gultzouw, Otte Wackerbard tho Kowal, 
Luder Dergetze to Mustyn, Otte Schacke tor Basthorst unde Hinrik Schacke 
Ludelfes sone, ok wonhaftich to Gultzouw, loven unde seggen vor uns unde unse 
erven mit den genanten Volrad unde Otten unde eren erven ungescheden mit 
samender hand unde eyn islik vor uns alle den vorbenomeden hern Hinrike, 
zinen erven unde hebbere desses breves mit ereme willen, he zy geistlik edder 
werlik, in ghuden truwen unde myt gantsem geloven stede, vast unde unvor- 

39* 



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308 1467. November 7. 

seriget to holdende, nynerleye insage, argelist, nyefunde unde uthnemynge, were 
edder behelpinge hirtegen to netende edder to brukende, darmede desse breff 
waringe edder betalinge offte desse breff mochten gekrencket unde gebroken 
werden van yenigen saken effte anvalle na esschinge unde tholatinge geystlikes 
oflfte werükes rechtes. To merer vorwaringe unde groterer sekerheid aller vor- 
screvenen dingk hebben wy hovedman unde medelovere alle vorbenomed vor 
uns unde unse erven mit ghudeme vryen willen unse ingesegele witliken hengen 
laten an dessen breff. Gheven unde screven na der bord Cristi unses heren 
dusent veerhundert darna im sovenundesostigesten jar am sonnavende vor sunte 
Mertens dage des hilligen bisschoppes. 

Original mit sechs anhängenden Siegeln. Das des Luder Bargeiz fehlt, ein Einschnitt für dasselbe ist vorhanden. 

303. 

Detlev Buchwald auf Johannisdorf verkauft dem St. Johannis-Kloster für 50 my. 
eine jährliche Rente von 3 1 / 2 n$ aus seinem Hofe Steinhagen unter 
Vorbehalt des Wiederkaufs. 1467. November 10. 

lk Detleff van Boekwolde to Johanstorppe in dem kerspele to Dartzouwe 
bekenne unde betughe openbare in desseme breve vor alle den, de ene zeen 
edder hören lesen, dat ik vor my unde myne erven vriest wolberaden modes den 
erwerdighen unde gheistliken, vrouwen, ebbedisschen, priorissen unde den gantzen 
convente der clostervrouwen to sunte Johanse Ewangelisten bynnen Lubeke unde 
eren vormunderen jeghenwardich unde tokomende vor vefftich mark Lubescher 
penninge, de se my an guden, graven pagemente to myner noghe wol betalet 
hebbet, de ik vort an myne unde myner erven nud ghekeret hebbe, rechte unde 
reddeliken hebbe vorkofft unde uppelaten, vorkope, uplate unde vorlate myt krafft 
desses breves verdehalve mark jarliker ewigher rente Lub. pen. in unde uth 
myme have tom Xyenhaghen in deme kerspele tor Kalkhorst, den nu tor tijd 
bewoned unde buwet Hans Meyger, unde in alle dessulven haves tobehoringhen 
beweghelik unde unbeweghelik, alse he bynnen unde buten in synen enden, 
scheden unde veldmarken begrepen is, myt aller nud unde vrygheid, als ik 
den je vrigest ghehad hebbe nichtes buten bescheden. Desse vorscrevenen 
verdehalve mark rente schal ik Detleff van Boekwolde vorbenoraet unde myne 
erven der erbenomeden ebbedisschen, priorissen unde dem gantzen convente der 
klostervrouwen unde eren vormunderen jeghenwardich unde tokomende up unse 



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1467. November 10. 309 

eghene koste, arbeyd unde eventur bynnen Lubeke vruntliken betalen alle jar 
in den achte dagen sunte Mertens unvorthogerd in eine summen umbeworen. Se 
moghen ok desulven rente unde al upkomende koste daruth panden, ifft en dat 
bequeme is, unde der pande vorvolghed bruken na ereme bebaghe sunder allen 
hinder unde broke effte nascbuldent enes jewelken. Ik unde myne erven scholen 
unde willen se des degher schadeloes holden, ok de erghenomeden gudere vrig 
holden van aller beswaringe anderer rente unde der vorscreven rente unde hovet- 
summen gans vrig unde vullenkomen recht darane waren, beschermen unde ent- 
weren vor alle ansprake enes jewelken. Doch zo hebbet se uns ghegund, dat 
wy de verdehalve mark rente alle jar in den achte daghen sunte Mertens vor 
vefftich mark Lubesch wedderkopen moghen. Wen wy de wedderkopen willen, 
schole wij denne een den wedderkop kundigen bynnen den achte daghen paschen 
unde den in den achte dagen sunte Mertens neghest volghende en betalen vefftich 
mark Lub. myt der plichtigen rente bynnen Lubeke myt gudem graven ghelde, alse 
denne to Lubeke ghenghe unde gheve is, in enem summen unde up ene tijt 
sunder lenger vortoch. Alle desse vorscreven stucke unde islik by sick lave ik 
Detleff van Boekwolde vor my unde myne erven myt unsen truwen medeloveren, 
als wij Detleff Parkentin tom Lutkenhave, Kone van Quitzouwen tome Tanken- 
haghen, alle im kerspele to Dartzouwe wonende, knapen, laven unde segghen 
vor uns unde unse erven unghescheden mit zamender band en vor alle den 
vorbenomeden erwerdighen unde gheistliken vrouwen, ebbedisschen, priorissen 
unde dem gantzen convente unde eren vormunderen unde dem hebber desses 
breves myt erem willen in guden truwen myt gantzem loven stede unde vast to 
holdende in aller wise so vorscreven is. Des to groter bekantnisse unde bewa- 
ringe hebbe wij hovetman unde medelover alle vorbenomet vor uns unde unse 
erven myt endrachtighem guden willen unse inghezeghele witliken henghet an 
dessen breff, de gheven is na der bort Cristi unses heren verteynhundert jar 
daroa am sovenundesostigesten jare in sunte Mertens avende des hilghen bisschoppes. 

Original auf Pergament mit drei anhängenden Siegeln. 

303. 

Kämmerer und Geschworne des Landes Fehmarn Urkunden über den VerTcauf einer Jahres- 
rente von 2 ## für 25 m$L seitens des Hans Sarnestorp in Todendorf an die Wittwe 
und die Kinder des verstorbenen Thomas Kerkring. 1467. November 13. 
Wy kemerere unnd gantzen sworen des landes Vemeren. Bekennen vor 
alle den, de dessen breff seen unnd hören lesen, apenbare betughende in unnd 



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310 1467. November 13. 

myt dessem breve, dat vor uns ys gekomen Hans Sarnestorpp, unse medelandes- 
man to Todendorppe wonafftych unnd hefft des bekant in unser jeghenwardycheyt, 
wo dat he myt wolberademe mode, myt wyllen unde vulborde syner erven hebbe 
vorkofft rechte unde redelyken der erliken vrouwen Lyseken, Thomas Kerk- 
rynghes zelygher dachtnisse naghelaten wedewen unnd synen kynderen unnd den 
wytlyken hebberen desses breves myt ereme wyllen vor vyffundtwyntych marck 
Lubescher pennynghe, de se desseme sulven Hanse Sarnestorppe, .alse he vor uns 
bekande, wol to dancke vornoghet unnd betalet hebben in eneme summen 
pennynghe unnd in syne unnd syner erven nuttycheyt unnd vroraen gekomen 
synt twe marck Lubescher pennynghe ewygher jarlyker renthe alle jar in den 
achte daghen sunte Mertens bynnen der stad Lubeke sunder schaden to betaiende 
in unnd uthe synen nabescreven ackere uppe Toden burvelde lygghende, alse eyn 
drompt sad uppe der vorderen Osterlijt unnd vyff schepel sad uppe der negeren 
Osterlijt, unnd dre scepel sad uppe dem Slodeke, noch dre schepel sad uppe der 
Udeslijt unnd achteyn schepel sad by norden dem dorppe unnd vyff schepel sad 
uppe deme Gheren unnd vyff schepel sad uppe deme breden sclaghe, welker vor- 
screven acker ys quyt, vryg unnd unvorpandet ane der heren pacht, alse he dath 
myt twen erffbesetenen wollovenwerdyghen mannen vor uns, alse se van rechte 
scholden, hebben warghemaket. Unnd Hans Sarnestorpp unnd syne erven scholen 
unnd wyllen den erbenomeden acker van der herschop weghen unnd in allen 
dynghen gantz vryg holden by eren egenen kosten. Were aver dat Hans Sarne- 
storpp unnd syne erven de vorbenomede renthe to rechten tyden nicht betaleden, 
alse vorgescreven ys, so scholen se syck myt deme ergescreven ackere nycht 
raede beweren na der tyd, men de vorbenomede vrouwe Lyseke unnd de kyndere 
ergenometh effte de wytlyken hebbere desses breves myth ereme wyllen moghen 
den acker vorbenomet myt alle syner tobehorynghe antasten, bruken, vorhuren, 
vorkopen, vorsetten effte voranderen unnd don darmede alse ereme wyllen behech- 
lyck ys sunder jemandes hynder edder wedderstal. Jodoch so hefft de erbenomede 
vrouwe vor sijck unde vor ore kyndere unnd medebenomeden dorch fruntschopp 
unnd gunst wyllen togelaten, dat alle de wyle Hans Sarnestorpp unnd syne 
erven de erbenomeden renthe uppe tijd unnd stede, alse vorscreven steyt, to 
wyllen betalen, moghen den vorbenomeden acker, wen se wyllen, in den achte 
daghen sunte Martens wedder kopen vor vyff unde twyntych marck pennynghe, 
alse to der tyd bynnen der stad Lubeke ghenge unde gheve syn, myt der 
plychtygen renthe an guden gülden unnd groven sulverpennynghen in enem 



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1467. November 13. 311 

summen umbeworen, to betalende unnd den wedderkopp eyn halff jar tovorn 
wytiyken to vorkundigende. Alle desse vorschreven stucke hefft Hans Sarne- 
storpp vorbenomet vor syk unnd vor syne erven in unser jeghenwardycheyt ghe- 
secht unnd gheloveth der erbeuomeden vrouwen Lyseken, Thomas Karkrynghes 
nagelaten wedewen unnd synen kynderen unnd den wytiyken hebberen desses 
breves, alse vorgescreven ys, in guden truwen stede unnd vast to holdende 
sunder alle argelist unnd hulperede. Tho raerer tugnisse der warheyth so hebbe 
wy kemerere unnd gantzen sworen vorbenomet des landes Vemeren ingesegel 
umme Hans Sarnestorppes vorbenomeden vlytyghen bede wyllen wytiyken henghen 
laten an dessen breff na der borth Christi unses heren veerteynhundert jar dar- 
na in deme sovenundesestygesten jare, des vrigdages na sunte Martens daghe des 
werden hyllyghen bysschoppes. 

Abschrift in einem jetzt im Besitz des von Brömsen Testaments befindlichen Rentebuche. 

304. 

Beglaubigungsschreiben des Raths von Lübeck für den Protonotar Johann Wunstorp. 
1467. November 18. 

Unsen fruntliken grud myt vormogen alles ghuden tovorn. Ersamen 
guden frunde. Wy senden tho juwen ersamheiden den ersamen mester Johanne 
Wunstorp, unsen oversten schriver, toger desses breves, in etliken unsen werven, 
de he juwer leve vruntliken opende unde vorgevende werdet etc. Bidden 
unde begeren hirumme myt flite deger andachtigen, gij den genanten unsen 
schriver ghudwillich hören unde vornemen, unde em uppe dytmal, gelik wy 
sulves personliken mit juw spreken, geloven, gheven unde toleggen willen, unde 
gi juw na sinem vorgevende richtigen hebben unde vinden laten mit ende- 
haftiger forderinge. Dat vordene wy umme juwe ersamheide, de gode dem 
heren sin bevalen, mit flite gerne. Screven under unser stad secret, am avende 
Elisabeth, anno etc. LXVII. 

Borgermestere unnde radmanne der stad Lubeke. 

Aufschrift: Den ersamen heren, Alberde van der Molen, Hartich Schomaker, 
Clawes Tzankenstede, borgermestern, Johan vamme Lo, Hinrike van der 
Molen, Meyneken Tobingh unde her Gotken Tzerstede, radmannen to 
Luneborgh, unsen besunderen ghuden frunden. 

Original mit Secret im Archiv zu Lüneburg. 



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312 1467. November 27. 

305. 

Der Rath von Wismar bittet den Rath von Lübeck, einem Wismarer Bürger den 
Vertrieb seiner Waare in Lübeck zu gestatten. 1467. November 27. 

Jw ersamen unde wijsen mannen, heren borgherraestern unde radmannen 
to Lubeke doen wij borghermestere unde raedmanne der stad Wijsmer witlich 
openbare betughende in unde myd dessem breve, dat de beschedene Johan 
Albrechtessen, togher desses breves is unsse medeborgher, hefft lijck andern 
unsen borghorn stadrecht ghedaen. Worumme bidden wy juwe ersamheyde 
degher fruntliken, gij den vorghenanten Johan, unsen borgher, myd synen gudern 
unde kopensohopp in juwe stad unde ghebede kamen unde varen, eme sodane 
syne. guder unde wäre to vorkopende unde sliten, staden willen. Vorschulde 
wij umme juwe ersamheide alle weghe gherne. In tuchnisse der warheid is 
unser stad secret ruggelinghes ghedrucket uppe dessen selven breff, dede gheven 
unde schreven is na der bort Cristi dusent veerhundert darna in deme soven- 
undesostigesten jar, des frigdaghes vor Andree apostoli. 

Original ohne Aufschrift mit au/gedrücktem wohl erhaltenen Secret 

306. 

Der Kurfürst Friedrich von Brandenburg rechtfertigt gegen den Rath von Hamburg 
sein Verfahren hinsichtlich der Stadt Lübeck. 1467. Dezember 1. 

Frederick, von gots gnaden marggrave'to Brandburg, kurfurst, des 
hilligen Eomisschen ricks ertzekamerer, to Stettin Pomeren der 
Cassuben unnd Wenden hertogh unde burggrave to Nuremberg. 
lost salut. Ersamen wisen leven besundern. Juwen breff mit den in- 
vorslaten Schriften an uns gesandt hebben wij vornomen unde vorwundert uns 
zere, dat de von Lubek sick fromder lüde dingk so hart iegen uns mögen an- 
nemen. Wan dat gud, dar ere breff van meldet, Stettinsch gud was, des wij 
egentliken kuntschop unde vorwaringe weten, unde wedder unnse vorbedent 
durch unse lande mit homude unde frevell under Stettinscher mercken gefuret 
wart, dat wij tovorn merckliken vorboden hadden, unnd hebben eyn sodans, wor 
wij dat avertreden vornemen, vor unde na na uthwisinge unnses bodes gestraffet, 
willen ock noch hudiges dages umme der van Stettin willen von redeliker sake 
wegen uns daran bewagende nemende gunnen, durch unnse landt eynige handelinge 
edder meenschop mit en to hebbende. Begernn darum me von juw in flitiger 



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1467. Dezember 1. 313 

andacht, by den von Lübeck to vorfugende unnd se to underwisende, uns so- 

daner clage forder to erlatende, nadem de rosterie der guder en to keynen vor- 

drete scheen is, unnd bestellen by den eren, dat se syok myden, meynschop 

durch unse landt mit den von Stettin to hebbende, en ock keyns äff edder to 

bringen, inmaten wij se muntliken ock gebeden h ebben, dat en derhalven nicht 

schade entstae, ock frombde lüde unde ere guder in der mathe so furder iegen 

uns nicht vordeghdingen, sunder nemen unse gunst unde forderinge, alse wij en 

unde den eren allewege geneget sint gewest to bewisende. Steyt uns gudliken 

umme juw to vorschuldende. Van den dingen als die von Lübeck beroren in 

der Olden Margke by unses seligen broders tijden gescheen, dar is uns nicht 

witliken an unde meynen, hedde sie sodans wes angelegen, sie hedden dat by 

sinem levende by em billik geandet. Doch wes se uns der unnd anderer sake 

io unangelangt nicht mögen laten, hebben wij beider sijde unnse ordelike richter, 

nemliken unnsen hern den keiser unde willen nicht unrecht jegen sie sien. 

Wolden sie over de unnsen edder ere guder darboven bekümmern, des konen 

wij nicht beteren, doch mercke gij woll, uns stunde des nicht to latende unde 

musten darjegen dencken, dat wij süss ungerne don, wij werden denne in der 

wise so darhen gedrungen. Datum Coln an der Sprew, am dinghstage na Andree, 

anno etc. LXVH . 

Consulibus Hamburgensibus. 

Abschrift auf Papier von Hamburg hierher gesandt 

307. 

König Christian erbietet sich gegen seinen Bruder den Grafen Gerhard, vor ihm 
gegen die Axelssons zu Recht zu stehen, erklärt, dass er auch vor Lübeck 
und den andern Seestädten zu Hecht stehen wolle, und bittet, ihnen dies an- 
zuzeigen und zugleich sie vor dem Verkehr mit seinen Feinden zu 
warnen. 1467. Dezember 15. 

Cristiern, van godes gnaden to Dennemarken Sweden Norwegen der 

Wende etc. koning, hertoge to Sleswijgh greve to Holsten Stormarn 

Oldemborch unde Delmenhorst. 

Unsen fruntliken grut mit angeborner broderliker leve tovorn. Eddele 

unde wolgeborne leve broder. So dij unde den menen cristenen fursten gestlik 

unde werlik, landen unde steden alumme wol opembar unde witlik is, wo swar- 

liken uns unse gesworne gehuidigeden beienden manne unde redere, de Axelssons 

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314 1467. Dezember 15. 

myt eren medehelperen wedder god, ere unde recht under ogen ghan unde erer 
lofte, ede unde slotzloven uns gedan unde to holdende van rechte plichtich 
weren, ghantzlik vorgheten hebben, vorbeden wij uns vor diner leve to rechte, 
so dattu unser to eren, rechte unde aller redelicheit deshalven gantzer dinge 
schult mechtich wesen, fruntliken biddende, du uns vor de ersamen van Lubeke 
unde de andern seestede, de du äff langen kanst, uppe legeliker tijd unde stede 
ok to rechte vorbeden unde en vorgheven willest, dat se eren kopman int vor- 
jar myt thovore unde affvore unse vyende nenerleywijs to starkende to hus 
holden, dat de eren nenen schaden lyden edder to jenighen Unwillen myt den 
unsen komen dorven, darinne unde in aller mathen unses besten, eddele leve 
broder, to ramende, so du weist des to donde is unde wij nicht en twivelen 
du gerne deist. Vorschulden wij umme dyne leve, wur wij konen unde moghen, 
allewege gerne, de gode vrisch unde wolmogende to langen saugen tiden bevolen 
syn. Datum uppe unseme slote Helsingborch, am dinxsdage nest na sunte Lucien 
dage der hilligen junckfrowen under unsem secrete, anno domini etc. LXVIP. 

Aufschrift: Deme eddelen unde wolgebornen, unsem leven broder hern Gherde, 
greven to Oldenborch unde Delmenhorst. 

Abschrift auf Papier. 

308. 

Volrad Scharpenberg schreibt an den Bath zu Lübeck wegen weiterer Verständigung 
über die in seiner Haft befindlichen Gefangenen. 1467. Dezember 27. 

Mynen fruntliken gruth myt vormoge alles guden tovoren. Werdigen 
unnd ersamen besunderen guden frunde. Tk begere juw weten, dat dy hoch- 
gebaren fursten myne gnedigen heren, alss myt namen myn gnedige here, hertoge 
Hinrick to Meklenborch unnde myn gnedige here, hertoge Johann to Sassen my 
hebben to vorstände gheven, wo dat etlike dedinge vann myner wegen nu kortes 
varleden vor Molne uppe deme dage weren gefallen, so dat yck sodanne fangen, 
alss yck an der vancknisse hebbe uppe eyne tyd, alse benomeliken uppe sunte 
Walburgis dach, 1 ) alss dy dach denne is vorramet, mochte to borgen don etc. 
Besunderen ghuden frunde begere yk juw hyr upp gudliken weten, dat yk upp 
sodanne tyd, alss de dach ward ghelestet, nicht by der hant en was unnde noch 
sodder der tyd nicht to huss byn gewesen, dat my doch neyn qwad varsate 

*) Mai 1. 



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1467. Dezember 27. 315 

hefft gedann, so sick dat in der warheyt wol schall irfolgen. Doch juw to willen 
wyl yck sodanne gefangen deme ersamen rade to Lunenborg effte anderen 
loffaftigen luden, dar yk unnde de jennen, de de myt my dess in der sake 
hebben to schickende gherne npp sodanne vorschreven dach to borge donn, so 
furder yk unnde de ghennen, de myt my des hebben to schickende, vor juw 
unnde den juwen bynnen sodaner tyd mach veylioh wesen, so dat bespraken 
nnde bededynget iss. Vurder äfft wy upp sodanne vorgeschreven alse benomeliken 
nppe sunte Walburgis des halven nicht ghescheyden worden, so scholen de 
jennen, de my sodanne hebben affgehorget, wedder in antwerden unnde rouwe- 
liken schicken upper stede. dar yk se unde de jennen, dede myt my des hebben 
to schicken, vorwaret weten. Datum Lovemborg ame dage Johannis apostoli 
unnder mynen ingesegel anno domini LXVIP. 

Volrad Scharpenberg, borchmann to Lovenborg. 

Aufschrift: Denn werdigenn unnde ersamenn borgermestern unnd ratmannen der 
stad Lubecke mynen besunderen ghuden frunden. 

Auf der Rückseite: Littera Volrades Scharpenberges borchmanns to Lovenborch 
van der vangene weghene ut Detmerschen. 

Angekommen den 30. Dezember. Original auf Papier mit Rest des aufgedrückten Siegels. 

309. 

Die Gebrüder Lützow gewähren dem Ghrabower Bürger Hans Arndes freies Geleit. 
1467. Dezember 29. 

Wy Helmed, Lüder, Hans unde Hans, Achymme unde Berend brodere 
nnde vedderen heten de Lutzowen wanafftich tho Grabow bokennen unde bo- 
tughen apenbare vor alsweme, de dessen breff zeen edder hören lessen, dat wy 
veligen unde leyden in crafft dusses breves leyden unde velighen Hans Arndese, 
borger tor Grabow, velich to unde äff to Grabow unde dar bynnen vor uns vor 
de unssen unde vor alle de jenen, de umme ussen willen don unde laten wyllen 
nnde schullen sunder jeneyerleye arch edder jenich bodregh. Des to tuge hebben 
wy alle vorghescreven Luder Lutzowen ingheseghel witliken drucken heten an 
dessen apenen breff, des wy us hiir alle to bruken. Gheven unde screven na 
godes bort dusent verhundert darna in deme soven unde sostigesten des anderen 
daghes na aller kyndere daghe etc. 

Original auf Papier. Best des abgedrückten Siegels. 



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316 1467. Dezember 29. 

310. 

Der Bath zu Ghrdbow gewährt dem Hans Arndes freies Geleit. 1467. Dezember 29. 

Wy borgermestere unde radmanne wanafftich to Grabow bokennen unde 
botugen apenbare vor alsweme de dessen breff ssen edder hören lessen, dat wy 
veligen unde leyden in crafft dusses breves leyden unde veligen Hans Arndese, 
borger tho Grabow, velich to unde äff to Grabow unde dar bynnen vor uns vor 
de unssen unde vor alle de jennen, de umme unssen willen don unde laten 
wyllen unde schullen sunder jeneyerleye arch edder jenich bodrech. Des to 
tuge hebben wy borgermestere unde radmanne vorghescreven use stad secret 
witliken drucken heten nedden an dessen apenen breff. Gheven unde screven 
na der bort Christi dusent verhundert dar na in deme soven unde sostigesten jare 
des anderen daghes na aller kindere dage. 

Original auf Papier. Rest des aufgedrückten Siegels. 

311. 

Luxusordnung. 1467. *) 

Witlick zy dat na der bord Cristi unses heren dusend veerhundert soven 
undesostich: 

Dorch nuth vromen unde wolvaer unser meynen borgere hebben wy 
borgermestere unde radmanne desser stad Lubek mit wolbedachtem mode unde 
ripeme rade eyndrachtliken uppet nye gesloten, overeyn gedragen, bewillet, 
belevet unde gemaket desse nabescrevene willekore, umme der groten kostelheid 
willen, de nu tor tijd in desser unser stad is unde zijk van dagen to dagen yo 
meer unde meer oket unde vormeret, umme de redeliker wijse mit vulborde 
unser ghemenen borgere to metigende unde der eyndeels äff to leggende, bidden 
unde beden wij eneme jewelken de to holdende, bij voriust unde broke van 
eneme jewelken stucke, so desse sulffte schrifft innehefft, alse he dat mit zineme 
eede na wane vorrichten will, dat he ze geholden hebbe sunder argelist 

lnterste is vorramet, bewillet unde besloten, dat ghene frouwen, borgersche 
edder inwonersche desser stad Lubeke, gülden keden noch güldene halsbende na 
desser tijd meer dregen scholen, sunder scholen de genssliken affsteilen unde to 
rugge leggen, jodoch so mögen ze in eren paternosteren dregen eyn kleynode so 
gud alse twintich mark unde nicht beter. 

*) s. Bd. IX No. 208 und Zeitschrift d. Ver. f. Lüb. Gesch. und Alterthumsk. Th. 2 S. 508 fgg. 



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1467. 317 

Item so en schall ok nyn frouwe, borgersche edder inwonersche vorbenomed 
enen dusinck dregen, so alsus langhe wontlick gewesen is, sunder scholen de 
genssliken affstellen unde to rugge leggen der to eres lives tziringe nicht to 
brukende. 

Item so en schall ghin frouwe, borgersche effte inwonersche vorbenomet, 
sweydeler edder naser dregen, anders gevatet dan allene mit messinge unde nicht 
yan golde edder van zulvere gevatet edder vorguldet . unde sodane sweydelers 
mit den messescheden dar bij wesende scholen nicht behafftet edder beset zin 
mit parlen noch mit eddelen stenen. 

Item ok en scholen de erscreven frouwen ghine güldene haken noch 
güldene mallien van clareme golde an eren klederen dregen, mer sulveren vor- 
guldet, alle vorscreven artikele puncte bij vorlust unde pene enes je welken 
cleynodes vorbenomed, efft dat we meer na deme vorbode droge unvorbroken 
toholdende so van oldinges gewest is. 

Item welk man unde frouwe, de tosamende eres eghenen gudes hebben, 
so gud alse soss edder soven dusend mark Lub. edder dar en boven, des mannes 
frouwe mach dregen, so hyr negest na volget unde de so rike nicht en zint 
unde so vele nicht en hebben, de en scholen des nicht dregen, by broke teyn 
mark zulvers. 

Van der dracht der frouwen bij underscheide so hyr na volget. 

Interste en schall ghine frouwe meer dan enen rock mit parleden 
mouwen hebben edder dregen, de na desser tijd gemaket werden, de better zij 
mit deme makelone dan sostich mark Lub., jodoch sodane parlede rocke de 
alrede gemaket unde alsus lange gedregen zint, de en scholen ok nicht better 
wesen dan sostich mark Lub. dat makelon dar äff ungerekent. 

Item so en schall ghine frouwe meer dan twe besmydede rocke boven 
ere unbesmydeden dagelikes rocke dregen, des denne uppe deme besten besmy- 
deden rocke nicht meer schall wesen dan dre mark lodich, unde uppe deme 
negesten schall nicht meer wesen an smyde dan dordehalve mark lodich, alle 
gewontlik grot smyde unde nicht mit hangenden loveren, noch palliert smyde 
uppe pardurwerck gewracht. 

Item desse ergemelden frouwen de mögen ok hebben enen besten 
hoyken mit hermelen gevodert myt eneme parleden kragen sunder jenich smyde, 
unde de kraghe mit den parlen, de schall nicht better wesen myt deme make- 
lone dan dortich mark Lub. Dar to mach ze hebben enen negesten besten 



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318 1467. 

hoyken myt gwitten gevodert, myt lasten gebremet, rayt eneme parleden kragen 
unde de krage mit den parlen, de schall nicht better wesen myt deme makelone 
dan twintich mark Lub. jodoch, dat jenne dat alrede gedragen unde gemaket is, 
dat en schall ok nicht better wesen, dat makeloen dar äff ok ungerekent, unde 
nyn frouwe schall meer dan twe kraghen mit parlen gesticket hebben, so hyr 
vorgerort is. 

Item noch mach de frouwe hebben twe hoyken, eynen hillichdages unde 
enen werkeldages hoyken myt werke gevodert, so alsus lange wontlick gewest 
is. Unde dat smyde uppe deme hillichdages hoyken schall nicht better wesen, 
dan dorteyn mark Lub. myt deme makelone, unde uppe deme werkeldages 
hoyken mit deme makelone schall nicht better wesen dan achte mark Lub. Noch 
mach ze hebben twe Arnsche hoyken sunder parlen unde nicht meer hillichdages 
unde merkeldages to dregende. Des denne uppe deme kragen des besten dat 
smyde nicht better schall wesen, dan dorteyn mark, unde uppe deme anderen 
dar negest nicht dan achte mark Lub. Hyr to mögen ze hebben an parleden 
unde smydeden vorleggen so gud alse uppe dortich mark Lub. unde nicht better 
unde dar to scholen alle ere güldene spanne, der ze to ereme live bruken nicht 
better wesen dan dortich mark Lub. dergeliken, dar to mögen ze hebben ere 
güldene ringe unde karallen paternoster, alse wontlik is. 

Item mögen de erscreven frouwen ok dreghen scharlakens bebremede 
hoyken myt ener bretzen so alsus langhe wontlick gewest is. 

Item dar to so mögen ze dragen in lannen, ghordelen unde in zidenen 
beslagenen borden in all to hope nicht better dan voffteyn mark Lub. 

Alle desser vorscreven stucke mögen woll myn wesen unde nicht meer 
noch better, unde de jenne, de better zint, der en schall men nicht dregen bij 
broke van eneme isliken stucke hyr vorbenomed teyn mark sulvers. 

Item welk man unde frouwe, de nicht to samende hebben eres egenen 
gudes so gud alse sos edder soven dusend mark Lub., des mannes frouwe de 
enschall nynen parleden rock dregen unde ok sodane cleynode nicht dregen, 
de hyr vorboden zint to dregende bij der pene vorgescreven. Jodoch welk man 
unde frouwe de tosamende hebben so gud alse veer edder vyff dusend mark 
Lub. des mannes frouwe, de mach dregen twe besmydede rocke, des denne uppe 
deme besten mach wesen dre mark lodich unde nicht boven unde uppe deme 
negesten besten nicht better dan dordehalve mark lodich, alle ge wontlick grot 
smyde unde nicht mit hangenden loveren noch gepaliert smyde uppe pardurwerck 



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1467. 319 

gewracht. TJnde desses vorscreven mannes frouwe en schall nicht meer hebben 
dan eynen hoyken mit eneme parleden kragen, unde de en schall nicht better 
wesen dan twintich mark Lnb., dar to mach ze hebben twe hoyken mit wercke 
gevodert myt besmydeden kragen uppe deme besten, dat smyde nicht better dan 
dorteyn mark unde nppe deme negesten besten nicht better dan achte mark. 
Noch mach ze ok hebben twe Arnsehe hoyken myt besmideden kragen uppe 
deme besten, dat smyde nicht better wesende dan dorteyn mark, unde uppe 
deme negesten besten nicht better dan achte mark. 

Item hyr to mögen ze hebben an parleden unde smydeden vorleggen, so 
gud alse twintich mark unde nicht better unde dar to scholen alle ere güldene 
spanne, der ze to ereme live bruken nicht better wesen dan twintich mark Lub., 
dar to so mögen ze hebben ere güldene ringhe unde kor allen, paternoster so 
wontlick is, jodoch so mach se hebben eyn cleynode in dat paternoster to dregende 
so gud alse veffteyn mark Lub. unde nicht better. 

Item dar to so mögen ze dregen in lannen, gordelen unde in zidenen 
beslagenen borden, in all to hope nicht better dan twelff mark Lub. 

Item dar to mögen ze dregen scharlakens hoyken myt ener bretzen, 
so alsus lange wontlick gewest is. 

Item wat frouwen, dede smydede unde parlede rocke dregen de en 
scholen nyne voderde rocke dreghen sunder argelist bij broke teyn mark 
zulvers. 

Item welk man so ryke is, so vorscreven steit, unde zine husfrouwe ghine 
parlen noch smyde en drecht, de frouwe mach hebben to eres lives tziringe 
umme to dregende an parlen vorleggen, an voderen under den rocken mit deme 
bremeltzen so gud alse uppe hundert mark Lub. unde dar nicht en boven. Mer 
se en scholen ghine sabelen noch märten unde ok nyn syden gewant to rocken 
dreghen, ock en schall ghine frouwe meer dan ene suben hebben edder dregen 
to eres lives brukinghe unde under deme suben schall dat voder nicht better 
wesen dan sos offte achte mark Lub., hyr to mögen ze hebben ere bretzen ere 
güldene ringhe unde ere korallene vefftich, dar to so moghen ze hebben unde 
dragen in lannen, gordelen unde in zidenen beslagenen borden in all to hope, 
so gud alse veffteyn mark Lubesch unde nicht better. 

Item welk man mit zine husfrouwen nicht en hevet so gud alse veer 
dusend mark Lub. unde doch hevet zines eghenen gudes so gud alse twe dusend 
mark Lub. offte dar en boven, des mannes frouwe schall ghine hermelene voder 



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320 1467. 

noch hoyken kraghen mit parlen besticket draghen, jodoch mach ze hebben 
enen besmydeden rock mit grovem smyde nicht swarer dan dordehalve mark 
lodich unde twe hoyken kragen besraydet, dat smyde an deme besten hoyken 
nicht better dan twelff mark, unde nppe deme anderen nicht better dan achte 
mark, dar to mach ze hebben enen Schariakens hoyken mit ener zulveren bretze 
vorguldet, ok mach ze hebben an parleden vorlegghen uppe veffteyn mark an 
vorguldenen spannen uppe veffteyn mark eyn korallen paternoster, so wontlick 
is, dar in eyn cleynode so gud alse teyn mark unde an lannen, an gordelen 
unde an zidenen borden uppe teyn mark Lub. 

Item welk man mit ziner husfrouwen eres eghenen gudes nicht to hope hebben 
so gud alse twe dusend mark Lub., jodoch to hope hebben so gud alse dusend 
mark edder dar en boven, des mannes frouwe mach hebben twe hoyken ge- 
vodert myt wercke sunder besmydede kragen unde dar vor mach se hebben 
güldene knope so gud alse teyn mark, mer ze en schall ghine hermelen noch grawe 
rugghe dreghen, hyr to mögen ze hebben ene parlede unde besmydede vorlegge, 
ere güldene spanne, corallen vefftich myt deme cleynode darinne unde an vor- 
guldenen haken, zidenborden, unde zus alle ere cleynode mit den erscreven 
knopen scholen nicht better wesen dan sostich mark Lub.; hyr to mach ze hebben 
enen bremeden hoyken, dar vor ene bretzen nicht van clareme golde mer van 
zulvere vorguldet na wontliker wijse, bij broke van teyn mark zulvers. 

Item welk man mit ziner husfrouwen eres eghenen gudes nicht tosamende 
hebben so gud alse dusend mark Lub., jodoch to hope hebben so gud alse veer 
edder vyff hundert mark edder dar en boven, des mannes frouwe en schall 
ok nyne hermelen, grawerugge, scharlakens hoyken, bretzen edder besmydede 
kragen dregen, bij broke teyn mark zulvers, jodoch mach se hebben twe hoyken 
myt wercke gevodert, enen myt halven lasten breet utgebreraet unde den anderen 
myt bunte unde nicht myt grawen ruggen gebremet unde vor eneme van den 
hoyken mach ze dregen vorguldene knope, so gud alse vyff mark, hyr to mach 
ze hebben eyn corallen vefftich, eyn cleynode dar in, an vorleggen und anderen 
cleynoden, so gud alse vyffundetwintich mark unde dar nicht en boven bij 
broke dre mark zulvers. 

Item welk man myt ziner husfrouwen eres eghenen gudes nicht to samende 
hebben so gud alse veerhundert marck, doch dat ere so gud is alse twe edder 
drehundert mark, des mannes husfrouwe mach hebben enen voderden hoyken 
myt halven lasten edder myt bunt werke gebremet unde nicht meer, unde ere 



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1467. 321 

corallen paternoster, smyde, parlewerck unde cleynode mach wert wesen dortich 
mark unde nicht better bij broke dre mark zulvers. 

Item welk man mit ziner husfrouwen eres eghenen gudes nicht tosamende 
hebben so gud alse twehundert mark Lub., doch dat ere so gud is alse 
hundert mark unde dar en boven, des mannes husfrouwe schall ghine voderde 
hoyken dregen bij vorlust dre mark zulvers, doch mach ze woll vorguldene 
knope ane broke an eneme ungevorderden hoyken dregen so gud alse vyff 
mark Lub. 

Item welk junckfrouwe, de denet unde umberuchtet is, de mach dregen 
eyn besmydet bindeken, so gud alse twintich Schillinge mit deme makelone unde 
nyne parlen noch corallen schall ze dregen. 

Item welk frouwe, denstmegede edder wat fruwesnamen dat zin, de 
opembare zint beruchtet, de enscholen mit alle nyn vorguldet noch bunte vodere, 
noch corallen paternoster, nyne güldene ringhe, noch parlede knope, noch jeniger- 
leye andere cleynode dregen sunder argelist bij vorlust dat ze dregen. Alle 
desse vorscreven stucke mögen woll myn, sunder nicht meer wesen, bij broke 
so vorgescreven steit. 

Van den dachhochtijden unde aventhochtijden samptliken zint desse 
nabescreven artikele, dar zijk eyn islick na richten mach. 
Interste wan de brudegam unde der brud frunde an beyden zijden eyns 
zint, so en schall nyn loffte anders, wen in den kerken, so wontlik is, bescheen 
unde nynerleye biloffte to wesende in deme winkelre, in husen offte in nynen 
anderen steden, dar kost scheen schall, bij vorlust dre mark zulvers, sunder wan 
de brudegam der brud dat paternoster bringhet, so mach men dar wyn unde 
krud schencken alse wontlick is, doch des avendes dar nyne kost offte ghesterie 
to hebbende, unde alse yd denne eyne erlike wonheid is, to den dachhochtijden 
in deme winkelre den wyn to provende, so mach de brudegam doch sulffviffte 
alse myt tween personen van ziner wegene unde twen personen van der brud 
wegene, to veren an de klocken in den winkelre ghaen unde dar negest to 
vyven wedder uth gaen, sunder furder koste toberedende offte to donde bij vor- 
lust dre mark zulvers. 

Van den daghochtijden unde avendhochtyden samptliken. 
Vortmer alse de brudegam der brud dat vefftich unde cleynode bringhet, 

so en schall he nicht meer lüde mede bringhen dan sos man van ziner wegene 

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322 1467. 

unde sos man van der brud wegene, ok scholen dar nicht meer dan sos vrouwen, 
twe schaffere unde twe schafferschen wesen. 

Van den daghochtijden unde avendhochtyden samptliken. 

Vortxner schal raen nyner brud meer mede gheven, dan eyn bedde myt 
eneme hovetpole unde dat bedde unde hovetpole scholen to samende nicht swarer 
wesen dan anderhalff schippunt unde scholen nicht meer hebben, dan veer kussene 
van eneme zidene stucke, dat schall wesen eyn sickeltun unde nicht better, dar to 
de borden alse wontlick is, unde to eneme jewelken kussene nicht meer wen 
veer vorguldene knope ungegraven, jewelken knoepp wegende nicht meer dan eyn 
qwintin ; ok en schall men er nicht meer dan twe par blekeder lynlakene sunder 
lysten ane borden, de eilen nicht better dan veer edder vyff Schillinge, tome 
hogesten mede gheven, ok en schalmen nyner brud mede geven beneyedes 
Werkes meer dan eyn vinsterlaken unde twelff kistenkussene edder stoelkussene, 
men schall er ok nicht mede gheven raen suchte umbeneyede tafelakene unde 
dwelen alse wontlick is, bij vorlust dre mark zulvers. 

Van den daghochtyden unde avendbochtijden samptliken. 

Vortmer welker junckfrouwe edder frouwen, der raen mede ghyfft myn 
dan veerhundert marck Lub. der en schal men nicht meer medegheven dan 
twe sindalskussene unde achte kistenkussene edder stoelkussene unde lynen- 
lakene na der medeghiffte alse wontlick is, unde nyn bedde swarer wan eyn 
schippunt vederen mit deme hovetpole, bij broke dre mark zulvers, unde welkerer 
junckfrouwen edder frouwen, der men nicht meer dan twehundert mark edder dar 
benedene medeghifft, der en schall men nicht meer mede gheven dan sos stoelkussene 
twe hovetkussene myt lynen buren betogen unde lynenwerck, alse na der medeghifft 
wontlick is, unde dat bedde schall nicht swarer wesen dan eyn halff schippunt 
mit deme hovetpole, bij broke dre marck zulvers. 

Van den daghochtijden unde avendhochtyden samptliken. 

Vortmer schall nyn brudegam in zineme brudlachtesdaghe nyne zidene 
men lynenne hemede ane smyde unde parlen dreghen unde de brud schall 
nyraande lynene cledere gheven, ok nymand van erer wegene, men allene deme 
brudegarame unde de badekappe, de de brud deme brudegamme ghifft myt deme 
hemede en schall nicht better wesen dan achte mark Lub. unde de brud, de en 
schall ok deme brudegarame nyne sweydelere budele noch paternoster gheven 
noch nymand van erer wegene sunder argelist. 



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1467. 323 

Van der daghochtijden unde avendhochtijden samptliken. 

Vortmer wen de brudegam unde de brud vorlovet zint, so en scholen 
ze vor der brudlacht unde na der brudlacht binnen eneme jare nyne ghave 
gheven frunden edder vromeden ok nymand van erer wegene; ok en schall der 
brud unde brudegarame nymand ghave gheven behalven medegifft, kledere, han- 
truwe unde ingedome, alse en mede gelovet werd, bij broke dre mark zulvers, 
jodoch weme mede gheven werd beneden hundert mark Lub., den moghen de 
jenne, do to der brudlacht gebeden werden, geven ane broke kettele, kannen, 
gropen unde andere husgerade unde ingedome, ok en schall zyk nymand mit 
deme brudegamme kleden bij vorlust dre mark zulvers. 

Van den daghochtijden unde avendhochtijden samptliken. 

Vortmer wenner eyn junckfrouwe edder frouwe vorlovet wert, van deme 
daghe, dat ze vorlovet is beth an den dacht dat de hochtijd wesen schall, so 
en schall ze nyne sunderge koste mit junckfrouwen unde ok nyne vordentze 
hebben unde nynerhande sunderge ghesterie mit jemande van butenhuses 
noch nyn frund edder vromede van erer wegene binnen hus noch nergene 
buten der stad myt meyen varende, dar kost zij umme penninghe offte ane 
penninghe; ok en schall de brudegam edder nymant van ziner wegene komen 
in der brud hus mit jenigerhande sammelinge to dantzende edder to reyende; 
de brudegam unde de brud schollen ok myt ereme stovengande nynerleye 
kost hebben, noch in deme stovene noch buten deme stovene unde nymandes 
wert wesen, mer der van binnen hus; id en schall ok nymand don van erer 
wegene by vertust dre mark zulvers. 

Van den daghochtijden unde avendhochtijden samptliken.' 

Vortmer war de brudegam unde brud uth trecket in den husen, schall 
nynerhande kost wesen, avend edder morgen, dan van des werdes gesinde; 
weret ok, dat de wert des nicht bewarede, so scholde he wedden unser stad 
teyn mark zulvers; weret ok dat des brudegammes offte der brud gesynde des 
dages jergene kost edder sammelinge hedden, eyn jowelick.de dar mede were, 
de schall wedden dre mark zulvers. 

Van den daghochtyden allene. 

Item to den sulfften daghochtijden schall ok nymand komen to deme 
beddemakende unde to deme lichtmakende dan erer beider gesinde, ere schaffer- 
schen unde de jenne, de de mester wesen schall van den lichten to makende 
unde de brudlichte scholen wesen eyn jewelick van eneme lyspunde unde over 

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324 1467. 

all dat hu8 scholen wesen nicht meer dan twintich lichte uppe den bomen, eyn 
jewelick licht van eneme market punde unde twe schenckelichte eyn jewelick 
van veer marketpunden, doch moet yd woll myn wesen, men nicht meer, we 
dar en boven dede, de schall eyn jewelick stncke wedden myt veer mark 
zulvers. 

Van den daghochtyden allene. 
Vortmer en schall de brudegam ok nynerleye kost don myt wyne edder 
nymant van ziner wegen noch to vorsendende, tovorschenckende offte vor den 
tappen to theende, mer to der brudlacht over all mach men hebben anderhalve 
ame wyns unde nicht meer, alse dat de brudegam mit zineme rechte vorstan 
will, bij vorlust sos mark zulvers. 

Yan den daghochtijden allene. 
Yortmer des dages, alse de hochtijd is, moghen dar wesen alles Volkes 
to tweundedortich schotelen unde nicht meer, van mannen, frouwen, junckfrouwen 
unde drosten, unde dar to schaffere unde schafferschen unde erer beider gesinde 
sunder argelist, twe uthe ener schotelen to etende, unde nicht meer dan veer 
richte to ghevende unde dar en schall nyn wilbrede mede wesen; dar en scholen 
ok nicht meer dan sostich posteiden wesen unde nyne meer laten bereiden; ok 
en schal men nyne birichte gheven unde nynen wyn men anderhalve ame, so 
vorscreven steit, unde beer mach men dar schencken, utgenomen Averelvesch 
beer, dat schall men dar nicht schencken, men schall ok des dages noch avend 
edder morgene buten huses anders nyne koste hebben, noch to frunde offte vro- 
meder lüde hus, ok nynerleye spise, posteiden offte wyn schalmen buten huses 
senden fruhden edder vromeden geistliken offte wertliken personen; ok schall 
men nyne rede penninge gheven offte senden kost äff tohebbende; unde wenner 
de brudegam na der maeltijd myt zinen unde der brud frunden trecket to ziner 
frunde hus, dar en schalmen nynen wyn schencken offte senden, mer men 
mach dar woll Hamborger beer unde Lubesch beer unde Overelves beer 
schencken, dar schall ok nyne kost wesen, noch van krude offte klarete, edder 
in jenigerleye gedrencke, bij broke van eneme jewelkeme artikele teyn mark zulvers. 

Van den daghochtyden allene. 

Vortmer wen de brudegam trecket unde to bedde ghan schall, so en 

schall he nyne torticen hebben, id en zij twischen sunte Mertens daghe unde 

vastelavende, unde der torticen mögen veer wesen unde nicht meer, unde wen 

de brudegam unde de brud to bedde zint, so schall dar edder in anderen huseren 



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1467. 325 

des avendes nyne sammelinge, dantze edder jenigerhande koste wesen van der 
hochtijd wegene; welk man edder frouwe dar mede were, de scholen wedden 
vor eyn jewelick stucke dre mark zulvers; des avendes schall dar ok nymand 
bliven sunder erer beyder gesinde, dar mögen ze to bidden veer van des brude- 
gammes unde veer van der brud wegene, de en gelevet, dar to ere schaffere 
unde schafferschen unde nymand meer unde we desser stucke jenich breke, de 
schall wedden dre mark zulvers. 

Yan den daghochtijden allene. 

Item des ersten daghes noch des anderen scholen dar nyne spellude 
komen sunder, de dar zin geladen, unde der mach to der daghochtijd wol 
neghene wesen edder myn, men nicht meer; der schalmen ok nynen vorsenden unde 
den speiluden schalmen des anderen dages to lone gheven, so hyr nabescreven steit 

Item schall nyn banner to den bassunen better wesen dan sos schillinghe 
unde men schall nicht meer dan twe banner hebben by broke dre mark zulvers. 

Item des anderen dages vor der maeltijd schall dar degher nyn kost 
wesen noch mit frouwen edder mannen, megeden edder knechten, unde to der 
brud upstandinghe schall nymand komen to rechten ethende, dan veer man 
unde veer frouwen van jewelken zijden, ere schaffere unde schafferschen unde 
erer beider gesinde unde nymand meer; unde des avendes schall dar van der 
brudlacht wegene nyn dantze edder jenigerhande kost wesen van der hochtijd 
wegene; welk man offte frouwe dar mede were, de scholen dustement wesen 
unde de brudegam unde de brud scholen myt erer beyder gesinde in ereme 
huse bliven, dar moghen ze to nemen twe man unde twe frouwen van jewelken 
zijden, de ze willen, ere schaffere unde schafferschen, dar mede schall de hoch- 
tijd enen ende hebben unde dorch der brudlacht willen schall nymand bynnen 
eneme jare dar na werschopp offte gesterie stichten, bij broke dre mark zulvers, 
alse he dat vorstan will myt zineme eede, offt he des gevraget wert. 

Van den avend hochtijden allene. 

Vortmer to deme beddemakende schall nymand komen dan erer beyder 
gesinde unde erer beyder schafferschen unde des avendes, alse de brudegam 
npgestan is, so schall dar nymand ethen sunder erer beyder gesinde, dar to mögen 
ze nemen van jewelker zyden twe manne unde twe frouwen, wen ze willen, 
van der brud unde des brudegammes frunden unde erer beyder schaffere unde 
schafferschen unde nymande meer, dar schall ok nymand komen, en den hanen 
to bringende, bij vorlust dre mark zulvers. 



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326 1467. 

Des morgens, wan de brudegam upsteit unde to deme dorne getrecket 
hefft, so schall he myt nymande nynerleye koste hebben unde myt nymande 
ghan, noch in wynkelren, in tavernen edder jergene anders, er to deme rechten 
ethende, unde to deme ethende mögen ze hebben myt mannen, frouwen, junc- 
frouwen, drosten to twintich schottelen unde dar to schaffere unde schafferschen 
unde erer beyder ingesinde unde nicht meer richte schall men gheven dan veer, 
dar schall nyn wilbrede mede wesen, twe uthe ener schotelen to ethende unde 
nicht meer dan vijffundetwintich posteyden to hebbende unde der nicht meer 
maken to latende, unde nyn gedrencke dan beer, utgenomen Overelvesbeer, dat 
schal men dar nicht schencken, ok mögen ze woll hebben to der brudlacht over 
all eyn aem wyns unde nicht meer, unde dar en schall des daghes nyn danss 
wesen unde de hochtijd schall dar mede enen ende hebben; unde des avendes 
scholen de brudegam unde de brud bliven in ereme huse myt ereme gesinde, 
dar mögen ze to nemen veer personen manne unde frouwen van jewelker zijden, 
de se willen unde ere schaffere unde schafferschen unde erer beyder gesinde 
unde nicht meer, unde scholen nyne kost meer hebben myt jemande noch jemand 
mit en; dar en scholen ok beyde avend unde morgen nyne spellude komen, se 
en zin dar geladen, ok mach men hebben teyn waskertzen to bernende to der 
hochtijd. Desser vorscreven stucke eyn jewelik to holdende bij vorlust teyn mark 
zulvers. 

Vortmer welk man junckfrouwe offte frouwe de nicht tosamende bringen 
so gud alse dusend mark Lub., de en scholen nicht meer hebben dan to twelff 
schotelen to ethende, dar to schaffere unde schafferschen unde erer beyder 
gesinde unde de scholen nyne posteiden noch wyn gheven, jodoch mögen se 
veer richte hebben unde beer schencken unde anders nicht, bij vorlust dre mark 
zulvers. 

Vortmer en schall de brudegam ok nynerleye kost don myt wyne edder 
nymant van ziner wegene noch to vorsendende, to vorschenckende offte vor den 
tappen to theende, unde men schall ok des dages noch avendes edder morgens 
buten huses anders nyne koste hebben noch to frunde offte vromeder lüde 
hus, ok nynerleye spise offte wyn schalmen buten huses senden frunden edder 
vromeden, geistliken offte wertliken personen, ok en schalmen nyne rede penninghe 
gheven offte senden kost äff tohebbende, unde wenner de brudegam myt zinen frun- 
den trecket to ziner frunde hus, dar en schalmen nynen wyn schencken offte senden, 
mer men mach dar woll Hamborger beer unde Lubesch beer unde nyn Overelvesch. 



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1467. 327 

beer schencken; dar en schall ok nyn kost wesen noch van krude offte clarete 
edder in jenigerleye gedrencke, alse dat de brudegam myt zineme rechte vor- 
stan will, bij vorlust sos mark zulvers. 

Item weme' an gelde medeghegeven wert, myn dan hundert mark Lub. 
de mach hebben to teyn schotelen, twe uthe ener schotelen to ethende, dar to 
erer beyder gesinde, schaffere unde schafferschen unde nicht meer, unde der 
brud mach men woll gheven kannen, gropen unde ander husgerad, so vorgerort 
is, unde to den anderen brudlachten schall men nicht gheven, unde dorch der 
brudlacht willen schall ok nymand binnen eneme jare darna ghesterie stiebten 
bij vorlust unde broke dre mark zulvers dergeliken. 

Van deme speigreven. 

Item schalmen gheven deme speigreven, wan he de daghe schrifft, van 
der daghhochtijd sos schillin ghe, van der avendhochtijd veer Schillinge unde van 
den brudlachten myt eneme speie twe Schillinge, item dar to schall men eme 
geven van den daghochtijden achte Schillinge unde van den avendhochtijden, dar men 
vor gheit myt deme reddeholte, veer schillinghe unde, dar men nicht vorgheit, 
twe Schillinge unde de armen de to unser frouwen kerken nicht uth trecken 
sunder uth den anderen kerken, scholet eme gheven enen schillingh. 

Van den speiluden. 

Item men schall dren speiluden gheven samptliken vor godes geld enen 
schillingh Lub. 

Item to den daghochtijden moghen komen negen spellude unde der 
moghen woll myn wesen unde nicht meer unde der en schalmen nyn vorsenden 
unde eneme jewelken van den schalmen van den daghochtyden gheven achte 
Schillinge unde to der avendhochtijd, dar men dubbelden treck hevet, mögen sos 
spellude wesen unde nicht meer unde eneme isliken van en schalmen gheven 
sos Schillinge uude van eneme eynvoldigen trecke, de uth unser leven frouwen 
kerken schuet, dar mögen dre spellude wesen unde eneme jewelken van den 
schalmen gheven veer Schillinge, unde hyr mede en schall nymand furder vor- 
plichtet wesen, en jenige kledinge to gevende, se en scholen der ok van nymande 
esschen, en de to gevende, will over welk brudegam en jenige cledinghe gheven, 
dat mach he don ane broke mit gudeme vrien willen ungedwungen unde un- 
vorplichtet. 

Van den kocken. 

Item schalmen den kocken to lone gheven vor ere gropen slachtinge 



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328 1467. 

kockenrecht unde vor alle zake van den daghochtijden ene mark Lub., unde 
van den avendhochtijden, de dubbelden treck hebben, twelff Schillinge unde van 
den avendhochtijden, de enen eynvoldigen treck hebben, schalmen achte Schillinge 
geven; ok en scholen ze van der brudlacht nicht vorsenden; welk kock de hijr 
entegen dede, de schall wedden dre mark znlvers unde schall zines amptes hyr 
eyn jar entberen. 

Van den kokebeckern unde garbredere. 

Item deme garbredere unde ziner husfrouwen, de de heydeschen koken 
backen to den daghochtijden, schalmen gheven vor zine beckerie unde arbeyd 
achte schillinghe Lub. unde will ze we hebben to den avendhochtijden, de schall 
en gheven veer schillinghe. 

Van der anderen kokenbeckerschen. 

Item to den daghochtijden mach desulffte kokenbeckersche komen un- 
vorwiset unde der schalmen van sodaner daghochtijd gheven XII ß unde to 
welker brudlacht edder daghochtijd, dar men posteiden ghifft, dar mach desulffte 
frouwe ok komen unvorwiset unde dar schal men er geven VIII ß Lub. 

Vortmer welk gast zyk in unser stad vorandert unde unse borgerschen 
offte borgers dochter nympt, de schall alle desse willekore lijk unsen borgeren 
holden, bij dersulven böte alse vorscreven steit. 

Vortmer des negesten vrydages na der brudlacht, id zij dagbrudlacht 
offte avendbrudlacht, so scholen de brudegam der brud negesten unde de schaffere 
uppe dat radhus vor den rad komen unde sweren bij ereme eede, dat alle desse 
willekore na ereme wane geholden zin, aver we zin recht nicht don en will, 
de schall betteren vor den weddeheren eyn jewelik stucke, dar he nicht vor 
sweren will unde dat nicht to latende. 

Van den personen, de van schuld wegene entweken zint, etc. unde 
van den frouwen de by eren mannen nicht wesen wilt, wat de 
dreghen scholen etc. 

Vortmer offt jenich man van schuld wegene entweken hedde offte ent- 
weken were edder in tokomenden tijden entwikende worde edder dage gemaket 
hedde edder makende worde edder eme sodane schuld to gegeven were, de man 
schall nyne voderde kledere dregen unde des mannes frouwe schall anders nicht 
dregen dan lakendoke, nyn smyde, nyne parlen, nyne vodere, nyn scharlaken, 
nyne bretzen, nyne keden, beth tor tijd, dat de man zine schuld betalet hefft 
sunder argelist unde welk frouwe van ereme manne sunder redelike zake toge 



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1467. 329 

unde nicht bij eme wesen wolde, de en schall des ok nicht dregen, so hijr 
bovenscreven steit, id en zij myt willen unde van kentnisse des rades, we hyr 
en boven drecht, so hyr vorgerort is, he zij man offte frouwe, den will yd de 
rad nemen laten. 
Yan den kinderen to closteren to bringende hijr binnen to sunte Johannese. 

We zin kind ghifft to closter hijr binnen to sunte Johannese, de schall 
noch vor noch na derae daghe, alse men dat kind kledet, nyne koste hebben 
noch nymand van zineme wegene bij broke dre mark zulvers, unde dessulven 
dages alse men dat kind to closter bringhet unde kleden schall, so schall des 
kindes moder offte zine negesten dat kind mit junckfrouwen unde frouwen des 
morgens to closter bringhen sunder spellude so wontlick is unde dessulven dages, 
wan dat kind gekledet is, so mögen des kindes negesten frund sulff teynde, man 
unde frouwen, eten, dar yd uthgetrecket is unde nymand meer. Jodoch schalmen 
den junckfrouwen uppe de sulffte tijd in deme clostere anders nyne edder nyne 
meer richte gheven dan wontlick is unde dar en schall nyn wilbrede mede 
wesen. Unde wenner de maeltijd gedan is, so en schall dar nyn treck in dat 
closter wedder wesen, umme dat kind. to beghifftende unde ok furder nyne 
koste to donde, bij broke teyn mark zulvers. 

Van der closter vard buten der stad. 

We eyn edder meer kindere will to closter gheven edder voren, de moet 
nicht meer lüde laten mede varen edder riden dan veer frouwen to eneme 
jewelken kinde unde unser borgere nicht meer dan twe sulffheren dar to meghede 
unde knechte, unde wenner ze komen van deme clostere des avendes, so scholen 
dar anders nyne personen edder frunde ethen, dan de to closter zin gewesen, 
jewelick stucke to holdende, bij broke teyn mark zulvers. 

Van den kindelbedden. 

Wor god ene frouwen will beraden enes kindes to nesende, de frouwe 
mach vorboden laten twintich frouwen unde nicht meer unde dar schall men 
nyne kost myt jemande van buten huses don unde des dages, alse men dat 
kind kerstent, mach men sos frouwen hebben umme dat to kerstende, dar to 
mach men noch sos frouwen to bidden; de twelff frouwen moghen dar sampt- 
liken ethen, nymand meer unde anders nyne kost to hebbende by broke dre 
mark zulvers. 

Hyr mede schall alle ghesterie gedan wesen, men, wan de frouwe in 
kerken gheyt, so mögen dar ethen de vyff frouwen, de myt er to kerken ghaen 

42 



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330 1467. 

unde dar mögen ze sos frouwen to bidden trade nicht raeer, unde wenner eyn 
frouwe in kerken gheit edder eyn man eyn kind kersten leth, so en schall dar 
des avendes nyne ghesterie wesen dan achte personen, ze zin frouwen offte man, 
unde nicht meer; ok en schall nyne frouwe van des kindelbeddes wegene jemande 
buten huses jenighe ghave gheven; ok en schall nynes kindes kolte better 
wesen dan van eneme halven tzickelthun unde nynes kindes lakene better dan 
van blekenden lou wände, de eilen van veer edder vyff ß Lub. ane borden, 
lijsten unde ane hole nede, we desser stucke welk breket de schall wedden dre 
mark zulvers. 

Vortraer schall nyne frouwe in deme kyndelbedde bruken andere bedde, 
kolthen, hovetpole, kussene edder lakene sunder alse nu wontlik is mede tho 
ghevende bij broke teyn mark zulvers, doch we ze alrede anders hefft, de mach 
der bruken. 

Vortmer schall nyn kynd gold, sulversmyde, pardurwerck noch parlen 
edder bunt to zinen klederen dregen noch krentze edder sappele dreghen, id en 
zij soven jar olt, men eyn besmydet bindeken moet yd woll dreghen, ok en 
schall nyn junckfrouwe kosteler haersnoere dregen dan van ener mark, bij vor- 
lust teyn mark zulvers. 

Van der vadderschopp. 

Welk man edder frouwe eddes kindes vadder wert, de mach deme kinde 
to vaddergelde gheven veer Schillinge Lub. unde nicht meer, noch an klederen, 
kleynoden edder an redeme gelde, eer dat kind vyff jar olt is, bij broke dre 
mark zulvers. 

Van den lijken. 

Wor eyn lijk in eneme huse is, dar van schall nynerleye gesterije wesen, 
binnen edder buten deme huse in jenigen steden, sunder allene des daghes, alse 
dat lijck begraven wert, edder alse de beghencknisse is, moghen in deme huse 
dar yd utgedregen wert, teyn frouwen buten huses ethen unde nicht meer, bij 
broke dre mark zulvers. 

Alle desse vorscrevene artikele, ordinancie unde willekore myt wolbedachten 
mode unde vulborde unser borger, dar to geesschet unde vorbodet na ripeme 
rade eyndrachtliken gesloten, beden wij borgermestere unde radmanne vorbenomet 
to holdende bij broke unde penen vorscreven, unde offt de rad jemande, he 
were binnen offte buten rades, bewanede darumme, dat he offte zine husfrouwe 
desse erscreven willekore nicht geholden hadden, de man will de rad vor zijk 



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1467. 331 

vorboden laten, dar schall he zyk denne myt zineme eede entledighen, weighert 
he denne deme also to donde, so will de rad van eme de pene unde broke 
nemen sunder gnade, so vakene hijr ane jemand brockhafftich wert befunden, 
unde wij willen, dat desse ordinancie unde willekore anghan scholen uppe 
de tijd etc. 

Unde uppe dat nymand in dessen vorscreven ordinancien unde wilkore 
brockhafftich werde, so beden de heren desser stad, dat eyn jewelick desse vor- 
benomeden ordinancie unde wilkore lese, edder zijk lesen late, umme zijk vor 
broke unde schaden to hodende. 

Gleichzeitige Aufzeichnung auf Papier. 

312. 

Cord von Hamme, Bürger zu Lübeck, klagt gegen Hans Boleves, Bürger zu Thorn, 
wegen Überfall und Beraubung auf der Landstrasse. 1468. Januar 5. 

Witlick zij, dat int jar unses heren dusent veerhundert achtundesostich 
des vefften dages des raaendes Januarij des morgen tyd dages de beschedene 
Cord vamme Hamme, borger to Lubeke, vor deme ersamen rade to Lubeke to- 
sprake dede to Hanse Roleves, borgere to Thoren, alse van ener vegnisse wegene 
he ene unvorwaret, unentsecht wedder god, ere unde recht uppe des hilgen 
rike8 Straten gegrepen, gefangen unde eme dusend mark Lub. affgeschattet unde 
eme dar en boven etlike gudere unde lakene genomen unde affhendich gemaket 
scholde hebben, welke schattinge unde name zyk tosamende droge uppe soven- 
teynhundert mark Lub. Dar to Hans Roleves antworde unde zede, dat he eme 
sulk geld nicht affgeschattet unde des nicht entfangen hedde. Mer Hans Leveken, 
borger tome Sunde, van sodaner ziner vengnisse wegene deme ersamen heren 
Hinrike Rubenouwen, borgermestere tome Gripeswolde, drehundert Einsehe gülden 
ghegeven unde desulffte Hans Roleves noch nymand anders van ziner wegene 
der vengnisse und schattinge halven nicht meer entfangen offte geboret hedde, 
vurder seggende, he noch nymant anders van der vorscreven vengnisse unde 
schattinge wegene nyne ansprake to Corde vorscreven hedde edder to sakende 
dechte, des de ersame her Bertold Witijk, borgermester der stad Lubeke, van 
wegene des erscreven rades to Lubeke Hanse Roleves vragede, wer ok jemand 
anders in deme nastanden gelde der schichtinge part offte deel hedde, dar de- 
sulffte Hans: neen to zede unde he noch nemand van ziner wegene, geistlick 
offte wertlick, mit geistliken offte wertliken gerichte edder rechte darup zaken 

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332 1468. Januar 5. 

edder spreken wolde edder scholde to ewigen tyden, wante sodanes ene entlike 
eilende vorschedene zake were. Welk de genante Cord vamme [Hamme] 1 ) van 
deme ersamen rade to Lubeke begherende was, in desset erer stad nederste 
boek to tekende unde to schrivende, deme de rad so bevoell to besehende, dar 
bij an unde over gewest to tuge de beschedene manne, Hans van Colne, Hans 
Vrolike, Hans Bück, Gerd Spiringk, Bode van der Hoye, Hans Portenhagen 
unde Gerd Awerdingk besetene borgere to Lubeke, so dijt allent, so bovenscreven 
steit, eyn openbare instrument dorch den ersamen Johanse Bersenbrugge eneme 
opembaren notarium darupp begrepen unde gemaket ok clarliken uthwiset der- 
geliken. Jussu consulum. 

Eintragung ins Niederstadtbuch: 1468, Antonii abbatis. 

313. 

Albrecht, Herzog von Sachsen, quittirt dem Bath von Lübeck über den Empfang 
der ihm vom Kaiser überwiesenen zweijährigen Reichssteuer. 1468. 
Januar 7. 
Wir Albrecht, van gotis gnaden hertzog zeu Sachsen, lantgrave in Doringen 
und maregrave zeu Miessen bekennen vor uns unser erben und thun kund mit 
diesem brieve gein ydermenniglick, die yn sehen ader hören lesen, das uns die 
ersamen wiesen burgermeister und rate zeu Lubuck zcwee jar statstuwer, so sie 
dem allerdurchluchtigsten forsten und herren, herren Friderich, Romischen keyser 
etc., unserm allergnedigsten herren, jerlichen uff Martini pflegen zeu geben und 
sine keyserliche maiestat uns die czwee gantze jar zeu reichen verschriben had 
nach lute siner keyserlichen gnaden brieff uns darüber gegeben, des datum heldet 
zeur Nuwestat am fritag vor sant Maria Magdalena tag 2 ) noch Cristi geburt 
viertzehenhundert und im sibenundesechtzigsten jaren gutlich und wol tzu dancke 
vergnüget betzalt und solch stuwergelt zweer jare dem ersamen Andre Gebhart, 
burger zeu Lubuck, unserm lieben bisundern von unser wegen obirgeantwert 
habenn. Solchs statstuwer geldes der zweer jare sagen wir den rat zeu Lubuck 
und ire nachkomen vor uns und unser erbenn quijt, ledig und los geinwertiglich 
mit und in crafft diess brieves. Des zeu bekentniss haben wir des hochgebornenn 
forsten, unsers lieben bruders, hertzogen Ernst, insigel gebrechen halben des 
unsern an dissen briefe wiessentlichenn lassen hengen, des wir hirtzu gebrucken. 



x ) fehlt im Text. *) Juli 17. 



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1468. Januar 7. 333 

Gegeben zcu Missen, nach Cristi unsers herren gebart tusent vierhundert und 
i im achtundsechtzigsten jaren am dornstag nach Trium Regum. 

Original ohne Siegel. 

314. 

Heinrich von Bene bekennt, von dem Bathe von Lübeck für den Rath vom Haag 
88 rrifr 8 ß für sechs Hagensche Tücher empfangen zu haben. 1468. 
Januar 27. 
Ik Hinrik van Rene bekenne opembar vor alsweme, dat ik to miner 
vullen genoge van deme ersamen rade to Lubeke upgeboret unde entfangen 
hebbe to behuff des ersamen rades in den Hagen in Holland negenundeachten- 
tigeste halve mark Lub., de desulve rad to Lubeke dem ergenanten rade in den 
Hagen van wegene sos Hagescher laken plichtich unde schuldich was. Darumme ik 
Hinrik van Rene vorbenomet vor my van des vorgerorden . rades in den Hagen 
unde erer nakomelinge wegen hebbe vorlaten unde qwijd geschulden, vorlate unde 
qwijd scheide jegenwardigen in krafft desses breves den obgenanten rad to Lubeke unde 
ere nakomelinge van der vorscrevenen negenundeachtentigesterhalve mark Lub. unde 
soss laken wegen gensliken qwijd, leddich unde los, unde desses to merer tuchnisse 
der waerheid hebbe ik Hinrik van Rene vorbenomet myn signet unde wy 
Hermen Sundesbeke, radman, unde Wilhelm vamme Sande, borger to Lubeke, 
hebben tor witlicheid unser beyden ingesegel mede hengen an dessen breff, de 
gegeven unde screven is na der bord Cristi unses heren dusend verhundert am 
achtundesostigesten jare, des midweken na Pauli conversionis. 

Original mit anhängenden drei Siegeln. 

315. 

Der Rath von Stralsund trifft mit dem Lübecker Rathmann Hinrich von Hachede 

eine Vereinbarung über die Rückzahlung der von demselben angeliehenen 

1050 mtC. 1468. Februar 5. 

Wyttik sy, dat int jar unses heren dusent veerhundert achte unde 

sosstich umme trent wynachten de ersamen heren borgermeistere unde radmanne 

der stad Stralessund vor sik unde ere nakomelinge unde de ersame her Hinrick 

van Hachten, doctor unde radman to Lubeke, vor sik unde syne erven hebben 

in vruntlicheid gedregen over een, so dat de vorbenomeden heren bormeistere 

unde radmanne boven unde to den verdehalf hundert Lubesschen marken, de ze 



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334 1468. Februar 5. 

nu rede hebben vornuget, scholen unde willen deme vorbenomeden her Hinrike 
darto vornugen unde wol betalen sevenhundert mark Lubesscher weringe in den 
twen nabescreven termynen, nomlik upp dat hilge fest passchen negest volgende 
vort over eyn jar, alze men scrivende wert negen unde sostich jar, verdehalleff- 
hundert mark, unde darna up dat negest volgende fest paschen, alse men wert 
scrivende seventich yar, noch verdehalffhundert mark der vorbenomeden Lubesschen 
beweringe, so dat denne uppe den latesten termyn elleftehalffhundert mark Lubesch 
deme gesechten heren Hinrik edder sinen erven scholen degher unde ganczliken 
sin betalet to siner nughe, unde wo vakenne deme vorbenomeden heren Hinrike, 
so vorscreven is, betalinge beschut, schal he nugaftige qwytancien geven van der 
geborden summen. Hyrmede scholen de beyden vorsegelden breve, mit der stad 
Stralessunde anhangenden ingesegelen vor wart, sprekende up viffunde seventich 
Lubessche mark jarliker renthe gedempet sin unde na deme lesten termine der 
betalinge den vorbenomeden heren vamme Sunde wedderumme gehandreket 
werden. Weret over, dar god vor sy, de termine, so vorscreven is, in der 
betalinge nichten wurden geholden, schal desse vorbenomede endracht nicht syn 
van werde, unde de vorbenomede her Hinrik scal sik denne vrii holden mögen 
an de beyden vorscreven renthebreve und der bruken na ereme lüde. Vortmer 
de vorbenomede her Hinrik van Hachten vor sik unde sine erven heft vorlaten 
unde vorlet jegenwardich in craft desses breves na der betalinge, also vorscreven 
is, de vakebenomeden heren borgerraeistere unde radmanne van aller namaninge, 
nastelligen renthen, kosten unde theringen dar umme bescheen, quid, leddich 
unde loss, nummer darup to sakende. Disses to merer orkunde der warheid 
hebben dee vorbenomeden heren borgermeister unde radmanne erer stad Strales- 
sund ingesegel unde de vorbenomede her Hinrik van Hachten syn ingesegel 
witliken gehengen heten an dessen breff, de geven unde screven is in deme 
jare vorscreven amme dage sunte Agate der hilghen juncvrouwen. 

Original im Stralsunder Rathsarehiv mit dem Secret der Stadt und dem Siegel des Lübischen Rathmannes 

Hinrieh von Hachede. 

316. 

Der Rath von Braunschweig giebt dem Rathe von Lübeck Nachricht von der eidlichen 

Aussage zweier Bürger, dass Ludehe Koke eine rechtmässige Forderung 

von 30 Rheinischen Gulden an den Lübecker Bürger Hans Wynningstede 

für verkaufte drei Centner Kessel habe. 1468. Februar 8. 

We de rad der stad to Brunswigk bekennen unde betugen openbar myt 

dussem breve vor alle den jennen, de one seen edder hören, dat vor uns is 



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1468. Februar 8. 335 

gekomen de beschedene man Ludeke Koke, unse borger, unde heft uns vorstan 
laten, wu dat Hans Wynningstede, borger to Lubeke, ome schuldich sy drittich 
Einsehe gülden vor drey sintener kettele, de he ome hir in unser stad in 
sinen huse avekoft unde de he ome ok van hir wente to Lubeke gesant hebbe, 
unde dar de genante Hans Wynningstede ome twene sintener kelmyn up gesant 
hebbe. Welker drittich gülden kopes unde kettele de genante Hans Wynning- 
stede ome myssaken wille. Des heft de genante Ludeke Koke, unse borger, 
vor uns gebracht de vorsichtigen manne Werner Kersteningrode unde Henning 
Wolters, ok unse borger, frome, erlike, tuchwerdige lüde, de hebben vor uns mit 
upgerichteden vingeren stavedes eydes lifliken to den hilgen gesworen, vortuget 
unde vorrechtiget, dat se in vortiden dar hebben an unde over gewesen in des 
genanten Ludeken Koken, unses borgers huse unde hebben dat gehört unde 
geseen, dat de genante Hans Wynningstede dem vorbenomeden Ludeken Koken, 
unsem borger, rechtes kopes avekoft hebbe drey sintener kettele vor drittich 
Einsehe gülden, on sij ok witlik, dat de vorbenomede unse borger dem genanten 
Hanse Wynningstede de drey sintener kettele gesant hebbe van hire wente to 
Lubeke unde dar twey sintener kelmyn wedder up entfangen hebbe. Unde 
dusser dingk to bekantnisse unde openbaren bewisinge, dat dusse vorscrevene 
tuchnisse vor uns dem rade so gescheyn is, alze vorberort is, hebben wy unser 
stad secretum gehenget laten an dussen brefif. Gegeven na der gebort Cristi 
unses heren verteynhundert in dem achte unde sestigesten jare, des mandages 
nach sanete Dorothee virginis. 

Original mit anhängendem Siegel. 

317. 

Herfixann Beinemann, zur Zeit in Königsberg, dankt dem Lübecker Bath für seine 
Verwendung bei Herrn Äke Axelson, bittet, ihm über den zur Zusammen- 
kunft der Parteien festgesetzten Tag Nachricht zu geben und schlägt da- 
für den 15. August oder drei bis vier Wochen darnach vor. 1468. 
Februar 27. 
Meinen fruntlichen dinst unde was ich gutes vormag allezeit zeuvor. Er- 
samen wolweysen achtbaren unde namhafftigen heren, sundirliche gunstige gude 
frunde. Also mir denne ewer allir weysheyt uff meyne schriffte an den ersamen 
her Bertold Wytyk, ewren burgermeister geschreben unde vorbass die sache 
an ewer herlichheyt gebrocht, ewer gutig antwerth an mich habt geschreben, wie 



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336 1468. Februar 27. 

ewer allir weysheyt sich mit dem edln unde gestrengen her Ake Axesson 
meyner Sachen halben habt bearbeyt, wie sich der genante her Ake Axesson 
alles dinges desir sache halben by ewer wirdikeyt nnde die gemeyne hennesche(!) 
stete zcu irkennen will setzen, das ich ouch nicht auss slo unde mich das ouch 
in vorghen gezeyten hebe irboten unde noch gerne do bey wil bieyben unde 
bedancke das ewers grossen vleysses, mühe unde arbeyt, hirinne nicht gesparet 
Got fuge is, das ichs ymmer ken ewer herlichkeyt müsse vordinen. Hirumb 
achtbarn unde wirdigen Üben heren bitte ich, so ich demutticlich sali unde 
mag, ir wolt den tag der zcusampnekominge von beyden parten, also des ge- 
strengen her Aken obengedocht unde meyner personen durch ewer schriffte 
wyssen lasen, wen ewer herlichkeyt das mit dem itczeberurten her Aken uffs 
bequemeste gelieben mag, dornoch ich mich gerne weide richten, mochte das 
gescheen uff unsir liben frawen tag worczewege neestkomende 1 ) adir drey wochen 
adir vir dornoch, das setze ich zcu ewer herlichkeyt irkentnisse unde steet mir 
grosslich, nu inde in zcukomenden gezeyten ken ewer allir weysheyt zcu vordinen, 
die der almechtige got in gesuntheyt czu langen gezeiten müsse onthalden. 
Gegeven zcu Konigesbergk am Sonnabende noch Mathie apostoli im etc. 

LXVIH ten jare. 

Herraan Reyneman, itzundir zcu Konigesberg. 

Aufschrift: Den ersaraen wolweysen unde namhafftigen mannen, heren burger- 

meistern unde rathmann der stad Lubeke meynen gunstigen liben heren. 

Angekommen den 11. April. Original mit Rest des aufgedrückten Siegels. 

318. 

Graf Gerd von Oldenburg gewährt den Kölnischen Weinkaufleuten freies Geleit 
durch sein Gebiet auf ein Jahr. 1468. März 3. 
Wy Gherd to Oldemborch unde Delmenhorst greve etc. don wytlik als- 
weme, dat wy umme der ersamen borghermestere unde radmanne to Lubeke 
unser leven frunde bede willen hebben ghevelighet unde geleydet unde myd 
desseme unseme breve velighen unde leyden der ersamen van Kolne wijnlude, 
de uppe de Elve körnende unde Einsehe wyne van wegene unde to behoff der 
vorgeschreven van Lubeke van desses breves datum an eyne jarlank bringhende 
werden vor uns unde alle de jennen de umme unsen willen don unde laten 
soholen unde wijllen, der wy sunder argelist mechtich synd myd eren personen. 

s ) August 15. 



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1468. März 3. 337 

haven unde guderen velioh unde ungehindert dit vorgeschreven jarlangk to- 
komende, vorkerende unde wedder dor unse ghebede in ere seker behold na 
wontliker wise sunder allen hinder, gheverde unde argelist tho reysende, doch 
unse tolne unde rechticheide unvorsumet. Des tor tuchnisse hebben wy unse 
ingesegel an dessen breff heten drucken, de gheven is uppe Segeberghe na 
unses heren bord verteynhundert in deme achtundesostigesten jare amme ersten 
donnredage in der vasten. 

In dorso: Item una alia littera in presenti facto reperitur in capsa burgimagistrorum. 

Original auf Papier mit au/gedrücktem Siegel unmittelbar unter dem Schrtftfelde. 

319. 

Der Bath zu Grabow schreibt an den Lübecker Bath in einer Streitsache der 
Lützower gegen einige Grabower. 1468. März 4. 

Vor alle den jenen, de dessen breff zeen edder hören lessen bosunderghen 
vor jw ersamen vorsichtighen heren borgermesteren unde radmannen der stad 
Lubeke bokennen unde botughen wy borgermestere unde radmanne der stad 
Grabow, dat vor unseme bosittende stole des rades in usser jeghenwardigheyt ys 
ghewessen Hennink Witte, richtevaghet user junckeren der Lutzowen unde hefft 
apenbare bokant, wo he van hetes weghen de Lutzowen by Heyne Bobroven, 
unseme medekumpane des rades bosaten scholde twe Eynsche gülden unde 
vyff eine Grabowesches wandes umme pyne wyllen, de Hans Sclyman edder 
Hans Arndes scholde vorvallen wessen, so langhe dat se erer pyne wysse 
barrynghe wüsten. Anders hadde Heyne Bobrow de gülden myd deme wände 
to rechter tyt gerne uthe gheven. Hiir ane unde aver hebben wessen Hermen 
Dovesal unde Hinrik Zachow, borgher myd us boseten, tughes loven unde eren 
werdich, de dat vor rechten wyllen, so sse van rechtes weghen schullen. Dar 
na, do de pyne van Hans Sclymanne to den heren qwytit was, so was Heyne 
Bobrow erghescreven vor uns unde boed Hans Arndese twee Eynsche ghulden 
unde vyff elene wandes, de he nicht hebben wolde, he wolde erst kost unde 
therynghe wedder hebben, des Heyne Bobrow unsen junckeren den Lutzowen 
und uns ghantz unde all wolde höret hebben nach deme, dat yd gheld bo- 
kummert was to voren, eer de tyt qwam, mende, he were em nyner therynghe 
pleghe, dat Hans Arndes nicht by wolde, men he scholt yd wedder vor de 
wysheyt der heren to Lubeke, deme Heyne Bobrow vorghescreven gherne volghen 



43 



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338 1468. März 3. 

wyL Hiir weren ane unde aver Mathias Bremer, Hinrik Bosenwynkel, Lubbeke 
Berndes unde Hans Brade borgher myd us to Grabow boseten, tughes loven 
unde eren werdich unde vele mer vramer bedderve lüde. Des to tughe hebben 
wij borgermester unde radmanne vorghescreven usser stad secret witliken drucken 
heten nedden an dessen apenen breff. Sereven unde gheven na der bort Cristi 
dusent verhundert dar na in deine achte unde sostighesten des vrigdaghes vor 
Invocavit etc. 

Angekommen den 7. März. Original auf Papier mit aufgedrücktem Siegel. 

320. 

Der Bath zu Grabow beurkundet, dass die Rathsleute Heine Bobrow und Werneke 
Struve daselbst den Hennink Witte zu ihrem Bevollmächtigten bestellt 
haben. 1468. März 5. 

Vor alle den jenen, de dessen breff zeen edder hören lessen bosunderghen 
vor jw vorsichtighen heren borghermesteren unde radmannen der stad Lubek 
bokennen wy borgermestere unde radmanne der stad Grabow, dat vor unseme 
bosittende stole des rades in unsser jeghenwardigheyt syn ghewessen Heyne 
Bobrow unde Werneke Struve, medekumpane unses rades unde hebben mechtibh 
ghemaket myd hand unde myd munde, jeghenwardich in crafft desses breves 
mechtich maken den boschedenen man Hennink Witten, borgher to Grabow, 
hebber unde wyser desses breves aller sake unde alle tosprake, de Hans Arndes 
borgher to Grabow jeghen ssee unde jeghen enen jewelken bosunderghen van 
syner eghenen weghen edder van Alheyd Peter Mollers weghen zeligher decht- 
nisse wert handelende unde sprekende in vruntlikeme sclete edder in recht tho 
vorschedende unde gheven em alle vullekamen macht, wes Hennink vorghescreven 
darane deyt in vruntlikeme ghesclete edder in recht to vorschedende, dat schal 
so mechtich wessen unde wyllen so vast holden lyk der wys, yfft se sulven 
jeghenwardich weren unde yfft se dat van worde to worden sulven vorhandelden. 
Des to thughe hebben wy borghermestere unde radmanne vorghescreven unser 
stad secret wytliken drucken heten nedden an dessen apenen breff. Gheven 
unde screven na der bort Cristi dusent verhundert dar na in deme achte unde 
sostighesten des sonavendes vor deme sondaghe, wen de moder der hylghen kerke 
synghet Invocavit etc. 

Original auf Papier mit Rest des aufgedrückten Siegels. 



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1468. März 7. 339 

331. 

Der Rath von Lübeck macht den Roth von Lüneburg darauf aufmerksam, dass 
das Verhältniss zwischen König Christian und den Axelsons Seerüstungen 
der Städte nothwendig machen könne, und fordert ihn zu einer Besprechung 
hierüber und über andere den Kaufmann in Liefland und in Flandern 
betreffende Gegenstände auf 1468. März 7. 
Unsen fruntliken grut mit vermögen alles guden. Ersamen wijsen heren, 
besundem ghuden f runde. Wij twivelen nicht, juwe ersamheyde zij wol in 
dechtich des eddelen unde wolgebornen heren, Gherdes, greven to Oldenborch 
etc. vorghevendes to Odeslo in juwer, der anderen stede unde unser radessende- 
boden dar vorgadert jeghenwardicheit, dat denne under lengeren was, dat de 
sulve her Gerd was begerende, dat gij, de anderen stede unde wij den irluch- 
tigesten hochgeboren fursten unde hern, hern Cristiern, koninge der drijer rijke 
etc., zinen leven broder in der limpelikesten wijse teghen de Axelssen vorbeden 
unde vorschriven wolden, deme wy na juweme unde der anderen stede belevend 
so gerne gedan unde unse egenante bodeschopp deshalven uthgeverdiget hebben, 
unde wes uns van der wegen vor antwerde wedderfaret, willen wy juw um- 
benalet nicht laten. Unde alse denne her Gherd vorbenomed to Odeslo ok vor- 
gaff, dat he synen hern broder vorscreven sunder trost, hulpe unde bistand nicht 
dechte to latende, unde is to vormodende, dat de sulve here Gerd unde meer 
andere in der Ostersee redende werden, dar entegen denne de Axelssen villichte 
ok uthmakende wurden, so dat de zee sere gewlomet unde de gemene unschuldige 
zevarende man grofliken beschediget mochte werden, dat den gemenen steden 
sere vorfengklick wesen unde unser aller havene in tovore unde afvore merkliken 
vorstoppen wolde, dar uns allen nicht mede stunde to lidende, sunder deshalven 
grofliken van noden wolde wesen, wij samptliken in de zee makeden, umme den 
unschuldigen zevarenden man na unseme besten vermoghe to beschüttende unde 
to be8chermende. Unde wente, ersamen guden frunde, grofliken is van noden, 
gij, de andern ersamen stede, de unlanges to Odeslo vorgaddert weren, unde wy 
dessefr] twijer bovenscreven unde ok meer anderer merkliken sake halven den 
kopman van der Dutschen hense sowol in Lijf lande alse in Vlanderen anliggende 
yo eer yo lever tosamende komen, darumme is unse degher andachtige beger, 
gij juwe erliken vulmechtigen radessendeboden am sondage Oculi negest körnende 1 ) 
des avendes in der herberghe binnen unser stad hebben willen, umme to rad- 

*) März 20. 

43» 



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340 1468. März 7. 

slagende, wo wy stede uns der vorbedinghe unde vorschrivendes halven vor den 

heren koning an de Axelssen bescheen, ok der uthredinghe wegen in de zee to 

donde unde anderen des kopmans vorbenomeden saken billiken unde liraplikest 

hebhen mögen vor unser aller wolfart unde dat gemene beste denende. Ghij, 

guden frunde, desset nergen mede vorleggen, dar vorlaten wy uns gentziiken to 

unde vordenent ok umme juwe ersamheide alle wege gerne, de gode wolmogende 

sin bevalen. Screven under unser stad secrete am mandage vor Eeminiscere 

anno LXVIIL 

Borgermestere unde radmaüne der stad Lubeke. 

Aufschrift wie gewöhnlich. Original im Hathsarchw zu Lüneburg. Secret abgesprungen. 

3»». 

Der Bath von Wismar giebt dem Johann von Bole ein Fürschreiben an den Math 
von Lübeck. 1468. März 8. 1 ) 

Jw ersamen unde wisen mannen, heren borgermesteren unde radmannen 
to Lubeke, doen wij borgermestere unde radmanne der stad Wismer witlick apen- 
bare betughende in unde myd desseme breve, dat de beschedene Johan van Bole, 
togher desses breves is unse medeborgher, hefft lijck andern unsen borghern 
stadrecht ghedaen. Worumme bidden wij juwe ersamheide degher fruntliken, 
gij den vorgenanten Johan, unsen borgher, myd zinen gudern unde kopenschoppen 
in juwe stad unde gebede kamen unde varen, em sodane syne guder unde wäre 
tho vorkopende unde sliten staden willen. Vorschulden wy umme juwe ersam- 
heide alleweghe gerne. In tuchnisse der warheid is unser stad secret rugge- 
linghes ghedrucket uppe dessen breff, dede gheven unde schreven is na der 
bord Cristi dusent veerhundert darna in deme achteundesostigesten jair, des 
dinxtedages vor Gregorii pape. 

Angekommen den 15. März. Original mit rückwärts aufgedrücktem Secret. 

333. 

Johann Steinhus sendet dem Bathe von Lübeck einen nach dessen Wunsch abge- 
fassten Zuversichtsbrief. 1468. März 9. 

Minen otmodigen underdenigen willigen deinst nu und to allen tijden. 
Erwerdigen genedige leyven heren. Als ik iwer werdiger wijsheit vortijden 

l ) Mehrere solche Fürschreiben aus den Jahren 1468 bis 1470 sind vorhanden, sämmtlich auf 
Pergament geschrieben, während der Rath übrigens in seinen Briefen sich des Papiers bediente. 



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1468. März 9. 341 

gescreven hadde, als umme alsolken gelt achter iuwen kemerer leget myt namen 
IX C mrk. Lubesch to geven her Heinrik Castorp burgermester myt enen oppenen 
Torsegeiden breve der stat van Collen, inholdende vor all rechtferdige namaninge, 
darop jwe wijsheit myr do screven, dat alsolliche breiff nicht noechhafftich were, 
der breff moeiste inholden, dat ein stat van Kolien screve in den breff, dat sey 
gut wolden sin vor all namaninge geistlich und weirntlich und wu dey sin. 
Also, leyven heren, so sende ik jw enen breiff van der stat Kolien, dar sey sich 
in vorscryvet und vorsegelt, borge to sin vor all namaninge geistlich und wertlich 
und wu sey sin, und bidden darumme jwe erber wijsheit, alsolliche gelt to geven 
her Heinrik Castorp burgermeister. Dat wil ich alle tijt vordeynen, wor ich 
kan und mach, dat kent got, dey jwe erber wijsheit bewair to allen tijden 
starck und gesunt. Datum in Kolien VIII in der Vasten, anno MCCCCLXV1IL 

Johan Steinhuss. 

Aufschrift: Den ratmannen der stat Lubeke, mynen u. s. w. sali dusse breff. 

Original auf Papier mit aufgedrücktem Siegel, 

Der Bath von Lübeck schreibt an den Bath von Lüneburg wegen eines Tages, um 

mit dem Herzog Johann von Sachsen - Lauenburg über rückständige, 

Lübeckischen Bürgern schuldige, Benten zu verhandeln. 1468. März 9. 

Unsen fruntliken grut mit vermögen alles guden. Ersamen unde wisen 

heren, besundern guden frunde. Juwen breff mit ener ingelechten copien enes 

breves des irluchtigen, hochgeboren fursten unde heren, heren Johans hertogen 

to Sassen etc., inneholdende van dem verrameden dage twijschen synen gnaden 

unde uns, unde in wat mathen syne herlicheyd den sulven dagh nicht beriden 

kone, sunder zine herlicheyd unde ghij van syner wegen sint begerende sodannes 

dages entholdinge beth in de achte dage tho Paschen, 1 ) twijschen der tijd gedencke* 

he siek, wil god, wedder to fogende bij de hand unde sodannen dagh to be- 

ridende in alle sodanner mathe, alse twijschen em unde uns is verramed etc., 

hebben wij to guder mathe na allem inneholde wol vernomen unde den unsen, 

den des tokomet, lezen laten. De uns na erer besprake darup geantwordet hebben 

unde yd in der warheit ock so is, so gij sulven wol weten, dat wy vaken unde 

vele dem genanten hern hertogen to leffmode mennige entholdinghe unde up- 



x ) April 24. 



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342 1468. März 9. 

nickinghe by den unsen van langen tijden heer erer bedageden unde vorsetenen 
renthe mit swarheid hebben vorworven, jodoch den unsen sulkent nicht hefft 
mögen bedigen beth heer to, wente de here hertoge vorbenomed den unsen 
etliken van twen, unde etliken van dren jaren heer unde lengk erer bedageden 
renthe vorsatich is gewest unde noch is. Hedde aver de genante here 
hertoge dem upgenanten dage genuch mögen don, hedden wy gerne gesehen, 
wowol de unse menen, ze erer bedageden unde vorsetenen renthe halven 
nioht en egen jenige dage to lestende edder furdere entholdinge to 
belevende, men zint van uns begerende, ze sick holden mögen in eren vor- 
setteden unde weddeschatteden gudern na inneholde erer breve en darupp ge- 
geven, unde dat wy en darto hulpe unde bistand don willen, des wy en nicht 
lenger vorwesen konen, sunder en darto hulpe, trost unde bistand don moten, 
darvan vurder unwille entstan mochte, dat wy lever vorhud zeghen, kennet god, 
de juwe ersamheide lange spare gesund. Screven und er unser stad secrete, am 
mydweken na deme sondage Invocavit, anno LXVIIL 

Borgermestere unde radmanne der stad Lubeke. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen unde wijsen heren, borgermesteren unde 
radmannen to Luneborch, unsen besundern ghuden frunden. 

Original im Rathsarchiv zu Lüneburg mit Resten des Siegels. 
In Lüneburg aufgeschrieben: Copiata et misaa duci Saxsonie eexta feria ante Reminiscere. [März 12. j 

335. 

Hermann Beinemann dankt Bertolt Witik für seine und des Bathes zu Lübeck 
Verwendung in seinem Streite mit dem Bitter Ake Axelsson, bittet um 
weitere Unterstützung , zeigt an, dass er nach Schottland zu segeln be- 
absichtige und am 29. September in Lübeck zu sein hoffe. 1468. März 11. 

Minen vruntlike grut myt vormogen alles gudes. Ersame leve her Bertolt, 
jwe leve to weten, dat ik den breff wol untfangen hebbe, den my hefft sent 
unde screffen de erwerdige rait van Lubeke, also van des ryders wegen her 
Haken Akseles, dat de erwerdich rat undernomen heft unde de ryder syn sake 
by den rat van Lubeke set hefft, des danke ik jw unde dem erwerdigen rade 
van Lubeke vruntlike unde wil gerne myne soke seten by der erliken wysheit 
des rades [to] Lubeke unde folafftich wessen to eyn gantssen unde rayner sake. 
Item leve Bertolt wetet, dat ik hijr hebbe koft eyn schip, dar denke ik mede 



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1468. März 11. 343 

to segelen in Schotlant, oft got wil beholden reyssen, so hoppe ik to Lubeke 

to wessen up sunte Mycheles na inholdes breffes, den ik dem erwerdigen rade 

van Lubeke sant hebbe. Doet wol, leve her Bertolt, doet wol unde west myn 

bestes hijrin. Item leve her Bertolt, ik bidde jw, so jw den wol dechtioh is, dat 

ik hebbe sent eyn koppie den erwerdigen rat van Lnbeke des besworen breffes, 

den my de erwerdige rat van Dansseke geven hefft na legenheit miner sake 

stede unde vast setfet] by de erlike wysheit des rades [van] Lubeke. Leve 

her Bertolt, ik wet jwer leve sunderges nicht to scryven men over my to beden, 

also ener jwen besundergen guden. Hijr mede sit gode bevolen to sin denst 

Gescreven in Konigesberge in sunte Gregors avende LXVIII. De lopper is 

vornoget. 

Hermen Beyneman. 

Aufschrift: Dem ersamen her Bertolt Witik in Lubeke sal desse breff. 

Angekommen den 11. April. Original auf Papier mit Best des aufgedrückten Siegels. 

326. 

Verpfändung einer Braupfanne. 1468. März 13. 

JuLermen Windelmann vor dessem boke hefft bekant, dat he unde zine 
erven schuldich zint Peter Drogen unde zinen erven vefftich mark Lub. pen., 
so se under zijk des eyns zint, umbeworn to betalende, darvor he eme zine 
bruwpannen van twintich tunnen, so de in zineme huse, belegen in der Klock- 
geterstraten, dar he inne wonet, steit bemuret, myt deme iserwerke unde aller 
erer tobehoringhe vor dessem boke hefft vorpandet. 

Eintragung in das Niederstadtbuch: 1468, Reminiscere. 

3»7. 

Johann von Mengden, Ordensmeister in Lief land, ersucht den Bath von Lübeck, sich 
gegen den Kompthur von Memel nachgiebig zu erweisen. 1468. März 18. 

Unsen fruntlicken groith unde wes wir umme juwir aller leve unde 
fruntschapp willen gudes vormogen stedis tovorn. Ersamen wolwisen unde vor- 
sichtigen leven hern unde besundern guden frunde. Als idt denne twisschen 
dem ersamen unde geistlicken broder Johann van der Dünger, unses ordens 
kompthur tor Memell unde juwir Stadt Lubbick vaste wat bitter gestanden hevet 
van wegen somlicker guder, de em van juwen medeborgern aldarsolvigest to 



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344 1468. März 18. 

Lubbick sollen bekommerth sien, de he achtet upp verhundert Einssche gülden, 
darumme he denne der juwen eynsdeels tor Memelle gefangen, nppgeholden unde 
ock de strate juwerae koppmann beth hirto darsolvigest tor Memell gesloten 
hadde, so uns juwe fruntschapp offte unde vaken darumme geschreven unde 
fruntlicken angelanget heveth, dat wir sulcks gerokeden to wandelende etc. Gij 
sollen, besundern leven frunde, ane twivell vor wair weten, wes beth hertho 
yuw unde den juwen ym sulckeyn geschein, dat uns dat allewege entiegen unde 
undancke gewest is, unde begern juw umme den willen gudüicken to wetende, 
wowall de gedachte kompthur noch tor Memell is unde blyveth, dat wie idt mit 
era dorch unse gebediger, de wie to era gesanth, mit dussen zaken also gefogeth 
unde gemakett hebben, dat des forder den juwen nicht noith sien schall, unde 
mögen wal vry unde velich vor em unde den synen tor Memell de strathe 
hendorch uppe unde nidder sunder eynicht vare wancken, theen unde varen na 
older gewonheith to water unde to lande, des gie vor war geloven unde idt den 
juwen unde dem varenden koeppmann also mögen vorkundigen etc. Wes em 
aldar in juwer stadt bekomerth is, hevet he gantcz to uns gesath, also dat wie 
twisschen juw unde em in fruntlicheith darumme handelen sollen, des wie uns 
gentczlich vormoden, gy willen dat ock, guden frunde, gudtlicken uppnemen 
unde eyn wolgefallen sien juwen ersamicbeiden, de wie mit sundirlickem vlite 
fruntlicken bidden, dat gie hirupp trachten willen, dat men den zaken eyn ge- 
limplick middell vorfogen mochte, wente gie sunder twivell wall weten, wes de 
gedachte unse kompthur gedan unde genomen hevet, dat dat in eynem opembaren 
krige gescheen unde den yenen genomen is, die unses ordens vynden äff unde 
to foreden. Unde wes hirinne gedyen, dat de zaken twisschen juw unde em 
to eynem fruntlicken unde grundtlicken vordracht komen mochte, dar willet uns 
juwe gude menynge mit dem ersten widder upp schriven. Wat wie juw unde 
den juwen to guder fruntschapp unde to fordernisse mögen ertogen, dar sallen 
uns aller wege gutwillich inne dirflnden juwe ersamicheiden, de wie gode al- 
mechtich gesunt bevelen. Gegeven to Eige am fridagge negist vor Oculi, im 
LXVIUte* jare. 

Broder Johann van Mengede anders genant Osthaff, 
raeister Dutsches ordens to Lifflanth. 
Aufschrift: Den ersamen wolwisen vorsichtigen mannen, borgermeistern unde raith- 
mannen der stadt Lubbeck, unsen besundern leven unde guden frunden. 

Original auf Papier mit aufgedrücktem Siegel. 



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1468. März 23. 345 

338. 

Auslieferung von Waaren, weiche als Ersatz für unrechtmässiger Weise von Aus- 
liegern genommenes Gut vorlaufig mit Beschlag belegt waren. 1468. 
Nach Mdrs 23. 
WiÜick zij, alse denne de beschedenen manne Peter van Scheve, Hans 
Besop unde Hans Woltman besätet hadde int jar LXVI Michaelis bij Hanse 
Bücke verdehalve last ales unde veerhundert holtes dem werdigen heren Johan 
van Sungeren, do tor tijd kumpthur tor Memel tobehorende umme zake willen, 
dat dessulfften heren kumpthurs undersaten en ere gudere in der zee äff hendich 
hadde gemaketh laten etc. Des en denne ordell unde recht ghegeven hadde, 
dat sodane guder in besäte stan scholden jar unde dagh bij Hanse Bücke in 
vorwaringhe, umme deme heren kumpthur vorscreven sulke besäte witlick to 
donde, umme sodane guder binnen jar unde dage mit rechte to entsettende, so 
der stat richteboek eynsodans clarliken innehefft. Welke besäte binnen jar 
unde dage nicht entsat is etc. Darup denne de rad to Lubeke int jar LXV1Ü des 
midwekens vor midvasten 1 ) vurder affzede vor recht: Nademe de erscrevene 
her kumpthur sulke besäte nicht entsath hefft, so recht were, so scholde Hans 
Bück den erscrevenen Peter Scheven, Hanse Besop unde Hanse Woltmanne 
overantweren, wes van dem ale unde holte gekomen were etc. Des denne de- 
sulffte Peter van Scheve, Hans Besop unde Hans Woltman vor deme rade unde 
dessem boke bekand, dat ze van deme obgenanten Hanse Bücke van der vor- 
genanten guder wegen entfangen hebben hundert sossundesoventigeste halve mark 
Lub. de van densulfften gudern gekomen scholden zin unde nicht meer, so Hans, 
Bück zede. 

Eintragung in das Niederstadtbuch: 1468, Pasche. 

339. 

Otto von HocMem], Komthur zu Memel, schreibt dem Bathe von Lübeck, dass, 
wenn derselbe ihm die in Lübeck mit Beschlag belegten Güter nicht zu- 
rückgebe, er sich in Memel schadlos halten werde. 1468. März 27. 
Mynen fruntliken grudt myt behechliker dirbeidinge gansses vormogens 
stets vorentfangen. Ersamen lieven heren unde bizunderen vorsichtigen lieven 
frunde, borgermeister unde rathmans. Ich bidde uch fruntlicken, moget wesen, 
gij uch bedencken willen unde senden my dat gelt, van mynen guderen geworden 



*) März 23. 

44 



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346 1468. März 27. 

is. Ich en hedde my, lieven heren, an uch des nicht vormoden wesen, dat gij 
myne guder solden besperren, naedem sie bekant hebben, so uch allen wol wit- 
lick is, dat sie to Danssig koften unde vorkofften unde up der wederreyse genomen 
worden. Moget aver nicht wesen, gij my nicht wilt volgen laten myn gelt, so hebbe 
ich, lieven heren, so gudt recht thor Memel, dat myne to manen unde to vordedengen, 
als gij van Lubick in juwer Stadt dat juwe. Want yo wesen sael, des ich dan 
myt al nicht gerne doe, ich wolde anders des mynen overlanck wol sin na 
gekomen, dat ick op en sodant gelaten hebbe, gy uch bedencken sollen unde 
laten my dat myne volgen. Hirop begere ich van uch eyn scrifflich antwerdt, 
wes wesen mach ader nicht. Gegeben am sunnendage Letare, im LXVIIL 

Kumpthor thor Memmell. 

Aufschrift: Den ersamen mannen unde vorsichtigen heren borger meistern und 
rathmannen der stadt Lubicke, semptlichen adir bijzunderen, mit 
ganser ersamicheit. 

Angekommen den 5. Mai. Original auf Papier mit aufgedrücktem Siegel. 

330. 

Vorläufiger Vertrag zwischen dem Kloster Hilgendal in Lüneburg und den Vor- 
stehern des Clemens Kaland in Lübeck. 1468. März 27. l ) 

Wy Johannes, provest, Hinricus, prior, unde gantze convent des klosters 
thom Hilgendale bynnen Luneborg belegen, uppe de ene syden, unde wy Gerar- 
dus Petershagen, Hinricus Kote, Paulus Lange, Bartold Witich, Gerd van Lente 
unde Hans Kastorp, vorstendere der armen, de men dagelikes spiset in der 
Hundestraten ute deme Kalande unser leven fruwen, de men holdet to sunte 
demente bynnen der stad Lubeke, uppe de anderen syden, bekennen unde 
betugen opembare in desseme breve, dat wy uns fruntliken hebben vorgan tho 
tein jaren na lüde enes vordrachtbreves, den mede vorsegelt hefft mester Albert 
van Eethem unde her Andreas Geverdes met sodanem underschede, dat wy uns 
fruntliken willen tho enem ewigen frede vorliken under desser vorscreven tyd 
edder wan erst vorleden syen achte jar, darneghest den twen jaren erst volgende, 
tho vormidende unde bytoleggende, Unwillen, arbeit unde koste. Des tho vorder 
tuchnisse hebben wy Johannes provest unse unde unses gantzen conventes in- 
gesegele vor uns unde unsen gantzen convent unde nakomelinge, unde wy Gerar- 



l ) Vgl. Bd. IX No. 789. 



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1468. März 27. 347 

dus Petershagen unde Bertold "Witick, alle vorbenomed van unser unde unser 
medevorstendere wegen unse ingesegele vor uns unde unse nakomelinge mit 
guden fingen willen witliken gehenget laten an dessen breff, der twe synd enes 
Indes, darvan wy Johannes, provest mit unsem convente den enen, unde wy vor- 
stendere vorbenomed den anderen hebben in vorwaringe. Gegeven na der bord 
Cristi unses heren verteinhundert in deme achteundesostigesten jare, des sondages 
tho midfasten. 

Nach einer in Dreyers Diplomatarium sacrwn befindlichen späteren Abschrift. 

331. 

Zwei Lüneburger Rathmänner geben dem Domkapitel in Lübeck die Umstände an, 
welche die Zahlung der demselben schuldigen Summe verhindern, und 
machen Vorschläge über die Aufnahme einer Anleihe. 1468. Aprü 5. 

Linsen fruntliken wilgen denst tovorn. Ersamen und werdigen leven 
heren. So gy uns gescreven hebben, wo wy juw gelovet hebben, to betalende 
dat nastande ghelt van der collecturen wegen in der achte dagen to paschen 
negest körnende 1 ) etc., also is dat io in der warheit, dat wy juw so hebben 
lovet und tosecht und hebben dar grote moye over und flijt und arbeid dar- 
umme dan, juw sodans gerne to holdende, doch alse id nu leyder gewant is und 
gelegen, dat unse solt nicht van der hant wil unde dar nen slete van is, dat 
wy sodan ghelt, dat dar noch by steit, können inmanen edder anders wor be- 
kamen, dat wy mit groten flite besocht hebben, so bevruchte wy uns, dat wy 
sodane summen gheldes uppe de genante tijd nicht können utrichten, dat uns 
doch ganz moylik wesen wil. Worumme, werdigen leven heren, bidden wy mit 
gantzer begheringe und flite, gy willen etlike van den juwen darto vogen und 
schicken, de uns sodan ghelt to Lubeke mochten bearbeiden by gestliken edder 
by werliken, wy wolden dat yerscriven iu unsen gudern unde dar grote seker- 
heit vor don, wo men de esschede edder hebben wolde unde de tynse to rechten 
tiden fruntliken unde wol to dancke betalen. Unde sodane summen gheldes, 
weret dat gy edder de juwen se konden bekamen, scholden gy vort by juw in 
sodane betalinge beholden, uppe dat wy io in loven by juw mochten bliven. Weret 
ok sake, dat alsodans io nicht scheen konde, dat gy denne pandebreve edder rente 
van uns nemen mochten, so lange dat wy sodanen summen entrichten und be- 

l ) April 17. 

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348 1468. April 5. 

talen, weilte wy anders nene wise können vinden edder dencken juwen willen 
to hebbende. TJnde hirupp bidden wy juwe fruntlike antwerde. Sijt gade be- 
valen sund und salich to langen tiden. Screven des dinxdages na Judica, under 
unser eyns ingesegel, des wy hir samptliken to bruken, anno LXVDI. 

Hinrik van der Molen und Johan vamme Lo 
radmanne to Luneborg. 

Aufschrift: Den erwerdigen und werdigen here Diderik, proveste, vicedecano 
und gantzem capittele der kerken to Lubeke, unsen holden heren. 

Original auf Papier mit Besten des aufgedrückten Siegels. 

33a. 

Verhandlung über einen Theü des von den päpstlichen Legaten in den nordischen 
Königreichen gesammelten Ablassgeldes. 1468. April 10. 

Witlick zy, dat int jar etc. LXVII des vrijdages, de dar, was de andere 
dach vor deme latesten des manen Februarij, des morgens to tercie tijd offte 
darbij vor deme ersamen rade to Lubeke zint ersehenen de werdige unde vor- 
sichtige here Marinus de Frygeno, uppe de ene, unde de ersamen unde beschedenen 
manne mit namen her Hinrik van Stiten, borgermester, her Hermen Hitvelt, 
radman, Hans Brekelveld unde Hermen Darsouwe, borger to Lubeke, alse vor- 
mundere zeligen Hermen Yrolinges, uppe de anderen zijden. Dar denne de 
erbenomede her Marinus sede unde bekande, wo dat he in vorledenen jaren 
van dem allerhilgesten in gode heren unde vader, heren Pii, na godliker vor- 
sichticheid des anderen paweses milder dechtnisse mit ziner hillicheid breven 
umme salicheid willen der menschen alse eyn legate unde sendebode in de dree 
koningrijke Dennemarken, Sweden unde Norwegen utgeferdiget unde gesant were, 
dar he denne etlick gelt an zulver unde golde gekregen hadde, van welkerem 
gelde he denne bij zineme dener, Anthonio de Katagofermis genant, binnen 
Eevell drehundert unde dortich Einsehe gülden gesand hedde, de desulve zin 
dener Anthonius darsulves binnen Eevell bij Gherde Sassen vort gelecht hadde 
in sodaner wijse, dat de erbenomede Gerd Sasse zineme dener Anthonio ene 
handscrifft an Hermen Vroiinge to Lubeke gegeven hebbe, de eme denne vort 
sodane drehundert unde dortich Einsehe gülden gheven unde vornogen scholde. 
Aldus were nu furder de irluchtigeste hochgeborne furste unde here, her Cristian, 
der rijke Dennemarken Sweden unde Norwegen koningk etc. myt deme genanten 



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1468. April 10. 349 

hern Marino overeyngekomen, so dat he siner koningliken gnade ene benante 
summe geldes gheven scholde, alsus hedde na deme ersorevenen hern koninge 
sulke vorgerorte drehundert nnde dortioh Einsehe gülden, de van Gerde Sassen 
bij Hermen Yrolinge to Lubeke overgehefft weren, in vormynneringe sodaner 
summen ufgedregen unde vorlaten, welke erbenomede drehundert unde dortich 
Binsche gülden de beschedene Marquard van Rene im namen des heren koninges 
na uthwisinge ziner gnaden besegelder breve unde ok etliker instrumente des 
heren legaten vorbenomed van den ersorevenen vormundern Hermen Yrolinges 
upboren scholde, welke vorgerorde gülden de genante Marquard also to ziner 
vuller genoge van den obgenanten vormundern hefft entfangen, so he des vor 
deme rade bekande. Unde de erscrevene her Marinus unde Marquard van Rene 
hebben Gerde Sassen, de ersorevenen vormunder unde ere erven unde alle de 
jenne, den des mede toqweme edder tokomen mochte, mit vornichtinge der hand- 
schrifft gentzliken deger unde all vorlaten unde qwijd geschulden, unde vorlaten 
alle unde enen isliken van en bisundern in krafft desser schrifft. 

Eintragung in das Niederstadibuch: 1468, Palmarum. 

333. 

Entscheidung des Baths, dass die Beschlagnahme einiger dem Komthur von Memd 
gehöriger Güter zu rechtfertigen sei, da derselbe nicht widersprochen habe. 
1468. Aprü 17. 

Witück sy, alse denne de beschedenen manne Peter van Scheven, Hans 
Besop unde Hans Woltman besätet hadden int jar LXVI Michaelis by Hanse 
Bucke verdehalve last ales unde veerhundert holtes, dem werdigen heren Johan 
van Sungeren, do tor tijd kumpthur tor Memel, tobehorende umme sake willen, 
dat dessulfften heren kumpthurs undersaten en ere guder in der zee affhendich 
hadde maken laten etc. des en denne ordel unde recht gegeven hadde, dat so- 
dane guder in besäte stan scholden jar unde dagh bij Hanse Bucke in vor- 
waringhe, umme deme heren kumpthur vorscreven sulke besäte witlick to donde, 
umme sodanne guden binnen jar unde dage mit rechte to entsettende, so der 
stad richteboek eyn sodans clarliken innehefft, welke besäte binnen jar unde 
dage nicht entsat is etc. Darupp denne de rad to Lubeke, int jar LXVllI des 
midwekens vor midvasten 1 ) furder affzede vor recht, nademe de erscrevene her 

x ) März 23. 



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350 1468. April 17. 

kumpthur sulke besäte nicht entsatht hedde, so recht were, so scholde Hans 
Bück den erscrevenen Peter Scheven, Hanse Besop unde Hanse "Woltmanne over- 
antweren, wes van dem ale unde holte gekomen were etc. Des denne desulffte 
Peter van Scheven, Hans Besop unde Hans Woltman vor deme rade unde desseme 
boke bekant, dat se van deme obgenanten Hanse Bücke van der vorgenanten 
guder wegen entfangen hebben hundert sosundesoventigeste halve mark 
Lub., de van den sulfften gudern gekomen scholden zin unde nicht meer, so 
Hans Bück zede. 

Eintragung in das Niederstadibuch: 1466 \ Pasche. 

334. 

Der Rath von Stendal wendet sich an die Aelterleute der kaufmännischen Kollegien 
in Lübeck und die übrigen Kaufleute dort, da beim Bathe daselbst in der 
Streitsache mit dem Markgrafen von Brandenburg und der Wiederfrei- 
gabe des Handels nichts zu erreichen gewesen sei. 1468. April 19. 

Unnsen fruntliken dinst mit vormogen alles guden tovornn. Ersamenn, 
vorsichtigen unde bescheiden besunderenn guden frunde. Wy begeren juwer 
live gudliken wetene, so villichte, alse wy moden, juw ok alrede wol tor kent- 
nisse sy gekomen, wo de ersamenn heren, juwe unde unse frunde, de rad to 
Lubecke, von schaden wegen, de oreme borgermestere, her Hinrike Castorp unde 
etliken anderen eren borgeren, van deme irluchten, hochgeboren forsten unde 
heren, hern Fredericken, marggraffen to Brandemborgh etc., unsen gnedigen 
liven heren unde ok von siner gnaden brodere, marggraffen Fredericken deme 
jüngeren selig, thogebrocht unde geschyn schole sin, an uns unde de anderen 
stede der Alden Marcke mehr denn eyns gescreven hebben. Darup den ant- 
werde nach mannichfaldiger anlanginge dorch uns to den gnanten unsen 
gnedigen heren, umme wedderkaringe sulker affhendich gemakeden gudere 
personlik uppe grote, sware kost, theringe, unde möge geschyn, verramet yss, 
der wy eyn deyl copien juwer live hir ine mede vorsloten oversenden, darinne, 
so wy nicht in twifel hebben, gy unse wolmeyninge unde gantzen vormogen, 
wes uns darane ummer to dhonde stunth, wol werden merken. Unde liven 
frunde, so uns unse vortellede mogelicheit unde vormaninge unses groten flites 
in dissen saken vorfuget, uns jegen unse frunde van Lubeke unhulplik hir ane 
is gewessen, hebben wy disser dinge legenicheyt den erliken reden, unsen frunden 



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1468. April 19. 351 

der stede Gosler, Magdeboroh, Brunswigk, Halle, Halberstad, Hildensem, Gottingen, 
Hannover, Eymbeke, Northeim unde Helmstede, in erste bynnen Brunswigk unde 
darnah bynnen Magdeborgh mit uns to dage vorgaddert clagende to kennende 
geven. Bidden uns samentliken jegen unse frunde van Lubeke uppe nughafftige 
irbydinge irkantnissen rechtes, dar tho de sulven erliken stede unser fulmeehtich 
wesen scholden, nach notdorfft to vorscryvende. De sulven erliken stede nach 
merckliker overtrachtinge disser saken legenicheyt unde unser billiker vorbiedinge 
hebben ore flitige bede unde fruntlike schriffte vor uns an de gedachten unse 
frunde van Lubeke darumme to tween tyden, des wy en denn fruntliken danckende 
sint, gefaget, so juwe live darvon copien hirine gelecht wol werden vornehmen. 
Des hebben noch darnah de ersamen unse frunde, de rad to Hamborch von 
anbringe der sulven van Lubeke an uns ok ore schriffte desser saken halven 
langen laten unde gesanth, den wy denn unse antworde darup schrifftliken wedder 
hebben overschicket, one mit vormeldinge disser saken legenicheit uns hoch 
vorbydende, dat se uns dartho de ersamen unse frunde, de rad to Lunenborch, 
unser desgliken mit den gnanten erliken steden, wes wy darane also vor unse 
herschopp buthen unse schulde geschyn, dat unns deger leyt iss, kennet got, 
plichtich mochten sin, allewege to aller redelicheyt, glympe, eren unde rechte, 
fulmeehtich wesen scholden etc., alse der sulven briffe aveschriffte hir ok ingelecht 
wol werden sprekende. Dyt alles, liven frunde, de gnante rad to Lubeke mit 
weygeringe wente hertho slichtes vorslagen hebben, so dat wy aller flitigen unde 
mannichvaldigen bede, glympliker vorforderinge unde hochvorbiedent dorch de 
gnanten erliken stede unde uns sulves vaken unde vele schrifftlik geschyn, unde 
vorgenohmen, in keyne wijs gnyten, edder uns tom gewijs gedyen mochten. 
Des wy doch to unsen frunden van Lubeke, so wy ohn unde juw, liven frunde, 
sunderliken sint gewant, gantz mit nichte hedden vorhopet, meyneden wol, efft 
wy 1 ) alse sulffschuldigere ime groten jegen unse frunde von Lubeke in schult 
weren, dat god nicht enwille, uns irhoringe sodaner unser unde unser heren 
unde frunde flitigen bede, up sulke vorscreven hoch vorbiedinge von ohn nach 
aller legenicheyt, scholde sin beyegent. Tdoch wo deme unde wene denne, so 
wy uns wol vorsehn, dat nicht behorlik iss, den de nicht handdediger unde sulff- 
schuldiger is, mit rade edder dade vor sinem landisheren, des he deger vul- 
mechtich were, antoclagende, uptoholdende edder to bemoyende, wo grot hinder- 
nisse, schade unde vorderff der kopenschop de lange tijd her in guder vor- 



*) folgt: uns durchstrichen. 



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352 1468. April 19. 

handelinge under den kopman disses ordes unde juw gewesen is, daruth irsoken 
unde risen worde, gy, so wy nicht in twifel hebben, wol werden merken etc. 
Derwegen, liven frunde, bidden wy juwe live gudliken deger aadechtigen mit 
gantzeme flite unde so wy flitigest mögen, gy nach betrachtinge unser groten 
swaren moye under nicht cleyne kost unde theringen, umme wedderkeringe der 
Lubschen gudere je gen unse herschop, des gy uns wol gloven mögen unde hir 
wol witlik ist, mehr denn eyns unde to velen untelleken tyden unde steden mit 
demodichliker bede in der glimplikesten wise wy mochten, nach aller mogelicheyt, 
unsen f runden van Lubeke to liffraode geschyn, wo wol wy ame latsten unde 
nw noch unlanges inwendich virteyen dagen von unseme gnedigen heren nicht 
mehr, wann dat he den van Lubeke vor unseme gnedigesten heren, den Komis- 
schen keysere, siner gnaden unde der van Lubeke erffhere, alles rechten plegen 
wille hebben mögen irlangen, so sine gnade den von Lubeke ok sulves gescreven 
hedde, alse he uns des bericht, in meyninge, dat sick sine gnade darane hebben 
vorboden gnuch. Sodannss alles, liven frunde, willet bewogen hebben unde ok 
ansehn, dat wy des kopmans gudere unde besunderen juw belangende, hir by 
uns dorch to ghande, gerne vast unde vele gefordert hebben unde de Straten 
derhalven open to holdende flitich gnuch sint befunden. Unde efft wol vor- 
hinderinge unde vorkortinge hir an des kopmans guderen undertijden geschyt, 
is deger ane unse wendent, unde sodanss den van Lubeke nicht alleyne, sunder 
unssulves unde den unsen leider groffliken wedderfaret. Willet juw darumme, 
liven frunde, by den gnanten, juwen unde unsen frunden, deme rade van Lubeke, 
nach juweme besten vormoge to bearbeidende unde to vorfugende, nicht vor- 
sweren laten, se flitiger bede anliggende, sodannss vorscreven unde unse nughaf- 
tigen vorbiedingen, von en so gantz unangenohmet unde vorslagen nicht en 
bliven, sunder id mit geborlicheide unde nach gelegenicheyt, so id gewanet iss, 
uns forder to willen, fromen unde behegelicheide werde geholden unde tho- 
gekeret, dat id doch mit uns unde den unsen noch etliker rumer tijd, wes 
so nicht gantz afftostellende were, eyn upschoff hebben unde in gudlicheiden 
bestan mochte, beth tor negsten vorgadderinge der gemeynen stede van der 
Dudesschen Hensse, edder tome kortesten beth 1 ) schirstkomende. Bynnen sulker 
tijd wy glikewol unde nichtdestdemyn uns in den saken, war unde wo uns des 
to dhonde roret, flitich unde gudwillich, neyne kost unde theringen darane to 
sparende, gerne werden bewisen. Juw darumme gudwillich mit flitiger anhaldinge 

') Hinter: beth eine unauegefüllte Lücke. 



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1468. April 19. 353 

arte alle vorleggent by deme gnanten rade in glymliker vortsettinge willet 
befinden laten to vorfugende, dat unse borgere mit oren guderen unde kopensohop 
bynnen Lubeke unde war en des not unde beth hertho gewesen iss, zeker 
handtiren unde wancken mögen, so wy uns des unde alles guden to juw wol 
vorsehn unde hebben itzunder desse unse schriffte ok in sunderlicheyt an juwe 
live in gentzliker tbo vorsieht darumme gedan, so de rad unde besunderen her 
Hinrik Castorp unde de des süss sere mögen to dhonde hebben, alle flitieh 
vorbiddent unde hochvorbiedent, von unss vast unde vele vorgenohmen, sunder 
alle irhoringe baven unse mogelicheide hebben vorlecht unde unangenahmet 
gentzliken vorslagen. TJnde worden wy dennoch sodannss allen unde juwer flitigen 
bede unde gudliken underrichtinge hir an nicht gnyten, so wy nicht 
vorhopen, mögen gy denn wol merken, id sunder schaden nicht wert vor- 
bliven. Dat beste hirinn, liven frunde nach guder wise bij den gnanten rade 
unde her Hinrick Castorpen unde by den anderen, den disset belangende iss, 
nach notdorfft to vorfugende, gy wol werdet varnehmende, synt wy umme juwe 
live samentliken unde besunderen, war wy mögen, wedder to vordinende, stedes 
willich unde dont mit flite gerne unde wy desser unser flitigen bede to juw 
unde juwer gudliken underrichtinge hirane noch mögen gnyten, bidden wy des 
juwe gudlike bescreven antwerde by dessen jegenwardigen unsen boden, umme 
uns darnah nw fordermehr egendliken mögen weten to richtende. Gode sijt 
bevolen frisch unde wolmogende to langen tijden. Screven under unser stad 
secret ame dingstage ime hilgen paschen anno domini etc. LXVIIL 

Borgermeistere unde radmanne der stad Stendall. 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen unde bescheiden olderluden des kopmannes 
to Lubeke unde besunderen Hinrick Greverade, Heine Boltzen, Herme 
Hageholt, Everd Bolten, Hermen Hogheboden, Hinrick Muthzyngh, 
Hermen Kelre, Ghert von Lenten, Hanss Feit, Cort vonme Hamme, 
Marquart Schutte unde Michel Hoddendorpp unde gemeynliken allen 
anderen kopmane darsulves to Lubeke residerende, samentliken unde 
besunderen, unsen besunderen guden frunden. 

Angekommen den 11. Mai. Original auf Papier mit Spur des aufgedrückten Siegels. 



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354 1468. April 24. 

335. 

Tale, Wittwe des DeÜev Stake verkauft mit Genehmigung des Grafen Gerhard van 
Oldenburg, als Verwalter von Schlesurig und Holstein, und unter Zustimmung 
der Erben ihres verstorbenen Ehemanns das Dorf Pölitz für 1600 mjl 
an den Lübecker Bürger Marquard Schutte. 1468. April 24. 

Ik Tale Staken, selighen Detleff Staken, ichteswanne wonaftich to Poltze 
ymme kerspele to Odeslo des stichtes to Lubeke, nalatene wedewe bekenne 
openbare in desseme breve vor allesweme, dat ik myt vryen willen wolberadenen 
modes na rade unde medewetende des eddelen wolghebornen heren, hern Gherdes 
to Oldenborch unde Delmenhorst greven, vorestenders des hertichdomes to 
Sleswick unde der grevesschoppe to Holsten unde Stormarn, mynes gnedighen 
leven heren, unde mynes erbenomeden selighen eeliken mannes Detleves vedderen 
unde vrunde nabenomed, myner brodere Henneken unde Tymmen, ghenomed 
Meynerstorpe, Otten sones, unde vort alle der yennen, der my erer vulbord hirto 
noth unde behoff was, vor my unde myne erven unde nakomelinghe rechte unde 
redelken hebbe vorkoft unde uppelaten, vorkope unde late up iegenwardich in 
kraft desses breves to enem ewighen unde ervekope deme beschedenen manne 
Marquarde Schütten, borghere to Lubeke unde synen erven vor sosteynhundert 
Lubesche mark pennynghe, de desulve Marquard my unde den iennen, daran ik 
ene ghewyset hebbe, in gudenn vulstendeghem ghelde unde pagemente bynnen 
Lubeke ghenge unde gheve in reden telleden penninghen wol to danke deger 
unde al betaled heft unde de ik vord an mynes erbenomeden selighen mannes 
Detleves unde unser erven nuth, entsettinghe unde sware schulde witliken keret 
unde uthegheven hebbe, de ghantzen hoff unde dorpp tho Poltze erbenomed myt 
alle eren tobehoringhen, bewegelik unde unbewegelik, myt aller grund, droghe 
unde nath, myt alleme buwete, steenwerke unde holdwerke, ertvast unde nagel- 
vast, myt allen ackeren, hofsteden unde wurden, ghebuwet unde unghebuwet, 
wysschen, weyden, holten, holtinghen, hard unde week, kolinghen, busschen, 
broken, moren, diken, dämmen, wateren, waterstowinghen, tovloten unde äff loten, 
wegen, inwegen unde uthweghen, myt allen lansten unde inwoneren, denste, 
denstghelde, broke, hure, pacht, renthe, mast, iacht, nuth, upkomen anvallen, 
unde myt allen visschen unde visscheryen, alze de alle samentliken unde besun- 
derghen in alle eren veldmarken, enden unde scheden beleghen sind, myt alleme 
rechte unde gherichte, hogesten unde myddelsten unde sydesten, in hals unde 



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1468. April 24. 355 

in band, myt dem rokhone, myt aller herlicheyd, vrigheyd unde rechticheyd ünde 

myt allem egendome, so qwijd unde vrigh, alze mynes vorbenomeden seliges 

eelikes mannes Detleves vorvaren unde vorolderen vore unde he unde syne 

erven na desse erbenomede hoff unde gantze dorp Poltze myt alle eren tobehoringhen, 

benomed ifte unbenomed, ie vryest ghesad hebben ifte hebben mochten nichtes . 

nthghenomen. Desser gantzen hoves unde dorpes to Poltze erbenomed myt alle 

eren tobehoringhen voregherored sametliken unde besunderen scholen unde willen 

ik Tale erbenomed, myne brodere unde mynes erbenomeden mannes Detleves 

nabenomeden vedderen unde frunde unde alle unse erven deme vorbenomeden 

Marquarde, synen erven unde den hebberen desses breves myt synem willen 

qwyd unde vrigh rechte warende wesen, beschermen unde entfryen en de van 

aller ansprake unde bewernisse enes ie welken, de vor recht komen wille, de 

syn ghestlik edder werlik, so vaken en des werd to donde. Also hebbe ik Tale 

erbenomed myt den nabenomeden mynen unde mynes selighen mannes Detleves 

vrunden vor uns vor alle unse erven, vrunde unde nakomelinghe unde vor alles- 

weme desse erbenomeden gantzen hoff unde dorpe to Poltze myt alle eren vor- 

berorden tobehorynghen mit den lene, weddeschatte unde egendome demesulven 

Marquarde Schütten to syner unde syner erven behoeff vor mynen erbenomeden 

ghnedighen heren, heren Gherde, unde des landes to Holsten rade degher unde 

al overantwordet unde vorlaten, overantworden unde vorlaten en de alle jegen- 

wordich in kraft desses breves, unde hebben derghelik densulven Marquarde vor- 

genomed ghevoret unde ghesettet in de brukelken rowende hebbenden were, 

alle desse vorescreven hoff unde dorp Poltze myt alle eren vorgerorden tobehoringhen 

to ewighen tokomeden tijden by demsulven Marquarde, synen erven unde den 

hebberen desses breves myt sinen willen to blivende unde darmede to donde 

unde to latende, alze en dat aller bequem est is, my Talen, mynen unde mynes 

erbenomeden mannes Detleves vrunden nabenomed unde unsen erven, vrunden 

unde nakomelinghen ifte iemende anders van unser weghen myt alle nichtes 

darane to beholdende. Alle desse vorescreven stucke unde articule samentliken 

unde besunderen love ik Tale, seligen Detleff Staken nalaten wedewe vakenomed 

vor my, myne erven, vrunde unde nakomelinghe myt unsen nascrevenen mede- 

loveren, unde wy Henneke unde Tymme Meynerstorpe erbenomed, Bertram Stake 

hern Herdinghes sone, Marquard Stake Henneken sone to Hadersie ve, Herdingh 

unde Eier brodere Eventyn Staken sones, Johan unde Detleff brodere Vivianes 

Staken sones knapen, bekennen unde betugen openbare in dessem sulven breve, 



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356 1468. April 24. 

dat wy alle vorescreven stucke ok myt vryem mode handelt, bevulbordet unde 
vullentoghen hebben, loven unde seggen vor uns unde unse erven vor unde 
myt dersulven Talen unde ere erven myt samender hand unde en islik van uns 
vor uns alle deme vakebenomeden Marquard Schütten synen erven unde nakome- 
linghen unde den witliken hebberen desses breves myt eren willen, ghestlik 
edder werlik, in guden truwen unde gheloven stede, vaste unde unvorbroken 
wol to holdende alle articule unde stucke in aller wyse, so vorescreven is, ane 
alle behelpinghe ienighes rechtes, gestlikes edder werlikes, unde sunder alle 
argelist. Hir syn an unde over gheweset de duchtigen knapen Clawes Eantzowe 
hern Schacken sone, Mathyas Katlow unde Clawes Kule Hinrikes sone, unde 
meer guder manne. To groter tuchnisse unde vorwaringhe hebbe ik Tale unde 
wy medelovere alle unse ingesegele witliken hengen heten an dessen breff, de 
ghegeven is na godes bord veerteynhundert in deme achteundesostigesten iare, 
in sunte Jurghens daghe etc. 

Original auf Pergament mit neun anhängenden Siegeln. 

336. 

Der Bath zu Lübeck ersucht den Bitter Ako Axelsson in seiner Streitsache gegen 
Herman Beineinann wich Lübeck zu kommen oder Vertreter zu schicken, 
um eine Verständigung zu versuchen. 1468. Aprü 26. 

Domino Akoni Axelssone militi etc. 
.fcjrbare unde gestrenge leve here unde vrund. So alse gij uns 1 ) van 
der twistigen zake twisschen juwe gestrengen leve unde deme ersamen her 
Hermen Eeynemanne, radmanne tor Rige, 2 ) under lengeren hiir bevoren hebben 
gescreven, gij willen juw alles dinges bij uns laten unde de menen Hense, wente 
de van der Rige ok in der Hense zint etc. Aldus hebben wij van der wegene 
an den erscreven rad tor Eige unde ok her Hermen vorbenomed in der besten 
wise gescreven unde juwes breves copien mede gesand. Dar upp uns her 
Hermen wedder hefffc gescreven, so gij vinden unde vornemen mögen uth der 
warafftigen copien hiir inne vorsloten. Gelevet 3 ) nu juwer gestrengen leve 4 ) in 
unse stad upp de tijd in her Hermens breve genomet to körnende, edder jemande 

') Folgt: hiir bevoren hebben gescreven durchstrichen. 

*) Folgt: dat durchstrichen. 

*) Uebergeschrieben, in der Zeile steht; wes, durchstrichen. 

4 ) Folgt: to willen is wij darto gudes don scholen durchstrichen. 



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1468. April 26. 357 

vulmechtich to sendende, beschedelken upp unser leven vrouwen dagh tor krud- 

wiginge 1 ) offte dre edder veer weken darna, dat wolden wij her Hermen vort 

wedder umme benalen, he uppe de tijd, alset juw gelevede, mit uns ok tot 

stede qweme edder dar jemande vulmechtich zande. Wes wij denne darto 

gudes don mochten, gij an beyden zijden gudliken gesleten mochten werden, dar 

ane wolden wij uns arbejdes unde vlites nicht vorvelen laten unde wes juwe 

desses noch to zynne is, des begeren wij juwe richtige unde gudlike bescreven 

antworde mit den ersten, umme dat her Hermen vort to benalen, umme zijk 

darna weten to richtende. Gode deme heren. Datum feria 3» post Jeorrij 

martiris anno LXVJLII. 

Entwurf auf Papier. 

337. 

Der Bürgermeister Heinrich Castorp bescheinigt, im Auftrag des Johann Stenhus, 
Bürgers in Köln und Neffen des in Venedig verstorbenen Heinrich von 
der KaUenherberge, die für den Verstorbenen bei den Kämmereiherren 
deponirten 900 n$ empfangen zu haben. 1468. Aprü 26. 
lk Hinrik Kastorpp, borgermester to Lubeke, bekenne unde betughe 
opembar in unde mit dessem breve vor alsweme, so alse denne de ersame Johan 
Steenhus, borgher to Colne, alse eyn neve seligen Hinrik es van der Kalden- 
herberghe, wandages enes kopmans to Venedie vorkerende unde darsulves dodes- 
halven afgegan, my na inneholde enes macht unde tovorsichtes breves, dorch 
den ersamen rad to Colne vorsegeld, bij den heren kemeren to Lubeke in vor- 
waringhe liggende gemechtiget helft, to entfangende sodanne negenhundert mark 
I/ubesch, alse bij deme ersamen rade to Lubeke gelecht zin van wegen seligen 
Hinrikes van der Kaldenherberge vorscreven, dat ick to myner genüge unde to 
behuff Johan Steenhus vorbenomed sulke negenhundert margk Lubesch van deme 
ersamen rade to Lubeke entfangen hebbe, unde hebbe vorlathen unde vorlathe 
dersulven negenhundert mark halven densulven rad to Lubeke, ere nakomelinghe, 
borgere unde inwonere im namen unde van wegen Johan Steenhus vorbenomed 
unde syner erven van aller vurder namaninghe unde ansprake to eneme gantzen 
ende qwijt leddich unde los. Des to merer orkunde hebbe ik Hinrick Kastorpp 
vorbenomed myn ingesegel witliken hengen laten an dessen breff. . Gheven na 
der bord Cristi unses hernn dusend veerhundert iar darna in dem achtunde- 



») August 15. 



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358 1468. April 26. 

sostigesten des dinxstedaghes na deme sondaghe alse men in der hilgen kercken 
singhet Quasimodogeniti. 

Original mit anhängendem, unkenntlich gewordenem Siegel. 

338. 

Gerhard, Graf von Oldenburg, bestätigt Namens seines Bruders des Königs 
Christian L van Dänemark, den Verkauf des Darfes Pölitss seitens der 
Wittwe des Knappen Detlev Stäke an den Lübecker Bürger Marquard 
Schutte. 1468. Äprü 30. 

Wy Gherd, van godes gnaden to Oldenborch unde Delmenhorst greve 
don witlik alsweme in dessem unsem breve, dat an unses unde des landes to 
Höhten rades iegenwardicheyd wesende de erbare vrowe Tale, selighen Detleves 
Staken, ich tes wanne wonaftich to Foltze in dem kerspele to Odeslo, Lubesches 
stich tes, knapen nalatene wedeme unde de duchtighen knapen Henneke unde 
Tymme Meynerstorp Otten sones, brodere der erbenomeden Talen, Bertram Stake 
hern Herdinghes sone, Marquard Stake Henneken sone to Hadersleve, Herdyngh 
unde Eier brodere Eventyn Staken sones, Johan unde Detleff, brodere Vyvian 
Staken sones, knapen, hebben myt unser vulbord, behegelicheyd unde willen vor 
sik, ere erven unde nakomelynge redeliken unde rechtliken to enem ewighea 
unde ervekope vorkoft unde uppelaten unde vorlaten deme beschedenen manne 
Marquarde Schütten, borgere to Lubeke, synen erven unde den witliken hebberen 
desses breves myt erem willen ghestlik edder werlik vor sosteynhundert Lubesche 
mark pennynghe, de desulve Marquard Talen, eren unde eres erbenomeden 
selighen mannes Detleves vrunden unde, dar se ene an gewiset hebben, in gudem 
vulstendighem ghelde unde pagemente bynnen Lubeke ghenge unde gheve in 
reden, telleden pennynghen degher unde al wol betaled hebbe unde desulve Tale in 
ere unde eres mannes Detleves erbonomed unde erer erven nut, entsettynghe 
unde sware schulde witliken keret unde uthegeven hebbe, alse se vor uns bekanden, 
de gantzen hoff unde dorpp to Poltze erbenomed myt alle eren tobehoringhen, be- 
wegelik unde unbewegelik, myt aller gruüd, droghe unde nath, myt alleme 
buwete, steen werke unde holtwerke, erdvast unde nagelvast, myt allen ackeren, 
hofsteden unde wurden, ghebuwet unde ungebuwet, wisschen, weyden, holten, 
holtynghen, hard unde weck, kolynghen, busschen, broken, moren, dyken, dämmen, 
wateren, waterstowinghen, tovloten unde affvloten, weghen, inweghen unde uth- 



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1468. April 30. 359 

weghen, myt allen kosten unde inwaneren, denste unde denstghelde, broke, hure, 
pacht, renthe, maßt, jacht, upkomen, anvallen unde myt allen vysschen unde 
visscheryen, alze de alle in eren veldmarken, enden unde scheden beleghen sind, 
myt alleme rechte unde gheriohte, hogest myddelst unde sydest, in hals unde 
in hand, myt deme rokhone, myt aller herlicheyd und vrigheyd, so qwid unde 
vrigh, alse Detleff Stake erbenomed, sine olderen unde vorvaren desulven hoff 
unde dorp to Poltze alle myt eren tobehoringhen benomed ofte unbenomed ie 
vryest ghehad hebben, ifte hebben mochten niohtes uthgenomen, Talen erbenomed, 
eren unde eres erbenomeden mannes Detleves vrunden vorebenomed unde allen 
eren erven, vrunden unde nakomelinghen, ifte iemende anders van erer weghen 
myt alle nichtes darane to beholdende. Desse erbenomede hoff unde dorp to 
Poltze myt alle eren tobehoringhen voregherored samentliken unde besunderen 
willen de erbenomede Tale myt eren unde eres mannes erbenomed vrundes unde 
allen eren erven den vakenomeden Marquarde Schütten, synen erven unde den 
wiüiken hebberen desser breve myt eren willen, ghestlik edder werlik, qwijt 
unde vrigh rechte warende wesen, beschermen unde entfryen en de van aller 
ansprake unde bewernisse enes ie welken, de vor recht komen wille, myt s teder 
vasten holdinghe aller articule unde beschedinghe, de in deme kopbreve van 
Talen unde eren unde [eres] erbenomeden mannes vrunden, en darup ghegeven 
unde vorsegheld, clarliken sint beghrepen. Hyrumme wy Gherd, to Oldenborch 
unde Delmenhorst greve erbenomed, van macht unde bevelinghe des irluchtigesten 
hochgeboren forsten unde heren, hern Cristiern, to Dennemarken, Sweden, Nor- 
weghen, der Wende unde der Ghotten konynges, hertighen to Sleswyk, to 
Holsten Stormarn, to Oldenborch unde Delmenhorst greven etc., unses leven 
heren unde broders, de wy van eme in dessen unde anderen saken dat hartich- 
rike to Sleswijk unde de lande to Holsten unde Stormarn anroren, sunderges 
hebben, umme Talen erbenomed, erer unde eres erbenomeden mannes Detleves 
vrunde andachtige bede unde anvallent, angheseen sware schulde, darane se ere 
erbenomede man Detleff heft ghelaten, so hebben wy na rade unde vulbord des 
rades des landes to Holsten vestet, mechtiget unde bestediget desse vorescrevenen 
Torkopinge unde kop unde alle articule des kopbreves voregerored darup vor- 
segheld unde voregeven unde uplaten in kraft desses unses breves deme erbeno- 
meden Marquarde Schütten, synen erven unde den witliken hebberen desses 
breves myt eren willen, ghestlik edder werlik, hoff unde dorpp to Poltze 
erbenomed myt eren tobehoringhen allen voregerored nichtes uthgenomen qwyd 



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360 1468. April 30. 

vrigh unde unbeworen to hebbende unde to besitzende unde der alle sament- 
liken unde besunderen to brukende, alze dat erem willen behaget, sunder der 
herschop tor tijd to Holsten edder unser ifte unser erven unde nakomelinghe 
wedderstald, hinder ifte nye vulbord der herschop to Holsten tor tijd unde uns 
ifte unsen erven ifte iemende anders van herschop weghen nicht darane to 
beholdende, men mene landwere unde wes dat mene land deyt ünde den 
wedderkop desser erbenomeden hoves unde dorpes to Poltze myt alle eren to- 
behoringhen vorgerored vor sosteynhundert Lubesche mark pennynghe uppe de 
vorkundigenden tijd, alze in den achte daghen sunte Mertens bynnen der stad 
Lubeke in enen summen in gudem gholde unde groven sulverghelde to Lubeke 
denne ghenge unde gheve degher unde ai darsulves to Lubeke vruntliken unde 
unbeworen wol betalen. Se moghen unde scholen ok denne alle ere bedageden 
unde nastanden renthe, hure unde upkome uthe deme vorscrevenen hove unde 
dorpe unde eren tobehoringhen vrigh unde unbeworen tovoren, manen unde uth- 
forderen, alze en der noth werd unde bequemest is ane allen hinder. To 
groterer tuchnisse desser unser vulbord unde bestedinghe hebben wy Gherd to 
Oldenborch unde Delmenhorst ghreve unse ingesegel witliken laten hengen an 
dessen breff, de gheven is na godes bord verteynhundert in dem achteunde- 
sostigesten iare, in sunte Wolberges avende der hilgen juncvrowen. 

Original auf Pergament mit anhängendem Siegel. 

339. 

Die Städte Berlin und Cöln an der Spree bitten den Rath von Lübeck, sie von 
dem den übrigen Märkischen Städten gestatteten Verkehr nicht auszu- 
schliessen. 1468. Mai 7. 

Unnsenn fruntligen dinst med vermögen alles guden tovornn. Ersamen 
wiesenn lieven frunde. Vor uns sint kamen die koplude med uns gesethen, an- 
richtende, wo sy irfaren hebben, dat gy den van Stendal, Soltwedel unde 
gemeynlich allen steden in der Marcke gelegen gunnen unde thostaden, dat sy 
in juwer stad unde dor ummelangk, war en des nodt is, handel unde schick 
hebben unde kopelschatt dryven mögen vor jw unde eyn idermann ungehindert^ 
ane die von Berlin alleyne, als wy unde die unsen underricht synt, die gy unde 
die juwen willen thuven unde upholden war gy die krigen unde ankamen, 
werden, dat uns, liven frunde, sere vorwundert, so wy nicht en weten jennigerley 



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1468. Mai 7. 361 

sake edder schult, der wy unde die unsen, forder ander stede in der Marke 
mögen entgelden. Wenn hadden gy ader die juwen med etligen von den unsen 
schelinge, uns die wol muchten in schrifft vorteykent senden, wy sy denne so 
underrichten unde anholden wolden, dat sy jw unde der juwen dhon scholden, 
wes sy nach rechte plege weren, dat uns doch alles unwitlich unde unbekant 
is. Besundern wy laten uns duncken, dat gy die sake, etliken von den juwen 
entstan von unsem gnedigen herrnn, dat uns clegelich leyt is, med uns willen 
dorchdryven unde uthrichten. Konen gy wol mercken, wat wy mehr schult daran 
hebben, wann ander stede. Hadden wy vele gudes darynne kegen unsen gnedigen 
hern konen verfugen, wy doch so weyt god, gerne gedaen hadden, unde wolde 
god, dat dat noch to eynem guden ende qweme, segen wy gerne. Warumb 
wy juwe ersame wisheit fruntliken bidden, uns unde die unsen so nicht uth- 
sundern unde die affscheiden, sunder en glick den van Stendal, Soltwedel unde 
andern steden gunnen, kopelsohafft med juw unde dar ummelangh, war en des 
nod syn werdet, tho dryven unde ere nheringe nach oren willen unde orer not- 
dorfft tho suken, fry unde unbekümmert vor eyn idermann ungeerret Don hir- 
an by unns unde die unsen, gy wolden, wy an juw unde die juwen don scholden. 
Dat willen wy umme diesulve juwe ersamheit, die god by wolmachte unde 
gesuntt lange beholde nha unsem vormogen in fruntlicheiden gerne weder vor- 
dienen. Des juwe geschreven antwerde by dessen sulven baden, dar wy unde 
die unsen sick nha weten tho richten. Gescreven under der Stadt Berlin in- 
gesegel des wy uns sampt hirtho gebruken, am sonavende vor Jubilate anno 
Domini etc. LXVIH 1 ) 

Borgermeistere unde radmanne der stede Berlin unde Colnn. 
Aufschrift: Denn ersamen unnde wolwiesen borgermeistern unde radmannen der 
stadt Lübeck, unsen besundern liven frunden unde guden forderern. 

Angekommen den 14. Mai. Original auf Papier mit in rothetn Siegellack aufgedrücktem, 
zum grösseren Theile erhaltenen Siegel. 

*) Der Brief ist am 14. Mai angekommen. Noch an demselben Tage hat der Rath geantwortet, 
dass er Berlin nicht anders behandeln wolle, als die übrigen Märkischen Städte. Er fügt hinzu: unde 
zint noch fruntliken begerende, gy darto des besten gij mögen helpen, raden unde daden, dat den unsen 
na inneholde desser copien ere afhendigeden guder na werde betalet mögen werden edder dat gy unde 
de anderen Markschen stede den unser noch rechtes plegen vor unsen vrunden van Hamborgh unde uns, 
darvor de unse noch overbodich sint, rechtes to netende unde to entgeldende. Wo deme so nicht en beschuet, 
moten wy den unsen rechtes behelpen na unsen vorscrifften an juw unde de andern Markschen stede 
beacheen, des wy doch lever vorhaven weren. s. hierzu Riedel Codex dipl. Brandenburg. Haupttheil II. 
Bd. 5 No. 868. 

46 



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362 1468. Mai 8. 



340. 



Befugniss, Talg zu schmelzen. 1468. Mai 8. 
Witlick zy, dat Hans Frille, Albert Ernstes, Hinrik Bussouw, Andreas 
Ronnepage, Hans van der Brügge, Titke Vritze unde Hans Brunnekouwe vor 
deme ersamen rade to Lubeke zint erschinen. Zijk beclagende, wo dat Eersten 
van der Heyde, eyn kertzengeter, in der Fischergroven uppe sunte dementes orde 
bij Hanse Friilen wonhafftich, in zineme huse talch to smelten plege, darover ze 
sere vorstencket worden unde dar doch nywerlde wontlick gewest were, talch to 
smeltende, begerende, de rad eme eyn sodans vorbeden wolde, deme so nicht meer 
to bescheende. Des denne de rad deme erbenomeden Kersten hefft affgesecht, 
dat he na desser tijd in sodanem zineme huse nyn talch mer smelten scholde, 
jodoch so vele talges, alse eme to zines amptes behoff unde nod were, mochte 
he dar wol smelten unde nicht mer, sunder jenigerleye argelist. 

Eintragung in das Nieder stadtbuch: 1468, Jubilate. 

341. 

Die Aelterleute der kaufmännischen Kollegien in Lübeck verbitten sich weitere Zu- 
schriften des Bathes zu Stendal und ersuchen um dessen Verwendung 
wegen der vom Markgrafen von Brandenburg beschlagnahmten Lübschen 
Güter. 1468. Nach Mai 11. 

Den ersamen wisen heren borgermesteren unde radmannen to Stendel 
eren besunderen guden gunren unde vrunden. 

Unsen fruntliken denst mit vormogen alles guden. Ersamen wise heren 
besundern guden gunre unde vrunde. Juwer ersamheijde breff in langenne jnne- 
holde mit mennichvoldigen scrifften der zake der affgehendegeden guder des 
ersamen heren Hinrik Kastorppes, unsers borgermesters und etliker unser borger 
jn ener merkliken summen hebben wij gudliken entfangen. Dar upp wij juwen 
ersamheijden gudliken don weten, dat wij sulben juwen breff vorsegeld unup- 
gebraken und ungeseriget, wo wol de an uns sprekende was, unsen erliken 
heren, deme rade, den wij vulmechtich holden, so billik unde behorlik is, geant- 
wordet hebben, de ere mit den jngesloten scrifften ersten hebben gelesen so mit 
uns wontlik is. TJnde dar na uns densulven juwen breff und ingesloten scriffte 
laten lesen, des wij doch wol vordrach hedden gehad, de wij na alleme jnne- 



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1468. Nach Mai 11. 363 

holde wol hebben vornomen. Dar uth wij anders nicht konen irkennen, men 
dat unse heren de zake in groten gelimpe vorscreven unde de, den de tokomet, 
mit langeme gndliken beduldende vorvolget hebben unde juw leven heren nicht 
behuff were, de edder dergelijk zaken halven an uns sunder an unse heren den 
rad, den wij vulmechtich holden unde toholdende dencken, mit truweme bistande 
unser live unde gudere to scrivende, de gij sunder limplike unde redelike ant- 
worde beth beer to, so wij uth juwen scrifften an uns gesand verstan, nicht 
gevunden hebben unde vorbat vindende werden und uns duchte wol billik, 
nmme merkliker eehafÜger zake willen, so gij sulven wol merken konen, gij 
juw sulkes scrivendes an uns edder andere unse medeborger entholden hedden 
und vurder entholden unde dat gij ijd noch so bij juwen gnedigen heren be- 
stelleden, dat unsen erberorten borgermestere unde borgeren, de des todonde 
hebben, ere genomen unde afgethoveden guder na werde betalet wurden, angeseen 
unde to herten genomen der zake legenheijd so wij uthe juwen scrifften hebben 
vorstan und der ok nugafftigen zin underrichtet. Gode deme heren zin juwe 
ersamheijde lange wolmogende unde gesund bevalen. Screven under unser etc. 

Olderlude der nouwerdesvarer wandsnyder, bergevarer unde schonevarer 
unde Hinrik Gre veröde, Heyne Boltze, Hermen Hogebode, Hinrik Mutzingk, 
Gerd van Lenthen, Hans Feld, Cord van Hamme, Marquard Schutte, Michel 
Hoddendorp, Hermen Xlaholt, Hermen Kelre und Everd Bolte, Gerd Ka- 
storp, Wülycken Storingk, Godke Jeles, 1 ) borger to Lübeck. 

Entwurf auf Papier, 

34». 

Der Hath zu Lübeck beschwert sich gegen den Stendaler, dass dieser seine Bürger 
aufwiegele, stellt Klage bei den Hansestädten in Aussicht, und weist 
die Behauptung, dass Heinrich Kastorp und Genossen zu einer Ver- 
ständigung nicht bereit seien, zurück, da sie doch vor Hamburg und 
Lübeck Hecht zu stehen sich erboten hätten. 1468. Mai 14. 
Dominis consulibus Stendaliensibus. 
Jursamen heren guden vrunde. Juwen breff mit velen ingesloten copien 
der zake der afhendigeden gudere des ersamen her Hinrik Kastorppes, unses 



*) Die letzten drei am Rande nachgetragen. 

46« 



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364 1468. Mai 14. 

borgermesters, unde etliker unser borgere in erer merkliken formen an de older- 
lude unser stad unde etlike unse borger gescreven hebben wij na alleme inne- 
holde wol vorstan. Dar uth wij nicht anders merken konen, men dat gij gerne 
unse borger tegen uns reysen wolden, dat doch den, god gelaved zij, in juwer 
macht nicht en is, darto wij juw to vrod geholden hebben, unde ok van juw nicht 
billiken edder redeliken is gedan unde wij sulkes an juw na gelegenhed twisschen 
juw unde uns gewand unde, nademe gij een medelitmate der Dutschen hanse zint, 
nicht hadden vormodet. Des wij uns, wanne dat stede unde tijd hefft vor den erbaren 
steden der hanse, dencken to beklagende unde sulkent ok ny gehöret is, dat de ene 
hansestad der anderen ere borger tegen reyset hefft, so gij in willen weren to donde 
unde so gij denne unsen borgeren under velen langen vorhale scriven, dat wij 
her Hinrik Kastorpp unde de des to donde hebben, alle juwe flitich vorbiddent 
unde hochvorbedent, van juw vaste unde vele vorgenomen, sunder alle irhoringe 
hebben vorlecht unde unangemanet gentzliken vorslagen etc. Darane gij juwen 
willen scriven, der warheide schonen unde uns unde den unsen zere ungudliken 
don, in deme gij mit den anderen Markischen steden den unsen im rechte hebben 
willen plegen, wu wol de unsen overbodich zin gewest unde noch overbodich 
zint, vor unsen vrunden van Hamborgh unde uns rechtes to netende unde to 
entgeldende. Syt gode. Datum sabbato ante dominicam Cantate anno LXVTTT. 

Enttcurf auf Papier. 

343. 

Friedrich, Kurfürst und Markgraf von Brandenburg beschwert sich beim Rathe 
von Hamburg über Lübecks Parteinahme für Stettin. 1468. Mai 15. 
Fredrick van gots gnaden, marggrave to Brandenborg, kurfurste, des 
hilligen Komischen rijkes ertzkamerer, to Stettin, Pomern, der 
Cassuben unde Wenden hertoge unde burggrave to Nuremberge. 
Consulibus Hamburgensibus. 
-Tost salutationem. Ersamen wisen liven besunderen. Jüwen breff mit 
den ingelechten copien hebben wij vornomen unde mögen uns nicht to vullen 
vorwunderen, warumme sik dij van Lübeck so heutigen umme frombder lüde 
unde sunderliken der van Stettin unde erer guder willen, dy wij umme mer(k]- 
liker rede[li]ker orsake unde nemliken dij uns loffts unde kunstlikes toseggendes 



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1468. Mai 15. 365 

uthgaen, unse lande ok meynschop, handelinge to unde affure overlangs vorboden 
hebben, ane unse beschulden mit solken mennichvoldigen eren unbescbedenen 
schrivenden gegen uns motigen meynende, wij weren des, wen id sien seholde, 
billig van en vordragen, nademe sodane gudere, dar sie unsenthalven van ruren, 
Stettinsch gud unde ok under Stettinschen marcken, dat kuntliken unde opembar 
boven unse geboth durch unse lande gesleten, bracht unde so tome lesten in 
freveliker overtredinge unser bäte dorch unse amptlude upgeholden sint. Unde 
iss süss keyn ander gud, wen datsulve, so upgeholden worden, als uns des dy 
sulven unse amptlude bericht hedden, dar uns dye van Stettin als ere gud, so 
id ok in warheit was, hudiges dages umme anlangen, unde nu noch an dessen 
ostern in unse stad Prempzlow dorch ere mercklike radessendeboden anseggen 
lyten, mochten sik dy van Lubeke eyn sodans furder metigen unde uns un- 
gemakes vordragen, segen wy gerne, eher wij anders ock harder darupp ant- 
worden, dat wy wente her im besten gerne vorholden hebben, denne gij nefen 
en hebben ehermals unse antword, wes se uns deshalven jo nicht erlaten mögen, 
ok unse lik unde rechtbidinge up unser twier heren den Eomischen keiser na 
gebor notdurftigliken verstanden. Se vorbeden den unsen hantiringe unde umme- 
slege to Lubeke unde willen der dar nicht lyden. Des konen wij nu nicht 
wandelen unde moten dar mede sliten. Ed schadet nicht, dat eyn neyber dem 
anderen to tiden wes bewiset, he vergets men ime liken to vorschulden wedder- 
umme nicht. Gij unde ander weten wol, dat wij neyn stratenrover sint, wij 
hebben unse levedage mit allem flite gerne darna gestan, dat wij in unsen landen 
unde byden yo de Straten reyne holden unde sunderliken den kopmann unde 
wandernde mann bef redet, schüttet, vordedingt unde uns allewege mit unseren 
neyberen gutliken verdragen hebben, ane wat nu so gegen den unsen van 
Stettin unsenthalven ovet werd umme sake willen 'bavenberurt, des wij nicht 
ummegaen noch wandeln konen to notdurft unde furdringe unses rechten gegen 
sie, dat de van Lübeck, als wij vorstaen, sik nu erer gegen uns annehmen, dat 
moten wij en gönnen. Lichte sundet sik dat der dage wol. Vorsehen uns, gij 
werden juw gegen de unsen recht, alst sick gebort, holden. Datum Tangermunde 
ame sondage Cantate, anno etc. LXVIH. 

Abschrift auf Papier. 



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366 1468. Mai 15. 

344. 

Der Bath von Lübeck gestattet dem Hermann Schoteler einer Reise wegen Aufschub 
in einem Rechtsstreit. 1468. Mai 15. 

Witlick zij, alse denne Hermen Schoteler unde Gerd Ghiringk lange 
tijd her vor deine ersamen rade to Lubeke schelhafffcich gewest zint alse van 
zelsschopp etliker liggender gründe unde Stander erve to Bergen in Norwegen in 
den Eyngarden belegen unde van der wegen vor dem ersamen rade to Lubeke 
lange tijd to rechte gegan hebben etc., deshalven denne de beschedene Hinrik 
Parijs unde Clawes Kistenbuek Hermen Schoteler vorscreven gelovet hebben, dat 
Gerd Ghiringk der sake halven vor deme erscrevenen rade to Lubeke zines rechtes 
worden unde der anders nergen soken edder vorfolgen schole, denne vor dem rade to 
Lubeke na lüde ener schrifft hijr bevoren int jar LXV Judica 1 ) gescreven anheven- 
de: Heyne Boltze unde Laurens Veit etc., alsus int jar LXVIII des midwekens na deme 
sondage Jubilate 2 ) Hermen Schoteler vor deme rade to Lubeke is ersehenen, sijk 
beclagende, wo dat zines dinghes also gewant were, dat he ene tijd langk van 
Lubeke westwart reysen moste, begherende, de rad eme sodane sake unde 
rechtdach noch ene tijt langk stunden wolde etc. Des denne de rad to Lubeke 
myt vulborde Hinrik Farijses unde Clawes Kistenbukes sodane sake unde recht- 
dach hefft gestundet beth so langhe, dat nu im herweste negest volgende de 
herwestschepe van Berghen ghekomen zin, eneme isliken parte zines rechtes 
denne vort unvorsumet. 

Eintragung in das Niederstadtbuch: 1468, Cantaie. 

345. 

Der Bath von Lübeck fordert den Bath von Stralsund auf, zu einer Berathung 

über die Verhältnisse der Hanse in England Abgeordnete nach Lübeck 

zu schicken. 1468. Mai 21. 

Unsen fruntliken grud mit vermögen alles ghuden. Erbare vorsenige 

heren, gunstigen guden gunners unde frunde. De ersame mester -Hermen Wan- 

mathe, des Dutschen copmans tho Lunden in Engeland residerende secretarius, 

hefft uns overgeantwordet ene credencie, darupp wy sine werve ghutliken gehört 

hebben. Unde wante denne sodane sine werve unde des erscrevenen copmans 

sake unde gebreke van wegen siner privilegie lastich sint, also dat wy uns derer 

l ) März 31. ■) Mai 11. 



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1468. Mai 21.. 367 

nicht allene underwynden mögen, so desulfte mester Hermen, toger desses breves, 
juw der legenheit wol uterliken berichtende werdet, bidden unde begeren deger 
fruntliken myt ganteer andacht, gij umme wolfart des ghemenen besten, orbor 
unde profijt der gemenen kopenschop umme desser unde meer anderer merokliken 
wichtigen sake deme erscrevenen copmanne unde wanderende varenden manne, 
beyde tho water unde to lande, unde deme gemenen besten anliggende, juwe 
erliken vulmechtigen radessendeboden bynnen unser stad des negesten donredages 
in deme sondage pinxsten 1 ) des avendes in der herberge to wesende schicken 
unde hebben willen unde desse sake gruntliken to herten nemen, merken unde 
anseen willen de groten durbaren Privilegien unde vryheide, de de stede van 
der Dutschen hanse baven de Engeischen sulven unde alle anderen nacien in 
dem rijke van Engeland mannige hundert jare her gebruket hebben, dewelcke 
unse vorfaren myt groter vorsichticheit unde wisheit erworven unde under 
swaren kosten unde arbeyden beth hertho staende geholden hebben, dat de nu 
by unsen tyden nicht afhendich noch vorlustich en werden. Juw gudwillich 
deme ghemenen besten to ghude hirinne to bewysende unde dyt nergen mede 
to vorleggende, so wy uns gensliken dartho vorlaten, dat vordene wy umme de 
ergemelde juwe ersamheyde, de gode deme heren zin bevalen wolmogende mit 
flite gherne na gebore. Screven under unser stad secrete, am sonnavende vor 
deme sondage vocem socunditatis, anno etc. LXVIIP. 

Borgermestere unde radmanne der stad Lubeke. 

Aufschrift: Den radmannen tom Stralessunde, unsen u. s. w. 

Original im Stadtarchiv zu Stralsund mit geringen Resten des aufgedrückten Secrets. 

346. 

Entscheidung des Bathes über einen Wasserlauf 1468. Mai 22. 

Witlick sij, dat de ersame Henningus Stur, elemosinarius tome Hilgen 
Geiste binnen Lubeke unde Dethard Stur, borger to Lubeke, dessulfften heren 
Henninges vadere in der Groten Gropergroven wonhafftich uppe de ene unde 
de vormundere der Swanseschen unde Ludike Immeken uppe de anderen zijden 
vor deme ersamen rade to Lubeke zint schelhafftich gewest van wegene ener 
avetucht, de de lopet uthe Dethard Sturen hoff dor zines naburs Ludiken Imme- 



*) Juni 9. 



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368 1468. Mai 22. 

ken hoff und velt vort in der Swanseschen hoff, welke avetucht unde watervall 
de genanten vormundere deme erscreven Detharde vormenden to benemende 
unde ok van wegene enes hantstens in des erscreven Deterdes muren gemuret, 
welken hantsten de gesechte Immeke ok vermende afftobrekende etc. Des denne 
de rad to Lubeke na clage unde antworde unde na besprake hefft affgesecht 
vor recht, dat de gesechte Dethard Sture edder de besitter zines huses sodane 
avetucht uppe zin schoneste maken mach, so dat dat water zinen vrijen ganck 
dorch der Swanseschen bode in der Wakenisse hebben möge ungestoppet unde 
dat desulffte Dethard edder de besitter zines huses sodane avetucht ruraen mach, 
so vakene des nod unde behoff is sunder wedderstalt enes jewelken ok so schall 
de handsteen vorscreven zinen vrijen loepp hebben in Ludiken Immeken hoff, so 
he beth her to gehad hefft. Jussu consulum. 

Eintragung in das Nieder stadtbuch: 1468, Vocem jucunditatis. 

347. 

Verbotener Bau einer Bude. 1468. Mai 29. 
Witlick zij, dat Hinrik Moire, Kersten van der Heyde unde Bertold 
Hane benedene in der Visschergroven wonhafftich vor deme ersamen rade to 
Lubeke tosprake gedan hebben to Frederike Vogen zineme nabure deshalven, 
dat desulffte Frederick in zineme huse tor stratewart ene bode beghunt hadde 
to bu wende, dar doch lange tijd nyne bode gewest were etc. Des denne de 
rad den erscreven beiden parten na clage unde antworde dar up hefft affgesecht 
vor recht. JSa deme dar lange tijd nyne bode gewest were, so en scholde noch 
en mochte he dar nyne bode dor bouwen, hyr sint an unde over gewest to tuge 
Hans Dene unde Peter Tyrame besetene borgere to Lubeke. Jussu consulum. 

Eintragung in das Niederstadtbuch: 1468, Exaudi. 

348. 

Der Bath von Beval erklärt eine Eintragung in das Wechselbuch in Lübeck für 
unrichtig. 1468. Juni 2. 

Jw ersamen vorsichtigen mannen, heren borgermeysteren unde radmannen 
der stad Lubeke, unsen besundern guden vrunden, doen wy borgermeystere unde 
radmanne der stad Eeval na unsem vruntliken grote myt vermögen alles guden 



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1468. Juni 2. 369 

witlik oppenbar belügende in und myt dusseme unseme breve, dat vor uns ys 
gekomen Hans van Brügge und hevet angelanget und beschuldiget Andreas 
Templin, unsen medeborger, na inholde ener cedelen Godemans van Buren, 
juwes medeborgers, uth deme wesselboke geschreven und dem vorgeschreven 
Hanse gedan und van worden to worden aldus ludende: „Item Hans van Brügge, 
gude vrunt, ik vinde in minen wesselboke, dat ik van Herman Vrolinges jw to- 
geschreven hebbe, dat ik vort Andreas Templyn togeschreven hebbe van juwer 
wegen anno LXII hundert und XLILI mark und twelff Schillinge, hijrna möge 
gy jw richten." Aldus hevet de ergenante Andres vor uns myt synen utgestreckeden 
armen unde upgerichteden lyffliken vingeren gestavedes edes to gode und den 
hilligen gesworen, tuget und wargemaket, dat he noch myt Herman Vrolinges, 
noch myt Hanse van Brügge umme sodane gelt vorscreven sy vor dem wesseler 
Grodeman van Buren, off to dem boke off to yenigen anderen, up de vorge- 
schrevene tijd, off ok na offte vor, unde he en hebbe ok noch Herman Vroling 
noch Hanse van Brügge umme sodane gelt vorscreven nicht gebeden, und An- 
drese vorscreven sy hijrvan nicht witlik. Und wante dan dusse vorscreven 
puncte also vor uns gehandelt und gescheyn syn, wo bovengerort steyt, so hebbe 
wy des to getuchnisse der warheyt unser stad secret ruggelinges up dussen breff 
lathen drucken. Geschreven na Cristi unses heren gebort dusent veerhundert 
in dem achte und sestigesten jar am achteden daghe na unses heren hemelvart. 

Original auf Papier mit geringen Resten des aufgedrückten Secrets. 

349. 

Hermann Karlow in Taschenbeck, verkauft dem Claus Vinkenf enger, Marschall in 
Lübeck, für 50 rr$L den Zoll in Herrenburg unter Vorbehalt des Wieder- 
kaufs. 1468. Juni 4. 
Ik Hermen Karlouw, knape, wonaftich tom Tuskenbeke, bekenne unde 
betuge opembar in unde mit dessem breve vor alsweme, dat ick vor my unde 
myne erven dem ersamen Clawese Vinckenfenger, marschalke to Lubeke, 
zinen erven unde hebberen desses breves mit erem willen vor vefftich mark 
Lubesches pagimentes, de ick to myner genüge vul unde al entfangen unde vort 
in myne unde myner erven nuth gekeret unde uthegeven hebbe, mit gudem 
vrijen willen unde wolberaden modes rechte unde redeliken vorkofft unde vor- 
laten hebbe, vorkope unde vorlate in krafft desses breves den toln unde alle 

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370 1468. Juni 4. 

upkome des tolns tor Herenborch mit allen tobehoringen, alse myne elderen unde 
ik de beth herto ye vryest gehad unde beseten hebben uppe data desses breves 
antogande, jewelikes jares to borende, to entfangende unde in ere nuth to kerende 
na erem willen. Unde ick Hermen Karlouw vorbenomed vor my unde 
myne erven sette unde vore de erscrevenen Clawes Vinckenfenger, syne erven 
unde de witliken hebber desses breves mit erem willen in de rouweliken were 
unde brukeliken besittinghe des vorscrevenen tolns, syner upkome unde to- 
behoringhe. Jodoch de genante Clawes Vinckenfenger vor sijk zine erven 
unde hebbere desses breves myt erem willen hebben my unde mynen erven 
gudliken gegund, dat wij sulken toln vrijg wedderkopen unde losen mögen alle 
tijd, wanner uns dat beqweme is unde wij en de erscrevenen vefftich mark in 
sodanem guden groven pagimente, alse tor tijd bynnen Lubeke genge unde 
[geve] is, darsulves vornuged unde betaled hebben. Alle vorscreven stucke unde 
articule ik Hermen vorscreven alse eyn hovedman unde ik Volrad Scharpen- 
berch, voged to Razeborch, alse eyn truwe medelover des genanten Hermen vor 
uns unde unse erven mit samender band, eyn vor al, loven stede, vaste unde 
unvorbroken ane alle lijst, ge verde, nyevunde, uthnemynge unde behelpinge 
geistlikes edder werlikes rechtes truweliken to holdende. Des to merer sekerheyd, 
orkunde unde vorwaringe hebbe ik Hermen Karlouw hovedman unde ik Volrad 
Scharpenberch lover vor uns unde unse erven mit gudem vrijen willen unde 
wetende unse ingesegel gehenget heten an dessen breff. Gheven na der bord 
Cristi unses heren dusent veerhundert im achtundesostigesten jare, am sonna- 
vende vor der hilgen drevaldicheid avende. 

Original im Königlich Preussischen Staatsarchiv zu SMeswig mit beiden anhängenden Siegeln. 

350. 

Der Knappe Otto Schacke verkauft den Vorstehern des Heiligen Geist-Hospitals für 
dessen Gasthaus eine jährliche Rente von 7 rrfy aus seinem Hofe im Dorfe 
Basthorst unter Vorbehalt des Wiederkaufs. 1468. Mai 29 — Juni 5. 

Ick Otte Schacke tor Basthorst, knape bekenne unde betuge operobare 
in unde mit desseme breve vor allesweme, dat ick vrijes unde wolberadenen 
modes vor my unde myne erven rechte unde redeliken upgelaten unde vorkofft 
hebbe, uplate unde vorkope in krafft desses breves den ersamen wijsen mannen 



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1468. Mai 29— Juni 5. 371 

unde heren Bertolde Witijke unde Johanne Westvael, borghermesteren der stad 
Lubeke, nu tor tijd vorstenderen unde vorweseren des Hilgen Geistes godes- 
huses darsulves, to behuff des gasthuses dessulven godeshuses unde witliken 
hebberen desses breves mit ereme willen vor hundert margk Lubescher weringhe, 
de ze my an gudem groven pagimente to vuller genüge vul geteilet unde betalet 
hebben, soven margk Lubesch jarliker ewigen renthe in unde uth myneme hove 
unde dorppe tor Basthorst, welke hundert mark hovedstoles ik in myne unde 
myner erven nuth gekeret unde utegeven hebbe. Unde desse vorscreven soven 
mark renthe scholen unde willen [wy] en uth den vorscreven hove unde dorppe 
mit allen eren tobehoringen uppe unse egene koste, arbeide unde e venture 
bynnen der stad Lubeke fruntliken unde umbeworen betalen alle iar in den 
achte daghen to pinxsten, eer wy in den vorscreven hove unde dorppe edder 
eren tobehoringhen jenighes dinghes bruken offte neten. Weret ock, dat in 
desser betalinghe jenighe togeringhe offte gebreck schege, so scholen ick unde 
myne erven uns mit den erscreven ghuderen nynewijs beweren, der to brukende 
offte to netende, men de obgenanten vorstendere unde ere nakomelinge moghen 
de denne antasten unde der bruken, alse yd en beqweme is, so lange ze ere 
vorsethene renthe mit aller kost darumme gedan gentzliken hebben entfangen. 
8e mögen ock desulven renthe unde koste daruth panden unde panden lathen vor- 
myddelst wemen ze willen unde der unvorfolget bruken na ereme willen sunder 
broke unde hinder enes yeweliken unde des scholen wy ze schadelos holden 
unde der erschreven hovedsummen unde renthe vrijg unde vullenkomen darane 
waren, beschermen unde entweren vor alle ansprake. Unde wy hebben ze ge- 
fored unde gesettet in de brukeliken were unde vredesamen besittinghe der 
erscreven gudere, hovedsummen unde renthe, voren unde setten ze dar in myt 
krafft desses breves, unde wy scholen en darane alle dingk keren to deme besten 
ane alle arch unde schaden. Doch hebben ze uns gegund, dat wy sodane renthe 
alle iar in den achte dagen to pinxsten vor hundert margk Lubesch wedder- 
kopen mögen, den wedderkop eyn halff jar to voren witliken to vorkundigende 
unde uppe de vorkundigeden tijd den hovedsummen myt der plichtigen renthe, 
schulden unde schaden bynnen der stad Lubeke tosamende in ener summen mit 
gudem, groven pagimente, alse dar denne genge ünde geve is, uthbescheden alle 
hole unde klene geld, umbeworen to betalende. Weret ok, dar god vor sy, 
twijsschen dem irlucrhtigen hochgeborn fursten unde heren, heren hertogen to 

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372 1468. Mai 29— Juni 5. 

Sassen unde den van Lubeke ienighe orlighe, krigh edder unwille entstünde, 
schal den vorscreven vorstenderen in ereme hovedsummen unde renthen nicht 
to vorfanghe wesen, uns darmede to entschuldigende. Alle vorscreven stucke 
samptliken unde besunderen love ick Otte Schacke vorbenomed vor my unde 
myne erven mit mynen truwen medeloveren alse wij Hartich Parkentin, wan- 
dages to Gudow unde nu to Eazeborch wonafftich, Ludeleff Schacke to Gultzouwe 
in deme kerspele darsulves, unde Otte Wackerbard to Kowal ira kerspel to 
Sterlye, knapen, loven unde seggen vor uns unde unse erven myt dem genanten 
Otte Schacken unde synen erven ungescheden myt samender hand unde eyn 
yewelik van uns vor uns alle den vorbenomeden vorstendern unde vorwesern 
des Hilgen Geistes godeshuses to behuff des -gasthuses darsulves unde hebberen 
desses breves mit ereme willen, ze zin geystlike ofte werlike personell, in guden 
truwen mit gantzem geloven stede vaste unde unvorbroken to holdende, nyner- 
leie insaghe, nyevunde, argelijst uthnemynge, were edder behelpinge dareniegen 
to brukende offte to netende, darmede desse kopp, waringhe, betalinge edder desse 
breff in jeniger wijs gekrencket ofte gebroken mochten werden na geistlikes 
offte werlikes rechtes esschinge. Des to merer sekerheid unde vorwaringe hebbe 
ik hovedman unde medelovers alle vorbenomed vor uns unde unse erven mit 
eendrachtigem guden willen unde wolberadenen mode unse ingesegele witliken 
gehenget vor dessen breff. Geven unde screven na der bord Cristi dusent veer- 
hundert jar darna im achtundesostigesten jar, in den achte daghen to pinxsten. 

Original auf Pergament mit vier anhängenden Siegeln. 

351. 

Johann, Herzog von Sachsen-Lauenburg, bestätigt den Vorstehern des Heiligen Geist- 
Hospitals den Besitz einer Rente von 7 mfi, welche ihnen Otto Schacke 
für 100 77$ aus seinem Borfe Basthort für das Gasthaus des Hospitals 
unter Vorbehalt des Wiederkaufs verkauft hat. 1468. Zwischen Mai 29 
und Juni 5. 

Wy Johan, von ghodes gnaden hertoge to Sassen, Engern unde TVestvalen, 
des hilgen Konischen rijkes ertzemarschalk, bekennen unde betughen opembar 
in unde mit desseme breve, dat vor uns unde unseme rade mit unseme vulborde 
unde willen unse getruwe Otto Schacke, knape, hefft vörkofft unde vorlaten 



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1468. Zwischen Mai 29 und Juni 5. 373 

den ersamen wijsen mannen Bertolde Witijk unde Johanne Westvael, borger- 
mesteren der stad Lubeke unde vorstenderen des Hilgen Geystes godeshuses dar- 
sulves to behuff des gasthuses dessulven godeshuses vor hundert margk Lubesch 
seven margk jarliker, ewigher renthe in unde uth syneme hove unde dorppe 
tor Basthorst unde allen eren tobehoringhen aller jar in den achte daghen to 
pinxsten umbeworen to betalende myt steder vasten holdinghe aller articule unde 
beschedinghe, also de kopbreff en darupp gegeven unde vorsegeld klarliken hefft 
begrepen unde uthwijset. Unde wy hertoghe Johan vorbenomed vor uns, unse 
erven unde nakomelinghe umme des genanten Otten bede willen vestigen unde 
bestedigen desse vorkopinghe unde alle articule des hovedbreves vorbenomed 
unde begheven unde uplaten den vorbenomeden vorstenderen unde hebberen 
desses unde des rechten hovedbreves myt ereme willen renthe unde hovedsummen 
bovenscreven vrijg, qwijt unde umbeworen in den bovenschrevenen hove unde 
dorppe, uns darane nicht to beholdende, men mene landwere unde wat dat 
gemene land deyt, mit beholdinge des wedderkopes der vorscrevenen ghudere 
vor hundert mark hovedstoles, wanner wy, unnse erven, nakomelinghe edder Otte 
unde syne erven den wedderkop eyn half? jar tovoren witliken vorkundighet 
hebben. To merer orkunde unde sekerheyd hebben wy hertoghe Johan vor- 
benomed vor uns, unse erven unde nakomelinge unse ingesegel witliken gehenget 
an dessen breff. Gheven na der bord Cristi dusend veerhundert jar darna, in 
deme achtundesostigesten, in den achte daghen to Pinxsten. 

Original auf Pergament mit anhängendem Siegel. 

35». 

Eine Alimentationssache. 1468. Juni 5. 
Witlick sij, dat schelinge gewest zint twisschen Hanse Korner uppe de 
ene unde Taleken Eggerdes, van Hanssveide geboren, uppe de anderen zyden 
alse van zake wegene, dat Hans Korner vorscreven de erbenomede Taleken 
beslapen hadde, desshalven se van eme enes kindes genesen was etc. Dar over 
se zyk denne under malkander mit todaet des ersamen mester Monikes, der stad 
Lubeke richteschrivers, gudliken hebben vorliket in nabescre vener wijse also, 
dat de erscrevene Hans Korner der erbenomeden Taleken Eggerdes hefft ge- 
geven twintich mark Lub., der zijk desulffte Taleke van deme erbenomeden Hanse 
to erer genoge entfangen unde vor desseme boke woll betalet irkande unde 



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374 1468. Juni 5. 

hijrmede scholen unde willen de bovenscreven beide part desshalven geschichtet 
unde gescheden wesen unde hebben vorlaten unde vorlatet zijk under mal- 
kander unde erer eyn den anderen van derwegene unde vort van aller furder 
tosage unde maninge beth an dessen dach to eneme gantzen vullenkomenen ende 
gentzliken qwijd leddich unde loss. 

Eintragung in das Nieder stadtbuch: 1468, Pentiiecoste. 

353. 

Verpfändung von Gartenfrüchten. 1468. Juni 12. 
Wolder vame Denste, borger to Lubeke, vor desseme boke hefft be- 
kant, dat he unde zyne erven schuldich zint Alberte van Bergen unde zinen 
erven veertich mark Lub. twisschen dyt unde sunte Jacobi dage negest körnende 1 ) 
umbeworen to betalende, dar vor he eme sodane frucht alse hoppe, appele unde 
beren, alse dijt jar uppe zinen dren hoppenhoven, de ene uppe deme Hüxer- 
damme, de andere bij sunte Juriene unde de dorde uppe deme Kogelkenberge 
belegen wassende wert vor desseme boke hefft vorpandet. 

Eintragung in das Nieder stadÜmch: 1468, Trinitatis. 

354. 

Heyne Havick beschwert sich über die ihm zu Rendsburg widerfahrene Zottplackerei. 
1468. Juni 24. 
Witlick zij dat int jar LXVIII des mandages vor nativitatis Johannis 
Baptiste 2 ) de beschedene Heyne Havick vor den ersamen rad to Lubeke is er- 
sehenen sijk beclagende, wo dat he des midwekens in den pinxsten 3 ) do negest 
vorgangen to Clawes Wulvess hues to Renssborch mit soss perden gekomen, 
myt welken perden he wedder uthe deme sulfften huse vor de tolleboden gereden 
zij, urame aldar zinen tollen na wontliker wijse to gevende, indeme eme des 
heren koninges breve nicht hedden helpen mögen, des denne do tor tijd uppe 
der tolleboden nymant tor stede gewest zij. Also hebbe he de sulfften zine 
soss perde vor der tolleboden uppe der strate staen laten unde zy wedder ge- 
reden in de herberge unde hebbe utgesant zinen wert unde des werdes gesinde, 
umme den tolner to sokende, den men denne nicht hebbe Vinden konen, des he 
denne enen jungen gelonet, de uppe dat slot ghegan zij, de eme des tolners 



l ) Juli 25. % ) Juni 20. •) Juni 8. 



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1468. Juni 24. 375 

jungen van deme slote in zine herberge gebracht hebbe, deme Heyne Havick 
gevraget hebbe, offt he van des tolners wegene mechtich were dar to, de junge: 
ya gesecht hebbe. Darup Heyne eme gesecht hebbe, dat he des heren koninges 
van Dennemarken breff hedde, begerende den to lesende, welken breff he getoget 
unde lesen hedde laten deme tolnere to Gottorpe unde to Koldingen, de myt 
sodaneme zineme breve wol tovreden gewest weren, nynen tollen van eme ne 
mende; darup eme de junge to antworde hebbe ghegeven, weren se dar ane to 
vreden gewest, so were he dar ok ane to vreden. Dergeliken darup Heyne eme 
zinen namen hebbe upschriven heten unde dat he soss perde gehad hedde uppe 
dat, weret zake, wenner de tolner to huss qweme unde Heyne der breve nicht 
geneten mochte, so dechte he in kort wedder bij eme to wesende, umme zinen 
willen van der vorscreven soss perde wegene to makende. Darup Heyne mit 
sodanen zinen perden enwech gereden zij unde alse he over ene mile weges 
oflft dar bij gekomen were, so hebbe eme de tolnere twe nagesant unde hebbe 
Heynen mit dren perden wedderumme halen laten unde alse Heyne binnen 
Renssborch bij den tolner uppe dat slot gekomen zij, so hebbe Heyne eme des 
heren koninges breve toget unde lesen laten, de in Densch gescreven weren, 
dar he utscrifft van beholden hebbe. Des denne de tolnere Heynen gesecht 
hebbe, wo dat eme zin junge berichte hedde, dat Heyne gesecht scholde hebben, 
dat sodane perde heren Gerde greven to Oldenborch etc. to behorden unde dat 
he darvan nynen tollen hebbe gheven willen, welk eme de junge mit unrechte 
over gesecht hebbe. Des denne int lateste de erscreven tolner, wo woll dat desset 
Heynen mit unrechte overgesecht was, Heynen sodane perde to borge gedan 
hebbe vor hundert mark twisschen hyr unde Michaeli negest körnende, dar 
Tymme Cordes deme tolnere van Heynen wegene vor gelovet hebbe, also weret 
zake dat Heyne Havick binnen edder uppe desulffte tijd dar nicht wedder for 
stede qweme umme desser sake halven zines rechten to wardende, so schole 
Tymme Cordes vorscreven deme tolnere de hundert mark vor Heynen betalen, 
so de ersamen Clawes Scheringk unde Thur Peterss, radmanne to Eanderhusen, 
vor deme ersamen rade to Lubeke vormiddelst eren utgestreckeden armen unde 
upgerichteden vingheren staveder eede lyffliken to den hilgen hebben gesworen 
unde wargemaket, dat desset alle, so bovenscreven steit, war zij. Jussu consulum. 

Eintragung in das Niederstadtbuch: 1468, Nativitas Johannis baptiste. 



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376 1468. Juni 29. 

355. 

Der Math zu Lübeck schlichtet eine vor den Freistuhl in Eavensberg gebrachte 
und dann nach Uebereinkunft der Partheien an ihn gebrachte Erbschafts- 
sache aus Riga. 1468. Juni 29. 
Witlick zij, alse denne de vorsichtige Stephanus vame Sande, des ersamen 
heren Steffens vame Sande radmans to Eijge zines vaders vulmechtich procurator, 
na inneholde enes machtbreves van deme ersamen rade to Eyge vorsegelt unde 
bij deme ersamen rade to Lubeke in vorwaringe liggende uppe de ene unde 
de vormundere des ersamen heren Wenemar Overdijkes, wandages radmans to 
Lubeke uppe de anderen zyden, etlike tijd her twistich unde schelafftich zint 
gewesen alse van dessulfften zeugen heren Wenemers nalatenen gudere wegene 
dar to de erscrevene her Steffen vame Sande vormende de negeste to wesende, 
desshalven denne de erscreven Stephanus vame Sande de erbenomeden vor- 
mundere vor den vrien stoel in der herscop van Eavensberch eiteret unde 
geladen hadde, des doch int lateste de erscreven beiden part der zake halven in 
den rad to Lubeke compromitteret hebben so, wes de rad en in der zake in 
fruntschopp edder ime rechte affzeggende worde, dat ze dat stede vast unde unvor- 
broken holden willen, des furder nergene to sokende edder to vorfolgende etc. 
Alsus de rad to Lubeke dorch gudes sletes willen darto gefoget hefft de ersamen 
heren, mester Johanne Osthusen, in beiden rechten doctoren, unde sindicum, 
Hinrike von Hacheden, in deme wertliken rechte doctoren, unde Ludike Beren, 
radmanne der stad Lubeke, de denne de erscreven beide part der vorgerorten 
twistigen zake halven gudliken unde fruntliken hebben vorliket unde vorscheden 
in desser nabescreven wijse also, dat de vormundere zeligen heren Wenemer 
Overdijkes vorscreven deme genanten Stephano vame Sande to behoff zines er- 
screven vaders heren Steffens vame Sande geven unde vernogen scholen hundert 
unde teyn Einsehe güldene, der denne hijr to Lubeke teyn güldene tor stede 
bliven scholen to behuff der stoelheren, so de erscreven Stephanus dat hadde 
vorwillet unde dar mede scholde de bovenscreven twistige zake gudliken gesleten 
unde hengelecht, dat gerichte vor deme vryen stole vorscreven tegen de vor- 
mundere angehaven ganss deger unde all daleslagen unde de genanten beiden 
part vortan gude frunde wesen. Alsus de erscreven Stephanus vamme Sande 
vor den rad to Lubeke is ersehenen unde darsulvest hefft bekant, dat he van 
den obgenanten vormunderen sodane vorgescreven hundert Einsehe gülden to 



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1468. Juni 29. 377 

zilier vuller genoge hefft entfangen unde hefft darmede vor zyk van des er- 
gedachten zines vaders heren Steffens vame Sande unde erer beider erven wegene, 
mage unde frund geistlick unde wertlick geboren unde ungeboren vorlaten unde 
jegenwardigen vorlet in krafft desser schrifft de ergenanten vormundere ere 
erven, dat testament unde de nalatenen gudere zeligen heren Wenemer Over- 
dijkes van der wegene mit alleme, dat darane kleven mach van aller furder 
ansprake, tosage unde maninge to eneme gantzen vullenkomene ende gentzliken 
qwijd leddich unde loss in allen tokomenden tijden, noch mit geistliken edder 
wertliken rechte uppe ze noch uppe ere gudere desshalven nicht meer tosakende 
unde schalt dar mede alle gerichte desshalven van eme angehaven unde besehen 
gentzliken qwyd leddich unde loss. Jussu consulum. 

Eintragung in das Niederstadtbuch: 1468, Petri et Pauli. 

356. 

Der Bath zu Wisby ersucht den Lübecker, den Bevollmächtigten des Friedrich Hake- 
mann zu Wisby, Hans Herberts in Lübeck in Geschäften des ersteren 
förderlich zu sein. 1468. Juli 9. 

Vor allen unde isliken vramen luden, de dessen breff seen offte hören 
lesen, sunderghes vor iw, ersamen wyse mannen, heren borghermestere unde rad- 
manne der stad Lubeke, unsen ghuden vrunden, unde, dar disset vorder behuff 
is, donde wy borghermestere unde rad manne der stad Wysbu uppe Gotlande 
noch vruntliken beherliken grute bekennen unde don wijtlik in unde mid tuch- 
nisse desses breves, dat vor uns hefft ghewest unse leve medeborgher Frederik 
Hakeman unde hefft uns to bekennende gheven, wo he eneme, ghenomet Clawes 
Westfal seligher dechtnisse mede ghetan hadde velwert allerleye unde enen 
ghuldenen buch van verdehalven Einschen ghulden unde drehundert hantzken, 
dat scholde Clawes vorscreven vorkofft hebben to Frederik Hakemans vorscreven 
besten, em dar vor bringhende, also he begherde unde ene bat. Also is unseme 
erghenanten borghere Frederik to wetende worden, wo he de ghudere hefft 
ghelaten by juwer medeborgherschen, ghenant Hilleke Eepsleghers, to vorkopende 
unde se de ghudere hefft vorkofft Peter Scheven, dar dat gheld under besettet 
is unde desse ghudere nemande anders to hören, denne Frederik Hakemanne 
vorscreven. Also hefft unse erghenante borgher Fredderik Hakeman vor uns 

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378 1468. Juli 9. 

in der besten wise, also he to rechte scholde unde mochte don, mechtich ghema- 
ket unde ghekaren an synen waren procuratorem unde hovetman dessen jeghen- 
wardighen Hans Herberds, juwen medeborgher, em ghevende ghantze unde vullen- 
kamene macht, alsodane gheld, also van der vorscreven wäre worden is unde 
den ghuldenen rink van Peter Scheven, edder wo he dat by vindende wert 
mid juw to der stede wese, to manende unde to untfangende in vruntschop offte 
mid rechte, na der untf anginge quitancie breve to ghevende unde to vorlatende 
unde menliken alle andere dinghe na rechtes eskinge dar by to donde unde to 
latende, offt unse erghenante borgher dar sulvest personlik jeghenwardich by don 
unde laten mochte unde wes de erghenante Hans Herberds dar by deit unde 
leet, dat wil he alle holden in vuller macht. Bidde wy unde begheren, dat gi 
desseme erghenanten Hans Herberds hulplik, vorderlik unde bistendich wyllen 
wezen van unses erghenanten borghers weghen in synen rechtverdighen saken, 
dat em alsodane vorscreven ghud vornoghet unde betald worde sunder vorder 
togheringe. Juw ghutwillich hir ane bewisen, wylle wy gherne 1 ) in gheliken 
offte groteren saken, wor wy konen. Desses to bekantnisse unde tuchnisse is 
unser stad secrete drucket to rugge uppe dessen breff. Ghegheven unde ghe- 
screven int jar unses heren MCD in deme achte unde sostighesteme in deme 
achteden daghe visitacionis Marie virginis. 

Angekommen 1469, den 25. September. Original auf Pergament mit Rest des aufgedrückten Siegels. 

357. 

Ist einem Beklagten Gastrecht gewährt, so muss der Kläger seine Klage an dem- 
selben Tage anbringen. 1468. Juli 20. 

Dominis consulibus Eevaliensibus. 
Üirsamen heren besunderen guden f runde. Alse gij uns van enes schulden 
ordels wegene, welk luwe leve in der twistigen zake tuschen Hermen Grimmert 
uppe de ene unde Diderike Huninghusen juweme medeborgere an de anderen 
zijden etc. wesende uthgesproken hefft, gescreven hebben biddende unde begerende, 
wij sodane ordel entscheden unde iuw unse schedinge unde delinge under unser 
stad secrete vorsegelt na older loveliken wijse unde wonheid schrifftliken benalen 
willen, hebben wy mit vorhalinge iuwes breves mit dachten, tospraken, ant- 
worden unde mit iuwer delinge to guder mathe wol vornomen aldus ludende: 
Na deme male, dat Diderik Huninghusen mit iuw ein borger is unde des ersteren 

*) Zu ergänzen: vorschulden. 



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1468. Juli 20. 379 

noch des anderen richtedages zine sake nicht vort gestellet en hevet, so schollt 
he to deme derden richtedaghe zine sake vort stellen unde deit he des nicht, 
so schall he der zake neddervellich zin, welk iuwe gewisede unde affgesproken 
ordell de vorgemelde Hermen Grymmert byspraket unde vor uns geschulden 
hevet. Hijr up do wij iuw gutliken weten, dat wij na unseme ripem rade unde 
besprake van sodanes geschulden ordels wegene affgesecht hebben vor Lubesch 
recht, so wij dat ok iegenwordigen affzeggen unde nicht better wetten in krafft 
desses unses breves in nabescreven wijse: Na deme Hermen Grymmert eyn gast- 
recht begheret hefft unde eme dat gastrecht geheget is unde dat beiecht hefft, 
alse recht is, so schal de kleger dessulfften dages berede zin, zine clage to opende 
unde alse he denne also nicht berede is gewest, so is he der zake neddervellich 
geworden. Id gha dar furder umme, alse recht is. Gode deme heren ziit be- 
valen to langen tijden wolmogende. Screven under unser stad secret ame mid- 

wekene vor Magdalene. Anno etc. LXVni . 

Consules Lubicenses. 

Codex ordaliorum fol. 23 a, 24 b und 32 a. 

358. 

Gesprochenes Urtheü ist den Partheien auszufertigen und mitzutheüen. 1468. 

Juli 20. 

Dominis consulibus Revaliensibus. 

Üirsamen wijse heren, bisunderen guden frunde. So gij uns denne ghe- 
screven hebben, dat vor iuw zin gekomen de ersame unde wolduchtige man 
Helmolt Eijsbiter, alse eyn ancleger an de ene unde de ersame her Hinrik 
Huninghusen, iuwes rades medestolbrodere, eyn antwerdesman an de anderen 
zijden, van schelinge wegene, de se under malkanderen hebben, alse iuwe breff 
under velerae langen vorhale beyder erscreven parthie tosprake unde antworde 
furder inneholt, darup gij na ripeme rade unde besprake iuwe delinge gedan 
hebbet, de wij ok wol vornomen hebben, welk iuwe gewisede unde affgesproken 
ordel de vorbenomede Helmolt bispraket unde dar vor uns geschulden hebbe, 
des gij eme denne nicht hebben uthgeven willen, na deme iuwe vogede nicht 
tostunde, dat de tuchnisse gesehen were, alse recht is, unde alse gij Helmolde 
sodane ordel denne weigeren uth to gevende unde he dat geschulden hefft, so 
hijr vorberort wert unde gij van uns begerende zint, wij dyt ordel entscheden 

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380 1468. Juli 20. 

unde iuw unse delinge under unser stad secrete vorsegelt, wedderumme na older 
loveliken wonheid benalen willen. Hebben wij allent to guder mathe wol vor- 
nomen unde don iuw dar up gutliken weten, dat wij na unseme ripeme rade 
unde besprake van sodanes geschulden ordels wegene affgesecht hebben unde 
seggen äff iegenwardigen vor recht aldus: Na deme gij in desser zake geordeit 
hebbet, so zijn gij plegen, dat ordel uth to gevende, id gha dar furder umme, 
alse recht is. Gode deme heren zijt bevalen in seliger wolfart to langen tijden. 
Screven under unser stad secret ame midwekene vor Magdalene, anno etc. LXVIII . 

Consules Lubicenses. 

Codex ordaliorum fol. 23 a und 24 b. 

359. 

Der Rath von Lübeck nimmt die Hülfe des Baths von Lüneburg wegen einiger 

gefangen gesetzten Angehörigen von Ripenburg in Anspruch. 1468. Juli 23. 
Unsen vruntliken grud mit vormogen alles ghuden tovorn. Ersame wyse 
heren, besundem guden frunde. De ersamen unse frunde, de rad to Hamborgh, 
hebben uns alse dallinge gesand enen bref, ere unde unse arme vrunde in der 
vogedie to Bybenborgh andrepende, darvan wij juw wäre aveschriffte senden 
hirinne vorwaret. Ok senden wy dergelik copien deme irluchtigen hochgeborn 
forsten unde heren, hern Otten, to Brunswigh unde Luneborgh hertogen, juweme 
gnedigen leven heren, unde hebben zynen gnaden derwegen in der besten wyse 
geschreven by dessem unsem jegen wardigen, biddende deger andachtigen, gij ok na 
juwem guddunckende darmede by schriven edder sulkent vruntliken by zinen 
gnaden, wanner dat stede hefft, vortsetten willen na juwem bestem vormoge, 
dat unse armen lüde, in der van Hamborgh breve benomet, qwid unde los werden 
mochten mit wedderkeringe erer genomeden ghuder, edder dat se erer fengknisse 
dach krygen mögen to redeliker tijd, to der men tho furderem vorhandele mit 
juwem gnedigen heren van der wegen komen möge, wente wy mit juwem 
gnedigen heren nicht dan leve unde fruntschop en weten, unde Orthgijs vaa 
Hudenberge zijk an uns to den eeren nicht heft vorwaret. Ersamen ghuden 
frunde, juw gudwillich hirinne bewysen, vorseen wy uns gensliken to juw unde 
vordenent umme juw ok allewege gherne. Sijt gode bevalen. Screven under 
unser stad secrete, am sonnavende na Marie Magdalene anno etc. LXVIII te . 

Borgermestere unde radmanne der stad Lubeke. 

Aufschrift wie gewöhnlicJi. Original im Archiv zu Lüneburg mit grösstenteils erhaltenem Secret 



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1468. Juli 25. 381 

300. 

Das Kloster zu Meldorf verkauft dem Claus Vinkenf enger, Marschall der Stadt 
Lübeck für 50 mfl eine jährliche Bente von 3 1 / 2 **# unter Vorbehalt 
des Bückkaufs. 1468. Juli 25. 

Wytlik unde openbar sy allen den, de dessen breff seen edder hören 
lesen, dat wy broder Johannes, prior, broder Johannes Ollebrant, lesemester, 
broder Wylhadus Segheberch, underprior, unde alle andere ghemenen brodere des 
closters Meldorppe in deme lande to Dytmerschen hebben entfanghen van deme 
erliken manne, Clawes Vinckenvengher, marschalk tho der tijd der stad Lubeke 
veftich mark Lubescher weringhe, de wy ghekeret hebben in unses closters not 
unde beste, vor welkere veftich mark wy scholen unde wyllen deme sulven 
Clawes Vinckenvengher erghenomet edder wyser desses breves jarliken gheven 
unvortoghert unde unbeworen veerdehalve mark ewygher rente bynnen Lubeke 
upp unsen schaden unde eventure in den achte daghen sunte Jacobi des hillighen 
apostels 1 ) by sodaneme beschede, dat wy uns moghen beholden den wedderkop, 
eme en halff jare tovoren thotoseggende unde denne den hovestol myt der be- 
degheden renthe bynnen Lubeke weddergheven upp unsen schaden unde even- 
ture. Were id ok sake, dat god affkere, dat sodane betalinghe nicht en scheghe 
tho rechter tijd unde de merghenomede erlike Clawes Vinckenvengher jenige 
kost edder schaden darupp dede, den lave wy eme veel unde al weddertholegghende 
unde to beterende, alzo he ene mest vullenbringhen kan, unde synen hovetstol 
vort wedder to ghevende by XXX mark Lubesch. Hiirvore so sette wy eme 
to pande sunderghen unse wyntmolen stände by norden Meldorppe unde vort 
alle unse anderen gudere unses closters to Meldorpp, se syn in ligghende gründe, 
standen erven edder in anderen klenoden, wo se syn. Dusses to ener tuchnisse 
unde vaster bewysinghe hebbe wy endrachtliken unses closters ingheseghel ghe- 
henghet an dessen breff, dede gheven unde screven is na der bort Cristi dusent 
veerhundert in deme achteundesostighesten jare in deme daghe des hillighen 
apostele sunte Jacobi. 

Original auf Pergament mit anhängendem Siegel. 



») Juli 25— August 2. 



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382 1468. August 10. 

361. 

Silberschmuck einer getauften jüdischen Aerztin. 1468. August 10. 

De ersame mester Peter Monik, richteschriver, alse ein vormunder 
zeligen Barbaren der dofften jodinnen unde astinnen, van deme ersamen rade to 
Lubeke dar to gekoren unde gesät, so he zede, vor desseme boke hefft bekant, 
dat he van Hinrike Blomen, borgere to Lubeke, to ziner genoge hefft entfangen 
enen sulveren halssband unde enen sulveren gordel, beide vorguldet, ene sulveren 
lanne, twe sulveren leppele, eyn zulveren inhengeltzen sancti Cosmi unde Damy- 
ani, tosamende wegende dre lodige mark unde anderhalff loet unde enen 
güldenen rinck van werde dordehalve mark, de de genante zelige Barbara deme 
erscreven Hinrike Blomen gesät hadde to pande vor dortich mark Lub., de 
welke dortich mark desulffte Hinrik van deme ersereven mester Petere to ziner 
genoge vull unde all wedder hefft entfangen, so he des ok vor desseme boke 
bekand hefft dergeliken. 

Eintragung in das Nieder stadtbuch: 1468, Laurencii martiris. 

362. 

Hinrich von der Molen und Johann vom Lo bitten den Bath zu Lüneburg, ihnen 
beim Bathe zu Lübeck eine Befristung für die fälligen Zahlungen zu 
erwirken. 1468. August 16. 

Unsen willigen denst to allen tijden. Ersamen heren unde guden frunde. 
Alsse gij uns hebben gethoget der ersamen heren des rades to Lubeke breff, 
uns andrepende, van wegene etliker restancien efte overlopes , den wij den wer- 
dighen capittelen van Lubeke, Brunsswijg, Hamburg und anderen mer prelaten 
vorscreven hebben scullen to gevende unde one loffte unde vorsegelder breve, 
so se schriven, uthghan schullen, hebben wij woll vornomen. TJnde so is id iw 
leven heren uppe dem besten witlik, wat redelker insaghe wij allweghe teghen 
de obgenanten gheistliken heren gehatt hebben, alsse dat wij van juwes bodes 
weghene alsse unser oversten, etliken summen des overlopes gekeret hebben in 
betalinge des tinsses uppe wynachten anni LXVI to erst vorgangen. Unde alsse 
se uns denne nu latest allikewoll darumme hartliken anlangeden, zeden wij ene 
do unde is noch de warheid, dat wij na jegen wardiger legenheid der zulten 
unde des zoltes dar nu tor tijt nenewijs mate to vinden konden unde beden 



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1468. August 16. 383 

de obgenanten heren sulven unde leten se ok dorch iw bidden, dat se unse unde 
der stad ungelegenheit uppe dit mal to herten nemen und dat mit sodaneroe 
nastendigen overlope ene moghelike tijt gutliken mochten laten an stau und 
bidden, gij by deme erliken rade to Lubeke willen vordsetten, dat de van juwer 
unde ok van unser wegene dar inne dat beste vornemen. Vordenen wij umme 
se unde in alle tijt gerne. Screven under unser eyns ingesegel ame dinxtedage 
na assumpcionis Marie, anno domini etc. LXVIII . 

Juwe willighen Hinrick van der Molen und Johan vamme Lo. 

Aufschrift: Den ersamen und wisen mannen heren borgermeisteren und rad- 
mannen der stad Luneborgh unsen leven heren und frunden. 

Abschrift auf Papier. 

363. 

Der Bath von Lüneburg ersucht den Bath zu Lübeck für Hinrich von der Molen 
und Johann vom Lo um Zahlungsbefristung. 1468. August 17. 
Unsen fruntliken denst tovoren. Ersamen heren und besundern guden 
frundes. Alsse gij uns hebben screven, wo iw de werdigen heren provest und 
gantze capittel to Lubeke mit claghe underrichtet laten hebben, wo unses rades 
kumpane, heren Hinrick van der Molen und heren Johan vamme Lo den capittelen 
Brunsswijg, Hamburg und anderen mer prelaten uthgan loffte, de se on mit 
hande unde munde togesecht und ok in erem versegelden breve gelovet hebben 
umme XIIII C lub. rr$ myn YII n$ etc. hebben wij raangk andern woll ver- 
nomen und sodanen iuwen breff den unsen vorgeroret gethoget, de uns dar 
denne vor antwerde up hebben benalet, alsse gij uth desser ingelechten waren 
avescrifft eres breves woll werden vernemende, und so hadden wij leven heren 
und frunde nicht gehopet dat de obgenanten geistliken de unse van sodans vor- 
geroreden overlopes wegene so harde maned hedden, nachdeme se na lüde des 
uthsprokes unses gnedigesten heren des koninghes to Dennemarcken etc. und 
syner medeschedesheren dar to yo nen recht enhebben, so wij mehnen und so 
iuwe ersamheide uth dem claren texte des uthsprokes dat sulven woll willen 
mercken de aldus ludet: Item spreken wij vor ene fruntscop und redelicheit, 
dat de prelaten und geistliken, de an uns gecompromitteret hebben edder binnen 
vorescreven tijt compromitterende edder mede in volgende werden, scullen umme 



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384 1468. August 17. 

gudes gelimpps willen und deme gemehnen gude to nutte und to dem besten 
und bestendicheit, dat men desser groten schulde to ende komen moghe unde 
vele arghes gehindert werden moghe, to teyn jaren gheven de helffte van vor- 
bate und vluden erer gudere uppe der sulten etc. und secht vordan in enem 
anderen artikele, dar mede de obgenanten geistliken prelaten den vorgeroreden 
overlop menen to manende: To desser vorscreven hulpe moghen und schollen de 
prelaten ere sworenen collectores und distributores setten personen, de on dar to 
bequeme syn, de dar van tinsse betalen und wes men iarlikes boven den tinss 
veroveren kan, schal men de ersten dree iar na antale delen mangk den com- 
promittentibus eneme iewelken na gebore vor oren schaden^ den se hebben ge- 
nomen van des krighes wegene etc. Aldus leven heren wanne de obgenanten 
heren prelaten compromittenten eren borliken andel in unser stad swaren sculden 
namelken O XXXV 1 * VIIIcXVF/2 w// IX Jt na liker delinghe unser stad schulden 
iarlikes vertinsset dorch ere vorgeroreden hulpe, so vintmen clarliken dat in dessen 
vergangenen vijff jaren ere hulpe so grot nicht gewesen is, dat se de vor- 
geroreden hovedsummen jarlikes mochte vertinssen, sunder wij und unse stad 
sint des in betalinge dessulven tinsses boven IX m rr$l allentelen to achter bleven, 
dat nu leider tokomen is van groteme valle des soltes und dat des tor zeeward 
nen slete is und alsse nu de obgenanten heren compromittenten van erer hulpe 
boven betalinge der borliken tinsse nenen overlop sunder, so vorescreven is, gebreck 
hebben, nemen se vore vermiddelst deme vorscreven uthsproke des heren koninges to 
Dennemarken etc. sodane hulpe alsse uns andere gheistlike heren und prelaten don na 
lüde ener vulstendigen ewighen concordien mit sambt uns und unsen borgeren 
besehen, de drewerve mer hebben an den zulten, den de heren compromittenten, und 
alsse de heren concordantes na lüde dersulven concordien grote sware hulpe dan 
hebben, und jegenwardigen don umme reddinge willen unser stad und der sulten 
darinne beleghen, also dat boven betalinghe eren borliken jarliken tinsse eyn 
redelik summe van erer hulpe overlopt, dar men na inneholde dersulven con- 
cordien af losen mot, so wij ok gedan hebben, so mehnen desulven heren com- 
promittenten sulken overlop der heren concordanten to hebbende und to manende, 
dat uns yo nicht billik duncket, na deme de heren koningk und sine mede- 
schedesheren dar van nicht hebben disponeret, noch ok an se van der wegene 
compromitteret is und ist de sentencia, dar wol van disponeret hedde, so de nicht 
enheft, können gij woll mereken, watte macht desulve sentencie hedde over dejenne 



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1468. August 17. 385 

de nicht gecompromitteret edder de angenamet hedden, men sunderliken ok 
hebben protesteret, dat se van der vorgeroreden sentencien wegene nicht willet 
geenghet wesen, wente se anders dorch de concordien genoch und mer beswaret 
syn und so is id ok also gesehen, dat wie one den overlop, dar se rede by 
V m mareken van enwege hebben, de wij ok in aflose unser schulde scolden 
gekeret hebben, mit voreworden vor notariessen und tughen hebben tosecht, so 
furder he one na inneholde des vorgeroreden uthsprokes borede, darup se uns 
seggen laten hebben, moghe he one deshalven nicht boren, wij scollen uns des 
an eren guderen hijr irhalen. Und darumrae is unse fruntlike bede, gij leven 
heren und frunde bij deme erbaren iuwerae capittele in der besten wise willen 
verfoghen, dat se unsen raederadeskumpanen mit sampt anderen heren corapro- 
mittenten maninghe verlesen und ift se denne yo so nicht don en mochten, 
sunder uns efte de unse yo deshalven anlangen wolden, des wij doch so to one 
nicht verhopen na iuwer guden underwisinge, so schollen de dorchluchtigeste 
grotmechtigeste hochgeborne furste und here, heren Cristierne koningk to Denne- 
mareken etc. de erwerdigen in gode vedere und heren, heren Werner to Swerin, 
heren Albrecht to Lubeke bisschoppe, unse gnedigen heren und gij unser des- 
halven teghen de heren compromittenten to rechte und aller redelicheit vulmechtich 
syn, gutliken biddende, gij dat so vor uns willen boden, vordenen wij umme 
iuwe ersamheide, de god lange wol gesund beware, alle tijt in vele groteren 
zaken gerne. Screven under unser stad secrete ararae dinxtedage na assumptionis 
Marie, anno domini etc. LXVÜI . 

Borgermestere und radmanne der stad Luneborgh. 

Aufschrift: Den ersamen und wysen mannen, heren borgermesteren und rad- 
mannen der stad Lubeke, unsen besunderen guden frunden. 

Original auf Papier mit Rest des aufgedrückten Siegels. 

364. 

Dem Eigenthümer einer Sache steht Klagerecht zu sowohl gegen den, der sie wider- 
rechtlich in Händen, wie gegen den, der sie widerrechtlich einem Anderen 
überlassen hat. 1468. August 19. 

Dominis consulibus Bevaliensibus. 
-Cirsamen wisen heren besunderen guden frunde. Juwen breff under 
langeme inneholde mit ener ingeslotenen copien enes openen besegelden breves 

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386 1468. August 19. 

des ersamen rades to Darppte hebbe wy gudliken entfangen unde to guder mathe 
wol vornomen, unde so gy denne furder schriven na vorhalinghe Jwen Borgers 
ansprake unde Hans Kyssen antwerdes, dat gy gedelet bebben vor recht: Ywan 
de jenne, de sick iuwes gudes underwunden unde dat in handen gehat bebben, 
als se dat sulven tugen unde de guder vorgeven hebben, den möge gy tospreken. 
Id gba dar furder umme, als recht is. Welk iuwe gewisede ordel Iwan bispraket 
unde geschulden hefft vor uns unde ghy zint begerende, dat wy desset ordel ent- 
scheyden unde iuw unse delinghe darupp under unser stad secrete vorsegelt na older 
loveliken wijse wedderumme scriftliken benalen willen. Darupp don wy iuw gud- 
liken weten, dat wy na unseme rijpeme rade unde besprake darupp delen vor recht 
also: Ywan Borgere mach tospreken den jennen, de sick synes gudes underwunden 
unde dat in handen hebben unde ok den jennen, de syne gudere vorgeven hebben. 
Id gha dar furder umme, alse recht is. Sijt gode bevalen. Screven under unseme 
secrete ame vridage vor unser leven vrowen daghe assumpcionis Marie. Anno LXVHL 

Consules Lubicenses. 

Alis dem Codex ordaliorum fol. 23 b. 

365. 

Der Bath von Lübeck zeigt dem Rathe von Lüneburg an, dass er am nächsten 
Mittwoch zwei seiner Mitglieder nach Mölln senden wolle. 1468. 
August 21. 

Unsen fruntliken grud tovorn. Ersamen wisen heren, besunderen guden 
frundes. Juwen breff bij dessen jegenwardigen an unse borgermester gesand, 
darinne gij schrivende unde begherende zint, wij twe van unsen borgermesteren 
tegen juw schicken willen, wente to Molne in desser tokomenden vullen weken 
unde juw bij desseme sulfften juwen jegenwardigen schriven willen, welkes dages 
in dersulven weken de unse bij juw darsulves uppe den avend in der herberge 
zin scholen, umme des anderen daghes denne mit den juwen tovorhandelende 
unde vortogevende, darane juw unde uns beide merckliken is to donde, sodanen 
juwer ersamheid breff hebben uns de erscrevene unse borgermester to kennende 
geven, unde begheren juw darup gutliken weten, dat wij etlike unses rades nu 
am mid weken negest körnende 1 ) des avendes binnen Molne in der herberge hebben 
willen, umme des donredages darnegest denne in sodaner zake to vorhandelende, 



l ) August 24. 



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1468. August 21. 387 

so des schall wesen behoff unde van noden. Gode deme heren zijt bevalen lange 
sund wolmogende. Screven under unser stad secret, am sondage vor Bartholomei 
apostoli anno etc. LXVIIL 

Borghermestere unde radraanne der stad Lubeke. 

Aufschrift: Den ersamen wijsen mannen, heren borgermesteren der stad Lune- 
borch, unsen bisundern guden f runden. 

Original im Archiv zu Lüneburg mit grösstmtheüs erhaltenem Secret. 

366. 

Eine Bausache. 1468. August 24. 

Witlick zij, dat twistinge unde schelinge gewest zint twissohen Hinrike 
Moire, Kersten van der Heyde unde Bertolde Hanen uppe de ene unde Frederike 
Vogen uppe de anderen zij den, alse van wegene enes gevels unde etliker vinstere, 
de Frederick Voge tor stratewart gebuwet hefft etc. Darover ze denne dorch de 
ersamen her Johanne Luneborge unde her Hinrike Constine, radmanne to Lubeke, 
von deme rade darto gefoget, fruntliken zint vorliket in nabescreven wijse also, 
dat Frederik Voge boven der dorntzen nynen schorsten maken schall sunder der 
nabure willen unde desulffte Frederik mach maken boven dersulfften dorntze dre 
vinstere, twe stände unde dat dorde opene, welk opene vinster tor Traven wart 
wesen schall, unde hyrmede scholen unde willen de erscreven beide part dess- 
halven geschichtet unde gescheden wesen unde hebben vorlaten unde vorlaten 
zijk under malkander unde erer eyn den anderen myt eren erven van der wegene 
van aller furder ansprake tosage unde maninge to enerae gantzen vullenkomene 
ende genssliken qwijd leddich unde loss. Jussu consulum. 

Eintragung in das Nieder stadtbuch: 1468, Bartholomei. 

367. 

Das Amt der Goldschmiede zu Lübeck klagt gegen Johann von Rode zu Köln wegen 
Verkaufs minderwertiger Gcldwaare. 1468. August 24. 

Witlick zy, dat int jar LXVIII ame mydweken vor decollacionis Johannis 
Baptiste 1 ) de olderlude unde dat gantze ampt der goltsmede binnen Lubeke tosprake 
deden to Johanne van Kode van Colne van wegene enes gülden spannes, dat 



*) August 24. 

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388 1468. August 24. 

desulffte Johan binnen Lubeke vorkofft hadde, welk span de erscreven olderlude 
unde dat ampt der goltsmede vormiddelst ereme eede vor dem rade to Lubeke 
wandelbare makeden, darup de erscreven Johan antworde dat he sodane span 
in deme vryen markede to Franckforde uppe Mone vor gud gud gekofft hedde, 
so he dat myt deme jennen, deme he dat span affgekofft hedde, woll nabringen 
wolde. Darup de rad to Lubeke gedelet hefft vor recht dat de erbenoraede 
Johan van Rode dat nabringen scholde, van weme he dat span gekofft hedde 
unde wor dat gemaket were. Alsus darsulvest vor den rad to Lubeke is 
ersehenen de beschedene Johan van Binghen, borger to Lubeke unde hefft deme 
rade dar gud vor gesecht unde gelovet, da de obgenante Johan van Eode des 
eyn nogafftich bewys bringen schall an den rad to Lubeke, wor dat span gemaket 
sij unde van weme he dat gekofft hebbe unde des so hefft desulffte Johan van 
Rode mit zinen erven deme erscreven Johan van Bingen und zine erven des 
lofftes halven gesecht schadeloss to holdende. Jussu consulum. 

Eintragung in das Niederstadtbuch: 1468, Matthei apostoli. 

368. 

Der Bath von Riga äussert sich gegen den Bath von Lübeck nochmals über den 
Handel zwischen Gast und Gast, tveist die Beschwerde einiger Lübecker, 
dass ihre Lagerkeller von den Wetteherren geschlossen seien, zurück und 
setzt auseinander, dass er hinsichtlich des Tauschhandels mit den Bussen 
keine Neuerung eingeführt habe. 1468. September 2. 

Unsen fruntliken grut mit vormogen alles guden stedes tovoren. Ersamen 
vorsichtigen leven heren unde gunner. Juwen breff van clage etliker juwer borgere 
unde erer gesellen, de ere zelschopp hijr tor stede, umme ere vorkeringhe to donde, 
plegen to hebbende, de vor juw in eneme mereklikeme tale sint gewesen sick 
beclagende, wo dat ze jarlikes mit uns merekliken tegen olde lovelike wonheide, 
vryheide unde privilegia, darmede gij de juwe unde de varende koppmanne in 
Lijfflande unde bynnen unser Stadt Rige begifftet unde begavet sin, beschattet 
unde beswaret werden etc., under lengeren worden unde anderen mer articulen, 
hebben wy entfangen unde wol vornomen. TJnde don juwer ersamheiden darupp 
gudliken weten: Int erste, dat wij juwe borgere noch ere gesellen tegen olde 
lovelike wonheide, vriheide unde privilegia, dar ze bynnen unser Stadt Rijge 

l ) Vgl. Bd. IX, Nr. 813, 858. 



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1468. September 2. 389 

mede begifftet unde begavet sollen sin, de uns bethherto unwitlick sin, nicht 

beschattet noch besweret en hebben unde ungerne de tegen vryheide unde privi- 

legia, in unser stadt willen beschatten unde besweren. Sunder, leven heren, wij 

holden dat also hir in unser Stadt Kige gelijck juwe ersamheide in erer stadt 

unde in allen guden steden wonlijck is van oldinghe gewest to holdende unde 

van allen burspraken affgesproken wert, umme unse borgere unde ere gesellen 

by brode unde neringhe to beholdende, dat gast mit gaste nicht kopslagen en 

sali by ener pene in yoweliker stede daruppe gesath, de in unser stadt is teyn 

mark Eigesch, so vakenne dat geschuet, darinne doch de juwen unde alle andere 

fromde geste sere beschonet werden, dat ene uppe ene redelike erkantnisse gesath 

unde gelaten wert unde ok in schrifften vorwaret, wat van eneme yowelken to 

wedde van der wegene wert genomen, efft yemand sick des wolde hoger beclagen. 

Unde vorseen uns gentczliken to juwen ersamheiden, dat gij en sodann uns nicht 

mögen noch willen vorkeren, dat wij unser stadt, gelijck juw unde anderen, beste 

kesen unde regiment holden, des wij doch nymandes in deme hebben to regerende 

unde doch alle gude geste unde gesellen uns hir wyllekome sin, de gerne eren 

unde forderen nach unsem vormoghe etc. Unde dat wij, wanner dat de Bussen 

mit uns komen, den juwen unde eren gesellen ere keller unde steenhuser tosluten, 

so gij schriven villichte van erem anbringende, darupp don wij juwer leve to 

wetende, dat de yennen, de juwen ersamheiden en sodann also angebracht unde 

geclaget hebben, dat de dat unwarhafftigen vorgebracht unde der warheit sere 

groffliken darane gesparet hebben unde dat nummer warmaken sollen, dat wij mit 

der warheit wol nabringen willen, wowol de juwen unde ere gesellen hir den 

unsen sere to vorfange sin unde to schaden, darmede doch dorch juwer leve 

willen vele overseen unde geleden wert. Unde de juwen doch unde de eren hir 

so nicht liggen scholen unde ok nicht liggende willen hebben, gelijck de Dutsche 

coppmann licht tom stapeil to Brügge in Flanderen, dat hir nu sere groflf unde 

mannichvalt wert van den juwen mer dan in ertiden, darover unse borgere unde 

ere gesellen sere gesweket werden unde de neringe on wert entogen, darmede 

ze nicht liden willen unde degelikes sick sere des vor uns beclagen. Men, leven 

heren, dat den juwen unde eren gesellen ere keller unde stenhuser hir werden 

sumtydes togesloten, dat kumpt also by. Wanner dat unse weddeheren, de 

darto geschicket sin, dat wedde setten, alse mit uns wonlick is over dat gemene, 

so sin etlike van den juwen unde eren gesellen so. starbolt wrevels unde over- 

dadigh, dat zee unser weddeheren nicht en achten edder sick worane erkennen 



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390 1468. September 2. 

willen, unde umme dat, dat se denne vakenne vorbodet werden unde nicht en 
komen edder sik mit den wedderheren vordregen, so denne laten ze wol ere keller 
unde stenhuser umme des unhorsames willen tosluten tor tijdt, beth dat se sick 
bedenken unde van den weddeheren scheden. Also hebben sick dusse dinghe 
in der warheit unde nicht anders, unde beschuet ene nicht umme dat, dat se 
nicht mit den Bussen kopslagen sollen edder van hates unde affgunstes wegen, 
so juwer vorsichticheit angebracht is, dar gij vorder nenen geloven upp setten 
willen, unde uns ok also unbeducht, unrichtigh unde unwetende nicht en holden 
so men uns tolecht etc. Yordermer, ersamen herren, so denne desulfften juwen 
borgere mit eren gesellen juw to kennende geven hebben, wo dat wij Clavese 
Veit, Bernde Bispinck unde Andreas Geverdes ere was sunder redelike orsake 
edder recht scholen entferdiget hebben, leven heren, en solk is uns van juw 
swar to hörende, unde hadden, en sodanes uns totoleggende an juwe leve, dat 
uns leet is, nicht vorseen. Unde dat scholen wij darumme gedan hebben, dat 
wij to wintere en both scholen gedan hebben, so dat men mit den Eussen 
kopslagen scholde uppe butestucke, deme se also gedan hebben unde hebben ere 
lakenne uppe stucke gesath, alse wij dat geboden hebben, so gij schriven. Er- 
samen heren, gij leggen uns to in juwem breve, dat wij sodanne both scholen 
gedan hebben, welk gij doch wol anders unde beter weten. Wij twivelen nicht, 
juwer ersamheit sy wol indechtigh, wo dat olde lovelike gude both wedder vornyet 
unde upgesath is, also dat de ersamen heren radessendeboden der stede Harn- 
horch, Wismer unde Luneborck bynnen juwer stadt to dage vorgaddert unlanges 
to jare an dem dage Galli confessoris 1 ) anno LXVII, de samptliken mit juwer 
ersamheit under juwem secret, des ze darto gebrukeden schreven dessen Lijff- 
landesschen steden Darppte, Bevalt, Pernouwe unde uns van etzwelken gebreken, 
so desulffte breff under lengerem dat inneholt, des gij de copien by juw hebben, 
also dat sodanne olde lovelike wontlike kopenschopp na inneholde der stede van 
der Dutschen hense recesse, de men mit den Eussen plach to hebbende, so dat 
men up de Eussen anders nene lakenne dan Vlamessche lakenne unde sulke 
lakenne, alse de erschrevenen stede hebben togelaten, plach to vorende unde in 
buthe by butestucke plach to kopslagende, dat doch nu also nicht geholden wert 
contrario der erbenomeden stede recesse unde wolffart des gemenen coppmans van 
der hense etc., in deme sulfften breve int lateste begerende in dussen worden: 
„unde in bute bij butestucken to kopslagende, so vorgeschreven wert, juw gutliken 

l ) October 19. 



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1468. September 2. 391 

mit ernste deme gemenen besten to gude hirinue to bewisende." Darumme do, 

leven heren, dusse Lijfflandesschen stede dorch der erschrevenen heren rades- 

sendeboden unde juwer bede unde begerte willen eyne daghvart vorrameden unde 

dar eyns worden upp dusse erscbrevene punte unde sodanne olde lovelike wont- 

like kopenschop dar de do vornyeden unde berecesseden by der pene, alse dat do 

uth dersulvigen daghvart juwer leve schrifftliken unde ok darna wart benalet 

unde in allen steden dusser lande, dar men mit Bussen kopslaget, sodanne wart 

opembar vorkundiget unde witlik gedan, up dat eyn yderman sik wüste vor 

schaden to hoyden. Darup de ersamen heren radessendeboden der stede van 

der Dutsohen hense bynnen Lubeke to dage vorgaddert mit juwen ersamheiden 

ummetrent Oculi nu negest vorgangen 1 ) dussen Lijfflandesschen steden, am donner- 

dage in dem paschen 2 ) upp dusse erschrevenen punte wedderschreven also: 

„Vordermer so gij denne vorder beroren van kopslagende in bute bij butestucken, 

des gij ok overeyn gekomen sin, so gij dat ertides hebben berecesset, dat men 

na dusser tijdt nene lakenne unde andere guder vorkopen edder geven sal an 

werke unde an wasse anders dan in bute na den olden recessen bij vorboringe 

der guder, bevalt uns ok wol unde hören dat ok gerne etc.," biddende unde 

begerende darby, alse desulffte breff uthwiset. Hiruth, ersame heren, juwe vor- 

sichticheit wille erkennen, efft wij sodanne both to wynter gedan hebben den 

juwen unde den eren to hate unde affgunste, darinne uns sere vele to kort van 

juw in deme beschuet. Unde wo sick dusse dre erbenomeden in dussem punte 

mit den Bussen to koppslagende gehat hebben mit beradenem mode tegen de 

recesse der stede van der hense unde tegen de wolffart des gemenen coppmans, 

is hir woll apembar unde witlik, unde wij ok sulvest ere egenne bekantnisse 

unde eres mekelers wol hebben vorhoret, wo wol dat se den eren dat anders 

hebben vorschreven; unde mochten mit gelike unde mit rechte na den recessen 

by dem wasse wol sin gebleven edder dat hir hebben bestände beholden beth to 

erkantnisse der gemenen stede van der hense, vor den wij dat wol wolden hebben 

vorantwordet, welk wij doch umme alles gelimpes willen unde dersulfften dryer 

erbenomeden gesellen erer mannichvaldigen groten velen unde vlitigen beden 

unde sunderlinges yo boven all dorch juwer leve willen, darmede wij vormeneden 

unde gantcz vorhopende weren, van juw in deme dangknamicheit to begande, 

de alle wedderkereden unde nemen van ene eyn redelick brokegelt na der saken 

gelegenheit, up dat ze unde andere in tokomenden tijden sick ensodanes mer 

l ) März 20. ■) April 21. 



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392 1468. September 2. 

enthelden. Unde weten ok nene sake, worumme wij den dren mer dan anderen 
hat unde Ungunst solden bewisen, so men uns tolecht, wente mit erem schaden 
uns nicht is beholpen, wenne ze ere dinghe geborliken helden, des denne de 
juwen den eren wol schriven mögen, dat see sick hebben in eren kopenschoppen 
na gebore unde nicht tegen de ordinancie der stede. Fruntliken begerende, 
dat gij sodanne unde dergeliken der juwen anbringent ersten mer beth vorvaren, 
eer gij uns sodanne correctienbreve schriven, wente wy ungerne juwen ersam- 
heiden unde den juwen worane to wedderwillen sin wolden anders dan wol 
geborlik is. Kennet got de juwe [ersamheide] mote sparen to langen tiden wol- 
mogende gesundt. Schreven under unsem secrete, am fridage negest vor nativi- 
tatis Marie virginis, anno domini etc. LXVIIL 

Consules Eijgenses. 

Aufschrift: Den — — raedtmannen der stadt Lubeke, unsen usw. 

Angekommen den 5. December. Original auf Papier mit aufgedrücktem Siegel. 

369. 

Verabredung über die Art, wie ein Versuch gemacht werden sott, die Frage, ob die 
Märkischen Städte verpflichtet seien, einen von dem Markgrafen von 
Brandenburg mehreren Lübecker Burgern zugefügten Schaden zu ersetzen, 
zur rechtlichen Entscheidung zu bringen. 1468. September 6. 

Witlick sy, so alse denne twijschen dem irluchtigen hochgeborn fursten 
unde heren, hern Frederike, marggraven to Brandenborch etc. unde ziner gnaden 
undersaten den ersamen Merkesschen steden, uppe de ene, unde den ersamen her 
Hinrik Kastorpp, borgermestere to Lubeke, Hermen Zeberhusen, Hanse Kastorpp, 
Bertram vam Damme, den vormundern seligen Hinrik Snydewindes, Clawes Ösen- 
bruggen, borgern to Lubeke, unde erer aller selschop uppe de anderen zijden 
etlike myshegelicheide unde twidrachte sint, so dat de inwoner der Markschen 
stede de stad Lubeke bethherto hebben gemeden, dat sick denne orsaket hefft 
darvan, dat dem genanten her Hinrike Kastorppe unde ziner partie by seligen 
herenn Frederikes des jungern marggreven to Brandenborch etc. tijden twijsschen 
Stendel unde Soltwedel by enem dorppe Plate geheten uppe der keyserliken 
vrijen Straten veer terlinge lakene unde bynnen Soltwedel twelff grote unde 
dree klene schyve wasses affgesatt unde afhendich gemaket wurden, ok van der 
sosshundert TJngerscher gülden halven, de de obgenante here Frederik, marg- 



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1468. September 6. 393 

grave to Brandenborch etc. hern Hinrik Kastorpp vorbenomed vorsegelt hefft 

wedder to gevende, deme so nicht en ys bescheen, unde van dem heringe seligen 

Hinrik Snydewinde, Clawese Ozenbrugge unde erer selschopp tobehorende van 

Stettin in de Nyenmarke geforet unde darsulves en afhendich gemaket dergeliken, 

welke vorscrevenen myshegelicheide unde twidrachte de ersame rad to Stendel 

na inneholde erer breve an den rad to Lubeke gescreven gesät hebben by de 

ersamen rede der stede Hamborg, Magdeborch, Brunswijgk unde Luneborch unde 

de genanten her Hinrik Kastorpp mit syner medepartie, Hinrik Snydewindes 

vormundere, Clawes Osenbrugge unde meer andere borghere to Lubeke, desse 

erscrevene sake andrepende by de ersamen heren rede der stede Lubeke unde 

Hamborgh ock gesät hebben dergeliken. Aldus umme alles guden gelimpes willen 

de ersamen heren des rades to Lubeke unde de ersamen heren Albert Schillingk, 

borgermester, unde Johan Huge, radman, radessendeboden van Hamborch, alse 

gude myddelers beyder vorscrevenen partie in bywesende des ersamen Hinrike 

Smakepepers, borgermesters unde radessendeboden van Herferde twijschen den 

ersamen heren Benedictus van Calven unde Hinrike Bockholte, borgermesteren, 

radessendeboden van Stendel, im namen unde van wegen der Markschen stede, 

uppe de enen, unde her Hinrik Kastorppe, zyne partye, den vormunderen seligen 

Hinrik Snydewindes, Clawese Ozenbrugge unde meher anderen borgeren to 

Lubeke desse zake belangende unde erer aller zelschopp, uppe de anderen zijden, 

mit wetende, willen unde vulborde beyder dele is bedegedinget, so hir nagescreven 

steyt. Int erste, dat alle dingk van beyden zijden in gude stan schall van nw 

an beth to Winachten negest körnende by sulkem underschede, dat de van Stendel 

eren besten vlyt don scholen by den anderen Markeschen steden, dat ze desse 

sake ok setten by de ersamen rede van Hamborch, Magdeborg, Brunswijgk unde 

Luneborch gelijk den van Stendel, so vorscreven steyt, unde desulven veer stede 

na erera besten vormoge so to hebbende, dat se desse sake to schedende annemen, 

den vorrameden dagh dree wekene na paschen negest körnende 1 ) bynnen Lubeke 

mede besenden unde dar denne irae rechte irkennen, offt de Markschen stede schul- 

dich sin geholden to werden vor sodanen vorscrevenen schaden dorch ere herschop 

gescheen edder nicht, nademe de vorbenomeden borgermestere unde borgere mit 

erer selschop nicht so mogenaftich unde so rijke zin, dat ze eren schaden mit 

rechte teghen den heren marggraven mögen unde konen manen. Unde wes de 

van Stendel desses vorscreven by den steden, so bovenscreven steyt, bearbeyden 

*) April 23. 

60 



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394 1468. September 6. 

konen edder nicht, dat scholen ze deme rade to Lubeke vor winachten liegest 
körnende vorschriven. Schriven ze denne, dat de Markeschen stede de sake by 
de erbenomeden stede setten unde de stede de sake annemen, de dachfart vor- 
screven bynnen Lubeke besenden unde dar denne irkennen willen ime rechten, 
so vorscreven steyt, denne schal alle dingk vortan beth to dersulven dachfart 
van beyden delen in gude stan ungeverlick unde de van Stendel mit todaet der 
andern Merkschen stede na ereiri besten vormoge by ereme gnedigen heren 
bearbeyden scholen, dat her Hinrik Kastorpp unde syner parthie sodane vor- 
screvene sosshundert XJngersche gülden, alse de here marggrave em vorsegelt helft, 
betalet mögen werden, unde ok dat sodane gelt, alse van dem beringe der vor- 
benomeden borgere van Lubeke uthe Stettin in de Nyenmarke gebracht gewurden 
is, den borgern to Lubeke wedder gekart möge werden dergeliken. Vurder is 
bedegedinghet, weret dat de vorbenomeden stede Magdeborch, Brunswijgk unde 
Luneborch tor vorscrevenen dachfart binnen Lubeke nicht komen konden, allikewol 
scholen de van Stendel ze vormogen, achte daghe vor pinxsten negest volgende 1 ) 
binnen Luneborch to körnende, umme dar to irkennende to latende im rechten, 
so vorscreven steit. Unde weret, dat de Markeschen stede desse sake in mathen 
vorscreven nicht irkenüen wolden lathen edder ze ok der stede vorbenomed nicht 
vormogen konden in aller mathe vorscreven, so scholen desse degedinge ave syn 
unde de sake schal denne stan van beyden delen, alse de vor dessen degedingen 
hefft gestan. To merer orkunde is desser schriffte dree eens ludes, de ene uth 
der anderen ghesneden, darvan de rad to Lubeke de enen, de vorscreven rades- 
sendeboden van Hamborch de anderen unde de erbenomeden radessendeboden 
van Stendel de derden hebben in vorwaringhe. Screven unde gescheen bynnen 
Lubeke, na der bord Cristi unses heren dusent veerhundert jar darna im acht- 
undesostigesten, des dinxstedages vor unser leven vrouwen dage nativitatis. 2 ) 

Nach einer Aufzeichnung auf einem ausgezackten Blatte Pergament. 



l ) Mai 14. 

*) Erfolg bat diese Verhandlung nicht gehabt, doch muss in anderer Weise eine Verständigung 
eingetreten sein. Am 8. Juli (Kiliani) 1469 hat der Kurfürst von Brandenburg der Stadt Lübeck freien 
Verkehr in seinen Landen gestattet, doch nur bis Pfingsten des nächsten Jahres und unter der Bedingung, 
dass die Lübecker nicht Stettiner Gut für das ihrige ausgeben. 



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1468. September 6. 395 

370. 

Sühne des Herzogs Erich IL für sich und die Brüder Jerslav Henning Raven 
und Hans Barnekow mit der Stadt Stralsund. 1468. September 6. 

Wij Erick, van gades gnades to Stettin, Pameren, der Cassuben unde 

Wende hertoge unde forste to Eugen, bekennen unde don kunt mit tuchnitze 

desses breves vor alsweme, de ene seen edder hören lesen, dat wij mit wol- 

bedachtem mode dorch middel unde handel unses leven bolen, des hochgeborn 

heren, hartoch Wartslaffes, ock na rade unser truwen radgevere uns gutliken 

gesleten unde entliken wol vorgan hebben mit unsen leven getruwen borger- 

mesteren, radmannen, borgeren und gantzen menheit unser stad tom Stralessunde, 

also dat alle unwille, schelinge unde twedracht, de is uppgestan unde hefft ge- 

weset beth an desse tid twisschen uns unde den unsen, en unde den eren van beiden 

siden, id sij van schuttinge, van anridende, rove unde brande edder anders, id 

sy worvan id sy nicbtes uthgenomen, is altomale wechgeleoht, endet, sonet unde 

vorliket, benomlick ock mede de veide, tosprake unde schelafftige sake tusken 

den vorbenomeden vam Stralessunde upp eyne unde den broderen Jerslavus 

Henningh Raven unde Hans genomet Barnekouwen upp de andern side van 

eres seligen vaders wegen entstan, samentliken mit eren biliggeren unde eren 

erven, der alle wij by uns hebben vulle macht, is desgeliken gantzliken torug- 

gelecht, zonet unde ock wol vorliket to eneme gantzen ende, unde allent wes in 

sodanen schelafftigen saken van beiden delen is gefordert unde inworven in deme 

have to Rome unde in des heren keysers have, in anderen hoven unde gerichten 

mit den breven darupp vorsegelt unde uthgetagen, scolen mede machtlos unde 

dot sin, unde desse beyden parte, als de Barnekouwen eren wech unde de vam 

Stralessunde eren wech mit vrigen egenen willen geven aver unde renunccieren 

desser sake deme rechte unde rechtes forderinge. Se scolen ock unde willen na 

desser tijd dar nummer upp saken, men deshalven in beyden siden to vrede unde 

frunde sin. Wij erbenomede hertoch Erick geven ock aver allen Unwillen, unmod 

unde vordachtnitze, de wij beth an desse tijd to den vam Stralessunde unde alle 

de eren gehad hebben, scholen unde willen se beschermen als de unsen, bi gnade 

unde bi rechte laten, dat se mögen komen, wanken unde vorkeren velich, vredesam 

unde ungehindert to water unde to lande an allen unsen strömen unde gebeden, 

unde scolen bliven by alle eren vrigheiden, Privilegien, vanheiden unde rechtig- 

heiden, alse unse breve, de wij sulven unde unse bole, unse leve salige vader, 

50* 



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396 1468. September 6. 

unser aller vorvaren, ander forsten unde heren en gegheven hebben, uthwisen 
unde inholden. Wij willen se ock to Wolgast offte in anderen unsen gebeden 
namals nicht a verschütten , vorunrechten offte hinderen laten umme sake unde 
tosprake, dede ander lüde to en menen to hebbende, men se scolen in sulken 
saken plegen unde don, wes recht is, alset id en van rechte gehöret, dar se mede 
bewedemet sint. Unde weret, dat wij de vorbenomeden vam Stralessunde hiren- 
boven wolden hinderen edder schütten laten, so scolen wij en ersten antwarden 
to dem scaden, de den eren to "Wolgast vor desser tijd in dessen negesten veff- 
teyn iaren lanok gescheen is. Desse breff schal nicht hinderlich wesen eren 
vornscreven breven, de se van etc. heren hebben, jodoch ere loven gelt unde 
schul[t], dar se van unsen saugen vadere unde uns breve upp hebben, de deme 
rade unde der stad toluden unde nicht borgern edder inwanren tome Sunde. 
Ock de breff, den wy hebben uppe verhundert gülden schult, dat scal stan by 
unseme vorbenomeden leven bolen, uns unde de erbenomeden vamme Sunde dar- 
umme to entschedende. To vaster bewaringe alle desser vorscreven dink, so hebbe 
wij her hertoch Erick vorbenomet vor uns, unse erven unde de vorbenomeden 
Barnekouwen unde ere erven unser ingesegel mit rechter wetenheit laten hengen 
an dessen breff, den mede besegelt hebben to merer bekantnitze unse vorbenomede 
leve bole unde de stede Olden Stettin, Gripeswold, Andern unde Demmyn mit 
eren anhangenden ingesegelen. Geven in unser stad Olden Stettin in den jaren 
unses heren, alse men scrifft dusent verhundert unde achtich unde sostich am 
dage sancti Magni martiris et confessoria 

Vidimus des Roths von Greifswald vom 11. October 1471 mit anhängendem Siegel. 1 ) 

l ) Die Beglaubigung lautet: Vor allen erbaren unde ersamen in Cristo gelovigen gestlick unde 
werlick, in wat werdicheit unde stede se sin, de dessen breff seen offte hören lesen, unde sunderges 
dar des is behuff dunde, nach behechlicken unde behorliken groten, wij borgermester unde radmanne tom 
Gripeswolde don witlick unde bekennen mit tuchnitze desses breves, dat vor uns de ersamen unde vor- 
sichtigen, unse leven naber, heren borgermester unde radmannen tom Stralessunde hebben toget unde 
wiset in rechtes wise welken apenen permintes breff mit anhangenden ingesegelen van dem irluchtigen 
hochgebarn forsten unde heren, hern Ericken to Stettin, Pameren etc. hertoge unde forste to Rügen, unsem 
gnedigen heren, unde ock mede to bekantnitze unses gnedigen heren, hern TVartslaffes, ock to Stettin, 
Pameren etc. hertogen unde forste to Rügen, unde der ersamen unser vrunde van Olden Stettin, Andern 
unde Demmyn under unsen secreten unde anhangenden ingesegelen vorsegelt der endafftigen sake wegen 
van der Barnekouwen wegen na uthwisinge desses nabescrevenen breves etc., uns biddende umme der 
rechtverdicheit willen unde alse se de breve umme sake willen nicht buten erer stad doren voren laten, 
wij en to erem rechte van sodannem breve en vidimus unde warafftich transsumpt to gevende under unsem 
anhangenden ingesegel, dat de unse breff vort möge loven don binnen unde buten rechtes, wor des not 
is unde behuff wesende, welken permintes breff wij vorbenomeden borgermester unde radmannen tom 



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1468. September 8. 397 

371. 

Einrich Huninghusen, Rathmann zu Reval, in Vollmacht des Livldndischen Altland- 
marschalls, Gerd von MeUingrode, verspricht, eine Forderung des letzteren 
an Dietrich von Qrdle zu Beval zu Gunsten der Gebrüder Kastorp in 
Lübeck, Gläubigern des Landmarschalls, einzuziehen. 1468. September 8. 

De ersame her Hinrik Huninghusen, radman to Kevele, vor desseme boke 
hefft bekand, dat de erbare unde werdige here Gerd van Mellingrode, olde land- 
marschalk in Ly ff lande, ene gemechtiget hebbe, umme to bemanende van Diderike 
van Grolle, to Eevell vorkerende, veerhundert mark Kygess lendes geldes unde 
vyffundevertich last Bayesehes soltes, de bij deme erscreven Diderike van Grolle 
liggen scholen in vorwaringe, deme erscreven heren Gerde van Mallingrode to- 
behorende. Alsus de ergenante her Hinrik Huninghusen vor desseme boke hefft 
gelovet, wes he van deme erscreven gelde unde solte manende wert, dat he dat 
deme ersamen heren Hinrike Kastorpe, borgermestere unde Hanse Kastorpe zineme 
brodere, borgere to Lubeke, tor hand schicken unde senden wille, so de genante 
here Gerd sodane geld unde solt densulfften heren Hinrike unde Hanse Kastorpe 
overgewiset hefft to manende unde to entfangende in vormynneringe unde aff- 
kortinge sulker schulde, alse de gesechte here Gerd van Mallingrode heren Hinrike 
unde Hanse Kastorpe schuldich is. 

Eintragung in das Nieder stadtbuch: 1468, Natwitas Marie. 
37fc. 

Ungenügender Beweis. 1468. September 19. 

Consulibus Eevaliensibus. 

Ersamen heren, besunderen guden frunde unde gunners. So gij uns 
gescreven hebben, dat vor iuw mit ordell unde myt rechte zy gekomen Hans 
Stoltevoet, iuwe borger, an de ene, unde de ersame her Johan Herlinghusen, 
radman der stad Darppte, an de anderen zijden, dar Hans Stoltevoet angelanged 



Gripeswolde mit dessen vorbenomeden anhangenden ingesegelen vlitigen geseen hebben ungecancelleret, 
ungedelget unde aUer quader vordechnitze anich gevunden hebben, ludende van worden to worden aldus 
— — Desses to bekantnitze unde tuchnitze, dat wy borgermester unde radmanne tom Gripeswolde vor- 
benomed sodanen breff baven gescreven so bevunden unde seen hebben, desses to bekantnitze is unse 
stad secret ingesegel henget benedden an dessen breff. Gheven unde screven na godes bord verteyn- 
hundert iare darna am enundesoventigesteh iar am vrigdage na sunte Dyonisius dage. 



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398 1468. September 19. 

unde tosprake gedan hebbe to heren Johanne vorbenomed umme teyn pund grote, 

de he schuldich were gebleven heren Qodschalke Stoltevote, zineme vadere, van 

wegene somigher gudere, de he in tijden vorleden gesand schole hebben an den 

ergenanten heren Johann Herlinghusen to Brügge in Vlanderen to vorkopende 

etc.; alse iuwe breff clage unde antwerde beyder erscreven parthe vurder clar- 

liken innehefft. Darupp gij na ripeme rade unde besprake iuwe delinge gedan 

hebben, de wy ok wol vornoraen hebben, ludende van worden to worden, so hir 

na folget: Her Johan Herlinghusen, so alse gij iuw beropen hebben, bewijs to 

brengen bynnen sos weken unde daghe, sodanne bewijs, alse gij dan gebracht 

hebben, dat en is nicht nugaftich na Lubescheme rechte, welk iuwe gewisede 

unde afgesproken ordel de vorbenante her Johan Herlinghusen bispraked unde 

dat vor uns geschulden hebbe, des gij biddende unde begerende sint, wij sodane 

ordell entscheden unde iuw unse delinghe, under unser stad secrete vorsegelt, 

na older loveliken wijse unde wonheid scriftliken benalen willen, hebben wij alle 

wol vornomen. Hirup do wy iuw gudliken weten, dat wy na unseme riipeine 

rade unde besprake sulck iuwe ordell na unseme Lubeschen rechte approberet, 

bevestiget unde confirmeret hebben, approberen, bevestigen unde confirmeren dat 

in krafft desses unses breves. Gode etc. Screven des mandages vor Mathei 

apostoli, anno LXVIIL 

Consules Lubicenses. 

Codex ordaliorum fol. 25 a. 

373. 

Der Rath zu Lübeck verheisst dem Rathe zu Riga in der StreitsacJie zwischen 
Ritter Äke Axelson und Hermann Renemann seine ferneren guten Dienste, 
sobald von er stetem weitere Nachricht eingelaufen ist. 1468. September 20. 

Dominis consulibus Eigensibus. 
Jbirsamen heren besunderen guden vrunde. So gij uns hiir bevoren ge- 
screven hebben der zake halven, den gestrengen her Ake Axelssone ritter unde 
den ersamen her Hermen Keneman, juwen radeskumpan andrepende, unde zint 
begerende, wij dar to dat beste don willen, dat de zake in fruntschoppes gesleten 
mochte werden, aldus, wo wol wij juwer unde her Hermens breve copien den 
genanten her Aken gesand hebben, jodoch hebben wij dar upp zin antworde noch, 
nicht entfangen unde wanner dat stede hefft, willen wij desser zake halven 



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1468. September 20. 399 

gerne dat beste don in maten boven screven. Sijt gude. Datum vigilia Mathei 
apostoli anno LXVIIL 

Entwurf auf Papier. 

374. 

Der Rath von Lübeck ersucht den Rath von Lüneburg, für den bevorstehenden 
Michaelis-Markt für die Sicherheit der Strassen jenseits der Elbe zu sorgen. 
1468. September 23. 

Unsen fruntliken grud unde wes wy gudes vermögen tovorn. Ersamen 
heren, besundern guden frundes. So denne juwe market binnen juwer stad uppe 
dat fest Michaelis negest volgende wert anstände, bidden unde begheren wij gut- 
liken, gij de juwe uppe juwer zijde der Elve uthriden unde uppe de Straten 
wancken laten, so wij de unse uppe desser zijde der Elve ok don laten willen 
desgeliken, umme deste beth den varenden kopman sodane juwe market sokende 
mit zinem live unde gude äff unde to in velicheid na older loveliker wonheid 
to beschüttende unde to beschermende. Gode dem heren zijt bevolen. Screven 
under unser stad signet am vrijdage na Mauricii, anno etc. LXVIIP. 

Borgermestere unde radmanne der stad Lubeke. * 

Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen mannen, heren borghermesteren unde rad- 
mannen tho Luneborch, unsen besunderen guden frunden. 

Original im Archiv zu Lüneburg mit Spuren des Signets in grünem Wachs. 

375. 

Zeugniss für die eheliche und freie deutsche nicht wendische Geburt der Grstike 
Bruns. 1468. September 27. 

bander Bartman, borger to Lubeke unde Jost Arndes, borger ton Elle- 
bogen in Prutzen vor deme ersamen rade to Lubeke hebbet vormiddelst eren 
utgestreckeden armen unde upgerichteden vingheren staveder eede lyffliken to 
den hilgen gesworen tuget unde wargemaket, dat Gretike Brunss zij unde is na 
ordeninge der hilgen kerken unde insettinge cristliker ee vrij Dudesch unde 
nicht Wendesch uthe eneme eeliken brudbedde echte unde rechte getelet unde 
geboren van vadere unde van modere alse namliken van Borcharde Brunss, wan- 
dages borgere to Konigesberge in Prutzen ereme vadere unde Kathermen des- 



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400 1468. September 27. 

sulfften Borchardes eliker husfrouwen erer moder sunder alle argelist Jussu 
consulum. 

Eintragung in das Niederstadtbuch: 1468 Casme et Damiani. 

376. 

Der Rath von Lübeck versichert dem Math von Lüneburg, dass er für regelmässige 
Abhältung der Ochsenmärkte sorgen werde und bittet ihn, das Gleiche zu 
thun. 1468. October 1. 

Unsen fruntliken grud tovorn. Ersamen heren, besundern guden frunde. 
So gij uns gescreven hebben, wo dat gij erfaren, dat tomale vele mercklike talle 
ossen dorcb unse unde der van Hamborch gebede na vromeden landen gedreven 
unde gebracht werden in sulkem schine, offt yd myt unsem guden willen gesche, 
desulven denne de marckede mit den ossen derwegen nach unser stede wonheid 
ok so nicht en holden, alse ze wol plichtich weren etc., hebben wij gudliken ent- 
fangen unde under lengeren worden wol vornomen, unde begheren juw des gud- 
liken weten, dat wy nyne ossen in merckliken talle uthgeven, sunder overlangk 
in klenem talle, unde en schuet ok mit unsem willen nicht, unde willen dar ok 
vorsenicheid up hebben laten, deme also na unsem vermögen nicht to bescheende. 
Bidden unde begheren gudliken, gij dar mit den besten up vordacht zin der- 
geliken, dat sulkes möge gemeden werden, des wij in unsen gebeden dat ok 
unde dar uns des furder duncket wesen behoff unde van noden, bestellen willen, 
unde den ersamen unsen frunden van Hamborch derwegen ok schriven, umme 
dar ok vorsenicheid up to hebbende. Gode dem heren zijt bevalen. Screven 
under unsem signete, des wij umme hast willen hijrto bruken, am sondage na 
Michaelis archangeli, anno etc. LXVM. 

Borgermestere unde radmanne der stad Lubeke. 

Aufschrift wie gewöhnlich. Original im Archiv zu Lüneburg mit aufgedrücktem Signet. 

377. 

Vormundschaft für einen Geisteskranken. 1468. October 9. 

Witlick zij, alse denne, gade entbarmet, Jachim Wijse van zinen synnen 
gekomen is, hefft de ersame rad to Lubeke de frunde dessulfften Jachims vor 
zijk vorboden laten begerende, ze densulfften Jachime in bewaringe bringen laten 
wolden, uppe dat dorch ziner unsinnicheid willen nymant in schaden unde vordrot 



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1468. October 9. 401 

komen droffte. Des denne de erscreven frunde Jachim Wysen alse mit namen 
Frederik unde "Wilhelm Kortsack, brodere, Hans Wijse de goltsmyd unde Hans 
Koldenborne deme rade darup ghegeven hebbe to antworde, dat en eyn sodans 
nicht stude to donde. Wolden ze ene setten laten, were in erer gewalt unde 
macht, woll jodoch wat dat kostende unde Jachim vorterende worde, dat wolden 
ze gei^ie uthrichten, deme denne de rad also gedan unde furder de gesechten 
Frederike unde Wilhelme Kortsacke, Hanse Wijsen unde Hanse Koldenborne 
deme erbenomeden Jaohime to vormunderen gekoren unde gesettet, umme zine 
gudere antotastende, uppe dat de unvorspildet mochten bliven, deme desulfften 
Frederik Wilhelm Hans unde Hans also to donde von deme rade hebben ange- 
namet bij sulkeme underschede unde so verne ze des sunder schaden blieven 
mochten unde furder nicht antworene drofften, dan so vele alse ze entfangende 
werden. Des en denne de rad togesecht hefft, dat ze des sunder schaden bliven 
scholden unde furder nicht plichtich scholen zin to antwerende dan so vele alse 
ze entfangende werden. Jussu consulum. 

Eintragung in das Niederstadtbuch: 1468, Dionysii. 

378. 

Empfehlungsbrief des Bathes zu Zwolle für Herman Yelies. 1468. Oktober 11. 

Allen den genen die desen onsen brieff suel [en sien oft]e hoeren leezen 
doen wij burgermeister scepen ende raedt der stat van Swolle kondich ende 
apenbair myt . . . l ) vrientlicker groeten enen ygelicken nae synen geboir, dat 
Herman Teliess oen toenre onses tegenwoirdigen briefs . . .*) burger ende van 
guiden geruchte myt ons is, begeren dair omme vrientlicken van enen ygelicken 
dair aen sich dat g . . . . eren mochte, Herman voirscreven vorderlich ende 
gonstich te wyllen wesen, hem gönnende ende dair aen bewysende als anderen 
onseren burgern ende coepluden in voirtgange ende vordirnisse synre kiennenscap. 
Dat wij in dancke nemen ende in der gelijcken goerne weder verschulden sonder 
argelist. In kennysse hier äff onser stat secret beneden opt spacium sbriefs 
gedrucket Gegeven int jair ons heren duysent vierhundert achtendetsestich des 
dynxdages nae sante Victors daege ende synre gesellen. 

Original auf Papier mit Spur des aufgedrückten Siegels unterhalb des Textes. 



') Loch im Papier. 

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402 1468. October 16. 

379. 

König Christian erlaubt dem Michaelis- Convent in Lübeck, in Plön ein Schwestern- 
haus zu erbauen. 1468. October 16. 
Wij Cristiernn, van godes gnaden to Dennemarcken, Sweden, Norwegen, 
der "Wenden unde Gotten koningk, hertoge to Sleswig, greve to Holsten, Stormarn, 
Oldenborch unde Delmenhorst don witlik kund unde betugen openbar in unde 
mit dessem unsem breve allen, de en seen edder hören lesen, dat wi gode alle- 
mechtich unde der moder godes Marien unde sunte Augustino to love unde to 
eren umme vlitiger otmodigen bede willen des erwerdigen in gode vaders, hern 
Alberdes, bisschoppes to Lubeke, unses leven getruwen, van sunderger gunst 
unde gnade wegen den innigen unde begeven moder Ilseben unde susteren des 
huses edder vorsamminge sunte Michaels convente bij sunte Egidii kercken to 
Lubeke hebben gegunned, tolaten nnde vororlevet, dat se mögen in unser Stadt 
Plone unses landes Holsten buwen, uppnemen, suchten, maken unde vullenbringen, 
en hus nije van gründe upp unde woninge na erem rechten orden, begheven 
levende unde erer oversten regulen willen unde angesette, alze se dat angenomen 
unde betenget hebben, ere unde eres ordens suster unde andere gude innige 
kinder unde personen na wise unde formen eres unde erer oversten dogentzamen 
unde begevenn levende unde reformacien darinne to settende, bestedigende, be- 
gevende, latende unde ewich in dem denste des almechtigen godes in vullenkomen 
horsam to blivende. Desses to vorder tuchnisse hebben wi unse ingesegel nedden 
an dessen breff witliken hengen heten. Qeven uppe unsem slote Segeberge, am 
dage sunte Gallen, na godes bort dusent veerhundert darna im achteunde- 
sostigesten jare. • 

Original im Staatsarchiv zu Schleswig. Das Siegel ist vom Siegelbande abgesprungen. 

380. 

König Christian bezeichnet dem Bathe von Lübeck seinen Bruder, den Grafen 
Gerhard, und den Bischof Albert in Lübeck als seine Vertrauten, die er 
beauftragt habe, in einer gewissen Angelegenheit mit dem Bathe Rück- 
sprache zu nehmen. 1468. October 18. 

Cristiern, van godes gnade to Dennemarcke, Sweden, Norwegen, der 
Wenden unde Goten koning, hartoge to Sleswich, greve to Holsten , 
Stormarn, Oldemborg unde Delmenhorst. 
Unnse fruntliken gunste tovorn. Ersamen leven besundern. Wij hebben 



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1468. October 18. 403 

etlike unnse werve, andacht unde meninge dem eddelen unnsen leven broder, 
heren Gerde to Oldemborg etc., unde dem erwerdigen in gode vader, heren Alberde, 
bisschoppe to Lubeke, unnseme andechtigen leven getruwen, juw muntliken van 
unnser wegen to berichtende bevolen. Bidden wij in sundergem vlite, als wij 
fruntlikest mögen, wanner de erbenomeden unnse leve broder unde de here bis- 
ßchopp juw derwegen schrivende unde verbodeschoppende werden, gij alsdanne uns 
to willen stede unde tid, alse se juw vortekende werden, dorch juwe radessendeboden 
besenden willen. Juwe leve besundern gutwillig hirane to bewisende, willen wij 
in allem guden urarae juw vorschulden. Datum an unsen slote Segeberge am 
dage sunte Luce ewangeliste anno etc. LXVIII under unse secret. 

Aufschrift: Den — — radmannen der stadt Lubecke, unnsen usw. 

Original auf Papier mit Rest des Siegels. 

381. 

Lehrvertrag für einen Gewandscher er. 1468. October 28. 

Witlick zij, dat Gerd van Bergen, borger to Lubeke unde Hans Pynnouw, 
zin knecht vor desseme boke hebben bekand, dat ze in desseme jegenwardigen 
achtundesostigesten in der stille weken 1 ) under zyk eyns geworden unde over 
eyn gekomen zint in desser nabescreven wijse: Also dat Gerd van Bergen deme 
erbenomeden Hanse Pynnouwen schall unde will leren slipen wandscheren, dar 
vor de sulffte Hans deme gesechten Gerde schall unde will gheven twelff Einsehe 
gülden unde des, so schall desulffte Hans bij deme erbenomeden Gherde bliven 
in der lere twe jare unde, wener yd kurapt in den anderen zomer alse men 
schlifft LXIX , so schall zijk Hans vorsoken doch nicht veer to wanderende, 
eer he dat slipen vast kan unde des so helft zijk Hans vorsecht, dat he binnen 
Lubeke nyne scheren slipen wille bij des erbenomeden Gerdes levende sunder 
zinen vulbord unde willen unde wes Hans in den leerjaren, wenner he wan- 
derende werd, vordenet boven redelike theringe, dat schall he Gerde vorscreven 
halff geven sunder argelist. Des so schall unde will Gerd Hanse wisen unde 
leren allent, dat he uppe dat scherenslipen kan unde weet sunder argelist Hyr 
zint bij, an unde over gewest to tughe de beschedene manne Hinrik Wyrock 
unde Hinrik Hemmelman, beide wantscherre unde borgere to Lubeke. 

Eintragimg ins Niederstadtbuch: 1468. Simonis et Jude. 

l ) April 10—17. 

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404 1468. October 30. 

38fc. 

Handelsgenossenschaft eines Bathmannes mit seinem Knechte. 1468. October 30. 

Witlick zij dat int jar unses hereu MCCCCLXVII in der hüge pasche 
wekene 1 ) de ersame here Johan Hertze, radman to Lubeke, makede ene zels- 
schop mit zinetne knechte Michele Berlin, geboren to Koningesberge, so dat eyn 
isslick nthlede vijff Einsehe gülden, de desulffte Michel in handen hefft, mede 
to kopslagende; dar to hefft her Johan Hertze der zelsschop gelent, dat he deme 
ergenanten Michele hyr vornogede an gelde unde wäre, dat zyk lopet tosamende, 
dat de zelsschop so gud was beth uppe dessen dach hundert dortich mark Lub. 
myn enen schillingk unde dijt schall Michel hanteren to erer beider beste unde 
wenner her Johan zin uthgelachte geld wedder hefft, alse hundert dortich mark 
Lub. myn vijff Einsehe gülden unde Michel zine vijff Einsehe gülden, is dar denne 
wes vorovert offte vorloren, dar stan ze beide eventur van winne unde vorlust. Ok 
hefft her Johan deme vorscreven Michele besorget vrije koste by deme heren proveste 
to Abo, der mach he bruken unde zyk kleden uth der zelsschop na redeliker wijse. 
So de genanten beide parte dijt allent, so vorscreven steit, vor desseme boke 
hebben bekant. Actum Sabbato post Symonis et Jude Apostolorum anno LXVÜI . 

Eintragung ins Niederstadibuch. 

383. 

Die Brüder Joachim und Beymar von Bülow verkaufen den Vorstehern des Heil. 
Geist-Hauses zum Besten des Gasthauses für 350 nty eine jährliche Rente 
von 24 l ß mfi aus Friedrichshagen, Testorf unde Boyenhagen im Kirch- 
spiel Friedrichshagen , sowie aus Werderhof im Kirchspiel Dassow unter 
Vorbehalt des Wiederkaufs. 1468. Nach November 11. 

Wy Jachim unde Eeymer van Bulouwe, brodere, to Pluskouwe im kerspel 
to Vredebergeshagen, knapen, bekennen unde betugen opembar in unde mit 
desseme breve vor allesweme, dat wy vrijes wolberadenen modes vor uns unde 
unse erven rechte unde redeliken upgelaten unde vorkofft hebben in krafft desses 
breves den ersamen unde wijsen mannen unde herrn, Bertolde "Witijke unde 
Johanne Westvael, borgermesternn der stad Lubeke, nw tor tijd vorstendern des 
Hilgen Geystes godeshuses darsulvest to behuff des gasthuses in der groten 
Gropergrove benedden demsulven vorscreven godeshuse belegen unde witliken 

l ) April 17—24. 



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1468. November 11. 405 

hebberen desses breves mit ereme willen tot veerdehalffhundert margk Lubescher 
weringe, de ze uns an gudeme groven pagimente to valier genüge getellet unde 
betalet hebben, vijffundetwintigeste halve margk Lubesch jarliker ewigen rentbe 
in unde uth unsen dorppen unde gudern, also to deme Yredebergeshagen, Testorppe 
unde Boyenhagen alle im kerspele tom Yredebergeshagen, unde Werderhave im 
kerspel Darsouwe belegen, welke vorscreven veerdehalffhundert mark hovedstoles 
wy in nnse unde unser erven nuth gekeret unde utegeven hebben. Unde desse 
vijffundetwintigeste halve mark renthe scholen unde willen [wy] en uth den vor- 
screvenen dorppen mit allen eren tobehoringen uppe unse egene kost, arbeyd 
unde eventur bynnen der stad Lubeke fnintliken unde umbeworn betalen alle 
jar in den achte dagen sunte Hertens des hilgen bisschoppes, er wy in den vor- 
screvenen dorppern edder eren tobehoringen yenighes dinges bruken offte neten. 
Weret ok, dat in desser betalinghe jenige togeringe ofte gebrek schege, so scholen 
wy unde unse erven uns mit den vorscrevenen guderen nenewijs bewisen, der 
to brukende ofte to netende, men de obgenanten vorstendere unde ere nakome- 
linge mögen de denne antasten unde der bruken, alse yd en beqweme is, so 
lange ze ere vorsetene renthe mit aller kost darumroe gedan gentzliken wedder 
hebben entfangen. Se mögen ok desulven renthe unde koste daruth panden 
unde panden lathen vormyddelst weme ze willen unde der unvorfolget bruken 
na ereme willen sunder broke enes jeweliken. Unde des scholen wy ze schadelos 
holden unde der erscrevenen hovedsummen unde rente vrijg unde umbeworn 
darane waren, beschermen unde entweren vor alle ansprake enes jeweliken, unde 
wij hebben ze geforet unde gesettet in de brukeliken were unde vredesamen 
besittinge der erscrevenen gudere, hovedsummen unde renthe, voren unde setten 
ze dar in mit krafft desses breves unde wy scholen en darane alle dingk keren 
tome besten ane alle arch unde schaden. Doch hebben ze uns gegund, dat wy 
sodane renthe alle iar in den achte dagen to sunte Mertens vor verdehalf hundert 
margk Lub. wedderkopen mögen, den wedderkop eyn halff iar tovoren witliken 
to vorkundigende unde uppe de vorkundigeden tijd den hovedsummen mit der 
plichtigen renthe schulden unde schaden bynnen der stad Lubeke tosamende in 
ener summen myt groven pagimente, alse dar denne genge unde geve is, uth- 
bescheden alle hole unde klene gelt umbeworen to betalende. Weret ock, dar 
god vor sy, twisschen deme irluchtigen hochgebornen fursten unde heran, heran 
Hinrike, hertogen to Mekelnborg etc. unde den van Lubeke jenige orlege offte 
krich entstünde, schal den vorscrevenen vorstenderen in ereme hovedsummen 



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406 1468. November 11. 

nnde renthe nicht to vorfange wesen, uns darmede to entschuldigende. Alle 
vorscrevenen saraptliken unde besundernn loven wy Jachim unde Beymer van 
Bulouwe vorbenomed vor uns unde unse erven myt unsen truwen medeloveren, 
alse wy Eggerd van Quitzouwe tome Vogedeshagen im kerspele to Darsouwe, 
Hartich van Bulouwe to der Wedewendorpe im kerspele to Grambouwe, Hinrick 
van Bulouwe to Fluskouwe, Detleff Parkentin tome Lutkenhove, Hinrick 
Quijtzouwe tome Vogedeshagen, Kone Quitzouwe tome Tankenhagen unde Henning 
Parkentin to Prisendorppe im kerspele Darsouwe, knapen, loven unde seggen 
vor uns unde unse erven myt den genanten Jachim unde Beymer van Bulouw 
unde eren erven ungescheden mit samender hand unde eyn jewelick van uns vor 
uns alle den vorbenomedcn vorstenderen des Hilgen Geystes godeshuses to behuff 
des gasthuses darsulvest unde hebberen desses breves mit ereme willen, de sin 
geistlike edder werlike personen, in guden truwen mit gantzeme geloven, stede, 
vast unde unvorbroken to holdende, nynerleye insage, argelist, uthnemynge, were 
offte behelpinge darentegen to brukende ofte to netende, darmede desse kop 
waringe betalinge edder desse breff in jeniger wijs gekrencket offte gebroken 
mochten werden na geistlikes offte werlikes rechtes esschinge. Des to merer 
sekerheid hebben wy hovedman unde medelovers alle vorbenomed vor uns unde 
unse erven mit eendrachtigem guden willen unde wolberaden modes unse ingesegel 
witliken gehenged an dessen breff. Gheven unde screven na Cristi gebord 
dusend veerhundert jar darna im achtundesostigesten in den achte dagen sunte 
Mertens des hilgen bisschoppes. 

Original mit acht anhängenden Siegeln. 

384. 

Die Knappen Joachim und Beimar von Bülow versprechen den Vorstehern des 
Heil. Geist-Hauses, für die von denselben aus dem Vermögen des Gast- 
hauses ihnen gemachte Anleihe von 350 rr$ bis zum nächsten Neujahrs- 
tage einen Willebrief des Herzogs Heinrich von Mecklenburg herbeizuschaffen. 
1468. November 18. 
Wy Jachim unde Beymer van Bulouwe, knapen, bekennen unde betugen 
opembar in unde mit desseme breve vor alsweme. So alse wy denne van den 
ersamen unde vorsichtigen mannen, heren Bertolt Witijk unde Johan Westval, 
borgermesteren der stad Lubeke, vorstenderen des Hilgen Geistes darsulvest, to 
behuff des gasthuses in der groten Gropergrove belegen benedden deme sulven 



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1468. November 18. 407 

godeshuse hebben entfangen verdehalff hundert mark Lub., so de breff darup 
sprekende wol uthwiset, jodoch de willebreff unses gnedigen heren, heren Hin- 
rikes, hertogen to Mekelnborch etc. umme synes afwesendes willen uppe desulven 
gudere, hovedsummen unde renthe sprekende, so sick behored, nicht en is vor- 
segelt, sunder wy Jachim unde Reymer vorbenomed vor uns unde unse erven 
loven unde seggen den vorbenomeden vorstenderen, sodanen willebreff unses 
gnedigen heren twijsschen nu unde des nyen jares dage sunder vortoch to 
schickende unde to benalende. Unde ick Frederik van Bulouwe knape love 
unde segge vor my unde myne erven mit den genanten Jachim unde Reymer 
unde eren erven, dat sodane vorgerorde willebreff, alse vorscreven steit, van 
unseme gnedigen heren den vorscrevenen vorstenderen uppe de vorscrevene tijd 
to benalende sunder alle argelist. Des to tuchnisse der warheid hebben wy 
Jachim unde Reymer unde ick Frederik van Bulouwe unse ingesegele witliken 
gehenget an dessen breff. Geven unde screven bynnen Lubeke, na der bord 
Cristi veerteinhundert jar im achtundesostigesten, des achteden dages na Martini 

Original mit zwei anhängenden Siegeln. Das des Friedrich von Bülow ist vom Siegelbande abgesprungen. 

385. 

Volrad und Otto von Bitzerau übernehmen vor dem versammelten Bathe von Lübeck 
die Vormundschaft für ihren noch unmündigen, doch der Mündigkeit 
nahen Bruder. 1468. November 19. 

In nomine domini amen. Anno a nativitate eiusdem millesimo quadrin- 
gentesimo sexagesimo octavo, indictione prima, die vero decima nona mensis 
Novembris, hora vesperarum vel quasi, pontificatus sanctissimi in Cristo patris et 
domini nostri, domini Pauli divina providencia pape secundi, anno quinto, coram 
venerabilibus et spectabilibus viris, dominis Johanne "Westvaell, Hinrico Castorpp, 
Bertoldo Witick, Hinrico Stiten, burgimagistris seu proconsulibus, Hinrico Lippe- 
roden, Hinrico Ebbelinck, Johanne Wickeden ceterisque consulibus civitatis Lubi- 
censis eiusdem civitatis consulatum facientibus et representantibus in mei notarii 
publici ac testium infrascriptorum presencia personaliter constitutis validis arraigeris 
Volrado et Ottone boneque indolis Hartungo in pupillari etate adhuo constituto 
pubertati tarnen proximo, prout ex eius prima facie apparuit inspexione, fratribus 
de Ritzerouwe communiter nominatis memoratus Hartungus pupillus non vi, metu, 
fraude aut aliqua raachinatione sinistra circumventus, sed sponte et libere supra- 



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408 1468. November 19. 

dictis suis fratribus humiliter et devote supplicavit, quatenus ipsum eundem in 
suam veram tuicionem legitimamque tutelam reciperent Unde supradicti Yolradus 
et Otto considerantes, quod eis huiusmodi tutela merito secundum iuris ordinem 
deferatur et quod in ea pre ceteris proferendi sunt, illius occasione in ipsorum 
veram et fidelem tuicionem ac in legitimam tutelam supradictum suum fratrem 
et pupillum receperunt promiseruntque michi notario publico infrascripto vice et 
nomine dicti pupilli stipulanti, omnia et singula utilia eidem pupillo facere et 
inutilia pretermittere ipsiusque res et personam ad eius utilitatem et commodum 
bona fide custodire et salvare, et alia omnia et singula se velle facere et agere, 
que ad tutele officium de jure spectare noscuntur. Super quibus omnibus et 
singulis prefati domini burgimagistri seu proconsules atque consules me notarium 
publicum infrascriptum requisierunt, ut eis unum vel plura, publicum seu publica 
conficerem et traderem tot, quot essent necessaria, instrumentum et instrumenta. 
Acta sunt hec in pretorio Lubicensi sub anno, indictione, die, mense, hora etc. 

Et ego Johannes de Bersenbrugge, clericus Osnaburgensis 
diocesis, publicus sacra imperiali auctoritate notarius quia om- 
nibus et singulis premissis, dum sie, ut premittitur, fierent et 
agerentur, una cum prenominatis testibus presens interfui 
Notariats- eaque sie fieri vidi et audivi, ideoque presens publicum instru- 

zeichen. mentum exinde confeci, conscripsi manu propria et subscripsi 

et in hanc publicam formam redegi, quam signo, nomine pro- 
prio et cognomine meis solitis et consuetis signavi, roboravi 
in fidem eiusdomque testimonium omnium et singulorum 
premissorum rogatus et requisitus. 

Original. 

386. 

Johannes Wüdung, bischöflicher Official in Lübeck, und Volkmar von Änderten, 
Canonicus daselbst, bestätigen die Uebernahme der Vormundschaft fUr 
Hartunch von Bitzerau durch dessen Brüder Volrad und Otto, erkennen 
auch die Erforderlichkeit der GHUertheüung unter den Brüdern als 
genügenden Grund für den Verkauf des Gutes Bitzerau an. 1468. 
November 21. 
Universis et singulis präsentes literas sive presens publicum instrumentum 

inspecturis, visuris, lecturis seu legi audituris Johannes Wildungk, in cathedrali 



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1468. November 21. 409 

Lubicensi et coilegiata Uthinensi Lubicensis diooesis ecclesiis perpetuus vioarius 
et officialis curie Lubicensis generalis salutem in domino et presentibus fidem 
indubiam adhibere. Noveritis, quod coram nobis et venerabili et circumspecto 
viro domino et magistro Yolkmaro de Änderten, in deoretis licenciato, canonico 
Lubicensi, nostro in huiusmodi negocio infrascripto per nos specialiter rogato et 
assumpto assessore pro tribunali sedentibus personaliter constituti generosus et 
discretus Hartwicus Eitzerouwe, impubes minorennus et pupillus, pubertate tarnen 
proximus, prout ex prima eius facie apparebat inspectione, filius quondam validi 
famuli Ottonis Eitzerouwe Eazeburgensis diocesis, ac validi famuli Volradus et 
Otto fratres germani dicti Hartwici Eitzerouwe similiter quondam Ottonis Eitze- 
rouwe filii naturales et legitimi pro se et suis heredibus, ex una, necnon commen- 
dabiles et egregii viri, dominus magister Johannes Osthusen, utriusque juris doctor, 
sindicus sive procurator generalis, et Hinricus de Hachgede, legum doctor, consul 
inclite imperialis civitatis Lubicensis, nomine et pro parte tocius consulatus ipso- 
rumque successorum prefate civitatis Lubicensis, e altera partibus. Quibus quidem 
partibus sie coram nobis constitutis prefatus Hartwicus impubes minorennus et 
pupillus ac Volradus et Otto Eitzerouwe animis eorum ut asseruerunt, bene deli- 
beratis et ex suis certis scieneiis in nos Johannem Wildungk, offioialem prefatum 
in negocio huiusmodi in presentibus nostris literis inferius expresso et speeificato 
tamqum in suum ordinarium et judicem competentem publice et expresse consense- 
runt seque nostre et prefate curie Lubicensis jurisdictioni ordinarie communiter 
et divisim submiserunt et subiecerunt ac quilibet eorundem consensit ac se submisit 
et subjeeit nostram et dicte curie Lubicensis jurisdictionem ordinariam prorogando 
aeeeptando et continuando. Et consequenter iidem fratres communiter et divisim 
omnia et singula coram commendabilibus viris et dominis et consulatu Lubicensi 
prefato ac per eos quoraodolibet in eodem negocio acta et facta ratificando et 
approbando eodem acta et facta innovaverunt et reiteraverunt, videlicet quod 
ipse Hartwicus minorennus, impubes et pupillus Volradum et Ottonem suos 
germanos prefatos sicuti alias prius, ut asseruit, coram commendabili consulatu 
Lubicensi memorato in suos tutores, actores, provisores et defensores fecit, con- 
stituit et ordinavit, ita huiusmodi constitucionem et ordinacionem prefatas coram 
nobis tamquam judice suo ordinario prefato approbando et ratificando et defensores 
facit, ordinat et constituit dans et concedens eisdem plenam et omnimodam po- 
testatem, vim et auetoritatem, omnia et singula bona mobilia et immobilia ad 
ipsos Hartwicum, Volradum et Ottonem communiter vel divisim speetantia et 

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410 1468. November 21. 

pertinentia tutandi, gubernandi, regendi, providendi et defendendi, eciara aliqua 
ex ipsis bonis et precipue partem castri Ritzerouwe cum onmibus et singulis suis 
attinenciis et juribus quibuscunque ad prefatum Hartwicum pupillum pro sua rata 
et debita porcione spectantem, cuius castri dominium ad Volradum, Ottonem et 
Hartwicum pupillum prefatos cum omni jure et proprietate spectabat et spectat, 
prout ipsis visum fuerit expedire, ex iustis et racionabilibus causis vendendi et 
alterandi proprietatemque eorundem bonorum in et ad alium seu alios trans- 
ferendi, necnon, si aliqua bona ex iisdem bonis iam vendita sive alterata et 
alienata fuerint, huiusmodi yendicionem et alteracionem admittendi, ratificandi et 
approbandi et generaliter omnia alia et singula faciendi et excercendi, que in 
premissis et circa ea necessaria fuerint et quomodolibet oportuna et que ipse con- 
stituens faceret et facere posset, si ad annos pubertatis et prefate sue etatis perve- 
nisset, promittens eciam idem sollenniter constitutus nostro notario publico infra- 
scripto tamquam publice et autentice persone stipulanti et recipienti vice et nomine 
omnium et singulorum, quorum intersit, intererit seu interesse poterit quomodolibet 
in futurum, se ratum gratum atque firmum perpetuo habiturum totum id et quid- 
quid per dictos suos fratres tutores et defensores et provisores actum et factum fuerit 
in premissis sive aliquo premissorum, relevans et relevare volens eosdem ab omni 
onere satisdandi judicio sisti et judicatum solvi sub ypotbeca et obligacione 
omnium suorum bonorum presencium et futurorum. Ipsique Volradus et Otto, 
tutores et defensores et provisores memorati stipulacione eciam solempni inter- 
veniente promiserunt Hartwico pupillo et minorenno constituenti prefato, omnia 
et singula ipsum Hartwicum, ipsorum fratrem, circa premissa bona, predictum 
videlicet castrum Ritzerouwe, et alia quecunque contingencia utilia et commodosa 
juxta ipsorum industriam et possibilitatem procurare et in premissis se diligenter 
exhibere. Et quia memorati Volradus et Otto inter se et cum eorum fratre 
pupillo prefato in communione predicti castri, prout asseruerunt et eorum quilibet 
asseruit, amplius remanere non valerent, sed ad eius divisionem procedere, nos 
Johannes officialis hanc tamquam justam et racionabilem ymmo necessariam causam 
cognovimus, cur ad vendicionem supradicti castri eciam pro parte et porcione ipsi 
Hartwico pupillo predicto debita juste et racionabititer procedendum foret, ad 
quam, ut per prefatos tutores et eo nomine procederetur et ut premissa omnia et 
singula maioris obtineant roboris flrmitatem supplendo eciam auctoritate nostra 
omnes et singulos defectus, si qui forsan in premissis aut aliquo premissorum 
intervenerint, necnon eciam ad prefatarum parcium nobis factam instanciam ac 



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1468. November 21. 411 

diligentem supplicacionem premissis omnibus et singulis nostram et dicte curie 
Lubieensis auctoritatem ordinariam interposuimus et presentibus interponimus 
pariter et decretum. In quorum omnium et singulorum fidem et testimonium 
premissorum presentes nostras literas sive presens publicum instrumentum huius- 
modi nostrum processum et premissa omnia et singula in se continentes sive 
continens exinde fieri et per notarium publicum nostrumque et curie prefate 
causarum ac huiusmodi negocii coram nobis scribam infrascriptum et publicari 
mandavimus nostrique offlcialatus jussimus et fecimus sigilli appensione communiri. 
Datum et actum Lubec, in armario sive sacristia curie Lubieensis nobis inibi de 
mane hora terciarum vel quasi propterea ad jura reddenda et causas audiendas 
pro tribunali sedentibus sub anno a nativitati domini millesimo quadringentesimo 
sexagesimo oetavo, indictione prima, die vero Lune vicesima prima mensis Novembris, 
pontificatus sanetissimi in Cristo patris et domini nostri domini Pauli divina 
providencia pape seeundi anno quinto, presentibus ibidem venerabilibus et honora- 
bilibus viris dominis Dionisio Heesten, canonico diote ecclesie Lubieensis, et 
Nicoiao Watermoor, vicario perpetuo in ecclesie Lubicensi prefata testibus ad 
premissa vocatis specialiter et rogatis. 

Et ego Henricus Veeregge, clericus Verdensis diocesis, 
publicus sacra imperiali auetoritate notarius dictique venerabilis 
domini Johannis offlcialis et judicis causarum curie predicte 
et huiusmodi negocii coram ea scriba, quia dictis assercioni, 
jurisdictioni, consensioni et submissioni actorum et factorum 
priorum, ratifleacioni et approbacioni, ipsorumque actorum 
innovacioni et reiteracioni, provisorum et defensorum de novo 
ordinacioni, constitucioni, ratihabicioni promissioni relevacioni 
Notariats- a c auetoritatis et decreti interposicioni omnibusque aliis et 

en# singulis, 1 ) dum sie, ut premittiter, coram eodem domino officiali 

et per eundem fierent et agerentur, unacum testibus prenominatis 
presens interfui eaque sie fieri vidi et audivi, ideo presens 
publicum per alium fidelem me interim aliunde legitime 
oecupato conscriptum instrumentum exinde confeci, subscripsi, 
publicavi et in hanc publicam formam redegi signo meo nomine 



l ) Im Original steht hier ein Zeichen als Andeutung eines Irrthums. Das Wort premissis 
ist auegelassen. Am Ende der Beglaubigung ist dies Wort neben Wiederholung des obigen Zeichens 
eingesetzt. 



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412 1468. November 21. 

et cognomine meis solitis et consuetis unaeum sigilli officialatus 
prefate curie ac de consensu et voluntate domini officialis 
supradicti appensione consignavi in fidem et testimonium 
omnium et singulorum premissorum vocatus et requisitus. 

Original mit anhängendem Siegel. 

387. 
Der Math von Lübeck und Vogt, Schliesser, Geschworne und Raihgeber von Dith- 
marschen schliessen auf zehn Jahre ein Bündniss zu gegenseitiger Unter- 
Stützung und Verteidigung. 1468. November 23. 

Wij borgermester unde radmanne der stad Lubeke unde wy vogede, 
sluter, gesworen, radgever unde dat gantse ghemene lant Dethmerschen bekennen 
unde betugen opembar in unde myt dessem breve vor alle den yennen, de ene 
zeen, hören edder lesen, dat wy uns mit wolbedachten mode, ghudeme berade, 
willen unde vulborde unser borger, inwoneren unde meenheid unde der ghemenen 
ingeseten unses landes Dethmerschen vorscreven gode almechtich to love, dem 
hilligen Romeschen ryke nicht to vorfange sunder alle wege to werdicheit unde 
to eren dorch nod nut vredes unde fromen willen unser stad borgeren unde 
inwoneren, unser lande unde dem ghemenen besten to ghude, unrechter gewalt 
wedder to stände, uns lofliken, lefliken unde fruntliken voreniget, verstricket, 
tohopesatet unde vorbunden hebben, tohopesetten unde vorbinden uns ok in kraft 
desses breves in desser nabescrevenen wyse: Int erste, dat eyn juwelk van uns 
zinem rechten heren schal don, des he eme van eren unde rechtes wegene plich- 
tich ys. Unde weret dat denne yenige forsten, heren, rytter, knapen edder yemand 
anders uns alle samptliken edder besunderen unser beyder vorscreven borger 
inwonere edder undersaten unser stad unde lande mit gewalt wedder recht 
edder tegen unser stad lande unde undersaten privilegia, dar unser eyn 
des andern tho eren unde rechte mechtich were, o verfallen, benodigen, krencken 
edder beschedigen wolde na data desses breves, darumme uns, dat redelik 
were, nicht bescheen unde wedderfaren mochte, so scholen unde willen 
wy unser eyn den andern to rechte vorbeden unde vorschriven, unser eyn des 
anderen dage, wan wy darto geesschet unde gebeden werden, besenden unde 
helpen, sodanen overfal in fruntlicheit afkeren, offt wy mögen. Konde uns over 
dat nicht gedien unde men uns samptliken edder besunderen boven rechtes 
irbedinge yo overfallen unde ungemakes nicht vordragen wolde, so dat wy van 



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1468. November 23. 413 

der wegen mit yemand to Unwillen unde veyde mit unser beyder willen komen 

mosten, dat god afkeren wille, denne soholen unde willen wy darumme tosamende 

riden unde uns na gelegenheit der veyde vruntliken vorenigen, wo wy mit ernste 

unde allen truwen sodanen overfall unde walt afkeren unde weren mögen, unde 

bespreken, wo stark wy de were schicken willen. Unde wy vorscreven beyden 

dele scholen unde willen ok gelike vele werhaftiger lüde uthmaken. Doch so 

schal men enen gewapenden reysegen man to perde rekenen vor twe mit hamsche 

to vote. Wy willen unde scholen ok samptliken vyende werden unser eyn 

truwliken by des anderen hulpe blyven, dewile sodane veyde wäret, unser eyn 

den anderen nergen ane to verlatende, unde eyn juwelk van uns schal zinem 

talle lüde teringe unde kost beth in de stad ofte int land, dar ze gesand edder 

geesschet werden, unde wedder van daer bestellen unde schicken. Unde wanner 

sulk uthredet volk tor stede gekomen unde gesand ys, so schal desulfte stad 

edder ingeseten des landes en unde eren peerden kost hoy haveren unde hofslach, 

dewile ze in eres partes hulpe sint, bestellen unde gheven. Men eyn juwelk 

van uns vorscreven beyden delen schal den eren soldie geven, harnsch unde 

perd schaden stan. Worden aver wy elk uthe zineme lande uthteende in vyende 

land, denne so schal eyn juwelk zine egene unde sulvest kost hebben. Wurden 

ok in sodaner veyde dorch uns yenige stad slote edder veste gewunnen, de schole 

wy samptliken by unde under uns beholden. Nemen wy edder de unse ok 

yenigerleye fromen in namen rove edder dingktale, dat scholen unde willen wy 

na mantale der werhaftigen lüde, de sodanen fromen irwarven, like delen. 

Wurden uns ok van Lubeke in sodaner veyde fangen afgegrepen, dat god vor- 

hoden mote, de mögen unde scholen wy van Lubeke sulven losen, vengen wy 

over welke van unsen vyenden, de mögen wy schatten unde darmede holden, 

alse yd unseme willen behaget. Unde desse fruntlike voreninge vorstrickinge unde 

tohopesate schal teyn jar na gifte desser schritt sunder myddel folgende waren 

unde duren, unde in dessen zaken schal unser eyn den anderen alle dingk mit 

ernste unde truwen sunder arch tom besten duden unde keren unde mit des 

anderen besten ummeghan. Men wanner veer jar umme komen zint, so scholen 

wy derwegen to hope komen unde overzeen, ofte wy under malkanderen in 

desser tohopesate ichteswelke gebreke hadden, dat wy desulven denne wandelen 

mögen to unser beyder parte besten, unde denne ok tosamende spreken unde 

sluten, offt wy desse fruntliken tohopesate lenger holden unde to fiirderen jaren 

anDamen unde beleven willen. Weret ok, dat uns samptliken edder besunderen 



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414 1468. November 23. 

in tokomenden tijden yemand urame desser fruntüken tohopesate edder anderer 
sake willen, de zijk uthe desser sake orsaket, hadden o verfallen veyden edder 
beschedigen wolde, so schal unser eyn den anderen, dar he ziner in den sake 
to rechte mechtich ys, nicht vorlaten, men dat mit ernste afkeren nnde weren 
helpen. Unde oft ok yenige andere heren forsten lande edder stede uns hiren- 
boven entseden unde unser vyende worden umme unser ergedachten vyende willen 
unde densulven tegen uns trost hulpe unde bystand deden, den wedder to stände, 
so schal unde wil unser eyn den anderen nicht vorlaten, men wy scholen des 
to ende uth by eynander bliven, zijk en schal ok neyn van uns afsonen noch 
vrede maken edder annamen, ok mit nemande veyde maken, yd en sy unde sehe 
mit unser beyder parth vulbord unde willen. Ok so en schal desse ergemelde 
vorstrickinge unde tohopesate gans deger unde all unvorfenglik unde unschedelik 
wesen unde bliven allen tohopesaten, de wy van Lubeke mit den ghemenen 
hensesteden hebben samptliken edder besunderen sunder argelist Worde ok eyn 
van uns vorscrevenen beyden delen samptliken edder besunderen vorwaret unde 
entsecht edder ok un vorwaret unde unentsecht buten veyde o verfallen, denne 
so willen unde scholen unser eyn dem anderen mit gantser macht to tröste unde 
hulpe körnen, umme de yennen, de so weldichliken overfallen worden, to ent- 
settende. Alle vorscrevenen artikel unde eyn juwelk by sick loven wy borger- 
mester unde radmanne der stad Lubeke unde wy ingesetene des landes Deth- 
merschen vor uns unde unse nakomelinge borgere unde meynheide unser eyn 
dem anderen stede vast unde unvorbroken wol to holdende sunder argelist unde 
geverde in grotem loven unde guden getruwen. Unde desses to orkunde unde 
groterer tuchnisse hebben wy unser vorscrevenen beyder parth ingesegele mit 
weten unde willen an dessen breff, der twe zint allens ludes, de ene by uns 
van Lubeke unde de ander by uns vogeden unde sluteren vorgerort in ghuder 
vorwaringe liggende, laten hengen. Gheven unde schreven na Cristi unses heren 
gebord dusent veerhundert darna im achtundesostigesten jaren am mydweken in 
sunte dementes dage. 

Original mit beiden anhängenden Siegeln. 



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J468. November 23. 415 

388. 

Besondere Begrenzung der zwischen Lübeck und Dithmarschen vereinbarten Bündniss- 
hiüfe. 1468. November 23. 

a. 

Wy borgermestere unde radmanne der stad Lubeke bekennen unde be- 
lügen opembare in unde myt desseme breve vor alle den jennen, de ene seyn 
hören edder lesen, so alse wy uns denne to etliken jaren mit unsen vorsichtigen 
besnnderen guden frunden, vogeden, sluteren unde den gantsen gemeynen inge- 
seten des landes Dethmerschen to hopesatet unde vorbunden hebben na uth- 
wisinge der vorsegelden breve dar upp gemaket unde vorsegelt, weret denne sake, 
dat wij in den myddelen tyden, dat god vorbede, to veyde unde Unwillen qwemen 
mit den irluchtigen hochgeboren forsten unde heren, heren hertogen to Mekelen- 
borgh edder heren hertogen to Sassen edder yemande anders uppe unsere syde 
belegen, dat der krönen van Dennemarken, deme hertochrike van Slesswigk unde 
der greveschopp van Holsten nicht to en qwemen, dat denne desulften unse 
guden frunde de gantzen gemeynen ingeseten des landes Dethmerschen vorscreven 
dar to nicht vorplichtet edder vorbunden scholen sin, uns to folgende unde to 
hulpe to körnende na uthwisinge dersulven tohopesate. Ok so en scholen de 
ingeseten des landes Dethmerschen uns to folgende tor zeewart nicht vorplichtet 
wesen dergeliken, men dachten unde wolden se des wess uthe erer egenen be- 
weginge unde guder naberschopp willen don, dat schall stan by ereme egenen 
vryen willen etc. Unde were yd ok sake, dat yd sick also geselle unde beschege, 
dat desulven unse besunderen guden frunde dat gantse gemeyne lant Deth- 
merschen unde ingeseten darsulves uppe jenne syt der Elve, mit weme de were, 
to veyden unde Unwillen qwemen edder komen mosten, dat wy van Lubeke dar 
to ok nicht vorplichtet noch darsulvest to folgende geholden werden scholen noch 
willen dergeliken etc. Men weret over yo also gelegen unde gewant dat wy 
samptliken ofte besunderen to veyden edder Unwillen qwemen mit deme irluch- 
tigesten heren unde forsten koninge to Dennemargken etc. edder siner gnaden 
broder, nu tor tijd regerende dat hertochrike to Slesswigk unde de graveschopp 
to Holsten, dat wy denne samptliken unde besunderen so vorberort wert na inholde 
der tohopesate uns holden unde hebben scholen ane geverde. 

Unde weret denne, dat jenige heren edder forsten uns samptliken offte 
besunderen darumme unde van derwegene veyden benodigen edder krencken 



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416 1468. November 23. 

wolden, desulven weren ok wer de weren, de uns in dessen myddelen tyden 
veyden unde ungemakes nicht vordingen wolden, dat denne unser eyn by des 
anderen hulpe blyven schall unde will to ende uth, na uthwysinge der stucke 
unde artikell in der ergemelten tohopesate uterliken uthgedrucket unde vormeldet. 
In orkunde der warheit unde steder vaster holdinge so hebben wij ergemelte 
heren borgermestere unde radmanne der keyserliken vryen stad Lubeke unse 
ingesegele gehengen heten wytliken an dessen breff, de gegeven unde schreven 
ys na Cristi unses heren gebort dusentveerhundert imme achtundesostigesten jare 
amme mydweken sunte dementes dage. 

Gleichzeitige Copie auf Papier. 

b. 

Wij vogede slutere gesworne ratgevers unde de gantsen ghemenen inge- 
setenen des landes Dethmerschen bekennen unde betugen opembare in unde myt 
desseme breve vor alle den jennen, de ene zeen edder hören lesen, so alse wy 
uns denne to etliken jaren mit den erbaren unsen leven besunderen guden frunden, 
heren borgermesteren unde radmanne der keyserliken stad Lubeke tohopesatet 
unde vorbunden hebben na uthwysinge der vorsegelden breve dar upp gemaket 
unde vorsegelt, were yd denne sake, dat wy in dessen myddelen tyden, dat god 
vorbede, to veyde unde to Unwillen qwemen edder komen mosten, myt weme 
dat were, buten unseme lande uppe jenne zyt der Elve in unser jegenede belegen, 
dat der krönen van Dennemargken, deme hertochrike to Slesswigk unde der 
graveschopp van Holsten nicht to en qwemen, dat denne de erscreven erbare 
rad to Lubeke ere borgere inwonere unde undersaten dar to nicht vorplichtet 
edder vorbunden scholen zin uns to folgende unde to hulpe to körnende na uth- 
wisinge dersulven tohopesate, men dachten unde wolden unse ergemelden guden 
frunde van Lubeke, des wes uth erer egenen beweginge unde guder naberschopp 
willen don, dat schall stan unde blyven by ereme egenen guden vryen willen. 
Mer were yd over yo also gelegen unde gewand, dat wij samptliken effte be- 
sunderen to veyden edder Unwillen qwemen offte komen mosten mit deme irluch- 
tigesten heren unde forsten koninge to Dennemargken etc. edder siner gnaden 
brodere nu tor tyd regerende dat hertichdom to Slesswigk unde de graveschopp 
to Holsten, dat wy denne samptliken unde besunderen so vorgerort wert na lüde 
unde inholde der tohopesate uns holden unde hebben scholen ane alle geverde, 
unde were yd denne dat jenige heren edder forsten uns samptliken effte besun- 



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1468. November 23. 417 

deren darum rae unde van derwegene veyden benodigen edder krencken wolden, 

desulften weren ok we de weren, de uns in dessen rayddelen tyden veyden unde 

ungemakes nicht vordragen wolden, dat denne unser eyn by des andern hulpe 

blyven schall unde wyl to ende uth na uthwisinge der stucke unde artikell in 

der ergemelden tohopesate uterliker uthgedrucket unde vormeldet In orkunde 

der warheit unde steder vaster beholdinge so hebben wy ergemelden vogede 

sintere geswome radgeven unses gantzen gemenen landes ingesegel hengen heten 

witliken an dessen breff, de geven unde schreven ys na Cristi unses heren gebort 

dusentveerhundert darna amme achtundesostigesten jaren am mydweken an sunte 

dementes dage. 

Gleichzeitige Copie auf Papier. 

389. 

Volrad, Otto und Hartwich von Ritzerau verkaufen dem Rathe von Lübeck ihren 
Antheil an dem Schlosse Ritzerau nebst ihrem Hofe, die Hälfte von Klein 
Ritzerau und. der Mühle, die Hälfte der Dörfer Koberg, Poggensee, 
Duvensee, Tramm und Woltersdorf nebst den wüsten Feldmarken Sirksfelde, 
Mannau und Siltendorf für 3733* / 9 Lübeckische Gulden unter dem Vor- 
behalt, Alles nach zwanzig Jahren für die gleiche Summe zurückzukaufen. 
1468. November 25. 

Wij Volrad, Otte unde Hartich alle brodere genomet van Kitzerouwe, 
knapen, zeligen Otten sons, densulven Hartige, unsen leven broder wy ergemelten 
beyden brodere noch in unde under uns yn rechter vormunderschop hebben, won- 
haftich to Rytserouwe im stichte van Rasseborgh belegen, bekennen unde betugen 
alle eyndrachtliken opembare yn unde mit desseme breve vor alle den, de ene 
zeen edder hören lesen, dat wy mit ganseme vryen willen unde wolberademe 
mode vor uns unse erven unde nakomelinge rechte unde redeliken vorkoft unde 
upgelaten hebben, vorkopen uplaten unde vorlaten ofc: yn krafft desses sulven 
breves den erbaren wolwysen mannen, heren borgermesteren radmannen unde 
borgeren der stad Lubeke unde eren nakomelingen unsen gantsen andeel des 
slotes to Rytserouwe myt unseme hove, dar wy uppe wonen, mit der helfte des 
dorpes Lutken Rytzerouwe unde unse halven molen darby belegen, darto de 
helfte des dorpes Kobergh myt der helfte des dorpes Poggenzee, darto de helffte 
des dorpes Duvenzee mit der helfte des dorpes Wolterstorpe unde darto de helfte 
des dorpes Tramme mit den wosten veitmarken Czirkesfelde, Manouwe unde Sylten- 

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418 1468. November 25. 

dorpe, ok mit der hude in tovore unde afvore unde alle des vorscrevenen slotes 
dorperen veitmarken guderen unde unsen tobehoringen bewechlik unde unbe- 
wechlik, alse ze yn alle eren enden, sehedingen unde veitmarken begrepen unde 
gelegen sint, mit allen ackeren holten busschen mit der yacht mit wysschen 
weyden vyschdyken visscherien wateren zeen ryveren unde anderen vleten enden 
unde sehedingen der water, ynvloten unde afvloten, wegen unde ynwegen, uth- 
gengen unde wedder yngengen, stauwingen, mit aller grund droge unde nad, 
mit deme rechte unde richte unses andeels, des hogesten myddelsten unde sydesten, 
yn hals unde yn hand, mit den rockhonren unde pachthonren, myt der bede, 
denste unde denstgelde, mit deme gantsen egendome der lene geystlik unde werlik 
unses vorscrevenen andeels, ok mit aller nud unde vryheit, alse wy unde unse 
vorolderen desulven gudere ye vryest gehad unde beseten hebben, nichtes mit 
alle buten to beschedende, unde dat ze ok dersulven gudere samptliken unde 
besunderen alle, nademe ze ok yn der van Lubeke vorpandinge unde vorbiddinge 
belegen sint, dat se denne dersulven gudere uppe ere schönste unde to ereme 
besten bruken unde geneten mögen unde schölen, alse yd ereme willen wol be- 
haget. Hirvor de ergenanten erbaren heren borgermestere unde radmanne to 
Lubeke uns erscrevenen Vulrad Otten unde Hartighe gebroderen van Rytserouwe 
sovenundedertichhundert unde dreundedertich Lubesche gülden mit teyn Schillingen 
Lubesch, so ze uns an gudeme golde swar genoch van gewichte unde yn groveme 
pagimente alle hole pennynge buten bescheden, alse to Lubeke genge unde geve 
sint, to unser aller genoge vull getellet unde wol to dancke vornoget unde be- 
talet hebben, de wy vortan yn unser aller witliken nud gekart unde vorwand 
hebben, vorsakende hirmede aller behelpinge des rechten geystlikes offte werlikes 
der vorscrevenen betalinge halven, dat wy der nicht entfangen hedden edder uns 
nicht togesettet en weren. Wy unde unse erven scholen unde willen ok den 
vorbenomten ersamen heren borgermesteren radmannen unde borgeren der stad 
Lubeke unde eren nakomelingen des vorscrevenen unses andeels des slotes to 
Eytserouwe mit alle syner tobehoringe, myt vryheiden rechtes unde egendomes, 
alse vorscreven is, rechte waren unde vrygh to allen tyden beschermen unde 
entweren uppe unser aller unde unser erven koste unde arbeyd van aller ansprake 
unde bewernisse enes yuweliken, de vor recht komen willen geystlik ofte werlik. 
Vortraer so hebben wy Vulrad Otte unde Hartich van Rytserouwe vorberorter 
mathe vor uns unse erven unde nakomelinge den erbenomeden heren borger- 
mesteren, radmannen unde borgeren to Lubeke unde eren nakomelingen witliken 



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1468. November 25. 419 

mit gudeme vrien willen gegund unde togelaten, dat se den vorsorevenen unsen 
andeel des slotes to Eytserouwe unde de vorsorevenen gudere alle unde besun« 
deren mögen vorbeteren unde buwen na ereme behage unde guden willen. Der- 
geliken bebben wy en ok gegunt unde togelaten, wes wy noch van dessen vor- 
screvenen guderen yn vorpandinge buten hebben ofte van pandes wegen uthe 
stau, dat se de ok mögen ynlosen van der ergemelten hovetsummen yn unser 
unde unser erven namen unde de losinge vorkundigen na ynholde der vorsegelden 
breve darupp gegeven. Ok vorlate wy brodere alle dree, alse Vulrad Otte unde 
Hartich van Eytserouwe vakebenomt yn erschrevener wyse mit gantseine vryen 
willen de ergedachten borgermestere unde radmanne to Lubeke mit eren nako- 
melingen unde de borgere van alier ansprake unde tosage, de wy to en vor- 
meenden to hebbende unde hebben mochten van wegen der helffte desser vor- 
berorden gudere, de en unse leve vedder Hans van Eytserouwe vorkofft unde 
vorpandet hefft noch by Hanses levende edder dode, dar nummermeer up to 
sakende mit geystlikes offte werlikes rechtes forderinge, men wy unde unse erven 
willen unde scholen yd darmede holden unde gudwilligen darby blyven laten na 
uthwisinge der breve darup gemaket ane alle geverde. Vurdermer so hebben 
uns vakenbenomeden van Eytserouwe de erbaren heren borgermestere unde rad- 
manne to Lubeke vor zick unde ere nakomelinge de gunst unde gnade gedan, 
dat wy edder unse erven den vorscrevenen unsen andeel des slotes to Eytserouwe 
na vorlope twintich iar negest folgende unde nicht eer na data desses breves 
mit allen anderen dorperen unde guderen, so desulven hirbevoren geschreven 
unde uthgedrucket zint mit eren tobehoringen, to unser unde unser erven nudt 
unde nicht to brukinge offte profijte yemandes anders wedderkopen, dewile dat 
eyn van unsen erven levet, vor de gesechten hovetsummen alse sovenundedertich 
hundert dreundedertich Lubesche gülden unde teyn Schillinge Lubesch, unde 
scholen unde willen denne en ok desse vorscrevenen summen bynnen der 
stad Lubeke an guden swaren vulwichtigen Lubeschen gülden edder de 
werde darvan an gudeme groven pagimente alle hole pennynge buten bescheden 
yn ener summen alse denne bynnen Lubeke genge unde geve zint, gutliken unde 
wol to dancke wedderumme vornogen unde betalen ane alle argelist unde geverde. 
Unde desses vorscreven alle na vorlope der twintich yar so scholen unde willen 
wy vakenbenomet van Eytserouwe ofte unse erven den wedderkopp eyn gantz 
yar tovorne yn den achte dagen sunte Mertens muntliken edder schrifüiken den 
ersamen heren borgermesteren unde radmannen